EU: nicht alle benachbarten Hauptstädte direkt bereisbar. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 24.03.2021, 17:49 (vor 1838 Tagen) @ Paladin

Paladin:

Die Frage ist: Müssen alle benachbarten Hauptstädte direkt zu bereisen sein? Ich finde, dass das kein ausschlaggebendes Kriterium ist.

Ich würde eher plädieren für "Städte mit grosser verkehrstechnischen Bedeutung".
Amsterdam ist zwar unsere Hauptstadt aber Utrecht ist das grosse Drehkreuz; erst recht wenn man vom Süden Deutschlands kommt. Denn hier verzweigen die Strecken nach Amsterdam, Den Haag und Rotterdam.
Von Berlin aus ist dann wieder Amersfoort wichtig; hier kann man nach Utrecht umsteigen und dort verteilen die Verkehre sich wieder nach Den Haag und Rotterdam.

Paris ist zwar Hauptstadt aber Paris ist nur als Endbahnhof geeignet. Besagter Europa-TGV Amsterdam-Barcelona muss in Paris Charles de Gaulle TGV halten.
Zudem wäre in Frankreich Marseille wichtig, auch aus Tourismusgründen (Provence, Côte d'Azur).
In Italien müsste man nebst Rom auch Mailand berücksichtigen, und in Spanien nebst Madrid auch Barcelona.

Zudem kann man die Frage stellen: müssen Tallinn, Riga und Minsk direkte Verbindungen mit Moskau haben? Oder Warschau, Bratislava und Budapest mit Kiev? Wo ist die Grenze Europas?

Andererseits muss ich gestehen, dass wir in NL ziemlich verwöhnt sind mit einem 2h-Takt Berlin-Amsterdam. Bei Berlin-Warschau sieht's schlechter aus, und das obwohl Warschau näher liegt und es mehr als zweimal soviele Polen als Niederländer gibt.

Es müssen die Reisendenströme beachtet werden und nicht blind irgendwelche Hauptstädte auf Teufel komm raus miteinander schnell verbunden werden.

Fällt mir gerade ein: Athen-Ankara via ASBT (Aegean Sea Base Tunnel). Das kriegen die Chinesen im Rahmen der Belt & Road Initiative sicher hin. Von Athen nach Izmir nur 2 Stunden mit dem YHT... ;)

Gut mal ernst.

Von mir aus sollen die Delegationen nach Brüssel fliegen. Dafür soll das Geld bitte an den Stellen investiert werden, wo es auch gebraucht wird, sprich wo viel Reisendenpotential liegt (unabhängig von HGV/NV).

Absolut betrachtet ist Rumänien das Land wo man vermutlich den grössten Sprung vorwärts machen kann. Das Land hat 20 Millionen Einwohner. Allerdings sind diese über eine grosse Oberfläche verstreut (Dichte = 82/Qkm).
Betrachten wir aber Bevölkerungsdichte (abgesehen von Stadtstaaten), dann sind NL/BE/DE weit vorne (NL: 421, BE: 376, DE: 233). Mit einer Verbesserung DE-BE würde auch UK (272) profitieren. Aufgrund der Bevölkerungsdichten ist es ziemlich krass dass es qua Fernverkehr nur zwei 2h-Takte NL-DE gibt (und daran ist NL mitschuldig).

Sören Heise:

Och, ein Direktzug von Rom nach La Valletta hätte schon was. Oder Stockholm - Helsinki.

Tatsächlich wurde mal über eine Tunnelbahn Stockholm-Helsinki nachgedacht. Allerdings mit einem Kanonengeschoss in einem Staubsauger... ;)

Habe das Dokument nicht gelesen, hoffentlich wird nicht auch die schlechte Fernzugverbindung zwischen Wien und Bratislava bemeckert. ;-)

Dafür aber Berlin - Kopenhagen/Brüssel/Paris.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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