NL: HGV-IC versus normaler IC. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 14.01.2016, 21:42 (vor 3733 Tagen) @ thelasse

Hallo thelasse,

wollte gerade mal wieder meine Eindhoven-Deutschland Seifenoper aus der Schublade ziehen, aber da hatte ich den Überblick verloren, wieviele Folgen diese Seifenoper inzwischen hat.
Immer wieder gibt es so einen Moment, dann bedenkt sich jemand, dass Eindhoven einen HGV-Zug nach Deutschland haben muss und dann schmunzeln wir wieder über die unglücklich Wortwahl des Ideenhabers.

Laut einem Artikel rufen Düsseldorf und Eindhoven die niederländische und deutsche Regierung dazu auf konkrete Schritte für einen IC Den Haag/Rotterdam-Eindhoven-Düsseldorf zu unternehmen.

Ich schaue mir das Artikel mal an.

Alleen Canada en de VS kennen een drukker onderling handelsverkeer dan Duitsland en Nederland.

Genau... und wieviele Hochgeschwindigkeitszüge fahren zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten?

De spoorverbinding zoals ‘ie er nu ligt – met een overstap in Venlo op de regionale trein die eens per uur rijdt – is dan ook onvoldoende, vinden de gemeenten.

Ich muss gestehen: zwischen Den Haag und Venlo gibt es "IC", zwischen Düsseldorf und Berlin/München gibt es IC(E) aber dazwischen fährt nur eine Bummelbahn. Selbe Situation zwischen Groningen-Leer (als die Welt noch in Ordnung war) und zwischen Heerlen-Aachen.
Aber wie wäre es mit einem grenzüberschreitenden IC200 der NS über die vorhandene Strecke, mit Entfernung aller Lafas? Wenn ich auf Venlo-Düsseldorf denselben 100 km/h Schnitt erreiche wie ich in NL gewohnt bin, müsste man doch etwa genauso schnell sein wie der aktuelle IC-Bus Eindhoven-Düsseldorf, oder?

Im Artikel wird auch die Verbindung via Arnhem genannt. Diese hat bezüglich NRW-NL deutlich mehr Potential (Amsterdam, Den Haag, Rotterdam, Utrecht). Und wenn der Umstieg in Arnhem auf IC 36nn klappt, ist sogar eine Reise Düsseldorf-Tilburg (somit auch Den Bosch, Breda und ie Provinz Zeeland) via Arnhem schneller als via Venlo. Dann verbleibt nur noch Eindhoven als Mehrwert für eine Fernverbindung NRW-NL via Venlo.

Ich habe hier allerdings schon öfters eine NBS200 Utrecht-De Haar [1] vorgeschlagen. Dies käme auch den NS-IC200 zugute, ermöglichte ICs Utrecht-Veenendaal-Rhenen und eine dichtvertaktete S-Bahn via Bunnik, Driebergen und Maarn (ggf. Wiedereröffnung von Maarsbergen). Na gut, jetzt wird die Bestandsstrecke ausgebaut, mehr als 160 km/h soll es nicht werden (sonst müsste man sämtliche BÜs beseitigen, inklusive zahlreiche landwirtschaftliche BÜs).

Die Frage die ich mir hier stelle ist ob sich überhaupt ein vertretbarer, denn die Kosten sind ja doch höher,Fahrzeitvorteil ergibt wenn man einen HGV-IC hat gegenüber einem normalen IC.

Der Unterschied kann nur auf der HSL-Zuid gemacht werden; sonstwo ist ein IC-NEU der DB nicht schneller als ein "IC" der NS. Ein ICE International wird wegen Wirbelstrombremse vermutlich nur mit verringerter vmax auf der HSL-Zuid fahren können.
Nur schade, dass NS angeblich keine Vorhaben hat, mit den IC200 nach Deutschland zu fahren. Die Möglichkeiten wären doch recht gut:

- Amsterdam-Hengelo-Osnabrück-Hannover (Verdichtung des Berlin-IC auf Stundentakt, Oldenzaal IC-Halt)
- Amsterdam-Arnhem-Köln (Verdichtung der ICE International Strecke auf Stundentakt, ggf. "Fernverkehr" in Zevenaar, Emmerich und Wesel)
- Den Haag-Venlo-Düsseldorf(-Wuppertal)
- Eindhoven-Heerlen-Aachen-Köln (IC-Halt in Düren, Düren-Köln 200 km/h)

Aber dann kommt die Frage: wie soll der Zug in Deutschland verkehren: als IC oder als (besserer) RE? Wie soll das ganze tarifmässig organisiert werden?


gruß,

Oscar (NL).

[1] dort wo die Strecke nach Veenendaal und Rhenen abbiegt.

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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