Landschaftsverbrauch im Vergleich (Reiseberichte)

Felix, Göttingen, Sonntag, 12.04.2015, 15:10 (vor 4008 Tagen) @ ES89

a) Geldverschwendung: Eine Strecke, bei der sichergestellt ist, dass diese jeden Tag von sicherlich 10.000 + x Reisenden genutzt werden wird, dürfte bedenkenlos als gute Investition gesehen werden.

Es ist nicht sicher, ob es wirklich 10000 Reisende täglich werden, die diese Strecke benutzen. Dürfte eine knappe Sache werden.

b) Landschaft: Unbestritten. Aber: Zum großen Teil handelt es sich hierbei um Kulturlandschaft, die ohnehin weit weg von natürlich ist. Vielfach dürfte es sich hierbei um riesige ex-LPG-Äcker handeln.

Auch bei landwirtschaftlich genutzter Kulturlandschaft gibt es keine Massen von Beton, Sand und Kies wie bei einer Eisenbahn-Neubaustrecke und auch keine großen Einschnitte. Hier wurden ja auch riesige Schneisen in den Wald geschlagen.

Nur ein Teil der Strecke verläuft über landwirtschaftlich genutztes Ex-DDR-Gebiet. Ein großer anderer Teil verläuft durch Wald, insbesondere den Naturpark Thüringer Wald. Und durch Bayern, wo es keine LPGs gab.

c) Landschaftsverbrauch: Beim Blick auf die Bilder wird erneut ersichtlich, wie klein der Landschaftsverbrauch eine Bahnstrecke gegenüber einer Autobahn ist.

Siehst Du die extrem breiten Schneisen, die durch den Wald geschlagen wurden? Das ist schlimm genug. Ja, eine Autobahn dürfte wohl noch mehr Landschaft fressen.

Meines Erachtens hätte man sowohl auf die A71/A73 durch den Thüringer Wald wie auch auf diese Eisenbahn-HGV-Strecke gut verzichten können und sollen. Die Autobahnen binden dünnbesiedelte Gegenden an, wo die Leute sowieso wegsterben und wegziehen. Und es gibt bereits eine Bahnstrecke zwischen Berlin und München, die sogar noch Weißenfels, Naumburg, Jena, Saalfeld und Lichtenfels anbindet.


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