Frühmorgendliche Action auf der Nebenbahn ... (Aktueller Betrieb)

Blaschke, Osnabrück, Dienstag, 12. März 2019, 08:13 (vor 71 Tagen)

Moin!


Auftrag: 5:29h Vechta nach Osnabrück. Der zweite Kollege ist mit Voransage nicht da, mein Auftraggeber sagt: schaffen Sie alleine Herr B. Ist ja nur eine Traktion, da darf allein gewerkelt werden.

Ein Kollege beruhigt: ach, der Zug ist ruhig. Da fahren 20 Leute mit ...

FAKE-NEWS! 20 Leute waren es schon bis Holdorf. Und insgesamt fast 70! SIEBZIG! Blaschi interviewt wie am Fließband. Zum Glück fassen sich aber alle kurz (und sogar Blaschi bekommt das hin ...)

Und Action ist schon in Vechta bei der Abfahrt. Tiffi kaufte gestern abend ein NV-Ticket nach Salzgitter. Für was an die 45 Euro. Aber eben für gestern! Sie bemerkte direkt den Fehler und kaufte 2 Min später noch eines. So erzählte sie; paßte auch zu den Aufdrucken auf den Fahrscheinen. Das zweite Ticket war dann aber auch für gestern. Der Automat sei doof ... Jetzt wolle sie heute morgen kein Drittes kaufen ... Erst bin ich dran, weil wegen ob Mitfahren dürfen und so. Dann die Schaffnerin.

Derweil hatte ich den nächsten Egg-sperten. Wollte mit QdL nach Frankfurt. Um halb 6 ... "9 Uhr? Ich nicht gewußt." Doch! Gab er bei der Schaffnerin auch zu. Antwort: in Neuenkirchen raus! Was macht er: während des Kreuzungsaufenthaltes kauft er sich am Automat ein Ticket nach Osnabrück und will wieder mit. Die Schaffnerin bleibt konsequent. Und der Typ draußen. Darf ab Osnabrück ja eh erst ab 9 Uhr weiter. Also *flapp*, raus, tschüssi. Was nicht ohne Kommentar bleibt. Ein Spektakel.

Und als Krönung fährt dann noch der Bürgermeister von Rieste mit ...

Fazit: alles Wahnsinn!

Und heute fährt sogar der Zug zurück zum Auto. Gestern fiel er aus - und die folgende Zugfahrt verkehrte EINteilig - Gruppenkuscheln ... Auch eine Form der Nachhaltigkeit seitens der NWB - wie vergraule ich die Kundschaft auch ganz sicher ...

Derweil mein Vertrauen in den Kollegen ein Dämpfer bekommen hat - 20 Fahrgäste. ....


Schöne Grüße von jörg

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Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

Frühmorgendliche Action auf der Nebenbahn ...

Tabernaer @, Dienstag, 12. März 2019, 09:10 (vor 71 Tagen) @ Blaschke

So extrem viel Stress und Hektik am frühen Morgen verträgst Du doch normalerweise ohne eiskalte Coke gar nicht. Hoffentlich hattest Du genug Vorrat mit. Nicht das Du noch unterwegs an Untercola stirbst... :D

Alles im Lot!

Blaschke, Osnabrück, Dienstag, 12. März 2019, 10:29 (vor 71 Tagen) @ Tabernaer

Huhu.

So extrem viel Stress und Hektik am frühen Morgen verträgst Du doch normalerweise ohne eiskalte Coke gar nicht. Hoffentlich hattest Du genug Vorrat mit. Nicht das Du noch unterwegs an Untercola stirbst... :D


Alles bestens!

Die erste Coke gab es um 3:30 Uhr. Nach dem Zeitungszustellen. Vor der Fahrt nach Vechta.

Im Zug wurde so gleich das WC auf Funktionalität überprüft.

Ich war dann ehrlich und bin bis OS Hbf mitgefahren - am Bf Altstadt hätte ich direkt den Gegenzug erwischt; Einsteiger gibt's keine und wenn ich alle Aussteiger zähle, wäre keine Zahl falsch; aber ich mach's trotzdem nicht -, da hatte ich ne Stunde Wendezeit. Also lecker Frühstück mit Coke!

Und grad auf dem Rückweg von Vechta zu Job 2 musste ich tanken. In Hüde am Dümmer. Da gab's dann die 2. Zwischenmahlzeit incl. Coke!


DAS ist Leben! Herrlich!

Jetzt eben 2 Std Essen ausfahren. Einkaufen. Und dann Mittag. Mit Coke. 14 bis 17h will ich schlafen. 18:26 Uhr dann nochmal über Vechta nach Bremen und zurück bis 23:32h. Wobei in Bremen Pause ist. Ja, was ich da wohl trinken werde ... ;-))))


Schöne Grüße von jörg

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Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

Frühmorgendliche Action auf der Nebenbahn ...

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Dienstag, 12. März 2019, 10:24 (vor 71 Tagen) @ Blaschke

Warum durfte der Stoffel mit einem neu gezogenen Ticket denn nicht weiter mitfahren?

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Frühmorgendliche Action auf der Nebenbahn ...

keksi @, Dienstag, 12. März 2019, 10:27 (vor 71 Tagen) @ Alibizugpaar

Warum durfte der Stoffel mit einem neu gezogenen Ticket denn nicht weiter mitfahren?

Auf die Antwort bin ich ja nun auch gespannt. Wenn man sich draußen ein neues Ticket kauft, dann kann man ja auch wieder mitfahren *grübel*

Mfg

Fakten schaffen statt Bürokratie und "du du"

Blaschke, Osnabrück, Dienstag, 12. März 2019, 10:39 (vor 71 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von Blaschke, Dienstag, 12. März 2019, 10:39

Hallo.

Warum durfte der Stoffel mit einem neu gezogenen Ticket denn nicht weiter mitfahren?

Erstens wollte er bewußt betrügen. Prinzipiell wäre ein 60er angebracht, aber man mußte kein Genie sein, um zu erkennen, dass das Geld nie seinen Weg zur Bahn finden wird. Da ist der Rauswurf effektiver.

Und zweitens wäre er mit uns 6:32h in Osnabrück gewesen. Eher unwahrscheinlich, dass er da seine Zeit bis 9 Uhr absetzt. Wahrscheinlicher: in die nächste Eirobahn hüpfen nach Münster. Und da entweder ohne Kontrolle durchzukommen (Schüler/ohne Schaffner) oder dieselbe Masche abziehen. Sprich: mit etwas Aufwand schwarzfahrend das Ziel erreichen.

So aber sitzt er jetzt eine Stunde im schönen Neuenkirchen-Vörden Ortsteil Neuenkirchen und hat Zeit zum Nachdenken. Einen Bäcker gibt's da. Ne Fabrik nebenan und ne Tankstelle.

Und bis er in Osnabrück ist, darf er auch fast schon legal weiterfahren.

Statt "du du" und viel Gefasel und Bürokratie einfach Fakten schaffen; fertig.

Und wenn man's bewußt drauf anlegt, dann kann man auch mal verlieren. Es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die anderen.

Schöne Grüße von jörg


der es als Verantwortlicher genauso gemacht hätte. Immerhin war der Typ deutlich über 18 und auch nicht hilf- oder orientierungslos.

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Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

Fakten schaffen statt Bürokratie und "du du"

Hansjörg, Dienstag, 12. März 2019, 10:46 (vor 71 Tagen) @ Blaschke

Den ganzen Aufriss mit QDL vor 9 Uhr wegen 20 Euro Preisunterschied ohne BC? Naja wahrscheinlich wollte er auch zurück.

Fakten schaffen statt Bürokratie und "du du"

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Dienstag, 12. März 2019, 11:03 (vor 71 Tagen) @ Blaschke

Ach so, ich hatte verstanden, daß er seinen versehentlichen Fehler zugegeben hätte.

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Fakten schaffen statt Bürokratie und "du du"

worfie, Dienstag, 12. März 2019, 16:39 (vor 70 Tagen) @ Blaschke

Erstens wollte er bewußt betrügen. Prinzipiell wäre ein 60er angebracht, aber man mußte kein Genie sein, um zu erkennen, dass das Geld nie seinen Weg zur Bahn finden wird. Da ist der Rauswurf effektiver.

Richtig.
Wenn man lange genug bei dem Verein unterwegs ist, kennt man auch seine Pappenheimer, sämtliche plumpen bis halbklugen Ausreden und hat auch auch Gespür dafür, was einem da aufgetischt wird. Ziemlich weit oben sind dann solche Aussagen wie "Das höre ich aber zum ersten Mal" und "Ihr Kollege sagte aber, das geht."
Gut, mit seinem Gespür kann man sich auch mal irren. Jeder ist ja nur ein Mensch. Aber wenn ich nach so einer Vorgeschichte einen Fahrgast im Zug hätte, der nach der Ansage er möge bitte Aussteigen dann ohne weitere Kommunikation einfach auf einer Strecke von A nach C einen Fahrschein von B nach C kauft (obwohl er schon von A nach B schwarz gefahren ist), würde ich das auch mehr als grenzwertig finden und finde die Reaktion richtig.

Und zweitens wäre er mit uns 6:32h in Osnabrück gewesen. Eher unwahrscheinlich, dass er da seine Zeit bis 9 Uhr absetzt. Wahrscheinlicher: in die nächste Eirobahn hüpfen nach Münster. Und da entweder ohne Kontrolle durchzukommen (Schüler/ohne Schaffner) oder dieselbe Masche abziehen. Sprich: mit etwas Aufwand schwarzfahrend das Ziel erreichen.

Richtig.

Und wenn man's bewußt drauf anlegt, dann kann man auch mal verlieren. Es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die anderen.

Nun, der ehrliche Fahrgast ohne krumme Hintergedanken, der wäre vermutlich entweder ohne Kommentare ausgestiegen oder der hätte peinlich berührt gefragt, ob er dann nicht die ganze Strecke oder die Strecke bis zur Endhaltestelle des Zuges nachlösen könnte. Und ich vermute einfach mal, wenn das Zugpersonal nicht ganz rigoros wäre, und der Fahrgast in so einer Situation freundlich und höflich fragt, dass man dann ein Auge zudrückt, wenn der Fahrgast bei der Zugkreuzung aussteigt und von Einsteig bis Ausstieg (und nicht erst vom Zugkreuzungsbahnhof aus) nachlöst.

der es als Verantwortlicher genauso gemacht hätte. Immerhin war der Typ deutlich über 18 und auch nicht hilf- oder orientierungslos.

Richtig. Aber der Fahrgast weiß es besser. VBN gilt übrigens bis Cuxhaven und bis Stade ist HVV-Großbereich. ;)

Fakten schaffen statt Bürokratie und "du du"

Ösi, Dienstag, 12. März 2019, 19:11 (vor 70 Tagen) @ Blaschke

Und zweitens wäre er mit uns 6:32h in Osnabrück gewesen. Eher unwahrscheinlich, dass er da seine Zeit bis 9 Uhr absetzt.

In dem Moment hatte er aber ein gültiges Ticket bis Osnabrück und wollte im Zug nach Osnabrück mitfahren. Die Schaffnerin hätte ihm höchstens nachträglich einen 60er für die Strecke bis Neuenkirchen geben können, aber nicht ihn willkürlich von der Mitfahrt ausschließen.

Beförderungsbedingungen und Tarife gelten für beide Seiten. Wenn die Bahn in Form einer Schaffnerin davon zugunsten des Kunden abweicht, wird sich der Kunde nicht beschweren. Aber zu Ungunsten abweichen geht nicht, ich kann auch nicht fordern, dass ich trotz keinem Ticket mitgenommen werde und keinen 60er bezahlen muss.

Ja, okay, aber letztlich verständlich so

Altmann @, Amstetten, Dienstag, 12. März 2019, 19:25 (vor 70 Tagen) @ Ösi

In dem Moment hatte er aber ein gültiges Ticket bis Osnabrück und wollte im Zug nach Osnabrück mitfahren. Die Schaffnerin hätte ihm höchstens nachträglich einen 60er für die Strecke bis Neuenkirchen geben können, aber nicht ihn willkürlich von der Mitfahrt ausschließen.

Nicht ganz korrekt, stimmt. Aber na ja - letztlich ist er günstig davon gekommen, und hat trotzdem was gelernt.

Interessant wäre für mich aber die Frage, wieweit die um sich greifenden merkwürdigen Stückel-Verbot-Tarifbestimmungen (MAV, WESTbahn, österreichische Verkehrsverbünde, ...) vor dem EuGH halten würden ...

Fakten schaffen ...

Blaschke, Osnabrück, Dienstag, 12. März 2019, 20:14 (vor 70 Tagen) @ Ösi

Huhu.

Dem Fahrgast steht ja der Rechtsweg offen!

Über das Stichwort Hausrecht bzw Hausverbot könnte ich jetzt nachdenken, habe ich aber keine Lust. Außerdem rackere ich grad in der völlig überfüllten NWB; 10 Fahrgäste, puh ...


Ja, ich weiß, die ICE-Forengemeinde würde das bis zum EuGH durchklagen. Alles okay. Aber das schöne ist, dass das Leben draußen mit dem des im ICE-Treff diskutierten meistens nur wenig zu tun hat ... ;-)

Schöne Grüße von jörg

--
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Fakten schaffen ...

Ösi, Dienstag, 12. März 2019, 20:47 (vor 70 Tagen) @ Blaschke

Über das Stichwort Hausrecht bzw Hausverbot könnte ich jetzt nachdenken, habe ich aber keine Lust.

Ein Blick in § 10 AEG sollte zeigen, dass es hier kein Hausrecht gibt, sondern Beförderungspflicht.

Fakten schaffen ...

Blaschke, Osnabrück, Dienstag, 12. März 2019, 23:14 (vor 70 Tagen) @ Ösi

Tach.

Ein Blick in § 10 AEG sollte zeigen, dass es hier kein Hausrecht gibt, sondern Beförderungspflicht.

Wenn die Beförderungsbestimmungen eingehalten werden.

Das wurden sie nicht. Und schon ist das alles hinfällig.

Schöne Grüße von jörg

--
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Fakten schaffen ...

Ösi, Mittwoch, 13. März 2019, 11:32 (vor 70 Tagen) @ Blaschke

Doch, nach dem Kauf des Tickets sehr wohl.

Fakten schaffen statt Bürokratie und "du du"

ICE-TD, Dienstag, 12. März 2019, 23:28 (vor 70 Tagen) @ Ösi

Und zweitens wäre er mit uns 6:32h in Osnabrück gewesen. Eher unwahrscheinlich, dass er da seine Zeit bis 9 Uhr absetzt.


In dem Moment hatte er aber ein gültiges Ticket bis Osnabrück und wollte im Zug nach Osnabrück mitfahren. Die Schaffnerin hätte ihm höchstens nachträglich einen 60er für die Strecke bis Neuenkirchen geben können, aber nicht ihn willkürlich von der Mitfahrt ausschließen.

Beförderungsbedingungen und Tarife gelten für beide Seiten. Wenn die Bahn in Form einer Schaffnerin davon zugunsten des Kunden abweicht, wird sich der Kunde nicht beschweren. Aber zu Ungunsten abweichen geht nicht, ich kann auch nicht fordern, dass ich trotz keinem Ticket mitgenommen werde und keinen 60er bezahlen muss.

Das nennt man Erziehung. Fährt er mit bekommt er eine Anzeige wegen Betrug oder er fährt mit seinem Ticket mit dem nächsten Zug.

Fakten schaffen statt Bürokratie und "du du"

Ösi, Mittwoch, 13. März 2019, 11:33 (vor 70 Tagen) @ ICE-TD

Betrug ist das sicher nicht.

Nschtrag

Blaschke, Osnabrück, Mittwoch, 13. März 2019, 05:52 (vor 70 Tagen) @ Ösi

Huhu.

In dem Moment hatte er aber ein gültiges Ticket bis Osnabrück und wollte im Zug nach Osnabrück mitfahren.


Jo. Das will ihm auch niemand verwehren. Nur eben mit einem späteren Zug ... ;-)

Und dein erwähnter Paragraph 10 AEG schreibt schließlich nicht, dass es zwingend der nächste Zug sein muss.

Alles im Lot also.


Schöne Grüße von jörg

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Nschtrag

Ösi, Mittwoch, 13. März 2019, 11:33 (vor 70 Tagen) @ Blaschke

Natürlich gilt die Beförderungspflicht für alle Züge und kann nicht durch Willkür einer Schaffnerin außer Kraft gesetzt werden.

Seltsames Rechtsverständnis

Barbara, Mittwoch, 13. März 2019, 18:34 (vor 69 Tagen) @ Ösi

Mit Verlaub Herr Blaschke, aber Sie, wie offenbar auch die Schaffnerin, sind hier ein Opfer ihres subjektiven Gerechtigkeitsempfindens, nach dem Motto, der Kerl hats verdient, dass er erst mal draußen bleibt.

Mag ja sein, aber...nach dem Lösen einer gültigen Fahrkarte hätte ihm die Weiterfahrt nach Osnabrück nicht verwehrt werden dürfen.

Man möge mir diie rechtliche Grundlage schildern, nach der dies nicht möglich sein soll.

Nix für Ungut

Barbara

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