Zugunglück in Meerbusch!!! (Aktueller Betrieb)

taurus2083, Region Hannover, Dienstag, 05. Dezember 2017, 21:05 (vor 8 Tagen)

Zugunglück in Meerbusch!!!

ffz, Dienstag, 05. Dezember 2017, 21:15 (vor 8 Tagen) @ taurus2083

Zum Glück war der Zug von NX ein Crashoptimierter Talent II, der Triebwagen ist nicht aufgeklettert und nicht umgebogen worden was für eine relativ geringe Aufprallgeschwindigkeit spricht. Der Führerstand ist noch recht gut intakt lediglich hinter dem führenden Drehgestell gibt es Knicke im Wagenkasten.

Bleibt die Frage warum der Triebwagen auf den Güterzug aufgefahren ist, der Güterzug ist ein leerer Erzbomber von DB Cargo von Dillingen(Saar) nach Rotterdam Maasvlakte.

Zugunglück in Meerbusch!!!

agw @, NRW, Dienstag, 05. Dezember 2017, 23:20 (vor 8 Tagen) @ ffz

Bleibt die Frage warum der Triebwagen auf den Güterzug aufgefahren ist, der Güterzug ist ein leerer Erzbomber von DB Cargo von Dillingen(Saar) nach Rotterdam Maasvlakte.

Man liest nichts vom Lokführer oder weiterem Personal im Güterzug und ob es unter Schock steht. Wenn mir ein Personenzug mit 150 Leuten hinten drauf fährt, stehe ich ja vermutlich unter Schock und muss auch versorgt werden.
Was die Frage aufwirft, ob die Lok und der Rest vom Güterzug überhaupt vor Ort waren.
Etwas vage liest man ja auch von "einem Güterwagen".

Zugunglück in Meerbusch!!!

agw @, NRW, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 09:20 (vor 8 Tagen) @ ffz

Zum Glück war der Zug von NX ein Crashoptimierter Talent II, der Triebwagen ist nicht aufgeklettert und nicht umgebogen worden was für eine relativ geringe Aufprallgeschwindigkeit spricht. Der Führerstand ist noch recht gut intakt lediglich hinter dem führenden Drehgestell gibt es Knicke im Wagenkasten.


https://mobile.twitter.com/ZDFnrw/status/938313778529218562/photo/2

Anscheinend war der Güterwagen, den man gestern sah, gar nicht der letzte, sondern nur der drittletzte und zwei Güterwagen hat es aus dem Gleis gerissen.

Zahl der Verletzten nach unten korrigiert

ICE2020 @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 21:17 (vor 8 Tagen) @ taurus2083

Die Feuerwehr Meerbusch schätzt aktuell die Anzahl der Verletzten entgegen erster Meldungen auf 5 Personen statt 50. Quelle: Twitter:

https://twitter.com/FWMeerbusch

Zahl der Verletzten nach unten korrigiert

moonglum ⌂ @, Hagen, Dienstag, 05. Dezember 2017, 21:55 (vor 8 Tagen) @ ICE2020

Wie gut, dass der TFZ noch rechtzeitig den GZ gesehen hat, ich hab mich schon immer gefragt, wie so ein Leichtgewicht von Zug bei einem Crash sich verbiegt...

--
Schöne Grüße,
bevorzugt aus den EC 6/7/8/9, ICE 102, 103 und 515
Web: www.bio12code-institut.eu
Foto: EC9 in Wuppertal Hbf
(Gewitterumleitung 15.6.14)
[img]http://abload.de/img/img_4408g6yu6.jpg[/

Zahl der Verletzten nach unten korrigiert

nscharrn, IC 2152, Dienstag, 05. Dezember 2017, 22:06 (vor 8 Tagen) @ moonglum

die Verformungen sind gewollt, so wird die Aufprallenergie abgeleitet

Zahl der Verletzten nach OBEN korrigiert

moonglum ⌂ @, Hagen, Dienstag, 05. Dezember 2017, 22:15 (vor 8 Tagen) @ ICE2020
bearbeitet von moonglum, Dienstag, 05. Dezember 2017, 22:16

41 leichter und mind. 5 Schwerverletzte!

https://twitter.com/fwmeerbusch?lang=de

--
Schöne Grüße,
bevorzugt aus den EC 6/7/8/9, ICE 102, 103 und 515
Web: www.bio12code-institut.eu
Foto: EC9 in Wuppertal Hbf
(Gewitterumleitung 15.6.14)
[img]http://abload.de/img/img_4408g6yu6.jpg[/

Bitte korrekt zitieren!

ICE2020 @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 22:21 (vor 8 Tagen) @ moonglum

"Im Zug wurden 155 Personen angetroffen, 41 leicht, 3 mittel und 3 schwer verletzte Personen werden derzeit behandelt."

Quelle: Twitter

Bitte korrekt zitieren!

moonglum ⌂ @, Hagen, Dienstag, 05. Dezember 2017, 22:40 (vor 8 Tagen) @ ICE2020

Wie Du gesehen haben wirst, ändern sich die Zahlen permanent nach oben mit fortschreitender Uhrzeit. Insofern sind die von mir zitierten Zahlen, die ich dort gelesen habe, schon wieder überholt. Es ist leider noch ein Opfer mehr als noch vor einigen Minuten.
Ich werde dir aber deswegen in 10 Minuten nicht oberlehrerhaft kommen und auf korrektes Zitieren hinweisen. Die Sache ist tragisch genug.

--
Schöne Grüße,
bevorzugt aus den EC 6/7/8/9, ICE 102, 103 und 515
Web: www.bio12code-institut.eu
Foto: EC9 in Wuppertal Hbf
(Gewitterumleitung 15.6.14)
[img]http://abload.de/img/img_4408g6yu6.jpg[/

Bitte korrekt zitieren!

ICE2020 @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 22:50 (vor 8 Tagen) @ moonglum

Wie Du gesehen haben wirst, ändern sich die Zahlen permanent nach oben mit fortschreitender Uhrzeit.

Das stimmt nicht. Es hieß erst 50, dann 5, dann 41 Verletzte + 3 mittelschwer Verletzte + 3 Verletzte.

Insofern sind die von mir zitierten Zahlen, die ich dort gelesen habe, schon wieder überholt. Es ist leider noch ein Opfer mehr als noch vor einigen Minuten.

Ich dachte, Du beziehst Dich auf denselben Tweet wie Dich, da ich keinen Tweet mit Deinen Zahlen gefunden habe. Und Nein, es sind weniger schwer Verletzte als Du schriebst.

Ich werde dir aber deswegen in 10 Minuten nicht oberlehrerhaft kommen und auf korrektes Zitieren hinweisen. Die Sache ist tragisch genug.

Das stimmt, aber gerade deswegen ist mE die korrekte Weitergabe von Informationen wichtig.

Definition "Schwerverletzter"

Bahngenießer, Dienstag, 05. Dezember 2017, 22:49 (vor 8 Tagen) @ ICE2020

"Im Zug wurden 155 Personen angetroffen, 41 leicht, 3 mittel und 3 schwer verletzte Personen werden derzeit behandelt."

Quelle: Twitter

Nach meinem Kenntnisstand werden die Begriffe "leicht verletzt" und "schwer verletzt" von den verschiedenen Organisationen unterschiedlich definiert. Weit verbreitet ist es, Personen als "schwer verletzt" zu bezeichnen, die 24 Stunden oder länger im Krankenhaus verweilen müssen. (Ab 30 Tagen Krankenhaus-Aufenthalt gilt man als "schwerst Verletzter".

Wenn ich mir den Zug auf den Bildern so anschaue, würde ich vermuten, dass die Verletzungen wohl durch Sturz, Aufprall gegen Zug-Inneneinrichtung, Schleudertrauma und vielleicht auch Glassplitter entstanden sind.

Wir würden uns freuen, wenn die Verletzten schnell genesen und keine bleibenden Schäden zurückbehalten.

Ab wann wird ein Unfallopfer (...) als Schwerverletzter ...

Southwest Chief, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 09:40 (vor 8 Tagen) @ Bahngenießer

Ab wann wird ein Unfallopfer im Straßenverkehr als Schwerverletzter gezählt?

Hier ein Artikel zu dem Sachverhalt:

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/verkehrsunfaelle-wann-ist-man-schwerverletzt-a-86153...

Zitat: "Als schwer verletzt gilt in der Statistik jeder Mensch, der nach einem Verkehrsunfall mindestens 24 Stunden in einem Krankenhaus verbringt"

Zugunglück in Meerbusch!!!

lenasblau, Dienstag, 05. Dezember 2017, 23:37 (vor 8 Tagen) @ taurus2083

Wie ist denn der Sicherheitsstandard an der Strecke? Ich vermute mal dass es eine kleine Nebenstrecke ist. Da kommen mir sofort die Bilder von 2011 in den Kopf als es östlich vom Harz ein Unglück mit 10 Toten gab. Damals war die Strecke wohl auf dem (nicht-)sicherheits Standard und nur teilweise mit PZB ausgestattet.

Zugunglück in Meerbusch!!!

ICE-TD, Dienstag, 05. Dezember 2017, 23:40 (vor 8 Tagen) @ lenasblau

Wie ist denn der Sicherheitsstandard an der Strecke? Ich vermute mal dass es eine kleine Nebenstrecke ist. Da kommen mir sofort die Bilder von 2011 in den Kopf als es östlich vom Harz ein Unglück mit 10 Toten gab. Damals war die Strecke wohl auf dem (nicht-)sicherheits Standard und nur teilweise mit PZB ausgestattet.

Nein, das ist eine Hauptstrecke mit Streckenblock und PZB. Das ist die Strecke Köln-Neuss-Krefeld.

Zugunglück in Meerbusch!!!

lenasblau, Dienstag, 05. Dezember 2017, 23:47 (vor 8 Tagen) @ ICE-TD

Ok, Danke. Aber wenn wirklich nur ein oder einzelne Wagen dort standen, so kann es mit denen keinen Kontakt geben. Oder? Also umgekehrt gesagt ist das Tfz der entscheidende Signalgeber.

Zugunglück in Meerbusch!!!

Manitou, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 02:13 (vor 8 Tagen) @ lenasblau

Bei einer unbemerkten Zugtrennung darf der Blockabschnitt nicht frei werden.
Handblock: Rückblocken nur nach Erkennung des Zugschluß-Signals
Selbstblock: Entweder stellt ein Achszähler die Vollständigkeit fest oder es gibt Gleisstromkreise, die erst fei werden, wenn ein Gleisabschnitt vollständig geräumt ist.

Denkbar wäre somit eine Fehlbedienung bzw. Fehler im Zugmeldeverfahren bei Blockstörung, sowie ein fahrlässiger Gebrauch des Ersatzsignals, aber auch ein Überfahren eines haltzeigenden Signals bei unzulässigen Ausschalten der PZB.

Zugtrennung des Güterzuges zeichnet sich ab

Proeter @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 23:42 (vor 8 Tagen) @ taurus2083
bearbeitet von Proeter, Dienstag, 05. Dezember 2017, 23:44

Die meisten Medien berichten unabhängig voneinander davon, dass auf der Strecke nur "ein oder mehrere" Güterwagen standen, nicht jedoch der komplette Zug.
Dies wird ebenso dadurch gestützt, dass es keinerlei Aussagen zum Verbleib und Zustand des Tf des Güterzuges gibt.

DB Netz hatte wohl vor dem Unfall eine Rotausleuchtung im betroffenen Abschnitt gemeldet und eine Befehlserteilung an den NX-Zug gemeldet:
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?002,8387866,8387977#msg-8387977

Gerüchtestatus hat bisweilen, dass in irgendeiner Facebookgruppe berichtet wird, der Tf des Güterzugs hätte einen Notruf nach Zugtrennung abgesetzt.

Die Schuldfrage will ich hiermit garnicht eröffnen - geht auch nicht auf Grundlage dieser Informationen.

Einige Fragen zum Thema hätte ich:

  • Löst eine Zugtrennung grundsätzlich eine sofortige Schnellbremsung beider getrennten Segmente aus?
  • Wäre es rein theoretisch denkbar, dass das das hintere Segment (wenn es z.B. nur ein Wagen wäre) wesentlich schneller verzögert und noch im selben Block zum stehen kommt, wobei der vordere Teil vollständig in den nächsten Block einfährt?
  • Wie funktioniert die Zugvollständigkeitskontrolle, wenn an der Blockgrenze kein Fdl sitzt, der den Zugschluss kontrollieren kann?

Noch eine Frage zur Zugtrennung

Proeter @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 23:52 (vor 8 Tagen) @ Proeter

Bei Wikipedia steht folgendes:

In Güterzügen sind die Güterwagen lediglich mechanisch gekuppelt. Daneben verfügen sie über eine durchgehende Hauptluftleitung zur Ansteuerung der Bremsen. Deshalb setzen Überlegungen für die Zugvollständigkeitskontrolle bei Güterzügen an dieser Leitung an. Bei einer Zugtrennung würde der Luftdruck der Leitung rasch abfallen. Marktgängige Produkte sind allerdings noch nicht bekannt.

Kann mir das jemand erklären? Das liest sich ja fast so, als ob sich eine Zugtrennung durch Abreißen der Hauptluftleitung nicht erkennen ließe.
Anders gesagt: Ist irgendein Szenario denkbar, bei dem eine Zugtrennung eines lokbespannten (Güter-)Zuges nicht sofort erkannt würde?

Noch eine Frage zur Zugtrennung

ICE-TD, Dienstag, 05. Dezember 2017, 23:57 (vor 8 Tagen) @ Proeter

Bei Wikipedia steht folgendes:

In Güterzügen sind die Güterwagen lediglich mechanisch gekuppelt. Daneben verfügen sie über eine durchgehende Hauptluftleitung zur Ansteuerung der Bremsen. Deshalb setzen Überlegungen für die Zugvollständigkeitskontrolle bei Güterzügen an dieser Leitung an. Bei einer Zugtrennung würde der Luftdruck der Leitung rasch abfallen. Marktgängige Produkte sind allerdings noch nicht bekannt.


Kann mir das jemand erklären? Das liest sich ja fast so, als ob sich eine Zugtrennung durch Abreißen der Hauptluftleitung nicht erkennen ließe.
Anders gesagt: Ist irgendein Szenario denkbar, bei dem eine Zugtrennung eines lokbespannten (Güter-)Zuges nicht sofort erkannt würde?

Ja, wenn die Hauptluftleitung nicht durchgängig verbunden ist oder Absperrhähne im Zug geschlossen sind. Beides sollte und darf eigentlich nicht passieren, hat es aber schon gegeben. Abgesehen davon dauert es bei einem 700m Zug bis der Druckabfall in der Hauptluftleitung vorn bei der Lok ankommt, außerdem speist das Führerbremsventil der Lok ja erstmal auch noch nach, versucht also die Hauptluftleitung zu füllen.

Zugtrennung ggf. nicht erkennbar

br752 @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 00:02 (vor 8 Tagen) @ Proeter

Bei Wikipedia steht folgendes:

In Güterzügen sind die Güterwagen lediglich mechanisch gekuppelt. Daneben verfügen sie über eine durchgehende Hauptluftleitung zur Ansteuerung der Bremsen. Deshalb setzen Überlegungen für die Zugvollständigkeitskontrolle bei Güterzügen an dieser Leitung an. Bei einer Zugtrennung würde der Luftdruck der Leitung rasch abfallen. Marktgängige Produkte sind allerdings noch nicht bekannt.


Kann mir das jemand erklären? Das liest sich ja fast so, als ob sich eine Zugtrennung durch Abreißen der Hauptluftleitung nicht erkennen ließe.
Anders gesagt: Ist irgendein Szenario denkbar, bei dem eine Zugtrennung eines lokbespannten (Güter-)Zuges nicht sofort erkannt würde?

Jein, es war zwar keine mechanische Zugtrennung, sondern eine /logische/ Zugtrennung.
Die Bremsleitung wurde beim fahren am 2. Wagen? nach der Lok aufgetrennt und hat sich Restzugseitig wieder verschlossen. Die Lok mit 2 Wagen konnte den ganzen Zug, mit Autos beladen, nicht mehr bremsen. Der Zug ist dann fast komplett aus der Kurve am Ende des Abhangs geflogen.

Wenn nun der Verschluss der Luftleitung nicht Restzugseitig, sondern Lokseitig erfolgt waere muesste man die Trennung auch nicht erkennen koennen.

Genaue Detais moegen die Betriebsbahner schreiben.


BR752

Zugtrennung des Güterzuges zeichnet sich ab

sflori @, Dienstag, 05. Dezember 2017, 23:54 (vor 8 Tagen) @ Proeter

[*]Löst eine Zugtrennung grundsätzlich eine sofortige Schnellbremsung beider getrennten Segmente aus?

Ja, die Hauptluftleitung beider Teile wird ja in der Regel durch die Trennung entlüftet.

[*]Wäre es rein theoretisch denkbar, dass das das hintere Segment (wenn es z.B. nur ein Wagen wäre) wesentlich schneller verzögert und noch im selben Block zum stehen kommt, wobei der vordere Teil vollständig in den nächsten Block einfährt?

Ja, klar.

[*]Wie funktioniert die Zugvollständigkeitskontrolle, wenn an der Blockgrenze kein Fdl sitzt, der den Zugschluss kontrollieren kann?[/list]

Das hat Turbonegro hier toll erklärt:
http://www.ice-treff.de/index.php?id=55164


Bye. Flo.

Zugtrennung des Güterzuges zeichnet sich ab

lenasblau, Dienstag, 05. Dezember 2017, 23:59 (vor 8 Tagen) @ sflori

... noch mal ne Nachfrage eines nicht so großen Experten: Ist es also möglich das ein oder mehrere Güterwaggons völlig "blind" auf der Strecke stehen und kein System etwas erkennt?

Zugtrennung des Güterzuges zeichnet sich ab

sflori @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 00:02 (vor 8 Tagen) @ lenasblau

... noch mal ne Nachfrage eines nicht so großen Experten: Ist es also möglich das ein oder mehrere Güterwaggons völlig "blind" auf der Strecke stehen und kein System etwas erkennt?

Auf der konkreten Strecke: Nein. Es werden ja Loks und Wagen ein- und ausgezählt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Achsz%C3%A4hler


Bye. Flo.

Daher vmtl. ja auch die Rotausleuchtung

Proeter @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 00:04 (vor 8 Tagen) @ sflori

- kein Text -

Zugtrennung des Güterzuges zeichnet sich ab

Mike65 @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 00:04 (vor 8 Tagen) @ lenasblau

... noch mal ne Nachfrage eines nicht so großen Experten: Ist es also möglich das ein oder mehrere Güterwaggons völlig "blind" auf der Strecke stehen und kein System etwas erkennt?

Wie in meinem Beitrag schon erwähnt, gibt es Achszähler, die den Block erst wieder freigeben, wenn alle hineingefahrenen Achsen diesen wieder verlassen haben. Verlorene Waggons würden dadurch sicher erkannt. Ob es diese Zähler auf dem betroffenen Streckenabschnitt gibt, kann ich nicht sagen.

Zugtrennung des Güterzuges zeichnet sich ab

Mike65 @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 00:07 (vor 8 Tagen) @ Mike65

@sflori: Sorry, ich war zu langsam mit meiner Antwort...

Zugtrennung des Güterzuges zeichnet sich ab

sflori @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 00:33 (vor 8 Tagen) @ Mike65

@sflori: Sorry, ich war zu langsam mit meiner Antwort...

Kein Problem. Dafür ist Deine Antwort ausführlicher. ;)

Zum Thema Ein- und Auszählen eine kleine Anmerkung: Sind die Zählerstände ungleich, gibt es keinen Alarm, sondern der Block bleibt eben einfach "rot", also belegt. Es gibt ja durchaus Szenarien, wo das betrieblich vorgesehen ist, z.B. bei der Flügelung von Zügen. Der Block ist auch nicht "gesperrt", da man unter "Sperren" die Sperrung z.B. bei Bauarbeiten versteht mit ganz anderen Betriebsabläufen. Er ist also eben einfach nur "belegt".

Die Belegung wird dann entweder durch das Ausfahren der verbliebenen Wagen gelöscht oder eben im Störungsfall per Knopfdruck, was natürlich sicherheitsrelevant ist.


Bye. Flo.

kommt auf die Technik an

611 040 @, Samstag, 09. Dezember 2017, 00:41 (vor 5 Tagen) @ sflori

Das kommt aber darauf an ob überhaupt ein Selbstblock mit Gleisfreimeldeanlage dort verbaut ist.
Besonders im Osten gibt es noch ältere Relais-Stellwerke ohne selbsttätigen Streckenblock.
Da muss der FDL dann rückblocken und damit den Block wieder freigeben. Da kann auch die Technik nicht erkennen ob der Zug vollständig war, d.h. wenn der FDL unaufmerksam war und den Zugschluss nicht beobachtet hat und nichrmt erkennt dass der Zug nicht vollständig war (ich bezweifel mal dass der Zug unvollständig weiterfuhr) und trotzdem rückblockt, ist der Block wieder freigegeben und ein neuer Zug (in dem Fall der NX) kann einfahren.

Ich glaube nicht dass diese Technik dort verbaut ist, wenn ea sie überhaupt im Westen gibt/gab, aber ich wollte es nur mal anmerken.

--
DAS ist ein Intercity:
[image]

kommt auf die Technik an

Manitou, Samstag, 09. Dezember 2017, 02:36 (vor 5 Tagen) @ 611 040

Da es im Westen (DB-Strecken) auch noch mechanische und elektromechanische Stellwerke gibt, gibt es dort auch noch Felderblock (ohne Gleisfreimeldung) aus der Vorkriegs-Zeit. Ob bei älteren Dr60 (o.ä. Relaistellwerken) auch im Westen Relaisblock verwendet wurde, ist mir nicht bekannt.
Der Ausstattungsstand einiger wichtiger Hauptstrecken im Westen (Unfall Brühl) ist (oder war zumindestens bis vor wenigen Jahren) z.T. sogar schlechter, als bei DR-Technik.

Zugtrennung des Güterzuges zeichnet sich ab

Mike65 @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 00:02 (vor 8 Tagen) @ Proeter

Ich bin kein Bahntechnikexperte, versuche aber doch nach bestem Wissen die Fragen zu beantworten.

  • Löst eine Zugtrennung grundsätzlich eine sofortige Schnellbremsung beider getrennten Segmente aus?

Ja, bei der Zugtrennung reißt die Druckluftleitung, was zur sofortigen Zwangsbremsung beider Zugteile führen sollte.

[*]Wäre es rein theoretisch denkbar, dass das das hintere Segment (wenn es z.B. nur ein Wagen wäre) wesentlich schneller verzögert und noch im selben Block zum stehen kommt, wobei der vordere Teil vollständig in den nächsten Block einfährt?

Wo die Teile stehenbleiben, hängt letztlich von Beladung und Bremswirkung ab. Falls die hinteren Waggons leer waren, die vorderen aber voll, ist es durchaus möglich, dass die abgerissenen Wagen weit hinter dem vorderen Zugteil zum Stehen kamen.

[*]Wie funktioniert die Zugvollständigkeitskontrolle, wenn an der Blockgrenze kein Fdl sitzt, der den Zugschluss kontrollieren kann?[/list]

Dafür gibt es Achszähler, die die in einen Block hinein- und wieder herausfahrenden Achsen zählen. Stimmen die Zahlen nicht überein, gibt es Alarm und der Block wird gesperrt.

Hauptluftleitung bei UIC-Mittelpufferkupplung?

Proeter @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 01:09 (vor 8 Tagen) @ Proeter

Der Güterzug hatte keine Schraubkupplungen, sondern UIC-Mittelpufferkupplung wie bei Erzzügen üblich.
Wie es mir scheint, trennen und verbinden diese die Druckluftleitung automatisch.
S. hier: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f3/Mittelpufferkupplung_gekuppelt.JPG

Wenn sich eine solche Kupplung ungewollt löst, strömt dann keine Luft aus, die den Zug zum stehen bringt?
Falls das stimmt, welches Sicherheitskonzept gibt es bei Mittelpufferkupplungen zur Erkennung von Zugtrennungen?

Hauptluftleitung bei UIC-Mittelpufferkupplung?

sflori @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 14:25 (vor 8 Tagen) @ Proeter

Wie es mir scheint, trennen und verbinden diese die Druckluftleitung automatisch.

Richtig. Nur automatisch absperren tun sie eben nicht, und das ist die Sicherheitsfunktion.


Bye. Flo.

BTW: Betroffen übrigens 94 80 9442 861-2

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 04:53 (vor 8 Tagen) @ taurus2083
bearbeitet von ICETreffErfurt, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 04:55

- kein Text -

Das ist sowas von unwichtig...

ICE1223-Limburg ⌂ @, FNS/FLIS/KHIS, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 05:38 (vor 8 Tagen) @ ICETreffErfurt

- kein Text -

--
musicus nein danke! Gegen den Verbleib des Trolls im Forum!

Erinnerung an den ICE-TD

Abschied n-Wagen Schwarzwald

Daher auch BTW. :-)

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 05:49 (vor 8 Tagen) @ ICE1223-Limburg

- kein Text -

Das ist sowas von unwichtig...

EK-Wagendienst, Münster, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 11:52 (vor 8 Tagen) @ ICE1223-Limburg

und welcher Güterwagen?
Es gibt ja auch welche, die sich für so was interessieren.

und das bestimmst du?

br752 @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 12:14 (vor 8 Tagen) @ ICE1223-Limburg

- kein Text -

Nö, aber er darf doch eine Meinung haben, oder ?

Garfield_1905, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 13:06 (vor 8 Tagen) @ br752

- kein Text -

In einem Eisenbahnforum aber sowas von...

SantosLHelper @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 13:37 (vor 8 Tagen) @ ICE1223-Limburg

- kein Text -

Erdung dauerte viel zu lange! Verbesserungsvorschlag

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 05:15 (vor 8 Tagen) @ taurus2083

Die Diskussion in DSO dreht sich hauptsächlich um das Erdungskonzept durch den Notfallmanager. Da dort recht polemisch diskutiert wird, greife ich das Thema hier im Treff auch mal auf und hoffe auf eine sachliche Diskussion.

Vorweg: Es sollte allgemein technisch bekannt sein, dass der Kontakt der Oberleitung mit dem Boden und den am Unfall beteiligten Fahrzeugen keine geeignete Erdung darstellt, da zu hochohmig und zu unzuverlässig. Zudem muss die Leitung ja auch gegen Wiedereinschalten gesichert werden.

Sollte es wirklich stimmen, dass der Notfallmanager erst 20:20 Uhr vor Ort war und die Rettungsarbeiten laut Meldung der Rettungskräfte erst 21:15 eingeleitet wurden, ist hier eine ernsthaft Diskussion über das Notfallkonzept von elektrifizierten Eisenbahnstrecken notwendig. Nur zur Erinnerung war der Aufprall gegen 19:27 Uhr! (Zeit wo der Spannungsabfall durch Riss der Oberleitung registriert wurde laut DSO.)

Ich hoffe das EUB nimmt sich dieser (Tat)Sache an.

Es ist unbestreitbar das die Rettungskräfte nicht von sich aus ohne Zustimmung des Notfallmanager die Gleise betreten dürfen. Selbstschutz geht immer vor Fremdrettung.

Mein Vorschlag wäre etwa alle 500 Meter an den Oberleitungsanlagen eine stationäre Erdungseinrichtung in Form eines gesicherten Erdungsschalters anzubringen. Gibt es ja im Mittelspannungsbereich der Stromversorgung ja auch. -> http://www.driescher.de/Freiluft-Erdungsschalter-12-kV-bis-52-kV,31

Dann kann die Feuerwehr ohne Rückgriff auf den Notfallmanager oder andere technische Sachverständige die Erdung selber gefahrlos vornehmen. Voraussetzung natürlich, dass sie mit einem Spannungsprüfgerät ausgestattet sind und im Umgang damit geschult. Erst wenn die Messung eine geringe Restspannung anzeigt ist die Erde angeraten. Vorher würde ja der Erdungsschalter Schaden nehmen und ggf. auch das Schaltpersonal durch Funkenflug verletzt werden.

Konzept existiert bereits

Sese @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 06:17 (vor 8 Tagen) @ ICETreffErfurt

Die Diskussion in DSO dreht sich hauptsächlich um das Erdungskonzept durch den Notfallmanager. Da dort recht polemisch diskutiert wird, greife ich das Thema hier im Treff auch mal auf und hoffe auf eine sachliche Diskussion.

Vorweg: Es sollte allgemein technisch bekannt
Mein Vorschlag wäre etwa alle 500 Meter an den Oberleitungsanlagen eine stationäre Erdungseinrichtung in Form eines gesicherten Erdungsschalters anzubringen. Gibt es ja im Mittelspannungsbereich der Stromversorgung ja auch. -> http://www.driescher.de/Freiluft-Erdungsschalter-12-kV-bis-52-kV,31

Dann kann die Feuerwehr ohne Rückgriff auf den Notfallmanager oder andere technische Sachverständige die Erdung selber gefahrlos vornehmen. Voraussetzung natürlich, dass sie mit einem Spannungsprüfgerät ausgestattet sind und im Umgang damit geschult. Erst wenn die Messung eine geringe Restspannung anzeigt ist die Erde angeraten. Vorher würde ja der Erdungsschalter Schaden nehmen und ggf. auch das Schaltpersonal durch Funkenflug verletzt werden.

Diese technische Lösung gibt es schon seit Jahren, nennt sich OLSP im Tunnel bzw. daraus abgeleitet die Siemens Sicat AES Erdungsautomatik. Alle 5 Sicherheitsregeln, vom Ausschalten bis zum Abschranken benachbarter Anlagenteile, werden automatisch durch Drücken eines Tasters umgesetzt.

Allein das flächendeckende Nachrüsten dürfte kaum bezahlbar sein.

--
Grüße,
Sese

Konzept existiert bereits

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 06:57 (vor 8 Tagen) @ Sese

Erdung dauerte viel zu lange! Verbesserungsvorschlag

sflori @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 13:56 (vor 8 Tagen) @ ICETreffErfurt

greife ich das Thema hier im Treff auch mal auf und hoffe auf eine sachliche Diskussion.

Ja, gerne. Interessantes Thema.

Also Problem:
1 h bis Notfallmanager vor Ort ist
weitere 1 h bis geerdet ist und man retten darf

Techn. Lösung vorhanden (sh. Sebastians Beitrag), aber teuer für die Fläche - insbesondere, da solche Unglücke in Relation zur Netzgröße sehr selten sind.

Idee:
Wie siehts mit großzügiger Abschaltung und (Fern-)Erdung durch die ZES aus? Dazu müssten Geräte zur sicheren Fernerdung an den Streckenenden installiert werden. Im Störungsfall würde z.B. die ganze Strecke rund um Meerbusch abgeschaltet und geerdet. Nachteil: Die halbe Gegend steht still, vielleicht tausende Fahrgäste in Zügen ohne Strom. Vorteil: Man kann schneller retten. Wenn dann im Anschluss wie bisher vor Ort geerdet ist, kann man den Rest wieder zuschalten. Ist sowas im (seltenen!) Katastrophenfall praktikabel?


Bye. Flo.

Erdung dauerte viel zu lange! Verbesserungsvorschlag

Sese @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 14:24 (vor 8 Tagen) @ sflori

greife ich das Thema hier im Treff auch mal auf und hoffe auf eine sachliche Diskussion.


Ja, gerne. Interessantes Thema.

Also Problem:
1 h bis Notfallmanager vor Ort ist
weitere 1 h bis geerdet ist und man retten darf

Techn. Lösung vorhanden (sh. Sebastians Beitrag), aber teuer für die Fläche - insbesondere, da solche Unglücke in Relation zur Netzgröße sehr selten sind.

Idee:
Wie siehts mit großzügiger Abschaltung und (Fern-)Erdung durch die ZES aus? Dazu müssten Geräte zur sicheren Fernerdung an den Streckenenden installiert werden. Im Störungsfall würde z.B. die ganze Strecke rund um Meerbusch abgeschaltet und geerdet. Nachteil: Die halbe Gegend steht still, vielleicht tausende Fahrgäste in Zügen ohne Strom. Vorteil: Man kann schneller retten. Wenn dann im Anschluss wie bisher vor Ort geerdet ist, kann man den Rest wieder zuschalten. Ist sowas im (seltenen!) Katastrophenfall praktikabel?

Ob nun die Feuerwehr direkt schaltet oder die ZES verringert ja den Infrastrukturaufwand zur Ausrüstung mit der erforderlichen Technik nicht?

--
Grüße,
Sese

Erdung dauerte viel zu lange! Verbesserungsvorschlag

sflori @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 14:31 (vor 8 Tagen) @ Sese

Ob nun die Feuerwehr direkt schaltet oder die ZES verringert ja den Infrastrukturaufwand zur Ausrüstung mit der erforderlichen Technik nicht?

Mir gehts darum, ob großflächiges Abschalten praktikabel ist. Fernerdung alle 50 km, nicht alle 5 km. Darum auch die ZES.


Bye. Flo.

Erdung dauerte viel zu lange! Verbesserungsvorschlag

Sese @, Donnerstag, 07. Dezember 2017, 09:09 (vor 7 Tagen) @ sflori

Ob nun die Feuerwehr direkt schaltet oder die ZES verringert ja den Infrastrukturaufwand zur Ausrüstung mit der erforderlichen Technik nicht?


Mir gehts darum, ob großflächiges Abschalten praktikabel ist. Fernerdung alle 50 km, nicht alle 5 km. Darum auch die ZES.

OLSPen laufen m.W. heute eh über die ZES. Und alle 50 km eine Erdung wird man kaum als Erdung bezeichnen können, wenn man im dümmsten Fall 25 km von der nächsten Erde weg ist. Erdung müssen niederohmig sein, was bei 25 km Fahrleitung kaum der Fall ist. Und der Infrastrukturaufwand bleibt auch groß...

--
Grüße,
Sese

Erdung dauerte viel zu lange! Verbesserungsvorschlag

Tino, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 16:20 (vor 8 Tagen) @ sflori

greife ich das Thema hier im Treff auch mal auf und hoffe auf eine sachliche Diskussion.


Ja, gerne. Interessantes Thema.

Also Problem:
1 h bis Notfallmanager vor Ort ist
weitere 1 h bis geerdet ist und man retten darf

Techn. Lösung vorhanden (sh. Sebastians Beitrag), aber teuer für die Fläche - insbesondere, da solche Unglücke in Relation zur Netzgröße sehr selten sind.

Idee:
Wie siehts mit großzügiger Abschaltung und (Fern-)Erdung durch die ZES aus? Dazu müssten Geräte zur sicheren Fernerdung an den Streckenenden installiert werden. Im Störungsfall würde z.B. die ganze Strecke rund um Meerbusch abgeschaltet und geerdet. Nachteil: Die halbe Gegend steht still, vielleicht tausende Fahrgäste in Zügen ohne Strom. Vorteil: Man kann schneller retten. Wenn dann im Anschluss wie bisher vor Ort geerdet ist, kann man den Rest wieder zuschalten. Ist sowas im (seltenen!) Katastrophenfall praktikabel?


Bye. Flo.

wo steht das? Die Feuerwehr hat ausdrücklich die Zusammenarbeit mit dem Notfallmanager gelobt. Er war kurz nach Eintreffen der Rettungskräfte vor Ort was demnach dem Zeitrahmen von 30 min. entspricht. Alles was danach kam muss kritisiert und aufgearbeitet werden.

Erdungsstange?

Mike65 @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 17:30 (vor 7 Tagen) @ ICETreffErfurt

Warum können Feuerwehr bzw Notfallmanager nicht einfach Erdungsstangen mitführen? Viel können die ja nicht kosten. Dan würden diese nach telefonischer Bestätigung der Freischaltung vor und hinter der Unfallstelle gesetzt.

Erdungsstange?

Sese @, Donnerstag, 07. Dezember 2017, 09:11 (vor 7 Tagen) @ Mike65

Warum können Feuerwehr bzw Notfallmanager nicht einfach Erdungsstangen mitführen? Viel können die ja nicht kosten. Dan würden diese nach telefonischer Bestätigung der Freischaltung vor und hinter der Unfallstelle gesetzt.

Zum Erden sollte man schon wissen was man wie tut, braucht also eine Schulung undd muss vor allem die Anlage mit ihren Schaltgruppen kennen. Viele Feuerwehren wollen daher gar nicht erden müssen.

--
Grüße,
Sese

Eine wichtige Zeit fehlt!

Baselaner, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 23:47 (vor 7 Tagen) @ ICETreffErfurt

Die Diskussion in DSO dreht sich hauptsächlich um das Erdungskonzept durch den Notfallmanager. Da dort recht polemisch diskutiert wird, greife ich das Thema hier im Treff auch mal auf und hoffe auf eine sachliche Diskussion.

Vorweg: Es sollte allgemein technisch bekannt sein, dass der Kontakt der Oberleitung mit dem Boden und den am Unfall beteiligten Fahrzeugen keine geeignete Erdung darstellt, da zu hochohmig und zu unzuverlässig. Zudem muss die Leitung ja auch gegen Wiedereinschalten gesichert werden.

Sollte es wirklich stimmen, dass der Notfallmanager erst 20:20 Uhr vor Ort war und die Rettungsarbeiten laut Meldung der Rettungskräfte erst 21:15 eingeleitet wurden, ist hier eine ernsthaft Diskussion über das Notfallkonzept von elektrifizierten Eisenbahnstrecken notwendig. Nur zur Erinnerung war der Aufprall gegen 19:27 Uhr! (Zeit wo der Spannungsabfall durch Riss der Oberleitung registriert wurde laut DSO.)

Ich hoffe das EUB nimmt sich dieser (Tat)Sache an.

Es ist unbestreitbar das die Rettungskräfte nicht von sich aus ohne Zustimmung des Notfallmanager die Gleise betreten dürfen. Selbstschutz geht immer vor Fremdrettung.

Mein Vorschlag wäre etwa alle 500 Meter an den Oberleitungsanlagen eine stationäre Erdungseinrichtung in Form eines gesicherten Erdungsschalters anzubringen. Gibt es ja im Mittelspannungsbereich der Stromversorgung ja auch. -> http://www.driescher.de/Freiluft-Erdungsschalter-12-kV-bis-52-kV,31

Dann kann die Feuerwehr ohne Rückgriff auf den Notfallmanager oder andere technische Sachverständige die Erdung selber gefahrlos vornehmen. Voraussetzung natürlich, dass sie mit einem Spannungsprüfgerät ausgestattet sind und im Umgang damit geschult. Erst wenn die Messung eine geringe Restspannung anzeigt ist die Erde angeraten. Vorher würde ja der Erdungsschalter Schaden nehmen und ggf. auch das Schaltpersonal durch Funkenflug verletzt werden.

Du darfst nicht vergessen, dass die Strecke erst gegen 19:41 Uhr gesperrt wurde. Wenn dann der NFMG angerufen wurde sind das gute 35 Minuten! Und dann muss ein (!) Mitarbeiter 2 Erdungsstangen einhängen. Wenn das vor dem GZ passiert und hinter dem Talent2, dann dauert das. Sind vermutlich rund 1 Kilometer... vielleicht noch das Nachbargleis. Das dauert. Da sollte man mE ansetzen.

Viele Grüße!

PM sieht Fehler bei FDL

MF_5289 @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 18:33 (vor 7 Tagen) @ taurus2083

WZ Online

Ein Fehler der Fahrdienstleitung soll Ursache des schweren Zugunglücks in Meerbusch gewesen sein. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland und beruft sich auf Ermittlerkreise.

PM sieht Fehler bei FDL

moonglum ⌂ @, Hagen, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 19:09 (vor 7 Tagen) @ MF_5289

Vollkommen unfassbar. Focus schreibt Gleiches....
http://www.focus.de/panorama/welt/zugunglueck-in-meerbusch-im-news-ticker-regionalzug-h...

--
Schöne Grüße,
bevorzugt aus den EC 6/7/8/9, ICE 102, 103 und 515
Web: www.bio12code-institut.eu
Foto: EC9 in Wuppertal Hbf
(Gewitterumleitung 15.6.14)
[img]http://abload.de/img/img_4408g6yu6.jpg[/

WoW oder Candy Crush

Frank-RE @, Recklinghausen, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 21:01 (vor 7 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von Frank-RE, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 21:05

Vielleicht hatte er gerade ein neues Level im WoW oder Candy Crush
Das ginge natürlich vor....*

Gabs ja schon mal in Bad Aibling
Hoffe das Handy wurde sicher gestellt.

*Ironie

Mal so richtig daneben ...

Garfield_1905, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 22:23 (vor 7 Tagen) @ Frank-RE

Vielleicht hatte er gerade ein neues Level im WoW oder Candy Crush
Das ginge natürlich vor....*

Gabs ja schon mal in Bad Aibling
Hoffe das Handy wurde sicher gestellt.

*Ironie

Ob Ironie oder nicht, das ist ein Beitrag, der richtig daneben ist. Es ist überhaupt noch nichts erwiesen, es gibt bestenfalls vage Vermutungen. Den Fdl hier in dieser Weise an den Pranger zu stellen, ist - sehr vorsichtig gesagt - nicht lustig.

Mal so richtig daneben ...

Frank-RE @, Recklinghausen, Donnerstag, 07. Dezember 2017, 00:20 (vor 7 Tagen) @ Garfield_1905

Oh... Pufferküsser Garfield äussert sich.... ich zitierte nur die PM..... wenn du nix besseres zu sagen hast....

Mal so richtig daneben ...

ICE2020 @, Donnerstag, 07. Dezember 2017, 01:08 (vor 7 Tagen) @ Frank-RE

Oh... Pufferküsser Garfield äussert sich.... ich zitierte nur die PM..... wenn du nix besseres zu sagen hast....

Sorry, Du zitierst nicht nur die PM. Ich zumindest habe dort nichts von Handyspielen lesen können. Ganz im Gegenteil ist die Rede von einem "Fehler", der bekanntlich viele Ursachen haben kann. Zumindest der Focus schreibt auch noch:

"Dabei dürfte besonders der Verdacht interessieren, dass die vergebenen Zugnummern fehlerhaft eingetragen waren. Und es deswegen übersehen werden konnte, dass zwei Züge sich im selben Blockabschnitt befinden."

Vielleicht trug der FdL also gar nicht die volle Verantwortung, wie Du es suggerierst. Vielleicht doch. Ich weiß es jedenfalls nicht. Und da finde ich das leichtfertige Bloßstellen von jemandem auch unter dem Deckmantel von dem, was Du als "Ironie" bezeichnest, auch nicht in Ordnung.

Und Nein, ich bin kein "Pufferküsser" oder was auch immer. Aber ich habe etwas dagegen, wenn man – ironisch oder nicht – gerade bei komplexen Sachverhalten von weitab vor dem Computer schon Stunden später alles weiß und dann auch noch über Leute urteilt.

Geschmacklos

MF_5289 @, Donnerstag, 07. Dezember 2017, 06:57 (vor 7 Tagen) @ Frank-RE
bearbeitet von MF_5289, Donnerstag, 07. Dezember 2017, 06:57

Vielleicht hatte er gerade ein neues Level im WoW oder Candy Crush
Das ginge natürlich vor....*

Gabs ja schon mal in Bad Aibling
Hoffe das Handy wurde sicher gestellt.

*Ironie

Du weist schon, dass du hier gerade üble Nachrede in Reinform betreibst. Egal ob es ironisch oder wie auch immer gelagert ist.

Manchmal ist es besser die Finger still zu halten, als einen solchen niveaulosen Mist zu verzapfen.
Aber eine typische Reaktion; einer baut Mist und schon steht ein ganzer Berufszweig unter Generalverdacht.

Wenn dein Beitrag lustig gewesen sein soll, ist dieser Schuss sowas von nach hinten los gegangen, dass es dir eigentlich selber auffallen müsste.

PM sieht Fehler bei FDL

cyberle @, Düsseldorf, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 21:56 (vor 7 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von cyberle, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 22:00

Vollkommen unfassbar. Focus schreibt Gleiches....
http://www.focus.de/panorama/welt/zugunglueck-in-meerbusch-im-news-ticker-regionalzug-h...

Abwarten!

Der Lokführer wird als Held gefeiert. Ich hoffe für ihn / sie, dass es nach Ende der Ermittlungen auch noch so ist. Die Medien sind hier etwas widersprüchlich es heißt "er habe einen mündlichen Auftrag erhalten am Halt zeigenden Signal vorbei zu fahren" Auf der Strecke gibt es keine M-Tafeln also Zs 12 welche eine Mündliche Zustimmung erlauben. Sollte er einen Befehl bekommen habe zur Vorbeifahrt wegen "Gleis kann besetzt sein" dann wäre die Maximale Geschwindigkeit 15 km/h gewesen und mit 15 hätte es nicht so einen schweren Crash gegeben zumal es ja immer heißt er habe noch eine Vollbremsung gemacht.

Ungeachtet dessen bleibt natürlich zu klären was die Anweisungen des FDL waren.

Dazu kommt:

Dem RMD-Bericht zufolge gehen die Ermittler dem Verdacht nach, dass die vergebenen Zugnummern fehlerhaft eingetragen waren. Deswegen könnte übersehen worden sein, dass zwei Züge sich im selben Streckenabschnitt befanden. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

PM sieht Fehler bei FDL

JeDi ⌂ @, überall und nirgendwo, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 22:26 (vor 7 Tagen) @ cyberle
bearbeitet von JeDi, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 22:28

Sollte er einen Befehl bekommen habe zur Vorbeifahrt wegen "Gleis kann besetzt sein" dann wäre die Maximale Geschwindigkeit 15 km/h gewesen und mit 15 hätte es nicht so einen schweren Crash gegeben zumal es ja immer heißt er habe noch eine Vollbremsung gemacht.

Falsch, Befehl „Gleis kann besetzt sein“ heißt Fahren auf Sicht, also so, dass der Zug jederzeit vor einem Hindernis anhalten kann, aber mit maximal 40.

--
Weg mit dem 4744!

PM sieht Fehler bei FDL

ICE-TD, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 22:46 (vor 7 Tagen) @ cyberle

Sollte er einen Befehl bekommen habe zur Vorbeifahrt wegen "Gleis kann besetzt sein" dann wäre die Maximale Geschwindigkeit 15 km/h gewesen und mit 15 hätte es nicht so einen schweren Crash gegeben zumal es ja immer heißt er habe noch eine Vollbremsung gemacht.

Ich kenne die Weisungen und Regelwerke von NX nicht. DB Netz kennt beim Fahren auf Sicht nur die 40 km/h als max. Geschw. Die DB-EVU haben das vor Jahren in Anlehnung an die DR verschärft auf 15 km/h bei Dunkelheit und Schrittgeschw. bei unsichtigem Wetter. Ein Teil der privaten EVU haben diese Regelung auch übernommen, aber nicht alle.

PM sieht Fehler bei FDL

cyberle @, Düsseldorf, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 23:07 (vor 7 Tagen) @ ICE-TD

Sollte er einen Befehl bekommen habe zur Vorbeifahrt wegen "Gleis kann besetzt sein" dann wäre die Maximale Geschwindigkeit 15 km/h gewesen und mit 15 hätte es nicht so einen schweren Crash gegeben zumal es ja immer heißt er habe noch eine Vollbremsung gemacht.

Ich kenne die Weisungen und Regelwerke von NX nicht. DB Netz kennt beim Fahren auf Sicht nur die 40 km/h als max. Geschw. Die DB-EVU haben das vor Jahren in Anlehnung an die DR verschärft auf 15 km/h bei Dunkelheit und Schrittgeschw. bei unsichtigem Wetter. Ein Teil der privaten EVU haben diese Regelung auch übernommen, aber nicht alle.

NX hat dies ebenfalls im Regelwerk verankert.

Was haben Zugnummern mit Besetztfeststellung zu tun?

Proeter @, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 23:09 (vor 7 Tagen) @ cyberle

Dem RMD-Bericht zufolge gehen die Ermittler dem Verdacht nach, dass die vergebenen Zugnummern fehlerhaft eingetragen waren. Deswegen könnte übersehen worden sein, dass zwei Züge sich im selben Streckenabschnitt befanden. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

Auch hier würde ich gern Betriebler um eine Erläuterung bitten. Die Gleisfreimeldeanlage interessiert doch nicht für Zugnummern, oder? Sie zählt nur Achsen und bzw. misst den Strom zwischen den beiden Schienen. Aber was hat die Zugnummer damit zu tun?

Was haben Zugnummern mit Besetztfeststellung zu tun?

ICE-TD, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 23:21 (vor 7 Tagen) @ Proeter

Dem RMD-Bericht zufolge gehen die Ermittler dem Verdacht nach, dass die vergebenen Zugnummern fehlerhaft eingetragen waren. Deswegen könnte übersehen worden sein, dass zwei Züge sich im selben Streckenabschnitt befanden. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.


Auch hier würde ich gern Betriebler um eine Erläuterung bitten. Die Gleisfreimeldeanlage interessiert doch nicht für Zugnummern, oder? Sie zählt nur Achsen und bzw. misst den Strom zwischen den beiden Schienen. Aber was hat die Zugnummer damit zu tun?

Die Gleisfreimeldeanlage erstmal nicht. Aber bei einer Störung kann der FDL eine Räumungsprüfung machen indem z.B. im Nachbarbahnhof der FDL feststellt ob der Zug vollständig bei ihm durchgefahren ist oder er fordert z.B. bei Triebzügen vom Tf eine Vollständigkeitsmeldung an und da ist die Zugnummer natürlich wichtig, sonst wird eventuell beim falschen Zug geprüft.

Neueste Meldung: Regionalzug fuhr auf falschem Gleis

Southwest Chief, Mittwoch, 06. Dezember 2017, 23:55 (vor 7 Tagen) @ taurus2083

Neueste Meldung: Regionalzug fuhr auf falschem Gleis

br752 @, Donnerstag, 07. Dezember 2017, 00:01 (vor 7 Tagen) @ Southwest Chief

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/meerbusch/zugunglueck-in-meerbusch-regionalzug-auf-...

Habe ich auch gelesen und bin (im Moment) der Meinung, dass das eine Fehlinterpretation des Schreiberlings ist, zumal im Text nicht darauf nochmals eingegangen wird.

Denn im Text steht:

"Der Regionalzug hätte dieses Gleis nicht befahren dürfen", sagte Gerd Münnich von der ermittelnden Bundesstelle für Eisenbahn-Unfall-Untersuchungen unserer Redaktion.

Der Unterschied zwischen "Gleis nicht befahren dürfen" und "falschem Gleis" ist ggf. nicht so deutlich.


BR752

Zugunglück in Meerbusch

218 466-1, Red Bank NJ / Ingolstadt, Freitag, 08. Dezember 2017, 17:28 (vor 5 Tagen) @ taurus2083

Wie vermutet keine Schuld des Tf, dafür sehr warscheinlich des FdL ...

Vor dem Zugunglück von Meerbusch soll der Lokführer der Regionalbahn einen Fahrauftrag erhalten haben, obwohl die Strecke noch nicht frei war. "Damit durfte er weiterfahren", sagte ein Sprecher der Bundesstelle für Eisenbahn-Unfalluntersuchungen in Bonn.
Bundesamt entlastet Lokführer

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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