[DE - FR] Fahrplan des neuen ICE Berlin - Paris (Allgemeines Forum)
thalys75, Donnerstag, 22.08.2024, 09:14 (vor 589 Tagen)
Guten Tag, auf der SNCF-Website werden bereits die Fahrpläne für den Zugwechsel im Dezember angezeigt. Der Fahrplan für den neuen direkten ICE zwischen Berlin und Paris erscheint. Ich stelle Ihnen die Informationen so zur Verfügung, wie sie angezeigt werden:
. TGV/ICE 9591: Paris Ost 09.55 <-> Berlin Spandau 17.46
. TGV/ICE 9590: Berlin Spandau 12.12 <-> Paris Ost 19.55
Es gibt 3 Haltestellen in jede Richtung: Straßburg, Karlsruhe und Frankfurt. Ich kann den Berliner Hauptbahnhof nicht erscheinen lassen, aber ich kann mir vorstellen, dass das die Endstation sein wird.
[DE - FR] Fahrplan des neuen ICE Berlin - Paris
Bm235, Donnerstag, 22.08.2024, 09:42 (vor 589 Tagen) @ thalys75
. TGV/ICE 9590: Berlin Spandau 12.12 <-> Paris Ost 19.55
Der dürfte in der bisherigen Trasse des Sprinters ICE 1039 Berlin Ostbahnhof - Frankfurt (Main) Hbf fahren.
Spannend: Keine Halte in Erfurt und Halle?
JumpUp, Donnerstag, 22.08.2024, 11:32 (vor 589 Tagen) @ thalys75
Guten Tag, auf der SNCF-Website werden bereits die Fahrpläne für den Zugwechsel im Dezember angezeigt. Der Fahrplan für den neuen direkten ICE zwischen Berlin und Paris erscheint. Ich stelle Ihnen die Informationen so zur Verfügung, wie sie angezeigt werden:
. TGV/ICE 9591: Paris Ost 09.55 <-> Berlin Spandau 17.46
. TGV/ICE 9590: Berlin Spandau 12.12 <-> Paris Ost 19.55Es gibt 3 Haltestellen in jede Richtung: Straßburg, Karlsruhe und Frankfurt. Ich kann den Berliner Hauptbahnhof nicht erscheinen lassen, aber ich kann mir vorstellen, dass das die Endstation sein wird.
Normalerweise halten die Frankfurt-Berlin-Sprinter ja in Erfurt und Halle. Nur aktuell werden sie wenigen Bauarbeiten non-stop via Kassel geführt. W
Spannend: Keine Halte in Erfurt und Halle?
MvG, Donnerstag, 22.08.2024, 12:55 (vor 589 Tagen) @ JumpUp
Aufgrund diverser Bauarbeiten über das Jahr auf der Ost-Route, hat man sich entschieden, das Zugpaar ganzjährig nonstop über Göttingen zu führen. Sehr schade für Halle und Erfurt, wäre eine attraktive Verbindung gewesen.
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Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der ICE 4-Sitz ersetzt werden muss!
Spannend: Keine Halte in Erfurt und Halle?
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 22.08.2024, 19:02 (vor 589 Tagen) @ MvG
Vielleicht später nach den Bauarbeiten.
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Gruß, Olaf
"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797
Spannend: Keine Halte in Erfurt und Halle?
JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 22.08.2024, 22:19 (vor 588 Tagen) @ MvG
Sehr schade für Halle und Erfurt, wäre eine attraktive Verbindung gewesen.
Warum müssen da überhaupt Sprinter halten? In zahlreichen, teils deutlich, größeren Städten fahren die ja auch durch oder dran vorbei.
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Weg mit dem 4744!
Spannend: Keine Halte in Erfurt und Halle?
MvG, Freitag, 23.08.2024, 09:46 (vor 588 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von MvG, Freitag, 23.08.2024, 09:47
Vielleicht weil die Fahrgäste irgendwo einsteigen müssen. Und in deutlich kleineren Städten halten anderswo alle ICE ohne dass einer durchfährt.
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Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der ICE 4-Sitz ersetzt werden muss!
Eben und es hat auch wieder eine politische Dimension
Waldbahn, Freitag, 23.08.2024, 09:59 (vor 588 Tagen) @ MvG
bearbeitet von Waldbahn, Freitag, 23.08.2024, 10:03
Vielleicht weil die Fahrgäste irgendwo einsteigen müssen. Und in deutlich kleineren Städten halten anderswo alle ICE ohne dass einer durchfährt.
Das Argument mit den Berlin Sprintern ist nicht ganz falsch. Was wäre denn falsch den Sprinter auch in Erfurt (Thüringer Fahrgäste) und Halle (Sachsen und Sachsen-Anhalt) anzubinden. Da sind wir wieder bei der heiklen politischen Seite des Themas - es könnte wieder gefragt/festgestellt werden "Warum wird der Osten hier wieder nicht bedacht". Das hat dann wieder was vom alten Transitverkehr Berliner Stadtbahn. Und genau dieser Aspekt führt doch im Moment zu den politischen Entwicklungen, die wir hier beobachten und nächste Woche sehen werden.
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Gruß
Waldbahn
Eben und es hat auch wieder eine politische Dimension
JeDi, überall und nirgendwo, Freitag, 23.08.2024, 10:46 (vor 588 Tagen) @ Waldbahn
bearbeitet von JeDi, Freitag, 23.08.2024, 10:48
Das Argument mit den Berlin Sprintern ist nicht ganz falsch. Was wäre denn falsch den Sprinter auch in Erfurt (Thüringer Fahrgäste) und Halle (Sachsen und Sachsen-Anhalt) anzubinden. Da sind wir wieder bei der heiklen politischen Seite des Themas - es könnte wieder gefragt/festgestellt werden "Warum wird der Osten hier wieder nicht bedacht". Das hat dann wieder was vom alten Transitverkehr Berliner Stadtbahn. Und genau dieser Aspekt führt doch im Moment zu den politischen Entwicklungen, die wir hier beobachten und nächste Woche sehen werden.
Das liegt aber auch daran, dass der schnellste Weg von München nach Berlin intelligenterweise an der größten dazwischen liegenden Stadt (nämlich Leipzig) vorbeigebaut wurde.
Warum beschwert sich eigentlich Niedersachsen nicht, dass die Berlin-Köln-Sprinter in Hannover (im Gegensatz zu Halle Landeshauptstadt und rund 100.000 Einwohnende mehr als Halle und Erfurt zusammen) durch fahren? Und die für Erfurt und Halle ach so wichtigen Sprinter Berlin-Frankfurt-Sprinter fahren und fuhren an Hannover sogar vorbei (zugegeben - irgendwann wurde nachmittags ein Halt in Hannover eingeführt).
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Weg mit dem 4744!
Ruhe bewahren und wie "Birne" die Dinge aussitzen..
Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Freitag, 23.08.2024, 13:29 (vor 588 Tagen) @ JeDi
Moin.
Warum beschwert sich eigentlich Niedersachsen nicht, dass die Berlin-Köln-Sprinter in Hannover (im Gegensatz zu Halle Landeshauptstadt und rund 100.000 Einwohnende mehr als Halle und Erfurt zusammen) durch fahren?
Weil aus Hannover niemand flüchten muss. Da ist das Leben auch so lebenswert. Hin muss da auch niemand zwingend - da gibt's ja alles schon ... Das "normale" Angebot reicht also locker aus.
Nun gönne dem sterbenden Osten doch noch ein paar hochwertige Halte. Das hält Siechtum und Verfall ein wenig auf. So dass noch nicht 95% BSW und AfD wählen. In absehbarer Zeit, wirst du noch erleben, kommen die "Transitzüge" ja wieder ...
Schöne Grüße von jörg
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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)
Eben und es hat auch wieder eine politische Dimension
sibiminus, Freitag, 23.08.2024, 18:37 (vor 588 Tagen) @ JeDi
Das liegt aber auch daran, dass der schnellste Weg von München nach Berlin intelligenterweise an der größten dazwischen liegenden Stadt (nämlich Leipzig) vorbeigebaut wurde.
Ich finde das unironisch intelligent, denn mit dem Kopfbahnhof verlängern sich die Fahtzeiten und einer HGV-Untertunnelung die Kosten. Alternierende Bedienung mit Umsteigen ist doch ein vernünftiger Kompromiss, bräuchten wir nur noch die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit für u.A. funktionierende Anschlüsse.
--
"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar
Die Streckenführung war politisch gewollt
Waldbahn, Freitag, 23.08.2024, 18:45 (vor 588 Tagen) @ sibiminus
Nabend
das war doch eine politische Forderung von dem CDU MP Duchac und Vogel, die unbedingt Erfurt angebunden wissen wollte. Daher ist die Strecke so gebaut, wie sie nun im Land liegt.
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Gruß
Waldbahn
Die Streckenführung war politisch gewollt
JanZ, HB, Freitag, 23.08.2024, 21:13 (vor 587 Tagen) @ Waldbahn
Das erklärt, warum die Strecke über Erfurt geht, aber nicht, warum sie über Halle (statt Leipzig) geht.
Die Streckenführung war politisch gewollt
sibiminus, Samstag, 24.08.2024, 08:25 (vor 587 Tagen) @ JanZ
warum sie über Halle (statt Leipzig) geht.
Theorie: Wenn Erfurt als anzubindender Ort gesetzt ist, führt die Luftlinie Erfurt-Berlin eher über Halle als über Leipzig. Vielleicht wäre ohne diese Forderung eine direktere Route zwischen Nürnberg und Berlin über Leipzig entstanden, aber ich zweifle immer noch daran ob ein Fahrtrichtungswechsel am Hbf im Sinne der Planer und deren Reisezeitansprüche gewesen wäre.
Aber mal ganz unabhängig davon ob politisch gewollt oder nicht, das ist doch unerheblich. Entscheidend ist doch viel mehr der verkehrliche Nutzen, die Effektivität und Effizienz dieser Streckenführung fürs Gesamtnetz verglichen zu anderen möglichen Streckenführungen. Zugespitzt: Ist diese Führung nur schlecht, weil sie politisch gewollt war - und deutsche Verkehrspolitik grundsätzlich verkackt?
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Die Streckenführung war politisch gewollt
Waldbahn, Samstag, 24.08.2024, 08:57 (vor 587 Tagen) @ JanZ
Das erklärt, warum die Strecke über Erfurt geht, aber nicht, warum sie über Halle (statt Leipzig) geht.
Sie geht doch über Leipzig und hat von Leipzig aus auch direkten Anschluss. Ich denke es geht eher um ein Einsparen von x Minuten auf dem Gesamtlaufweg, wenn man nicht erst den Bogen von Bitterfeld nach Leipzig - Kopfmachen - und dann wieder auf die SFS machen muss. Wahrscheinlich spart das im Endeffekt auch Trassenkosten?
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Gruß
Waldbahn
Die Streckenführung war politisch gewollt
sibiminus, Samstag, 24.08.2024, 09:07 (vor 587 Tagen) @ Waldbahn
Vielleicht hatte ich das Projekt Einbindung Knoten Leipzig (PEKL) falsch verstanden, aber schon vom Namen und den Maßnahmen darin habe ich geschlussfolgert dass die (Leipzig nicht berührende) SFS eine Verknüpfung und diverse Verbesserungen für schnelleres Ein- und Ausfahren im Bereich Leipzig erhält.
--
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Die Streckenführung war politisch gewollt
sfn17, Samstag, 24.08.2024, 10:09 (vor 587 Tagen) @ sibiminus
bearbeitet von sfn17, Samstag, 24.08.2024, 10:12
Vielleicht hatte ich das Projekt Einbindung Knoten Leipzig (PEKL) falsch verstanden, aber schon vom Namen und den Maßnahmen darin habe ich geschlussfolgert dass die (Leipzig nicht berührende) SFS eine Verknüpfung und diverse Verbesserungen für schnelleres Ein- und Ausfahren im Bereich Leipzig erhält.
Könnte man sagen.
Leipzig-Messe - Leipzig Hbf jetzt 6' (und das ist immer noch gefühlt geschlichen - Auslaufmodus ab Rackwitz?).
Für den Berlin-Verkehr sind die Anschlüsse in Bitterfeld (von/an S-Bahn) mittlerweile auch fast alle vernünftig und werden gut genutzt. Viele Umsteiger in diesem Nirgendwo. Und tlw sehr attraktive SSP. Vor 2013 (Eröffnung des Citytunnels Leipzig) waren 45 Minuten "Anschluss" im Fahrplan...
Für den Verkehr nach Süden (Erfurt usw.) steigt man in Halle(Saale) Hbf um. Auch ganz okay.
Mit dieser "Konstruktion" hat man Leipzig Hbf leidlich gut an die SFS angebunden.
Von einem Bahnhof "Leipzig ICE" hat man wohl früh Abstand genommen. Selbst über Leipzig-Messe ist es ein Umweg.
--
SBO
Die Streckenführung war politisch gewollt
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 25.08.2024, 18:37 (vor 586 Tagen) @ JanZ
erklärt aber nicht, warum sie über Halle (statt Leipzig) geht
Es gehen doch ICE über beide Städte. Man sollte es nun einfach gegeben hinnehmen, daß alle drei mdr-Länder teilhaben wollten am großen Fernverkehr.
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Gruß, Olaf
"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797
Eben und es hat auch wieder eine politische Dimension
JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 24.08.2024, 09:55 (vor 587 Tagen) @ sibiminus
bearbeitet von JeDi, Samstag, 24.08.2024, 09:57
Das liegt aber auch daran, dass der schnellste Weg von München nach Berlin intelligenterweise an der größten dazwischen liegenden Stadt (nämlich Leipzig) vorbeigebaut wurde.
Ich finde das unironisch intelligent, denn mit dem Kopfbahnhof verlängern sich die Fahtzeiten und einer HGV-Untertunnelung die Kosten. Alternierende Bedienung mit Umsteigen ist doch ein vernünftiger Kompromiss, bräuchten wir nur noch die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit für u.A. funktionierende Anschlüsse.
Würde man den Umweg über Erfurt nicht machen, würde man die 2 Minuten, die Kopfmachen länger dauert, als in Halle zu Halten, locker einsparen - und auch sonst wettbewerbsfähigere Fahrzeiten erreichen. Im Fall der VDE8 hätte man mit einer direkteren Streckenführung trotzdem die beiden mit Abstand größten Städte zwischen Berlin und München anbinden (nämlich Nürnberg und Leipzig), und gleichzeitig was für den Verkehr Richtung Tschechien tun können (weil man eh Grenznah gebaut hätte, dann wäre ein Abzweig wohl auch drin geweisen).
Aus grademal 505 km Luftlinie 620 Bahnkilometer (über Halle) zu machen und trotzdem an der größten Stadt vorbei zu fahren - das sorgt für unattraktive Fahrzeiten. (Dass die SFS in Leipzig Messe endet, und wir uns - obwohl in der Norddeutschen Tiefebene deutlich günstiger zu bauen - nördlich Halle/Leipzig mit Ausbau für 200 und jetzt jahrelangen Sanierungen begnügen müssen, kommt noch dazu)
--
Weg mit dem 4744!
Eben und es hat auch wieder eine politische Dimension
sibiminus, Samstag, 24.08.2024, 17:18 (vor 587 Tagen) @ JeDi
Ja. Jetzt verstehe ich wie du das meinst, danke dafür. Dass die A9 mehr oder weniger genau auf der Luftlinie liegt, versinnbildlicht deutsche Verkehrspolitik irgendwie ganz gut.
Auch wenn es besser gegangen wäre, da stimme ich dir zu, würde ich der VDE8 nicht so ein schlechtes Zeugnis ausstellen. Es ist halt ein Kompromiss, wann bekommt man denn schonmal das Nonplusultra.
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Eben und es hat auch wieder eine politische Dimension
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 25.08.2024, 18:43 (vor 586 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von Alibizugpaar, Sonntag, 25.08.2024, 18:46
Mit einer anders gelegten NBS müssten die ICE Frankfurt/M - Dresden heute noch über Naumburg rollen. Und Frankfurt/M - Berlin wäre ohne NBS ab Erfurt dann wieder über Kassel - Braunschweig attraktiver als über Halle/Leipzig.
Dies erwähnst Du nicht.
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Gruß, Olaf
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Eben und es hat auch wieder eine politische Dimension
lokuloi, Montag, 26.08.2024, 21:43 (vor 584 Tagen) @ JeDi
Das liegt aber auch daran, dass der schnellste Weg von München nach Berlin intelligenterweise an der größten dazwischen liegenden Stadt (nämlich Leipzig) vorbeigebaut wurde.
Ich finde das unironisch intelligent, denn mit dem Kopfbahnhof verlängern sich die Fahtzeiten und einer HGV-Untertunnelung die Kosten. Alternierende Bedienung mit Umsteigen ist doch ein vernünftiger Kompromiss, bräuchten wir nur noch die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit für u.A. funktionierende Anschlüsse.
Würde man den Umweg über Erfurt nicht machen, würde man die 2 Minuten, die Kopfmachen länger dauert, als in Halle zu Halten, locker einsparen - und auch sonst wettbewerbsfähigere Fahrzeiten erreichen. Im Fall der VDE8 hätte man mit einer direkteren Streckenführung trotzdem die beiden mit Abstand größten Städte zwischen Berlin und München anbinden (nämlich Nürnberg und Leipzig), und gleichzeitig was für den Verkehr Richtung Tschechien tun können (weil man eh Grenznah gebaut hätte, dann wäre ein Abzweig wohl auch drin geweisen).Aus grademal 505 km Luftlinie 620 Bahnkilometer (über Halle) zu machen und trotzdem an der größten Stadt vorbei zu fahren - das sorgt für unattraktive Fahrzeiten. (Dass die SFS in Leipzig Messe endet, und wir uns - obwohl in der Norddeutschen Tiefebene deutlich günstiger zu bauen - nördlich Halle/Leipzig mit Ausbau für 200 und jetzt jahrelangen Sanierungen begnügen müssen, kommt noch dazu)
Die 505 km stimmen zwar für die direkte Luftlinie München - Berlin, aber die führt auch nicht über Leipzig und insbesondere nicht über Nürnberg, sondern durch Tschechien. Nürnberg verlängert die "Luftlinie" auch schon etwas.
Wenn man allerdings die Luftlinien einer sinnvollen Route, das wäre also München - Nürnberg - Hof - Leipzig - Berlin mit der gewählten Route vergleicht, fällt der Unterschied wesentlich geringer aus.
Hier hätten wir dann 532 km "Luftlinie" über Hof und Leipzig gegenüber 558 km "Luftlinie" über Erfurt und Halle. Das sind zwar auch noch 26 km, die machen den Braten aber auch nicht wirklich fett.
Hauptargument für die gewählte Verbindung ist für mich immer noch die Bündelung der Verkehre nach München und Frankfurt bis Erfurt. Dadurch hat man sich NBS-km gespart. Ohne diese Bündelung bis Erfurt wäre vmtl. das Gesamtprojekt nicht gekommen, da man zwischen Nürnberg und Berlin nicht mit den Zugzahlen gerechnet hat, die man jetzt tatsächlich hat und darauf angewiesen war, Teilabschnitte mit anderen Relationen zu bündeln.
Ciao,
Uli
Spannend: Keine Halte in Erfurt und Halle?
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Freitag, 23.08.2024, 14:43 (vor 588 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von Alibizugpaar, Freitag, 23.08.2024, 14:44
Es geht nicht allein um die Größe von Städten, sondern um die Netzwirkung. Also sinnvoll darstellbare Fahrpläne, Anschlüsse etc. Sechs Minuten schneller ohne Halt in Erfurt und Halle KÖNNTE bedeuten, daß der Sprinter vor Berlin eine RB vor sich hat. Also verschenkt...
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Gruß, Olaf
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PS
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Freitag, 23.08.2024, 14:50 (vor 588 Tagen) @ Alibizugpaar
Nachtrag: PS: Vielleicht sollte die Bahn die Dinger einfach nicht SPRINTER nennen, dann ist auch wieder Ruhe im Karton.
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Gruß, Olaf
"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797
PS
JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 24.08.2024, 09:57 (vor 587 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von JeDi, Samstag, 24.08.2024, 10:01
Nachtrag: PS: Vielleicht sollte die Bahn die Dinger einfach nicht SPRINTER nennen, dann ist auch wieder Ruhe im Karton.
Das ist der zweite Punkt. Die Ohne-Halt-Sprinter über Lehrte waren seinerzeit schließlich rund 15 Minuten schneller als die heutigen "Sprinter". Ich hab ja überhaupt nichts dagegen, dass Fernverkehr, auch A-Fernverkehr, in Erfurt oder Halle hält - dafür ist die Bedeutung sicherlich groß genug. Mir fehlt aber eben die Konsistenz: Einerseits wird in Hannover (großer Verkehrsknoten Nord-Süd vs. Ost-West, Landeshauptstadt, knapp 550.000 Einwohner plus großem Speckgürtel) durchgefahren; andererseits wird in Halle (eher regionale Knotenfunktion, knapp 250.000 Einwohner, keine Landeshauptstadt) aber gehalten. Und gleichzeitig wird - auch hier - immer über die Wiesbaden-ICE gelästert (dabei ist Wiesbaden sogar größer als Halle), und Städte wie Aachen, Krefeld oder Mönchengladbach haben nur in homöopathischen Dosen Fernverkehr.
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Weg mit dem 4744!
+1! Für mehr KONSISTENZ!
sibiminus, Samstag, 24.08.2024, 17:21 (vor 587 Tagen) @ JeDi
- kein Text -
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"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar
PS
Aphex Twin, Sonntag, 25.08.2024, 13:23 (vor 586 Tagen) @ JeDi
Nachtrag: PS: Vielleicht sollte die Bahn die Dinger einfach nicht SPRINTER nennen, dann ist auch wieder Ruhe im Karton.
Das ist der zweite Punkt. Die Ohne-Halt-Sprinter über Lehrte waren seinerzeit schließlich rund 15 Minuten schneller als die heutigen "Sprinter". Ich hab ja überhaupt nichts dagegen, dass Fernverkehr, auch A-Fernverkehr, in Erfurt oder Halle hält - dafür ist die Bedeutung sicherlich groß genug. Mir fehlt aber eben die Konsistenz: Einerseits wird in Hannover (großer Verkehrsknoten Nord-Süd vs. Ost-West, Landeshauptstadt, knapp 550.000 Einwohner plus großem Speckgürtel) durchgefahren; andererseits wird in Halle (eher regionale Knotenfunktion, knapp 250.000 Einwohner, keine Landeshauptstadt) aber gehalten. Und gleichzeitig wird - auch hier - immer über die Wiesbaden-ICE gelästert (dabei ist Wiesbaden sogar größer als Halle), und Städte wie Aachen, Krefeld oder Mönchengladbach haben nur in homöopathischen Dosen Fernverkehr.
Man kann fragen wieso dir Konsistenz wichtig ist. Manche mögen einfach Ordnung, Gleichmäßigkeit. Abweichungen davon gibt es aber im Fahrplan der Bahn zuhauf, auch wenn er im Grunde ein Taktfahrplan ist (wobei es Abweichungen nur geben kann wenn der Fahrplan mehrheitlich einem Muster folgt).
Manche stört das Fehlen von Konsistenz aber eher weil es den Gerechtigkeitssinn verletzt.
PS
Heros39, Montag, 26.08.2024, 21:34 (vor 584 Tagen) @ JeDi
Halle ist sicher bahntechnisch gesehen kein regionaler Knotenpunkt: hier kreuzen die Linien Magdeburg - Leipzig; Berlin - Altstrecke Nürnberg sowie die Strecken Richtung Kassel und Fulda. Die Neubaustrecke kommt nun hinzu. Es ist der zentrale Bahnknoten Mitteldeutschlands.
PS
611 040, Erfurt, Montag, 26.08.2024, 22:11 (vor 584 Tagen) @ Heros39
Naja der zentrale Bahnknoten Mitteldeutschlands ist eher Erfurt oder Leipzig.
In Erfurt kreuzen die Strecken Fulda - Leipzig und die SFS Nürnberg - Halle - Berlin. Außerdem gibt es Anschlüsse in alle Richtungen.
--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤
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sflori, Donnerstag, 22.08.2024, 22:23 (vor 588 Tagen) @ thalys75
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guillaumehd, Freitag, 23.08.2024, 11:26 (vor 588 Tagen) @ sflori
Schade, das bedeutet also, dass er ohne Stop an Kassel vorbeifährt (da wohne ich mittlerweile und es wäre sehr praktisch). Wird zumindest mannheim angefahren?
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Siggis Malz, Freitag, 23.08.2024, 15:45 (vor 588 Tagen) @ guillaumehd
Schade, das bedeutet also, dass er ohne Stop an Kassel vorbeifährt (da wohne ich mittlerweile und es wäre sehr praktisch). Wird zumindest mannheim angefahren?
Abwarten und Tee trinken.
Sollte das wirklich die Sprintertrasse sein, ist das Auslassen der Halte zwar sehr wahrscheinlich, aber durch die große Personaleinsatzstelle hat Kassel oft ein Stein im Brett zwischen Frankfurt und Berlin. Spätestens mit Bauarbeiten, könnte der Halt unregelmäßig dazukommen. Als Knotenpunkt aus dem Norden wäre Kassel schon ganz praktisch für den Zug.
Klar kommt man auch immer nach Frankfurt, nur da wird die Lotterie so groß, dass man sich mindestens mal eine Stunde mehr einplanen kann.
Da man ja aber TGV zu fahren gedenkt, könnte Kassel zumindest für das Personal raus sein, da wird man nicht all zu viele drauf schulen wollen. Selbst ICE 3 ist nicht in jedem Fall vorhanden.
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Suhler, Dienstag, 27.08.2024, 18:28 (vor 584 Tagen) @ sflori
https://www.sncf-voyageurs.com/en/travel-with-us/timetables-and-itineraries/itineraries...
Da ist der genannte ICE/TGV von Paris nach Berlin nicht zu finden.
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EK-Wagendienst, EGST, Dienstag, 27.08.2024, 18:44 (vor 584 Tagen) @ Suhler
https://www.sncf-voyageurs.com/en/travel-with-us/timetables-and-itineraries/itineraries...
Da ist der genannte ICE/TGV von Paris nach Berlin nicht zu finden.
Vielleicht wollte es man noch nicht veröffentlichen, und ist nun hier darauf aufmerksam geworden, und hat es wieder gesperrt.
Muss doch groß als Neuigkeit angekündigt werden.
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Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.
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JanZ, HB, Dienstag, 27.08.2024, 19:08 (vor 584 Tagen) @ EK-Wagendienst
Du hast interessante Vorstellungen von der Relevanz dieses Forums und von der Arbeit von ausländischen Bahnen.
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EK-Wagendienst, EGST, Dienstag, 27.08.2024, 20:26 (vor 583 Tagen) @ JanZ
Du hast interessante Vorstellungen von der Relevanz dieses Forums und von der Arbeit von ausländischen Bahnen.
brauch doch bloß der Bearbeiter des Zuges es hier gelesen haben, das schon was bekannt ist, aber es noch nicht bekannt sein sollte.
Hier lesen doch einige mit die bei Eisenbahnen beschäftigt sind.
Wie würdest du reagieren, wenn hier was zu von deiner Nord-West Bahn zu lesen wäre, was noch gar nicht an die Öffentlichkeit gelangen durfte, und man zeigt gleich die Quelle mit an.
--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.
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JanZ, HB, Dienstag, 27.08.2024, 21:54 (vor 583 Tagen) @ EK-Wagendienst
bearbeitet von JanZ, Dienstag, 27.08.2024, 21:55
Wie würdest du reagieren, wenn hier was zu von deiner Nord-West Bahn zu lesen wäre, was noch gar nicht an die Öffentlichkeit gelangen durfte, und man zeigt gleich die Quelle mit an.
Mal abgesehen davon, dass ich schon länger nicht mehr bei der NordWestBahn bin, ist das nicht die Frage. Die Frage ist, wie wahrscheinlich es ist, dass zum einen die Vorschau auf diesen Zug überhaupt ein Fehler war und zum anderen jemand von der SNCF (immerhin die Bahn eines nicht deutschsprachige Landes), der darauf auch noch irgendeinen Einfluss hat (wie viele Mitarbeiter haben die?), ausgerechnet hier darauf gestoßen ist. Es gibt auch noch eine sehr große Welt außerhalb des ICE-Treffs.
Und selbst wenn es ein Fehler war, der nun korrigiert wurde, sehe ich nicht, warum das das Problem des Users sein sollte, der den Link gepostet hat (wie du implizierst). Wenn es auf einer öffentlichen Seite steht, dann kann man es auch verlinken. Immerhin ist die Eisenbahn ein öffentliches Verkehrsmittel und kein Geheimzirkel, in dem nur Eingeweihte das Wissen unter der Hand weitergeben dürfen. Auch wenn ich aus deinen Beträgen manchmal den Eindruck habe, dass du es gerne so hättest.
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EK-Wagendienst, EGST, Dienstag, 27.08.2024, 22:16 (vor 583 Tagen) @ JanZ
Wie würdest du reagieren, wenn hier was zu von deiner Nord-West Bahn zu lesen wäre, was noch gar nicht an die Öffentlichkeit gelangen durfte, und man zeigt gleich die Quelle mit an.
Mal abgesehen davon, dass ich schon länger nicht mehr bei der NordWestBahn bin, ist das nicht die Frage. Die Frage ist, wie wahrscheinlich es ist, dass zum einen die Vorschau auf diesen Zug überhaupt ein Fehler war und zum anderen jemand von der SNCF (immerhin die Bahn eines nicht deutschsprachige Landes), der darauf auch noch irgendeinen Einfluss hat (wie viele Mitarbeiter haben die?), ausgerechnet hier darauf gestoßen ist. Es gibt auch noch eine sehr große Welt außerhalb des ICE-Treffs.
Und selbst wenn es ein Fehler war, der nun korrigiert wurde, sehe ich nicht, warum das das Problem des Users sein sollte, der den Link gepostet hat (wie du implizierst). Wenn es auf einer öffentlichen Seite steht, dann kann man es auch verlinken. Immerhin ist die Eisenbahn ein öffentliches Verkehrsmittel und kein Geheimzirkel, in dem nur Eingeweihte das Wissen unter der Hand weitergeben dürfen. Auch wenn ich aus deinen Beträgen manchmal den Eindruck habe, dass du es gerne so hättest.
gut dann eben nicht mehr Nord-Westbahn, aber egal,
es hat nicht die SNCF mitgelesen, sondern jemand von DB Fernverkehr, die haben zu ihren Kollegen der SNCF einen kurzen Draht.
--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.
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JanZ, HB, Dienstag, 27.08.2024, 22:25 (vor 583 Tagen) @ EK-Wagendienst
es hat nicht die SNCF mitgelesen, sondern jemand von DB Fernverkehr, die haben zu ihren Kollegen der SNCF einen kurzen Draht.
War das so oder vermutest du das jetzt nur? So oder so ist das nicht unser Problem hier.
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EK-Wagendienst, EGST, Dienstag, 27.08.2024, 22:34 (vor 583 Tagen) @ JanZ
es hat nicht die SNCF mitgelesen, sondern jemand von DB Fernverkehr, die haben zu ihren Kollegen der SNCF einen kurzen Draht.
War das so oder vermutest du das jetzt nur? So oder so ist das nicht unser Problem hier.
ich vermute das einfach, weil Drähte bei der Bahn auch kurz sein können.
Beschäftige mich mit der Bahn beruflich nun schon 37 Jahre, und da habe ich vieles erlebt.
Z.B die Mitglieder die zur Internationalen Fahrplankonferenz immer nach Ljubljana fahren, kennen sich gut, ob es die heute noch gibt weiß ich nicht.
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Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.
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thalys75, Dienstag, 27.08.2024, 23:46 (vor 583 Tagen) @ EK-Wagendienst
Hallo,
Zur Information, ich habe diese Nachricht nicht nur hier erstellt, sondern auch in einem französischen Eisenbahnforum gepostet.
Ich weiß nicht, ob es einen Link gibt, aber der Fahrplan war damals tatsächlich zwei Tage lang auf der Website der SNCF verfügbar zurückgezogen
[DE - FR] Informationen am 24. September
thalys75, Mittwoch, 18.09.2024, 19:13 (vor 562 Tagen) @ thalys75
Ich habe gerade gelesen, dass die DB am 24. September über diese neue Beziehung informieren wird
Eine Woche bevor die SNCF ihre Fahrkarten für Fahrten vom 15. Dezember 2024 bis 8. Januar 2025 zum Verkauf anbietet. (2. Oktober)