Bundesnetzagentur will Marktzugang für Bahn-Konkurrenten (Allgemeines Forum)

Mickey, Dienstag, 30.06.2026, 13:55 (vor 4 Tagen)

? langfristige Trassen

sflori, Dienstag, 30.06.2026, 15:45 (vor 4 Tagen) @ Mickey
bearbeitet von sflori, Dienstag, 30.06.2026, 15:46

Ich hab die Diskussion beim DSO und hier schon immer mitverfolgt und bin mir über folgende Sache unklar:

Was hätte es denn für Vor-/Nachteile, wenn man Trassen für einen längeren Zeitraum vergäbe, also z.B. für drei Jahre?

Ab dem zweiten Jahr könnte man ja auch alternativ abstrakte Trassen vergeben, also z.B. "Du darfst garantiert einmal pro Stunde von x nach y fahren". Und man könnte das ja an Bedingungen knüpfen, also z.B. an das Hinterlegen einer Sicherheitsleistung oder den Nachweis der Wirtschaftlichkeit. Damit könnte man verhindern, dass einfach fiktive Trassen reserviert und dann nicht genutzt werden...


Bye. Flo.

? langfristige Trassen

gnampf, Dienstag, 30.06.2026, 18:24 (vor 4 Tagen) @ sflori

Was hätte es denn für Vor-/Nachteile, wenn man Trassen für einen längeren Zeitraum vergäbe, also z.B. für drei Jahre?

Planungssicherheit? Man weiss ob man eine attraktive Verbindung hin bekommt, oder nicht.

Ab dem zweiten Jahr könnte man ja auch alternativ abstrakte Trassen vergeben, also z.B. "Du darfst garantiert einmal pro Stunde von x nach y fahren".

ist dann halt schonmal wieder weniger attraktiv. Zum einen weil damit die Fahrzeit schon deutlich variieren kann, weil man plötzlich alle paar Meter an die Seite muss, zum anderen weil so z.B. Übergänge / Anschlüsse nicht funktionieren weil dein Zug ein paar Minuten verschoben wurde. Das können Anschlüsse innerhalb deiner eigenen Leistungen sein, aber auch Anschlüsse an ÖPNV oder DB-FV. Oder du benötigst plötzlich 1 Zug mehr, weil er nach neuem Plan 5min vor Ankunft schon wieder abfahren muss, statt 30min nach Ankunft im Jahr davor.

Und man könnte das ja an Bedingungen knüpfen, also z.B. an das Hinterlegen einer Sicherheitsleistung oder den Nachweis der Wirtschaftlichkeit. Damit könnte man verhindern, dass einfach fiktive Trassen reserviert und dann nicht genutzt werden...

Da würde es vermutlich schon reichen wenn die Trassenzahlungen fällig werden, und die Trassen neu vergeben werden wenn man sie nicht regelmäßig nutzt.

Spannender wird die genaue Formulierung des Urteils wohl werden. Wer sind denn die anderen, die die 40% bekommen sollen? Nur FV-Anbieter? Wenn ja, wie definiert man die? Oder zählt da der NV dazu? Und wenn ja, nur der nicht von der DB betriebene? Oder alles was nicht DB FV ist? Könnte dann Regio ggf. Trassen anmieten und an FV abgeben?

Es wäre zu schön!!!

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Dienstag, 30.06.2026, 18:21 (vor 4 Tagen) @ Mickey

Hallöchen.

Leider wird das nie kommen, weil der ganze Kungelsumpf DB-Staat-"Gewerkschaft" das gemeinsam schon verhindern wird.

Deswegen bleibt Bahnfahren in Deutschland eben auch Elend.

Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Es wäre zu schön!!!

Mickey, Mittwoch, 01.07.2026, 20:48 (vor 3 Tagen) @ Der Blaschke

Für BC 100 finde ich das nicht gut. Dort wo nun der Takt verdichtet wurde, FRA/Stuttgart, Berlin/ Hamburg , wird es schlechter werden. Denn 2 Netzkarten wird sich niemand leisten. Nur ein DB Monopol wäre besser.

Es wäre zu schön!!!

UE, Mittwoch, 01.07.2026, 22:15 (vor 3 Tagen) @ Mickey
bearbeitet von UE, Mittwoch, 01.07.2026, 22:16

Würden die beiden Bahnunternehmen ihre Fernverkehrstickets gegenseitig anerkennen, dann könnte ich diesen Plänen aus Sicht des Verbrauchers etwas abgewinnen. Ansonsten kommt man nicht um die Erkenntnis herum, dass Verbindungen des Wettbewerbs mit einer Ausdünnung des Angebots an DB-Verbindungen erkauft werden.

Dabei haben nicht nur Inhaber einer BC100 das Nachsehen. Käufer eines Flextickets sind in gleicher Weise betroffen. Auch den Inhaber eines Sparpreis-Tickets mit verkehrslagebedingt aufgehobener Zugbindung (Anschluss weg) wird es nicht freuen, wenn er merkt, dass er für den nächsten sich bietenden Anschluss leider das falsche Ticket hat.

Bundesnetzagentur will Marktzugang für Bahn-Konkurrenten

MartinN, Fricktal, Schweiz, Donnerstag, 02.07.2026, 08:52 (vor 2 Tagen) @ Mickey

Hallo zusammen

Ich persönlich begrüsse eine Konkurrenz auf der Schiene. Ich denke das es schlussendlich den Schieneverkehr fördert.
Eine gegenseitige Anerkennung von Fahrkarten verschiedener Bahngesellschaften finde ich nicht sinnvoll. Das verkompliziert das Ganze nur.
Das was ich an Italo kritisiere ist, warum Italo nicht den Schritt wagt und internationale Verbindungen anbietet. Das ist nach meiner Meinung ein Markt wo doch einiges zu holen ist. Man sieht es an der Verbindung Berlin-Paris. Obwohl sie länger dauert als die 4h die einen Zeitvorteil gegenüber dem Flugzeug bietet, ist sie anscheinend beliebt.

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