(D/CZ/PL) Leo Express streicht Nachtzug nach Frankfurt (Allgemeines Forum)

Waldbahn, Samstag, 03.10.2026, 19:14 (vor 14 Tagen)

Hallo

Die Nachtverbindung Frankfurt - Przemyśl wird wieder eingestellt. Grund sind umfangreiche Bauarbeiten in Deutschland.

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Gruß
Waldbahn

Bauarbeiten klingt nach Ausrede

J-C, In meiner Welt, Samstag, 03.10.2026, 21:34 (vor 14 Tagen) @ Waldbahn
bearbeitet von J-C, Samstag, 03.10.2026, 21:34

Ich denke eher, dass die 3 Wagen mit wenig Fahrgästen und Werbung in Deutschland, dafür aber viel Personal auf einer Route, deren einziger Vorzug ist, dass da gewisse Direktverbindungen entstehen, sich letztlich doch nicht ökonomisch halten würden.

War wohl ein Experiment, welches man abbrach.

Weil, an sich schien der Zug doch recht zuverlässig gelaufen zu sein.

Vielleicht waren die Bauarbeiten ein nicht soo großer Teil des Problems, aber einfach eine praktische Ausrede? Wobei hey, Bauarbeiten in Frankreich und Italien haben wiederum offenbar zu Streichungen von ÖBB-Nightjet-Verbindungen geführt, ist jetzt nicht so, als würde es nur in Deutschland mit den Baustellen haken…

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Ja, natürlich ist das ne Ausrede ...

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 04.10.2026, 02:38 (vor 14 Tagen) @ J-C

Hey.

Dass man mit 3 Wagen bei mäßigem Preisniveau kein Geld verdienen kann - für die Erkenntnis muss man nicht studiert haben ...

Aber das Gebaren sagt einiges über das Unternehmen aus. Warum kann man nicht einfach erwähnen, dass die Prognosen und/oder Kalkulationen nicht eintraten bzw aufgingen? Try and error ist doch normal.

Dass man schon nach kürzester Zeit die Notbremse zieht, spricht für wenig finanzielle Fettreserven und falscher Denkweise: neue Verbindungen brauchen fast immer eine gewisse Anlaufzeit - Verluste zu Beginn sollten in einer seriösen Kalkulation also vorhanden sein.

Mein Fazit: höchst unseriös der Laden!

Kann also weg - solche Wettbewerber braucht man nicht.


Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Ja, natürlich ist das ne Ausrede ...

MvG, Sonntag, 04.10.2026, 09:09 (vor 13 Tagen) @ Der Blaschke

Die Kalkulation war tatsächlich fragwürdig. Es gab mehr Servicepersonal im Zug als Wagen, die Auslastung war gering, die Fahrpreise sehr niedrig und das Speisen-/Getränkeangebot war riesig und kostete fast nichts. Ist ja auch ein Aufwand das vorzuhalten, warmzumachen, etc
Trotzdem schade, habe den Zug gern genutzt.

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Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der ICE 4-Sitz ersetzt werden muss!

Leo Express ist sonst durchaus erfolgreich

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 04.10.2026, 09:15 (vor 13 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von J-C, Sonntag, 04.10.2026, 09:15

Die neuen Verbindungen von Prag nach Bratislava und Prešov laufen weiterhin. Man hat offensichtlich ein Experiment gewagt, nachdem man bereits eine solide Basis aufbaute.

Ansonsten hat man 200 Wagen geordert, die man dann an andere Firmen vermietet
https://www.lok-report.de/news/deutschland/industrie/mvv-bau-der-ersten-200-modularen-n...

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Leo Express

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Sonntag, 04.10.2026, 13:36 (vor 13 Tagen) @ J-C

Hallo.

Man hat offensichtlich ein Experiment gewagt (...)

Dagegen ist auch nichts einzuwenden.

Wenn aber Aufwand und angesichts von 3 Wagen erwartbarer Ertrag zumindest in einer Anlaufzeit in keinem gesunden Verhältnis stehen können - und das kann man auch ohne hochwissenschaftliches Studium kaufmännischer Grundkenntnisse erkennen - und offensichtlich ein größeres Finanzpolster nicht vorhanden ist oder der Eigentümer jegliche Verluste ablehnt, dann darf man die Sinnhaftigkeit eines solchen Experimentes durchaus kritisch hinterfragen.

Und wenn man dann auch noch ein fadenscheinigstes Argument vorkramen muss, wo jedem auch nur halbwegs Gebildeten klar ist, dass das Humbug ist, dann ist Kritik erst recht angebracht. Wo fällt der Zacken aus der Krone, zu kommunizieren: Sorry, Erwartungen nicht erfüllt, Fehleinschätzung, klappt nicht. Wenn wir die Schönrednerei von Politikern oder auch von der DB beklagen, dann darf man das auch bei "privaten Heilsbringern".

Okay, außer natürlich, man ist professioneller Schönredner und findet auch den größten Murks noch halb so wild und gibt sich eben auch mit unterstem Niveau zufrieden - dann muss man solche Handlungen einer solchen Bude natürlich schon zwanghaft in Ordnung finden.

Meine Vorstellungen sind da ambitionierter (aber ich bin ja auch alt) und deswegen bleibe ich dabei: unseriöse Bude.


Schöne Grüße von jörg

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Ein Frage der Fehlerkultur

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 04.10.2026, 14:34 (vor 13 Tagen) @ Der Blaschke

Anscheinend ist es in der Firma nicht in, offen mit Fehlern umzugehen. Dabei ist das doch ein Teil des Prozesses, besser zu werden. Wenn man immer alles super macht, woraus mag man schon lernen? Vielleicht war man auch so erfolgreich, dass man meinte, sich mal was trauen zu können, zumal ja dahinter auch RENFE als Geldgeber steht.

Da die Firma sonst recht solide für mich ist, würde ich sie nicht per se als unseriös bezeichnen. Für mich zum Beispiel hat sie eine recht nette und günstige Verbindung nach Bratislava gebracht, why not?

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Zu kurzer Zug

Alter Köpenicker, BSPF, Sonntag, 04.10.2026, 14:41 (vor 13 Tagen) @ J-C

Ich finde, schon der Einsatz eines so kurzen Zuges ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Ich habe vor einiger Zeit schon ein Video auf Youtube über den Zug gesehen und zumindest mich haben die drei Wagen von einer Mitfahrt abgeschreckt.

Weil auch wenig mitreisten

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 04.10.2026, 14:44 (vor 13 Tagen) @ Alter Köpenicker
bearbeitet von J-C, Sonntag, 04.10.2026, 14:45

Der Zug ist vor allem so kurz gewesen, weil kaum wer mitgefahren ist. Du hättest fix einen Platz bekommen, wenn du wolltest. Auch nach Bratislava kriege ich 3 Wagen und da ist die Reservierungspflicht ziemlich unnötig, weil mehr als genug Platz für alle da ist. Womöglich hätten alle Fahrgäste auch in einem Wagen Platz gefunden...

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Fotos vom Zug

JanZ, HB, Sonntag, 04.10.2026, 14:54 (vor 13 Tagen) @ J-C
bearbeitet von JanZ, Sonntag, 04.10.2026, 14:55

Mir ist auch nicht klar, warum die Länge des Zugs den alten Köpenicker abschreckt und wie viele Wagen der Zug mindestens haben muss, damit er mitfährt. Ich brauche für mich jedenfalls deutlich weniger als einen einzigen Wagen und bin daher sogar schon RegioShuttle gefahren, die sind deutlich kürzer ;-).

Beim Leo Express hat mich vielmehr von einer Mitfahrt abgehalten, dass er nicht zu einer sinnvollen Uhrzeit da ankam, wo ich vielleicht hingewollt hätte, zum Beispiel mitten in der Nacht in Prag. So hat es denn nur für Fotos gereicht:

[image]

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[image]

Bleibt die Frage warum Nacht und nicht Tagesverbindung

Waldbahn, Sonntag, 04.10.2026, 15:04 (vor 13 Tagen) @ JanZ

- kein Text -

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Gruß
Waldbahn

Weil auch wenig mitreisten

Alter Köpenicker, BSPF, Mittwoch, 07.10.2026, 09:44 (vor 10 Tagen) @ J-C

Der Zug ist vor allem so kurz gewesen, weil kaum wer mitgefahren ist.

Das weiß man ja als Fahrgast vorher nicht und ich habe die Erfahrung gemacht, dass besonders kurze Züge oft besonders voll sind, was selbst dann nicht angenehm ist, wenn jeder einen reservierten Platz hat.

Der Zug war ja reservierungspflichtig…

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 07.10.2026, 11:01 (vor 10 Tagen) @ Alter Köpenicker

…wenn du den Zug für einen bestimmten Tag gebucht hättest, hättest du einen garantierten Platz gehabt… selbst wenn der Zug voll wäre. Stehplätze waren ja nicht vorgesehen.

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Der Zug war ja reservierungspflichtig…

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Mittwoch, 07.10.2026, 13:28 (vor 10 Tagen) @ J-C

…wenn du den Zug für einen bestimmten Tag gebucht hättest, hättest du einen garantierten Platz gehabt… selbst wenn der Zug voll wäre. Stehplätze waren ja nicht vorgesehen.

Das dürfte dem Forenkollegen klar sein ...

Ihm dürfte es darum gegangen sein, dass ein exakt zu 100% ausgelasteter Zug als "unangenehm voll" empfunden wird.

Genau in dem Gefühl liegt ja auch der Sinn einerseits und die Krux andererseits der 1. Klasse. Einer der Motivationspunkte für deren Buchung wird eine gewisse Leere und damit verbundene Ruhe sein. Andererseits kann kein Unternehmen ein Interesse an geringer Auslastung haben.


Zum konkreten Fall: gerade da ist eine Reservierungspflicht extremst sinnvoll. Damit das EVU weiß, welche Kapazität denn benötigt wird. Soll man mit 10 Wagen rumfahren und knappes Geld verbrennen, wenn 2 reichen? Und fängt man mit 3 Wagen an und dann stehen da plötzlich Kunden für 7 Wagen, ist auch das schlecht. Auch hier erweist sich eine zwingende Platzreservierung für alle Beteiligten sinnvoll!!!


Schöne Grüße von jörg

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Der Zug war ja reservierungspflichtig…

Alter Köpenicker, BSPF, Donnerstag, 08.10.2026, 09:42 (vor 9 Tagen) @ Der Blaschke

ich habe die Erfahrung gemacht, dass besonders kurze Züge oft besonders voll sind, was selbst dann nicht angenehm ist, wenn jeder einen reservierten Platz hat.

…wenn du den Zug für einen bestimmten Tag gebucht hättest, hättest du einen garantierten Platz gehabt… selbst wenn der Zug voll wäre. Stehplätze waren ja nicht vorgesehen.


Das dürfte dem Forenkollegen klar sein ...

Ihm dürfte es darum gegangen sein, dass ein exakt zu 100% ausgelasteter Zug als "unangenehm voll" empfunden wird.

Wenigstens einer versteht mich hier. Ich habe mich schon wieder gefragt, was an meiner Äußerung missverständlich gewesen sein könnte.

Andererseits kann kein Unternehmen ein Interesse an geringer Auslastung haben.

Natürlich nicht, oft ist ja das Gegenteil der Fall: Unternehmen haben Interesse daran, möglichst viele Reisende auf engstem Raum einzupferchen. Ein Grund, aus dem ich so kleine Züge meide. Man erlebt ja oft was los ist, wenn nur so in halber oder verkürzter ICE daherkommt. Gerade vor ein paar Wochen wurde "mein" Wagen in einem langen ICE-4 wegen Ausfalls der Klimaanlage gesperrt und es war sehr problematisch, die Reisenden unterzubringen wobei es auch noch zu Gezanke zwischen der Schaffnerin und einem Mitarbeiter des Speisewagens kam. Ich habe gerade noch so einen schönen Platz in der 2. Wagenklasse erhaschen können, musste dafür aber mit dem ganzen Gepäck fast durch den ganzen Zug laufen, was wiederum für den Einsatz möglichst kurzer Züge spricht - da ist man schneller am anderen Ende.

Zum konkreten Fall: gerade da ist eine Reservierungspflicht extremst sinnvoll. Damit das EVU weiß, welche Kapazität denn benötigt wird. Soll man mit 10 Wagen rumfahren und knappes Geld verbrennen, wenn 2 reichen? Und fängt man mit 3 Wagen an und dann stehen da plötzlich Kunden für 7 Wagen, ist auch das schlecht. Auch hier erweist sich eine zwingende Platzreservierung für alle Beteiligten sinnvoll!!!

Nein. Eine Zugbindung würde genügen. Dann verkauft man eben nur so viele Fahrkarten, wie Leute in den Zug passen und gut ist. Eine Reservierungspflicht hat zu Folge, dass der halbe Zug leer sein kann, die Leute aber trotzdem alle zusammengepfercht sitzen müssen. Da in solchen Zügen auch meist keine Anzeigen vorhanden sind, die Auskunft darüber geben, ob der Platz frei ist, wagt es kaum jemand, sich einfach umzusetzen. Ich habe da schon die tollsten Sachen erlebt.

Na dann…

J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 08.10.2026, 10:22 (vor 9 Tagen) @ Alter Köpenicker
bearbeitet von J-C, Donnerstag, 08.10.2026, 10:25

Ich hab in solchen Diskussionen immer das Horrorbild von stehenden Fahrgästen am Gang vorgeführt bekommen, welches in der Realität halt selten aufkommt. Selbst wenn der vorherige Zug ausfällt, werden nicht alle zwangsläufig den nächsten Zug auf der selben Relation nutzen - je nach Ziel wird ja dann eine andere Verbindung attraktiver.

Ich kenne es vor allem beim ComfortJet so, dass gefühlt jeder Platz mit „express-reservation“ angezeigt wird und erst am Start der Reservierung diese dann auch so angezeigt wird. Dadurch kannst du dir nie sicher sein, ob dein Platz nicht doch reserviert wurde und wegen der inkludierten Reservierung bei tschechischen Fahrkarten im Fernverkehr kann man sich recht sicher sein, dass auch kurzfristig noch der benutzte Platz reserviert und beansprucht wird.

So wird man auch bei sonst noch freien unreservierten Plätzen zum Reservieren genötigt, weil es ja sonst eine Lotterie wird, ob man den Platz dann auch halten kann.

Und natürlich bewirbt die ČD ihre Reservierungspflicht bei eigenwirtschaftlichen Zügen mit „Platz für alle“. Dass jene, die schon gerne mitreisen würden, aber gar nicht erst den Zug nutzen dürfen, weil ausgebucht, wird nonchalant unterschlagen. Werbesprech halt.

Und dann hast du eben die Bindung an einen bestimmten Zug. Toll, wenn er nach Plan fährt und man ihn nicht wegen einer vorherigen verspäteten Fahrt verpasst. Nicht so toll, wenn sich Pläne ändern.

Mit einem Flexpreis oder Interrail kannst du nach Gusto deinen präferierten Zug adhoc nach Lust und Laune wählen im Prinzip. Ich muss da einfach nur einsteigen. Bei Reservierungspflicht wird eine Umbuchung erforderlich. Das bedeutet zusätzlichen Aufwand (und eine automatische Umbuchung ist auch nicht wirklich sinnvoll, weil der Fahrgast dann vielleicht dann überhaupt seine Pläne ändert und anders reisen möchte).

Reservierungspflichten machen das System Bahn für jene unattraktiver, die dessen Flexibilität sonst schätzen. Tatsächlich ist das eines der Gründe, wieso ich lieber in Deutschland als z.B. Frankreich mit der Bahn reise (auch wenn ich meine Bahnfahrten in Frankreich sonst durchaus genossen habe). Wenn man mit Interrail verreist, geht die Flexibilität durch solche Reservierungspflichten schnell mal verloren, weil man sich ja dann letztlich im Voraus auf eine Verbindung festlegen muss und Planänderungen dazu führen können, dass man wegen Ausbuchung gar nicht mehr am selben Tag ans Ziel kommt. Das finde ich eigentlich problematischer, als wenn man im Zweifel am ehesten eh nur für eine Teilstrecke im Türbereich steht.

Bei Nachtzügen kann ich das mit der Reservierungspflicht noch zu einem Stück nachvollziehen - wobei es auch davon abhängt. Der Nacht-ICE, den ich mal zwischen Hanau und Hannover nutzte, war zumindest in der ersten Klasse kaum belegt, in der zweiten Klasse war es glaub ich kaum anders. Da diese Fahrten aus betrieblichen Gründen aber sowieso so oder so ähnlich stattfinden würden, um die Züge dort zu haben, wo man es braucht, ergibt das für die DB dann auch wieder Sinn und der Fahrgast kann sich auch ohne Reservierung auf ein großzügiges Platzangebot verlassen, wenn er zu später Stunde noch ein Ziel zu erreichen hat (bzw. bei mir war es die einzige Möglichkeit, per Bahn von einem Pflichttermin in Wien zu einem anderen Pflichttermin in Groningen zu kommen)

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Zum Thema Nacht ICE

Reservierungszettel, KDU, Donnerstag, 08.10.2026, 12:01 (vor 9 Tagen) @ J-C


Bei Nachtzügen kann ich das mit der Reservierungspflicht noch zu einem Stück nachvollziehen - wobei es auch davon abhängt. Der Nacht-ICE, den ich mal zwischen Hanau und Hannover nutzte, war zumindest in der ersten Klasse kaum belegt, in der zweiten Klasse war es glaub ich kaum anders. Da diese Fahrten aus betrieblichen Gründen aber sowieso so oder so ähnlich stattfinden würden, um die Züge dort zu haben, wo man es braucht, ergibt das für die DB dann auch wieder Sinn und der Fahrgast kann sich auch ohne Reservierung auf ein großzügiges Platzangebot verlassen, wenn er zu später Stunde noch ein Ziel zu erreichen hat (bzw. bei mir war es die einzige Möglichkeit, per Bahn von einem Pflichttermin in Wien zu einem anderen Pflichttermin in Groningen zu kommen)

Das ist ein Irrglaube von dir denn alle mir bekannten Nacht ICE verkehren paarig, es gibt also immer ein Gegenzug.

Es findet also keine Überführung statt sondern nur ein Austausch von zwei Tz.

Zum Thema Nacht ICE

J-C, In meiner Welt, Donnerstag, 08.10.2026, 12:48 (vor 9 Tagen) @ Reservierungszettel

Ich hab ja gemeint, es geht darum, dass solche Fahrten in gewisser Weise sowieso notwendig wären. Wenn man dann auch davon mal gelesen hat, wie solche ICEs nachts mangels Abstellmöglichkeiten umherfahren, finde ich zumindest einen plausiblen Grund, wieso die DB Fernverkehr kein Problem damit hat, 13-teilige ICE 4 mit kaum Besetzung täglich durch die Nacht fahren zu lassen - in meinem Fall wurden sogar mehrere Wagen abgesperrt und es war trotzdem kaum was los.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Nacht-ICE-Grund

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Donnerstag, 08.10.2026, 17:55 (vor 9 Tagen) @ J-C

Hallo.

Ich hab ja gemeint, es geht darum, dass solche Fahrten in gewisser Weise sowieso notwendig wären.

sind sie nicht ...

Wenn man dann auch davon mal gelesen hat, wie solche ICEs nachts mangels Abstellmöglichkeiten umherfahren, finde ich zumindest einen plausiblen Grund,

hat damit nichts zu tun ...

wieso die DB Fernverkehr kein Problem damit hat, 13-teilige ICE 4 mit kaum Besetzung täglich durch die Nacht fahren zu lassen

Auch hier funktioniert Wettbewerb. Es geht darum, den ÖBB mit ihren Sitzwagenanteilen in deren Nachtzügen nicht das Feld allein zu überlassen!


Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Na dann…

Alter Köpenicker, BSPF, Donnerstag, 08.10.2026, 12:15 (vor 9 Tagen) @ J-C

Ich hab in solchen Diskussionen immer das Horrorbild von stehenden Fahrgästen am Gang vorgeführt bekommen, welches in der Realität halt selten aufkommt.

Wobei ich einen bequemen Stehplatz bisweilen einem unbequemen Sitzplatz vorziehe, das hängt von einer Reihe von Faktoren ab. Aus diesem Grunde halte ich auch nichts von einer starren Reservierungspflicht, erst recht nicht, wenn man den Platz auch noch zugewiesen bekommt.

Der Nacht-ICE, den ich mal zwischen Hanau und Hannover nutzte, war zumindest in der ersten Klasse kaum belegt, in der zweiten Klasse war es glaub ich kaum anders.

Bei den Nacht-ICE habe ich alles schon erlebt - von überfüllt bis gähnend leer und das war noch nicht mal von der Strecke abhängig.

Weil auch wenig mitreisten

JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 10.10.2026, 06:04 (vor 7 Tagen) @ Alter Köpenicker

Der Zug ist vor allem so kurz gewesen, weil kaum wer mitgefahren ist.


Das weiß man ja als Fahrgast vorher nicht und ich habe die Erfahrung gemacht, dass besonders kurze Züge oft besonders voll sind, was selbst dann nicht angenehm ist, wenn jeder einen reservierten Platz hat.

Eher im Gegenteil - grade die 415-Solo-Planleistungen der letzten Jahre waren doch in der Regel sehr übersichtlich besetzt. Ist natürlich nicht allgemeingültig - man denke an selige Gäubahnzeiten - aber im Grunde fährt ja was kurzes, weil im Zweifel was noch kürzeres reichen würde.

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Weg mit dem 4744!

Schade um die Einstellung

Florian, Sonntag, 04.10.2026, 19:03 (vor 13 Tagen) @ J-C

Hallo,

es gibt wahrscheinlich mehrere Gründe für die Einstellung.

An einigen Tagen gab es SEV zwischen Dečin und Dresen. Da fallen nicht nur zusätzliche Kosten für den SEV an, sondern auch Forderungen der Kunden auf Erstattung des Liegewagen-Aufpreises. So wie ich es mitbekommen habe, hat sich Leo Express aber angestellt den Betroffenen etwas zu erstatten.

Des Weiteren entsprachen die angebotenen Buchungsmöglichkeiten nicht der Nachfrage. Im Liegewagen waren die Hälfte der Liegeplätze nur als Damenabteil buchbar. Es waren die gemischtgeschlechtlichen Abteile teilweise ausgebucht, während es in den Damenabteilen noch freie Plätze gab. Ein bis zwei Damenabteile pro Wagen wären völlig ausreichend.

Die Möglichkeit Abteile zur alleinigen Nutzung zu buchen wäre auch nicht schlecht gewesen. Für Gruppen oder Familien wäre eine Belegung mit fünf oder sechs Reisenden statt maximal vier auch nicht schlecht.

Gar nicht gut fand ich, dass nicht die in Europa übliche Nummerierung im Liegewagen verwendet wurde, so dass nicht aus der Platznummer ersichtlich war, ob die Plätze im selben Abteil, oben oder unten sind. Dann wurden Reisende im Liegewagen auch noch willkürlich umgebucht. Auf Nachfrage wurde als Begründung ein Ersatzwagen genannt. Das war aber gelogen, da sich beim Liegewagen nicht die Platznummern ändern, wenn ein anderer Liegewagen eingesetzt wird.

Schade um die Einstellung, der Liegewagen mit Übersetzfenstern und richtiger Bettwäsche zu günstigen Preisen war eigentlich perfekt für die Anreise nach Tschechien und in die Slowakei.

VG
Florian

ja, Schade.

Südsüdwest, Freiburg Brsg, Dienstag, 06.10.2026, 19:24 (vor 11 Tagen) @ Florian

Wirklich schade.
Der Zug hat/hätte eine Lücke im Ost-West-Verkehr geschlossen: Die Schlafwagen am EC Ursa, Przemysł-Berlin, verkehren nach Świnoujście und bringen für internationale Fahrten nichts.

Zur Buchung kann ich auch eine Anekdote beisteuern.
Meine Frau wollte mit beiden Kindern von Schlesien Richtung Ruhrpott fahren, ich soll organisieren. Die neue Verbindung von Leo klingt interessant. Aber bis kurz vor dem Start der Linie wäre die Verbindung nicht buchbar. Irgendwoher (vagonweb?), finde ich die Information das mit Flirt über Nacht gefahren wird. Damit war die Option keine mehr. Gebucht wurde EN von Polen auf Prag und über Tag weiter.
Kurz vor der geplanten Reise sehe ich, dass es den Zug doch gibt und mit Liegewagen fährt. Da die Zeitlage des Leo deutlich besser, prüfen wir anders zu buchen, aber der finanzielle Verlust durch Stornos ist dann doch zu hoch.
Durch schlechte Kommunikation hat Leo 3 potentielle Fahrgäste "verloren".

Dabei sind mir auch die Damenabteile aufgefallen. Auch deren Nachfrageabhängigen Tarife waren eine Katastrophe. Je nach Geschlecht ergaben sich unterschiedliche Fahrpreise. An irgendeinem Tag waren Plätze für Männer komplett ausgebucht, aber viele Damenplätze verfügbar.
Eigentlich quatsch nach Geschlecht zu unterscheiden, wenn 3 Plätze im 3er-Abteil gewünscht sind (1 Erwachsene, 2 Kinder).
Das ausprobieren damit, ob überhaupt im gleichen Abteil plaziert wird treibt durch jedes Ändern der Fahrgast den Preis nach oben. Schnell kostet die Reise statt ca. 100 € über 300 € obwohl weitgehend die selben Plätze zugewiesen werden. Sehr unseriös...
Mich täte interessieren, ob ein männlich-minderjähriges Kind zu fremden Männern gesteckt wird. Oder wie es wäre, wenn 3 Personen ein komplettes Damenabteil buchen um zusammen zureisen. Eine "Dame mit Bart", dem Schaffner aber zu männlich vorkommt (der Wechsel zwischen m/w/d soll angeblich unkompliziert sein). Wir werden es nicht mehr erfahren.
Wenn wirklich die Hälfte der Abteile Damenabteile sein sollen, geht es nicht auf, da es nicht nur Einzelreisende gibt. Zumindest solange der Damenanteil bei ca. 50% der Bevölkerung liegt.

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