Irrwitzige Kontrollen am Bahnhof in China (Allgemeines Forum)

Mike65, Sonntag, 27.09.2026, 14:00 (vor 17 Tagen)

Eine Bekannte ist mit dem Zug von Peking nach Tianjin gefahren, was mit HGV etwa 30 Minuten dauert. Allerdings wurde ihr geraten, eine Stunde vor Abfahrt am Bahnhof zu sein. Tatsächlich gab es dort eine penible Pass- und Gepäckkontrolle. Alle Koffer, Rucksäcke etc. wurden durchleuchtet. Sie musste dann den Koffer öffnen und es wurde eine Dose Haarspray konfisziert, die im Flugzeug problemlos mitgegangen war. Angeblich zu groß. Am ärgerlichsten war, dass ihr auch noch die Powerbank fürs Handy abgenommen wirde, weil diese nicht mit dem CCC-Zeichen versehen war. Die CE-Zertifizierung und auch der Aufdruck „Made in China“ genügten nicht.

Ist mal jemand hier im Forum in China gefahren? Sind solche Kontrollen dort normal? Wenn ja würde es mir das Bahnfahren ziemlich verleiden. Da wird der Zeitvorteil durch die hohe Geschwindigkeit ja mehr als aufgefressen und bei längeren Strecken kann man gleich den Flieger nehmen.

Irrwitzige Kontrollen am Bahnhof in China

funthomas, Sonntag, 27.09.2026, 14:26 (vor 17 Tagen) @ Mike65

hallo,
ich bin zur Zeit in China unterwegs auf einer längeren Bahntour.
Das Bahnfahren funktioniert ein wenig anders als bei uns.
Du kaufst das Ticket (in aller Regel online, auch für Touristen). Deine ID, für Ausländer der Reisepass wird dann hinterlegt. Das ist deine Fahrkarte. Papierkarten o.ä. gibt es schon Jahre nicht mehr.
Am Bahnhof wird zuerst die ID geprüft, dann wird das Gepäck durchleuchtet. Grob gilt in etwa intl. Flughafen Standart. Ich reise ohne Power-Bank, somit habe ich da keine Infos. Aber auch aufm Flug gibt es international abweichende Regeln, was als Power-Bank noch durchgeht.
Flüssigkeiten sind erlaubt, werden ggf. mit einen speziellen Scanner nochmal durchleuchtet. Oder das Personal schnüffelt am Getränk, ob der Tee auch nach Tee riecht.
Nach den Kontrollen kommst du in eine grosse Wartehalle. Ca. 10-20min vor Abfahrt des Zuges wird das Gate zum Bahnsteig geöffnet. Nach weiterer Kontrolle kommt man zum Zug.
In der Wartehalle sind grundsätzlich nur Reisenden. Shopping-Bahnhöfe gibt es so nicht. Reisebadarf je nach Bahnhof mal mehr oder weniger im Wartebereich, sonst aussen vor dem Eingang

Irrwitzig sind die Kontrollen eher nicht, halt Flughafen Standart.
Die eine Stunde wird als Richtwert gegeben, hängt aber auch sehr von Bahnhof ab. Oder der Reisezeit: nächste Woche ist Golden Week, das ist Reisehorror auf allen Bahnhöfen/Flughäfen.
Grundsätzlich ist aber der Reisebetrieb extrem gut organisiert. Incl. Lenkung der Reisenden. Nach Ankunft am Zielort geht es nochmals durch eine Kontrolle. Da wird festgestellt, ob dein Ticket auch zum Ausstiegsort gehört. Das findet alles ausserhalb des Wartebereichs statt. Wenn du umsteigen möchtest gibt es dann da einen Transitweg zurück in die Wartehalle (wie am Airport).
Bahnreisen in China macht max. Spass, ist kostengünstig und natürlich günstig. (für uns).
Hängt auch sehr vom Zugtyp ab. Die langsamen Züge (z.B. K-Klasse) sind als Massenverkehrsmittel sehr viel günstiger als die Highspeed Züge.

Also visafrei 30Tage, ab nach China zum Zugfahren. Ein echtes Erlebnis! Viel Spaß

funthomas

Besser organisiert: gar keine Kontrollen erst

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 27.09.2026, 15:08 (vor 17 Tagen) @ funthomas
bearbeitet von J-C, Sonntag, 27.09.2026, 15:09

Ich hoffe wirklich, dass man auch in Zukunft in Deutschland so easypeasy wie bislang an den Bahnsteig kann, ohne Ticketsperren oder Pass- und Sicherheitskontrollen.

Außerdem, wie lange braucht‘s dann vom Eingang des Bahnhofs zum Bahnsteig? In Deutschland ist das ja meist recht easy.

Wenn man aber so einen riesigen Bahnhof erstellt, bedeutet das natürlich auch längere Wege, denke ich mal…

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Irrwitzige Kontrollen am Bahnhof in China

Alter Köpenicker, BSPF, Sonntag, 27.09.2026, 15:13 (vor 17 Tagen) @ funthomas

Irrwitzig sind die Kontrollen eher nicht, halt Flughafen Standart.

Die Kontrollen an Flughäfen sind doch irrwitzig.

Bahnreisen in China macht max. Spass,

Da mir das Fliegen wegen dieser Kontrollen keinen Spaß macht und ich es schon deshalb meide, wüsste ich jetzt nicht, was am Bahnfahren in China so spaßig sein soll? Das kann doch nur etwas für jene Menschen sein, die gern und viel kontrolliert werden.

Irrwitzige Kontrollen am Bahnhof in China

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Sonntag, 27.09.2026, 18:24 (vor 17 Tagen) @ Alter Köpenicker

Statt sich über irrwitzige Kontrollen aufzuregen, sollte man lieber mal drüber nachdenken WARUM solche strengen Kontrollen notwendig sind.
Klar, man kann nicht jedes Risiko ausschließen, aber man kann versuchen, das Risiko zu minimieren. Beim Flugzeug möchte wohl niemand ein zweites 9-11 oder Mogadishu (<= schreibt sich das so?)erleben.
Beim Zug wäre es in DE ein leichtes, eine Kofferbombe iwo im Zug zu platzieren und auf einer Brücke oder einem Tunnel bei Vmax zu zünden oder gleich in einem großen Bahnhof. Da richtet man dann mit minimal Aufwand maximal Schaden an.
Versuch das gleiche mal in China...

Irrwitzige Kontrollen am Flughafen

Alter Köpenicker, BSPF, Sonntag, 27.09.2026, 19:11 (vor 17 Tagen) @ Tabernaer

Statt sich über irrwitzige Kontrollen aufzuregen, sollte man lieber mal drüber nachdenken WARUM solche strengen Kontrollen notwendig sind.

Ja, das habe ich mich ja auch schon gefragt, vor allem, warum solche Kontrollen zumeist nur vor dem Einstieg in Flugzeuge stattfindet und ansonsten, bis auf wenige Ausnahmen, bei keinem anderen Verkehrsmittel. Zudem sind die Regelungen und die damit verbundenen Kontrollen bisweilen ziemlich absurd und nervig, vor allem, wenn man sich auch noch teilweise entblößen sowie mit heruntergelassener Hose und ohne Schuhe durch das Flughafenterminal stolpern muss, bis man einen einigermaßen ruhigen Ort gefunden hat, wo man sich wieder anziehen kann.

Klar, man kann nicht jedes Risiko ausschließen, aber man kann versuchen, das Risiko zu minimieren. Beim Flugzeug möchte wohl niemand ein zweites 9-11 oder Mogadishu (<= schreibt sich das so?)erleben.

Diese Ereignisse fanden aber trotz der Kontrollen statt. Fein rausgeputzt hat nichts genutzt. Wer etwas im Schilde führt, der schafft es ganz sicher auch mit diesen lächerlichen Kontrollen an sein Ziel zu kommen.

Beim Zug wäre es in DE ein leichtes, eine Kofferbombe iwo im Zug zu platzieren und auf einer Brücke oder einem Tunnel bei Vmax zu zünden oder gleich in einem großen Bahnhof. Da richtet man dann mit minimal Aufwand maximal Schaden an.

Eben. Desgleichen auf großen Schiffen. Deshalb verstehe ich nicht, warum bei Flugzeugen so ein Aufwand betrieben wird. Meiner Meinung nach ist das nur eine Gängelung der Passagiere.

Luftverkehr nicht vergleichbar

Mike65, Sonntag, 27.09.2026, 21:30 (vor 17 Tagen) @ Alter Köpenicker

Eben. Desgleichen auf großen Schiffen. Deshalb verstehe ich nicht, warum bei Flugzeugen so ein Aufwand betrieben wird. Meiner Meinung nach ist das nur eine Gängelung der Passagiere.

Weil das Gefahrenpotential im Flugverkehr erheblich höher ist als an Land. Ein Flugzeug kann man entführen, einen Zug nicht. Ebenso kann man bei einem Brand an Bord selbst einen HGV-Zug innerhalb weniger Minuten zum Stillstand bringen und ihn evakuieren. In der Luft ist die Situation detlich brenzliger, da kann es Stunden dauern, bis ein Flughafen für eine Notlandung in Reichweite ist.

Ich habe mich nicht so sehr über die Kontrollen an sich - die gibt es auch beim Eurostar - als vielmehr über die Pedanterie dabei gewundert.
Elektronische Geräte auf das chinesische Zulassungszeichen zu prüfen ist schon sehr kleinlich.

Luftverkehr nicht vergleichbar

Alter Köpenicker, BSPF, Sonntag, 27.09.2026, 21:47 (vor 17 Tagen) @ Mike65

Eben. Desgleichen auf großen Schiffen. Deshalb verstehe ich nicht, warum bei Flugzeugen so ein Aufwand betrieben wird. Meiner Meinung nach ist das nur eine Gängelung der Passagiere.


Weil das Gefahrenpotential im Flugverkehr erheblich höher ist als an Land. Ein Flugzeug kann man entführen, einen Zug nicht. Ebenso kann man bei einem Brand an Bord selbst einen HGV-Zug innerhalb weniger Minuten zum Stillstand bringen und ihn evakuieren. In der Luft ist die Situation detlich brenzliger, da kann es Stunden dauern, bis ein Flughafen für eine Notlandung in Reichweite ist.

Schiffe fahre aber nicht an Land, können ebenso entführt werden und benötigen unter Umständen ebenfalls viele Stunden bis zum nächsten Hafen. Fliegt ein Zug in die Luft, nützt ein kurzfristiger Halt per Notbremse auch nichts mehr.

Ich habe mich nicht so sehr über die Kontrollen an sich - die gibt es auch beim Eurostar - als vielmehr über die Pedanterie dabei gewundert.

Beim Eurostar wird aber, wie auch beim spanischen Pendant, nur das Gepäck durchleuchtet. Diese "Sicherheitskontrolle" ist wohl kaum mit der von Dir beschriebenen Kontrolle am chinesischen Bahnhof und schon gar nicht mit der Sicherheitskontrolle am Flughafen vergleichbar.

Elektronische Geräte auf das chinesische Zulassungszeichen zu prüfen ist schon sehr kleinlich.

Zumal ja ein CE-Zeichen drauf war, aber damit konnte das dortige Personal vermutlich nichts anfangen. Da Akkus gerne mal anfangen zu brennen, kann ich diese Kleinlichkeit schon ein Stück weit nachvollziehen, andere Beförderer verbieten den Transport bestimmter Akkus gleich von vornherein; Prüfsiegel hin oder her.

Selbstmord aus Angst vorm Tod?

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 27.09.2026, 19:15 (vor 17 Tagen) @ Tabernaer
bearbeitet von J-C, Sonntag, 27.09.2026, 19:17

Wenn das so einfach wäre, warum hört man nicht davon, wie das ständig passiert?

Und was spricht dagegen, solche extremen Randfälle in Kauf zu nehmen, wenn man im Gegenzug ohne jegliche Barrieren direkt zum Zug kommt? Sonst müssten wir es konsequent durchziehen, dann muss man es auch beim Regionalverkehr, in der U-Bahn, im Bus stets eine Sicherheitskontrolle durchführen, weil da die Risiken ja größer sind.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Irrwitzige Kontrollen am Bahnhof in China

JeDi, überall und nirgendwo, Sonntag, 27.09.2026, 19:44 (vor 17 Tagen) @ Tabernaer

Beim Zug wäre es in DE ein leichtes, eine Kofferbombe iwo im Zug zu platzieren und auf einer Brücke oder einem Tunnel bei Vmax zu zünden oder gleich in einem großen Bahnhof. Da richtet man dann mit minimal Aufwand maximal Schaden an.

Wer das will findet aber so oder so Wege. Der 11. September ist ja eben trotz Sicherheitskontorllen passiert, und nicht weil es keine gegeben hätte.

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Weg mit dem 4744!

Irrwitzige Kontrollen am Bahnhof in China

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Sonntag, 27.09.2026, 20:54 (vor 17 Tagen) @ JeDi

Nunja,ich sag mal so. Die Sicherheotskontrollen vor 09-11 waren wesentlich entspannter und bei weitem nicht so streng, wie danach. Da wundert es mich nicht, das 09-11 passiert ist. Vorher konnte man z.B. auf Langstrecke easypeasy mal eben ins Cockpit umd schauen, was die 2 oder 3 da vorn so alles treiben. Ist mir nach 09-11 bis heute verwehrt worden.
Und zum Thema Randerscheinungen - solange ICH nicht betroffen bin, sondern eben J.C. dann bittesehr. Ich hänge an meiner Existenz und würde gern noch nen paar Jährchen dran hängen. Wenn das J.C. anders sieht, dann ist es seine Entscheidung. Es gibt genügend Vertetrer beider Seiten. Wie möchtest Du diese 2 Seiten vor Beginn der Reise trennen? Ggf kommt dann auf das Transportunternehmen eine wahnsinns Schadenersatzklage zu.
Dann lieber Kontrolle und etwas sicherer als einfach ohne Ticket einsteigen und dann mit dem Schaffner ewig rumdiskutieren, warum man den extrem günstigen Superdupersparpreis nicht mehr bekommt. Wenn man beim Einstieg kontrolliert wird, hat man während der Reise seine Ruhe. Von gelegentlichen Störungen wegen Service am Platz durch die Minibar mal abgesehen. Auch eine Überfüllung der Züge kann man damit ausschließen. Wenn 100% verkauft ist Ende Gelände.
So zumindest mal meine Meinung.

Irrwitzige Kontrollen am Bahnhof in China

J-C, In meiner Welt, Sonntag, 27.09.2026, 21:20 (vor 17 Tagen) @ Tabernaer
bearbeitet von J-C, Sonntag, 27.09.2026, 21:22

Und wenn an der Kontrolle was schiefgeht, man eh einen knappen Anschluss wegen Verspätung hat und es einzig die Kontrolle ist, die eine Mitfahrt mit gültigem Ticket letztlich verhindert?

Ich hatte das in Marseille, wo das Gleis zu spät bekanntgegeben wurde und die Kontrolle war dann der Grund, wieso der Zug ohne mich abfuhr.

Willst du das?

Bei deiner Risikobewertung solltest du eigentlich gar nicht mehr das Haus verlassen und wärst nichtmal zu Hause sicher. Jeden einzelnen Tag nehmen wir lebensbedrohliche Risiken in Kauf, ohne darüber nachzudenken.

Das Bahnfahren unnötig zu erschweren, weil ja irgendwie irgendwann irgendwo was sein könnte, sorry dafür fehlt mir mein Verständnis.

Im Gegenteil bin ich davon überzeugt, dass der Frust darüber ganz neue Konflikte schüren kann.

Und ein Zug ist verdammt nochmal kein Flugzeug. Wenn was ist, kann man jederzeit die Notbremse ziehen und den Zug zum Stehen bringen. Das kriegst du schonmal nicht so leicht hin im Flieger.

Außerdem, versuch mal einen 13-Wagen ICE als Terrorist unter deine Kontrolle zu bringen. Nein, ich bin kategorisch dagegen, aus irgendwelchen sinnlosen Ängsten heraus das Leben unnötig zu verkomplizieren. Vor allem, wenn am Ende die Bombe dann nicht im Koffer platziert wird, sondern dann gleich im Gleis.

Was dann, alle Strecken einzäunen mit Elektrozäunen? Und wie dann evakuieren? Tja, vergiss es.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Die Frage nach dem warum

Bahne aus Leidenschaft, Sonntag, 27.09.2026, 21:35 (vor 17 Tagen) @ Tabernaer

Statt sich über irrwitzige Kontrollen aufzuregen, sollte man lieber mal drüber nachdenken WARUM solche strengen Kontrollen notwendig sind.

Ja warum denn? Wie viele Attentat gibt es denn und rechtfertigt das den Aufwand und die Beeinträchtigung der Allgemeinheit? 100 % Sicherheit kann man nie haben, selbst im eigenen Haushalt können Unfälle passieren.
das so?)erleben.

Beim Zug wäre es in DE ein leichtes, eine Kofferbombe iwo im Zug zu platzieren und auf einer Brücke oder einem Tunnel bei Vmax zu zünden oder gleich in einem großen Bahnhof. Da richtet man dann mit minimal Aufwand maximal Schaden an.
Versuch das gleiche mal in China...

Wie oft passiert das denn in Deutschland? Ich denke, in China dürfte ein wichtiger Grund für die Kontrollen sein, dass es sich um einen irrsinnigen Überwachungsstaat handelt. Schon als ich 2012 zuletzt dort war, waren die Hauptstraßen voller Kamerabrücken. Bei dem heutigen Stand der Technologie will ich wir den Überwachungsgrad gar nicht vorstellen.


Gerade letzte Woche hatte ich das zweifelhafte Vergnügen meiner ersten Fahrt im Eurostar mit dessen ätzenden Sicherheitskontrollen. Da baut man für paar Milliarden eine NBS in die Landschaft, um einige Minuten zu sparen und lässt dann die Fahrgäste 1,5 h vorher antanzen. Ich nehme mal an, die Fahrt durch den Eurotunnel ist der Grund für dafür, aber nach der Logik müsste die SBB auch solche Kontrollen bei den Gotthardzügen durchführen, worauf sie zum Glück verzichtet.
Man muss Eurostar allerdings zu Gute halten, dass der eigentliche Flaschenhals nicht die Sicherheits-, sondern die Passkontrolle war, wobei ich mich auch da frage, ob die nicht während der Fahrt möglich wäre oder die doofen Insulaner nicht einfach nachdem Schweizer Vorbild Schengen beitreten könnten. Ich weiß wohl, warum ich privat nie Urlaub dort mache.

Das andere Beispiel für Sciherheitskontrollen in Europa ist Renfe und auch da finde ich sie unlogisch. Ja, in Spanien gab es 2004 üblen Terroranschläge in Zügen, allerdings waren das Madrider S-Bahnzüge. Die Kontrollen finden jetzt aber im Fernverkehr statt. Kann mir jemand die Logik dahinter erklären?
Des Weiteren ist mir hier eine starke Inkonsistenz bei den Kontrollen aufgefallen: in Madrid sehr streng, auf dem Land z. B. in Cuenca,, fühlen Jorge und Juan eher in ihrem Plausch gestört und winken einen nach oberflächlicher Begutachtung durch.

Viele Grüße
Eric

Nur dass die Kontrollen nutzlos sind

Höllentalbahn, Dienstag, 29.09.2026, 14:34 (vor 15 Tagen) @ Tabernaer

In den USA erwischt die TSA bei Stichproben 80% aller verbotenen Gegenstände nicht in der Sicherheitskontrolle.
Das ist einfach nur nutzloses Theater, damit die Leute sich sicher fühlen.

abc News - TSA fails most tests in latest undercover operation at US airports

Nur dass die Kontrollen nutzlos sind

Aphex Twin, Dienstag, 29.09.2026, 15:32 (vor 15 Tagen) @ Höllentalbahn

In den USA erwischt die TSA bei Stichproben 80% aller verbotenen Gegenstände nicht in der Sicherheitskontrolle.
Das ist einfach nur nutzloses Theater, damit die Leute sich sicher fühlen.

abc News - TSA fails most tests in latest undercover operation at US airports

Und wie hoch ist die Quote bei Schusswaffen? Die Kontrollen halten bei bestimmten Gegenständen schon die große Mehrheit zurück. Und damit erfüllen sie das Teilziel einer Reduktion solcher Gegenstände. Aber gefühlte Sicherheit ist auch ein Ziel der Kontrollen.

Nur dass die Kontrollen nutzlos sind

Höllentalbahn, Mittwoch, 30.09.2026, 00:05 (vor 15 Tagen) @ Aphex Twin

Steht nicht im Artikel, nur "Explosives and Weapons", damit wird vermutlich eher nicht dass Schweizer Taschenmesser gemeint sein

Nur dass die Kontrollen nutzlos sind

Aphex Twin, Mittwoch, 30.09.2026, 09:20 (vor 15 Tagen) @ Höllentalbahn

Steht nicht im Artikel, nur "Explosives and Weapons", damit wird vermutlich eher nicht dass Schweizer Taschenmesser gemeint sein

Dieser Artikel lässt eine Quote von rund 50% für Handfeuerwaffen vermuten.

Nur dass die Kontrollen nutzlos sind

Alter Köpenicker, BSPF, Mittwoch, 30.09.2026, 09:52 (vor 15 Tagen) @ Aphex Twin

Meiner Erfahrung nach muss man einfach mehrere Exemplare der verbotenen Gegenstände, die man ins Flugzeug mitnehmen möchte, mitführen und bereit sein, einige davon zu opfern. Mir ist das schon öfter mit Feuerzeugen so gegangen: Als ich noch geraucht habe, hatte ich immer sehr viele davon dabei, in der Hosentasche und im Rucksack verteilt - so genau wusste ich gar nicht die genaue Anzahl und wo sie sich überall verbergen. Bei der Sicherheitskontrolle wurden dann immer nur die offen in der Wanne liegenden Feuerzeuge aus der Hosentasche moniert und aussortiert. Die im Rucksack, der unmittelbar daneben auf derselben Wanne stand, haben niemanden interessiert, Hauptsache, man hatte keinen Gürtel um - das scheint am allerwichtigsten zu sein, um den Parcours zu meistern. Vergisst man nämlich in der Hektik den Gürtel abzumachen, muss man zur Strafe noch einmal durch die Kontrolle, diesmal jedoch auch noch ohne Schuhe. Ähnlich skurrile Situationen habe ich auch schon mit offenbar gefährlichem Tubenkäse aus Schweden erlebt.

Im Flieger halt doch anders als im Zug

J-C, In meiner Welt, Mittwoch, 30.09.2026, 09:57 (vor 15 Tagen) @ Aphex Twin
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 30.09.2026, 09:58

Ich fliege nicht allzu oft, mein letzter Flug müsste vor 2 Jahren gewesen sein.

Allerdings war 9/11 ja durch eine Flugzeugentführung ursprünglich verursacht. Das wird ja durch die nun wesentlich striktere Trennung des Cockpits vom Rest des Flugzeugs weitgehend unterbunden. Die Sicherheitskontrollen spielen da keine so große Rolle. Vermutlich wollte man wirksam zeigen, dass es nun sooo viel
sicherer ist zu fliegen. Dabei wird die Sicherheit am allermeisten durch Dinge hergestellt, die der Fluggast normalerweise gar nicht mitbekommt.

Geiselnahmen im Zug gab es übrigens auch schonmal - vor 50 Jahren zum Beispiel
https://de.wikipedia.org/wiki/Geiselnahme_in_Wijster

Nur wird man da halt eher nicht danach rufen, jetzt die richtig scharfen Sicherheitskontrollen am Bahnhof einzuführen für sämtliche Züge. Weil man mit einem Zug keinen so großen Schaden anrichten kann, wie beim Flieger. Der ist ja an sich an eine Schiene gebunden.

Und ich hatte auch kein mulmiges Gefühl dabei, als ich 50 Jahre später dieselbe Strecke auch selbst im Regionalzug oder Fernzug befahren würde.

Die Wahrscheinlichkeit selbst von solch einem Ereignis tatsächlich irgendwie direkt betroffen zu sein, war vor 9/11 schon sehr gering und ist jetzt halt ein bisschen geringer.

Aber ob‘s 0,0001% oder 0,000001% Wahrscheinlichkeit ist, das macht jetzt nicht den Unterschied. Egal wie sehr die Medien dann über sowas berichten.

Murphy‘s Law interessiert sich sowieso nicht für Wahrscheinlichkeiten, da kann man ab einem Punkt sagen, dass man gut genug ist in Sachen Sicherheit und man irgendwo auch es gut sein lassen kann.

Wir nehmen jeden Tag viel ärgere Gefahren nonchalant in Kauf, ohne es überhaupt im Sinn zu haben, aber bei sowieso schon sehr sicheren Dingen wie Fliegen oder Bahnfahren kriegen wir Angst? Please…

Ist ja auch beim Thema „Angsträume“ ein Ding. Leute haben da Angst, obwohl es so sicher oder unsicher ist wie an allen anderen Orten ist.

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky

Im Flieger halt doch anders als im Zug

Alter Köpenicker, BSPF, Mittwoch, 30.09.2026, 10:08 (vor 15 Tagen) @ J-C

Geiselnahmen im Zug gab es übrigens auch schonmal - vor 50 Jahren zum Beispiel
https://de.wikipedia.org/wiki/Geiselnahme_in_Wijster

Es wurden auch viele Postkutschen überfallen. Dennoch kam niemand auf die Idee, die Passagiere vor dem Zustieg einen Gängel-Parcours absolvieren zu lassen.

Im Flieger halt doch anders als im Zug

Waldbahn, Mittwoch, 30.09.2026, 10:28 (vor 15 Tagen) @ Alter Köpenicker

Hi

Ein Whataboutism Argument. Die Gesetze in Deutschland zur Luftsicherheit gibt es seit fast 60 Jahren, also lange vor 9/11. Da wurden die nochmals verschärft.

"Als Ende der sechziger Jahre international vermehrt Flugzeugentführungen vorfielen, drängte die Bundesregierung zu vorbeugenden Maßnahmen. Eine gesetzliche Grundlage gab es damals aber noch nicht. Die Landshut-Entführung 1977 erhöhte das Bewusstsein für Luftsicherheit und führte einige Jahre später zum Gesetz der Zivilluftfahrt. Das Gesetz besagte, dass die Kontrolle von Passagieren und Gepäck von den Ländern durchgeführt werden muss, die auch den größten Teil der Kosten zu tragen haben. Die Hauptbestandteile der Kontrollen dürfen nicht an private Unternehmen ausgegliedert werden um hohe Standards zu gewährleisten und Preiswettkämpfe auszuschließen. Seit 1980 werden alle Passagiere und das gesamte Handgepäck durchleuchtet bzw. durchsucht. Nach dem Lockerbie-Anschlag 1988 wurde der Anteil des kontrollierten Gepäcks fortlaufend erhöht und seit Ende 2002 wird das aufgegebene Gepäck ohne Ausnahmen vollständig überprüft.

Flughafensicherheit

--
Gruß
Waldbahn

Irrwitzige Kontrollen am Bahnhof in China

zettelbox, Montag, 28.09.2026, 09:43 (vor 17 Tagen) @ Mike65
bearbeitet von zettelbox, Montag, 28.09.2026, 09:46

Ich bin geschäftlich viel in Asien unterwegs, und auch öfter mal mit dem Zug. Ich kann deine Eindrücke im Wesentlichen bestätigen.

Das Zugfahren in Asien insgesamt ist in der Realität nicht ganz so rosarot, wie es hier oftmals wahrgenommen wird. In China nicht, und in Japan auch nicht.

Ob man Kontrollen beim Zugfahren überhaupt benötigt, dazu kann man sicher lange streiten, wie hier ja auch schon getan wird. Den Vergleich zu Flugzeugen finde ich schwierig, denn der 11.09. hat doch gezeigt, was da passieren kann (und nein, die damaligen Sicherheitskontrollen sind mit den heutigen nicht ansatzweise zu vergleichen, der 11.09. hat hinsichtlich der Sicherheitsvorschriften alles verändert und der 11.09. würde heute an zig Stellen scheitern).

Das Problem der Kontrollen in China ist in der Tat, dass sie maximal willkürlich sind. Gerade wenn ich durch Asien reise und dementsprechend mein ganzes Gepäck dabei habe, ist das häufig wild. Elektronische Geräte, und insbesondere Sprays sind ständig ein Problem. Ich reise oft mit lokalen Geschäftspartnern, die den Sicherheitskonrollen dabei auch mal recht klare Ansagen machen und plötzlich darf ich meine Powerbanks oder auch mal mein Deo-Spray dann doch mitnehmen. Als Tourist ohne lokale Begleitung hat man da aber keine Chance und ist der Willkür des kontrollierenden Personals unterworfen.

Der ganze Prozess in China ist viel komplizierter, beginning bei der Reservierungspflicht, verknüpfung auf das Reisedokument/Reisepass bei Touristen, Einlasskontrolle in das Bahnhofsgebäude, und dann erneute Zulassungsbeschränkungen zum Bahnsteig, wo jeweils nur für den jeweils nächsten Zug die Fahrgäste zugelassen werden. Und Auslasskontrollen gibt es bei einigen Bahnhöfen ebenfalls, wo ich dann ständig Probleme mit meinem deutschen Reisepass habe und teilweise lange rufen und warten muss, bis Personal mit rauslässt.

In Japan läuft es im Wesentlichen entspannter, aber diese Geschichten, dass es nahezu keine Verspätungen gäbe, sind insbesondere außerhalb des Shinkanzen-Verkehrs totaler Quatsch. Es gibt verspätete und ausfallende Züge, platzende Anschlüsse, schwierige Kommunikation (insbesondere dann keine Durchsagen auf Englisch), und so weiter. Was auch nicht weiter verwunderlich ist, denn auch in Japan gibt es mal defekte Infrastruktur, einen defekten Zug und insbesondere viel mehr als bei uns: Umweltkatastrophen durch Erdgeben und Überflutungen. Es läuft trotzdem natürlich viel besser als in Deutschland, aber keineswegs so absurd perfekt, wie es hier häufig dargestellt wird.

Irrwitzige Kontrollen am Bahnhof in China

danielausberlin, Montag, 28.09.2026, 18:04 (vor 16 Tagen) @ zettelbox

Das Problem der Kontrollen in China ist in der Tat, dass sie maximal willkürlich sind. Gerade wenn ich durch Asien reise und dementsprechend mein ganzes Gepäck dabei habe, ist das häufig wild.

Alles in allem gute Gründe, da niemals hinzufahren.

Irrwitzige Kontrollen am Bahnhof in China

Der Blaschke, Bissendorf-Wissingen, Montag, 28.09.2026, 21:38 (vor 16 Tagen) @ danielausberlin

Hey.

Alles in allem gute Gründe, da niemals hinzufahren.


Ooch, da könnte manch echter Bahnfanfuzzyfreak vielleicht mal Sozialpunkte sammeln ... Bzw das erstmal mühselig lernen ...


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

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