GDL Streik wird kommen (Allgemeines Forum)

nscharrn, IC 2152, Dienstag, 14.11.2023, 16:20 (vor 249 Tagen)

Fällt das überhaupt auf?

462 001, Taunus, Dienstag, 14.11.2023, 17:13 (vor 249 Tagen) @ nscharrn

Ob die Züge nun gar nicht oder stark verspätet kommen ist dem Beförderungsfall doch egal...

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Von mir besuchte Bahnhöfe
- Deutschland: 1480 (+7)
- Eu. Ausland: 664 (+0)

Stand: 26.05.2024

Fällt das überhaupt auf? - Kaum

Radar, Dienstag, 14.11.2023, 21:34 (vor 248 Tagen) @ 462 001

Ich muss mich mal auskotzen. Passt dann ganz gut hier hin.
Übliche Verbindung:
Langen - RB - FFM - ICE824 - Düsseldorf - S11 - D-Flughafen Terminal
1. Änderung: S11 hat kein Personal, jede dritte Fahrt fällt bis zum Fahrplanwechsel aus, natürlich die mit dem Anschluss von/nach Frankfurt
2. Änderung: ICE824 fährt für ein paar Wochen nicht (weiß jemand warum?). Also gut, halbe Stunde länger geschlafen, neue Verbindung mit ICE220. Reservierung nicht möglich, weil ausgebucht.
3. Änderung: Der ICE220 fährt heute doch nicht. Alternative Verbindung ICE9496 Richtung Brüssel, in Siegburg umsteigen in ICE1014 nach Düsseldorf. ICE9496 ist nicht reservierbar. Kleine Recherche zeigt, dass man natürlich auch in F-Flughafen umsteigen kann, also mal einen Platz im ICE1014 reserviert.
3. Änderung: In Langen kommt die RB von 06:39 kurz vor der planmäßigen Zeit des nächsten Zuges (07:07), also einsteigen, man kann ja nie wissen. Natürlich ist dann auch der 07:07 Uhr-Zug verspätet (8 Minuten), wird aber bis kurz vor der tatsächlichen Ankunft als pünktlich angezeigt. Dann kommt die Nachricht "Anschluss voraussichtlich nicht erreichbar". Ach ja, Anschluss. Der müsste ja langsam mal auf Gleis 6 kommen, wenn die Abfahrt in drei Minuten ist. Um 07:28 fährt aber kein ICE, der ist ja auch noch nicht da. Steht aber auf der Anzeige. Es kommt: RE85. Auf der Anzeige steht immer noch ICE9496. Da der RE um 07:38 fahren soll, könnte das mit einer pünktlichen Abfahrt des 9496 knapp werden. Aber vielleicht hat der sich woanders versteckt? Ist aber nirgendwo zu sehen, also die Auskunft aufgesucht (ohne Wartezeit!). Dem Kollegen versichert, dass auf Gleis 6 kein ICE steht. Er hat dann gute 10 Minuten telefoniert, bis er wusste, wo der ICE9496 ist (irgendwo bei Niederrad, aber er kommt jetzt). Alles klar, das wird also nichts.
4. Änderung: ICE822 gebucht und lieber in Frankfurt in die Lounge als irgendwann am Flughafen oder in Siegburg rumzustehen. Abfahrt zu dieser Zeit noch fast pünktlich angezeigt. In der Lounge dann zugeschaut, wie die Ankunftzeit von 08:04 langsam Richtung 08:15 steigt. Kann mir übrigens jemand sagen, warum planmäßig der Aufenthalt 5 Minuten beträgt und bei einer Verspätung dann gleich mal auf 7 Minuten hochgeht?
Am Ende dann mit +15 abgefahren. Interessant nur, dass die ganze Zeit pünktliche Ankunft 10:04 in Düsseldorf angezeigt wird, auch als in Siegburg die Verspätung immer noch 15 Minuten beträgt. Aber gut, normalerweise kommt er planmäßig 09:40 an. So langsam klärt sich das auf: Zusätzlicher Halt in Siegburg, dann über die Südbrücke nach Köln und Halt in K-HBF anstelle direkt nach K-Deutz.
Aber auch das funktioniert nicht. Stop-and-go und irgendwann die Durchsage, dass wegen einer Suiziddrohung vorläufig mit 35 Minuten Verspätung gerechnet wird. Ein Bahnkunde?
Die 35 Minuten waren dann immerhin eine gute Schätzung. Ankunft Düsseldorf um 10:41 und dank guter Startposition und einem Sprint zu Gleis 13 noch um wenige Sekunden die S11 erreicht. Muss ja auch mal etwas klappen.
Endstand: +80
Rückfahrt wegen Streik dann wohl erst Freitag statt Donnerstag.

Viele Grüße
Radar
BC100F

Fällt das überhaupt auf? - Kaum

EK-Wagendienst, EGST, Dienstag, 14.11.2023, 21:38 (vor 248 Tagen) @ Radar

Ich muss mich mal auskotzen. Passt dann ganz gut hier hin.
Übliche Verbindung:
Langen - RB - FFM - ICE824 - Düsseldorf - S11 - D-Flughafen Terminal
1. Änderung: S11 hat kein Personal, jede dritte Fahrt fällt bis zum Fahrplanwechsel aus, natürlich die mit dem Anschluss von/nach Frankfurt

....

Endstand: +80


Ja es gibt dann 15€ zurück

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

GDL Streik wird kommen

Timo Humpert, Dienstag, 14.11.2023, 17:29 (vor 249 Tagen) @ nscharrn

Verdammt ich fahre seit Jahren kein Bahn mehr bin aber in den nächsten 2 Wochen auf die in NRW angewiesen wenn auch nur mit NationalExpress bzw. Eurobahn
Die Moblitätsgarantie NRW entfällt bei Streik

GDL Streik wird kommen

rainman51, Paderborn, Dienstag, 14.11.2023, 17:37 (vor 249 Tagen) @ Timo Humpert

Verdammt ich fahre seit Jahren kein Bahn mehr bin aber in den nächsten 2 Wochen auf die in NRW angewiesen wenn auch nur mit NationalExpress bzw. Eurobahn
Die Moblitätsgarantie NRW entfällt bei Streik

Die Privatbahnen werden fahren. Solange Sie nicht zu Transdev gehören, da soll ja auch gestreikt werden.

Die Eurobahn fällt übrigens auch so ständig aus, wegen Personalmangel. Da muss keiner streiken.

Nationalexpress mit RE 11 und so weiter ist auch ständig hoch verspätet.

GDL Streik wird kommen

Timo Humpert, Dienstag, 14.11.2023, 17:47 (vor 249 Tagen) @ rainman51
bearbeitet von Timo Humpert, Dienstag, 14.11.2023, 17:48

Was die Ausfälle kann ich so bestätigen. Es kommt halt drauf an was als Grund angegben wird um die Mobilitätsgarantie aufrecht zu erhalten.

GDL Streik wird auch Fdl einschließen

ffz, Dienstag, 14.11.2023, 17:53 (vor 249 Tagen) @ rainman51

Hallo,

es sind auch die Fdl die in der GDL organisiert sind, zum Streik aufgerufen. Demnach werden je nach dem auch die EVU nicht fahren können, die nicht zu Transdev oder zur DB AG gehören. Wenn keiner mehr da ist der die Signal auf Fahrt stellt kann auch kein Zug fahren.

Gruß

GDL Streik wird auch Fdl einschließen

mrhuss, FKON, Donnerstag, 16.11.2023, 19:18 (vor 247 Tagen) @ ffz

es sind auch die Fdl die in der GDL organisiert sind, zum Streik aufgerufen.

Dass das besonders viele sind, ist aber eher Wunschdenken des Gewerkschaftsführers.

GDL Streik wird auch Fdl einschließen

Christian_S, Donnerstag, 16.11.2023, 21:01 (vor 246 Tagen) @ mrhuss

Dass das besonders viele sind, ist aber eher Wunschdenken des Gewerkschaftsführers.

Besonders viele vielleicht nicht, aber allein heute hat man gesehen, dass ein paar an neuralgischen Stellen schon reichen ...

GDL Streik wird kommen

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 14.11.2023, 19:29 (vor 249 Tagen) @ rainman51

Die Privatbahnen werden fahren. Solange Sie nicht zu Transdev gehören, da soll ja auch gestreikt werden.

Und solange zufällig Fdl da sind. Das ist ja auch ganz ohne Streik ein Thema.

Die Eurobahn fällt übrigens auch so ständig aus, wegen Personalmangel. Da muss keiner streiken.

Wenn’s danach geht bei Regio auch nicht.

--
Weg mit dem 4744!

BR meldet morgen 20 Std Streik ab 22h

Nordy, Dienstag, 14.11.2023, 18:12 (vor 249 Tagen) @ nscharrn

BR meldet morgen 20 Std Streik ab 22h

EDO, Dienstag, 14.11.2023, 18:17 (vor 249 Tagen) @ Nordy

Ja, Streikaufruf von Mittwoch, 15.11., 22 Uhr bis Donnerstag, 16.11., 18 Uhr bei DB Cargo, DB Fernverkehr, DB Regio, DB Regio Netz, S-Bahnen Berlin u. Hamburg, Start Deutschland

"Der Arbeitgeber war nicht bereit...

EDO, Dienstag, 14.11.2023, 18:18 (vor 249 Tagen) @ EDO

... ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen."

BR meldet morgen 20 Std Streik ab 22h

Timo Humpert, Dienstag, 14.11.2023, 18:28 (vor 249 Tagen) @ Nordy

Streik der Gewerkschaft GDL RE - Linien
Beginn: 17.11.2023, 00:00 Ende: 19.11.2023, 03:00
Aufgrund des Streiks der Gewerkschaft GDL kommt es zu massiven Fahrplanänderungen im Fern-, Regional- und S-Bahnverkehr. Nach aktuellem Stand wird bis mindestens XXX kein/bzw. stark eingeschränkter Zugverkehr stattfinden.

In der folgenden Übersicht finden Sie die Änderungen im Detail.

Folgende Linien verkehren eingeschränkt:

RE 2: Die Züge verkehren nur zwischen Osnabrück Hbf und Münster(Westf) Hbf

Folgende Linien verkehren nicht:

RE 8: Mönchengladbach Hbf - Koblenz Hbf

RE 9: Aachen - Siegen

RE 12 / 22: Euskirchen - Köln

RE 16: Essen Hbf - Iserlohn Hbf, ein Schienenersatzverkehr zwischen Letmathe - Hagen - Bochum ist eingerichtet.

RE 42: Münster - Essen ( der Langtakt mit der Relation Münster - Mönchengladbach verkehrt)

RE 49: Wuppertal - Wesel

RE 57: Winterberg / Brilon - DortmundFolgende Linien verkehren weiterhin:

RE 17: Hagen - KasselDie Züge verkehren weiterhin zwischen Hagen und Bestwig

RE 34: Dortmund - SiegenDie Züge verkehren weiterhin

RE 42: Münster - MönchengladbachDie Züge verkehren weiterhin

Eine Übersicht der Lagepläne des Schienenersatzverkehrs finden Sie auf Bahnhof.de

BR meldet morgen 20 Std Streik ab 22h

ICE-TD, Dienstag, 14.11.2023, 18:54 (vor 249 Tagen) @ Timo Humpert

Streik der Gewerkschaft GDL RE - Linien
Beginn: 17.11.2023, 00:00 Ende: 19.11.2023, 03:00
Aufgrund des Streiks der Gewerkschaft GDL kommt es zu massiven Fahrplanänderungen im Fern-, Regional- und S-Bahnverkehr. Nach aktuellem Stand wird bis mindestens XXX kein/bzw. stark eingeschränkter Zugverkehr stattfinden.

In der folgenden Übersicht finden Sie die Änderungen im Detail.

Folgende Linien verkehren eingeschränkt:

RE 2: Die Züge verkehren nur zwischen Osnabrück Hbf und Münster(Westf) Hbf

Folgende Linien verkehren nicht:

RE 8: Mönchengladbach Hbf - Koblenz Hbf

RE 9: Aachen - Siegen

RE 12 / 22: Euskirchen - Köln

RE 16: Essen Hbf - Iserlohn Hbf, ein Schienenersatzverkehr zwischen Letmathe - Hagen - Bochum ist eingerichtet.

RE 42: Münster - Essen ( der Langtakt mit der Relation Münster - Mönchengladbach verkehrt)

RE 49: Wuppertal - Wesel

RE 57: Winterberg / Brilon - DortmundFolgende Linien verkehren weiterhin:

RE 17: Hagen - KasselDie Züge verkehren weiterhin zwischen Hagen und Bestwig

RE 34: Dortmund - SiegenDie Züge verkehren weiterhin

RE 42: Münster - MönchengladbachDie Züge verkehren weiterhin

Eine Übersicht der Lagepläne des Schienenersatzverkehrs finden Sie auf Bahnhof.de

Das passt aber nicht mit dem Gerät des Streiks zusammen.

total überzogen und unverhältnismäßig

Waldbahn, Dienstag, 14.11.2023, 18:56 (vor 249 Tagen) @ Nordy

- kein Text -

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Gruß
Waldbahn

Nicht mal Titelthema bei BILD online. Wie peinlich ...

Der Blaschke, Dienstag, 14.11.2023, 19:53 (vor 248 Tagen) @ Nordy

Huhu.

Irgendwo unter ferner liefen findet sich die Meldung.

An nem Donnerstag Mitte November streiken - was n Unsinn. Und dann für 20 Std oder so. Noch größerer Unsinn.

Aber wer stört sich schon dran? Wen juckt es?

Schöne Grüße von jörg

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"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Mal schauen, wie lange der dbb…

mrhuss, FKON, Dienstag, 14.11.2023, 19:49 (vor 248 Tagen) @ nscharrn

… als Dachgewerkschaft der GDL sich dieses Treiben so ansieht. Die dürfen nämlich einen Großteil des Streikgelds bezahlen. Gerüchten zufolge hat es bei der letzten Runde schon einige Austritte bei anderen dbb-Gewerkschaften gegeben, weil deren Mitglieder nicht finanzieren wollen, dass sich Weselsky auf Kosten anderer ein Denkmal setzt. Abgesehen davon, dass es sich einfach nicht gehört, die Belegschaft im eigenen Unternehmen so zu spalten wie er es tut. Mit seinen dauernden Attacken gegen die EVG bezeichnet er doch mehr oder weniger direkt deren Mitglieder, mithin also die eigenen Kollegen, als Idioten. Das Verständnis bei der allgemeinen Bevölkerung ist sowieso bei Null. Wohlgemerkt, nicht das Verständnis für die Eisenbahner, sondern das für den Gewerkschaftsführer.

Mal schauen, wie lange der dbb…

Christian_S, Dienstag, 14.11.2023, 20:43 (vor 248 Tagen) @ mrhuss

… als Dachgewerkschaft der GDL sich dieses Treiben so ansieht. Die dürfen nämlich einen Großteil des Streikgelds bezahlen. Gerüchten zufolge hat es bei der letzten Runde schon einige Austritte bei anderen dbb-Gewerkschaften gegeben, weil deren Mitglieder nicht finanzieren wollen, dass sich Weselsky auf Kosten anderer ein Denkmal setzt. Abgesehen davon, dass es sich einfach nicht gehört, die Belegschaft im eigenen Unternehmen so zu spalten wie er es tut. Mit seinen dauernden Attacken gegen die EVG bezeichnet er doch mehr oder weniger direkt deren Mitglieder, mithin also die eigenen Kollegen, als Idioten. Das Verständnis bei der allgemeinen Bevölkerung ist sowieso bei Null. Wohlgemerkt, nicht das Verständnis für die Eisenbahner, sondern das für den Gewerkschaftsführer.

Anderen Gerüchten zufolge, die mir großteils persönlich bekannt sind sollen aber nach dem letzten EVG-Tarifabschluss auch so einige enttäuschte Mitarbeiter - vor allem aus den beim EVG-Abschluss vernachlässigten Gehaltsgruppen - zur GDL gewechselt sein.

Mal schauen, wie lange der dbb…

Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 14.11.2023, 22:50 (vor 248 Tagen) @ Christian_S

… als Dachgewerkschaft der GDL sich dieses Treiben so ansieht. Die dürfen nämlich einen Großteil des Streikgelds bezahlen. Gerüchten zufolge hat es bei der letzten Runde schon einige Austritte bei anderen dbb-Gewerkschaften gegeben, weil deren Mitglieder nicht finanzieren wollen, dass sich Weselsky auf Kosten anderer ein Denkmal setzt. Abgesehen davon, dass es sich einfach nicht gehört, die Belegschaft im eigenen Unternehmen so zu spalten wie er es tut. Mit seinen dauernden Attacken gegen die EVG bezeichnet er doch mehr oder weniger direkt deren Mitglieder, mithin also die eigenen Kollegen, als Idioten. Das Verständnis bei der allgemeinen Bevölkerung ist sowieso bei Null. Wohlgemerkt, nicht das Verständnis für die Eisenbahner, sondern das für den Gewerkschaftsführer.


Anderen Gerüchten zufolge, die mir großteils persönlich bekannt sind sollen aber nach dem letzten EVG-Tarifabschluss auch so einige enttäuschte Mitarbeiter - vor allem aus den beim EVG-Abschluss vernachlässigten Gehaltsgruppen - zur GDL gewechselt sein.

Das ganze liest sich wie eine Geschichte aus einem Kindergarten.

Mal anders gefragt „muss“ man als DB Baher oder eines anderen EVU überhaupt in einer Gewerkschaft sein?

Mal schauen, wie lange der dbb…

VT 609, Dienstag, 14.11.2023, 23:29 (vor 248 Tagen) @ Reservierungszettel

Mal anders gefragt „muss“ man als DB Baher oder eines anderen EVU überhaupt in einer Gewerkschaft sein?

Nein, Pflicht gibt es keine. Es kann einem ja niemand vorschreiben, von welcher Gewerkschaft man sich zu vertreten lassen hat. Wir sind ja nicht in der DDR, wo es de facto Pflicht war, den Massenorganisationen beizutreten.

Mal schauen, wie lange der dbb…

Christian_S, Mittwoch, 15.11.2023, 06:39 (vor 248 Tagen) @ Reservierungszettel

Mal anders gefragt „muss“ man als DB Baher oder eines anderen EVU überhaupt in einer Gewerkschaft sein?

Natürlich nicht. Ich z.B. bin seit rund 12 Jahren in keiner Gewerkschaft mehr. Kenne aber auch so einige, die sich nach dem EVG-Anschluss, der für sie bzw ihre Gehaltsstufe enttäuschend war, der GDL angeschlossen haben.

...oder ganz ausgetreten sind ;)

Matze86, München, Mittwoch, 15.11.2023, 07:20 (vor 248 Tagen) @ Christian_S

- kein Text -

Mal schauen, wie lange der dbb…

heinz11, Dienstag, 14.11.2023, 21:57 (vor 248 Tagen) @ mrhuss

… als Dachgewerkschaft der GDL sich dieses Treiben so ansieht. Die dürfen nämlich einen Großteil des Streikgelds bezahlen. Gerüchten zufolge hat es bei der letzten Runde schon einige Austritte bei anderen dbb-Gewerkschaften gegeben, weil deren Mitglieder nicht finanzieren wollen, dass sich Weselsky auf Kosten anderer ein Denkmal setzt. Abgesehen davon, dass es sich einfach nicht gehört, die Belegschaft im eigenen Unternehmen so zu spalten wie er es tut. Mit seinen dauernden Attacken gegen die EVG bezeichnet er doch mehr oder weniger direkt deren Mitglieder, mithin also die eigenen Kollegen, als Idioten. Das Verständnis bei der allgemeinen Bevölkerung ist sowieso bei Null. Wohlgemerkt, nicht das Verständnis für die Eisenbahner, sondern das für den Gewerkschaftsführer.


Sie hat es sich m.E. schon zu lange angeschaut. Weselky hat doch mehr als klargemacht, daß er die EVG verdrängen will, man kann auch von plattmachen sprechen, und die Verhandlungshoheit überall dort erkämpfen will, wo sie die GdL noch nicht hat.

Und das, was er macht, ist genau genau das: Kampf. Er gibt den harten Hund, versucht, seine Macht bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu demonstrieren. Es ihm geht zuallererst um sein politisches Ziel.

Nur geschieht das ohne Rücksicht auf Verluste und auf Kosten anderer. Ein Stück weit erinnert er mich da an Ernst Thälmann. Nur das die Methoden dem 21. Jahrhundert angepaßt sind. Ja, und seine Egomanie hat schon pathologische Züge.

Volle Zustimmung

Waldbahn, Mittwoch, 15.11.2023, 06:54 (vor 248 Tagen) @ heinz11

- kein Text -

--
Gruß
Waldbahn

Hat die EVG denn gute Verträge geschlossen?

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Dienstag, 14.11.2023, 23:29 (vor 248 Tagen) @ mrhuss

Sind die Eisenbahner allgemein zufrieden?

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Hat die EVG denn gute Verträge geschlossen?

JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 15.11.2023, 07:59 (vor 248 Tagen) @ Alibizugpaar

53% Zustimmung in der Urabstimmung sagen doch eigentlich alles.

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Weg mit dem 4744!

Hat die EVG denn gute Verträge geschlossen?

Christian_S, Mittwoch, 15.11.2023, 11:35 (vor 248 Tagen) @ JeDi

53% Zustimmung in der Urabstimmung sagen doch eigentlich alles.

Eben nicht. Denn Du bedenkst ja die Verteilung nicht.

Die EVG hat viele viele Mitglieder in allen Berufssparten der DB. Nicht wenige haben in der Gehaltsstufe, in der sie eingruppiert sind, vom Abschluss profitiert. Da ist 53% Zustimmung fast schon als Enttäuschung für die EVG zu werten, es hätten locker über 60% sein können.
Hinzu kommt, dass alle, die auch in die EVG-Tarifhoheit fallen, aber nicht in ihr organisiert sind, ja gar nicht mit abstimmen konnten.

Hat die EVG denn gute Verträge geschlossen?

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 16.11.2023, 10:27 (vor 247 Tagen) @ Christian_S

Die EVG hat viele viele Mitglieder in allen Berufssparten der DB. Nicht wenige haben in der Gehaltsstufe, in der sie eingruppiert sind, vom Abschluss profitiert. Da ist 53% Zustimmung fast schon als Enttäuschung für die EVG zu werten, es hätten locker über 60% sein können.

Selbst 60% Zustimmung wären extrem wenig. Die GDL hatte in der letzten Tarifrunde mW über 90%.

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Weg mit dem 4744!

Bei 90% Zustimmung

Waldbahn, Donnerstag, 16.11.2023, 10:37 (vor 247 Tagen) @ JeDi

Moin

müsste es doch alles Eitel Sonnenschein sein. Schließlich ist das doch so eine schlagkräftige vertrauenswürdige Gewerkschaft. Dann dürfte sich kein GdL Mitglied über die Zustände beschweren?

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Gruß
Waldbahn

Bei 90% Zustimmung

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 16.11.2023, 12:54 (vor 247 Tagen) @ Waldbahn

Die damals geschlossenen Tarifverträge sind ausgelaufen. Dementsprechend werden jetzt neue verhandelt. Tarifverträge sind dabei letztlich immer Kompromisse, das scheint den Mitglieder_innen der GDL auch bewusst zu sein - im Gegensatz zu dir.

--
Weg mit dem 4744!

Bei 90% Zustimmung

Waldbahn, Donnerstag, 16.11.2023, 13:21 (vor 247 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von Waldbahn, Donnerstag, 16.11.2023, 13:22

Die damals geschlossenen Tarifverträge sind ausgelaufen. Dementsprechend werden jetzt neue verhandelt. Tarifverträge sind dabei letztlich immer Kompromisse, das scheint den Mitglieder_innen der GDL auch bewusst zu sein - im Gegensatz zu dir.

Ich beobachte das als Nicht Eisenbahner mit Erstaunen. Liest man sich durch einschlägige Foren, jammern gerade bei dem sehr GdL lastigen DSO alle immer, das die Arbeitsumstände nicht mehr zumutbar sind und jeder sich über alles und jeden Vorgesetzten beschwert. Aber die GdL hat doch bisher jeden Tarifvertrag unterschrieben, und demach dürfte es die Zustände im Bereich der Arbeitszeiten so nicht mehr geben, gerade dann wenn die Zustimmungsrate bei den Mitgliedern so hoch ist.

Das hat überhaupt nichts mit fehlendem Bewußtsein zu tun. Und wenn ich höre, wie abfällig CW öffentlich "Nieten in Nadelstreifen" über Menschen spricht - Stichwort Art 1 GG - dann sorry, fehlt mir jegliches Verständnis für ihn und seine Position.

--
Gruß
Waldbahn

Tarifverträge sind Kompromisse

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 16.11.2023, 14:59 (vor 247 Tagen) @ Waldbahn
bearbeitet von JeDi, Donnerstag, 16.11.2023, 14:59

Ich beobachte das als Nicht Eisenbahner mit Erstaunen. Liest man sich durch einschlägige Foren, jammern gerade bei dem sehr GdL lastigen DSO alle immer, das die Arbeitsumstände nicht mehr zumutbar sind und jeder sich über alles und jeden Vorgesetzten beschwert. Aber die GdL hat doch bisher jeden Tarifvertrag unterschrieben, und demach dürfte es die Zustände im Bereich der Arbeitszeiten so nicht mehr geben, gerade dann wenn die Zustimmungsrate bei den Mitgliedern so hoch ist.

Umgekehrt wird ein Schuh draus - und das ist ja auch die Idee der Sozialpartnerschaft zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern: Niemand hat ein Interesse daran, die Arbeitgeber zu ruinieren, deshalb können Verbesserungen nur in kleinen Schritten erfolgen. Insbesondere bei den NE-Bahnen war das ja lange Thema, auch dafür gab es Regelungen, bis irgendwann DB-Niveau bei den Konditionen erreicht war (inzwischen sind viele NE-Bahnen drüber...). Genau so wird es bei jeder Tarifrunde aussehen: nicht alles, was wünschenswert ist, ist auch durchsetzbar, und landet dann bei der nächsten Runde wieder auf dem Tablett. Das ist eigentlich nicht schwer zu verstehen. Wenn man - wie du - aber hier seit Tagen nur damit Beschäftigt ist, Stimmung zu machen, will man das vielleicht auch einfach nicht sehen.

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Weg mit dem 4744!

Tarifverträge sind Kompromisse

Waldbahn, Donnerstag, 16.11.2023, 15:07 (vor 247 Tagen) @ JeDi

Ich beobachte das als Nicht Eisenbahner mit Erstaunen. Liest man sich durch einschlägige Foren, jammern gerade bei dem sehr GdL lastigen DSO alle immer, das die Arbeitsumstände nicht mehr zumutbar sind und jeder sich über alles und jeden Vorgesetzten beschwert. Aber die GdL hat doch bisher jeden Tarifvertrag unterschrieben, und demach dürfte es die Zustände im Bereich der Arbeitszeiten so nicht mehr geben, gerade dann wenn die Zustimmungsrate bei den Mitgliedern so hoch ist.


Umgekehrt wird ein Schuh draus - und das ist ja auch die Idee der Sozialpartnerschaft zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern: Niemand hat ein Interesse daran, die Arbeitgeber zu ruinieren, deshalb können Verbesserungen nur in kleinen Schritten erfolgen.

Richtig. Aber wenn es über Jahre hinweg kaum bis keine Verbesserungen gibt, dann muss man die Rolle einer Gewerkschaft in Frage stellen.

Insbesondere bei den NE-Bahnen war das ja lange Thema, auch dafür gab es Regelungen, bis irgendwann DB-Niveau bei den Konditionen erreicht war (inzwischen sind viele NE-Bahnen drüber...). Genau so wird es bei jeder Tarifrunde aussehen: nicht alles, was wünschenswert ist, ist auch durchsetzbar, und landet dann bei der nächsten Runde wieder auf dem Tablett. Das ist eigentlich nicht schwer zu verstehen. Wenn man - wie du - aber hier seit Tagen nur damit Beschäftigt ist, Stimmung zu machen, will man das vielleicht auch einfach nicht sehen.

Ich mache keine Stimmung, sondern äußere meine Ansicht bzw Meinung, die auch ein glühendes GdL Mitglied durchaus ertragen kann. Und nein ich laufe - wie etliche andere Menschen in Deutschland - diesem Herren nicht blind jubelnd hinterher.

--
Gruß
Waldbahn

Tarifverträge sind Kompromisse

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 16.11.2023, 15:16 (vor 247 Tagen) @ Waldbahn

Ich beobachte das als Nicht Eisenbahner mit Erstaunen. Liest man sich durch einschlägige Foren, jammern gerade bei dem sehr GdL lastigen DSO alle immer, das die Arbeitsumstände nicht mehr zumutbar sind und jeder sich über alles und jeden Vorgesetzten beschwert. Aber die GdL hat doch bisher jeden Tarifvertrag unterschrieben, und demach dürfte es die Zustände im Bereich der Arbeitszeiten so nicht mehr geben, gerade dann wenn die Zustimmungsrate bei den Mitgliedern so hoch ist.


Umgekehrt wird ein Schuh draus - und das ist ja auch die Idee der Sozialpartnerschaft zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern: Niemand hat ein Interesse daran, die Arbeitgeber zu ruinieren, deshalb können Verbesserungen nur in kleinen Schritten erfolgen.

Richtig. Aber wenn es über Jahre hinweg kaum bis keine Verbesserungen gibt, dann muss man die Rolle einer Gewerkschaft in Frage stellen.

Es gab ja deutliche Verbesserungen, insbesondere bei der Planbarkeit.

Insbesondere bei den NE-Bahnen war das ja lange Thema, auch dafür gab es Regelungen, bis irgendwann DB-Niveau bei den Konditionen erreicht war (inzwischen sind viele NE-Bahnen drüber...). Genau so wird es bei jeder Tarifrunde aussehen: nicht alles, was wünschenswert ist, ist auch durchsetzbar, und landet dann bei der nächsten Runde wieder auf dem Tablett. Das ist eigentlich nicht schwer zu verstehen. Wenn man - wie du - aber hier seit Tagen nur damit Beschäftigt ist, Stimmung zu machen, will man das vielleicht auch einfach nicht sehen.

Ich mache keine Stimmung, sondern äußere meine Ansicht bzw Meinung

Das behauptet die BILD auch immer.

die auch ein glühendes GdL Mitglied durchaus ertragen kann. Und nein ich laufe - wie etliche andere Menschen in Deutschland - diesem Herren nicht blind jubelnd hinterher.

Ich bin weder glühendes GDL-Mitglied (warum verwendest du eigentlich konsequent ein kleines d?), noch überhaupt vom aktuellen Tarifkonflikt betroffen (außer vielleicht als Reisendes). Und welchen Herren meinst du? Manfred Schell? Auch Nebelkerzen streuen würde ich mal unter Stimmungsmache Werten.

--
Weg mit dem 4744!

Tickets gelten auch morgen und unbegrenzt danach.

Der Blaschke, Dienstag, 14.11.2023, 20:03 (vor 248 Tagen) @ nscharrn

Hey.

[image]


Also, dann mal los ...


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Tickets gelten auch morgen und unbegrenzt danach.

Sucher82, Dienstag, 14.11.2023, 22:08 (vor 248 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von Sucher82, Dienstag, 14.11.2023, 22:09

Wie sieht es eigentlich mit der Zugbindung aus, wenn man erst jetzt nach der Bekanntgabe bucht? Wird diese ebenfalls aufgehoben?

Und wie sieht es aus, wenn man heute noch bucht und sich Donnerstag dann entscheidet doch nicht zu fahren? Kann man das Ticket dann zurück geben oder nur wenn der Zug wirklich nicht fahren sollte?

Für den Fall daß man es nicht nutzt, wie lange könnte man das Ticket in Zukunft noch nutzen (seine Fahrt schieben)?

Tickets gelten auch morgen und unbegrenzt danach.

tbsn, Würzburg, Dienstag, 14.11.2023, 22:12 (vor 248 Tagen) @ Sucher82

Es gelten ausschließlich die Informationen bei der Verbindungssuche. Wenn ein Zug schon als ausfallend angezeigt wird und man bucht trotzdem, hat man keine Fahrgastrechte hierfür (aber man wird solche Verbindungen nicht buchen können). Die kleinen Anmerkungen sind da egal. Außerdem ist nicht unbedingt absehbar, dass die konkrete Verbindung nicht fährt. Es wird ja einen Streikfahrplan geben.

Tickets gelten auch morgen und unbegrenzt danach.

Sucher82, Dienstag, 14.11.2023, 22:38 (vor 248 Tagen) @ tbsn

In der Verbindungssuche sind aktuell noch alle Züge drinnen, aber eben mit dem Hinweis dass sie Ausfallen könnten.

Und da stellt sich eben die Frage, in wieweit die Bahn sagt, Risiko war ja bekannt, Zugbindung bleibt. Oder ist es so die Zugbindung ist morgen und Donnerstag komplett aufgehoben, auch wenn ich nach Bekanntgabe des Streik noch buchen würde.

Die Zugbindung ist aufgehoben.

Henrik, Dienstag, 14.11.2023, 23:12 (vor 248 Tagen) @ Sucher82

In der Verbindungssuche sind aktuell noch alle Züge drinnen, aber eben mit dem Hinweis dass sie Ausfallen könnten.

Und da stellt sich eben die Frage, in wieweit die Bahn sagt, Risiko war ja bekannt, Zugbindung bleibt. Oder ist es so die Zugbindung ist morgen und Donnerstag komplett aufgehoben, auch wenn ich nach Bekanntgabe des Streik noch buchen würde.

Die DB hat das ganz klar und deutlich kommuniziert:

Die Zugbindung ist aufgehoben.


..morgen und übermorgen, Mittwoch und Donnerstag, den ganzen Tag, komplett.

vgl.
https://www.ice-treff.de/index.php?id=689465

Die Zugbindung ist aufgehoben.

Co_Tabara-98, Hannover, Mittwoch, 15.11.2023, 01:00 (vor 248 Tagen) @ Henrik

Die Zugbindung ist aufgehoben.

..morgen und übermorgen, Mittwoch und Donnerstag, den ganzen Tag, komplett.

Interessant, dass in der PM heißt: "für den 15.11. oder 16.11. geplante Reise", auf bahn.de/aktuell jedoch: "für den Mittwochabend, 15.11.2023 und Donnerstag, 16.11.2023 geplante Reise". Wann der Abend wohl genau anfängt?

Die Zugbindung ist aufgehoben.

Reservierungszettel, KDU, Mittwoch, 15.11.2023, 02:14 (vor 248 Tagen) @ Co_Tabara-98

Die Zugbindung ist aufgehoben.

..morgen und übermorgen, Mittwoch und Donnerstag, den ganzen Tag, komplett.


Interessant, dass in der PM heißt: "für den 15.11. oder 16.11. geplante Reise", auf bahn.de/aktuell jedoch: "für den Mittwochabend, 15.11.2023 und Donnerstag, 16.11.2023 geplante Reise". Wann der Abend wohl genau anfängt?

Dann wenn die ersten Züge Ausfallen - das kann auch schon am Nachmittag sein…

Tickets gelten auch morgen und unbegrenzt danach.

Co_Tabara-98, Hannover, Mittwoch, 15.11.2023, 00:48 (vor 248 Tagen) @ Sucher82

Wie sieht es eigentlich mit der Zugbindung aus, wenn man erst jetzt nach der Bekanntgabe bucht? Wird diese ebenfalls aufgehoben?

Der Antwort von Henrik ist zum jetzigen Zeitpunkt nichts hinzuzufügen. Es ist jedoch schon vorgekommen, dass die DB Kulanzregeln auf Buchungszeiträume vor Bekanntwerden des Ereignisses beschränkt hat, manchmal auch erst in Updates zur 1. Version. Ich denke aber, für Fahrkarten mit Buchungsdatum 14.11. wird es keine Probleme geben.

Und wie sieht es aus, wenn man heute noch bucht und sich Donnerstag dann entscheidet doch nicht zu fahren? Kann man das Ticket dann zurück geben oder nur wenn der Zug wirklich nicht fahren sollte?

Die Kulanzregel beinhaltet diesmal nicht die Möglichkeit, Fahrkarten für die zwei Tage ohne weitere Voraussetzungen zur Erstattung einzureichen. Wenn der gebuchte Zug planmäßig fährt, kannst du also nur die Reise verschieben. Vielleicht fährst du (viel) später mal wieder die gleiche Strecke?

Für den Fall daß man es nicht nutzt, wie lange könnte man das Ticket in Zukunft noch nutzen (seine Fahrt schieben)?

Die Antwort hat Jörg bereits gegeben. Wobei "unbegrenzt" angesichts praktischer Probleme und Äußerungen der DB zur Formulierung "Weiterfahrt zu einem späteren Zeitpunkt" (FGR) doch überdacht werden muss. Dr. Böse weist in seinem Blog auf die Verjährung von einem Jahr nach Art. 60 Abs. 2 der FahrgastrechteVO hin. Wobei es sich hier nicht um einen Anspruch aus den Fahrgastrechten handelt, sondern um eine Kulanzregel.

Tickets gelten auch morgen und unbegrenzt danach.

ThomasGo, Donnerstag, 16.11.2023, 21:16 (vor 246 Tagen) @ Co_Tabara-98

Auf Twitter wird angedeutet von der Bahn, dass die Kulanzregelung nur für einige Tage gilt. Man will sich aber nicht festlegen.
https://twitter.com/Rose42037798875/status/1724811851186291157

Was soll der Anruf da bringen.
Wenn ich das Ticket ein halbes Jahr später nutze, dann sind die bestimmt nicht kulant, egal was da jemand am telefon sagt.

Wie ist genau die Antwort der DB?

Co_Tabara-98, Hannover, Donnerstag, 16.11.2023, 21:57 (vor 246 Tagen) @ ThomasGo

Auf Twitter wird angedeutet von der Bahn, dass die Kulanzregelung nur für einige Tage gilt. Man will sich aber nicht festlegen.

Interessant...

Als bei X nicht angemeldeter Nutzer kann ich leider nur die Frage sehen, aber keine Antwort(en). Könntest du diese, zumindest auszugsweise, hier einstellen?

Wie ist genau die Antwort der DB?

ThomasGo, Donnerstag, 16.11.2023, 21:59 (vor 246 Tagen) @ Co_Tabara-98

Deutsche Bahn Personenverkehr: "Hey, eine genaue Zeitangabe gibt es leider nicht. Wenn du erst in ein paar Tagen fahren möchtest und du sicher sein willst, kannst du meine Kolleg:innen des Servicecenters Fahrgastrechte kontaktieren: Servicecenter Fahrgastrechte 60647 Frankfurt am Main 030 586020920. /la"

Tickets gelten unbegrenzt? Antworten der DB

Co_Tabara-98, Hannover, Donnerstag, 16.11.2023, 23:55 (vor 246 Tagen) @ ThomasGo

Deutsche Bahn Personenverkehr: "Hey, eine genaue Zeitangabe gibt es leider nicht. Wenn du erst in ein paar Tagen fahren möchtest und du sicher sein willst, kannst du meine Kolleg:innen des Servicecenters Fahrgastrechte kontaktieren: Servicecenter Fahrgastrechte 60647 Frankfurt am Main 030 586020920. /la"

Vielen Dank. Äh, das "Servicecenter Fahrgastrechte" soll jetzt auch für Auskünfte (z.B. zur Gültigkeit von Fahrkarten) vor Beginn der Reise zuständig sein?

Auf Facebook gab es zu diesem Thema übrigens folgende Antwort von "Deutsche Bahn Personenverkehr":
"Hallo Maria, es gibt keine zeitliche Begrenzung für die Fahrt. Du solltest sie dennoch zeitnah antreten. /an" (vor ca. 18 Std.)

Mir scheint, die Social-Media-Leute sind überrascht von der in der Kulanzregelung fehlenden zeitlichen Begrenzung, sprich das könne doch gar nicht so gewollt sein, dass man mit Fahrkarten aus den beiden Streiktagen auch noch an Ostern 2024 oder Weihnachten 2025 fahren darf. Also bleibt man erstmal ein bisschen vorsichtig bei öffentlichen Antworten...

Tickets gelten quasi unbegrenzt, so die Antworten der DB

Henrik, Freitag, 17.11.2023, 00:18 (vor 246 Tagen) @ Co_Tabara-98

Deutsche Bahn Personenverkehr: "Hey, eine genaue Zeitangabe gibt es leider nicht. Wenn du erst in ein paar Tagen fahren möchtest und du sicher sein willst, kannst du meine Kolleg:innen des Servicecenters Fahrgastrechte kontaktieren: Servicecenter Fahrgastrechte 60647 Frankfurt am Main 030 586020920. /la"

Vielen Dank. Äh, das "Servicecenter Fahrgastrechte" soll jetzt auch für Auskünfte (z.B. zur Gültigkeit von Fahrkarten) vor Beginn der Reise zuständig sein?

Auf Facebook gab es zu diesem Thema übrigens folgende Antwort von "Deutsche Bahn Personenverkehr":
"Hallo Maria, es gibt keine zeitliche Begrenzung für die Fahrt. Du solltest sie dennoch zeitnah antreten. /an" (vor ca. 18 Std.)

Mir scheint, die Social-Media-Leute sind überrascht von der in der Kulanzregelung fehlenden zeitlichen Begrenzung, sprich das könne doch gar nicht so gewollt sein, dass man mit Fahrkarten aus den beiden Streiktagen auch noch an Ostern 2024 oder Weihnachten 2025 fahren darf. Also bleibt man erstmal ein bisschen vorsichtig bei öffentlichen Antworten...

..und klar und deutlich.
Die Antworten sprechen doch die gleiche Sprache, wie sogar hier zuvor auch schon Tenor war.

Dass das Ticket nur für ein paar Tage gelten würde, geht aus dem Tweet nicht hervor, sondern ganz im Gegenteil.
Das Servicecenter Fahrgastrechte hat eine Antwort geliefert, klingt plausibel - dafür sind sie da.

Ostern ist ja quasi schon übermorgen, das ist zeitnah,
Weihnachten 2025 ganz sicher nicht, das hattest Du selbst ja schon ausgeschlossen - hat mit der Realität auch nicht mehr viel zu tun.

Tickets gelten unbegrenzt. D. h. zeitnah. (??)

Co_Tabara-98, Hannover, Freitag, 17.11.2023, 01:21 (vor 246 Tagen) @ Henrik

... Also bleibt man erstmal ein bisschen vorsichtig bei öffentlichen Antworten...


..und klar und deutlich.

Auf die Angaben auf bahn.de/aktuell trifft das durchaus zu.

Die Antworten sprechen doch die gleiche Sprache, wie sogar hier zuvor auch schon Tenor war.

Nicht jedoch auf die Antworten auf Twitter und Facebook.

Auf Twitter war die Frage: "bis wann genau ist „zu einem späteren Zeitpunkt nutzen?“" und die Antwort: "Hey, eine genaue Zeitangabe gibt es leider nicht. Wenn du erst in ein paar Tagen fahren möchtest und du sicher sein willst ..."

1. Wieso "leider"? 2. hört sich das so an wie: "Freitag und Samstag ist kein Problem, ob sich am Sonntag noch alle Schaffner daran erinnern, kann ich nicht garantieren, und ab nächste Woche musst du mit einer FPN rechnen."

Ostern ist ja quasi schon übermorgen, das ist zeitnah,

;-) Der 1. Teil der Antwort auf Facebook ist eindeutig, das ist klar. Aber warum dann der Zusatz "Du solltest sie dennoch zeitnah antreten"? 1. Was ist zeitnah, und 2. warum überhaupt dieser Hinweis?

Weihnachten 2025 ganz sicher nicht, das hattest Du selbst ja schon ausgeschlossen

Das nicht direkt, denn es handelt sich nicht um einen Fahrgastrechtsanspruch. Ob es bei der Kulanz eine Verjährung gibt (und wann sie ggf. eintritt) oder nicht, ist mir nicht bekannt.

- hat mit der Realität auch nicht mehr viel zu tun.

Hätte ich 2075 geschrieben, okay, aber Weihnachten 2025 ist doch bald.

Tickets gelten unbegrenzt. d.h. zeitnah ist kein Problem

Henrik, Freitag, 17.11.2023, 02:33 (vor 246 Tagen) @ Co_Tabara-98

... Also bleibt man erstmal ein bisschen vorsichtig bei öffentlichen Antworten...

..und klar und deutlich.

Auf die Angaben auf bahn.de/aktuell trifft das durchaus zu.

können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen.

Die Antworten sprechen doch die gleiche Sprache, wie sogar hier zuvor auch schon Tenor war.

Nicht jedoch auf die Antworten auf Twitter und Facebook.

Dort steht exakt dasgleiche diesbezüglich.

Auf Twitter war die Frage: "bis wann genau ist „zu einem späteren Zeitpunkt nutzen?“" und die Antwort: "Hey, eine genaue Zeitangabe gibt es leider nicht. Wenn du erst in ein paar Tagen fahren möchtest und du sicher sein willst ..."

1. Wieso "leider"? 2. hört sich das so an wie: "Freitag und Samstag ist kein Problem, ob sich am Sonntag noch alle Schaffner daran erinnern, kann ich nicht garantieren, und ab nächste Woche musst du mit einer FPN rechnen."

Das leider ist der Wunsch des Autors nach einer genauen Zeitangabe.
Man könnte meinen, Du teilst dieses leider.

hört sich klar an nach,
Freitag und Samstag ist das überhaupt kein Problem, auch die Tage drauf nicht.

Ostern ist ja quasi schon übermorgen, das ist zeitnah,

;-) Der 1. Teil der Antwort auf Facebook ist eindeutig, das ist klar. Aber warum dann der Zusatz "Du solltest sie dennoch zeitnah antreten"? 1. Was ist zeitnah, und 2. warum überhaupt dieser Hinweis?

weil die Fahrkarte irgendwann weg ist. Wo soll die denn hängen die ganze Zeit? an der Pinnwand in der Küche? Und was war das noch mal für nen Ticket? Wieso hängt die da überhaupt noch oder kann die weg.
Die Fahrt sollte man zeitnah antreten, ansonsten ist sie weg.

Na, was wohl.
alles in diesem Jahr ist zeitnah..
Im Januar und Februar fährt eh keiner ICE - da freut sich die DB über jeden Fahrgast,
dann haben wir schon Ostern, da waren wir schon, das ist übermorgen, bei Lidl gibts schon Osterhasen.

Weihnachten 2025 ganz sicher nicht, das hattest Du selbst ja schon ausgeschlossen

Das nicht direkt, denn es handelt sich nicht um einen Fahrgastrechtsanspruch. Ob es bei der Kulanz eine Verjährung gibt (und wann sie ggf. eintritt) oder nicht, ist mir nicht bekannt.

- hat mit der Realität auch nicht mehr viel zu tun.

Hätte ich 2075 geschrieben, okay, aber Weihnachten 2025 ist doch bald.

Und was hat das mit der Realität noch zu tun?
Zu Weihnachten 2025 wird kein Fahrgast mit einem Nov-2023-GDL ICE-Ticket wedeln und sich fragen, ob er damit nun fahren könne.
Wer weiß jetzt noch was im Detail von einer ICE-Fahrt heute vor 13 Monaten?

Tickets gelten auch morgen und unbegrenzt danach.

Barzahlung, Freitag, 17.11.2023, 01:44 (vor 246 Tagen) @ Co_Tabara-98
bearbeitet von Barzahlung, Freitag, 17.11.2023, 01:47

Für den Fall daß man es nicht nutzt, wie lange könnte man das Ticket in Zukunft noch nutzen (seine Fahrt schieben)?


Die Antwort hat Jörg bereits gegeben. Wobei "unbegrenzt" angesichts praktischer Probleme und Äußerungen der DB zur Formulierung "Weiterfahrt zu einem späteren Zeitpunkt" (FGR) doch überdacht werden muss.

Das ist in meinen Augen auch der richtige Hinweis. Die DB setzt die Verordnung beim Thema Weiterfahrt zu einem späteren Zeitpunkt nach Wahl des Fahrgasts nicht so um, wie das einige gern hätten. Insofern muss davon ausgegangen werden, dass viele Zugbegleiter Nacherhebungen schreiben, wenn man in eine Fahrausweisprüfung gerät.
Die geläufigste Meinung ist meinem Empfinden nach die, dass man für eine spätre Weiterfahrt außerhalb der regulären Geltungsdauer der Fahrkarte eine Bescheinigung einholen soll.
Diese Bescheinigung erhält man von einigen RZ- oder Info-MA aber nur, wenn eine Fortsetzung der Fahrt innerhalb der regulären Geltungsdauer entweder unmöglich oder nicht zumutbar ist.

Dr. Böse weist in seinem Blog auf die Verjährung von einem Jahr nach Art. 60 Abs. 2 der FahrgastrechteVO hin. Wobei es sich hier nicht um einen Anspruch aus den Fahrgastrechten handelt, sondern um eine Kulanzregel.

Das leitet er aus der VO (EG) 1371/2007 ab. In der VO (EG) 2021/782 ist die Verjährungsfrist auf drei Monate herabgesetzt worden.
In den Absätzen geht es allerdings um die Geltendmachung von Entschädigungs-, Erstattungs- oder Aufwendungsersatzansprüche. Das Thema Weiterfahrt fällt da ja eigentlich nicht drunter.

Ländertickets?

Mike65, Donnerstag, 16.11.2023, 12:48 (vor 247 Tagen) @ Der Blaschke

Gilt das auch für nicht streckengebundene Fahrkarten, wie z.B. Ländertickets? Man könnte sie ja theoretisch auf den noch befahrenen Strecken am Geltungstag schon genutzt haben.

Ländertickets?

EK-Wagendienst, EGST, Donnerstag, 16.11.2023, 12:50 (vor 247 Tagen) @ Mike65

Gilt das auch für nicht streckengebundene Fahrkarten, wie z.B. Ländertickets? Man könnte sie ja theoretisch auf den noch befahrenen Strecken am Geltungstag schon genutzt haben.

Nein,

auch die BC100 verlängert sich nicht, wenn heute der letzte Tag gewesen wäre, auch nicht an Tagen wo gar keine Züge gefahren sind.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Ländertickets?

Barzahlung, Freitag, 17.11.2023, 01:37 (vor 246 Tagen) @ EK-Wagendienst

Gilt das auch für nicht streckengebundene Fahrkarten, wie z.B. Ländertickets? Man könnte sie ja theoretisch auf den noch befahrenen Strecken am Geltungstag schon genutzt haben.

Da hat die DB nicht viel zu melden.

Die DTVG schreibt dazu jedenfalls nichts und die Verbünde und Landestarifgesellschaften wie gewohnt auch nicht.

Nein,

auch die BC100 verlängert sich nicht, wenn heute der letzte Tag gewesen wäre, auch nicht an Tagen wo gar keine Züge gefahren sind.

DAS wäre dann aber ein sehr eindeutiger Verstoß gegen die VO (EG) 2021/782, wenn gestern der letzte Geltungstag war und eine geplante Reise überhaupt nicht möglich war. Dann muss die DB anbieten, die Fahrt außerhalb der normalen Geltungsdauer nachzuholen.

Ländertickets?

Mike65, Freitag, 17.11.2023, 23:05 (vor 245 Tagen) @ Barzahlung

Gilt das auch für nicht streckengebundene Fahrkarten, wie z.B. Ländertickets? Man könnte sie ja theoretisch auf den noch befahrenen Strecken am Geltungstag schon genutzt haben.


Da hat die DB nicht viel zu melden.

Die DTVG schreibt dazu jedenfalls nichts und die Verbünde und Landestarifgesellschaften wie gewohnt auch nicht.

Nein,

auch die BC100 verlängert sich nicht, wenn heute der letzte Tag gewesen wäre, auch nicht an Tagen wo gar keine Züge gefahren sind.


DAS wäre dann aber ein sehr eindeutiger Verstoß gegen die VO (EG) 2021/782, wenn gestern der letzte Geltungstag war und eine geplante Reise überhaupt nicht möglich war. Dann muss die DB anbieten, die Fahrt außerhalb der normalen Geltungsdauer nachzuholen.

Beim Länderticket ist wohl eine Erstattung bzw. Umtausch möglich:

https://www.bahn.de/faq/kann-ich-das-ticket-stornieren-oder-umtauschen

Bei der BC100 sollte der Preis eigentlich anteilig erstattet werden. Irgendwo habe ich was von 10€ pro Fahrt gelesen, was bei Hin- und Rück 20€ macht.

Ländertickets?

EK-Wagendienst, EGST, Freitag, 17.11.2023, 23:11 (vor 245 Tagen) @ Mike65

Gilt das auch für nicht streckengebundene Fahrkarten, wie z.B. Ländertickets? Man könnte sie ja theoretisch auf den noch befahrenen Strecken am Geltungstag schon genutzt haben.


Da hat die DB nicht viel zu melden.

Die DTVG schreibt dazu jedenfalls nichts und die Verbünde und Landestarifgesellschaften wie gewohnt auch nicht.

Nein,

auch die BC100 verlängert sich nicht, wenn heute der letzte Tag gewesen wäre, auch nicht an Tagen wo gar keine Züge gefahren sind.


DAS wäre dann aber ein sehr eindeutiger Verstoß gegen die VO (EG) 2021/782, wenn gestern der letzte Geltungstag war und eine geplante Reise überhaupt nicht möglich war. Dann muss die DB anbieten, die Fahrt außerhalb der normalen Geltungsdauer nachzuholen.


Beim Länderticket ist wohl eine Erstattung bzw. Umtausch möglich:

https://www.bahn.de/faq/kann-ich-das-ticket-stornieren-oder-umtauschen

Bei der BC100 sollte der Preis eigentlich anteilig erstattet werden. Irgendwo habe ich was von 10€ pro Fahrt gelesen, was bei Hin- und Rück 20€ macht.

Das sind die Beiträge nach FGR in der 2 Klasse, in der ersten Klasse.

Wenn ich eine BC100 habe die den letzten Tag am 16.11.23 gehabt hätte, dann kann ich eben meine Fahrt nicht verschieben z.B. auf den 17.11.23

Die Gültigkeit endet auch um 24 Uhr und nicht um 3 Uhr oder 10 Uhr was es da alles so gibt.

Es wird eben immer gesagt sie können auch später fahren.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Ländertickets?

Barzahlung, Freitag, 17.11.2023, 23:50 (vor 245 Tagen) @ Mike65

Bei der BC100 sollte der Preis eigentlich anteilig erstattet werden.

Und dann soll sich die Person auf eigene Kosten eine neue Fahrkarte für den 17.11. für sagen wir 100 Euro kaufen, weil die Bahn meinte, am 16.11. keine Züge fahren zu müssen?

Das ist sicher nicht das, was sich der Gesetzgeber bei der Fahrgastrechte-Verordnung gedacht hat.

Irgendwo habe ich was von 10€ pro Fahrt gelesen, was bei Hin- und Rück 20€ macht.

Das ist natürlich super, wenn man sich die BC100 gekauft hat, um damit 80 feste Fahrten im Fernverkehr durchzuführen.

Weiterfahrt bleibt möglich

tbsn, Würzburg, Samstag, 18.11.2023, 08:28 (vor 245 Tagen) @ Barzahlung

Eine Weiterfahrt ist immer möglich, wenn es zu Verspätungen und Ausfällen kam. Egal ob bis 24 Uhr gültige BC100 oder bis 10 Uhr gültiger Sparpreis, die nächstmögliche Verbindung durfte schon immer genommen werden. Die Fahrgastrechteverordnung sieht allerdings sowieso vor, dass eine Weiterfahrt zu einem beliebigen Zeitpunkt (bis zur Verjährung des Beförderungsvertrags) möglich ist. Die eine Reise kann dann also auch ein paar Monate später nachgeholt werden. Wird vielleicht beanstandet, vor Gericht dürfte man dann aber gewinnen.

Weiterfahrt bleibt möglich

Barzahlung, Samstag, 18.11.2023, 16:45 (vor 245 Tagen) @ tbsn
bearbeitet von Barzahlung, Samstag, 18.11.2023, 16:47

Die Fahrgastrechteverordnung sieht allerdings sowieso vor, dass eine Weiterfahrt zu einem beliebigen Zeitpunkt (bis zur Verjährung des Beförderungsvertrags) möglich ist.

Zumindest tut sich da (in der Theorie) eine grandiose Beschiss-Möglichkeit auf, nämlich dass der Fahrgast mit einer Plastikkarte oder einem Verbundticket als eTicket nach VDV-KA mit Verweis auf die vereitelte Zugfahrt ein ganzes Jahr lang täglich fährt. Da die Zugbegleiter bzw. Prüfdienste bei diesen Tickets keine Kontrollhistorien sehen können, könnte man stets behaupten, dass hier und jetzt erstmalig die Fahrt nachgeholt wird.

Die eine Reise kann dann also auch ein paar Monate später nachgeholt werden. Wird vielleicht beanstandet, vor Gericht dürfte man dann aber gewinnen.

Wobei die EVU bzw. Tarifgemeinschaften daran sicher gewisse Formprozesse knüpfen könnten, z.B. dass dafür neue Fahrkarten oder Bescheinigungen ausgegeben werden bzw. vom Fahrgast über ein Tool abgerufen werden (unentgeltlich versteht sich). Darauf wird gegenwärtig verzichtet.
Ob das daran liegt, dass man die EU-Verordnung anders auslegt oder die damit verbundenen Konstruktionsfehler im Ticketsystem nicht erkennt, bleibt offen.

Wie schade :/

tbsn, Würzburg, Dienstag, 14.11.2023, 22:16 (vor 248 Tagen) @ nscharrn

Am Donnerstag wollte ich mit vier Freunden 1. Klasse in den Norden fahren. Da werde ich wohl gezwungen sein, die Fahrt nicht anzutreten, das Ticket zur Erstattung einzureichen und die Punkte zu behalten :(

Wie schade :/

Linux, Mannheim, Dienstag, 14.11.2023, 23:41 (vor 248 Tagen) @ tbsn

… um die Punkte.

„7.5 BahnBonus Prämien- und BahnBonus Statuspunkte werden (ggf. anteilig) storniert, wenn Sie die Erstattung Ihrer Fahrkarte im Rahmen von Fahrgastrechten beantragen oder nach einem BahnCard 25/50-Kauf diesen Vertrag wirksam im Wege des Fernabsatzes widerrufen.“

Quelle: https://www.bahn.de/service/bahnbonus/bahnbonus-anmeldung/bedingungen

Die reine Beantragung wird wohl nicht zur Stornierung führen, aber ein stattgegebener Antrag wohl eher.
Das neue Buchungssystem hält für uns viele Überraschungen bereit. Mal sehen, was da noch kommt.
Hat jemand schon (anteilig) Punkte storniert bekommen, wenn 25%, 50% oder 100% ausgezahlt worden sind?

Wie schade :/

bahnfahrerofr., Mittwoch, 15.11.2023, 01:15 (vor 248 Tagen) @ Linux

Hat jemand schon (anteilig) Punkte storniert bekommen, wenn 25%, 50% oder 100% ausgezahlt worden sind?

Es ist ja nur vor Erstattung die Rede, bei Entschädigung 25/50% werden sie nichts abziehen können...

Wie schade :/

JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 15.11.2023, 05:47 (vor 248 Tagen) @ Linux

Das neue Buchungssystem hält für uns viele Überraschungen bereit. Mal sehen, was da noch kommt.
Hat jemand schon (anteilig) Punkte storniert bekommen, wenn 25%, 50% oder 100% ausgezahlt worden sind?

Anteilig nein, bei Erstattungen aber ja. Und das schon ganz ohne neues Buchungssystem.

--
Weg mit dem 4744!

Abgezogene Punkte nach Erstattung?

Barzahlung, Freitag, 17.11.2023, 01:33 (vor 246 Tagen) @ JeDi

Das neue Buchungssystem hält für uns viele Überraschungen bereit. Mal sehen, was da noch kommt.
Hat jemand schon (anteilig) Punkte storniert bekommen, wenn 25%, 50% oder 100% ausgezahlt worden sind?


Anteilig nein, bei Erstattungen aber ja. Und das schon ganz ohne neues Buchungssystem.

Ich hab weder beim neuen noch beim alten System jemals Punkte für Fahrpreisersattungen abgezogen bekommen.

PM: GDL-Streik wird Bahnverkehr massiv beeinträchtigen

Henrik, Dienstag, 14.11.2023, 23:09 (vor 248 Tagen) @ nscharrn

14. November 2023, 19:30 Uhr - Berlin

GDL-Streik wird Bahnverkehr massiv beeinträchtigen

DB bittet Fahrgäste, nach Möglichkeit ihre Reise zu verschieben • Kulanz der Bahn gegenüber Kunden

Die GDL hat kurzfristig einen flächendeckenden Streik von Mittwoch, 15.11., 22 Uhr bis Donnerstag, 16.11., 18 Uhr angekündigt. Der Streik wird sich massiv auf den gesamten deutschen Bahnbetrieb auswirken.

Die DB bedauert sehr, dass dadurch die Reisepläne von Millionen Bahnkund:innen betroffen sind. Die Fahrgäste werden gebeten, während des Streiks auf nicht unbedingt notwendige Reisen mit der DB zu verzichten oder die Reise zu verschieben. Auch im Schienengüterverkehr wird die DB alles daransetzen, die Auswirkungen des GDL-Streiks auf Industrie und Wirtschaft so gering wie möglich zu halten.

Die DB hat für den Fernverkehr einen Notfahrplan mit einem stark reduzierten Angebot an Fahrten erarbeitet. Für diese Fahrten setzt die DB längere Züge mit mehr Sitzplätzen ein, um möglichst viele Menschen an ihr Ziel bringen zu können. Dennoch kann eine Mitfahrt nicht garantiert werden.

Im Regionalverkehr ist es das Ziel, ein stark reduziertes Angebot zu fahren. In welchem Umfang dies möglich ist, unterscheidet sich regional stark. In jedem Fall wird es auch im Regionalverkehr massive Einschränkungen geben.

Alle Fahrgäste, die ihre für den 15.11. oder 16.11. geplante Reise aufgrund des Streiks der GDL verschieben möchten, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Die Zugbindung ist aufgehoben. Die Fahrkarte gilt dabei für die Fahrt zum ursprünglichen Zielort auch mit einer geänderten Streckenführung. Sitzplatzreservierungen können kostenfrei storniert werden.

Die DB wird so schnell wie möglich über die Auswirkungen des GDL-Streiks auf bahn.de und in der App DB Navigator informieren. Dort sollten sich Reisende auch vor Fahrtantritt informieren. Darüber hinaus wird die DB am morgigen Vormittag eine kostenlose Streikhotline unter 08000 99 66 33 einrichten.

Aktuelle O-Töne, Bilder und Hintergrundinformationen zu den Tarifverhandlungen unter www.deutschebahn.com/tarif

https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/GDL-Streik-wird...

Mobilitätsgarantie NRW ausgesetzt

Timo Humpert, Mittwoch, 15.11.2023, 12:36 (vor 248 Tagen) @ nscharrn
bearbeitet von Timo Humpert, Mittwoch, 15.11.2023, 12:36

Die Linien von National Express verkehren zwar planmäßig im Regelverkehr, jedoch kann es auch bei diesen Linien zu Einschränkungen und hohen Auslastungen kommen.

Bitte beachten Sie, dass die Mobilitätsgarantie in NRW in dem Zeitraum des Streiks ausgesetzt ist.
Die kostenfreie Hotline der DB erreichen Sie unter der Nummer 08000-996633.


Wieso ausgesetzt wenn aber der NationalExpress rollt ? Es kommt doch auf den Grund an.(allgemeine Personalausfälle gibt es dort täglich)

Wenn die Fahrdienstleiter streiken, fährt NX auch nicht...

Waldbahn, Mittwoch, 15.11.2023, 13:10 (vor 248 Tagen) @ Timo Humpert

- kein Text -

--
Gruß
Waldbahn

Wenn die Fahrdienstleiter streiken, fährt NX auch nicht...

Timo Humpert, Mittwoch, 15.11.2023, 13:11 (vor 248 Tagen) @ Waldbahn

Als Grund muss dann stehen: Streik ?

Es gibt eben zig andere Gründe

Mobilitätsgarantie NRW ausgesetzt

Garfield_1905, Mittwoch, 15.11.2023, 20:00 (vor 247 Tagen) @ Timo Humpert
bearbeitet von Garfield_1905, Mittwoch, 15.11.2023, 20:02

Nur für mich mal so zur Info: Hast Du eigentlich auch andere Sorgen als die Mobilitätsgarantie NRW ? Gefühlt haben 80% Deiner Beiträge mehr oder weniger, meistens mehr, damit zu tun.

Mobilitätsgarantie NRW ausgesetzt

EK-Wagendienst, EGST, Mittwoch, 15.11.2023, 20:13 (vor 247 Tagen) @ Garfield_1905

Nur für mich mal so zur Info: Hast Du eigentlich auch andere Sorgen als die Mobilitätsgarantie NRW ? Gefühlt haben 80% Deiner Beiträge mehr oder weniger, meistens mehr, damit zu tun.

Man muss ja von was leben.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Mobilitätsgarantie NRW ausgesetzt

Barzahlung, Freitag, 17.11.2023, 01:30 (vor 246 Tagen) @ EK-Wagendienst

Nur für mich mal so zur Info: Hast Du eigentlich auch andere Sorgen als die Mobilitätsgarantie NRW ? Gefühlt haben 80% Deiner Beiträge mehr oder weniger, meistens mehr, damit zu tun.


Man muss ja von was leben.

Wie soll ich mir das vorstellen, von sowas zu leben?
Bei dieser Prozedur geht man ja erstmal mit einem Batzen Geld in Vorleistung, um dann (vielleicht, aber auch nicht 100% sicher) den Betrag wieder rücküberwiesen zu bekommen.

Sicher übersehe ich etwas, aber mir fehlt wirklich gerade die Phantasie, wie man daraus ein Geschäftsmodell basteln will.

Mobilitätsgarantie NRW ausgesetzt

Reservierungszettel, KDU, Freitag, 17.11.2023, 01:46 (vor 246 Tagen) @ Barzahlung

Nur für mich mal so zur Info: Hast Du eigentlich auch andere Sorgen als die Mobilitätsgarantie NRW ? Gefühlt haben 80% Deiner Beiträge mehr oder weniger, meistens mehr, damit zu tun.


Man muss ja von was leben.


Wie soll ich mir das vorstellen, von sowas zu leben?
Bei dieser Prozedur geht man ja erstmal mit einem Batzen Geld in Vorleistung, um dann (vielleicht, aber auch nicht 100% sicher) den Betrag wieder rücküberwiesen zu bekommen.

Sicher übersehe ich etwas, aber mir fehlt wirklich gerade die Phantasie, wie man daraus ein Geschäftsmodell basteln will.

Es gab mal einen Bericht darüber wie das funktioniert https://m.bild.de/regional/ruhrgebiet/ruhrgebiet-aktuell/betrug-mit-taxi-gutscheinen-15...

- Person A beobachtet einen Fall für die Mobilitätsgarantie

- Person B (Taxifahrer) wird darüber informiert, diese rechnet eine Scheinfahrt ab.

- Person A reicht diese Scheinfahrt dann ein.

Nach Erstattung wird der Betrag X dann unter beiden aufgeteilt. Im genannten Fall waren Mitarbeiter beteiligt - geht natürlich auch als Privatperson…

Neuer Studiengang: Erstattungsmanagement.

Der Blaschke, Donnerstag, 16.11.2023, 00:22 (vor 247 Tagen) @ Garfield_1905

Hallo.

Der Diplom-Erstattungsmanager kennt sämtliche Garantien und Rechte und die Durchsetzung dieser.

Da ja niemand mehr niedere Arbeiten erledigen will, sondern jeder Schulabgänger studieren muss, wird es Zeit, für all die Klugen neue Studiengänge zu erfinden; müssen ja irgendwo alle bleiben ...


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Werden auch die DB-Lounges bestreikt?

Tobs, Region Köln/Bonn, Mittwoch, 15.11.2023, 12:48 (vor 248 Tagen) @ nscharrn

Hallo,

es ginge konkret um die Lounges in Düsseldorf oder Köln; Fahrkarte und Zutrittsberechtigung liegen vor. Es ging einfach darum, spontan ein paar Stunden arbeiten zu können. Bedauerlicherweise konnte ich hierzu keine Information finden, vielleicht weiß hier jemand mehr und/oder kann seine Erfahrungen aus vergangenen Streiks teilen.

Vielen Dank und beste Grüße,
Tobs

Werden auch die DB-Lounges bestreikt?

Tim Nabel, Mittwoch, 15.11.2023, 14:16 (vor 248 Tagen) @ Tobs

Glaube dass die meisten da bei der EVG sind, viele in der DB Lounge sind ehemalige Gastros, Zub/Zc und welche die gerade aus gesundheitlichen Gründen nicht fahren dürfen. Tf kenne ich nur einen.

Werden auch die DB-Lounges bestreikt?

paisadar, Mittwoch, 15.11.2023, 15:23 (vor 248 Tagen) @ Tobs

Vermutlich nicht.
Gestern unterhielt ich mich mit einem Mitarbeiter der Lounge über den angekündigten Streik und er erwähnte im Gespräch, dass er dann auch schauen muss, wie er morgen nach der Arbeit nach Hause kommt, falls alles ausfällt.

Grundsätzlich ja

JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 15.11.2023, 16:51 (vor 248 Tagen) @ Tobs

Der Streikaufruf gilt auch für das Personal in den Lounges. Düsseldorf war bei vergangenen Streiks auch durchaus schon zu, so cu kenne aber die Gewerkschaftsverhältnisse dort nicht.

--
Weg mit dem 4744!

2. Tarifrunde abgesagt

nscharrn, IC 2152, Mittwoch, 15.11.2023, 12:49 (vor 248 Tagen) @ nscharrn

2. Tarifrunde abgesagt - GDL PM dazu

ffz, Mittwoch, 15.11.2023, 20:26 (vor 247 Tagen) @ nscharrn

Hallo,

die GDL und Herr Weselsky finde die Absage der Verhandlungen von Herr Seiler und AGV-Move nicht gut und rufen für Donnerstag zu einer Demo in Berlin und Schwerin auf.

https://www.gdl.de/aktuelles/news/arbeitgeber-verweigert-verhandlungen/

Ich würde vermuten beide werden jetzt eine Weile schmollen und es wird weitere Streiks geben und eine baldige Urabstimmung der GDL über unbefristete Streiks.

Gruß

2. Tarifrunde abgesagt - GDL PM dazu

heinz11, Mittwoch, 15.11.2023, 21:26 (vor 247 Tagen) @ ffz

Hallo,

die GDL und Herr Weselsky finde die Absage der Verhandlungen von Herr Seiler und AGV-Move nicht gut und rufen für Donnerstag zu einer Demo in Berlin und Schwerin auf.

https://www.gdl.de/aktuelles/news/arbeitgeber-verweigert-verhandlungen/

Ja, die bissige Stellungnahme von Weselsky zeigt, daß er mit dieser Reaktion der DB AG nicht gerechnet hat. Den Vorständen nun aber Streik vorzuwerfen, und sie schulmeisterlich über ihre Pflichten belehren zu wollen, ist einfach nur armselig.

Aber was will er vor der Staatskanzlei in Schwerin? Und wie soll das funktionieren mit dem Demonstrationszug, wenn gestreikt wird?

2. Tarifrunde abgesagt - GDL PM dazu

sibiminus, Mittwoch, 15.11.2023, 21:50 (vor 247 Tagen) @ heinz11
bearbeitet von sibiminus, Mittwoch, 15.11.2023, 21:52

Den Vorständen nun aber Streik vorzuwerfen, und sie schulmeisterlich über ihre Pflichten belehren zu wollen, ist einfach nur armselig.

Ich weiß nicht so recht. War es nicht die DB, die schnellstmöglich eine Einigung am Verhandlungstisch wollte? Warum zieht sich die gleiche DB aus bereits vereinarten Gesprächen dann zurück? Beides zusammen ist unstimmig, entweder will man eine schnelle Einigung für Fahrgäste und Mitarbeiter oder man will auf seinen Positionen beharren. Denn nur wenn man miteinander redet - insbesondere wenn man nicht gleicher Meinung ist - kann man Konflikte lösen, nicht durch Beharren auf eigener Meinung und Absage vereinbarter Termine.

Und wie soll das funktionieren mit dem Demonstrationszug, wenn gestreikt wird?

Arbeitgeber reagieren auf Arbeitsniederlegungen regelmäßig mit Aussperrungen und Lohnabzug. Warum sollten sich streikende Arbeitnehmer dann am Arbeitsplatz aufhalten und nicht an solchen Demonstrationen beteiligen, von etwaigen Notdienstvereinbarungen abgesehen?

--
"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar

2. Tarifrunde abgesagt - DB PM dazu

Henrik, Mittwoch, 15.11.2023, 22:56 (vor 247 Tagen) @ sibiminus

Ja, die bissige Stellungnahme von Weselsky zeigt, daß er mit dieser Reaktion der DB AG nicht gerechnet hat. Den Vorständen nun aber Streik vorzuwerfen, und sie schulmeisterlich über ihre Pflichten belehren zu wollen, ist einfach nur armselig.

Ich weiß nicht so recht. War es nicht die DB, die schnellstmöglich eine Einigung am Verhandlungstisch wollte? Warum zieht sich die gleiche DB aus bereits vereinbarten Gesprächen dann zurück? Beides zusammen ist unstimmig, entweder will man eine schnelle Einigung für Fahrgäste und Mitarbeiter oder man will auf seinen Positionen beharren. Denn nur wenn man miteinander redet - insbesondere wenn man nicht gleicher Meinung ist - kann man Konflikte lösen, nicht durch Beharren auf eigener Meinung und Absage vereinbarter Termine.

klar..

Dass Weselsky bzw. die GDL eine solche Meldung nun rausgibt, ist plausibel.. ;)
Dass er mit so einer Reaktion nicht gerechnet hat, nimmt ihm niemand ab.
Wer spontan einen großen Streik vor Verhandlungsbeginn genau an den verabredeten Verhandlungstagen durchführt, hat auch kein Interesse, an jenen Tagen zu verhandeln.
Da machen Gespräche keinen Sinn.

Es sind letzte Woche gemeinsam vier Doppel-Gespräche vereinbart worden,
für diese wie auch die nächst folgenden drei Wochen.

Eine möglichst schnelle Einigung unterstelle ich eher mal beiden Seiten. ;)

Für die vereinbarten Termine der nächsten Wochen ist die DB gewiss weiter offen, solang an jenen Tagen nicht gestreikt wird.

Wortlaut:

DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Wir werden in dieser Woche nicht mit der Lokführergewerkschaft verhandeln. Entweder man streikt oder man verhandelt, beides gleichzeitig geht nicht. DB und Lokführergewerkschaft hatten eigentlich einen klaren Fahrplan vereinbart, dass es auf der Grundlage des 11-Prozent-Angebots weitergeht. Wer Verabredungen bricht und Millionen Reisende mit einem kurzfristigen Streik in Haftung nimmt, kann nicht erwarten, dass wir einfach weiter am Verhandlungstisch sitzen. Das bewusste Legen eines Streiks auf einen vereinbarten Verhandlungstermin ist eine einmalige Eskalation in unserer Sozialpartnerschaft, die wir nicht akzeptieren.“

https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Presse-Blog-All...


Demonstrationen an Streiktagen halte ich für nicht ungewöhnlich..

2. Tarifrunde abgesagt - DB PM dazu

sibiminus, Donnerstag, 16.11.2023, 00:07 (vor 247 Tagen) @ Henrik

Dass Weselsky bzw. die GDL eine solche Meldung nun rausgibt, ist plausibel.. ;)

Wie gesagt: Ich weiß nicht so recht. Einerseits ist bekannt dass die GDL unter Weselsky vor Streiks nicht zurückschreckt und Weselsky nicht gerade für deeskalierende Rhetorik bekannt ist. Ob das jetzt „gängige Praxis“ wie von der einen Seite behauptet oder eine von der anderen Seite behauptete „einmalige Eskalation“ ist, kann ich nicht beurteilen.

Dass er mit so einer Reaktion nicht gerechnet hat, nimmt ihm niemand ab.
Wer spontan einen großen Streik vor Verhandlungsbeginn genau an den verabredeten Verhandlungstagen durchführt, hat auch kein Interesse, an jenen Tagen zu verhandeln.
Da machen Gespräche keinen Sinn.

Warum? Wie nähert man sich durch eine Absage der Lösung dieser Auseinandersetzung, ich verstehe es wirklich nicht. Einige Monate zurück hatte selbst die EVG die DB zum „Verzicht auf Tariffolklore“ aufgefordert und letztlich auch gestreikt.

Es sind letzte Woche gemeinsam vier Doppel-Gespräche vereinbart worden,
für diese wie auch die nächst folgenden drei Wochen.

Eine möglichst schnelle Einigung unterstelle ich eher mal beiden Seiten. ;)

Ich gehe nicht davon aus, dass die GDL eine schnelle Einigung priorisiert. Wozu auch? Begrenzenden Faktor sähe ich höchstens neben Verhältnismäßigkeit in der Streikkasse, aber das hat mit der Einigungsgeschwindigkeit nur indirekt zu tun.

--
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2. Tarifrunde abgesagt - DB PM dazu

mrhuss, FKON, Donnerstag, 16.11.2023, 11:32 (vor 247 Tagen) @ sibiminus

Eine möglichst schnelle Einigung unterstelle ich eher mal beiden Seiten. ;)

Ich gehe nicht davon aus, dass die GDL eine schnelle Einigung priorisiert. Wozu auch?

Vielleicht weil auch die GDL-Mitglieder Ergebnisse sehen wollen, wo die EVG ja diesmal zuerst dran war. Und wo Weselsky schon seit Jahren das Narrativ verbreitet, die EVG sei zu arbeitgeberfreundlich, muss er jetzt auch liefern.

Nettes Detail übrigens bzgl. der "Tarifverhandlungen" der GDL mit der Genossenschaft FairTrain:

"Die Tarifverhandlungen innerhalb der Genossenschaft sind bereits abgeschlossen – ohne dass es angestellte Lokführer gibt. Geeinigt haben sich GDL und Fair Train auf eine Arbeitszeit von 38 Stunden."

aus https://www.zeit.de/2023/47/claus-weselsky-lockfuehrer-gewerkschaft-tarifstreit/seite-2

Von der DB fordert man eine 35-Stunden-Woche. Die FairTrain ist die Genossenschaft, die von der GDL gegründet wurde.

Begrenzenden Faktor sähe ich höchstens neben Verhältnismäßigkeit in der Streikkasse

Das Streikgeld wurde jedenfalls in den letzten Runden zu zwei Drittel vom dbb gesponsort, früher sogar zu 100%. Es ist allerdings geringer als das normale Gehalt. In einer der vergangenen Runden hat nach einiger Zeit des Streiks der dbb allerdings schon mal verlauten lassen, man möge doch endlich in die Schlichtung gehen.

Deutsche Bahn bereit für weitere Verhandlungen mit der GDL

Henrik, Freitag, 17.11.2023, 18:24 (vor 246 Tagen) @ Henrik

Wer spontan einen großen Streik vor Verhandlungsbeginn genau an den verabredeten Verhandlungstagen durchführt, hat auch kein Interesse, an jenen Tagen zu verhandeln.
Da machen Gespräche keinen Sinn.

Es sind letzte Woche gemeinsam vier Doppel-Gespräche vereinbart worden,
für diese wie auch die nächst folgenden drei Wochen.

Für die vereinbarten Termine der nächsten Wochen ist die DB gewiss weiter offen, solang an jenen Tagen nicht gestreikt wird.

Wortlaut:

DB-Personalvorstand Martin Seiler: „... Entweder man streikt oder man verhandelt, beides gleichzeitig geht nicht. DB und Lokführergewerkschaft hatten eigentlich einen klaren Fahrplan vereinbart... Wer Verabredungen bricht und Millionen Reisende mit einem kurzfristigen Streik in Haftung nimmt, kann nicht erwarten, dass wir einfach weiter am Verhandlungstisch sitzen. Das bewusste Legen eines Streiks auf einen vereinbarten Verhandlungstermin ist eine einmalige Eskalation in unserer Sozialpartnerschaft, die wir nicht akzeptieren.“

https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Presse-Blog-All...

10:30 | Deutsche Bahn bereit für weitere Verhandlungen mit der GDL

Der vereinbarte Verhandlungstermin mit der GDL in der kommenden Woche findet selbstverständlich statt. Es sei denn, die GDL streikt am Verhandlungstermin selbst. Die DB will im Sinne der Mitarbeitenden und der Fahrgäste eine Lösung am Verhandlungstisch.

https://www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/Presse-Blog-All...

Herrje, diese STINKLANGWEILIGEN Pressemitteilungen

Der Blaschke, Donnerstag, 16.11.2023, 00:32 (vor 247 Tagen) @ ffz

Hey.

Dieser langweilige Kindergartenquatsch. Obwohl man den Kindern damit Unrecht tut - die sind klüger.

Ich hab Recht, der andere ist doof.
Nee, gar nicht. Du bist doof. Ich bin der Gute.

Affig.

Wobei mir bei 'affig' ein Zoogehege einfällt. Seiler und Weselsky ab ins Dschungelcamp oder zu Big Brother. Dass sie 24/7 aufeinanderhängen und allzeit öffentlich sind dabei.


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Herrje, diese STINKLANGWEILIGEN Pressemitteilungen

Reservierungszettel, KDU, Freitag, 17.11.2023, 01:53 (vor 246 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von Reservierungszettel, Freitag, 17.11.2023, 01:53

Hey.

Dieser langweilige Kindergartenquatsch. Obwohl man den Kindern damit Unrecht tut - die sind klüger.

Ich hab Recht, der andere ist doof.
Nee, gar nicht. Du bist doof. Ich bin der Gute.

Affig.

Wobei mir bei 'affig' ein Zoogehege einfällt. Seiler und Weselsky ab ins Dschungelcamp oder zu Big Brother. Dass sie 24/7 aufeinanderhängen und allzeit öffentlich sind dabei.


Schöne Grüße von jörg

Am lustigsten ist der Herr Seiler mit seinem Spruch: Wir werden in dieser Woche nicht mit der Lokführergewerkschaft verhandeln. Entweder man streikt oder man verhandelt, beides gleichzeitig geht nicht.

Warum das nicht „geht“ hat er natürlich nicht weiter erläutert.

In dem Zusammenhang frage ich mich was der gute macht falls es mal zu einem unbefristeten Streik kommt. Geht eine Verhandlung dann auch nicht - das hieße dann im Umkehrschluss Streik für immer.

Herrje, diese STINKLANGWEILIGEN Pressemitteilungen

musicus, Freitag, 17.11.2023, 09:35 (vor 246 Tagen) @ Reservierungszettel

Warum das nicht „geht“ hat er natürlich nicht weiter erläutert.

Weil man während laufender Verhandlungen nicht zu Kampfmaßnahmen greift.

In dem Zusammenhang frage ich mich was der gute macht falls es mal zu einem unbefristeten Streik kommt. Geht eine Verhandlung dann auch nicht - das hieße dann im Umkehrschluss Streik für immer.

*schenkelklopf*
Da wäre die Ausgangslage aber eher andersherum: unbefristeter Streik setzt mehr oder weniger ein Scheitern der Verhandlungen oder eine völlig aussichtslose Gesprächssituation voraus. Ja, auch dann wird man höchstwahrscheinlich nicht weiterverhandeln, sondern eher in Richtung Schlichtung arbeiten.

Herrje, diese STINKLANGWEILIGEN Pressemitteilungen

sibiminus, Samstag, 18.11.2023, 10:46 (vor 245 Tagen) @ musicus

Warum das nicht „geht“ hat er natürlich nicht weiter erläutert.

Weil man während laufender Verhandlungen nicht zu Kampfmaßnahmen greift.

Da stimme ich dir zu, das ist - vorsichtig formuliert - schlechter Stil. Nur wenn der DB an einer schnellen Einigung gelegen ist wie von Seiler proklamiert, und das Gegenüber nunmal handelt wie es handelt: Wie führt die Absage von Verhandlungen zu Fortschritten in der Beilegung dieser Auseinandersetzung? Das beides passt für mich nicht übereinander. Sprachlosigkeit führt doch nicht weiter.

--
"Diese Preise sorgen dafür, daß die Bahn an anderer Stelle immer mehr rationalisieren und einsparen wird. Nicht oben in den Höhenluftbüros, nein, unten an der Basis auf dem Bahnsteig oder im Zug. Am Fahrkartenschalter. Bei den Ansagen." ~ Alibizugpaar

Vielleicht wollten die Verhandler mit der Bahn anreisen.

mrhuss, FKON, Sonntag, 19.11.2023, 15:03 (vor 244 Tagen) @ Reservierungszettel

Entweder man streikt oder man verhandelt, beides gleichzeitig geht nicht.

Warum das nicht „geht“ hat er natürlich nicht weiter erläutert.

Vielleicht wollten die Verhandler mit der Bahn anreisen.

Urabstimmung beginnt

nscharrn, IC 2152, Freitag, 17.11.2023, 19:54 (vor 245 Tagen) @ nscharrn

Urabstimmung beginnt

VT 609, Freitag, 17.11.2023, 20:05 (vor 245 Tagen) @ nscharrn
bearbeitet von VT 609, Freitag, 17.11.2023, 20:07

Weselsky ist von allen guten Geistern verlassen! Anders kann man das nicht nennen. Das zeigt einmal mehr, dass er an ernsthaften Verhandlungen nicht interessiert ist, sondern sich von Anfang an vorgenommen hat zu streiken; im Prinzip hat er es im Oktober selbst gesagt. Er weiß haargenau, dass die Absage der Gespräche gestern und heute nur eine Reaktion auf seinen Streik war. Es gehört sich nicht, erst Verhandlungstermine zu vereinbaren und dann ausgerechnet an einem Verhandlungstag zu streiken - und gleich nach der ersten Verhandlungsrunde zu streiken. Was anderes wäre es, wenn sich der Tarifkonflikt schon eine Weile hinziehen würde, aber so habe ich kein Verständnis dafür!

Hoffentlich klagt die DB dagegen!

Klage gegen Urabstimmung sinnlos

ffz, Freitag, 17.11.2023, 20:31 (vor 245 Tagen) @ VT 609

Hallo,

so lange es nicht zu unbefristeten Streiks kommt, sondern nur eine Urabstimmung läuft, ist eine Klage dagegen mEn sinnlos und befeuert den Konflikt nur. Es ist ja nicht gesagt, dass wirklich 75% der GDL Mitglieder für unbefristete Streiks stimmen, was Voraussetzung dafür ist, dass die Urabstimmung erfolgreich ist.

Sollte es zu unbefristeten Streiks kommen, dann können die betroffenen Arbeitgeber dagegen klagen, ob die vor dem Arbeitsgericht Frankfurt am Main Erfolg haben, wird man dann sehen.

Es dürfte also ein Streikreicher November und Dezember werden.

Gruß

Klage gegen Urabstimmung sinnlos

Waldbahn, Freitag, 17.11.2023, 20:43 (vor 245 Tagen) @ ffz

Hallo,

so lange es nicht zu unbefristeten Streiks kommt, sondern nur eine Urabstimmung läuft, ist eine Klage dagegen mEn sinnlos und befeuert den Konflikt nur. Es ist ja nicht gesagt, dass wirklich 75% der GDL Mitglieder für unbefristete Streiks stimmen, was Voraussetzung dafür ist, dass die Urabstimmung erfolgreich ist.

Dann mach mal eine spontane Umfrage bei DSO, da wirst du gleich auf 100% kommen.

Sollte es zu unbefristeten Streiks kommen, dann können die betroffenen Arbeitgeber dagegen klagen, ob die vor dem Arbeitsgericht Frankfurt am Main Erfolg haben, wird man dann sehen.

Es dürfte also ein Streikreicher November und Dezember werden.

Leider ja, durch den Unwillen zur Einigung von CW und seinem Verein...

--
Gruß
Waldbahn

Streikreicher November und Dezember

Henrik, Samstag, 18.11.2023, 01:21 (vor 245 Tagen) @ Waldbahn

so lange es nicht zu unbefristeten Streiks kommt, sondern nur eine Urabstimmung läuft, ist eine Klage dagegen mEn sinnlos und befeuert den Konflikt nur. Es ist ja nicht gesagt, dass wirklich 75% der GDL Mitglieder für unbefristete Streiks stimmen, was Voraussetzung dafür ist, dass die Urabstimmung erfolgreich ist.

Dann mach mal eine spontane Umfrage bei DSO, da wirst du gleich auf 100% kommen.

Ein solcher Umfrage-Thread würde nicht lange Bestand haben.. ;)

Sollte es zu unbefristeten Streiks kommen, dann können die betroffenen Arbeitgeber dagegen klagen, ob die vor dem Arbeitsgericht Frankfurt am Main Erfolg haben, wird man dann sehen.

Es dürfte also ein Streikreicher November und Dezember werden.

Leider ja, durch den Unwillen zur Einigung von CW und seinem Verein...

..und wer hätte im Vorfelde anderes erwartet?

wie war das vor nem halben Jahr die Tarifverhandlungen mit der EVG,
die versuchten teils ja auch ein bisschen auf hart, waren dann mit dem einen angekündigten Streik vor Gericht gescheitert..
Da hieß es damals schon täglich in der Presse, dass das alles harmlos sei, im Vergleich zu dem was uns im Herbst mit der GDL bevorstehen würde..

Jetzt mit Mittwochabend und Donnerstag finde ich von den Auswirkungen noch recht harmlos
und es war ja auch sehr gut angekündigt, sämtliche Medien berichteten im Vorfelde von den 20%-Notfallplänen der DB (die wenigsten bezogen sich rein nur auf die BILD), die ja auch so umgesetzt wurden.

Kann ja sehr gut sein, dass es noch weitere Streiks geben wird,
die Verkehrsströme in der Adventszeit sind durchaus sehr unterschiedlich.
Für uns dürfte wohl der Fr. 22.12.2023 sehr interessant sein.
Da bin ich mir aber sehr sicher, dass die GDL nur spielt und es nicht auf einen Streik an jenen Tag drauf ankommen lässt - da sollten ja auch eh so einige Verhandlungstermine bereits zurückliegen.

Unfaßbar

Waldbahn, Freitag, 17.11.2023, 20:22 (vor 245 Tagen) @ nscharrn
bearbeitet von Waldbahn, Freitag, 17.11.2023, 20:27

Damit wird dieser Verein endgültig seine Reputation in der Gesellschaft verlieren. Und wie schon geschrieben, hoffentlich stellt das Arbeitsgericht Frankfurt die Unverhältnismäßigkeit fest. Wie war das noch Tarifverträge sind Kompromisse- scheinbar nur, wenn sie zum Besten für diesen Verein ausgehen.

Naja die Forderungen die Boni von Führungskräften durch die GdL mitbestimmen zu lasen ist ja auch so toll in der letzten Tarifeinigung eingeflossen.

--
Gruß
Waldbahn

Die Böse DB, CW macht einen auf Opferrolle

Waldbahn, Freitag, 17.11.2023, 20:38 (vor 245 Tagen) @ Waldbahn
bearbeitet von Waldbahn, Freitag, 17.11.2023, 20:40

https://www.gdl.de/aktuelles/news/gdl-leitet-urabstimmung-ein/

"Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) war auch am heutigen Freitag in Berlin verhandlungsbereit. Doch die Deutsche Bahn verweigerte auch heute die Verhandlung, obwohl der Streik der GDL gestern um 18:00 Uhr beendet wurde."

Wer hat noch gleich trotz vereinbarter Termine gleich einen Warnstreik durchgeführt?

"Derzeit gibt es kein klares Signal für weitere Verhandlungen, ein neues Angebot liegt nicht vor"

Hat man über das vorgelegte Angebot überhaupt gesprochen, als nur medienwirksam Hände zu schütteln?

Der DB-Konzern geht sogar noch einen Schritt weiter und verweigert den GDL-Mitgliedern im Bereich der Infrastruktur ihr grundgesetzliches geschütztes Recht auf einen eigenen Tarifvertrag. Das ist die gleiche – übrigens durch nichts gerechtfertigte – Verweigerungshaltung wie auch schon 2007/2008 bei den Lokomotivführern, 2014/2015 bei den Zugbegleitern und 2020/2021 bei den Kollegen der weiteren Berufe im Bereich der DB Cargo AG, DB Regio AG und DB Fernverkehr AG. Die Geschichte wiederholt sich also zum vierten Male und die hochbezahlten Manager des roten Riesen verschwenden immer wieder Steuergelder, ohne jedwede Aussicht auf Erfolg. Grundgesetzlich geschützte Rechte einer Gewerkschaft und ihrer Mitglieder stehen für niemanden zur Disposition!

Es gilt noch immer das TEG, dass in Karlsruhe für mit dem Grundgesetz vereinbar erklärt wurde.

--
Gruß
Waldbahn

Ja, es fällt auf, bei CW...

heinz11, Freitag, 17.11.2023, 21:03 (vor 245 Tagen) @ Waldbahn

...sind grundsätzlich immer die anderen Schuld.

Wie kann das nur sein?

4652, Freitag, 17.11.2023, 21:10 (vor 245 Tagen) @ nscharrn

Hi,

nachdem seitens der GDL bereits vor dem Start der Verhandlungen schon mit unbefristeten Streiks gedroht wurde, gab es innerhalb einer Woche nach Verhandlungsstart schon ein Warnstreik und jetzt geht es bereits zur Urabstimmung. Aus ausländischer (niederländischer) Sicht kommt mir das extrem seltsam vor, denn in den NL kommt es nur zu Streiks nachdem Verhandlungen ergebnislos gescheitert sind und keine Verhandlungstermine mehr vorgesehen sind. Leider kommt das dann auch ab und an vor, aber die hier gezeigte Vorgehensweise kann ich gar nicht nachvollziehen. Es scheint mir, als ob die GDL ohnehin auf Streiks ansteuern wollte, denn warum würde man sonst schon vor Verhandlungsbeginn drohen mit unbefristeten Streiks? Funktioniert das in Deutschland generell so, dass es bei Tarifverhandlungen auch innerhalb kürzer Zeit direkt zu Streiks kommen kann, oder ist die Aufstellung der GDL tatsächlich so extrem?

Beste Grüße
aus Arnhem

Wie kann das nur sein?

VT 609, Freitag, 17.11.2023, 21:51 (vor 245 Tagen) @ 4652

Funktioniert das in Deutschland generell so, dass es bei Tarifverhandlungen auch innerhalb kürzer Zeit direkt zu Streiks kommen kann, oder ist die Aufstellung der GDL tatsächlich so extrem?

Nein, das ist schon extrem und liegt vor allem am Vorsitzenden der GDL, Claus Weselsky. Normalerweise wird auch in Deutschland erstmal verhandelt und erst dann gestreikt, wenn der Arbeitgeber auf Forderungen der Gewerkschaft wiederholt nicht eingeht oder ein zu niedriges Angebot macht.

Ich stimme dir vollkommen zu, dass Weselsky von vornherein nur auf Streik aus war.

Wie kann das nur sein?

EK-Wagendienst, EGST, Freitag, 17.11.2023, 22:38 (vor 245 Tagen) @ 4652

Hi,

nachdem seitens der GDL bereits vor dem Start der Verhandlungen schon mit unbefristeten Streiks gedroht wurde, gab es innerhalb einer Woche nach Verhandlungsstart schon ein Warnstreik und jetzt geht es bereits zur Urabstimmung. Aus ausländischer (niederländischer) Sicht kommt mir das extrem seltsam vor, denn in den NL kommt es nur zu Streiks nachdem Verhandlungen ergebnislos gescheitert sind und keine Verhandlungstermine mehr vorgesehen sind. Leider kommt das dann auch ab und an vor, aber die hier gezeigte Vorgehensweise kann ich gar nicht nachvollziehen. Es scheint mir, als ob die GDL ohnehin auf Streiks ansteuern wollte, denn warum würde man sonst schon vor Verhandlungsbeginn drohen mit unbefristeten Streiks? Funktioniert das in Deutschland generell so, dass es bei Tarifverhandlungen auch innerhalb kürzer Zeit direkt zu Streiks kommen kann, oder ist die Aufstellung der GDL tatsächlich so extrem?

In Frankreich braucht man zum Streiken nicht mal einen Anlass, das bekommen die auch ganz spontan hin.
In Belgien soll vom 5. bis 7. Dezember 23 gestreikt werden, hatte das heute wo gelesen.

--
Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Urabstimmung bedeutet nicht sofort Streik

Nordy, Samstag, 18.11.2023, 00:34 (vor 245 Tagen) @ nscharrn

Warum wird diese Urabstimmung gleich so verrissen?
C.W. darf doch wohl seine Mitglieder erstmal abstimmen lassen und holt sich damit vielleicht Rückenwind und kann mehr Druck aud die Bahn machen. Es bedeutet doch nicht bei Ergebnissverlesung ein Sofortstreik.
Vielleicht sind seine Mitglieder ja auch anderer Meinung und freuen sich über das "tolle" Angebot der Bahn und geben der Führung der GdL einen Auftrag zum Verhandeln durch ihre Ablehnung?
Was spricht dagegen schon jetzt die Meinung der Mitglieder zu kennen, ist das nicht sogar eine Verbesserung und Druckaufbau für Verhandlungen.
Aber hier wird gleich Gerichtseinschaltung geschriehen, wo bitte steht , ab wann eine Urabstimmung gemacht werden darf?

Urabstimmung bedeutet nicht sofort Streik

Henrik, Samstag, 18.11.2023, 01:07 (vor 245 Tagen) @ Nordy

Warum wird diese Urabstimmung gleich so verrissen?
C.W. darf doch wohl seine Mitglieder erstmal abstimmen lassen und holt sich damit vielleicht Rückenwind und kann mehr Druck auf die Bahn machen. Es bedeutet doch nicht bei Ergebnisverlesung ein Sofortstreik.
Vielleicht sind seine Mitglieder ja auch anderer Meinung und freuen sich über das "tolle" Angebot der Bahn und geben der Führung der GdL einen Auftrag zum Verhandeln durch ihre Ablehnung?
Was spricht dagegen schon jetzt die Meinung der Mitglieder zu kennen, ist das nicht sogar eine Verbesserung und Druckaufbau für Verhandlungen.
Aber hier wird gleich Gerichtseinschaltung geschriehen, wo bitte steht , ab wann eine Urabstimmung gemacht werden darf?

Dein Vorredner:in hat dieses nicht verrissen, die DB auch nicht.

Wir hier im Forum dürfen alles mögliche kritisieren (in diesem Themenkomplex haben wir hier ja mehr Freiheiten als bei DSO).

wie ffz schon schrieb, man wird sehen, was dabei rauskommen könnte..

Die DB steht offenbar zu Verhandlungen bereit, sofern nicht zum gleichen Zeitpunkt gestreikt wird.

Die Art und Weise und der Zeitpunkt sind entscheidend

Waldbahn, Samstag, 18.11.2023, 07:14 (vor 245 Tagen) @ Nordy

Moin

Die Art und Weise wie hier seitens CW in die Tarifrunde gegangen worden ist und der Zeitpunkt sind hier von Bedeutung. Das ganze hat (wie ich es schon einmal erwähnt habe und wie es auch einige Kommentare in den Medien sehen) nur ein Ziel, hier möchte sich jemand ein ganz großes Denkmal setzen.
Urabstimmungen kommen sonst erst zu Stande, wenn sich beide Seiten nach mehreren Verhandlungen nicht einigen könnten. Kennst du eine andere Tarifauseinandersetzung in anderen Branchen, wo derart brachial vorgegangen würde?
Normalerweise sondiert man doch in der ersten Runden ersteinmal einen Gesprächsfahrplan. Dann klärt man Themen, wo sich beide schnell einig sind und geht dann die dicken Brocken an.
Hier macht man aber den Eindruck man will alles der Maximalförderung gleich im der ersten Viertelstunde geklärt wissen.

Auch geht mir dieses ständige abfällige Gerede von CW über seine Verhandlungspartner auf der anderen Seite dermaßen auf den Zwirn, dass ich um/abschalten muss wenn ich den sehe. Respektvoller Umgang gerade in der Öffentlichkeit sollte man theoretisch vorraussetzen, aber der kann oder will das nicht...

Und schau dir doch an, wie er sich im Medienecho suhl und diese Auftritte zelebriert und scheinbar (Phishing for Compliments) das ganze geniesst. Selbst sein Vorgänger im Amt des Vorsitzenden (auch ein harter Verhandler) hat sich schon lange von ihm distanziert.

--
Gruß
Waldbahn

Gerichtliche Prüfung eines unbefristeten Streiks

Waldbahn, Samstag, 18.11.2023, 08:57 (vor 245 Tagen) @ Nordy

Moin

Les dich mal hier ein. https://www.haufe.de/personal/haufe-personal-office-platin/arbeitskampfrecht-64-der-gru...

Seit seiner zweiten grundlegenden Arbeitskampfrechtsentscheidung vom 21.4.1971 stellt das BAG jeden Arbeitskampf mit der vierten und für die in der Praxis auftretenden Konflikte wichtigsten Kampfregel unter das ungeschriebene verfassungsrechtliche Gebot der Verhältnismäßigkeit. Arbeitskämpfe dürfen nur eingeleitet und durchgeführt werden, wenn sie zur Erreichung rechtmäßiger Kampfziele, die ja für eine fortdauernde Beschäftigung nach Ende des Arbeitskampfes angestrebt werden, geeignet, sachlich erforderlich und angemessen sind.
(...)
Streiks sind nur erforderlich, wenn die anderweitigen Verständigungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Der Streik muss "ultima ratio" sein. Die Verständigungsmöglichkeiten in Tarifverhandlungen müssen ausgereizt sein, eine Verständigung ohne den verstärkenden Druck eines Streiks muss ausgeschlossen erscheinen.

So viel zum Thema, bevor man überhaupt mit einander gesprochen hat, von unbefristeten Streiks zu fabulieren.

--
Gruß
Waldbahn

Gerichtliche Prüfung eines unbefristeten Streiks

Leitstelle, Montag, 20.11.2023, 23:00 (vor 242 Tagen) @ Waldbahn

Ich weiß ja nicht wie du zu deiner Bewertung kommst, denn ich ich gehe mal davon aus dass du bei keiner der Verhandlungen mit dabei gewesen bist. Nur soviel dazu, es wurde tatsächlich verhandelt mit dem Ziel ein abschussfähiges Ergebnis zu erreichen. Nun ist es aber auch einfach so, wenn man nach den ersten Treffen bis spät in die Nacht zusammen sitzt und absolut keine Bewegung auf der Arbeitgeberseite erkennbar ist, dann macht es einfach keinen Sinn Verhandlungen auf diesem Niveau weiter in die Länge zu ziehen. Machen wir uns nichts vor, die Arbeitgeber sprich die EVU sind alle untereinander vernetzt und haben das große Taktieren bereits begonnen. Keiner möchte der Erste sein oder gar das neue Marktniveau bestimmen, man will jetzt erstmal abwarten und beobachten wer sich als erstes auf einen „Deal“ einlässt. Es bleibt also spannend, wie es sich weiter entwickelt.

Gerichtliche Prüfung eines unbefristeten Streiks

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 21.11.2023, 01:01 (vor 242 Tagen) @ Waldbahn

So viel zum Thema, bevor man überhaupt mit einander gesprochen hat, von unbefristeten Streiks zu fabulieren.

Grade wenn eine Seite nicht zu Verhandlungen bereit ist, gibt es doch kein milderes Mittel? Genau das war ja 2007 schon der große Streit: darf die GDL zum Streik aufrufen, um den Arbeitgeber in Verhandlungen zu zwingen. Und zumindest damals durfte sie.

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Weg mit dem 4744!

Streik über Weihnachten unwahrscheinlich

nscharrn, IC 2152, Dienstag, 21.11.2023, 11:33 (vor 242 Tagen) @ nscharrn

Einfach nur noch unseriös dieser Mensch

Waldbahn, Dienstag, 21.11.2023, 11:53 (vor 242 Tagen) @ nscharrn
bearbeitet von Waldbahn, Dienstag, 21.11.2023, 11:55

Moin

ja watt denn nu fragt der Ruhrpottler. Rin in de Kartoffeln ( https://www.ice-treff.de/index.php?id=688256 ) raus aus de Kartoffeln.

Und am Ende streikt er doch mit Ankündigung am 18.12.23 vom 19.12.23 18.00 bis 29.12.23 05:00. Ätsch...

So was nennt sich seriös...

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Gruß
Waldbahn

Einfach nur noch unseriös dieser Mensch

Leitstelle, Dienstag, 21.11.2023, 12:41 (vor 242 Tagen) @ Waldbahn

Was erwartest du denn jetzt? Einen detaillierten Streikplan für die nächsten Monate?

Einfach nur noch unseriös dieser Mensch

Junior, Dienstag, 21.11.2023, 18:27 (vor 242 Tagen) @ Leitstelle

Was erwartest du denn jetzt? Einen detaillierten Streikplan für die nächsten Monate?

Also zumindest ich erwarte jedenfalls, dass ein Mensch in so einer Position seriös ist und Verhandlungspartner /-gegner keinesfalls als "Vollpfosten" und "Nieten" bezeichnet.

Einfach nur noch unseriös dieser Mensch

Waldbahn, Dienstag, 21.11.2023, 18:36 (vor 242 Tagen) @ Leitstelle

Hallo

nein ich erwarte keinen Streikplan.
A ber er selbst hat doch (schau[t] in den verlinkten ARD Text) angekündigt, dass es keinen Weihnachtsfrieden geben soll. Warum jetzt das "Schwanz einziehen", doch Angst das sein Denkmal das er sich setzen will doch Kratzer bekommt?
Jemand der so polternd auftritt und sich im Medienecho suhlt ist unseriös und es ist mir unverständlich, warum seine Mitglieder ihm so blind jubelnd folgen - das hat schon fast was von chinesischem Personenkult...

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Gruß
Waldbahn

Einfach nur noch unseriös dieser Mensch

Manitou, Freitag, 24.11.2023, 02:55 (vor 239 Tagen) @ Waldbahn

Da der Güterverkehr zu Weihnachten ohnedies weitgehend ruht und in der Woche "zwischen den Jahren" geringer ist, als normalerweise, macht da ein Streik weniger Sinn, denn der Druck ist geringer, als wenn entweder bis zum 20. Dez. oder erst wieder im januar gestreikt wird.

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