(ZM:) ÖBB-Chef Matthä: Plagiatsverdacht bei Doktorarbeit (Allgemeines Forum)

Der Blaschke, Freitag, 15.09.2023, 01:37 (vor 307 Tagen)

Moin.

Der nächste bitte ... Kürzlich hat es erdt einen Vorstand der Zillertalbahn erwischt:

https://www.derstandard.at/story/3000000176495/doktorarbeit-offenbar-plagiat-zillertalb...

Jetzt ist der ÖBB-Boss dran.

Er soll es sogar richtig wild getrieben haben. Aus anderen Quellen zitiert - diese Quellen aber nicht angegeben haben. Soweit normal. Dafür aber - und das ist dann der Megakracher - andere, sozusagen alternative Quellenangaben genannt haben. Wo das vermeintlich Zitierte aber gar nicht steht.


https://plagiatsgutachten.com/blog/diplomarbeit-oebb-matthae/ :

Der Fall Matthä bringt das Problem in Österreich wie selten ein Fall zuvor (...) auf den Punkt: Warum wird ein akademischer Großbetrüger Chef von mehr als 40.000 Menschen?


Der Bahnchef sagt: "Ich habe Studium, Diplomarbeit und Diplomprüfung nach bestem Wissen und Gewissen erledigt."

https://www.derstandard.at/story/3000000186329/plagiatsjaeger-weber-erhebt-schwere-vorw...

Die ÖBB sagen, "dass Matthä seit 1982 bei der Staatsbahn beschäftigt ist und sein Studium gemacht habe, um sein fachliches Know-how zu vertiefen und seinen Horizont zu erweitern – aus persönlichem Bildungshunger. Seine Karriere sei durch dieses Studium nicht beeinflusst worden."

Jetzt soll die FH Wien das Werk prüfen.
Na dann.


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Aufmerksamkeitssuchender will erfolgreichen CEO stürzen

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 15.09.2023, 04:21 (vor 306 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von J-C, Freitag, 15.09.2023, 04:24

Die Resonanz scheint jedenfalls auf sozialen Medien eher gegen den „Plagiatsjäger“ selbst als gegen Matthä Stimmung zu haben. Herr Matthä kriegt da außergewöhnlich viel Wertschätzung zu spüren - ganz zum Leidwesen des „Plagiatsjägers“

Ein CEO, der im Konzern die Karriereleiter von unten her aufgestiegen ist und damit eben genau das ist, was einige sich zu wünschen scheinen vom CEO einer Bahngesellschaft, lässt sich eben nicht so leicht in Ungnade bringen. Stefan Weber versucht ja so zu tun, als hätte Matthä seine Position alleine diesem Titel zu verdanken, aber in Wahrheit steckt da viel Arbeit und Fleiß. Er ist eben im Konzern geachtet und geschätzt.

Und dann ist es auch ein Titel bei der Fachhochschule Wien. Ich denke, ihm ging es nicht um den Titel, sondern eben um die Erfahrung, so wie er es sagte. Da werden eben Dinge vom „Plagiatsjäger“ behauptet, die erst einmal geprüft werden müssen. Das als Tatsache hinzustellen ist hochgradig unseriös finde ich.

Er will klar die Aufmerksamkeit der Medien, auch für sein neues Buch. Die kriegt er an sich auch. Aber ob das ein Gewinn ist?

Man kann das so machen, nur wird man sich nicht den Namen machen, den man sich erhofft. Es sei denn man will sich einen fragwürdigen Namen machen.

--
Mit freundlichen Grüßen
*Möwengeräusche*

Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?

Jedes Schrifterl ist ein Gifterl.

Der Blaschke, Freitag, 15.09.2023, 06:06 (vor 306 Tagen) @ J-C

Huhu.

Altes Motto - gilt in Österreich aber ganz besonders. Auch wenn der Zusammenhang ein anderer ist: hier paßt's auch ... ;-)

Und dann ist es auch ein Titel bei der Fachhochschule Wien. Ich denke, ihm ging es nicht um den Titel, sondern eben um die Erfahrung, so wie er es sagte.

Nice - aber am Thema vorbei. Wie die ganze Stellungnahme ja weitgehend gar nicht um das Thema geht. Sondern im Kern lautet: wer erfolgreich ist, hat Narrenfreiheit.

Man kann das so machen, nur wird man sich nicht den Namen machen, den man sich erhofft. Es sei denn man will sich einen fragwürdigen Namen machen.

Er hat Annalena Baerbock als Kanzlerin verhindert. Also mit dazu beigetragen. Zu einem eigenen Wiki-Artikel hat es auch schon gereicht. Und welchen Nachruf für den Grabstein erhofft er sich denn? Klar, dass die stromlinienförmigen Karrieristen und die Mitglieder der Bubble, die mglw auch nicht ganz korrekt waren, ihn sicher nicht sonderlich mögen. Im verfilzten Österreich dann schon mal gar nicht. Besonders dort ist es Frevel, die Ruhe zu stören.

Dass er als Nestbeschmutzer keine übliche Karriere macht, dürfte ihm klar sein. Die Motivation verbrämt er nicht mal. Schöne Grüße ans Peter-Prinzip ...

https://science.orf.at/stories/3221164/


Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Weber macht halt Geld mit sowas.

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 15.09.2023, 06:44 (vor 306 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von J-C, Freitag, 15.09.2023, 06:45

Er hat, soweit ich es verstehe, eine Lizenz für eine Prüfsoftware, da jagt er ein Werk seiner Wahl da durch und die Software zeigt ihm dann die Fehler auf. Das ist so ziemlich sein ganzes Geschäftsmodell denn er bietet diese Dienstleistung für Geld an.

Naja und um einen Business-Case zu machen, braucht er Aufmerksamkeit, also wird er bei bekannten Persönlichkeiten halt genauer hinschauen. Außerdem verdient er Geld mit Büchern. Für sowas gibt‘s eine Klientele, ganz sicher. Die Frage ist halt, was das Ergebnis ist. Da trägt er halt dicker auf alsdass es nötig wäre. Irgendwann wird man den halt dafür aber auch nicht so ernst nehmen.

Ich als Student werde auch so die Anreize haben, meine Werke korrekt
mit Zitaten zu unterlegen. Anderseits wird halt Herrn Matthä in dem Fall eine Täuschungsabsicht unterstellt, die so noch gar nicht erwiesen ist. Eine Diplomarbeit an der FH ist nicht besonders gewichtig und man fokussiert eben sich darauf, herauszustreichen, wie wenig der Erfolg von dieser abhängt, weil Weber sich eben darauf besonders stürzt. Der Typ ist sehr umtriebig auf Twitter/X und versucht trotz kaum vorhandener Resonanz das Narrativ zu pushen, dass Matthä seinen Erfolg nur erschlichen hat. Er muss dafür geradezu die Leute erstmal finden, die seine Position teilen dort. Das sagt schon was aus in einem sozialen Netzwerk, welches für große Dramen bekannt ist.

Das kann man auch hier herauslesen

Gemeinhin scheint das ganze derzeit eher negativ für Weber selbst auszufallen, während man nun sieht, wie viel Respekt und Wertschätzung Matthä auch jenseits des Konzerns erhält. Ob man es in der Art im DB Konzern auch hätte?

--
Mit freundlichen Grüßen
*Möwengeräusche*

Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?

Ja, auch so wird man reich.

Der Blaschke, Freitag, 15.09.2023, 08:05 (vor 306 Tagen) @ J-C

Hallo.

Er hat, soweit ich es verstehe, eine Lizenz für eine Prüfsoftware, da jagt er ein Werk seiner Wahl da durch und die Software zeigt ihm dann die Fehler auf. Das ist so ziemlich sein ganzes Geschäftsmodell denn er bietet diese Dienstleistung für Geld an.

Ja, wenn man so sein Geld verdienen kann - was ist daran so geringschätzig?

Naja und um einen Business-Case zu machen, braucht er Aufmerksamkeit, also wird er bei bekannten Persönlichkeiten halt genauer hinschauen.

Herrlich - er macht einen "Business-Case" ...

Wenn die 'bekannten Persönlichkeiten' dann dafür gesorgt haben, dass er fündig wird ...

Einfach nicht schummeln; so einfach isses.

Außerdem verdient er Geld mit Büchern. Für sowas gibt‘s eine Klientele, ganz sicher. Die Frage ist halt, was das Ergebnis ist.

Dass das Klientel seine Bücher kauft und er Geld verdient.

Da trägt er halt dicker auf alsdass es nötig wäre. Irgendwann wird man den halt dafür aber auch nicht so ernst nehmen.

Warum nicht? Solange sich genug Erfolge finden lassen ...

Eine Diplomarbeit an der FH ist nicht besonders gewichtig

Also sind Regeln egal. Interessant.

Das kann man auch hier herauslesen

Die Verzweiflung muss groß sein - 2x auf dieselbe Quelle verwiesen. Mehr gibt's nicht? ;-)

Schöne Grüße von jörg

--
"Zu Lebzeiten will ich gerne bescheiden sein; doch wenn ich tot bin, soll man natürlich anerkennen, dass ich ein Genie war." (Michel Audiard)

Ja, auch so wird man reich.

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 15.09.2023, 08:20 (vor 306 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von J-C, Freitag, 15.09.2023, 08:21

Naja ich brauch nicht mehr Quellen.

Sonst könnte ich noch Screenshots aus Twitter/X herauskramen, aber ich fürchte das wäre nicht die richtige Plattform. Ich bin jedenfalls zuversichtlich, dass hier Matthä nichts zu befürchten hat.

Und eine FH Arbeit ist halt nicht so eine große Nummer wie das, was man auf einer Eliteuni oder so erstellen würde. Wenn da nicht alles stimmt, ist‘s halt nicht tip top, aber es ist auch nicht so eine große Sache. Insgesamt zählen da andere Dinge und weil eben auf „Titelgeilheit“ verwiesen hat, Matthä kann das Unternehmen auch ohne Titel leiten. Mir war nichtmal bewusst, dass er einen Titel hat, bis die Geschichte hochkam.

--
Mit freundlichen Grüßen
*Möwengeräusche*

Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?

Titel vs.Grad vs. Realität

Hansjörg, Freitag, 15.09.2023, 09:45 (vor 306 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Hansjörg, Freitag, 15.09.2023, 09:48

Mir war nichtmal bewusst, dass er einen Titel hat, bis die Geschichte hochkam.

Akademischer Grad nicht Titel: Diplom (FH)

"Herr Diplom (FH) XY" sagt man ja auch nur in Österreich.


Wird "Herr Master" oder "Herr Bachelor" eigentlich gelebt?

Oder sagt man korrekterweise "Herr XY, Bachelor, können Sie bitte mal die Tür aufhalten"?

Danke Hansjörg

Titel vs.Grad vs. Realität

Altmann, Freitag, 15.09.2023, 10:12 (vor 306 Tagen) @ Hansjörg

Mir war nichtmal bewusst, dass er einen Titel hat, bis die Geschichte hochkam.


Akademischer Grad nicht Titel: Diplom (FH)

"Herr Diplom (FH) XY" sagt man ja auch nur in Österreich.

Er ist Mag.(FH) ...

Sein für die Karriere wichtigerer Titel: Mitglied (SPÖ).

Tust grad so, als ob diese Lizenz für die Prüfsoftware was g

sfn17, Freitag, 15.09.2023, 12:46 (vor 306 Tagen) @ J-C

anz Teures und schwer Zugängliches wäre. ?-S

Mittlerweile kann jeder Prüfer via Hochschulbibliothek lizenzierte Plagiatssoftware einsetzen. (ChatGPT macht dann noch ein ganz anderes und riesiges Fass auf.)

Deine Sorglosigkeit und Parteinahme irritieren...

Mache doch gerne Deine Masterarbeit hier zugänglich, wenn Du fertig bist. Wir schauen sie uns gerne an. :-D

Aufmerksamkeitssuchender will erfolgreichen CEO stürzen

rheinbahn95, Düsseldorf, Freitag, 15.09.2023, 21:00 (vor 306 Tagen) @ J-C

Ein CEO, der im Konzern die Karriereleiter von unten her aufgestiegen ist

Wie definiert man denn das „unten“ in der Karriereleiter? Er ist nach dem Studium direkt als leitender Mitarbeiter eingestellt wurden laut Lebenslauf, da verstehen die meisten unter Karriereleiter von unten etwas ganz anders - Start als Fdl, Tf, Techniker, etc.

Und ja im Zweifel für den Angeklagten, aber hier klingt es ja so, als würdest du den Herrn Matthä mit Leib und Leben beschützen wollen. Einen guten Job bei der ÖBB kriegt man bestimmt auch ohne den obersten Chef im Internet zu verteidigen

Aufmerksamkeitssuchender will erfolgreichen CEO stürzen

Barzahlung, Freitag, 15.09.2023, 21:23 (vor 306 Tagen) @ rheinbahn95

Einen guten Job bei der ÖBB kriegt man bestimmt auch ohne den obersten Chef im Internet zu verteidigen

Naja, sein Vertrag ist im Juni nicht verlängert worden. ;-)

Aufmerksamkeitssuchender will erfolgreichen CEO stürzen

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Samstag, 16.09.2023, 14:17 (vor 305 Tagen) @ rheinbahn95

Das hab ich nicht nötig ind das brächte mir auch nicht so viel. Ich bin halt jedoch von ihm als Person bislang sehr überzeugt. Er macht seinen Job meiner Meinung nach sehr gut.

--
Mit freundlichen Grüßen
*Möwengeräusche*

Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?

Diplomarbeit, nicht Doktorarbeit

Hansjörg, Freitag, 15.09.2023, 09:35 (vor 306 Tagen) @ Der Blaschke

Bei einer profanen Diplomarbeit (dazu noch FH) werden ganz andere Maßstäbe angelegt als bei einer Dissertation.

Akademische Grüße, Hansjörg

Diplomarbeit, nicht Doktorarbeit

musicus, Freitag, 15.09.2023, 09:44 (vor 306 Tagen) @ Hansjörg

Bei einer profanen Diplomarbeit (dazu noch FH) werden ganz andere Maßstäbe angelegt als bei einer Dissertation.

Inhaltlich, ja.
Abschreiben ist dennoch nicht ok - vor allem nicht, wenn es denn in erheblichem Umfang stattfindet.
Und fremde Erzeugnisse mit Brief und Siegel als eigene Leistung zu verkaufen, wäre ebenfalls nicht redlich.

Diplomarbeit, nicht Doktorarbeit

bskf, Freitag, 15.09.2023, 10:00 (vor 306 Tagen) @ musicus

Abschreiben ist dennoch nicht ok - vor allem nicht, wenn es denn in erheblichem Umfang stattfindet.

richtig, auf den Umfang kommt es an. zeig mir eine Diplomarbeit aus der vor-Guttenberg-Zeit, bei der nicht auch mal "kreativ" zitiert wurde.....

...willste mal meine Diplomarbeit checken? :-P

sfn17, Freitag, 15.09.2023, 12:35 (vor 306 Tagen) @ bskf
bearbeitet von sfn17, Freitag, 15.09.2023, 12:37

Ich würde sagen: das hängt ganz stark vom Fachgebiet ab, wieviel plagiiert wird.

In den Naturwissenschaften werden eher Urdaten oder Simulationsergebnisse gefälscht. Text- oder Formelplagiate würden sehr schnell auffallen. Das wäre so albern, wie im ICE eine lange Strecke schwarzfahren zu wollen.

...willste mal meine Diplomarbeit checken? Oder meine?

Aphex Twin, Freitag, 15.09.2023, 14:31 (vor 306 Tagen) @ sfn17

Ich würde sagen: das hängt ganz stark vom Fachgebiet ab, wieviel plagiiert wird.

In den Naturwissenschaften werden eher Urdaten oder Simulationsergebnisse gefälscht. Text- oder Formelplagiate würden sehr schnell auffallen. Das wäre so albern, wie im ICE eine lange Strecke schwarzfahren zu wollen.

Die einzige Stelle in meinen Arbeiten wo ich mich etwas bemühen musste eigene Formulierungen zu finden ist die Einleitung in der man ein paar allgemeine Sätze zum Thema schreiben muss.

Nehme den fett hervorgehobenen Satz als Beispiel, er ist ein Gemeinplatz den man nicht zitieren muss dennoch sollte man ihn wenn möglich nicht 1:1 übernehmen. Daraus könnte dann werden: “In den Naturwissenschaften ist das Problem im wesentlichen dass die Originaldaten gefälscht werden.”

Gerne, her damit.

Hansjörg, Freitag, 15.09.2023, 15:41 (vor 306 Tagen) @ Aphex Twin

In den Naturwissenschaften werden eher Urdaten oder Simulationsergebnisse gefälscht. Text- oder Formelplagiate würden sehr schnell auffallen. Das wäre so albern, wie im ICE eine lange Strecke schwarzfahren zu wollen.

Nehme den fett hervorgehobenen Satz als Beispiel, er ist ein Gemeinplatz den man nicht zitieren muss dennoch sollte man ihn wenn möglich nicht 1:1 übernehmen. Daraus könnte dann werden: “In den Naturwissenschaften ist das Problem im wesentlichen dass die Originaldaten gefälscht werden.”


Erstmal wäre es geboten die Primärquelle zu zitieren und nicht den Satz ohne Quellenangabe selbst.

Das ist wiss. Arbeiten. Vielleicht wäre Deine Diplomarbeit doch mal interessant, wenn Du da wirklich so gearbeitet hast.

MfG Hansjörg

Gerne, her damit.

Aphex Twin, Freitag, 15.09.2023, 17:35 (vor 306 Tagen) @ Hansjörg

In den Naturwissenschaften werden eher Urdaten oder Simulationsergebnisse gefälscht. Text- oder Formelplagiate würden sehr schnell auffallen. Das wäre so albern, wie im ICE eine lange Strecke schwarzfahren zu wollen.

Nehme den fett hervorgehobenen Satz als Beispiel, er ist ein Gemeinplatz den man nicht zitieren muss dennoch sollte man ihn wenn möglich nicht 1:1 übernehmen. Daraus könnte dann werden: “In den Naturwissenschaften ist das Problem im wesentlichen dass die Originaldaten gefälscht werden.”

Erstmal wäre es geboten die Primärquelle zu zitieren und nicht den Satz ohne Quellenangabe selbst.

Das ist wiss. Arbeiten. Vielleicht wäre Deine Diplomarbeit doch mal interessant, wenn Du da wirklich so gearbeitet hast.

Man muss keine Quellen für Offensichtliches angeben. Wenn ich den Satz des Pythagoras anwende muss ich dafür keine Quellenangabe liefern (ich muss nicht einmal das Wort Pythagoras erwähnen). Oder wenn ich schreibe dass bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen CO2 Emissionen entstehen. Sobald ich eine Zahl angebe muss ich eine Quelle angeben es sei denn es ist eine bekannte Konstante (physikalische Konstante, Durchmesser der Erde, Zusammensetzung der Luft, Jahr der französischen Revolution, usw..) oder etwas selber gemessenes oder berechnetes.

Um einen Bahnbezug herzustellen, wenn ich schreibe dass die Zahl der verspäteten Züge in den letzten Jahren zugenommen hat, sollte ich am besten eine Quelle angeben in denen man die Zahlen dazu findet. Was ich nicht machen muss ist z.B. einen Zeitungsartikel aufzuführen in dem jemand diesen Satz so verbatim schon einmal geschrieben hat. Oder wenn ich schreiben würde dass in den vergangenen Jahren mehrere Politiker über Plagiatsvorwürfe gestolpert sind, wäre es sinnvoll eine Reihe von Beispielen aufzuführen, aber ich muss keine Primärquelle für die generelle Aussage aufführen da dies zum Allgemeinwissen gehört.

Gerne, her damit.

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 15.09.2023, 18:38 (vor 306 Tagen) @ Aphex Twin

Im Originalpost wurde ja ein Verweis auf den Blogpost mit dem so genannten Gutachten, welches in Form von Bildern zu finden ist.

Natürlich hebt er ausschließlich die fraglichen Stellen hervor, wo sein Plagiatprüfungsprogramm angeschlagen hat. Heißt aber auch, dass damit der Kontext verloren geht. Sonst könnte man sich besser ein Bild davon machen, wie das insgesamt aussieht, wenn man schon damit an die Öffentlichkeit geht.

Stefan Weber nennt Andreas Matthä einen Großbetrüger. Das kann allein schon als Rufschädigung sich eignen. Und ganz ehrlich, wenn am Ende der Prüfung herauskommt, dass der Vorwurf des Plagiats nicht stichhaltig ist (was nicht das erste Mal wäre, dass er mit seinem Versuch scheitert, sein Ziel zu erreichen und jemanden einen Titel aberkennen zu lassen), würde ich sogar hoffen, dass Weber wegen Rufschädigung auf Unterlassung geklagt wird, weil ehrlich gesagt gibt es da irgendwo auch eine Grenze.

Man sieht ja auch den Kontext zwischen dem, was Weber ohne Belege behauptet und auf was sich Matthä bezieht. Dementsprechend ergibt das alles auch an sich Sinn. Ich bin in dem Bezug aber auch optimistisch. Und um Webers Frage zu beantworten:

Warum wird ein akademischer Großbetrüger Chef von mehr als 40.000 Menschen?

Weder geht es um einen akademischen Großbetrüger, noch stützt sich seine Karriere allein auf einen Titel. Er hat klar bewiesen, dass er seinen Job sehr gut macht. Was erwartet man da mehr?

--
Mit freundlichen Grüßen
*Möwengeräusche*

Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?

Irgendwie merkwürdig.

sfn17, Freitag, 15.09.2023, 23:00 (vor 306 Tagen) @ Aphex Twin
bearbeitet von sfn17, Freitag, 15.09.2023, 23:02

Man muss keine Quellen für Offensichtliches angeben.

Was "offensichtlich" ist, hängt stark vom Fachgebiet ab.
Bei Abschlussarbeiten kann man sich auf den Stand des Studiumsstoffs stellen.
Bei Dissertationen wird's schon schwieriger bei der Frage, "wie tief" man zitieren soll.

Wenn ich den Satz des Pythagoras anwende muss ich dafür keine Quellenangabe liefern
(ich muss nicht einmal das Wort Pythagoras erwähnen).

Keine Quellenangabe (etwa Euklids "Elemente"), aber den Namen des Satzes ("Pythagoras") sollte man schon erwähnen.
Dieses Beispiel ist eh' etwas ungünstig gewählt.

Oder wenn ich schreibe dass bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen CO2 Emissionen entstehen. Sobald ich eine Zahl angebe muss ich eine Quelle angeben es sei denn es ist eine bekannte Konstante (physikalische Konstante, Durchmesser der Erde, Zusammensetzung der Luft, Jahr der französischen Revolution, usw..) oder etwas selber gemessenes oder berechnetes.

Gehört dieses "oder etwas selber gemessenes oder berechnetes" noch zum "es sei denn"? soviel zur sinngebenden Zeichensetzung -.-
Selbst Gemessenes oder Berechnetes muss latürnich bequellt werden: nämlich mit der klaren Aussage "Ich habe das gemessen oder berechnet, und zwar folgendermaßen..."

Bei Ingenieurstudenten gibt es gerne das Problem, dass sie nicht klar abgrenzend schreiben, was sie technisch im Maschinenlabor vorgefunden und was sie dann gemacht haben ("Was hast Du eigentlich jetzt gemacht?" *gg*)


Um einen Bahnbezug herzustellen, wenn ich schreibe dass die Zahl der verspäteten Züge in den letzten Jahren zugenommen hat, sollte ich am besten eine Quelle angeben in denen man die Zahlen dazu findet.

Nicht "am besten", sondern nur so oder aus eigenen Auswertungen von Fahrdaten.

Was ich nicht machen muss ist z.B. einen Zeitungsartikel aufzuführen in dem jemand diesen Satz so verbatim schon einmal geschrieben hat.

Auch irgendwie verquer...

Den Verbatim-Satz kann man per "zitiert nach $Zeitungsartikel" benutzen und damit ordnungsgemäß belegen. Das geschieht sogar sehr häufigst, da man an die Urdaten (nämlich Fahrplandaten) gar nicht herankann.

Oder wenn ich schreiben würde dass in den vergangenen Jahren mehrere Politiker über Plagiatsvorwürfe gestolpert sind, wäre es sinnvoll eine Reihe von Beispielen aufzuführen,

Gut.

aber ich muss keine Primärquelle für die generelle Aussage aufführen da dies zum Allgemeinwissen gehört.

Wieder das Problem, wann dieses ominöse "Allgemeinwissen" anfängt.

Too long to discuss it further.

Irgendwie merkwürdig.

Aphex Twin, Samstag, 16.09.2023, 00:19 (vor 306 Tagen) @ sfn17

Bei Dissertationen wird's schon schwieriger bei der Frage, "wie tief" man zitieren soll.

In den Naturwissenschaften zitiert man Quellen von Informationen, es geht darum dass andere Fachleute nachvollziehen können wie man zu einem Ergebnis gekommen ist, dass andere Fachleute verifizieren können ob die Angaben stimmen, und dass sie abschätzen können wie gut die verwendeten Daten sind indem sie ihre eigene Meinung zu der Verlässlichkeit der Originaldaten bilden können.

Wenn es nicht Zahlen sind für die man Quellen angibt, kann es sein dass man z.B. aufführt dass XYZ fand dass keine Abhängigkeit vom pH Wert bestand, oder das ABC eine quadratische Abhängigkeit von zwei Werten aufzeigte. Ich kann mich an keinen Fall erinnern in dem jemand tatsächlich eine Formulierung in Anführungszeichen zitiert hat.

Keine Quellenangabe (etwa Euklids "Elemente"), aber den Namen des Satzes ("Pythagoras") sollte man schon erwähnen.
Dieses Beispiel ist eh' etwas ungünstig gewählt.

Niemand macht dies. Wenn ich z.B. schreibe “Der Tank hatte eine dreieckige Form mit einer Breite und Tiefe von x Zentimeter und einer Höhe von y Zentimeter; damit hatte die der Sonne zugewandte Seite eine Fläche von z cm².” Wenn hier jemand anfügen würde dass er dies mithilfe des Satzes von Pythagoras ausgerechnet hätte, würde jeder denken der Autor wäre 12 Jahre alt.

Sobald ich eine Zahl angebe muss ich eine Quelle angeben es sei denn es ist eine bekannte Konstante (physikalische Konstante, Durchmesser der Erde, Zusammensetzung der Luft, Jahr der französischen Revolution, usw..) oder etwas selber gemessenes oder berechnetes.


Gehört dieses "oder etwas selber gemessenes oder berechnetes" noch zum "es sei denn"? soviel zur sinngebenden Zeichensetzung -.-

Lese den Satz ohne den Teil in Klammern: “Sobald ich eine Zahl angebe […], es sei denn es ist eine […] Konstante oder etwas selber gemessenes […].”

Selbst Gemessenes oder Berechnetes muss latürnich bequellt werden: nämlich mit der klaren Aussage "Ich habe das gemessen oder berechnet, und zwar folgendermaßen..."

Das ganze läuft andersrum, man beschreibt zuerst genau was man gemacht hat und wie man es gemacht hat, und dann im nächsten Teil beschreibt man die Ergebnisse, und dann danach diskutiert man dann was diese Ergebnisse bedeuten, was für Schlüsse man daraus ziehen kann.

Um einen Bahnbezug herzustellen, wenn ich schreibe dass die Zahl der verspäteten Züge in den letzten Jahren zugenommen hat, sollte ich am besten eine Quelle angeben in denen man die Zahlen dazu findet.


Nicht "am besten", sondern nur so oder aus eigenen Auswertungen von Fahrdaten.

Es kommt ein wenig auf den Kontext an, es gibt Situationen in denen man nicht genau sein muss. Wenn ich schreibe dass die von Menschen verursachten CO₂ Emissionen seit Beginn der Industrialisierung massiv zugenommen haben, dann ist dies ein Gemeinplatz den ich nicht mit genauen Zahlen untermauern muss.

Wieder das Problem, wann dieses ominöse "Allgemeinwissen" anfängt.

Sagen wir einmal so, ich habe meine Arbeiten nicht mit dir als Zielpublikum geschrieben. Und das gilt für fast alle Studienarbeiten, sie werden für am Fach interessierte Personen geschrieben. Und bei Doktorarbeiten gilt dies dann noch viel stärker.

OT: Noch merkwürdiger.

sfn17, Mittwoch, 18.10.2023, 08:03 (vor 273 Tagen) @ Aphex Twin

Ich schreibe lieber was, eh sich was Falsches in den Forumanen festsetzt.

Niemand macht dies. Wenn ich z.B. schreibe “Der Tank hatte eine dreieckige Form mit einer Breite und Tiefe von x Zentimeter und einer Höhe von y Zentimeter; damit hatte die der Sonne zugewandte Seite eine Fläche von z cm².” Wenn hier jemand anfügen würde dass er dies mithilfe des Satzes von Pythagoras ausgerechnet hätte, würde jeder denken der Autor wäre 12 Jahre alt.


Vielmehr würde jeder sich fragen, wie Du aus diesen Angaben die Dreiecksfläche mit dem Satz des Pythagoras berechnest. Das wäre wirklich eine eigene Studienarbeit.

Die meisten würden diese Aufgabe schlicht mit Hilfe des Prinzips von Cavalieri löten (ohne unbedingt diesen Namen nennen zu können).

OT: Glänzte in Deiner Diplomarbeit die Zeichensetzung auch s

sfn17, Freitag, 15.09.2023, 22:30 (vor 306 Tagen) @ Aphex Twin

o durch Originalität, nämlich durch weitgehende Abwesenheit? Echt schwer lesbar.

Wenn nach den mühsam in tiefen Nächten erschaffenen Einleitungssätzen alles Folgende in der Diplomarbeit nur noch Zitat war, dann wohl auch Ergebnisse und Diskussion?^^

OT: Glänzte in Deiner Diplomarbeit die Zeichensetzung auch s

Hansjörg, Freitag, 15.09.2023, 23:05 (vor 306 Tagen) @ sfn17

o durch Originalität, nämlich durch weitgehende Abwesenheit? Echt schwer lesbar.

Wenn nach den mühsam in tiefen Nächten erschaffenen Einleitungssätzen alles Folgende in der Diplomarbeit nur noch Zitat war, dann wohl auch Ergebnisse und Diskussion?^^

Ich habe kein Diplom.

(OT) Glaube ich Dir, Du warst eh nicht gemeint. :-)

sfn17, Freitag, 15.09.2023, 23:09 (vor 306 Tagen) @ Hansjörg

- kein Text -

...willste mal meine Diplomarbeit checken? :-P

bskf, Freitag, 15.09.2023, 18:39 (vor 306 Tagen) @ sfn17

Ich würde sagen: das hängt ganz stark vom Fachgebiet ab, wieviel plagiiert wird.

In den Naturwissenschaften werden eher Urdaten oder Simulationsergebnisse gefälscht. Text- oder Formelplagiate würden sehr schnell auffallen. Das wäre so albern, wie im ICE eine lange Strecke schwarzfahren zu wollen.

klare Zustimmung.

bei meiner letzten größeren Arbeit (Pädagogikthema) war ich überrascht, welche Stellen von dem Scantool als "mögliches Plagiat" gekennzeichnet wurden (z.T. mit Referenz auf Quellen, die ich gar nicht benutzt habe). natürlich habe ich Gedankengänge übernommen. Kernaussagen habe ich selbstverständlich belegt, und doch musste ich etliche weitere Stellen umformulieren oder als Zitate kennzeichnen, obwohl ich die gar nicht bewusst übernommen hatte..... ohne scan wären mir die durchgerutscht.

...willste mal meine Diplomarbeit checken? :-P

Aphex Twin, Freitag, 15.09.2023, 19:10 (vor 306 Tagen) @ bskf

Ich würde sagen: das hängt ganz stark vom Fachgebiet ab, wieviel plagiiert wird.

In den Naturwissenschaften werden eher Urdaten oder Simulationsergebnisse gefälscht. Text- oder Formelplagiate würden sehr schnell auffallen. Das wäre so albern, wie im ICE eine lange Strecke schwarzfahren zu wollen.


klare Zustimmung.

bei meiner letzten größeren Arbeit (Pädagogikthema) war ich überrascht, welche Stellen von dem Scantool als "mögliches Plagiat" gekennzeichnet wurden (z.T. mit Referenz auf Quellen, die ich gar nicht benutzt habe). natürlich habe ich Gedankengänge übernommen. Kernaussagen habe ich selbstverständlich belegt, und doch musste ich etliche weitere Stellen umformulieren oder als Zitate kennzeichnen, obwohl ich die gar nicht bewusst übernommen hatte..... ohne scan wären mir die durchgerutscht.

Es gibt eben nur eine begrenzte Zahl von Möglichkeiten wie man eine Aussage formulieren kann. Je allgemeiner eine Aussage ist umso wahrscheinlicher ist es dass sie schon irgendjemand anders in gleicher Form zu Papier gebracht hat.

(ZM:) ÖBB-Chef Matthä: Plagiatsverdacht bei Doktorarbeit

arno50, Freitag, 15.09.2023, 10:36 (vor 306 Tagen) @ Der Blaschke

Akademischer Grossbetrüger ist ja wohl abstruss; wenn sich der Plagiatsforscher in der alpenrepublik auf harmlose FH Abschlussarbeiten stürzen muss, dann ist ja wohl die akademische Spitze dortselbst auf bestem Fundament. Aber ernsthaft: Wie wäre es, wenn der Jäger mal die Qualifiktion von Professoren insbesondere solche mit Spezialthemen wie corona oder Klima prüfen würde.

(ZM:) ÖBB-Chef Matthä: Plagiatsverdacht bei Doktorarbeit

sfn17, Freitag, 15.09.2023, 12:51 (vor 306 Tagen) @ arno50
bearbeitet von sfn17, Freitag, 15.09.2023, 12:54

Aber ernsthaft: Wie wäre es, wenn der Jäger mal die Qualifiktion von Professoren insbesondere solche mit Spezialthemen wie corona oder Klima prüfen würde.

Dieser Jäger hat schon genug zu tun und ist auch nicht der einzige. Willkommen in der Gegenwart. -.-

Die Jagd läuft seit Jahr(zehnt)en (zuletzt groß: Giffey).

Und nicht nur bei Klima und Corona. (Scheint Dir ja ganz wichtig zu sein.)

(ZM:) ÖBB-Chef Matthä: Plagiatsverdacht bei Doktorarbeit

Benjamin.Keller, Freitag, 15.09.2023, 17:48 (vor 306 Tagen) @ arno50
bearbeitet von Benjamin.Keller, Freitag, 15.09.2023, 17:51

Akademischer Grossbetrüger ist ja wohl abstruss; wenn sich der Plagiatsforscher in der alpenrepublik auf harmlose FH Abschlussarbeiten stürzen muss, dann ist ja wohl die akademische Spitze dortselbst auf bestem Fundament. Aber ernsthaft: Wie wäre es, wenn der Jäger mal die Qualifiktion von Professoren insbesondere solche mit Spezialthemen wie corona oder Klima prüfen würde.

Was willst du damit denn eigentlich sagen? Zweifelst du etwa daran, dass es einen Klimawandel gibt oder dass es eine Corona-Pandemie gab?

Wenn man sich mal das Beispiel der Klimaforschung ansieht, dann ist diese hochgradig international vernetzt und steht unter scharfer gegenseitiger Beobachtung von Wissenschaftlern untereinander, auf Grund der Bedeutung der Fragestellung aber auch von vielen anderen Seiten. Nach eingehender Untersuchung hat fast jeder Staat der Erde auf politischer Ebene (!) dazu bekannt, dass die bekannten Ergebnisse der Klimaforschung zum Klimawandel richtig sind. Dass heißt nicht, dass es nicht auch mal eine gefälschte Doktorarbeit geben kann, es heißt aber, dass die Klimaforschung sehr wahrscheinlich höchsten wissenschaftlichen Anforderungen genügt.

Das Ziel von Plagiatjägern, die ja gerade oft aus der Wissenschaft kommen, ist der Kampf gegen Dokorarbeiten von Menschen, die sich den Titel mit wissenschaftlich unlauteren Methoden nur für Karrierezwecke außerhalb der Uni erworben haben (Guttenberg, Giffey, ...), und damit zu einer Abwertung und einem Reputationsverlust des Doktortitels, eines akademischen Grades, und nicht eines neuzeitlichen Adelstitels, beitragen. Das hat also mit Professoren oft wenig zu tun, die sich üblicherweise neben ihrem Doktortitel auch noch ganz anders wissenschaftlich beweisen müssen, sondern ist eher eine Frage solcher Funktionsträger wie Bundesbahnchef, Kanzler, Wissenschaftsministerin oder lokalem Burgfürsten, die den Doktor irgendwie gerade so eben noch en passant abgelegt haben.

Ob man sich jetzt auf Diplomarbeiten stützen muss, sei mal dahingestellt. Aber unsauberes Arbeiten weist vielleicht schon auf charakterliche Defizite hin. Zudem gibt es eben einige Jobs, die einen sauber abgeschlossenen akademischen Abschluss sinnvollerweise als Voraussetzung haben. Meine Diplomarbeit kann übrigens gerne in der dortigen Unibib eingesehen werden ;)

(ZM:) ÖBB-Chef Matthä: Plagiatsverdacht bei Doktorarbeit

Barzahlung, Freitag, 15.09.2023, 21:36 (vor 306 Tagen) @ Benjamin.Keller

Akademischer Grossbetrüger ist ja wohl abstruss; wenn sich der Plagiatsforscher in der alpenrepublik auf harmlose FH Abschlussarbeiten stürzen muss, dann ist ja wohl die akademische Spitze dortselbst auf bestem Fundament. Aber ernsthaft: Wie wäre es, wenn der Jäger mal die Qualifiktion von Professoren insbesondere solche mit Spezialthemen wie corona oder Klima prüfen würde.


Was willst du damit denn eigentlich sagen? Zweifelst du etwa daran, dass es einen Klimawandel gibt oder dass es eine Corona-Pandemie gab?

Gab?

Wie uns die in Zusammenhang mit dem Deutschlandticket stehende Welle gerade unmissverständlich vorführt, ist Corona alles andere als vorbei.

(ZM:) ÖBB-Chef Matthä: Plagiatsverdacht bei Doktorarbeit

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 15.09.2023, 22:00 (vor 306 Tagen) @ Barzahlung

Du setzt aber auch spontan Zusammenhänge, ohne dass sie belegt sind.

--
Mit freundlichen Grüßen
*Möwengeräusche*

Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?

(ZM:) ÖBB-Chef Matthä: Plagiatsverdacht bei Doktorarbeit

Barzahlung, Freitag, 15.09.2023, 22:23 (vor 306 Tagen) @ J-C

Du setzt aber auch spontan Zusammenhänge, ohne dass sie belegt sind.

Da bin ich sicher nicht der erste, der das macht.

OT: die Corona-Fallzahlen nehmen jetzt sowieso zu

sfn17, Freitag, 15.09.2023, 23:18 (vor 306 Tagen) @ Barzahlung

Das geht jedes Jahr ab August/September so. Mich überrascht das nicht. Und es gibt auch wieder mehr Maskenträger. Pro Massenmitfahrt (Tram, ICE, egal) sehe ich immer mindestens 1 Maskenträger (keine bestimmte Altersklasse).

Die nehmen schon seit Mitte/Ende Mai kontinuierlich zu.

Barzahlung, Freitag, 15.09.2023, 23:46 (vor 306 Tagen) @ sfn17
bearbeitet von Barzahlung, Freitag, 15.09.2023, 23:50

[image]
Stand Ende Juli

Das geht jedes Jahr ab August/September so.

Eben. Der Corona-Herbst steht erst noch bevor. Daher müsste uns umso mehr Sorgen bereiten, sollte das Deutschlandticket einfach so weitergeführt werden.

Und es gibt auch wieder mehr Maskenträger. Pro Massenmitfahrt (Tram, ICE, egal) sehe ich immer mindestens 1 Maskenträger (keine bestimmte Altersklasse).

Da das 9-Euro-Ticket ebenso von einer Corona-Welle begleitet war, reicht das alles nicht mehr aus.

Hier bedarf es folgendem Sofortprogramm:
1. Beendigung des Deutschlandtickets
2. Anhebung der Ticket-MwST
(und damit finanziert)
3. Neuauflage des Tankrabatts

Die nehmen schon seit Mitte/Ende Mai kontinuierlich zu.

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Samstag, 16.09.2023, 08:44 (vor 305 Tagen) @ Barzahlung

Du hast weiterhin keine Belege. Und egal ob andere auch ohne Belege einen kausalen Zusammenhang konstruoeren, so funktioniert das nunmal nicht.

Und schau dir deine Grafik an, die bestätigt deine Position gar nicht. Immerhin sind auch sonst Maßnahmen gegen das Virus ausgelaufen. Weil genug Leute sich ausreichend geimpft haben, hat das Virus auch seinen Bedrohungscharakter verloren und nicht zuletzt hat der Körper auch sonst sich daran adaptieren können. 2020 war das Virus neu, es gab keine Impfung und es starben viele Leute daran. Jetzt ist das anders. Man kann sich dagegen impfen, es ist nun sehr weit erforscht und offensichtlich ist der Politik das Thema Long Covid keine so hohe Priorität, dass man deswegen die Maßnahmen aufrecht erhalten würde.

--
Mit freundlichen Grüßen
*Möwengeräusche*

Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?

Die nehmen schon seit Mitte/Ende Mai kontinuierlich zu.

Barzahlung, Samstag, 16.09.2023, 22:31 (vor 305 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Barzahlung, Samstag, 16.09.2023, 22:32

Und schau dir deine Grafik an, die bestätigt deine Position gar nicht. Immerhin sind auch sonst Maßnahmen gegen das Virus ausgelaufen.

Vielleicht schaust Du sie Dir erstmal richtig an.
Welche Corona-Maßnahmen sind im Mai ausgelaufen? Gar keine. Die letzten Maßnahmen in D (u.a. Die Maskenpflicht in Arztpraxen und Krankenhäusern) sind seit dem 8. April Geschichte.

Bei Corona wird nur noch leise geredet, nicht gehandelt

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Mittwoch, 18.10.2023, 08:35 (vor 273 Tagen) @ Barzahlung
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 18.10.2023, 08:38

Und dann gehen mit etwas Verzögerung die Zahlen halt hoch, irgendwas haben die Maßnahmen halt schon gebracht und letztlich ist es dem Virus wurscht, ob man sich im klimatisierten Zug oder im unklimatisierten Restaurant oder am Arbeitsplatz ansteckt. Corona ist für die Politik nun offensichtlich nicht mehr interessant genug, alsdass irgendwelche Maßnahmen weiter aufrecht zu erhalten wären. Die Show ist vorbei sozusagen. Zwar nicht für jene, die Long Covid kriegen, aber die sind offensichtlich nicht so relevant, dass irgendwelche bindenden Maßnahmen zu setzen wären (und das Thema Freiwilligkeit hat man ja auch schon gehabt)

So oder so, man hat normalerweise doch eh nicht so viel Zeit, allzu viel im Regionalverkehr zu reisen. Man muss mal arbeiten oder geht zur Schule/Uni. Man bewegt sich mit einem Verkehrsmittel grundsätzlich auf ein Ziel zu und dieses ist öfters in einem geschlossenen Raum.

Kann man auch mit dem Auto machen. Wenn du Angst davor hast, dich anzustecken, solltest du deine eigenen vier Wände gar nicht erst verlassen oder nur mit FFP 3 Maske.

--
Mit freundlichen Grüßen
*Möwengeräusche*

Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?

Corona wird nie mehr verschwinden

ffz, Samstag, 16.09.2023, 09:05 (vor 305 Tagen) @ Barzahlung

Hallo,

die Menschheit wird mit Corona egal in welcher Variante leben müssen, genau wie mit Grippe, Pest, Cholera, …
Das Corona-Virus wird nicht verschwinden oder aussterben. Nur befinden wir uns jetzt in einer Endemie nicht mehr in einer Pandemie. Circa 80% der Weltbevölkerung werden sich jedes Jahr mit Corona infizieren, davon werden es circa 1/3 für einen Schnupfen halten, ein weiteres Drittel für eine Grippe mit Kopf- und Gliederschmerzen und das letzte Drittel wird es merken dass es Corona ist.

Auch an der Virusgrippe sterben jedes Jahr Menschen, weil das Virus jedes Jahr so weit mutiert, dass die Immunabwehr des Körpers das Virus nicht mehr erkennt.

In so fern bringt in meinen Augen ein Tankrabatt oder das Ende des Deutschlandticket nichts, weil es das „Problem“ einer Corona Infektion nicht verhindert, sondern nur verschiebt.

Jeder muss selber entscheiden was er tut und ob er sich in Menschenmassen begibt, mit dem Zug fährt,…

Gruß

OT: die Corona-Fallzahlen nehmen jetzt sowieso zu

Aphex Twin, Samstag, 16.09.2023, 00:27 (vor 306 Tagen) @ sfn17

Das geht jedes Jahr ab August/September so. Mich überrascht das nicht. Und es gibt auch wieder mehr Maskenträger. Pro Massenmitfahrt (Tram, ICE, egal) sehe ich immer mindestens 1 Maskenträger (keine bestimmte Altersklasse).

Ich hatte in den Coronajahren so wenig Erkältungskrankheiten wie noch nie. Dank Social Distancing und Maskentragen. Anders gesagt, wenn ich diesen Winter wieder Masken tragen sollte, dann nicht wirklich wegen COVID-19 sondern wegen der Summe aller Atemwegserkrankungen. Am effektivsten wäre es natürlich wenn jeder mit Erkältungssymptomen Maske tragen würde wie es in Teilen von Ostasien schon vor COVID-19 Etikette war.

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum