BüGA 05a: Berninabahn im offenen Wagen [m70B] (Reiseberichte)

Math5D, Samstag, 21.01.2023, 12:34 (vor 18 Tagen)

Die nächste hochkarätige Tagestour rollt an, deren Hauptziel erst in der nächsten Folge erreicht wird. Die Anfahrt dorthin ist aber nicht weniger interessant, geht es doch immerhin nach Tirano über Albula- und Berninabahn.
Ich könnte dafür theoretisch den IR um 8:59 ab Chur nehmen und um 13:00 in Tirano sein - das geht so flott, da alle zwei Stunden der Bernina-R deutlich schneller unterwegs ist als in den anderen Stunden. Trotzdem nehme ich den Zug eine Stunde früher, mit dem ich dann um 12:23 Tirano erreiche, um dort bis 13:45 Zeit zu haben, etwas zu essen. Außerdem führt dieser R die gestern schon gesehenen offenen Wagen. Da das Frühstück im Hotel erstaunlich schnell geht, nehme ich spontan schon die 7:19er S2, die tagsüber eigentlich immer um :09 fährt, aber in dieser Stunde praktischerweise eben 10min später.

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01 Nebenan fuhren gerade der RE nach Scuol mit der "Werbung"-Lok und der nach Disentis mit der werbelosen 625, der IR aus St. Moritz kommt mal wieder mit der Weltrekordlok.

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02 In der Abstellung steht schon seit ein paar Tagen die EMS-Lok, die am Anfang von Folge 1 noch fuhr. Jetzt basteln ein paar Elektriker an der Garnitur herum und suchen vermutlich einen Fehler, weshalb ja auch am Ende von Folge 1 schon eine Ersatzgarnitur unterwegs war.

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03 Uns zieht die werbefreie 647.

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04 In Thusis steht wie üblich die S2, unser Gegenzug hat etwas Verspätung.

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05 Hier kommt er, wie immer in diesem Umlauf mit ABB-Allegra und Glacier hinten dran.

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06 Der Lochtobelviadukt liegt morgens in der Sonne,

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07 der Solisviadukt auch, aber da stehen so ein paar blöde Bäume.

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08 Tiefencastel

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09 und nochmal unsere Lok

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10 sowie der Rest des Zugs in dem abrutschenden Hang - man achte auf die schiefen Masten.

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11 Auch der Schmittentobelviadukt ist um diese Zeit fotogen,

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12 der folgende Landwasserviadukt aber überhaupt nicht.

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13 In dieser Richtung ist es sogar fast noch schlimmer.

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14 In Filisur kommt die oben erwähnte Ersatzgarnitur entgegen und verschwindet in Richtung Chur.

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15 Nachdem in der Ausweiche bei Muot der nächste Glacier kreuzt, geht es in den spektakulärsten Abschnitt mit hier dem Rugnux-Viadukt

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16 und dem Albulaviadukt III.

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17 In Bever überholen wir den R nach Pontresina, der im Gegensatz zu uns hier hält, und mal wieder verspätet ist. Schon wieder ein Fall für die Doppelspur.

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18 Trotzdem geht es nahezu pünktlich nach Pontresina, wo diese beiden ABe4/4II stehen - die einzigen beiden, die als solche noch fahren, der vordere in historischer Lackierung.

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19 Drüben steht noch eine der beiden Gem4/4, dann kommt der R nach Tirano reingefahren. Zu meinem Erschrecken sind nicht nur die beiden Aussichtswagen bis auf den letzten Platz voll, sondern auch alle anderen. So nehme ich mir einen Klappsitz im Einstiegsbereich eines Wagens, der auch ein kleines Fenster hat.

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20 Bei Morteratsch geht es über den Ova da Morteratsch. Bei meiner letzten Fahrt mit der Berninabahn im Sommer sind hier viele ausgestiegen, heute leider nicht.

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21 So bleibe ich auf meinem Platz, auf dem es nun durch die Montebello-Kehre geht.

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22 Im Gegensatz zu gestern liegen Piz Bernina und Piz Morteratsch nicht in den Wolken. Wie man sieht, sind sogar die beiden Fahrradwagen komplett voll - wobei der hintere irgendwie fast zu lang für die Berninabahn aussieht.

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23 Vorne rücken Lagalb- und Diavolezza-Bahn ins Bild, bei denen zumindest genug Leute aussteigen, dass ich einen normalen Sitzplatz bekomme.

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24 Nun geht es über die obere Ova-da-Bernina-Brücke,

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25 deren enge Kurve gut zeigt, dass wir mit einem 8-Wagen-Zug unterwegs sind - Maximum für den ziehenden Allegra. Dabei gibt es nur die 1. Klasse im Triebzug und einem weiteren halben Wagen. Reicht aber auch, denn die reichen Leute fahren hier natürlich mit dem Berninaexpress.

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26 Hier der Lej Pitschen,

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27 dann überfahren wir die Wasserscheide zwischen Lej Nair und Lago Bianco.

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28 Von so nah dran wird der unfassbar niedrige Wasserstand noch deutlicher.

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29 Rückblick auf die Ospizio.

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30 Immerhin wird eine der beiden Staumauern noch gebraucht.

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31 Hier der ganze See,

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32 dann geht es steil abwärts.

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33 Vor der Alp Grüm steht eine riesige Herde Schafe und Ziegen.

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34 Vom Palügletscher ist tatsächlich noch etwas übrig - bisher waren hier bei meinen Fahrten immer nur Wolken oder Schnee zu sehen. Begeistert von der schönen Aussicht steigt endlich eine riesige zusammengehörende Gruppe aus den Aussichtswagen aus - hatte ich also einfach nur Pech, dass die genau heute unterwegs waren. Wobei man ja eigentlich Gruppenreisen auch anmelden muss, was hier offensichtlich nicht passiert ist.

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35 Der Palüsee ist auch erstaunlich voll.

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36 Unten fährt gerade unser Gegenzug aus Cavaglia, der auch zwei Aussichtswagen mitführt. Überhaupt haben diese Wagen auf der Berninabahn einen für mich ungünstigen Fahrplan, da zwei der drei Züge mit ihnen in Tirano losfahren, bevor ich das erreichen kann, in dem dritten sitze ich gerade drin.

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37 So kann ich endlich Bilder des ganzen Zugs machen, der allerdings an den meisten Stellen dafür zu lang ist - Luxusprobleme.

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38 In Stablini warten wir wie üblich ewig auf den Gegenzug.

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39 Die letzte Kehre vor Cavaglia überquert das Aqua da Pila mit demselben Längenproblem.

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40 Da wäre ein Sitzplatz ganz vorne praktisch, aber die Aussichtswagen sind nunmal immer hinten in den Zügen. Tatsächlich werden die beim Wenden auch immer auf die andere Seite umrangiert.

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41 Von so weit unten sieht man nochmal erstaunlich gut den Piz Palü

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42 und die Anlagen oberhalb von Alp Grüm.

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43 Nach der Begegnung mit dem nächsten BEX in Cavaglia geht es in den nächsten Hangabschnitt.

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44 Der bietet nun auch ausreichend lange Fotostellen,

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45 teilweise über eine links-rechts-links-Kurvenkombination hinweg.

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46 Noch eine kleine Brücke

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47 und eine passende Fotostelle in die andere Richtung,

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48 dann kommen wir zu den beiden Cavagliasch-Brücken.

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49 Vorbei geht es an Privalisco,

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50 um dann unendlich langsam an das Einfahrsignal nach Poschiavo zu fahren. Genau als wir dann doch stehen bleiben,

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51 kommt der Gegenzug, sodass es nach einer Sekunde Halt weitergeht.

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52 Im Bahnhof steht die andere Gem4/4 bereit.

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53 Wenig später fahren wir am Ufer des Lago di Poschiavo entlang,

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54 von dem man bei diesem Top-Wetter ganz hinten bis zum Piz Lagalb gucken kann (In dieser Auflösung ist die Schneise im Wald noch ganz gut erkennbar, an deren oberen Ende Cavaglia liegt. Genau darüber guckt der Piz Alv raus, rechts daneben deutlich der genannte Piz Lagalb).

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55 Es folgt der dritte und letzte Abschnitt des Abstiegs, an dem parallel zu uns das PostAuto am Ortsschild von Miralago vorbeifährt.

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56 Symbolbild für die Funktionsweise des ÖPNV in der Schweiz.

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57 Vor uns liegt Brusio, dahinter ist schon der Kreisviadukt zu sehen.

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58 Vorher kommen aber noch zwei Kehren, in deren erster wir - nicht gerade zur Freude mancher Fahrgäste - gut gegossen werden.

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59 Hier findet auch die letzte Zugbegegnung statt,

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60 nach der man gut sieht, wie unser Zug gerade so in den windschiefen Bahnhof passt.

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61 Das war übrigens der dritte Zug mit Aussichtswagen, allerdings nur mit einem. Das war 2019 auch schon so.

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62 Rückblick auf Brusio,

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63 dessen Wahrzeichen nun durchfahren wird.

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64 Hier hat die Länge des Zugs zeitweise mal Vorteile,

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65 wird dann aber auch wieder kritisch.

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66 Leider ist diese Seite der Brücke nie in der Sonne,

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67 diese dafür immer.

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68 Ohne das leuchtende Hinweisschild wäre mir kaum aufgewallen, dass hier ein Gleis liegt.

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69 In Tirano geht es an der Madonna vorbei

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70 in den Bahnhof, wo zwei ABe4/4III schon bereitstehen, um den gleich mit Allegra aus Chur kommenden BEX zurück nach St. Moritz zu ziehen.

Letztes Mal war ich von St-Prex aus kommend gerade mal 2h später hier und musste den 2min-Umstieg auf den 14:25er BEX schaffen, was damals ja auch geklappt hat. Inzwischen fährt dieser BEX sogar noch eine Minute früher und generell würde ich den Umstieg niemandem empfehlen. Bei Verspätungen werden bei der RhB zwar alle sinnvollen Anschlüsse abgewartet, aber das ist ja offensichtlich keiner. Und so kann es durchaus vorkommen, dass der abfahrende Zug in Tirano sich schon in Bewegung setzt, bevor der ankommende zum Stillstand kommt. Heute ist aber alles entspannter und so nutze ich die Pause bis zur nächsten Folge, um mir ein Baguette, Schinken und Melonenwürfel zu kaufen, die ich recht einfach am Bahnhof mit Taschenmesser sowie dessen Zahnstocher essen kann - nur um am Ende festzustellen, dass sich unter der Melone auch eine Gabel befunden hätte.

BüGA 05a: Berninabahn im offenen Wagen [m70B]

MC_Hans, 8001376, Samstag, 21.01.2023, 15:58 (vor 18 Tagen) @ Math5D
bearbeitet von MC_Hans, Samstag, 21.01.2023, 15:58

Wieder ein sehr schöner Teil der Reihe! Da hast du das perfekte Wetter für eine solche Tagestour erwischt. Ich freu mich schon auf BüGA 05b, wenn es hinauf geht auf den Pass aller Pässe : -)

Viele Grüße

Sehr schön! Mit Premium-Wetter! :)

sflori, Samstag, 21.01.2023, 18:30 (vor 18 Tagen) @ Math5D

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