ÖBB Streik, Nightejt fällt aus (Allgemeines Forum)

flocke487, Donnerstag, 24.11.2022, 19:01 (vor 4 Tagen)

Hallo,

Wir wollten mit dem NJ 457 von Berlin am Sonntag nach Wien fahren. Dieser fällt voraussichtlich aus wegen Streik und der nachfolgende Nightjet ebenso. Habe ich rechte anders befördert zu werden. Also würde die Bahn bzw. ÖBB die Kosten für einen Flug übernehmen? Es fährt ja auch tagsüber kein Zug nach Österreich.
Oder gibt es andere Alternativen?

ÖBB Streik, Nightejt fällt aus

kllaas, Freitag, 25.11.2022, 10:47 (vor 4 Tagen) @ flocke487

Hallo,

es gibt kein Anrecht auf einen Flug.

Zurücktreten von der Fahrt und sich von der ÖBB ( oder dem Verkäufer) das Fahrgeld komplett erstatten lassen ist eine Möglichkeit.
Ein anderes Verkehrsmittel als Ersatz kann angeboten werden, davon habe ich bei Nightjet aber noch nichts mitbekommen.
Dazu kann die Fahrt angetreten werden, dann kann aufgrund der Verspätung die 25 oder 50 % beantragt werden.
Ab 2023 wird es mit den Fahrgastrechten wegen Streik schwieriger werden, Streik zählt dann zu höherer Gewalt, siehe auch https://www.vzbv.de/pressemitteilungen/bahnkundenrechte-auf-dem-abstellgleis .

Bon voyage ... Kristian

ÖBB Streik, Nightejt fällt aus

Giovanni, Freitag, 25.11.2022, 12:39 (vor 4 Tagen) @ kllaas

Hallo,

es gibt kein Anrecht auf einen Flug.

Zurücktreten von der Fahrt und sich von der ÖBB ( oder dem Verkäufer) das Fahrgeld komplett erstatten lassen ist eine Möglichkeit.
Ein anderes Verkehrsmittel als Ersatz kann angeboten werden, davon habe ich bei Nightjet aber noch nichts mitbekommen.

Im Kontext vielleicht relevant: Der Gesetzgeber hat die Erstattung für alternative Verkehrsmittel nur für reine Nahverkehrsfahrkarten vorgeschrieben. Die analoge Anwendung für viele Fernverkehrsfahrkarten erfolgt auf Basis der Beförderungsbedingungen der DB - die für den Nightjet nicht gelten.

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Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Dementsprechend liegt es an den ÖBB, eine Lösung zu finden

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 25.11.2022, 12:46 (vor 4 Tagen) @ Giovanni

Ich hoffe, dass da es eine gute Lösung gibt. Aufgrund des Ausfalls würde ich davon ausgehen, dass man z.B. eine Hotelübernachtung zur Erstattung einreichen kann. Im Zweifel bei den ÖBB nachfragen. Die DB kümmert sich ja nur um die Betriebsführung in Deutschland.

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Dementsprechend liegt es an den ÖBB, eine Lösung zu finden

bahnfahrerofr., Freitag, 25.11.2022, 13:10 (vor 4 Tagen) @ J-C
bearbeitet von bahnfahrerofr., Freitag, 25.11.2022, 13:15

Puh, ich finde diese FGR-Fragen mit Nightjet-Bezug immer sehr kompliziert.

Die Sache mit dem Streik ab 2023 sollte m.E. nur die Verspätungsentschädigung betreffen, nicht aber so Rechte wie Erstattung bei Nicht-Antritt oder Hilfeleistung/alt. Verkehrsmittel.

Der Hinweis dass eventuell in der ÖBB-Sphäre gar kein Anrecht auf Erstattung des alternativen Verkehrsmittels besteht, ist mir auch neu gewesen. Vielen Dank hierfür!
Ich bin davon ausgegangen dass schon ein Anspruch besteht. Gerne stellt die ÖBB nämlich mal einen Bus als Ersatz, hier würde ich persönlich jedoch ablehnen und ggf. auf Hotelzimmer und Fortsetzung der Fahrt am Folgetag pochen.

Soweit ich weiß gibt es zumindest mit der DB Vereinbarungen, dass die Fortsetzung der Fahrt am Folgetag mit Tageszügen mit der ursprünglichen Globalpreis-Fahrkarte möglich ist. Das wäre vielleicht auch für den Themenersteller die sinnvollste Möglichkeit, sich im Voraus schon mal darauf einzustellen am nächsten Tag zu reisen. Zumindest bis zur Grenze nach Passau sollte das ja gehen.

Ein Hotelzimmer wird durch die ÖBB bis 80€ im Normalfall ohne größere Probleme erstattet, ich würde aber auch hier bei der DB Information vorsprechen und versuchen einen Gutschein zu erhalten. Es gibt dazu nämlich auch eine Vereinbarung, dass die DB Hotelgutscheine für die ÖBB ausgeben kann.

Dementsprechend liegt es an den ÖBB, eine Lösung zu finden

flocke487, Freitag, 25.11.2022, 15:11 (vor 3 Tagen) @ bahnfahrerofr.
bearbeitet von flocke487, Freitag, 25.11.2022, 15:15

Hallo, ich habe es jetzt so mit der ÖBB per Telefon geregelt, dass wir auf den ICE von Berlin nach Wien umgebucht werden und die Fahrt mit dem IC von Magdeburg nach Berlin wäre ja eh wegen dem Unfall in Giffhorn ausgefallen, sodass wir das Ticket früh nehmen, um nach Berlin zu kommen.

Ärgerlich ist nur, dass wir jetzt 10h tagsüber unterwegs sind und für die Strecke 240€ zahlen, da hätte ich bei Buchung Anfang September sicherlich auch einen Sparpreis unter 100€ für bekommen. Und außerdem ist ja eine zusätzliche Übernachtung erforderlich in Wien, das macht ja auch den Reiz des Nachtzugs aus, das man sich eine Nacht im Hotel spart und daher die Mehrkosten im Schlafwagen nicht so ins Gewicht fallen.

Aber immerhin kommen wir erstmal nach Wien.

Die DB Hotline für Internationale Buchungen meinten nur, es ist alles Problem der ÖBB, haben Sie nichts mit zu tun und wenn der Abschnitt Berlin Wien ausfällt, kann ich über der Servicecenter das Geld erstatten lassen, aber der Innerdeutsche Abschnitt von Magdeburg nach Berlin ist mein Problem, da ja die DB nicht streikt (wie gesagt, durch den Unfall bei Giffhorn eh nicht relevant).
Über ein Abkommen, dass die DB irgendwas macht wie Hotel, anderer Zug oder sonst wisse sie nichts, das gibt es nicht, stehe auch so in den AGBs war Ihre Aussage dazu.

Und auch das Reisezentrum vor Ort konnte mir nicht weiterhelfen.

Dementsprechend liegt es an den ÖBB, eine Lösung zu finden

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 25.11.2022, 15:17 (vor 3 Tagen) @ flocke487

Du, ich kann deinen Unmut völlig verstehen. Letztlich ist es außerhalb der Hand der ÖBB, wenn die Gewerkschaft zur Arbeitsniederlegung aufruft. Ich werde die Vorgänge rundherum eher nicht kommentieren, da ich zwar bei den ÖBB geringfügig angestellt bin, allerdings nicht direkt davon betroffen bin.

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Dementsprechend liegt es an den ÖBB, eine Lösung zu finden

EK-Wagendienst, EGST, Freitag, 25.11.2022, 15:29 (vor 3 Tagen) @ J-C

Du, ich kann deinen Unmut völlig verstehen. Letztlich ist es außerhalb der Hand der ÖBB, wenn die Gewerkschaft zur Arbeitsniederlegung aufruft. Ich werde die Vorgänge rundherum eher nicht kommentieren, da ich zwar bei den ÖBB geringfügig angestellt bin, allerdings nicht direkt davon betroffen bin.

ich möchte nicht dein Gemecker hier lesen, wenn du am Montag dringend nach Wien musst, und ab Breclav fährt nichts.

Die ÖBB kann schon was dafür, denn sie sind Verhandlungspartner der Gewerkschaft, aber lassen wir diese Diskussion.

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Ein Fahrplan ist ein VORSCHLAG an den Lokführer, wie man fahren könnte.

Dementsprechend liegt es an den ÖBB, eine Lösung zu finden

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 25.11.2022, 15:40 (vor 3 Tagen) @ EK-Wagendienst
bearbeitet von J-C, Freitag, 25.11.2022, 15:42

Du, ich kann deinen Unmut völlig verstehen. Letztlich ist es außerhalb der Hand der ÖBB, wenn die Gewerkschaft zur Arbeitsniederlegung aufruft. Ich werde die Vorgänge rundherum eher nicht kommentieren, da ich zwar bei den ÖBB geringfügig angestellt bin, allerdings nicht direkt davon betroffen bin.


ich möchte nicht dein Gemecker hier lesen, wenn du am Montag dringend nach Wien musst, und ab Breclav fährt nichts.

Ich habe Moktags nichts in Wien zu tun. Aber ja, es wäre ungünstig. Anderseits war ich beim letzten Streik mit meinem internationelen Railjet gar nicht betroffen. Ich wäre aber ziemlich unsensibel, wenn ich die resultierenden Probleme marginalisieren würde. Tatsache ist, dass bei jedem Streik die Leute, die die Bahn aus guten Gründen für ihre täglichen Wege verwenden, nun teils aufwändig umdisponieren müssen. Diese können meist gar nicht es vermeiden, am Montag mobil zu sein. In sofern, es ist nicht mein Problem, dennoch habe ich Verständnis für jeden Unmut. Ersatzverkehr mit Bussen wird aufgrund des Mangels an Busfahrern sich oft auch nicht spielen. Und während ein Kollektivvertrag den Vorteil hat, dass hier eine ganze Branche mit einer Gewerkschaft verhandelt, ist der Nachteil natürlich, dass bei Streiks die Auswirkungen noch erheblicher sind. Das Thema ist generell ein emotionales, das kenne ich noch ganz gut aus Deutschland.

Die ÖBB kann schon was dafür, denn sie sind Verhandlungspartner der Gewerkschaft, aber lassen wir diese Diskussion.

Der Verhandlungspartner ist zunächst die jeweilige Branche der WKO (Wirtschaftskammer Österreich), welche für die ÖBB und alle anderen Bahnen Österreichs, die im Kollektivvertrag der Eisenbahner drin sind, verhandeln. Ich finde auch, dass uns eine Diskussion darüber nicht weiterbringt. Ich kann aber den Unmut von jedem verstehen

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EK-Wagendienst, EGST, Freitag, 25.11.2022, 15:47 (vor 3 Tagen) @ J-C

Du, ich kann deinen Unmut völlig verstehen. Letztlich ist es außerhalb der Hand der ÖBB, wenn die Gewerkschaft zur Arbeitsniederlegung aufruft. Ich werde die Vorgänge rundherum eher nicht kommentieren, da ich zwar bei den ÖBB geringfügig angestellt bin, allerdings nicht direkt davon betroffen bin.


ich möchte nicht dein Gemecker hier lesen, wenn du am Montag dringend nach Wien musst, und ab Breclav fährt nichts.

Ich wäre aber ziemlich unsensibel, wenn ich die resultierenden Probleme marginalisieren würde. Tatsache ist, dass bei jedem Streik die Leute, die die Bahn aus guten Gründen für ihre täglichen Wege verwenden, nun teils aufwändig umdisponieren müssen. Diese können meist gar nicht es vermeiden, am Montag mobil zu sein. In sofern, es ist nicht mein Problem, dennoch habe ich Verständnis für jeden Unmut. Ersatzverkehr mit Bussen wird aufgrund des Mangels an Busfahrern sich oft auch nicht spielen. Und während ein Kollektivvertrag den Vorteil hat, dass hier eine ganze Branche mit einer Gewerkschaft verhandelt, ist der Nachteil natürlich, dass bei Streiks die Auswirkungen noch erheblicher sind. Das Thema ist generell ein emotionales, das kenne ich noch ganz gut aus Deutschland.

Das ist ja der Sinn eines Streikes!!

Warum streiken z.B. bei städtischen Betrieben die Müllabfuhr, und nicht die Mitarbeiter des Jugendamtes oder die Knöllchenschreiber, nur so ein Beispiel.
Müllabfuhr kann man auch durch Erzieher in Kitas ersetzten.
Es muss ja einen weh tun.
Im übrigen muss die Müllabfuhr ihre Arbeit nachholen.

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Dementsprechend liegt es an den ÖBB, eine Lösung zu finden

gnampf, Samstag, 26.11.2022, 09:43 (vor 3 Tagen) @ EK-Wagendienst

Die ÖBB kann schon was dafür, denn sie sind Verhandlungspartner der Gewerkschaft, aber lassen wir diese Diskussion.

Vor allem nachdem der EuGH im Urteil vom 23.3.2021, C-28/20 – Airhelp/SAS festgestellt hat, dass ein Streik eben keine höhere Gewalt ist, sondern in der Verantwortung des Arbeitgebers liegt.
Also selbst wenn die "neuen" Fahrgastrechte in Kraft treten zählt er nicht als Ausrede. Und aktuell sowieso nicht, da es aktuell keinerlei Ausrede bei den Fahrgastrechten im Eisenbahnverkehr gibt.

Dementsprechend liegt es an den ÖBB, eine Lösung zu finden

bahnfahrerofr., Freitag, 25.11.2022, 15:37 (vor 3 Tagen) @ flocke487

Das ist leider sehr unbefriedigend, was du erfahren musst. Unabhängig von der Ursache der Störung.

Damit ich es richtig verstehe: du hast ein DB-Ticket Magdeburg-Berlin am Abend und dann ein Nightjet-Ticket Berlin-Wien in einem Vorgang bei "international-bahn" erworben?

Dementsprechend liegt es an den ÖBB, eine Lösung zu finden

flocke487, Freitag, 25.11.2022, 19:21 (vor 3 Tagen) @ bahnfahrerofr.

Genau, habe es extra in einem Vorgang erworben, weil ich es so verstanden hatte, dass es dann wieder Rechte gibt, gab ja damals die Diskussion darüber, als das gestrichen wurde. Aber die Frau an der Hotline von DB International sagte nur, es gibt kein Abkommen, ist Sache der ÖBB und für die deutsche Karte habe ich Pech,habe den AGBs ja mit Kauf zugestimmt. Das schlimme ist ja, man kann es gar nicht anders kaufen, sonst würde man es als Kunde ja auch machen.

Man versucht noch morgen, den Streik abzuwenden

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 25.11.2022, 19:29 (vor 3 Tagen) @ flocke487

Vielleicht bringt die Verhandlung morgen um 16 Uhr eine Lösung, die dafür sorgt, dass jeder an sein Ziel kommt

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Antragsstellung

sflori, Freitag, 25.11.2022, 19:47 (vor 3 Tagen) @ flocke487

Aber die Frau an der Hotline von DB International sagte nur, es gibt kein Abkommen, ist Sache der ÖBB und für die deutsche Karte habe ich Pech,habe den AGBs ja mit Kauf zugestimmt.

Ich lese in den internationalen Beförderungsbedingungen der DB AG (Stand 24.11.2022), Kapitel 19.1.3:

"Zur schnelleren Bearbeitung sind Fahrgastrechtsanträge grundsätzlich an das Unternehmen
zu richten, das die Fahrkarte ausgestellt hat."

Möglich wären daher z.B. eine Fahrt nach Berlin, dort Übernachtung auf Gutschein der DB und morgens weiter nach Wien. Anschließend 50 % Erstattung über Fahrgastrechte und 100 % Erstattung des Liegewagen/Schlafwagen-Anteils.


Bye. Flo.

Antragsstellung

flocke487, Freitag, 25.11.2022, 20:32 (vor 3 Tagen) @ sflori

Dad hatte ich auch so überlegt, Problem dabeu ist ja wenn die Öbb 24 Stunden streikt auch am nächsten Morgen der ice nicht nach Wien fährt und auch der Nachtzug am Montag Abend nicht fährt, also frühestens Dienstag früh aus Berlin nach Wien oder bis Passau und dann da Warten auf eine mögliche Weiterfahrt.

Antragsstellung

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 25.11.2022, 21:20 (vor 3 Tagen) @ flocke487

Die Gewerkschaft vida ist es, die den Streik veranstaltet. Morgen werden wir sehen, ob dieser passiert. Ich hoffe nicht

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Antragsstellung

bahnfahrerofr., Freitag, 25.11.2022, 23:59 (vor 3 Tagen) @ sflori

"Zur schnelleren Bearbeitung sind Fahrgastrechtsanträge grundsätzlich an das Unternehmen
zu richten, das die Fahrkarte ausgestellt hat."

Aussteller des hier vorliegenden "international-bahn" Nightjet-Tickets, müsste offiziell die ÖBB sein. Der Anteil Magdeburg-Berlin ein normales DB-Ticket.

Möglich wären daher z.B. eine Fahrt nach Berlin, dort Übernachtung auf Gutschein der DB und morgens weiter nach Wien.

Sehe ich auch so, das hätte ich wohl auch so versucht.

Anschließend 50 % Erstattung über Fahrgastrechte

Ja!

und 100 % Erstattung des Liegewagen/Schlafwagen-Anteils.

Hierzu ist mir nicht bekannt, ob das klappt, wenn man "bewusst" eine Ersatzbeförderung tagsüber in Anspruch genommen hat. Einen Versuch wäre es sicherlich wert.

Dementsprechend liegt es an den ÖBB, eine Lösung zu finden

bahnfahrerofr., Samstag, 26.11.2022, 00:17 (vor 3 Tagen) @ flocke487
bearbeitet von bahnfahrerofr., Samstag, 26.11.2022, 00:22

Genau, habe es extra in einem Vorgang erworben, weil ich es so verstanden hatte, dass es dann wieder Rechte gibt, gab ja damals die Diskussion darüber, als das gestrichen wurde.

Das hast du im Prinzip auch richtig gemacht und richtig verstanden. Leider ist es kein "Recht", sondern ein Kulanzabkommen, welches nur sehr verhalten seinen Weg in die Öffentlichkeit gefunden hatte. Gab aber damals sogar ein paar Medienberichte drüber.

Aber die Frau an der Hotline von DB International sagte nur, es gibt kein Abkommen,

Dass es kein Abkommen gibt, ist falsch, lässt sich sogar über Google etwas dazu finden. Hotlines sind in vielen Fällen auch dazu da, um abzuwimmeln. Dazu kommt, dass Hotlinepersonal in aller Regel schlecht bezahlt, ziemlich ahnungslos und meist auch ohne ernsthafte Kompetenzen ist. Das betrifft jetzt nicht unbedingt nur die Bahn. Allerdings glaube ich mich zu erinnern, dass der ganze Service rund um "international-bahn" an irgend einen (noch billigeren?) Dienstleister ausgegliedert ist, was bedeuten könnte, dass die Kenntnisse des Personals hier nochmal schlechter sein könnten, als bei den von DB Dialog selbst betriebenen Hotlines. Bin mir aber nicht ganz sicher, ob das aktuell noch so ist. Faktisch kann man sich gefühlt die allermeisten Anrufe bei irgendwelchen Hotlines sparen.

ist Sache der ÖBB

Nachdem das Nightjet-Ticket offiziell von der ÖBB ausgestellt wurde, ist es tatsächlich vorrangig deren Bier. Auch ein eventuell von der DB ausgegebener Hotelgutschein dürfte wohl zu Lasten der ÖBB verrechnet werden. So falsch ist die Aussage daher nicht. Zumindest ist "international-bahn" in dem Fall wirklich nur eine Art Buchungsportal wie "trainline" und für die Angelegenheit nicht wirklich zuständig, auch wenn dies aus Kundensicht nicht nachvollziehbar sein mag, weil ja das DB-Logo dort prangt.

und für die deutsche Karte habe ich Pech, habe den AGBs ja mit Kauf zugestimmt

Auch das ist leider ein Stück weit richtig, wenn du beispielsweise die ganze Fahrt nicht antreten würdest, hast du keine Chance den DB-Anteil erstattet zu bekommen (außer er fällt eh aus, wie bei dir jetzt). Auch eine Aufhebung einer eventuellen Zugbindung bis Berlin wäre in dem Fall bei störungsfreiem Betrieb aus meiner Sicht nicht geregelt (auch nicht im AJC) und daher reinste Kulanz, die man mit Glück in einem Reisezentrum mit freundlichem Personal oder bei einem gut gelaunten ZUB bekommen könnte, genauso gut damit aber auch scheitern kann. Leider.

Daher wäre ich in dem Fall wie geplant nach Berlin gefahren, hätte das Hotel versucht über Gutschein zu erhalten (notfalls auslegen und bei der ÖBB direkt einreichen) und am nächsten Tag mit dem NJ-Ticket versucht, mit einer Tagesverbindung nach Wien zu kommen.

Und auch das Reisezentrum vor Ort konnte mir nicht weiterhelfen.

Für die Ausgabe des Gutscheins wäre übrigens die DB Information zuständig und nicht das Reisezentrum. Gut möglich, dass gerade in Reisezentren außerhalb des NJ-Netzes auch niemand davon Kenntnis hat.

Mich würde interessieren was dir die ÖBB Hotline in dem Fall jetzt genau erklärt hat. Hast du das NJ-Ticket storniert und auf eigene Kosten ein neues DB-Ticket gekauft? Das wäre die denkbar schlechteste Lösung gewesen, aber irgendwie lese ich es aus deinem vorigen Beitrag raus.

Dementsprechend liegt es an den ÖBB, eine Lösung zu finden

flocke487, Sonntag, 27.11.2022, 14:14 (vor 1 Tag, 12 Stunden, 11 Min.) @ bahnfahrerofr.

Hallo,

wäre nicht Streik sondern nur der nightjet ausgefallen, hätte ich es wahrscheinlich so gemacht, nach Berlin, dort Hotel mit Gutschein von DB und am Montag mit ICE tagsüber nach Wien. Aber das ginge ja frühstens Dienstag bzw. Bis Passau am Montag und von dort Dienstag weiter. Aber ob 2 Nächte übernommen werden?
Die Hotline der ÖBB hat mich auf den ICE am Sonntag tagsüber von Berlin nach Wien umgebucht.
Ist zum Ankommen erstmal gut. Aber nachträglich muss ich jetzt mal schauen was mit dem Schlafwagenanteil dann ist und auch die Extra Nacht in Wien. Da wir vor dem eigentlichen Ticket reisen gibt es keinen Gutschein hierfür und wir sollen das alles nachträglich einreichen und wir dann individuell entschieden.
Ich fahre ja gerne Nachtzug, aber wenn man nicht direkt an einem Ort wohnt, wo der Abfährt ist man mit den beiden Tickets dann schon allein gelassen irgendwie. Unschön für den Kunden.

Dementsprechend liegt es an den ÖBB, eine Lösung zu finden

bahnfahrerofr., Montag, 28.11.2022, 08:59 (vor 17 Stunden, 26 Minuten) @ flocke487

Aber das ginge ja frühstens Dienstag bzw. Bis Passau am Montag und von dort Dienstag weiter. Aber ob 2 Nächte übernommen werden?

Ja, das ist in dem Fall schon sehr ärgerlich, auch nachdem klar ist dass von Passau nach Wien am Mo. wohl gar nichts fährt und auch kein sinnvoller Ersatzverkehr besteht ist die Sache verzwickt. Kann verstehen dass du es so gemacht hast.

Die Hotline der ÖBB hat mich auf den ICE am Sonntag tagsüber von Berlin nach Wien umgebucht.

Musstest du hierfür nochmal was bezahlen?

Aber nachträglich muss ich jetzt mal schauen was mit dem Schlafwagenanteil dann ist und auch die Extra Nacht in Wien. Da wir vor dem eigentlichen Ticket reisen gibt es keinen Gutschein hierfür und wir sollen das alles nachträglich einreichen und wir dann individuell entschieden.

Genau, hier geht leider eher nur auf Kulanzbasis etwas, maximal die Sache mit dem Schlafwagenaufpreis könnte man noch als Anspruch sehen, das kommt aber auch darauf an wie die ÖBB genau die "Umbuchung" gelöst hat. Ich würde ihnen aber auf jeden Fall im Nachgang eine ausführliche Mitteilung dazu schreiben und einen Nachweis über die Zusatznacht in Wien beifügen. Zudem würde ich klar und deutlich darauf verweisen, dass du ihnen mit deinem Verhalten FGR in nicht unerheblicher Höhe erspart hast (zwei ÜN in Berlin und/oder Passau plus 50% des Fahrpreises). Wenn da keine Gutscheine in angemessener Höhe herausspringen, würde ich an deiner Stelle auch nochmal nachhaken.

Dementsprechend liegt es an den ÖBB, eine Lösung zu finden

JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 28.11.2022, 12:09 (vor 14 Stunden, 16 Minuten) @ bahnfahrerofr.

Auch das ist leider ein Stück weit richtig, wenn du beispielsweise die ganze Fahrt nicht antreten würdest, hast du keine Chance den DB-Anteil erstattet zu bekommen (außer er fällt eh aus, wie bei dir jetzt). Auch eine Aufhebung einer eventuellen Zugbindung bis Berlin wäre in dem Fall bei störungsfreiem Betrieb aus meiner Sicht nicht geregelt (auch nicht im AJC) und daher reinste Kulanz, die man mit Glück in einem Reisezentrum mit freundlichem Personal oder bei einem gut gelaunten ZUB bekommen könnte, genauso gut damit aber auch scheitern kann. Leider.

Was hat das AJC mit der Kulanzregelung Nightjet zu tun? Ich glaube, du bringst da mehrere Sachsen durcheinander.

Es gibt das AJC, was die Weiterbeförderung (und nur die) bei getrennt gebuchten Fahrscheinen aller Art regelt - die Kulanzregelung Nightjet regelt bei in einem Vorgang gebuchten Fahrkarten noch einiges mehr, u.A. dass es auch ein Hotel gibt, wenn der NJ weg ist.

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Weg mit dem 4744!

Dementsprechend liegt es an den ÖBB, eine Lösung zu finden

bahnfahrerofr., Montag, 28.11.2022, 16:12 (vor 10 Stunden, 13 Minuten) @ JeDi
bearbeitet von bahnfahrerofr., Montag, 28.11.2022, 16:13

Was hat das AJC mit der Kulanzregelung Nightjet zu tun? Ich glaube, du bringst da mehrere Sachsen durcheinander.

Ist mir bekannt/bewusst, dass diese unabhängig voneinander zu betrachten sind. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass es gar keine festgelegte Kulanzregelung für das erste Teilstück (NJ-Vorlauf) gibt, sofern dieses durch die DB pünktlich erbracht werden würde. Im umgekehrten Fall wäre ja die Zugbindung für einen separat ausgegebenen DB-Nachlauf aufgehoben, wenn mit dem NJ Unregelmäßigkeiten auftreten. Im vorliegenden Fall schaut der Kund/in aber auf jeden Fall in die Röhre. Einzige Möglichkeit wäre das ÖBB-NJ-Anschlussticket, welches aber nicht für alle Relationen, nur auf öbb.at und zudem ggf. mit Mehrkosten erhältlich ist.

Zu den Sachsen habe ich jedoch nix zu sagen ;-)

Auch WESTbahn, Wiener Lokalbahnen etc. betroffen.

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 25.11.2022, 15:51 (vor 3 Tagen) @ flocke487
bearbeitet von J-C, Freitag, 25.11.2022, 15:53

Dieser Streik betrifft alle Unternehmen, die Bahnverkehre in Österreich betreiben. Es geht hier um einen Kollektivvertrag mit der gesamten Branche, die ÖBB selbst sitzen direkt nicht einmal am Verhandlungstisch.

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Nicht betroffen vom Streik wären:

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 25.11.2022, 16:26 (vor 3 Tagen) @ J-C
bearbeitet von J-C, Freitag, 25.11.2022, 16:27

Wiener Linien
Straßenbahn Graz
Straßenbahn Linz

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Nicht betroffen vom Streik wären:

M-AG, Freitag, 25.11.2022, 16:30 (vor 3 Tagen) @ J-C

Wiener Linien
Straßenbahn Graz
Straßenbahn Linz

IVB (laut Website auch Bus-Linien)

Die sind ja betroffen.

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 25.11.2022, 16:33 (vor 3 Tagen) @ M-AG

Es ist leichter, die paar Unternehmen aufzuzählen, die nicht im zur Debatte stehenden Kollektivvertrag sind, fürchte ich.

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Die sind ja betroffen.

Altmann, Freitag, 25.11.2022, 16:43 (vor 3 Tagen) @ J-C

Na ja, fast alle innerstädtischen Öffis und Busse sind nicht betroffen. Zum Beispiel die Amstettner Verkehrsbetriebe (mit denen ich heute immerhin 12 Fahrten absolviere!), und all die anderen (merke: Österreich besteht nicht nur aus Wien ;-)!) ...

Geht ja um Bahnen. Busse sind eine andere Sache ;)

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 25.11.2022, 16:44 (vor 3 Tagen) @ Altmann
bearbeitet von J-C, Freitag, 25.11.2022, 16:45

Allerdings wollen auch die Mitarbeiter der Brauereien streiken. Hab irgendwo sogar von einem Streik beim Mobilfunkbetreiber A1 gelesen… das nimmt fast schon französische Verhältnisse an :‘D

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[AT] Streik ist fix

Altmann, Sonntag, 27.11.2022, 12:10 (vor 1 Tag, 14 Stunden, 15 Min.) @ flocke487

Morgen fährt in Österreich nix ... :-(

Möge es ein gutes Ergebnis für die Beschäftigten ...

ktmb, iOS, Sonntag, 27.11.2022, 12:13 (vor 1 Tag, 14 Stunden, 12 Min.) @ Altmann

Morgen fährt in Österreich nix ... :-(

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Kurzführung der tschechischen Züge bis zur Grenze

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Sonntag, 27.11.2022, 14:15 (vor 1 Tag, 12 Stunden, 10 Min.) @ Altmann

Link (zdopravy, tschechisch)

Die Züge der ČD werden bis zum letzten Bahnhof in Tschechien geführt. Regiojet wäre zwar nicht vom Streik betroffen, wird aber vermutlich wegen aufgrund von Streikmaßnahmen an der Infra ebenso nicht fahren können…

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Falls sich wer um mich Sorgen macht

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Sonntag, 27.11.2022, 16:35 (vor 1 Tag, 9 Stunden, 50 Min.) @ J-C
bearbeitet von J-C, Sonntag, 27.11.2022, 16:36

Ich persönlich habe morgen ohnehin nichts in Wien zu tun. Dank Distance Learning muss ich nicht immer zur Uni, um eine Lehrveranstaltung zu besuchen.

Sonst hätte ich es tatsächlich sehr schwierig morgen, nach Wien zu kommen. Hätte ich irgendetwas verpflichtendes am Vormittag in Wien, müsste ich mit dem Auto die ganze Strecke von über 100 km bis Wien fahren. Dabei wäre ich in einem ziemlichen Verkehrschaos gefangen, müsste noch wo parken können und muss den Blödsinn auf dem Rückweg erneut machen. Bei den Spritpreisen nicht so lustig. Ansonsten wäre eine Übernachtung in Wien für mich alternativlos.

Und es gibt Leute, für die sind diese Gedankengänge ziemlich real und nicht nur hypothetisch. Man hat hier den längsten Streik seit 2003 in Österreich, damals wurden ganze 66 Stunden lang gestreikt. Da ging gar nichts.

Immerhin: wohnt man in Brno oder Bratislava, käme man dank den Fernbussen von Regiojet noch ganz gut nach Wien und zurück. Es gibt auch Verbindungen in der Früh dort. Der erste Bus von Brno nach Wien fährt bereits um 3:30, der nächste um 5:40.

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Regiojet wird Breclav - Wien mit Bussen fahren

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Sonntag, 27.11.2022, 19:09 (vor 1 Tag, 7 Stunden, 16 Min.) @ J-C

Link (Zdopravy, tschechisch)

Grad hereingekommen, die Firma Regiojet wird den Grenzpendlern morgen den Tag retten, indem es dererseits Ersatzbusse gibt für deren Züge auf dem Teilstück zwischen Breclav und Wien. Damit werden auch die Verbindungen nach Budapest abgebildet:

Von der Stilllegung in Österreich sind auch die RegioJet-Züge nach Wien betroffen. "Aufgrund des Streiks werden am Montag, 28. November, alle RegioJet-Zugverbindungen von Břeclav nach Wien und von Wien nach Břeclav durch gelbe Ersatzbusse des RegioJets bei der österreichischen Bahn ersetzt. Budapest-Verbindungen werden über Bratislava weiter nach Budapest umgeleitet und haben eine Verbindung von unseren Buslinien Wien – Bratislava/Bratislava – Wien", ergänzt RegioJet-Sprecherin Alexandra Janoušek Kostřicová.

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Attergaubahn fährt auch

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Montag, 28.11.2022, 08:21 (vor 18 Stunden, 4 Minuten) @ flocke487
bearbeitet von J-C, Montag, 28.11.2022, 08:21

Link (krone.at)

Ganz Oberösterreich ist heute ohne Zugverbindung. Ganz Oberösterreich? Nein! Eine „Mini-Verbindung“ im Attergau rollt laut Gewerkschaft und Betreiber Stern&Hafferl planmäßig. Die 13,4 Kilometer lange Attergaubahn zwischen Vöcklamarkt und Attersee, die zwölf Haltestellen hat. „Diese Bahn ist nicht bei den Verkehrsdiensteverträgen dabei und bekommt keine öffentlichen Gelder“, heißt es bei der Gewerkschaft vida, warum diese „gallische Bahn“ dem Streikaufruf trotzt. Der Betreiber Stern&Hafferl sagt dazu: „Das wurde gewerkschaftsintern beschlossen.“

Man kommt also nach wie vor von Vöcklamarkt an den Attersee.

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Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?
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(Bildquelle: ČD)

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