Zug verspätet, Flug verpasst - 4800€ Entschädigung (Allgemeines Forum)

Mike65, Donnerstag, 11.08.2022, 09:39 (vor 53 Tagen)

Ein Passagier verpasst seinen Flug, weil der Zug zum Flughafen eine Stunde Verspätung hat. Er muss für teures Geld ein neues Ticket kaufen. Er zieht vor den Kadi und erstreitet sich von der Bahn eine Entschädigung von umgerechnet 4800€:

https://www.archyde.com/oncf-paid-50000-dhs-in-compensation-to-a-traveler/

Leider handelt es sich hier nicht um Deutschland. Hierzulande hätte es gerade mal 25% des Bahntickets gegeben.

Zug verspätet, Flug verpasst - 4800€ Entschädigung

gnampf, Donnerstag, 11.08.2022, 10:53 (vor 53 Tagen) @ Mike65

Dafür bekommst du bei uns eine Entschädigung, ohne erst vor Gericht ziehen zu müssen. Der DB wäre es vermutlich so wie im Artikel lieber... lieber wenigen Fahrgästen hohe Summen zahlen, als an alle Betroffenen kleine Beträge. Denn in der Summe ist Fall 1 wohl immer noch billiger.
Privatpersonen wären damit dann wohl zu 99,9% eh raus, da sie meist keinen Schaden nachweisen können. Jegliches Fremdverschulden, wie PU etc., würde auch die Entschädigung hinfällig machen. Den Beweis, dass der Beklagte den Schaden verursacht hat und hätte vermeiden können musst dabei dann auch du als Kläger erbringen.

Also buch halt Rail&Fly, dann stellt sich die Frage nicht.

Schland

sflori, Donnerstag, 11.08.2022, 11:19 (vor 53 Tagen) @ Mike65

Leider handelt es sich hier nicht um Deutschland. Hierzulande hätte es gerade mal 25% des Bahntickets gegeben.

Eine Entschädigung im Falle eines Anschlussverlustes von Bahn auf Flieger muss natürlich auch irgendwie refinanziert werden. Auch in Deutschland gibts in solchen Fällen ggf. eine Entschädigung - der Reisende muss das Risiko jedoch individuell und auf eigene Kosten versichern.

Ich finde das auch gar nicht so verkehrt, obwohl ich früher selbst sehr viel geflogen bin. :)

Bei teuren Flügen würde ich zur Zeit wohl schon am Abend vorher in die Nähe vom Flughafen anreisen, bei dienstlichen Flügen wäre es mir wohl egal.


Bye. Flo.

Versicherung?

Proeter, Donnerstag, 11.08.2022, 11:35 (vor 52 Tagen) @ Mike65

Was ich nicht verstehe: Warum kann ich das als Fahrgast nicht einfach versichern lassen?
Versicherungen versichern sonst jeden Sch**ß. Und gerade hier könnte das gut funktionieren: Anhand der verfügbaren Statistiken kann die Versicherung ausrechnen, wie hoch die Wahrscheinlich des Verpassens ist. Wer planmäßig nur 10 Minuten vor Schalterschluss ankommt, zahlt dann eben eine höhere Prämie, als der, der 2 Stunden vorher ankommt.

Versicherung!

sflori, Donnerstag, 11.08.2022, 11:41 (vor 52 Tagen) @ Proeter

Was ich nicht verstehe: Warum kann ich das als Fahrgast nicht einfach versichern lassen?
Wer planmäßig nur 10 Minuten vor Schalterschluss ankommt, zahlt dann eben eine höhere Prämie, als der, der 2 Stunden vorher ankommt.

Na klar kann man das versichern!

Ich hatte mir das vor ein paar Jahren mal anschaut. Das ist dann meist aber im Paket zu buchen mit anderen Versicherungen. 2 Stunden vorher am Schalter war damals Minimum. Heute werden es vermutlich noch mehr sein.


Bye. Flo.

Versicherung - welche wo?

Proeter, Donnerstag, 11.08.2022, 12:07 (vor 52 Tagen) @ sflori

Na klar kann man das versichern!

Ich hatte mir das vor ein paar Jahren mal anschaut. 2 Stunden vorher am Schalter war damals Minimum. Heute werden es vermutlich noch mehr sein.

Hättest du mal einen Verweis auf einen solchen Tarif? Und hängt die zu zahlende Prämie vom gewählten Zug und dessen Verspätungsstatistik ab? ...und vom Tarif des neu zu kaufenden Flugtickets? Ist da ein Deckel drauf?

Das ist dann meist aber im Paket zu buchen mit anderen Versicherungen.

Das konterkarriert ja meinen Vorschlag schon wieder.

Versicherung - welche wo?

sflori, Donnerstag, 11.08.2022, 13:51 (vor 52 Tagen) @ Proeter

Ich hatte mir das vor ein paar Jahren mal anschaut. 2 Stunden vorher am Schalter war damals Minimum. Heute werden es vermutlich noch mehr sein.

Hättest du mal einen Verweis auf einen solchen Tarif?

Nein, ich hab mir das vor ein paar Jahren angeschaut. Keine Ahnung mehr, wo das war.

Wie gesagt, das war sehr unattraktiv von den Bedingungen her, soweit ich mich erinnere. Vielleicht warens auch 4 Stunden vorher am Flughafen. Also echt schlecht. Bin damals geschäftlich geflogen und war meistens 45 Minuten vor Abflug am Airport. Da muss man dann auch mal rennen. Dafür hat man hinterher was zu erzählen. Bin ich froh, dass das vorbei ist...


Bye. Flo.

Versicherung - welche wo?

Gleis42, Hamburg, Köln, Frankfurt, Donnerstag, 11.08.2022, 13:55 (vor 52 Tagen) @ Proeter
bearbeitet von Gleis42, Donnerstag, 11.08.2022, 13:56

Na klar kann man das versichern!

Ich hatte mir das vor ein paar Jahren mal anschaut. 2 Stunden vorher am Schalter war damals Minimum. Heute werden es vermutlich noch mehr sein.


Hättest du mal einen Verweis auf einen solchen Tarif? Und hängt die zu zahlende Prämie vom gewählten Zug und dessen Verspätungsstatistik ab? ...und vom Tarif des neu zu kaufenden Flugtickets? Ist da ein Deckel drauf?

Das ist dann meist aber im Paket zu buchen mit anderen Versicherungen.

Das konterkarriert ja meinen Vorschlag schon wieder.

Das gibt es wohl als Teil von Reiserücktritt oder Reiseabbruch und nennt sich "Verspätungsschutz".
z.B.: https://www.reiseversicherung.de/de/erv/presse/pressemitteilungen/20131009-erv-verspaet...

Ein wichtiges Detail fehlt

Berliner65, Berlin, Donnerstag, 11.08.2022, 17:12 (vor 52 Tagen) @ Gleis42
bearbeitet von Berliner65, Donnerstag, 11.08.2022, 17:13

Das gibt es wohl als Teil von Reiserücktritt oder Reiseabbruch und nennt sich "Verspätungsschutz".
z.B.: https://www.reiseversicherung.de/de/erv/presse/pressemitteilungen/20131009-erv-verspaet...

Der ERGO-Text verrät leider nicht, wie geplant werden muss, damit ein Anschlussverkehrsmittel auch wirklich als solches im Schadensfall anerkannt wird.

--
Die 1. Klasse im SÜWEX gefällt mir. Aber warum ist die einzige Tür, die dorthin führt (und nicht in den 2. Klasse-Bereich) nicht deutlicher gekennzeichnet?

Ein wichtiges Detail fehlt

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 11.08.2022, 17:19 (vor 52 Tagen) @ Berliner65

Das gibt es wohl als Teil von Reiserücktritt oder Reiseabbruch und nennt sich "Verspätungsschutz".
z.B.: https://www.reiseversicherung.de/de/erv/presse/pressemitteilungen/20131009-erv-verspaet...


Der ERGO-Text verrät leider nicht, wie geplant werden muss, damit ein Anschlussverkehrsmittel auch wirklich als solches im Schadensfall anerkannt wird.

Gemäß AGB sind 2 Stunden Verspätung "erforderlich", dann wird bis 500 EUR ersetzt (bei 20%, min. 25 EUR Selbstbehalt). Siehe https://www.reiseversicherung.de/.galleries/_pdf/produkte/versicherungsbedingungen/jahr... Seite 5. Also vermutlich für die meisten Fälle eher uninteressant...

--
Weg mit dem 4744!

Ein wichtiges Detail fehlt

SurfAndRailer, Frankfurt/Main, Donnerstag, 11.08.2022, 17:22 (vor 52 Tagen) @ Berliner65

Hallo zusammen.

z.B.: https://www.reiseversicherung.de/de/erv/presse/pressemitteilungen/20131009-erv-verspaet...


Der ERGO-Text verrät leider nicht, wie geplant werden muss, damit ein Anschlussverkehrsmittel auch wirklich als solches im Schadensfall anerkannt wird.


[...]
Verzögert sich die Ankunft der Bahn oder des Fernbusses um mindestens zwei Stunden und das Anschlussverkehrsmittel wird deshalb versäumt, erstattet die ERV Reisenden die Mehrkosten der Hinreise bis zu einem Betrag von 1.500 Euro. Einzige Voraussetzung: Die Anreise mit dem Anschlussverkehrsmittel, wie zum Beispiel dem Flugzeug, muss der Kunde von Beginn an mitversichern.
[...]

Meinst Du vielleicht das? (Hervorhebung von mir, Text der verlinkten Pressemitteilung)
Um die zwei Stunden Verspätung erreichen zu können und den Anschluss zu verpassen, muss ja mindestens zwei Stunden plus Übergangszeit (hier beim Umstieg auf einen Flieger mit Zeit für Check-In, Sicherheitskontrolle und Wegezeit zum Gate) geplant werden.

Im Zweifel gibt es hier Kontaktmöglichkeiten: https://www.reiseversicherung.de/de/service/kontakt/index.html

Gruß, SurfAndRailer

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