Was taugt die DB-Reiseversicherung? (Allgemeines Forum)

Mike65, Montag, 01.08.2022, 17:25 (vor 8 Tagen)

Zur Zeit habe ich leider viele Kollegen, die wegen einer Coronainfektion nicht reisefähig sind. Plant man eine teurere Bahnreise, wäre ein Rücktrittsversicherung daher auf jeden Fall sinnvoll.
Beim Online-Fahrkartenkauf bietet die DB eine Versicherung mit an, die u.a. bei krankheitsbedingtem Reiserücktritt einspringen soll. Allerdings steht versteckt im Kleingedruckten, dass eine Erkrankung in Folge von Pandemien - und damt wohl auch Covid 19 - ausgeschlossen ist.
Das ist schon ungewöhnlich, denn die meisten Anbieter von Reiserücktrittsversicherungen schließen Covid inzwischen explizit mit ein.
Laut Verbraucherzentrale ist eine solche Klausel wegen Irreführung des Verbrauchers nichtig und hat gegen einen Anbieter geklagt:

https://www.verbraucherzentrale.nrw/pressemeldungen/presse-nrw/reiseruecktrittsversiche...

Was taugt die DB-Reiseversicherung?

Fulda_NBS, Montag, 01.08.2022, 18:28 (vor 8 Tagen) @ Mike65

Schau lieber mal z.B. in den allseits bekannten Vergleichsportalen nach alternativen. Dies ist allgemein (natürlich nicht immer) günstiger und Leistungsstärker.

Was taugt die DB-Reiseversicherung?

sflori, Montag, 01.08.2022, 19:08 (vor 8 Tagen) @ Fulda_NBS
bearbeitet von sflori, Montag, 01.08.2022, 19:10

Schau lieber mal z.B. in den allseits bekannten Vergleichsportalen nach alternativen. Dies ist allgemein (natürlich nicht immer) günstiger und Leistungsstärker.

Das sehe ich auch so.

Wenn man bei Abschluss einer Reise bucht, ist eine Versicherung meist deutlich teurer und gilt nur für die gebuchte Reise.

Daher bin ich dann zur Allianz und hab dort online eine Versicherung abgeschlossen. Kostete 109 € und deckt weltweit alle Reisen innerhalb eines Jahres mit Reisepreis bis 4000 € ab. Jedoch fallen 20 % (mind. 25 €) Selbstbeteiligung an.

Gebraucht habe ich sie glücklicherweise noch nie, darum kann ich nix über die Qualität sagen. :)


Bye. Flo.

Sinn einer Versicherung ...

Der Blaschke, Montag, 01.08.2022, 19:59 (vor 8 Tagen) @ sflori

Hallo.

Gebraucht habe ich sie glücklicherweise noch nie,

Das ist ja auch der Sinn einer Versicherung!

Die gibt's, weil die Versicherungsgesellschaft reich werden will, um sich und ihre Aktionäre zu beglücken. Der Eintritt des Versicherungsfalles ist kontraproduktiv und zu vermeiden.

Schöne Grüße von jörg

der deswegen für so'n Quatsch auch kein Geld ausgibt ...

Waren die Löffel aus,

MC_Hans, 8001376, Montag, 01.08.2022, 20:29 (vor 8 Tagen) @ Der Blaschke

als in deiner Biographie die Weisheit ausgeteilt wurde? Mag ja vorkommen, aber dass man direkt zur Kelle greifen oder, noch besser, in den Topf springen muss...

Also Jörg....

Löffelei

sflori, Montag, 01.08.2022, 21:27 (vor 8 Tagen) @ MC_Hans
bearbeitet von sflori, Montag, 01.08.2022, 21:28

Also Jörg....

Na bei ner Bahnfahrt hat er schon Recht, aber wenn man eine teure Pauschalreise bucht und vorher zum obligatorischen Corona-Test muss, zittert man doch deutlich mehr, wenn man keine Versicherung hat. ;)

Und wenn man gar keine teuren Pauschalreisen bucht, braucht man auch keine Reise-Versicherungen. Getreu dem Motto: Was juckt mich Rio oder Tokio, wenn ich Einbeck-Salzderhelden hab. :)


Bye. Flo.

Schicksal. Ich hätte auch C&A'ler werden können ...

Der Blaschke, Dienstag, 02.08.2022, 00:22 (vor 7 Tagen) @ MC_Hans
bearbeitet von Der Blaschke, Dienstag, 02.08.2022, 00:24

Hey.

Waren die Löffel aus, als in deiner Biographie die Weisheit ausgeteilt wurde? Mag ja vorkommen, aber dass man direkt zur Kelle greifen oder, noch besser, in den Topf springen muss...

Also Jörg....

Was soll ich machen ... Ich teile das Schicksal so mancher Genies. Zeitlebens kamen sie mit den Mitmenschen nicht aus und mit dem Geld auch nicht. Die Mitmenschen litten auch und hielten sie bestenfalls für Spinner ...

Heute nennt man Züge nach ihnen. Straßen. Und es gibt Wissenschaftssendungen und epische Wikipedia-Einträge ...

Zu Lebzeiten hatten sie nix davon ...

Aber wenn ich denke, dereinst wird es ICE 1706 "Blaschi" geben - Start und Ziel (Gegenzug ist übrigens der 2304 [Namenstag ...]) in Osnabrück -, ich werde entspannt dahin scheiden eines Tages. Und im Wissen um die Trauer im Forum: man wird man eine Träne verdrücken oder auch zwei; irgendwie war er ja doch ein lieber Kerl ...

Im IZB (die gibt's dann wieder) steht dann

Blaschi, Jörg E. Blaschke, zeitgenössischer Forist, Tourist, Bahn-Guiness-Buch-Rekordinhaber, genialer Vordenker, Querulant, ...., Na ja, usw ...


Es hätte ja auch alles ganz anders kommen können. Die werte Frau Mama stammt aus METTINGEN. Das in NRW hier um die Ecke. Na, bei wem klingelt es schon? Welche Sippschaft hat dort ihren Ursprung und auch heute noch herrliche Paläste da stehen? Genau: die Brenninkmeijers. Und wem das immer noch nichts sagt: cheap & awful, Clonten Anton, C&A!

Damals waren noch genug da; die werte Frau Mama hätte sich da ja mal einen schnappen können. Dann wäre ich heute Milliardär und in der Modebranche tätig ... Dann kämen die Uniformen für die Eisenbahner jetzt von mir!

Aber Mutter trägt ja meine Gene (ich weiß, biologisch ist es umgekehrt) und so wurde das alles nichts. Stattdessen ein Vertriebener aus Bunzlau in Schlesien. Busfahrer. Tja ...

Mein Schicksal. Der Sohn meiner geliebten Eltern. Zum Glück muss Papa das mit mir alles nicht mehr erleben; aber der brauchte sagenhafte 4 Herzinfarkte, bis es zu Ende ging. Auch hartnäckig ... ;-) Anno 1984 war das schon - witzigerweise bekomme ich seit einiger Zeit regelmäßig Werbebriefe für ihn (ich wohne noch immer an derselben Adresse; seit 49 Jahren) und frage mich, welcher Adresshändler da wohl mit, nun, leicht veralteten Daten arbeitet ... Soviel Verspätung schafft nicht mal DB FV. Mit Mama nahm es auch kein gutes Ende. Aber da staunen die Ärzte noch heute drüber, wie man jahrzehntelang den Konsum schwerster Psychopharmaka wegsteckt. Ebenfalls hartnäckig ... Gut, könnte ich denen anhand von Coca-Cola erklären ... Aber: s.o. ganz zu Anfang ...

Ich hab's erst auf 2 Herzmuskelentzündungen gebracht. Trostlos. Und diversen Kleinkram. Und soll ja auch schon 7 Jahre jetzt tot sein. Nix klappt. Und so habe ich die Befürchtung, wenn mich die Forenleitung hier nicht auch nach DS-O-Vorbild sperrt, ich euch noch etwas erhalten bleibe.

Und damit zurück zur Eisenbahn. UNSERER WAHREN LIEBE. UND UNSEREM WAHREN DASEINSZWECK. Yap.


Schöne Grüße von jörg

Wenn Mutter mal wieder ihren Flash hatte und über das Geld jammerte (wobei genug da war), dann warf ich ihr das gerne mal im Spaß vor: hättest doch einen Brenninkmeyer ehelichen können. Holla, bei Muttern war da dann aber Schluß mit lustig - da ging sie ab wie eine Rakete; das war ein wahrer Jungbrunnen, das hielt sie fit. Blutdruck, Puls, Herzfrequenz top. Und die Stimmbänder wurden auch geölt.

Deswegen komme ich im Zug auch mit allen Formen von Fahrgästen aus. Mir ist ja wenig fremd ... ;-)

Sinn einer Versicherung ...

bendo, Dienstag, 02.08.2022, 09:36 (vor 7 Tagen) @ Der Blaschke

Die gibt's, weil die Versicherungsgesellschaft reich werden will, um sich und ihre Aktionäre zu beglücken....

Leider ja. Das Solidarprinzip, wonach sich eine Gruppe Menschen zusammen schließt, ein Risiko auf mehrere Schultern teilt und damit den Totalausfall einer Einzelperson verhindert, lässt sich aus den schillernden Immobilien, Werbeheften und unzähligen Mitarbeitern nur bedingt ableiten.

... Der Eintritt des Versicherungsfalles ist kontraproduktiv und zu vermeiden.

Das gilt natürlich immer und dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Allerdings beziehe ich meine Aussage auf den Eintritt eines tatsächlichen Ereignisses und nicht auf Formalismen, die in einem Ereignis dann kein (formal abgesichertes) Ereignis sehen.

Finanziell wird bei jedem Versicherungsabschluss letztlich eine Wette zwischen Versichertem und Versicherungsunternehmen eingegangen: Der Versicherte wettet, dass es zum Ereignis kommt, dessen Schaden durch das Versicherungsunternehmen reguliert wird und der Schaden die Höhe der eingezahlten Beiträge übersteigt. Das Versicherungsunternehmen wettet, dass Schadensleistungen kleiner sein werden als die Summe der eingezahlten Beiträge. Das Versicherungsunternehmen wird nun alles daran setzen, damit Letzteres zutrifft. Das muss auch so sein, sonst würde ja kein Geld für genannte Gehälter/Immobilien etc übrig bleiben. Vorteile des Versicherungsunternehmens sind dabei die Expertise/Erfahrung, Juristen, Vertragsklauseln, die das Urteilsvermögen des Versicherten typischerweise übersteigen.
Weitere Probleme: Es gibt ganze Bereiche, in denen die Kostenregulierung üblicherweise durch Versicherungsunternehmen vorgenommen wird (Gesundheits/Behandlungskosten; KFZ-Schäden) und die versicherte Person von anfallenden Kosten gar nichts mehr erfährt. Das Ergebnis: Im Versicherungsfall werden erheblich höhere Kosten abgerechnet (erst jüngst war ich in einen Fall verwickelt, in dem die KfZ-Werkstatt gegenüber einer Privatrechnung den dreifachen Stundenlohn kassiert hat. Das Versicherungsunternehmen war hiervon unbeeindruckt...) und die hohen Kosten werden einfach auf die Versicherten per Beitragserhöhung abgewälzt.

Daher halte ich es ähnlich wie Blaschke: Alle Ereignisse, die mich nicht ruinieren, werden nicht versichert. Im Zweifel lege ich mir selbst regelmäßig Geld für bestimmte Risiken beiseite. Dann bleibt es in meiner Tasche und mit mir muss ich keine Vetragsklauseln diskutieren ;-)

Gruß, bendo

Sinn einer Versicherung ...

agw, NRW, Dienstag, 02.08.2022, 09:59 (vor 7 Tagen) @ bendo

Daher halte ich es ähnlich wie Blaschke: Alle Ereignisse, die mich nicht ruinieren, werden nicht versichert.

Das ist ein guter Grundsatz. Umkehrschluss: Alles, was einen runinieren kann, auf jeden Fall versichern!

Im Zweifel lege ich mir selbst regelmäßig Geld für bestimmte Risiken beiseite. Dann bleibt es in meiner Tasche und mit mir muss ich keine Vetragsklauseln diskutieren ;-)

Das funktioniert vor allem gut, wenn man regelmäßig in eine Risikosituation mit kleinem Risiko kommt. z.B. für jeden Tag einen SuperSparpreis bucht und ihn voraussichtlich ein paar mal im Jahr wegen Krankheit nicht nutzen kann.
Oder jede Woche ins Konzert geht.

Wo es schlechter funktioniert: Bei einmaligen, kostspieligen Sachen mit einmalig hohem Risiko. Beispiel: Einmalige Weltreise in Coronazeiten. Die Reise ruiniert dich nicht und du kannst auch früher und später nichts bei anderen Weltreisen sparen, weil du nur diese eine machst. Aber wenn das Geld weg wäre und die Reise ausfällt (und mangels Knete nicht wiederholt werden kann), wäre es trotzdem sehr ärgerlich.

--
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Sinn einer Versicherung ...

MC_Hans, 8001376, Dienstag, 02.08.2022, 10:18 (vor 7 Tagen) @ bendo

lässt sich aus den schillernden Immobilien, Werbeheften und unzähligen Mitarbeitern nur bedingt ableiten.

Das gilt dann aber für jedes größere Unternehmen, korrekt? Stichwort: Plüschetage.

... Der Eintritt des Versicherungsfalles ist kontraproduktiv und zu vermeiden.


Das gilt natürlich immer und dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Allerdings beziehe ich meine Aussage auf den Eintritt eines tatsächlichen Ereignisses und nicht auf Formalismen, die in einem Ereignis dann kein (formal abgesichertes) Ereignis sehen.

Finde ich grundsätzlich gut. Ansonsten empfehle ich, auch mal über den persönlichen Tellerrand zu schauen, z.B. Arbeitsschutz (DGUV) oder z.B. Brandschutz (Sachversicherer). Da kommt niemand auf die Idee, das heutige Sicherheitsniveau (Gesundheits- und Schadensvorsorge) oder den technischen Fortschritt, der aufgrund schmerzlicher Ereignisse in der Vergangenheit etabliert wurde, infrage zu stellen. Daher ist es gut, dass es Versicherungen gibt und sie ihr letztlich wirtschaftliches Interesse entsprechend vertreten.

Und damit viele Grüße

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