Notfallmanagement selbst Notfall (Allgemeines Forum)

BahnCard100First, Hamburg, Freitag, 13.05.2022, 14:25 (vor 10 Tagen)
bearbeitet von BahnCard100First, Freitag, 13.05.2022, 14:29

Notfallmanagement selbst Notfall 3.5.2022 20:23 Uhr


In Oberursel-Stierstadt hängen Schuhe in der Oberleitung. Nichts fährt mehr, denn die könnten sich im
Stromabnehmer verheddern.
Vor Ort ein überforderter Notfallmanager, wild telefonierend und in Warteschleifen hängend. Dazu zwei Polizisten, die das Heft des Handelns in der Hand namen und mit dem Spannungsprüfer zwei Paar Schuhe bereits aus dem Fahrdraht entfernt hatten. Ein drittes Paar hing hartnäckig in der Tragseil. Die Polizei meinte, dass man nun den Fahrbetrieb vorsichtig wieder aufnehmen könne.
Lehrstunde des Notfallmanagers, die Schuhbändel könnten sich bei Durchfahrt erhitzen, und die Schuhe
runterfallen. Wow... das sind wahre Neuigkeiten aus dem Physiklehrbuch. Fällt der Rabe auf der Oberleitung dann auch runter, weil gebraten... Oder fliegen die deswegen immer davon?
Also wurde noch mal intensiver das letzte Paar Schuhe im Tragseil bearbeitet. Dann kam das Veto des Nofallmanagers. Die Oberleitung kann komplett reißen. Hmm, wie macht es das Tragseil nur bei Sturm und den Kräften,denen es dann ausgesetzt ist, war da nicht so was wie ein schweres Gewicht am Ende. Weil die Polizisten die zweite Physiklektion mit einer Märchenstunde verwechselten, setzte der Notfallmanager panisch nach und sprach vom EBA. Bei der Drohne mit dem Eisenbahnbundes-AMT bekamen auch die Polizei weiche Knie und verschob die Rettung des Bahnverkehrs auf ein andermal.
Nun musste auch jemand da hoch. Dazu braucht es die Feuerwehr? Mitnichten, ein Turmtriebwagen muss her
. Hotline anrufen, Turmtriebwagen. Wer hat denn Bereitschaft? Die Hotline hat aber keine Ahnung, wer Bereitschaft hat, und keine Ahnung, wo die Pläne dazu sind. Beschäftigtes Blättergerasche am anderen Ende der Leitung. Auf selbiger Stand wohl in Socken der Besitzer der Turnschuhe.
Nach einer halben Stunde fuhr die S-Bahn wieder, nach Anregung durch die Polizei. Mitnichten, die Zentrale entschied aufgrund seiner aufgeregten Schilderungen, mit dem großen Geschütz erst Reine zu
machen.Von verärgerten Fahrgästen auf Ausweglosigkeit wegen der zerstörten A5-Brücke und den eingleisigen
Betrieb angesprochen, erklärt er, der Betrieb läuft doch super und das Angebot sei richtig gut. Doch zog er sich zur Vorsicht zurück in sein Auto, denn mit Auftrag drohende Kunden sind ohnehin suspekt.
23:11 fuhr der erste Zug wieder nach satten 3 Stunden. Auf eine geerdete Oberleitung gab es vor Ort keine Hinweise. Laut seiner Aussage wurde die Oberleitung auch nicht abgeschaltet (bis zum Eintreffen
des Turmtriebwagens...)
Vielen Dank an die Trottel, die Schuhweitwurf auf die Oberleitung gemacht hatte und für die Lektion, wie Notfallmanagement bei der DB funktioniert... Ob das Management auch also funktioniert?

Interessant.

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Samstag, 14.05.2022, 14:30 (vor 9 Tagen) @ BahnCard100First

Hab es schon auf DSO gelesen und werde mal hier die Gelegenheit wahrnehmen, das mir anzuschauen

Vor Ort ein überforderter Notfallmanager,

Woran machst du die Überforderung fest?

wild telefonierend und in Warteschleifen hängend.

Erst einmal, welche Position hast du in diesem Ereignis eingenommen, wo warst du zu der Zeit und was hast du selbst gemacht?

Es ist logisch, dass bei so einem Ereignis man es nicht so locker nimmt und man alle Register zieht, um das Problem zu beheben. Das hat erstmal nichts mit Überforderung zu tun.

Dazu zwei Polizisten, die das Heft des Handelns in der Hand nahmen und mit dem Spannungsprüfer zwei Paar Schuhe bereits aus dem Fahrdraht entfernt hatten.

Tippfehler passieren jedem einmal. Ist mir heute in diesem Forum auch schonmal passiert (ich wette jemand weiß, welchen ich meine). Nur, den hast du auf DSO so gemacht. Jetzt hast du bewiesen, dass du den Beitrag 1 zu 1 hierher kopiert hast. Blaschke machte sich immerhin die Mühe, Stellen abzuändern (wobei er sich erneut aus DSO vertschüsst hat, zumindest kenne ich seinen neuen Account dort noch nicht)

Ein drittes Paar hing hartnäckig in der Tragseil. Die Polizei meinte, dass man nun den Fahrbetrieb vorsichtig wieder aufnehmen könne.
Lehrstunde des Notfallmanagers, die Schuhbändel könnten sich bei Durchfahrt erhitzen, und die Schuhe
runterfallen. Wow... das sind wahre Neuigkeiten aus dem Physiklehrbuch. Fällt der Rabe auf der Oberleitung dann auch runter, weil gebraten... Oder fliegen die deswegen immer davon?

Der Rabe fliegt schonmal davon, wenn ein Zug sich annähert. Nachdem man schon von der Strippe geröstet werden kann, ohne überhaupt diese selbst zu berühren, ist Vorsicht sicher nicht falsch.

Also wurde noch mal intensiver das letzte Paar Schuhe im Tragseil bearbeitet. Dann kam das Veto des Nofallmanagers. Die Oberleitung kann komplett reißen. Hmm, wie macht es das Tragseil nur bei Sturm und den Kräften,denen es dann ausgesetzt ist, war da nicht so was wie ein schweres Gewicht am Ende.

Da wirken aber auch andere Kräfte auf die Strippe, als wenn man daran direkt zieht. Interessant auch, dass die Polizei mal spontan die Spannungsprüfer hat. Bei der Feuerwehr oder THW kann ich mir das noch so vorstellen. Aber das ist eher nichts, was eine Polizei so ohne weiteres in ihrem Inventar rumfliegen hat.

Weil die Polizisten die zweite Physiklektion mit einer Märchenstunde verwechselten, setzte der Notfallmanager panisch nach und sprach vom EBA. Bei der Drohne mit dem Eisenbahnbundes-AMT bekamen auch die Polizei weiche Knie und verschob die Rettung des Bahnverkehrs auf ein andermal.

Vielleicht besser so. Weil am Ende müssen sich auch Ordnungshüter an geltendes Recht halten. Haben die denn eine Einweisung in so einem Bereich erhalten, dürfen die das einfach so machen?

Nun musste auch jemand da hoch. Dazu braucht es die Feuerwehr? Mitnichten, ein Turmtriebwagen muss her
. Hotline anrufen, Turmtriebwagen. Wer hat denn Bereitschaft? Die Hotline hat aber keine Ahnung, wer Bereitschaft hat, und keine Ahnung, wo die Pläne dazu sind. Beschäftigtes Blättergerasche am anderen Ende der Leitung. Auf selbiger Stand wohl in Socken der Besitzer der Turnschuhe.

Ok, hast du die Hotline selbst angerufen oder hast du nichts besseres zu tun gehabt, als direkt neben dem Notfallmanager zu stehen?

Nach einer halben Stunde fuhr die S-Bahn wieder, nach Anregung durch die Polizei. Mitnichten, die Zentrale entschied aufgrund seiner aufgeregten Schilderungen, mit dem großen Geschütz erst Reine zu
machen. Von verärgerten Fahrgästen auf Ausweglosigkeit wegen der zerstörten A5-Brücke und den eingleisigen
Betrieb angesprochen, erklärt er, der Betrieb läuft doch super und das Angebot sei richtig gut. Doch zog er sich zur Vorsicht zurück in sein Auto, denn mit Auftrag drohende Kunden sind ohnehin suspekt.

Ein Notfallmanager ist kein Babysitter, der hat noch andere Dinge zu tun. Er ist dazu da, das Geschehen bei solchen Ereignissen zu koordinieren. Deswegen Manager.

23:11 fuhr der erste Zug wieder nach satten 3 Stunden.

Jo das kann durchaus mal passieren bei einem Ereignis, welche eine Oberleitung betrifft, die 15 kV Wechselstrom führt.

Auf eine geerdete Oberleitung gab es vor Ort keine Hinweise. Laut seiner Aussage wurde die Oberleitung auch nicht abgeschaltet (bis zum Eintreffen
des Turmtriebwagens...)

War halt nicht nötig.

Vielen Dank an die Trottel, die Schuhweitwurf auf die Oberleitung gemacht hatte und für die Lektion, wie Notfallmanagement bei der DB funktioniert... Ob das Management auch also funktioniert?

Im Prinzip wäre jetzt eine Anzeige gegen unbekannt zu erstellen, von der du nichts berichtet hast.

Aber jetzt mal ernsthaft. Ich möchte da genau wissen, wie du zu solch detaillierten Informationen gekommen bist. Sonst musst du zurecht den Vorwurf ertragen, diese Geschichte komplett erfunden zu haben.

--
Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?
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(Bildquelle: ČD)

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