IE: Tarife Bus/Bahn DART 20% niedriger. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 09.05.2022, 21:35 (vor 14 Tagen)
bearbeitet von Oscar (NL), Montag, 09.05.2022, 21:36

Hello ICE fans,

rundum Dublin wird es attraktiver mit Bussen und Bahnen zu fahren: die Preise werden 20% niedriger.

Fares on all subsidised services in the Greater Dublin Area (GDA) are to be reduced by an average of 20%, with reductions applying to services provided by Dublin Bus, Luas, Go-Ahead Ireland and Iarnród Éireann’s Commuter and DART services. The TFI 90-Minute Fare introduced last year will fall to €2.00 for adults and €0.65 for children.

(DART = Dublin Area Rapid Transit, vergleichbar mit einer S-Bahn)

Die Preissenkung ist eine Massnahme um die Fixkosten der Haushalte zu reduzieren:

this cost reduction is also important at this particular time. People are coming under more and more pressure as the price of essentials continues to increase. As one element of a suite of measures being introduced by the government, this fare reduction will go some way to easing some of the financial strain that households are experiencing.

Mal sehen, ob das klappt.

On-Thema: es ist fraghaft ob Dublin in diesem Jahrhundert noch eine feste Uferverbindung mit England erhält. Meine Idee einer Meeresunterquerung Holyhead-Dublin wird es wegen Brexit wohl nicht, dafür gibt es aber Ansätze einer Rennbahn in Irland.


Cheers,

Oscar (NL).

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D: Darf Qualität im Nahverkehr Geld kosten

GUM, Dienstag, 10.05.2022, 14:20 (vor 13 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von GUM, Dienstag, 10.05.2022, 14:21

Hallo Oscar (NL),
hallo Community,

der Beitrag ist interessant. Ich möchte die Begeisterung für eine Reduzierung der Fahrkartenpreise im S-Bahn Bereich aber nicht teilen.

Auf Deutschland bezogen sehe ich wie viele Haushalte gerade das Kupfer-Telefonkabel durch einen optischen Leiter aus Kunststoff ersetzen und dabei vierstellige Beträge ausgeben.

Hier wird sogar ins Eigentum eingegriffen, wenn der Mieter es unbedingt haben will muß der Vermieter es einbauen.

Also muß es in den Haushalten eine enorme Kaufkraft geben, wenn dann Internetverträge für 50 bis 80 Euro/Monat + diverse Abos für Inhalte abgeschlossen werden. Obwohl das Kupferkabel es problemlos ermöglichen würde Filme herunterzuladen.

Für das Geld bekommt man schon hintereinander nutzbare, übertragbare Monatskarten des Verkehrsverbundes.

Hier kämpft der Verkehrssektor zu wenig für einen wertigen, richtigen Platz in der Gesellschaft.

So etwas mag vielleicht als eine Jubiläums- oder Kennenlern-Aktion richtig sein.

Aber um Haushalten bei der Inflation entgegenzukommen.

Also ich weiß nicht...

Liebe Grüße

GUM

--
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D: Darf Qualität im Nahverkehr Geld kosten

heinz11, Dienstag, 10.05.2022, 22:22 (vor 13 Tagen) @ GUM
bearbeitet von heinz11, Dienstag, 10.05.2022, 22:24

Hallo Oscar (NL),
hallo Community,

der Beitrag ist interessant. Ich möchte die Begeisterung für eine Reduzierung der Fahrkartenpreise im S-Bahn Bereich aber nicht teilen.

Auf Deutschland bezogen sehe ich wie viele Haushalte gerade das Kupfer-Telefonkabel durch einen optischen Leiter aus Kunststoff ersetzen und dabei vierstellige Beträge ausgeben.

Hier wird sogar ins Eigentum eingegriffen, wenn der Mieter es unbedingt haben will muß der Vermieter es einbauen.

....


Lieber GUM,

das stimmt m.E. nicht. Ich verlinke einfach mal einen Artikel dazu:

Ich weiß, das einige Ausbau-Initiativen eine andere Meinung dazu vertreten. Aber das ist eben nur eine Auffassung; ins BGB ist es jedenfalls nicht eingeflossen.

D: Darf Qualität im Nahverkehr Geld kosten

GUM, Dienstag, 10.05.2022, 23:29 (vor 13 Tagen) @ heinz11
bearbeitet von GUM, Dienstag, 10.05.2022, 23:32

Hallo Heinz11,
hallo Community,

danke für den wertvollen Hinweis! Mir ging es in erster Linie darum, dass die Menschen den Verkehrssektor zu wenig schätzen.

Und natürlich ist es auch eine Riesen-ABM, wenn Juristen hier bei Konflikten um Hypergeschwindigkeits-Internet eingeschaltet werden müssen. Denn eigentlich reicht ja das Kupferkabel praktisch für den Normalbedarf des Privathaushaltes.

Wer mal die Gesamtmenge seines Mail-Speichers oder die üblichen verschickten Dateien ansieht, wird staunen. Mit Ausnahme vielleicht von einer Band, die den ersten Hit von zuhause streamt wird eine Datenautobahn mit zu viel Spuren verlegt.

Fun Fact: So ändern sich die Zeiten. Gab es nicht mal ein Magnetbahnbeschleunigungsgesetz für schnellere Bauplanung?

Liebe Grüße

GUM

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D: Darf Qualität im Nahverkehr Geld kosten

frank_le, Mittwoch, 11.05.2022, 12:18 (vor 12 Tagen) @ GUM

Hallo Heinz11,
hallo Community,

danke für den wertvollen Hinweis! Mir ging es in erster Linie darum, dass die Menschen den Verkehrssektor zu wenig schätzen.

Bei 3€ für eine Haltestelle in der S-Bahn wertschätze ich die Leistung hoch.

Allerdings empfinde ich nicht das selbe wenn diese regelmäßig ausfällt...

IE/DE/NL: Darf Qualität im Nahverkehr Geld kosten

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 11.05.2022, 08:14 (vor 13 Tagen) @ GUM

Hallo Oscar (NL),
hallo Community,

der Beitrag ist interessant. Ich möchte die Begeisterung für eine Reduzierung der Fahrkartenpreise im S-Bahn Bereich aber nicht teilen.

Nun ist Irland nicht gleich DE oder NL. DART ist in Irland die einzige S-Bahn; in Deutschland gibt es mehrere S-Bahnsysteme; NL ist in etwa ein S-Bahnsystem (die "IC"s Eindhoven-Amsterdam fahren im selben Takt wie die Berliner Ring-S-Bahn).

Irland hat 5 Millionen Einwohner, wovon 2 Millionen in "Greater Dublin" wohnen. Sprich 40% der Bevölkerung. Nicht sicher ob die alle DART benutzen, aber nur diese 40% wird einigermassen entschädigt.
Laut Wiki ist die Bevölkerungsdichte von "urban Dublin" 1173179/318 = 3690 pro Qkm, landesweit ist diese Zahl 71,3. Etwas in mir sagt dass diese 3 Millionen bzgl. Mobilität vom Auto abhängig sind.

Nun kommt aber der neoliberale Niederländer in mir, der behauptet: "Mit einer Preissenkung der öV-Tarife werden die Fixkosten eines Autos nicht kleiner."
Frage ist aber, was man dagegen tun kann. Sprit verbilligen (so wie NL macht) hat Einfluss auf die variablen Kosten, nicht die Fixkosten.

So etwas mag vielleicht als eine Jubiläums- oder Kennenlern-Aktion richtig sein.
Aber um Haushalten bei der Inflation entgegenzukommen.
Also ich weiß nicht...

Ich sehe das ganze auch als die IE-Version des 9-Euro-Tickets. Mir wurde auch nicht klar, ob diese irische 20%-Massnahme vorübergehend ist oder nicht. Dagegen bin ich mir schon sicherer, dass es in September in DE keine 9-Euro-Tickets mehr geben wird, während Otto und Bärbel drei Monate lang Fixkosten für ihren Volkswagen abkassiert haben.


gruß,

Oscar (NL).

--
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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Ja, darf sie.

Der Blaschke, Mittwoch, 11.05.2022, 08:34 (vor 13 Tagen) @ GUM

Hey.

Also muß es in den Haushalten eine enorme Kaufkraft geben, wenn dann Internetverträge für 50 bis 80 Euro/Monat + diverse Abos für Inhalte abgeschlossen werden. Obwohl das Kupferkabel es problemlos ermöglichen würde Filme herunterzuladen.

Für das Geld bekommt man schon hintereinander nutzbare, übertragbare Monatskarten des Verkehrsverbundes.

Hier kämpft der Verkehrssektor zu wenig für einen wertigen, richtigen Platz in der Gesellschaft.

So etwas mag vielleicht als eine Jubiläums- oder Kennenlern-Aktion richtig sein.

Aber um Haushalten bei der Inflation entgegenzukommen.

Also ich weiß nicht...

Doch, du weißt. Und zwar völlig richtig.

Die Verramschung führt nur dazu, dass dem Produkt auch keine Wertschätzung entgegengebracht wird.

Und deine Beschreibung mit der Kaufkraft trifft es ja. Regelmäßig höre ich auch junge Leute klagen, wie teuer doch der ÖPNV sei. Sie fahren aber mit Jugend-Freizeitkarte für 20,70€ monstlich im gesamten VBN oder für 15€ monatlich mit der Jugendnetzkarte im GVH. Wo ist da was teuer? 15€ im Monat sind 180€ im Jahr - also ungefähr die Kosten eines Paares anständiger Nike-Sneakers. Dann kaufen sie mal eins weniger im Jahr - und fahren dann quasi fast gratis. Oder warten mal 3 Monate länger auf das neue IPhone ...

15€ - in der Aktienwelt wäre das Ramschniveau. Und so wird der Zug dann auch behandelt. Schuhe auf'm Sitz. Müll wird da fallengelassen, wo er anfiel. Das WC ist ein Event-Spielplatz.

Während genug andere denken: wozu dann überhaupt bezahlen?

Der Nv/Verbund wird als teuer EMPFUNDEN, weil die Preisgestaltung mit festen Einheitspreisen psychologisch betrachtet Unfug ist. Es müßte auch im NV und im Verbund ein SP/SSP-System wie im FV her. Zeitkarten, die immer in allen Zügen gelten, sind teurer. Wer sich auf ruhigere Züge beschränkt, zahlt weniger. Der Metronom z.B. kennzeichnet volle Züge aks Sardinenzüge. Warum nicht Zeitkarten oder Einzel-/Tagestickets preisreduzierter anbieten, die solche Züge ausschließen. Wer sich dann bewußt Luxus leisten will und das Gefühl, sich diesen gönnen zu können, der zahlt dann mehr. Man könnte Tickets und Züge auch farblich kennzeichnen. Gab es bei den rosaroten Preisen der guten alten Bundesbahn nicht auch 2 Rosatöne? Immerhin erkannte schon selbst die, das Preisvielfalt ein Erfolgsmodell ist! Nur so ewiggestrige Bahnfuzzys träumen ja vom Einheitspreis; Strecke A nach B kostet immer X, Strecke C nach D kostet immer Y. Nein, es würde alles noch besser, würde man auch im reinen NV/Verbund Preise noch mehr differenzieren.

Zumal der Kollege Henrik ja Recht hat, wenn er erwähnt, dass Bahnfahren eh schon immer günstiger geworden ist! Mir fiel neulich ein altes Niedersachsenticket in die Hände, kostete damals auch schon 24 Euro. Wie heute. Und für SSP mußte ich vor zig Jahren auch schon 25 Euro auf den Tresen legen.


Bei meinen Befragungen habe ich auch noch nie jemanden mit SP/SSP/Flexpreis über den Fahrpreis jaulen hören. Kritik diesbezüglich kommt praktisch nur von Verbundkundschsft. Was mich erst zu o.g. Gedankengängen inspirierte.

Was die Menschen von der Bahn abhält, ist das allgegenwärtige Chaos und die Unzuverlässigkeit. Die sich seit Jahrzehnten nicht bessert und auch absehbar mittelfristig allein ob der ganzen Bauerei auch nicht ändern wird. Die Hochglanzwerbung und 85%-Zufriedenheitspünktlichjubelmeldungen wirken ja wie Satire; 'weltfremd' trifft es auch. Sie beweisen nur die Ahnungslosigkeit der Chefetagen von der Basis.

Statt das Produkt zu verramschen, ist mehr Realismus zu verkaufen, Fahrpläne und Umstiege zu erstellen, die auch praktisch funktionieren können. Es passt nicht zusammen, wenn Netz Trassen quasi sekundengenau berechnet - im Betrieb aber 5:59 Min als pünktlich selten; und dort mit der Einstellung auch gearbeitet wird.

Und dann braucht es viel mehr Personal. Im Zug. Am Bahnsteig. Ich lade jeden ein, mal mitzufahren und dabei zu sein, wenn die Kunden davon ausgehen, dass ich Bahnbediensteter bin. Ihr werdet staunen, was da alles gefragt wird. Und wie dankbar die Leute für Kleinigkeiten sind! DAS muss der ÖV leisten: Kundendienst. Und zwar persönlicher. Der über die reine Beförderung hinaus geht. Denn unpersönliche Beförderung kann ich auch im Pkw haben. Nicht mal unkomfortabeler; ich muss nur aufmerksam bleiben.

Schöne Grüße von jörg

Super Vorschlag!

GUM, Mittwoch, 11.05.2022, 08:46 (vor 13 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von GUM, Mittwoch, 11.05.2022, 08:47

Hey.

Also muß es in den Haushalten eine enorme Kaufkraft geben, wenn dann Internetverträge für 50 bis 80 Euro/Monat + diverse Abos für Inhalte abgeschlossen werden. Obwohl das Kupferkabel es problemlos ermöglichen würde Filme herunterzuladen.

Für das Geld bekommt man schon hintereinander nutzbare, übertragbare Monatskarten des Verkehrsverbundes.

Hier kämpft der Verkehrssektor zu wenig für einen wertigen, richtigen Platz in der Gesellschaft.

So etwas mag vielleicht als eine Jubiläums- oder Kennenlern-Aktion richtig sein.

Aber um Haushalten bei der Inflation entgegenzukommen.

Also ich weiß nicht...


Doch, du weißt. Und zwar völlig richtig.

[...]


Ich lade jeden ein, mal mitzufahren und dabei zu sein, wenn die Kunden davon ausgehen, dass ich Bahnbediensteter bin. Ihr werdet staunen, was da alles gefragt wird. Und wie dankbar die Leute für Kleinigkeiten sind! DAS muss der ÖV leisten: Kundendienst. Und zwar persönlicher. Der über die reine Beförderung hinaus geht. Denn unpersönliche Beförderung kann ich auch im Pkw haben. Nicht mal unkomfortabeler; ich muss nur aufmerksam bleiben.

Schöne Grüße von jörg

Hallo Jörg,

das ist eine super Idee! Ich habe vor vielen Jahren eine ähnliche Erfahrung gemacht, als ich mir die letzte Ausgabe des Kursbuches gekauft hatte.

Dieser "Pappwürfel" war farbig bedruckt und war auch für Einmalfahrer als DB Produkt erkennbar.

Was dazu führte, daß viele Leute dachten, da kennt sich jemand mit Bahn aus. Ist ja auch ungewöhnlich, da schleppt einer kiloweise Fahrpläne mit sich rum.

Was ich da alles gefragt wurde. Vor allem weil ich einen vieeel zu langen Aufenthalt hatte weil mein Zug nicht pünktlich war.

Hat auch ziemlich lange gedauert, bis ich begriff: Der Pappwürfel zieht Fragesteller an :-)

Für jeden, der so eine Erfahrung noch nicht gemacht hat: Mal achten was so alles gefragt wird.

Oder mit Jörg mitfahren...

Liebe Grüße

GUM

--
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Na klar. Kommt ja auch von mir! ;-)

Der Blaschke, Mittwoch, 11.05.2022, 15:10 (vor 12 Tagen) @ GUM

Hey.

Da ist immer alles super durchdacht.

Schöne Grüße von jörg

Na ja, manchmal ...

Ich bewundere Deinen Schreibstil... *DANKE* für die Beiträge

GUM, Donnerstag, 12.05.2022, 14:26 (vor 11 Tagen) @ Der Blaschke

- kein Text -

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NL: "Abreisstarife" sind Zusatz zu "Abreisetarife".

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 11.05.2022, 09:42 (vor 13 Tagen) @ Der Blaschke

Hallo Blaschi,

Der Nv/Verbund wird als teuer EMPFUNDEN, weil die Preisgestaltung mit festen Einheitspreisen psychologisch betrachtet Unfug ist. Es müßte auch im NV und im Verbund ein SP/SSP-System wie im FV her. Zeitkarten, die immer in allen Zügen gelten, sind teurer. Wer sich auf ruhigere Züge beschränkt, zahlt weniger.

NL: es ist zur Zeit möglich, "IC" Eindhoven-Den Haag v.v. mit einer Art "Sparpreis" zu fahren. Die Fahrkarten sind "zeitraumgebunden" = innerhalb einer bestimmten Zeit muss die Fahrt erledigt sein.
Wichtig dabei ist, dass diese "Abreisstarife" (NL: "afbraakprijzen") eine zusätzliche Option zu den (ggf. rabattierten) Normalpreisen ("Abreisetarifen") sind.

Grund dafür ist allerdings nicht Finanzlastenerleichterung (wie bei den Iren), sondern Auslastungssteuerung.
1. Es fahren immer noch diese festen Surrogatzugverbände, die in Schwachzeiten Überkapzität darstellen. Mit den neuen IC-Triebwagen... ;)
2. Besagte Züge verkehren nur halbstündlich, weil kein Platz für 15-Minutentakt da ist. Auf Eindhoven-Amsterdam machen Sparpreise weniger Sinn; ist der "IC" weg, dann wartet man einfach ab -> wenige Minuten später kommt der nächste "IC".

Was die Menschen von der Bahn abhält, ist das allgegenwärtige Chaos und die Unzuverlässigkeit. Die sich seit Jahrzehnten nicht bessert und auch absehbar mittelfristig allein ob der ganzen Bauerei auch nicht ändern wird. Die Hochglanzwerbung und 85%-Zufriedenheitspünktlichjubelmeldungen wirken ja wie Satire; 'weltfremd' trifft es auch. Sie beweisen nur die Ahnungslosigkeit der Chefetagen von der Basis.

Aber was sollte man tun gegen dieses Chaos?
Osnabrück hat 164.000 Einwohner, 's-Hertogenbosch 151.000.
In Osnabrück gibt es eine Hauptachse Dortmund-Hamburg und eine Nebenachse NL-Hannover.
In "Den Bosch" gibt es eine Hauptachse Eindhoven-Amsterdam und eine Nebenachse Arnhem-Breda.

Statt das Produkt zu verramschen, ist mehr Realismus zu verkaufen, Fahrpläne und Umstiege zu erstellen, die auch praktisch funktionieren können. Es passt nicht zusammen, wenn Netz Trassen quasi sekundengenau berechnet - im Betrieb aber 5:59 Min als pünktlich selten; und dort mit der Einstellung auch gearbeitet wird.

NL hat das Bahnwesen derart vereinfacht, dass Fernverkehr nicht existiert und die allermeisten Cargos auf einer Strecke fahren. In "Den Bosch" ist die Wahl nicht zwischen ICE, IC/EC, RE oder RB, sondern "schnell" oder "langsam". Dann wird es leicht, sogar auf der Nebenachse halbstündlich einen schnelleren und einen langsameren Zug anzubieten.

Etwas in mir sagt, das sei in Deutschland nicht machbar. Bestenfalls könnte man überlegen: FV schnell (ICE), FV langsam (IC/EC), NV schnell (RE), NV langsam (RB/S). Aber das habt Ihr schon. Man muss nur alle Gattungen (mindestens) stündlich anbieten.
Dann kommen wir aber bei dem guten alten "das muss alles bezahlt werden" und dann hat man keine Lust drauf.


gruß,

Oscar (NL).

--
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