Viel Erfolg, Linie 34! (Allgemeines Forum)

EDO, Montag, 03.01.2022, 10:11 (vor 229 Tagen)

Mit zwei Jahren Verspätung hat seit Fahrplanwechsel die von vielen Menschen in Südwestfalen sehnlichst erwartete IC-Linie 34 ihren Dienst aufgenommen. Ich teste sie heute mal - und war überrascht, dass mit mir 16 andere Reisende in Frankfurt-West zustiegen in den IC 2322. Hoffen wir, dass die Linie gut angenommen wird und damit ein Vorbild wird für viele weitere Regionen in Deutschland, in denen DB Fernverkehr (noch) kein Potenzial sieht. Von Flixtrain und Co. muss man nicht reden. Taktverkehr in der Fläche wird sich niemals rechnen, da muss politischer Wille her, gepaart mit Konzepten und Kompromissen.

Nachtrag

EDO, Montag, 03.01.2022, 11:38 (vor 229 Tagen) @ EDO

Reges Treiben am Bahnsteig in Siegen. Ich bin mal durch die Wagen 4 und 3 (je 2. Klasse) gegangen: zusammen 73 Reisende in diesen beiden Wagen.

Auslastung

Siggis Malz, Montag, 03.01.2022, 14:26 (vor 228 Tagen) @ EDO

Also hat der Zug wohl irgendwo so zwischen 32 - 40% Auslastung an einem Montag-Mittag.

Damit wird jetzt sicherlich kein großes Geld verdient, aber es reicht wohl, dass man eine Perspektive ohne Corona sehen kann.

Ein paar Jahre Zeit zum Entwickeln hat man ja mit der Sicherheit der NWL-Bestellungen.

Viel Erfolg, Linie 34!

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Montag, 03.01.2022, 20:15 (vor 228 Tagen) @ EDO
bearbeitet von Alibizugpaar, Montag, 03.01.2022, 20:17

Hoffen wir, dass die Linie gut angenommen wird und damit ein Vorbild wird für viele weitere Regionen in Deutschland

Wobei genau dies eine Linie mit gewissen anhaltenden Geburtswehen ist. Die Sache mit der denkbar knappen Vorbeifahrt an Gießen und Hagen, eine etwas undurchschaubare Regelung mit den Nahverkehrstarifen -einzelne IC komplett ausgenommen- sowie (mit Fragezeichen) das Auslassen bisheriger Regio-Halte ohne Ersatz, habe ich das richtig in Erinnerung?

Vergleiche: Im Bereich Bremen - Norddeich Freigabe aller IC für Nv sowie Bedienung aller vorheriger Regiohalte 1 zu 1.

Von daher muß man mit deutlich größerem zeitlichem Abstand bewerten, ob das Bremer oder Siegener IC-Modell besser ist.


Wünsche der 34 natürlich ebenfalls viel Erfolg!


PS: Ist die 34 mehr in 146er oder 147er Hand?

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Viel Erfolg, Linie 34!

ICE-TD, Montag, 03.01.2022, 20:30 (vor 228 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von ICE-TD, Montag, 03.01.2022, 20:31

Hoffen wir, dass die Linie gut angenommen wird und damit ein Vorbild wird für viele weitere Regionen in Deutschland

Wobei genau dies eine Linie mit gewissen anhaltenden Geburtswehen ist. Die Sache mit der denkbar knappen Vorbeifahrt an Gießen und Hagen, eine etwas undurchschaubare Regelung mit den Nahverkehrstarifen -einzelne IC komplett ausgenommen- sowie (mit Fragezeichen) das Auslassen bisheriger Regio-Halte ohne Ersatz, habe ich das richtig in Erinnerung?

Der einzige Halt der vom IC im Vergleich zum RE16 zwischen Siegen und Letmathe nicht bedient wird ist Welschen Enest. In der Stunde wenn die "Sprinter-IC" nach Hamm und Norddeich fahren, die nur in Altenhundem und Letmathe halten, fährt zusätzlich der RE16 von Siegen. Daher sehe ich da keine Nachteile für die Reisenden.

Viel Erfolg, Linie 34!

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Montag, 03.01.2022, 20:41 (vor 228 Tagen) @ ICE-TD

Gut okay, danke für die Richtigstellung. Hatte jetzt keine Vergleichsmöglichkeit mit dem letzten Fahrplan.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Viel Erfolg, Linie 34!

Lumi25, Dienstag, 04.01.2022, 16:23 (vor 227 Tagen) @ ICE-TD

Natürlich gibt es Nachteile für Fahrgäste. Es existiert kein einheitlicher 60 Minuten-Takt sondern ein Hinketakt.

Zwischen Emden und Bremen ist das wesentlich besser gelöst.

Viel Erfolg, Linie 34!

Action85, Dienstag, 04.01.2022, 09:26 (vor 228 Tagen) @ Alibizugpaar

Auf der Linie kommen ausschließlich IC2 mit Baureihe 147.5 zum Einsatz.

Wünsch ich auch, aber...

Proeter, Montag, 03.01.2022, 22:54 (vor 228 Tagen) @ EDO

Auch ich freue mich, dass es diese Linie gibt. Allerdings befürchte ich, dass ihre regionale Bedeutung untergeordnet bleiben könnte, und vorrangig von Schnäppchenjägern auf der Langstrecke missbraucht wird. Im Sparpreisfinder Frankfurt-Dortmund gibt es die günstigsten Preise mit der Linie 34 (Ausnahme einige Tagesrandverbindungen).
Daher wird sie wohl eher Leute vom Flixbus für Frankfurt - Dortmund - Münster abziehen, als die Region zu stärken. Letzteres ist da vmtl. nur ein netter Nebeneffekt.
Die relativ hohe Auslastung an einem der ersten Tage lässt mich ebenfalls vermuten, dass die meisten Leute auf längerer Strecke mitfahren und gar nicht merken, dass sie über eine neue Strecke fahren, sondern einfach nur billig gekauft haben.

Wünsch ich auch, aber...

Murrtalbahner, Montag, 03.01.2022, 23:58 (vor 228 Tagen) @ Proeter

Selbst wenn, wo ist das Problem? Wenn die regionale Nachfrage nicht reicht, ist es doch umso besser, wenn überregionale Fahrgäste auch mitfahren?!

Wünsch ich auch, aber...

Garfield_1905, Dienstag, 04.01.2022, 12:47 (vor 228 Tagen) @ Proeter

(...) Allerdings befürchte ich, dass ihre regionale Bedeutung untergeordnet bleiben könnte, und vorrangig von Schnäppchenjägern auf der Langstrecke missbraucht wird. (...)

Missbraucht ??? Die Leute nutzen einen Zug, der im Fahrplan steht.

Die relativ hohe Auslastung an einem der ersten Tage lässt mich ebenfalls vermuten, dass die meisten Leute auf längerer Strecke mitfahren und gar nicht merken, dass sie über eine neue Strecke fahren, sondern einfach nur billig gekauft haben.

Tja, und was nu' ? Sie sind zum Zeitpunkt X abgefahren und zum Zeitpunkt Y angekommen, so wie im Fahrplan vermerkt.

Wünsch ich auch, aber...

Proeter, Dienstag, 04.01.2022, 14:09 (vor 228 Tagen) @ Garfield_1905

(...) Allerdings befürchte ich, dass ihre regionale Bedeutung untergeordnet bleiben könnte, und vorrangig von Schnäppchenjägern auf der Langstrecke missbraucht wird. (...)


Missbraucht ??? Die Leute nutzen einen Zug, der im Fahrplan steht.

Das Wort war zu hart. Stimmt.

Tja, und was nu' ? Sie sind zum Zeitpunkt X abgefahren und zum Zeitpunkt Y angekommen, so wie im Fahrplan vermerkt.

Du hast ja Recht (und der Murrtalbahner auch). Worauf ich hinaus wollte: Die ganze Diskussion um diesen Zug (insb. in Medien und Fachforen) dreht sich darum, dass DB-FV voller Gnade eine Region mit einem IC beglückt - dabei tut sie das in Wirklichkeit in erster Linie, um überlastete Linien (KRM und Rheinstrecke) zu entlasten und zielt dabei vorrangig auf die Fahrgäste ab, die von F min. bis DO oder gar weiter fahren.

Dagegen ist nichts zu sagen. Nur bei den Motiven sollte man ehrlich bleiben. Und daher taugt die Linie 34 leider auch nicht als Vorbild für andere FV-freie Großstädte wie z.B. Chemnitz, Trier, Moers etc., die sich nicht oder schlecht beidseitig an starke FV-Knoten anbinden lassen.

Wünsch ich auch, aber...

Siggis Malz, Dienstag, 04.01.2022, 17:27 (vor 227 Tagen) @ Proeter

Dagegen ist nichts zu sagen. Nur bei den Motiven sollte man ehrlich bleiben. Und daher taugt die Linie 34 leider auch nicht als Vorbild für andere FV-freie Großstädte wie z.B. Chemnitz, Trier, Moers etc., die sich nicht oder schlecht beidseitig an starke FV-Knoten anbinden lassen.

Es ist völlig egal für den Fahrgast warum, die einzige Entscheidung, ob der Zug fährt, oder nicht, ist eine betriebswirtschaftliche.
Und für die DB ist die Frage ob sie wieder in die Fläche will, dann geklärt wenn sie mit Yield Management den Zug profitabel voll bekommt, die Nahverkehrsakzeptanz hilft Geld reinzubringen.
Also ist das Ziel "wir wollen in die Fläche" nicht unehrlich, die Motivation ist so oder so das Geld.

Die einzige für mich logische Erklärung, warum die DB z.B.(zumindest noch offiziell) noch an Nürnberg - Saaletal - Leipzig festhält, ist die, dass man sich erhofft über die gut ausgelastete VDE 8 höhere Preise zu erzielen und somit alle Sparpreise über Jena schickt und dort die Züge auch voll bekommt. Zusätzlich holt man sich alte Fahrgäste zurück ins Boot, die früher dort unterwegs waren. Am Ende könnte man dann vielleicht mehr Geld verdienen als aktuell. Das Deutschlandtakt-Gutachten für den Abschnitt ist ohne diese Lenkungsstrategien ja völlig desaströs.

Rostock - Berlin - Dresden funktioniert ja aber auch so und entspricht dann vielleicht eher deiner Vorstellung, aaaber auch hier ist nicht die glückseeliche Bedienung der Fläche das Ziel, sondern Geld machen.

Wünsch ich auch, und...

Henrik, Dienstag, 04.01.2022, 22:40 (vor 227 Tagen) @ Siggis Malz

Dagegen ist nichts zu sagen. Nur bei den Motiven sollte man ehrlich bleiben. Und daher taugt die Linie 34 leider auch nicht als Vorbild für andere FV-freie Großstädte wie z.B. Chemnitz, Trier, Moers etc., die sich nicht oder schlecht beidseitig an starke FV-Knoten anbinden lassen.

1:1 vergleichbar gewiss nicht, klar,
diese Linie ist Teil des selben Konzepts,
desselben Grundprinzips - Bedienung der Fläche, B-Netz.
vgl.
https://www.deutschebahn.com/resource/blob/260082/7df5b4e611d0e7ac8cec71ce6e99919f/prae... (pdf)
März 2015

Es ist völlig egal für den Fahrgast warum, die einzige Entscheidung, ob der Zug fährt, oder nicht, ist eine betriebswirtschaftliche.

umpf.
Natürlich spielen betriebswirtschaftliche Üerlegungen auch eine Rolle,
hauptsächlich relevant sehe ich da eher politische.

Wieso denn dann erst seit 2015?

Unter Mehdorn nebst den damaligen politischen Verhältnissen wäre und war es offensichtlich nicht möglich.

Und für die DB ist die Frage ob sie wieder in die Fläche will, dann geklärt wenn sie mit Yield Management den Zug profitabel voll bekommt, die Nahverkehrsakzeptanz hilft Geld reinzubringen.
Also ist das Ziel "wir wollen in die Fläche" nicht unehrlich, die Motivation ist so oder so das Geld.

s.o.
..wenns nur das Geld wäre, wieso denn dann erst jetzt (bzw. seit 2015)?
Zumal DB FV nicht dazu da ist, dick Gewinn zu erwirtschaften - das ist nicht die Intention des Eigentümers,
sondern so oder so - mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen.
Hätte Grube dieses Konzept im März 2015 nicht aus dem Hut gezaubert, dann wäre es das mit ihm gewesen.

Die einzige für mich logische Erklärung, warum die DB z.B.(zumindest noch offiziell) noch an Nürnberg - Saaletal - Leipzig festhält, ist die, dass man sich erhofft über die gut ausgelastete VDE 8 höhere Preise zu erzielen und somit alle Sparpreise über Jena schickt und dort die Züge auch voll bekommt. Zusätzlich holt man sich alte Fahrgäste zurück ins Boot, die früher dort unterwegs waren. Am Ende könnte man dann vielleicht mehr Geld verdienen als aktuell. Das Deutschlandtakt-Gutachten für den Abschnitt ist ohne diese Lenkungsstrategien ja völlig desaströs.

klingt reichlich nach Verschwörungstheorie bzw. sehr abwegig.

Rostock - Berlin - Dresden funktioniert ja aber auch so und entspricht dann vielleicht eher deiner Vorstellung, aaaber auch hier ist nicht die glückseeliche Bedienung der Fläche das Ziel, sondern Geld machen.

..mit Stadler-Zügen, die sehr günstig zu haben waren, mit unheimlich starken politischem Druck, NV-Anerkennung etc.
Ums Geld gehts hier nicht - um Bedienung der Fläche ja.

NV Anerkennung erst nach Einführung der Linie

idle2, BDK, DN, BHDF, Donnerstag, 06.01.2022, 15:19 (vor 225 Tagen) @ Henrik

..mit Stadler-Zügen, die sehr günstig zu haben waren, mit unheimlich starken politischem Druck, NV-Anerkennung etc.
Ums Geld gehts hier nicht - um Bedienung der Fläche ja.

Die NV Anerkennung hat nichts mit der Einführung der Linie zu tun. Sie kam erst später und auch nur im brandenburgischen Teil ab Elsterwerda. Dafür sind HVZ Verstärker nach Finsterwalde verschwenkt worden. Ob das nun sinnvoll ist mit so großen Garnituren nach Fiwa zu karren und ein Plusbus nach DoKi nicht besser gewesen wäre, steht hier nicht zur Debatte. Immerhin Prestigegewinn für Finsterwalde durch die Direktverbindung nach Berlin. Ich nenne diese Züge liebevoll den Genilke-Express.

Der starke politische Druck galt eher den Halten in Elsterwerda und Doberlug Kirchhain - da hat das Infrastrukturministerium und die Landesregierung in Brandenburg erfolgreich interveniert. Ohne dieses Engagement wäre man vermutlich einfach ignorant durchgefahren.

Auch bei Linie IC17 unterstelle ich die Intension die CD EuroCity entlasten zu wollen, sowie die Alibifernverkehrsanbindung des BER. "Anbindung der Fläche" ist da vermutlich nur PR Sprech.

Aber Entscheidend ist auf dem Gleis ohne die Linie wär ich aufgrund der katastrophalen Reisezeiten im NV zwischen Berlin und Dresden (hauptsächlich sächsischer Anteil) schon längst weggezogen.

Also Danke Landesregierung und auch ein bisschen Danke an die DB

Grüße

--
Das Licht am Ende des Tunnels könnte auch ein Zug sein.

Wünsch ich auch, aber...

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Dienstag, 04.01.2022, 22:02 (vor 227 Tagen) @ Proeter

DB-FV tut das in Wirklichkeit in erster Linie, um überlastete Linien (KRM und Rheinstrecke) zu entlasten und zielt dabei vorrangig auf die Fahrgäste ab, die von F min. bis DO oder gar weiter fahren.

Ich denke DB Fern wäre von alleine in 100 Jahren nicht auf die Idee gekommen diese IC-Linie einzurichten. Vielleicht nochmal ein Einzelzugpaar als Projektversuch wie beim kurzen EC-Vergnügen. Aber nicht im täglichen Takt. Es war doch Bahnchef Rüdiger Grube, dem irgendwann (möglicherweise so halb aus Versehen) die Zusage rausgerutscht war das Siegerland mit IC glücklich zu machen, um dem notorischen politischen und gesellschaftlichen Druck zu entsprechen.

Ich meine die Schnellfahrstrecke KRM hat genügend Kapazitäten sich mit mehr und längeren Zügen (zweiter Zugteil) selber zu entlasten.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

+1

Henrik, Dienstag, 04.01.2022, 22:14 (vor 227 Tagen) @ Alibizugpaar

DB-FV tut das in Wirklichkeit in erster Linie, um überlastete Linien (KRM und Rheinstrecke) zu entlasten und zielt dabei vorrangig auf die Fahrgäste ab, die von F min. bis DO oder gar weiter fahren.

Ich denke DB Fern wäre von alleine in 100 Jahren nicht auf die Idee gekommen diese IC-Linie einzurichten. Vielleicht nochmal ein Einzelzugpaar als Projektversuch wie beim kurzen EC-Vergnügen. Aber nicht im täglichen Takt. Es war doch Bahnchef Rüdiger Grube, dem irgendwann (möglicherweise so halb aus Versehen) die Zusage rausgerutscht war, das Siegerland mit IC glücklich zu machen, um dem notorischen politischen und gesellschaftlichen Druck zu entsprechen.

Ich meine die Schnellfahrstrecke KRM hat genügend Kapazitäten sich mit mehr und längeren Zügen (zweiter Zugteil) selber zu entlasten.

komplette Zustimmung!

Wann war das? März 2015?
Das neue Fernverkehrskonzept, mit den zahlreichen neuen FV-Linien in der Fläche.
Ohne politischen Druck wäre dieses nicht zustande gekommen / verfolgt worden.
Gewinn macht die DB da nicht.

- 1

Siggis Malz, Dienstag, 04.01.2022, 22:40 (vor 227 Tagen) @ Henrik

Das ergibt vorn und hinten keinen Sinn.

Wo war da bitte jemals Druck?
DB Fern hat unter Grube die IC 2 (aus dem Regiorahmenvertrag) gekauft und
die eigenwirtschaftliche (!) FV-Offensive fiel auch unter seine Obhut, soweit so gut.
Warum würde man Grube von den Ambitionen DB Ferns trennen?


Davon übrig geblieben ist aber kaum etwas und die Linie existiert ganz sicher nicht, weil die Politik so tätig war, sondern weil der NWL Geld gibt. Die DB hatte das Glück jetzt genug von ihren IC2 aufm Hof zu haben (nach Jahren Verspätung).

Der einzige politische Druck war dann wohl eher Sparzwang, warum es die IC2 überhaupt gegeben hat und nicht "teures" neues 200er Material. Jetzt macht man Geld wo es geht, indem man 160er Pläne der IC 1 in der Republik sucht und schaut wo es Geld bei Aufgabenträgern (Niedersachsen/BaWü/(BR) und jetzt eben NRW) abzugreifen gibt. Versprechen an Regionen hat man viele gemacht, da zählt Grubes Wort kein bisschen, wenn es kein Geld gäbe.

Spannender werden die nächsten 2-3 Jahre ab Dez. wenn die DB nochmal 20 IC 2 mehr zur Verfügung hat.
Dann können wir beurteilen wie sehr die Bahn auf ihr Versprechen zählt.

In 11 Monaten müsste es dann Cottbus - Magdeburg, Schwerin - Magdeburg und Dresden - München (sic!) geben, gut, beim letzten haben sie schon gesagt, dass die Elektrifizierung bis dahin fertig werden müsste...

es bleibt spannend..

Henrik, Dienstag, 04.01.2022, 23:14 (vor 227 Tagen) @ Siggis Malz

Das ergibt vorn und hinten keinen Sinn.

Wo war da bitte jemals Druck?
DB Fern hat unter Grube die IC 2 (aus dem Regiorahmenvertrag) gekauft und
die eigenwirtschaftliche (!) FV-Offensive fiel auch unter seine Obhut, soweit so gut.
Warum würde man Grube von den Ambitionen DB Ferns trennen?

Blicken wir zurück ins Jahr 2014.
Wenn man da nun behauptet, es gäbe keinen politischen Druck zur DB hinsichtlich FV in der Fläche.... dann uff. dann bin ich da raus.
Ist alles nachlesbar.
Grube wäre sofort weg gewesen ohne die Präsentation im März 2015.

Der Regio-Rahmenvertrag ist etliche Jahre älter (2008?)!
Der erste Abruf entstammt ursprünglich hauptsächlich dem Fahrzeugmangel (die Bedeutung damals ist heute ein Fremdwort), u.a. ausgelöst durch Überlegungs- und Verhandlungsverzögerungen bzgl. ICx.

Davon übrig geblieben ist aber kaum etwas und die Linie existiert ganz sicher nicht, weil die Politik so tätig war, sondern weil der NWL Geld gibt. Die DB hatte das Glück jetzt genug von ihren IC2 aufm Hof zu haben (nach Jahren Verspätung).

Dass NWL eine Ausschreibung gestartet hat und so Mittel fließen ist nichts anderes als Politik.
Dass die DB für rentable Züge fürs B-Netz sorgt, ist aufgrund von Politik zustande gekommen.
Glück? uff..
Sie haben entsprechend gehandelt - das sollte man erwarten.

Damals war hier eher Hohn & Spott zu lesen.

Der einzige politische Druck war dann wohl eher Sparzwang, warum es die IC2 überhaupt gegeben hat und nicht "teures" neues 200er Material.

da lese ich in Deinen Worten nur rein betriebswirtschaftliche Gründe raus - plausibel.
Mit dem IC1 wäre das nicht umsetzbar gewesen, ist in Fachartikeln auch nachzulesen.

Jetzt macht man Geld wo es geht, indem man 160er Pläne der IC 1 in der Republik sucht und schaut wo es Geld bei Aufgabenträgern (Niedersachsen/BaWü/(BR) und jetzt eben NRW) abzugreifen gibt. Versprechen an Regionen hat man viele gemacht, da zählt Grubes Wort kein bisschen, wenn es kein Geld gäbe.

klar.. nachvollziehbar.
Grube ist Vergangenheit (aus anderen Gründen) - das Konzept zählt nach wie vor.
Den politischen Druck sehe ich größer als vor 6 Jahren.
Wettbewerbsgesichtspunkte sind zu berücksichtigen.

Spannender werden die nächsten 2-3 Jahre ab Dez. wenn die DB nochmal 20 IC 2 mehr zur Verfügung hat.
Dann können wir beurteilen wie sehr die Bahn auf ihr Versprechen zählt.

Blabla..
Die DB steht nicht alleine da - sie hat Mitkonkurrenten. Mit zu erwartenden Herabsetzen der Trassengebühren auch nach Corona gewinnen diese an Gewicht.
Die EVU stehen auch nicht im leeren Raum - die Politik steht drüber. Und diesen politischen Rückenwind sehe ich persönlich eher noch weiter wachsen.
Spannend wird es, ja. ;)

In 11 Monaten müsste es dann Cottbus - Magdeburg, Schwerin - Magdeburg und Dresden - München (sic!) geben, gut, beim letzten haben sie schon gesagt, dass die Elektrifizierung bis dahin fertig werden müsste...

müsste.. hätte.. wäre..
Sprung zurück zu 2014? ;)
Hohn & Spott! ..wurde alles nicht ernst genommen.
Den politischen Druck.. den positiven politischen Rückenwind von heute hätte ich mir vor 7 Jahren nicht vorstellen können - kein anderer von uns hier.
spannend und interessant bleibt es eh! ;)

Einmal die Schnittpunkte darlegen.

Siggis Malz, Mittwoch, 05.01.2022, 00:31 (vor 227 Tagen) @ Henrik

1.) Politischer Druck:

Na klar gibt's den!
Die elendig langen Possen mit Lokalpolitikern um die Erkelenzes und Günzburgs dieser Welt sind bekannt.
Aber ist der Druck im Siegerland größer als in Sachsen? Wie oft meldet sich Magdeburg, gibt es einen Monat ohne Beschwerden aus den Flächenländern, gibt Brandenburg jemals Ruhe wegen Potsdam? ....

Warum sollte das Siegerland da jetzt wegen einer Aussage des Grubes unbedingt ins Siegerland kommen, wenn es da nicht auch einfach eher noch irgendwas an Geld zu verdienen gibt.

Wären die IC2 vermutlich nicht eher auf der Südbahn oder auf einer weiteren Linie NN - TS gelandet, wäre man nicht in Stuttgart abgeblitzt? Wären sie nicht schon lange für die MDV mit Nachdruck umgerüstet worden, wenn man nicht die Klatsche von Abellio kassiert hätte?

Um Grubes Karriere bei der DB mach ich mir auch im Nachhinein nicht all zu viele Gedanken, da muss ich ehrlich sein.


2.) IC 2 waren das richtige Fahrzeug zum richtigen Zeitpunkt:

Da sind wir uns wohl wieder einig, du siehst das eher als Entgegenkommen zur Politik und als Rettungsstuhl für den Grube, gut. Gültig ist wohl, dass es einer der wenigen gangbaren Kompromisse zu der Zeit war. Die IC 1 sind der DB jedenfalls auch schon in den Händen zerbröselt. Irgendwas musste her, dass der Rahmenvertrag älter ist, spielt ja für den Abruf (letzter 2017) keine Rolle.

Dass die DB für rentable Züge fürs B-Netz sorgt, ist aufgrund von Politik zustande gekommen.
und
s.o.
..wenns nur das Geld wäre, wieso denn dann erst jetzt (bzw. seit 2015)?

Vermutlich weil die Bahn nach Abschaffung der IR nur einen Weg kannte?
Und gut, nennen wir die Verhandlungen der Aufgabenträger mit der DB Politik.
Die Fahrzeuge sind aber Jahre zu spät, das Tempo der IBN dieser Linie hat daher die DB vorgegeben (und zwangsweise nach hinten geschoben), nicht die Politik.

müsste.. hätte.. wäre..
Sprung zurück zu 2014? ;)
Hohn & Spott! ..wurde alles nicht ernst genommen.

(Zitat bezieht sich auf Dez. 22)

Hier verstehe ich deine Zurückhaltung nicht, der IC im Siegerland ist doch genau solch ein Konstrukt, wenns nicht doch einfach nur das Geld ist, warum sollte die DB hier nicht neue Angebote schaffen, der "Druck" (s.o.) ist ja weiterhin überall zu vernehmen.
Und die Fahrzeuge "müssen weg", sie sind dann aufm Hof und brauchen Einsatzmöglichkeiten.

Aber ja, spannend.

klingt reichlich nach Verschwörungstheorie bzw. sehr abwegig.

Finde ich nicht, wieder die Ausgangsfrage, die uns trennt und doch vereint:

Warum sollen genau diese Strecken bedient werden und nicht andere?

Ist es der politische Druck? Oder ist es der wirtschaftliche Faktor.
Ich tippe auf beides mit hoher Tendenz zu letzterem du wohl eher auf ersteres?

Und das ergibt für mich keinen Sinn, da der Druck "absolut überall" vorhanden ist. Das Geld gibt es aber nicht überall zu verdienen.

Einmal die Schnittpunkte darlegen.

Henrik, Mittwoch, 05.01.2022, 02:14 (vor 227 Tagen) @ Siggis Malz

1.) Politischer Druck:

Na klar gibt's den!
Die elendig langen Possen mit Lokalpolitikern um die Erkelenzes und Günzburgs dieser Welt sind bekannt.
Aber ist der Druck im Siegerland größer als in Sachsen? Wie oft meldet sich Magdeburg, gibt es einen Monat ohne Beschwerden aus den Flächenländern, gibt Brandenburg jemals Ruhe wegen Potsdam? ....

Warum sollte das Siegerland da jetzt wegen einer Aussage des Grubes unbedingt ins Siegerland kommen, wenn es da nicht auch einfach eher noch irgendwas an Geld zu verdienen gibt.

Wären die IC2 vermutlich nicht eher auf der Südbahn oder auf einer weiteren Linie NN - TS gelandet, wäre man nicht in Stuttgart abgeblitzt? Wären sie nicht schon lange für die MDV mit Nachdruck umgerüstet worden, wenn man nicht die Klatsche von Abellio kassiert hätte?

wäre hätte was auch immer..
klar mögen Detailfragen hier und dort ne Rolle gespielt haben..

Zeitpläne sind regional auch unterschiedlich, von je her auch so kommuniziert worden, vgl. Konzept vom März 2015.

Um Grubes Karriere bei der DB mach ich mir auch im Nachhinein nicht all zu viele Gedanken, da muss ich ehrlich sein.

..und wenn er im Frühjahr 2015 seinen Platz hätte räumen müssen aus eben diesen Gründen, hätte sein Nachfolger schlichtweg besseres bieten müssen - das ist Politik.

Dass die DB für rentable Züge fürs B-Netz sorgt, ist aufgrund von Politik zustande gekommen.
und
s.o.
..wenns nur das Geld wäre, wieso denn dann erst jetzt (bzw. seit 2015)?

Vermutlich weil die Bahn nach Abschaffung der IR nur einen Weg kannte?

die der reinen Wirtschaftlichkeit (Mehdorn-Zeit), weil es von der Politik damals so vorgegeben wurde.

müsste.. hätte.. wäre..
Sprung zurück zu 2014? ;)
Hohn & Spott! ..wurde alles nicht ernst genommen.

(Zitat bezieht sich auf Dez. 22)

Zitat bezieht sich auf die Zeit März 2015, mit der Perspektive auf genannte Linie für Dez. 22.

Hier verstehe ich deine Zurückhaltung nicht, der IC im Siegerland ist doch genau solch ein Konstrukt, wenns nicht doch einfach nur das Geld ist, warum sollte die DB hier nicht neue Angebote schaffen, der "Druck" (s.o.) ist ja weiterhin überall zu vernehmen.
Und die Fahrzeuge "müssen weg", sie sind dann aufm Hof und brauchen Einsatzmöglichkeiten.

Ich kann Dir hier nicht folgen, sehe einen Widerspruch nicht.
Politischen Druck sehe ich nicht als statisch an..

Aber ja, spannend.

klingt reichlich nach Verschwörungstheorie bzw. sehr abwegig.

Finde ich nicht, wieder die Ausgangsfrage, die uns trennt und doch vereint:

Du stellst einen Konstrukt auf, der logisch in sich nicht schlüssig ist und vermutest höhere Mächte dahinter - das ist eine Verschwörungstheorie.
..nicht ganz so klar und deutlich, ich benenne es ja auch nicht so deutlich.

Warum sollen genau diese Strecken bedient werden und nicht andere?

Ist es der politische Druck? Oder ist es der wirtschaftliche Faktor.
Ich tippe auf beides mit hoher Tendenz zu letzterem du wohl eher auf ersteres?

Und das ergibt für mich keinen Sinn, da der Druck "absolut überall" vorhanden ist. Das Geld gibt es aber nicht überall zu verdienen.

Deine Frage, wieso andere Strecken nicht bedient werden sollten, steht im luftleeren Raum - musst Du für Dich selbst beantworten.

Deine Eingangsthese war, dass es einzig eine betriebswirtschaftliche Entscheidung sei, dass die DB rein nur Gewinn erwirtschaften möchte.
Dem ist zu widersprechen. Dem steht die Historie entgegen, s.o.
Eingangs war Deine These ja auch noch verhaltener: "Damit wird jetzt sicherlich kein großes Geld verdient" - Ebent! im B-Netz verdient DB FV kein Geld. Das rechnet Dir jeder Student vor, das ist Pflichtlektüre im Seminar des Hauptstudiums.
Es gibt keinen "absolut politischen Druck" - dieser ist relativ und nicht statisch.
Wirtschaftliche Aspekte spielen gewiss eine Rolle - aber auch da hat die Politik einen Einfluss und der wird stärker denn je sein, im positiven Sinne.

- 1

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Mittwoch, 05.01.2022, 14:08 (vor 227 Tagen) @ Siggis Malz

Wo war da bitte jemals Druck?

Es war der selbe gesellschaftspolitische Druck, der zuvor zur Erprobung einer Verlängerung des EC von Zagreb bis Siegen geführt hat. Diese Idee kam wirklich nicht seitens der DB auf, mal im Rathaus von Siegen nachzufragen, ob man dort mit einem Versuch 'einverstanden' sei. DB Fern hatte die Region im Dreieck Siegen/Hagen/Köln doch schon lange von ihrem taktischen Strategie-Schirm genommen.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Alles nichts Neues

Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 04.01.2022, 23:47 (vor 227 Tagen) @ Alibizugpaar

DB-FV tut das in Wirklichkeit in erster Linie, um überlastete Linien (KRM und Rheinstrecke) zu entlasten und zielt dabei vorrangig auf die Fahrgäste ab, die von F min. bis DO oder gar weiter fahren.

Ich denke DB Fern wäre von alleine in 100 Jahren nicht auf die Idee gekommen diese IC-Linie einzurichten.

Weil sie vor gut 20 Jahren gestrichen wurde. Wäre man ernsthaft dran interessiert gewesen dann hätte man die Linie damals schon zu IC umgewandelt.

Vielleicht nochmal ein Einzelzugpaar als Projektversuch wie beim kurzen EC-Vergnügen. Aber nicht im täglichen Takt. Es war doch Bahnchef Rüdiger Grube, dem irgendwann (möglicherweise so halb aus Versehen) die Zusage rausgerutscht war das Siegerland mit IC glücklich zu machen, um dem notorischen politischen und gesellschaftlichen Druck zu entsprechen.

Logisch was die Leute mal hatten möchten sie wieder haben - gerade in den Zeiten wo alle von Verkehrswende, Starke Schiene und umsteigen auf Bus und Bahn reden.

Ich meine die Schnellfahrstrecke KRM hat genügend Kapazitäten sich mit mehr und längeren Zügen (zweiter Zugteil) selber zu entlasten.

Die Führung über die Siegstrecke stellt für manche Fahrgäste auch eine günstige Alternative dar die es vorher nicht gab, vielleicht auch ein Grund der damaligen Einstellung…

Wünsch ich auch, aber...

Paladin, Hansestadt Rostock / Stralsund, Dienstag, 04.01.2022, 14:09 (vor 228 Tagen) @ Proeter

Der Fernverkehrszug fährt von A nach Z über B, C, ...

Leute fahren von A nach Z mit oder von A nach Q. Wo ist das Problem?

Viel Erfolg, Linie 34!

Lumi25, Dienstag, 04.01.2022, 16:31 (vor 227 Tagen) @ EDO

Wie soll sich so was rechnen, wenn es nebenan eine Autobahn gibt, welche alle wichtigen Orte direkt anbindet.

Hätte man eine 200 km/h schnelle NBS von Siegen über Olpe und Lüdenscheid nach Hagen gebaut statt der A 45 stünde der Verkehrsträger Straße auch schlecht da. Dann wäre die Bahn wesentlich besser ausgelastet.

Leider macht man mit dieser Verkehrspolitik weiter. Wenn die A 49 erstmal durchgehend bis zur A 5 gebaut ist, dürfte das auch Auswirkungen auf die Strecke Kassel - Gießen haben. Das gleiche gilt für den Lückenschluss der A 44 zwischen Kassel und der A 4.

Warum sollte der Pendler/Fahrgast mit wesentlich langsameren Verkehrsträgern fahren.

Viel Erfolg, Linie 34!

JanZ, Ha(n)sestadt, Dienstag, 04.01.2022, 16:44 (vor 227 Tagen) @ Lumi25
bearbeitet von JanZ, Dienstag, 04.01.2022, 16:45

Wie soll sich so was rechnen, wenn es nebenan eine Autobahn gibt, welche alle wichtigen Orte direkt anbindet.

Hätte man eine 200 km/h schnelle NBS von Siegen über Olpe und Lüdenscheid nach Hagen gebaut statt der A 45 stünde der Verkehrsträger Straße auch schlecht da. Dann wäre die Bahn wesentlich besser ausgelastet.

Nein, weil dann jahrelang hier und anderswo diskutiert worden wäre, durch welche Städte die NBS direkt durchgehen soll, welche mit Abzweig, welche mit Bahnhof auf der grünen Wiese und welche gar nicht angebunden werden sollen. Und wenn das dann alles fertig wäre, ginge die Diskussion los, welche Züge nun welche Verbindungskurven bedienen und in welchen Bahnhöfen halten sollen. Haben wir doch alles an der KRM erlebt. Das ist nun mal ein Systemnachteil, den auf der Straße allenfalls der Fernbus hat. Mit dem privaten Auto fahre ich selbstverständlich an allen Städten vorbei, in die ich nicht will. Aber 300 km/h schnelle Schienenautos gibt es halt nicht.

--
Im Volk, da ist sie sehr beliebt, unsere Eisenbahn,
Doch dort, wo's keine Schienen gibt, da hält sie selten an.

(EAV: Es fährt kein Zug)

Viel Erfolg, Linie 34!

ICE-TD, Dienstag, 04.01.2022, 20:49 (vor 227 Tagen) @ Lumi25

Wenn du die Nachrichten verfolgt hättest wäre dir nicht entgangen das auf der A45 momentan nicht viel rollt von Siegen nach Hagen.

Die Rahmedetalbrücke der A 45 bleibt zu! Für alle!

Der Blaschke, Sonntag, 09.01.2022, 00:28 (vor 223 Tagen) @ EDO
bearbeitet von Der Blaschke, Sonntag, 09.01.2022, 00:28

Hey.

Die Hoffnung, dass wenigstens Pkw wieder drüber dürfen, hat sich zerschossen. Die 'Sauerlandlinie' bleibt für Jahre(!) für alle(!) unterbrochen!


https://www.siegener-zeitung.de/siegen/c-lokales/totalschaden-auf-a45-talbruecke-rahmed...

Wann, wenn nicht jetzt, ist das eine Chance für die Ruhr-Sieg- und die Dillstrecke. Da muss man jetzt klotzen statt kleckern! Autoreisezüge Frankfurt Dortmund. RoLa im Güterverkehr. Zusätzlicher Fernverkehr!

Das muss da auf der Schiene jetzt derart brummen, dass es da nie mehr BÜ-Crashs gibt, weil die Schranken 24/7 unten sind. 3-Minuten-Takt around the clock. Every day.


Schöne Grüße von jörg

Die Rahmedetalbrücke der A 45 bleibt zu! Für alle!

agw, NRW, Sonntag, 09.01.2022, 10:23 (vor 223 Tagen) @ Der Blaschke

Die Hoffnung, dass wenigstens Pkw wieder drüber dürfen, hat sich zerschossen. Die 'Sauerlandlinie' bleibt für Jahre(!) für alle(!) unterbrochen!

Wann, wenn nicht jetzt, ist das eine Chance für die Ruhr-Sieg- und die Dillstrecke. Da muss man jetzt klotzen statt kleckern! Autoreisezüge Frankfurt Dortmund. RoLa im Güterverkehr. Zusätzlicher Fernverkehr!

Das muss da auf der Schiene jetzt derart brummen, dass es da nie mehr BÜ-Crashs gibt, weil die Schranken 24/7 unten sind. 3-Minuten-Takt around the clock. Every day.

Und wenn das gut klappt, muss man auch fragen dürfen, ob die A45-Brücke überhaupt noch wieder aufgebaut werden muss.
Oder ob man statt einer 6-streifigen Mega-Brücke zumindest nur eine 2-streifige für leichten Verkehr baut und den Teil der A45 zur Bundesstraße zurückbauen kann. Auch eine 1-streifige Brücke mit Ampelregelung kann ich mir vorstellen.

Die gleichen Fragen wurden ja bei Bahnstrecken auch immer gestellt.

--
"Mit Vollgas in den Sommer: Sparen Sie 20% bei Europcar."
- bahn.de

Die Rahmedetalbrücke der A 45 bleibt zu! Für alle!

Sportdiesel612, Sonntag, 09.01.2022, 13:46 (vor 223 Tagen) @ Der Blaschke

ach was, die Brücke kann stehen bleiben. Einfach Erde unter die Brücke schieben, verdichten, ein kleiner Tunnel für die Straße darunter und der Verkehr rollt wieder. Wo ist das Problem?

Nur die Straße im Sinn. Und die Natur? Grrrr ...

Der Blaschke, Sonntag, 09.01.2022, 15:12 (vor 222 Tagen) @ Sportdiesel612
bearbeitet von Der Blaschke, Sonntag, 09.01.2022, 15:13

Hey.

ach was, die Brücke kann stehen bleiben. Einfach Erde unter die Brücke schieben, verdichten,

Du meinst, so wie beim Snooker 'touching ball' ...

Okay, sehe ich vom Prinzip auch als Lösung.

A B E R :

ein kleiner Tunnel für die Straße darunter und der Verkehr rollt wieder. Wo ist das Problem?

Das verorte ich beim fehlenden Naturschutz. Wie soll die Kröte denn dann von links nach rechts oder umgekehrt hopsen? Soll die durch den Straßentunnel hüpfen? Oder erst den Wall hoch öcheln und dann auf der anderen Seite wieder runter purzeln? Und die Rehe? Müssen die Vögel dann auch immer ganz drüber?

Da gibt's also noch einiges an Ausgleichsmaßnahmen einzuplanen.

Viel spannender aber: wenn die die Brücke nicht in Bälde abwracken - was mag sich angesichts der himmlischen Ruhe dort droben jetzt wohl an Getier und Gestrüpp ansiedeln?

Nachher besiedelt irgendeine rote Art das Bauwerk - und dann ist es Essig mit dem Abriß. Dann muß das Ding da stehen bleiben: aus Naturschutzgründen. Und wenn dann doch mal Einsturzgefahr besteht, dann muß doch noch saniert werden. Nur eben für irgendeine Moosflechte und den nur dort lebenden und brütenden Lüdenscheider Mauerseglersteinkauzadler.

Und nein, es würde mich nicht wundern, wenn da nach mir irgendwann noch jemand ernsthaft auf die Idee kommt. Wo bleiben FfF, diese Extinkschen Rebellen, die Neugebauer und überhaupt die Grünen.


Übrigens könnte man ja auch die beiden Hügel an den Enden etwas abflachen. Wegsprengen. Und mit dem Schotter das Tal auffüllen. Dann die Autobahn an beiden Seiten passend etwas absenken und irgendwann in 70 Jahren geht es ohne Berg- und Talfahrt und ohne Brücke da lang. So wie sich die Alpen dank regelmäßiger Bergstürze ja auch langsam aber sicher einebnen.


Schöne Grüße von jörg

der grad, Stichwort einebnen, NORDSEE einen Besuch abstattet. Allerdings in Hannover am Hbf. Die Klimaanlage bläst herrlich KALTE Luft hier rein. Während der Alaska-Seelachs (oder was das war) sich freut, für MICH gestorben zu sein. Welch Ehre ....

Eine Runde Minden - Haste noch; sogar als Erhebungsleiter *wichtigdreinschau*. Die Runde Haste Minden wurde erfolgreich - und pünktlich!!! - beendet. Aber 3 Std Pause in Minden war mir ausnahmsweise zu langweilig ...

ok, hast mich überzeugt!

Sportdiesel612, Sonntag, 09.01.2022, 18:21 (vor 222 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von Sportdiesel612, Sonntag, 09.01.2022, 18:22

ein kleiner Tunnel für die Straße darunter und der Verkehr rollt wieder. Wo ist das Problem?


Das verorte ich beim fehlenden Naturschutz. Wie soll die Kröte denn dann von links nach rechts oder umgekehrt hopsen? Soll die durch den Straßentunnel hüpfen? Oder erst den Wall hoch öcheln und dann auf der anderen Seite wieder runter purzeln? Und die Rehe? Müssen die Vögel dann auch immer ganz drüber?

Da gibt's also noch einiges an Ausgleichsmaßnahmen einzuplanen.

Da hast Du vollkommen recht! Wir bauen über die ehemalige A45-Brücke eine Grünbrücke für Fuchs, Hase & Kröte! Weil die A45-Brücke recht hoch ist, mit barrierefreiem Zugang auf jeder Seite. Solarzellen & Aufzug?

Noch besser wäre es wenn wir aus der Ex-Brücke/Damm einen Staudamm bauen! Rahmedestausee! Das gibt gleich Ökostrom! Autobahn und Stromautobahn!

Eine Reaktivierung der Kreis Altenaer Eisenbahn geht dann nicht mehr. Nee, da verbauen wir uns die ganze Zukunft. Also planen wir einen Brückenneubau.

Was wird eher fertig, Weener oder A45?

Frei nach Radio Eriwan: Weener.

Der Blaschke, Sonntag, 09.01.2022, 19:17 (vor 222 Tagen) @ Sportdiesel612

Hey.

Wie soll die Kröte denn dann von links nach rechts oder umgekehrt hopsen? Soll die durch den Straßentunnel hüpfen? Oder erst den Wall hoch öcheln und dann auf der anderen Seite wieder runter purzeln? Und die Rehe? Müssen die Vögel dann auch immer ganz drüber?

Da gibt's also noch einiges an Ausgleichsmaßnahmen einzuplanen.

Da hast Du vollkommen recht!

Ähm, schreib sowas bitte nie wieder. Ich sitze in Minden. Bekomme einen Schock. Und muss dem Automaten eine Cola entnehmen. IC 140 ist umgekehrt gereiht.

Wir bauen über die ehemalige A45-Brücke eine Grünbrücke für Fuchs, Hase & Kröte! Weil die A45-Brücke recht hoch ist, mit barrierefreiem Zugang auf jeder Seite. Solarzellen & Aufzug?

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Was wird eher fertig, Weener oder A45?

Weener!

Direkt nach Fertigstellung und noch vor dem ersten Probezug gibt aber die Meyer-Werft bekannt, dass sie eine Serie von Containerschiffen über der Evergreen-A-Klasse bauen wird. Und Papenburg zum Tiefwasserhafen erweitert wird. Kurzum: die neue Friesenbrücke ist viel zu klein und muss abgerissen werden.

Bzw sie wird demontiert. Und als Ersatzbrücke nach Lüdenscheid verbracht.


Schöne Grüße von jörg

Natürlich bekommt die Autobahn einen Fett-Neubau!

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 09.01.2022, 19:56 (vor 222 Tagen) @ Sportdiesel612

So etwas wird nach 10 Minuten Kurzlagebesprechung durch stummes Kopfnicken beschlossen - beiläufig und aus Versehen gleich achtspurig! Es werden auch Masten aufgestellt für die Lkw-Oberleitung, selbst wenn Ausleger und Fahrdraht erst in 75 Jahren kommen. Denn bei der Autobahn muß man vorausschauend visionär agieren. Finanzierung, Planung und Genehmigung faxt man sich gegenseitig binnen einer Woche zu, da laufen die Ausschreibungen schon längst an.

Autobahnen sind Lebensadern, es gilt keine Zeit zu verlieren!

Während man bei Eisenbahn-Elektrifizierungen allein schon 12 Wochen zur Abklärung braucht, welcher der 21 behördlich zugelassenen Eingangsvermerkstempel in Bahnsachen der richtige ist. Wohlgemerkt erst einmal nur für Vorab-Machbarkeitsstudie. Danach geht der Antrag für drei Wochen in eine Klimakammer zur Begutachtung, ob der Antrag auf dauerfestem Regen-Sturm-Nässe-Hitze-Papier verfasst wurde und ob der richtige DIN-Grauton eingehalten wurde.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

Eben nicht.

Der Blaschke, Montag, 10.01.2022, 06:45 (vor 222 Tagen) @ Alibizugpaar

Hallo.

Finanzierung, Planung und Genehmigung faxt man sich gegenseitig binnen einer Woche zu, da laufen die Ausschreibungen schon längst an.

Eben nicht.

Südlich des Lotter Kreuzes der A 1 waren 3 Talbrücken zu erneuern. Man brauchte knapp 2 Jahre langer als gedacht. Begründung: u.a. sei ja eine der Baufirmen pleite gegangen. Ja, da stimmt auch - sogar schon vor Baubeginn. Nur: war die Fa., die übernahm, als zweite von Dreien mit ihrer Brücke fertig.

Nördlich des Lotter Kreuzes sollte eine Brücke erneuert werden; auch A 1. Man kann es in Archiven nachlesen: irgendwann 2015 oder 2016 sollte es losgehen und 2 Jahre später sei man durch. So der Plan. Realität: in den nächsten Tagen ist man fertig ...

Östlich Osnabrücks soll die A 33 zur A 1 weitergebaut werden. Seit langem gibt es Pläne. Jetzt wird es konkreter. Der Chef der Autobahnbehörde erklärt unverdrossen, bis 2029 könne man fertig sein. Wenn niemand klagt. Nur sind selbst 2 betroffene Gemeinden dagegen und auch andere haben schon Klagen durch alle Instanzen angekündigt. Jeder hier weiß, wenn überhaupt wird das vor 2035 bis 2040 nichts.

Als vor einiger Zeit Münster absoff, wurde auch der Damm der A 1 beschädigt. Es galt auf ca 10 km Tempo 80!!!! Auf der Autobahn!!! 10 km!!! Man brauchte über ein Jahr, um die Schäden zu beheben und den alten Zustand wieder herzustellen. In Bälde soll dreispurig ausgebaut werden. Dann muß man an den Damm wohl nochmal ran ...

Autobahnen sind Lebensadern, es gilt keine Zeit zu verlieren!

Les doch einfach die Berichterstattung zur Rahmedetalbrücke: wann sollte die ursprünglich erneuert werden ...

Und dann google mal nach Emschertalbrücke der A 43.

Die Leverkusener Rheinbrücke ist hinlänglich bekannt. Mal schauen, ob die Rader Hochbrücke wieder Thema wird und das alte Ding bis zum Neubau durchhält.


Fazit: die Dinge sind ÜBERALL kaputt!

In Osnabrück hat man den Stichkanal zwischen Mittellandkanal und Hafen Osnabrück ausgebaut für größere Schiffe. Die beiden Schleusen aber nicht - und dafür ist auch für Jahrzehnte kein Geld da.

Es wird also spannend, wie denn wohl all die Infrastrukturen PARALLEL erhalten werden sollen. Straße. Schiene. Wasser.

Es ist vorhersehbar: ein Flickwerk. Hüben neu, drüben fällt es auseinander.

Der Zug brettert erst mit 300 dahin - um dann über Langsamfahrstellen minutenlang in den Bahnhof zu zockeln. Die Autobahn ist 8-spurig. Bis vorm Elbtunnel, wo eine Röhre gesperrt ist.

Alles Murks also. Aber gleichmäßig verteilt auf alle Verkehrsträger.


Schöne Grüße von jörg

Laschet will harten "Brücken-Lockdown"

Sportdiesel612, Montag, 10.01.2022, 13:26 (vor 222 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von Sportdiesel612, Montag, 10.01.2022, 13:27


Fazit: die Dinge sind ÜBERALL kaputt!

Genau, und einer hat es erkannt, aber der wurde nicht gewählt.

Brücken-Lockdown

Also wird weiter über die Brücken gefahren, bis alle zusammenbrechen. Erinnert sich noch jemand daran:

https://bahnblogstelle.net/2020/06/05/betonteil-stuerzt-auf-bahnstrecke-zwischen-osnabr...

Und ich empfehle "Einstürzende.Neubauten"

Der Blaschke, Montag, 10.01.2022, 16:22 (vor 221 Tagen) @ Sportdiesel612

Hey.

Fazit: die Dinge sind ÜBERALL kaputt!

Genau, und einer hat es erkannt, aber der wurde nicht gewählt.

Brücken-Lockdown

Ja, aber nicht bei den alten Bauwerken, sondern bei den neuen:

EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN!

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Einstürzende_Neubauten

Die Titel sprechen für sich:

Silence is sexy: frag mal die Ratte auf der Rahmedetalbrücke. Oder die kinderreiche Familie im ICE-Ruhebereich.

Tabula rasa: wenn es in Husum stürmt und DB FV auch in Rottweil den Betrieb deswegen einstellt.

Und dann natürlich der Song, wenn Olaf S. höchstamtlich anno 2032 das Ende der Pandemie verkünden wird:

Alles Wieder Offen.

Also wird weiter über die Brücken gefahren, bis alle zusammenbrechen. Erinnert sich noch jemand daran:

https://bahnblogstelle.net/2020/06/05/betonteil-stuerzt-auf-bahnstrecke-zwischen-osnabr...

Ich. Fahre da sogar regelmäßig drunter her. Aber bislang hat das Bauwerk sich zusammengerissen(sic!) und ist nicht weiter inkontinent ...


Schöne Grüße von jörg

Natürlich bekommt die Autobahn einen Fett-Neubau!

agw, NRW, Montag, 10.01.2022, 10:29 (vor 222 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von agw, Montag, 10.01.2022, 10:31

So etwas wird nach 10 Minuten Kurzlagebesprechung durch stummes Kopfnicken beschlossen - beiläufig und aus Versehen gleich achtspurig!

Die neue Brücke wird 50% mehr Fahrstreifen bieten als die alte. Verkehrswende eben.

--
"Mit Vollgas in den Sommer: Sparen Sie 20% bei Europcar."
- bahn.de

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