NL: Berlin-IC erst ab 2026 halbe Stunde schneller. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 07.12.2021, 09:19 (vor 203 Tagen)

Hallo ICE-Fans,

aktuell dauert eine Reise Amsterdam-Berlin 6:12. Und das bei 577 km Luftlinie, wobei die IC-Strecke relativ wenig von der Luftlinie abweicht. Das ist eine Reisegeschwindigkeit von 100 km/h bei 200 km/h vmax.
Kann das nicht schneller? Ja, man überlegt hier eine halbe Stunde einzusparen. Allerdings sei das nicht vor 2026 möglich.

Was wäre nötig?
a. Bahnhof Oldenzaal braucht einen extra Bahnsteig
b. Anpassungen an Bahnhof Deventer
c. Anhebung vmax Hengelo-Bad Bentheim von 125 zu 140 km/h

Nur schade, dass die Planfeststellungsverfahren satte 5-9 Jahre benötigen. Eine Beschleunigung ab Fahrplan 2024 sei damit verunmöglicht.
Die ursprüngliche Idee war bis zu zwei Stunden Fahrzeitverkürzung (als AMS-B noch 6:30 dauerte, also Reisezeit 4:30), und das sogar ohne Rennbahnen. Das wäre in der Tat zu optimistisch; mit vmax 200 km/h sei eine vdurch von 130-140 km/h realistisch. Mal grob geschätzt: die drei Etappen Amsterdam-Hengelo-Hannover-Berlin sind jeweils 200 km lang. Mit 200 km/h vmax ergibt sich dann 1:30 pro Etappe, also insgesamt 4:30. Dann muss aber alles durchgehend trassiert sein; Langsamfahrstellen sollten nicht sein.

...und ja, die Chinesen werden sich über die Unentschiedenheit der Deutschen und Niederländer mal wieder lustig machen können... die würden einfach sagen: Amsterdam-(60)-Enschede-(30)-Bielefeld-(30)-Hannover-(60)-Berlin. Amsterdam-Berlin 3 Stunden. Jetzt bauen, 2026/27 fertig.

gruß,

Oscar (NL).

--
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NL: Berlin-IC erst ab 2026 halbe Stunde schneller.

Berliner65, Berlin, Dienstag, 07.12.2021, 10:57 (vor 203 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo,

Mal grob geschätzt: die drei Etappen Amsterdam-Hengelo-Hannover-Berlin sind jeweils 200 km lang. Mit 200 km/h vmax ergibt sich dann 1:30 pro Etappe, also insgesamt 4:30.

Die Schätzung ist zu grob.
Die Luftlinienentfernungen sind 130-200-250.
Man kann Amsterdam-Hengelo nicht mit Hannover-Berlin gleichsetzen.

--
Die 1. Klasse im SÜWEX gefällt mir. Aber warum ist die einzige Tür, die dorthin führt (und nicht in den 2. Klasse-Bereich) nicht deutlicher gekennzeichnet?

NL: Berlin-IC erst ab 2026 halbe Stunde schneller.

amtrak, Dienstag, 07.12.2021, 15:12 (vor 203 Tagen) @ Berliner65

Amsterdam-Bad Bentheim, Bad Bentheim-Hannover, Hannover-Berlin sind grob Geschätzt 2 Stunden FAHRZEIT.
Die Luftlinienentfernungen sind dann etwa 155-175-250 km. Das gibt dann auch etwas Info über die Geschwindigkeiten der einzelne Abschnitte.

NL: Berlin-IC erst ab 2026 halbe Stunde schneller.

GibmirZucker, Göding, Mittwoch, 08.12.2021, 22:04 (vor 202 Tagen) @ Berliner65

Der Vorteil ist einmal, dass Holland sehr flach ist. Eine SFS ist da viel günstiger realisierbar als durch's Erzgebirge. Und mit rein von B-Zügen bedienten Zwischenhalte könnten auch bestimmte innerholländische Relationen aufgewertet werden. Sicher, alles kostet. Aber wenn in Spanien in schwierigem Gelände SFS im die Gegend geklatscht werden, die von einem Zug pro Stunde und Richtung befahren werden, dann wäre eine SFS Amsterdam-Hannover sicher nicht absurd. Der Verkehr Holland-Hannover/Berlin/Hamburg würde extrem beschleunigt.

NL: Flachland nicht unbedingt vorteilhaft.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 09.12.2021, 09:15 (vor 201 Tagen) @ GibmirZucker
bearbeitet von Oscar (NL), Donnerstag, 09.12.2021, 09:15

Hallo GibmirZucker,

Der Vorteil ist einmal, dass Holland sehr flach ist. Eine SFS ist da viel günstiger realisierbar als durch's Erzgebirge.

Bin ich mir nicht sicher.

1. Schiphol-Rotterdam liegt meist unter Meeresspiegel. Dennoch war hier ein Tunnel von 1 Milliarde notwendig. Umgehung eines Naturschutzgebietes.
2. Rotterdam-Breda ist auch Flachland, aber auch Wasserland. Es waren zwei Tunnel und ein Viadukt notwendig. Umgehung von Wasserstrassen (Oude Maas, Dordtsche Kil, Hollands Diep).
3. Das NL-Flachland ist so butterweich (erst recht in der Randstad), dass man für die HSL-Zuid zuerst eine 5-6-stellige Zahl an Betonpfeilern in den Boden schlagen musste, bevor man die Rennbahn überhaupt bauen konnte.

Fläche ist sicher ein Aspekt, aber sicher und wohl nicht das einzige Aspekt.

Und mit rein von B-Zügen bedienten Zwischenhalte könnten auch bestimmte innerholländische Relationen aufgewertet werden.

Das ist auch meine Vision. Für europaweiten HGV muss man auch akzeptieren, dass nicht jede Stadt direkt angebunden werden kann. Die HSL-Zuid lässt ja auch Den Haag, Dordrecht und Breda aus, und von einer HSL-Oost Amersfoort-Enschede(-Bielefeld) werden bestimmte Regionen auch weniger profitieren als andere, und die südlichen Provinzen gar nicht (da ist die Bummelbahn via Venlo schneller).

ICE International sollte in Amsterdam, Amersfoort (für Den Haag/Rotterdam/Utrecht), Enschede (für Twente/Zwolle/Deventer), Münster (Umstieg nach Bremen/Dortmund/Hamm), Bielefeld (Korrespondenz mit ICE International Brüssel-Hamburg), Hannover (Grossstadt) und Berlin halten.
Die vorgesehenen Talgos sollten dann die Verbindungen innerhalb NL und DE erstellen oder die Zubringerfunktion haben (damit man z.B. ab Stendal, Wolfsburg oder Minden auch nach Münster kommt oder mit einem dortigen Umstieg nach Amsterdam).

Klar, ich weiss, das ganze ist Wunschdenken für ICE-Fans. Denn konkrete Vorhaben in dieser Richtung habe ich zumindst hier in NL noch nicht erfahren.

Sicher, alles kostet. Aber wenn in Spanien in schwierigem Gelände SFS in die Gegend geklatscht werden, die von einem Zug pro Stunde und Richtung befahren werden, dann wäre eine SFS Amsterdam-Hannover sicher nicht absurd. Der Verkehr Holland-Hannover/Berlin/Hamburg würde extrem beschleunigt.

Man soll bedenken, dass die Spanier die ganzen Rennbahnen mit EU-Subvention gebaut haben (Spanien ist Nettoempfänger, DE/NL Nettobezahler). Die Rennbahnen sind also zum Teil mit DE- und NL-Moneten bezahlt worden. Das Geld hätte die EU auch in die von Dir besagte Rennbahn investieren können (oder meinetwegen Köln-Utrecht oder Berlin-Prag-Brno-Wien/Budapest).

Dabei muss ich aber auch gestehen, dass Spanien besser für echten HGV geeignet ist als DE/NL.
Spanien ist genauso wie Frankreich monozentrisch (Madrid vs. Paris). Hinzu kommen einige Bevölkerungskonzentrationen (Zaragoza, Barcelona, Alicante, Valencia, Malaga, Sevilla) die auf HGV-affiner Entfernung liegen und zwischen denen relativ wenig Menschen wohnen. Dann gibt es noch zwei Ballungsräume mit mittelgrossen Städten (Galizien mit A Coruña und Vigo, sowie Baskenland mit Santander, San Sebastian, Bilbao), genauso HGV-affin von Madrid entfernt.

DE/NL, das ist doch vor allem IC-Verkehr wobei DE auf Deutschlandtakt mit überwiegend 250 km/h Zügen setzt und NL auf 10-Minutentakt mit bestenfalls 160 km/h. Man müsste dann entweder eine sauteure zusätzliche Infra für 300-320 km/h vmax bauen, oder die vorhandene Infra für höhere vmax ausbauen (was dann wieder zulasten der Kapazität geht).

Vielleicht müssen wir ggf. akzeptieren, dass eine Reise von A nach B ohnehin eine Mindestzeit kostet. Und dass man, wenn es zu langsam ist, besser auf komfortablere als schnellere Züge setzen kann. Für schnellere Züge ist neue Infra nötig, für komfortablere Züge nicht. Vielleicht bekommt der Billigflugsüchtige sogar die Idee, er kann seine Zeit besser in einem bequemen Zug mit alles drauf und dran spendieren als zwei Stunden in einer Abflughalle. Schlussendlich geht's ja um Lebensqualität.


gruß,

Oscar (NL).

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NL: Nachtrag zu "Berlin-IC erst ab 2026 0:30 schneller".

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 08.12.2021, 14:10 (vor 202 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo ICE-Fans,

in den Kommentaren gibt es inzwischen einige Vorschläge um die Relation Amsterdam-Berlin zu verbessern.

1. heutige IC belassen, zusätzlich ICE International Amsterdam-Duisburg-Berlin.
Wenn auf der "Bentheimer" gar nichts passiert, könnte das schneller sein. Berlin-Duisburg 3:24 laut Deutschlandtakt und Duisburg-Amsterdam 2:03, dazu 3 Minuten Umsteigezeit und man hat 5:30. Zwar immer noch lächerlich für 577 km Luftlinie, aber dennoch eine halbe Stunde schneller.

2. ein Plan, in einer Zeitspanne von 10 Jahren jedes Jahr 25-30 Milliarden in ein HGV-Netz zu investieren; dann hat man am Ende der Dekade 10.000 km an Rennbahnen. Bestrebenswert wäre Amsterdam-Berlin 3 Stunden (und ja, dann werden vielleicht einige Gegende in NL abgehängt, es sei so; langsamere ICEs binden diese dann wieder an und IC200 der NS tut auch gut). Webseite (NL) dazu.

3. so belassen und stattdessen Nachtzüge einsetzen.
Bleibt komisch; Paris ist genauso weit von Amsterdam entfernt als Berlin, aber mit Thalys etwa stündlich in etwas mehr als 3 Stunden bereisbar.

4. Rennbahn Utrecht-Hengelo, 115 km, 230 km/h vmax (Talgo geht ja nicht schneller), Reisezeit 45 Minuten.
Ich vermute, damit sei Amersfoort-Hengelo gemeint. 115 km Utrecht-Hengelo ist Luftlinie. Zudem ist es logischer ab Amsterdam via Amersfoort zu reisen als via Utrecht.
Berlin-Hengelo laut Deutschlandtakt 3:34, dann wäre mit HGL-AMF 45 und AMF-AMS 26 Minuten 4:45 möglich.


gruß,

Oscar (NL).

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NL: Nachtrag zu "Berlin-IC erst ab 2026 0:30 schneller".

JanZ, Ha(n)sestadt, Mittwoch, 08.12.2021, 16:20 (vor 202 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo ICE-Fans,

in den Kommentaren gibt es inzwischen einige Vorschläge um die Relation Amsterdam-Berlin zu verbessern.

1. heutige IC belassen, zusätzlich ICE International Amsterdam-Duisburg-Berlin.
Wenn auf der "Bentheimer" gar nichts passiert, könnte das schneller sein. Berlin-Duisburg 3:24 laut Deutschlandtakt und Duisburg-Amsterdam 2:03, dazu 3 Minuten Umsteigezeit und man hat 5:30. Zwar immer noch lächerlich für 577 km Luftlinie, aber dennoch eine halbe Stunde schneller.

Da könnte man auch direkt von Oberhausen Richtung Essen abbiegen, da spart man noch ein paar Minuten. Ohne jetzt Taktlagen geprüft zu haben, aber ich vermute, es geht ohnehin nur um Gedankenspiele?

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Im Volk, da ist sie sehr beliebt, unsere Eisenbahn,
Doch dort, wo's keine Schienen gibt, da hält sie selten an.

(EAV: Es fährt kein Zug)

NL: Nachtrag zu "Berlin-IC erst ab 2026 0:30 schneller".

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 08.12.2021, 17:51 (vor 202 Tagen) @ JanZ

Hallo JanZ,

Da könnte man auch direkt von Oberhausen Richtung Essen abbiegen, da spart man noch ein paar Minuten.

Leider verliert man dann etwas Netzwirkung, denn man lässt Duisburg aus. Hier könnte man, von Amsterdam kommend, auf die ICEs der Achse Dortmund-Ruhrbahn-Köln-Frankfurt umsteigen.
Andererseits geht das in Essen auch.

Ohne jetzt Taktlagen geprüft zu haben, aber ich vermute, es geht ohnehin nur um Gedankenspiele?

Klar sind das alles Gedankenspiele (zumindest die Bauvorhaben, nicht die Nullvarianten).
Konkrete Verbesserungen NL-DE erwarte ich ehrlich gesagt nicht.
Wie ich selber in den Kommentaren schon schrieb: eine Rennbahn in NL, das ist 20 Jahre planen und versammeln, 20 Jahre Bauzeit und 50 Jahre lang versuchen die Investitionen zurückzuverdienen. Man muss also die Infra von 2111 planen.


gruß,

Oscar (NL).

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NL: Nachtrag zu "Berlin-IC erst ab 2026 0:30 schneller".

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Mittwoch, 08.12.2021, 18:19 (vor 202 Tagen) @ Oscar (NL)

Oscar, Duisburg hat mit Amsterdam - Berlin nichts zu tun, Duisburg hat die ICE Amsterdam - Frankfurt. Aber das hatten wir schon besprochen.

Auf Amsterdam - Berlin kommt es auf Tempo an und nicht auf Netzwirkung auf Nebenschauplätzen, die bereits anders abgedeckt sind.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."

Goethe an Schiller 1797

NL: Amsterdam-Berlin via Duisburg ja/nein.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 08.12.2021, 19:57 (vor 202 Tagen) @ Alibizugpaar

Hallo Alibizugpaar,

Auf Amsterdam - Berlin kommt es auf Tempo an und nicht auf Netzwirkung auf Nebenschauplätzen, die bereits anders abgedeckt sind.

Wenn es auf Tempo ankommt, dann muss man auch eine Strecke bauen, wo man ordentlich Tempo machen kann.
Und diese Aufgabe liegt sowohl bei Deutschland als den Niederlanden.

(wobei ich gestehe dass DE schon erheblich mehr erreicht hat als NL)


gruß,

Oscar (NL).

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NL: Amsterdam-Berlin via Duisburg ja/nein.

ktmb, iOS, Mittwoch, 08.12.2021, 20:03 (vor 202 Tagen) @ Oscar (NL)

Die Strecke zwischen Hannover und Bad Bentheim soll doch schon (bei Minden) teilweise neugebaut werden. Viel Zeitersparnis wird es jedoch nicht geben. Wenn, dann sollte NL doch auch etwas tun.

--
Niemand hat die Absicht eine Autobahn zu bauen. #A49#A20#AXYtbc

Reine Scheindiskussionen ...

Der Blaschke, Mittwoch, 08.12.2021, 21:14 (vor 202 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo.

Konkrete Verbesserungen NL-DE erwarte ich ehrlich gesagt nicht.

Richtig - wozu auch? Die Linie 77 ist aus deutscher Sicht nun wirklich völlig nebenbahnlich. Hannover Berlin läßt sich mit diversen Linien abdecken. Der Rest ist fernerliefen.

Da darf man schon staunen, dass die DB noch immer den Wagenpark stellt und auf deutscher Seite sogar noch die Zuglok. Schau dir Hamburg Kopenhagen an, Hamburg Prag, München Zürich - da überlässt die DB gerne anderen Bahnen die Fuhrparkgestellung. Da darf sich NS freuen, dass die DB selbst den Wagenparktausch auf Talgo auf sich nimmt.

Weitere Verbesserungen auf deutscher Seite sind dann eher ein Abfallprodukt anderer Ziele und Wünsche. Hinzu kommt, dass zwischen Bad Bentheim und Löhne die lahmarschige Zuckelei für den Nahverkehr genau in alle Taktsysteme und Anschlüsse passt. Eine Erhöhung der Streckengeschwindigkeit würde entweder das Fahrplangefüge sprengen oder nur für mehr Reserven sorgen. Für letzteres gibt aber niemand Geld aus.

Nicht vergessen darf man, dass die neuen Talgo nicht mehr Kapazitäten bieten als die derzeitigen IC. Und die sind ab und an schon gut gefüllt. Eine Erhöhung der Fahrgastzahlen würde also neue Probleme mit sich bringen. Da darf die nächsten Jahrzehnte nichts dazu kommen.


Kurzum: diese ständigen Diskussionen über einen Expreß Amsterdam Berlin sind reine Scheindiskussionen. Mit den neuen Zügen fällt der Lokwechselaufenthalt Bad Bentheim weg und zwischen Osnabrück und Hannover soll es etwas schneller gehen durch Verzicht auf Stops in Bad Oeynhausen und Minden. Und das war es dann auch! Danach wird sich für geraume Zeit nichts zum besseren verändern.

Der Rest ist Sache der Niederländer. Wenn die ne SFS von Amsterdam nach Bad Bentheim bauen wollen, verbietet denen das niemand. Ob man aber alle 2 Std einen Zug annähernd vollbekommt, der von Amsterdam dann eher nonstop bis Deutschland fährt, darf bezweifelt werden.


Schöne Grüße von jörg

Reine Scheindiskussionen ...

ICE16, Mittwoch, 08.12.2021, 22:53 (vor 202 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von ICE16, Mittwoch, 08.12.2021, 22:54

Ach ja... Wenn man sich die Welt so macht wie sie einem gefällt...

DB fährt mit eigenem Material

Berlin Amsterdam
Frankfurt Amsterdam
Frankfurt Brüssel
NRW/Hamburg Schweiz
NRW/Hamburg/Berlin Österreich
Süddeutschland / Frankreich
Frankfurt / Frankreich
Die Strecke nach Polen wird alle paar Jahre ein partausch von DB zu Kooperationsbahn und umgekehrt durchgeführt

Tatsächlich ist es so das die DB derzeit nur planmäßig in 4 Nachbarländer nicht mit eigenen Material fährt. Und eins davon ist Luxemburg....

Da waren auch Neuzulassungen von Fahrzeugen dabei. Einfach sagen die DB macht es sich hier leicht Und läßt die ausländischen Bahnen alles machen ist halt wieder das übliche getexte von dir...

Lok Wechsel in Bad Bentheim kann man auch heute schon mit wenig Aufwand wegfallen lassen ist ja nicht so das so ein Vectron böses hexenwerk ist... Gibt halt Gründe dagegen das gerade eben nicht zu machen

Reine Scheindiskussionen ...

AlbertP, Ulm, Mittwoch, 08.12.2021, 23:14 (vor 202 Tagen) @ ICE16

Siehe meinen Post unter, Prorail muss noch was Sachen bearbeiten bis es mit Vectrons (oder anderen Mehrsystemloks) schnell genug gefahren werden kann.

Amsterdam-Berlin: Sammelantwort Scheindiskussion.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 09.12.2021, 10:23 (vor 201 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von Oscar (NL), Donnerstag, 09.12.2021, 10:24

Der Blaschke:

Richtig - wozu auch? Die Linie 77 ist aus deutscher Sicht nun wirklich völlig nebenbahnlich. Hannover Berlin läßt sich mit diversen Linien abdecken. Der Rest ist fernerliefen.

Die Linie 78 ist aus deutscher Sicht nun wirklich völlig nebenbahnlich. Frankfurt-Duisburg lässt sich mit Linie 41 abdecken. Duisburg-Emmerich geht auch mit RE -> RRX.
Die Linie 79 ist aus deutscher Sicht nun wirklich völlig nebenbahnlich. Frankfurt-Köln lässt sich mit Linie 42/43 abdecken. Köln-Aachen geht auch mit RE -> RRX.
Die Linie 80 ist aus deutscher Sicht nun wirklich völlig nebenbahnlich. Frankfurt-Mannheim lässt sich mit Linie 11/12 abdecken. Mannheim-Saarbrücken geht auch mit IC.

Das ist auch so ein Grund, dass die Niederlande sich voll angestrengt haben bzgl. Betuweroute, während Deutschland lllaaannngggsssaaammm mit dem dritten Gleis vorankommt.
Und das ist auch so ein Grund, dass man für Köln-Amsterdam besser einen IC200 der NS einsetzen kann als ein ICE.
Die ICEs können dann stündlich nach Brüssel fahren und dorthin ordentlich Gas geben. Das wird Thalys allerdings nicht akzeptieren und so wird Thalys auch stündlich fahren, werden die Niederländer eifersüchtig und damit wir auch halbstündlich schnell nach Deutschland fahren können, erhalten wir ICE-Fans (wohl eher unsere Nachfolgegeneration) dann im Jahre 2060 doch noch die erwünschte Rennbahn Utrecht-Köln... ;)

Der Rest ist Sache der Niederländer. Wenn die ne SFS von Amsterdam nach Bad Bentheim bauen wollen, verbietet denen das niemand. Ob man aber alle 2 Std einen Zug annähernd vollbekommt, der von Amsterdam dann eher nonstop bis Deutschland fährt, darf bezweifelt werden.

Ich denke schon. Es wird über Stundentakt gesprochen. Oder genauer: stündlich schnell über die Grenze (IC(E)) und stündlich langsam (RE).

ICE16:

DB fährt mit eigenem Material: Berlin-Amsterdam, Frankfurt-Amsterdam, Frankfurt-Brüssel, NRW/Hamburg-Schweiz, NRW/Hamburg/Berlin-Österreich, Süddeutschland / Frankreich, Frankfurt / Frankreich.
Die Strecke nach Polen wird alle paar Jahre ein partausch von DB zu Kooperationsbahn und umgekehrt durchgeführt

Was ist aus dem Verfahren "Achskilometerausgleich" geworden? Auf DE-FR scheint das relativ gut zu funktionieren; hier verkehren ja ICE und TGV. Der ICE darf nach Frankreich, aber dafür darf der TGV nach Deutschland.
Ich kann aber auch sagen: DB bemüht sich über die Verbindung nach Belgien, aber dann soll die NMBS sich um die Verbindung nach Deutschland kümmern, z.B. mittels Stundentakt NMBS-IC Oostende-Brüssel-Lüttich-Aachen-Köln. Oder, wenn der BR408 kommt, es verkehren einige Triebwagen buchhaltmässig namens NMBS (und weitere von/nach Amsterdam namens NS).

AlbertP:

Zumindestens muss in NL die Strecke bearbeitet werden da die Stabilität der Strecke in "Sumpf"-Gebiete nicht ausreichend ist um über 100 km/h zu fahren mit Loks deren Achslast die der 1700 übersteigt, was der Fall ist mit den heutigen Mehrsystemloks.

Dann bin ich gespannt, was mit den Talgos passiert. Ein klassischer IC hat 40 Achsen (4 pro Einheit; Lok + 9 Wagen sind 10 Einheiten). Die Talgo-Wagengarnitur ist 19-teilig mit zwei Enddrehgestellen, dazu kommen noch die 4 Achsen der Lok. Macht 26 Achsen.
Ich glaube nicht dass die Talgos nur 26/40 = 65% der Masse einer klassischen IC haben (eher mehr). Also wird die durchschnittliche Achslast grösser. Wie werden unsere Streckien die Talgos verkraften?


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Amsterdam-Berlin: Sammelantwort Scheindiskussion.

AlbertP, Ulm, Donnerstag, 09.12.2021, 11:09 (vor 201 Tagen) @ Oscar (NL)

Die Anzahl Achsen ist nicht die beste Vergleichung da heute die Achslast der Loks ungefähr doppelt so hoch ist wie die der Wagen. 22 statt 36 Achsen für die Wagen ist dann nicht unbedingt ein Problem (das genaue Gewicht einer Einheit habe ich noch nicht gefunden.) Das Problem ist eher dass alle Mehrsystemloks 22 t Achslast oder mehr haben.

NL: Nachtrag zu "Berlin-IC erst ab 2026 0:30 schneller".

AlbertP, Ulm, Mittwoch, 08.12.2021, 22:40 (vor 202 Tagen) @ Oscar (NL)

Zumindestens muss in NL die Strecke bearbeitet werden da die Stabilität der Strecke in "Sumpf"-Gebiete nicht ausreichend ist um über 100 km/h zu fahren mit Loks deren Achslast die der 1700 übersteigt, was der Fall ist mit den heutigen Mehrsystemloks.

Glücklich für die Berlin-Züge hat European Sleeper schon versucht mit einem BR 186 zu fahren und hat Prorail die Strecke überlastet erklären müssen fürs Fahrplanjahr 2022. Prorail muss deshalb im Frühjahr mit einem Plan kommen um die Kapazität für European Sleeper zu erweitern.

Quelle (Niederländisch): https://www.prorail.nl/siteassets/homepage/samenwerken/vervoerders/documenten/baanstabi...

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