GDL kündigt Warnstreiks an (mL) (Allgemeines Forum)

Destear, Berlin, Dienstag, 08.06.2021, 13:19 (vor 11 Tagen)

Die Tarifverhandlungen zwischen GDL und Deutscher Bahn sind offensichtlich zumindest vorläufig gescheitert, berichtet der Spiegel.

Die GDL habe daher beschlossen, Arbeitskampfmaßnahmen durchzuführen - wo, wann und in welchem Bereich gestreikt wird, sei aber noch unklar.

Die GDL beklagt fehlende Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeberseite, die Bahn hingegen moniert die mangelnde Kompromissbereitschaft der Arbeitnehmerseite.

GDL erklärt Scheitern und Warnstreiks noch diese Woche mgl

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Dienstag, 08.06.2021, 13:15 (vor 11 Tagen) @ Destear

Gut so! Am besten nicht nur ankündigen, sondern machen!

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 08.06.2021, 14:30 (vor 11 Tagen) @ Destear

- kein Text -

--
Weg mit dem 4744!

Weshalb?

Matze86, München, Dienstag, 08.06.2021, 14:43 (vor 11 Tagen) @ JeDi

- kein Text -

Vorher noch VW-Aktien kaufen

agw, NRW, Dienstag, 08.06.2021, 15:29 (vor 11 Tagen) @ Matze86

- kein Text -

--
"Mit Vollgas in den Sommer: Sparen Sie 20% bei Europcar."
- bahn.de

Wegen den berstend vollen Zügen und der guten Ertragslage

Höllentalbahn, Freiburg, Dienstag, 08.06.2021, 16:35 (vor 11 Tagen) @ Matze86

- kein Text -

+ 1 und mehr

Hustensaft, Dienstag, 08.06.2021, 20:19 (vor 11 Tagen) @ Höllentalbahn

Klar, die GdL möchte auch dafür sorgen, dass die Pandemie noch etwas länger dauert, denn es soll noch Menschen geben, die mit dem Zug fahren müssen - und wenn die sich jetzt dank streikbedingter Ausfälle in den verbleibenden Zügen zusammenkuscheln müssen, ist das für das Virus sicher sehr hilfreich …

Sorry, aber der Moment ist denkbar schlecht gewählt - und es ist schon auffällig, dass man offenkundig nur an im Kern wilde Streiks (nett Warnstreik genannt) denkt, denn die eigentlich notwendige Urabstimmung ist bis dato nicht vorgesehen.

+ 1 und mehr

JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 09.06.2021, 06:51 (vor 11 Tagen) @ Hustensaft

Klar, die GdL möchte auch dafür sorgen, dass die Pandemie noch etwas länger dauert, denn es soll noch Menschen geben, die mit dem Zug fahren müssen

Korrekt. Das sind aber die wenigsten. An den Streiktagen 2015 war die Auslastung in den verkehrenden Zügen in etwa wie im März 2020, also quasi nicht vorhanden.

--
Weg mit dem 4744!

+ 1 und mehr

Fred, Mittwoch, 09.06.2021, 07:37 (vor 11 Tagen) @ JeDi

Klar, die GdL möchte auch dafür sorgen, dass die Pandemie noch etwas länger dauert, denn es soll noch Menschen geben, die mit dem Zug fahren müssen


Korrekt. Das sind aber die wenigsten. An den Streiktagen 2015 war die Auslastung in den verkehrenden Zügen in etwa wie im März 2020, also quasi nicht vorhanden.

Das stimmt für die DB Züge, ich erinnere mich persönlich aber auch an eine sehr unangenehme, da überfüllte Fahrt mit der von TransDev betrieben Miittelrheinbahn, die damals noch als einzigstes zwischen Köln und Koblenz fuhr.


Gruß
Fred

+ 1 und mehr

JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 09.06.2021, 07:56 (vor 11 Tagen) @ Fred

Das stimmt für die DB Züge, ich erinnere mich persönlich aber auch an eine sehr unangenehme, da überfüllte Fahrt mit der von TransDev betrieben Miittelrheinbahn, die damals noch als einzigstes zwischen Köln und Koblenz fuhr.

Mmh, mein Eindruck war, dass die meisten Menschen dachten, dass alle EVU bestreikt werden, sodass es auch bei den NE sehr leer war. Vielleicht ist das aber auch stark regional abhängig? In meiner Erinnerung waren jedenfalls Streik und Pandemie die einzigen Gelegenheiten, im dicksten Berufsverkehr in der Berliner S-Bahn alleine im Wagen zu sein ;-)

--
Weg mit dem 4744!

Schade...

Matze86, München, Freitag, 11.06.2021, 12:20 (vor 8 Tagen) @ Matze86

- kein Text -

GDL kündigt Warnstreiks an (mL)

flovanrood, Dienstag, 08.06.2021, 18:45 (vor 11 Tagen) @ Destear

Was ein Bullshit.
Ein Hurra auf den wohl unsympathischsten Gewerkschaftsführer der (Bananen-)Republik...

Naja bin mal gespannt ob die die Streikzeiten wenigstens so legen, das nicht alle, die auf die Bahn wegen des Jobs nicht verzichten können einigermaßen klar kommen.

GDL kündigt Warnstreiks an (mL)

Zauberpilz, Dienstag, 08.06.2021, 18:59 (vor 11 Tagen) @ flovanrood

Was ein Bullshit.
Ein Hurra auf den wohl unsympathischsten Gewerkschaftsführer der (Bananen-)Republik...

Naja bin mal gespannt ob die die Streikzeiten wenigstens so legen, das nicht alle, die auf die Bahn wegen des Jobs nicht verzichten können einigermaßen klar kommen.

Nach über 12 Monaten Corona sind alle in Alternativen geübt. Das dürfte der erste Streik sein der größtenteils verpufft aus Fahrgastsicht.

Dann wirkt er doch nicht!

611 040, Dienstag, 08.06.2021, 20:21 (vor 11 Tagen) @ flovanrood

Für die GDL ist doch der größte anzurichtende Schaden für die EVUs (ich schätze mal Tfs aller EVUs sind in der GDL) das Ziel.
Damit die Verantwortlichen der GDL schnellstmöglich entgegenkommen um noch einen Streik zu verhindern.

Wenn man noch Rücksicht auf die Belange der unschuldigen Fahrgäste nimmt, könnten die EVUs ja denken: Ach lass sie doch nochmal streiken, irgendwann setzen sie die Forderungen schon herunter.

Grüße 611 040
der hofft dass es nicht dieses Wochenende ist

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Dann wirkt er doch nicht.

heinz11, Mittwoch, 09.06.2021, 09:16 (vor 10 Tagen) @ 611 040

Für die GDL ist doch der größte anzurichtende Schaden für die EVUs (ich schätze mal Tfs aller EVUs sind in der GDL) das Ziel.
Damit die Verantwortlichen der GDL schnellstmöglich entgegenkommen um noch einen Streik zu verhindern.

Das ist nur Mittel zum Zweck. Das Hauptziel ist, die EVG im wahrsten Sinne des Wortes zu demontieren und kleinzumachen. Denn wenn das Tarifeinheitsgesetz (oder so ähnlich) greift, dann ist aktuell die GDL nur die zweite Geige und müßte die EVU-Abschlüsse übernehmen. Also wird mit aller Kraft krawallt, die EVG herabgewürdigt und lächerlich gemacht, und es werden bewußt überzogene Forderungen aufgestellt und damit Erwartungen geweckt. Komischerweise ist bei der GDL immer der andere Schuldige. Erinnert mich an meinen kleinen Neffen, der ist auch gerade in dieser Phase, aber deutlich später geboren ist als der GDL-Chef.

Ergo wird der Kampf zwischen den Gewerkschaften um die Vorherrschaft, und das ist der Kern der Auseinandersetzungen, ganz bewußt auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen. Eine vorsätzliche Schädigung unbeteiligter Dritter, so würde ich es als juristischer Laie formulieren. Für die Lokführer ist bei dieser Taktik dabei einiges herausgesprungen, und das sei Ihnen auch gegönnt. Aber damit läßt sich das eigentliche Ziel gut verbrämen. Das heißt Machterhalt für die Person des GDL-Chefs und die Machterringung von der EVG für die Gewerkschaft.

+1 mit *

Garfield_1905, Mittwoch, 09.06.2021, 12:06 (vor 10 Tagen) @ heinz11
bearbeitet von Garfield_1905, Mittwoch, 09.06.2021, 12:07

Sehr gut geschrieben ! Das ist weitgehend ein Krieg zwischen den Gewerkschaften, nichts weiter. Und da ist die eine Seite nicht besser als die andere. Na ja, vielleicht ist die EVG nicht ganz so plump wie die GdL.

Wilde Spekulationen.

sfn17, Mittwoch, 09.06.2021, 12:19 (vor 10 Tagen) @ heinz11

Die EVG gilt als Schattengewerkschaft der Arbeitgeberseite.

Ich habe mich mal mit einem Bahner aus dem mittleren Management unterhalten können (Zufallsbekanntschaft auf einer Adventsfeier), der sich genau mit den diversen Tarifverträgen der verschiedenen Gewerkschaften herumschlagen und sie für die Angestellten und Arbeiter quasi auf Lohnzettelniveau herunterbrechen muss.

Er plauderte einiges, und ich kann nur sagen, dass die Gemengelage wesentlich komplizierter ist als man hier selbst in der bahninteressierten Öffentlichkeit meint, sehen zu können.

Es sind ganz "normale" politische Ränkespiele im Hintergrund, die nur medial so schön konfrontativ aufbereitet werden. Da sind die Fahrgäste natürlich ganz prima aufzuhetzen.

Man weiß ja und sieht es auch hier wieder sehr schön, dass in Deutschland die meisten Menschen eher eine Abneigung gegen Gewerkschaften haben und dass man eine solche Abneigung ganz prima medial verstärken kann...

Die Deutschen sind immer wieder so schön arbeitgebergläubig - der fürsorglich gütige Arbeitgeber, der nicht nur Lohn spendet, sondern Weihnachtszulage, Betriebsrente und vermögensbildende Leistung mit an den Mittagstisch reicht. Und bei punktuellen Notlagen sogar noch mit ein paar Mark ausgeholfen hat. Das war mal so in den 1950er Jahren des Wirtschaftswunders, wo sich alle noch lieb hatten. Sie wurden sowieso alle reicher. Das ging bis in die 1970er. Und dann kam der Dicke.

Immer wieder ist es mir verwunderlich, dass Leute nicht wissen, wer eigentlich ihren Arbeitslohn ausgehandelt hat... es wird wohl gedacht, dieser komische krumme Stundenlohn ist hochheilig vom Bundestag oder vom lieben Gott in genau dieser Höhe beschlossen worden...

Aber das können High Potentials und solche, die es werden wollen, nicht verstehen. Sie verhandeln ja auf Augenhöhe mit ihren "Chefs" und voll per Du...

Gibt ja schon Start-Ups, die fröhlich verkünden, dass "Du" voll toll bei "uns" mitmachen kannst, aber "wir" gerade nichts an Geld "Dir" geben können, aber komm ruhig zu "uns"...

Weder wild noch Spekulation. Einfach mal...

heinz11, Mittwoch, 09.06.2021, 23:32 (vor 10 Tagen) @ sfn17
bearbeitet von heinz11, Mittwoch, 09.06.2021, 23:35

...mit dem Thema befassen, bevor man solche Thesen absondert.

Kleine Kostprobe :

Zu Deinen "Mittlere Managementebene-Hintergrundinfos" kann ich nur sagen: Die sind gut und schön, aber überholt, denn das Tarifeinheitsgesetz gilt ab dem 01.01.2021. Deshalb schlägt ja die GDL so um sich.

Und der Rest ist nett geplaudert, das gehört schon nicht mehr wirklich zum Thema.

Einfach mal...

sfn17, Freitag, 11.06.2021, 03:02 (vor 9 Tagen) @ heinz11

....Gegenargumente bringen. Nicht nur einen Wiwolink reinpasten und einem genehmen Professor nachplaudern.

Warum soll ich...

heinz11, Sonntag, 13.06.2021, 19:12 (vor 6 Tagen) @ sfn17

...etwas mit meinen Worten schlechter ausdrücken, wenn ich das so Gesagte teile? Du zitierst doch auch Ansichten, die Du teilst.

Zum anderen:
Was stört Dich an dem Link? Du hast behauptet, es wäre reine Spekulation, was ich ausführe. Der Link ist genau der Gegenbeweis, daß dem nicht so ist. Ich glaube, die WiWo würde nicht über Spekulationen von mir schreiben. Was sollte ich Dir jetzt noch alles beweisen müssen?

Klar, es paßt Dir nicht, was ich schreibe. Da versucht man es eben schon mal mit abwerten.

Nix trockener Spekulatius. Hier gibts frische Ware.

heinz11, Donnerstag, 10.06.2021, 22:58 (vor 9 Tagen) @ sfn17

Zum Beispiel:


Und ich finde es gut, daß ein den Gewerkschaften nahestehender Politikprofessor den A....in der Hose hat, den Kampf der GDL als das zu bezeichnen, was er ist: Schmutzig.

Nix trockener Spekulatius. Hier gibts frische Ware.

JeDi, überall und nirgendwo, Freitag, 11.06.2021, 07:29 (vor 9 Tagen) @ heinz11
bearbeitet von JeDi, Freitag, 11.06.2021, 07:30

Das liest sich aber halt 1:1 wie eine Pressemitteilung der EVG...

Und ich meine: Beschäftigungssicherung lassen sich Arbeitgeber eigentlich immer teurer bezahlen. Sind 5% ohne Kündigungsschutz (realistisch ausverhandelt vielleicht 3%) wirklich mehr als 1,5% mit Kündigungsschutz?

In der Sache geht's doch gar nicht um Forderungen der GDL, sondern dass die GDL doch bitte zu gleichen Konditionen wie die EVG (oder gar nicht) abschließen soll.

--
Weg mit dem 4744!

Win-win!

Der Blaschke, Mittwoch, 09.06.2021, 12:40 (vor 10 Tagen) @ heinz11
bearbeitet von Der Blaschke, Mittwoch, 09.06.2021, 12:43

Hey.

Ergo wird der Kampf zwischen den Gewerkschaften um die Vorherrschaft, und das ist der Kern der Auseinandersetzungen (...) Für die Lokführer ist bei dieser Taktik dabei einiges herausgesprungen, und das sei Ihnen auch gegönnt.

SO IST ES!!!!!!!!

Und auch, wenn mich die Streikausfälle vermutlich wieder Hunderte Euro 'kosten' werden, unterstütze ich die GDL ausdrücklich. Gewerkschaften haben für die Arbeiter dazusein und nicht als 'Co-Manager' der Plüschetage.

Aber damit läßt sich das eigentliche Ziel gut verbrämen. Das heißt Machterhalt für die Person des GDL-Chefs und die Machterringung von der EVG für die Gewerkschaft.

Das nennt sich Wettbewerb. Und ist was Gutes.

Der eigentliche Skandal ist, dass der Gesetzgeber meint, arbeitgebergehorsam quasi vorab Regelungen zu schaffen, die Arbeitnehmerrechte ausbremsen sollen.

Lass doch die Lokführer und die Eisenbahner entscheiden, von wem sie vertreten werden wollen. Von den Weichspülern oder doch eher von einer richtigen Gewerkschaft.

Und der Wettbewerb müßte sogar noch weitergehen: wer sich ggü dem AG zu einer Gewerkschaft 'bekennt', bekommt den jeweiligen Tarif. Wer nicht, bekommt jeweils die für den Arbeitnehmer ungünstige Regelung. So dass Arbeitnehmer Farbe bekennen müssen und auch mal offen für ihre Belange einstehen müssen. Und sich nicht, wie heute so oft, wegducken; lass andere den Kopf hinhalten (Betriebsräte, Gewerkschaften etc), während man selbst nur profitieren will.

Der Macht des Arbeitgebers in Verbundenheit mit dem Gesetzgeber muss eine ebensolche Macht der Arbeiterschaft gegenüber stehen.

Persönlich würde ich das ganze System übrigens reformieren: Betriebsräte müssen eingerichtet werden; es gibt eine Pflicht. Und die Hoheit über Lohmverhandlungen geht auf die Betriebsräte über. Die Gewerkschaften dienen als Unterstützung und als Servicestelle. Wo alle Tarifverträge zusammen laufen und wo die Gewerkschaft die Betriebsräte allgemein über andere Tarifverträge informiert. 'Flucht des Arbeitgebers aus dem Flächen-TV' hat sich mangels Flächen-TV erledigt. Jeder Betriebsbeschäftigte wird so gezwungen, aktiv mitzuwirken an Einkommensverbesserungen. Denn sein zuständiger Betriebsrat kann nur so gut sein wie die hinter ihm stehende Belegschaft. Und da Betriebsräte gesetzlicher Zwang ist, ist es der Abschluss einer Vereinbarung zwischen AG und AN ebenfalls. So wird die Entscheidung vor Ort getroffen - mit Gewerkschaften, die die Dinge bündeln, die informieren und die gemeinsame Aktionen von gewerkschaftlichen Betriebsräten organisieren und initiieren.

Wenn dann eine Belegschaft gerne nicht so viel verdienen möchte und dem Arbeitgeber noch mehr Geld gönnt, ist dss ihr gutes Recht. Wer kämpferischer ist, kann dann mehr Erfolg haben.

Schöne Grüße von jörg

+5% Lohn bei leeren Zügen sind Realitätsverlust

Höllentalbahn, Freiburg, Mittwoch, 09.06.2021, 23:54 (vor 10 Tagen) @ Der Blaschke

Die DB hat ja nur 5,7 Milliarden Euro Verlust gemacht letztes Jahr...

+1.5% Lohn bei Personalmangel ist Realitätsverlust

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 10.06.2021, 07:50 (vor 10 Tagen) @ Höllentalbahn

Die häufigen Ausfälle wegen Personalmangel, insbesondere im NV, löst man nicht mit Lohndumping...

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

Welche Ausfälle?

Höllentalbahn, Freiburg, Donnerstag, 10.06.2021, 11:04 (vor 9 Tagen) @ 218 466-1

Hier in Freiburg wo die Lebenshaltungskosten eher teuer sind, ist mir noch kein Zug wegen Personalmangel ausgefallen.
Und die Pandemie dürfte bald vorüber sein, die Züge wieder voll und dann kann man auch wieder solche Forderungen ausfechten

Welche Ausfälle?

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 10.06.2021, 14:32 (vor 9 Tagen) @ Höllentalbahn

Ich kann mich an monatelange Ausfälle bei beiden dort aktiven EVU (bei DB Regio vor allem auf der Drei-Seen-Bahn, bei der SWEG vor allem im Elztal) erinnern...

--
Weg mit dem 4744!

Welche Ausfälle?

ICE-TD, Donnerstag, 10.06.2021, 15:27 (vor 9 Tagen) @ Höllentalbahn

+5% Lohn bei leeren Zügen sind Realitätsverlust

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 10.06.2021, 12:16 (vor 9 Tagen) @ Höllentalbahn
bearbeitet von Alibizugpaar, Donnerstag, 10.06.2021, 12:17

Andere hochgestellte Persönlichkeiten könnten dann ja bei einem erheblichen Teil ihrer Bezüge den Verzicht auf Ansprüche aktiv vorleben. Denn merke: Ob jemand 50.000, 25.000 oder 2.500 EUR im Monat verdient, für beide kosten das Brot beim Bäcker, der Liter Benzin an der Tankstelle, das Zeitungsabo und der Einkauf beim Rewe das gleiche. Nur bei manchen geht das Geld zum Leben schneller aus als bei anderen. Und die Wohnungsmieten erst.

An outgesourcte Jobs, unterwegs 'im Auftrag der DB' und dortige Löhne denke ich gar nicht mal - wer kümmert sich um die?

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Nullrunde für die Führungskräfte

Henrik, Donnerstag, 10.06.2021, 12:33 (vor 9 Tagen) @ Alibizugpaar

Andere hochgestellte Persönlichkeiten könnten dann ja ..

So sei beispielsweise für die Führungskräfte und außertariflichen Mitarbeiter eine Nullrunde für das Jahr 2021 beschlossen worden.


Eigenbetrag der Bahn zur Bewältigung der Corona-Schäden
https://www.bundestag.de/presse/hib/834738-834738

bzw.
https://dserver.bundestag.de/btd/19/280/1928062.pdf

Nullrunde für die Führungskräfte

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 10.06.2021, 16:22 (vor 9 Tagen) @ Henrik

Wie gesagt: Nullrunde von welcher Höhe herunter? Ich habe ganz bewusst von Rewe, Bäcker und Mieten geschrieben. Es gibt Gehaltshöhen, da ist das auf der Schmerzskala für ein Jahr eher auszuhalten. Dennoch löblich.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Nullrunde für außertarifliche Mitarbeiter

Henrik, Donnerstag, 10.06.2021, 17:17 (vor 9 Tagen) @ Alibizugpaar

Wie gesagt: Nullrunde von welcher Höhe herunter?

das muss ja gar nicht mal so hoch sein
und ganz oben gabs heftige Kürzungen gar.

Ich habe ganz bewusst von Rewe, Bäcker und Mieten geschrieben. Es gibt Gehaltshöhen, da ist das auf der Schmerzskala für ein Jahr eher auszuhalten. Dennoch löblich.

nun - da sind die Kosten aber auch deutlich gesunken.
da profitieren die Leute mit weniger Einkommen deutlich mehr von.

Finde ich super !

611 040, Donnerstag, 10.06.2021, 16:26 (vor 9 Tagen) @ Henrik

Ich hab nur in Erinnerung dass es vor einiger Zeit hieß, die Vorstände hätten gegen das Auslassen ihrer Boni gestimmt.
Oder sind das wieder andere ?

Grüße 611 040
der als Student über jeden Euro froh ist

--
❤ 611, 612, 642, 644, 425, ICE-T, IC1 ❤

Finde ich super !

Henrik, Donnerstag, 10.06.2021, 17:28 (vor 9 Tagen) @ 611 040

Ich hab nur in Erinnerung dass es vor einiger Zeit hieß, die Vorstände hätten gegen das Auslassen ihrer Boni gestimmt.
Oder sind das wieder andere ?

die Vorstände haben keinen Cent Boni erhalten fürs Jahr 2020.
das gleiche für 2021 wäre für sie auch ok.
Es ging dabei um die Führungskräfte insgesamt - das sind viele
und EU-Auflagen bzgl. der Genehmigung der Coronahilfen des Bundes.
Man fand eine andere Lösung.

GDL kündigt Warnstreiks an (oL)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 09.06.2021, 04:33 (vor 11 Tagen) @ flovanrood

Was ein Bullshit.

Endlich Streik!

Ein Hurra auf den wohl unsympathischsten Gewerkschaftsführer der (Bananen-)Republik...

Das Hurra ist beim wohl unsympathischsten Personalvorstand der (Bananen-)Republik, besser angebracht. Der alleine hat das zu verantworten, da er sich weigert, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen! Soviel zur Wertschätzung des Personals...
Ob Weber oder Seiler - Manager, die vmtl. nichtmal wissen, was "Vr 1" oder "Zs 7" bedeutet und "EBuLa" vmtl. für ein falsch geschriebenes Wort für "Ebola" halten, haben bei der Eisenbahn nichts zu suchen. Jede Führungskraft der DB sollte m.M. mindestens 15 Jahre Erfahrung im Betriebsdienst der DB vorweisen können.

Naja bin mal gespannt ob die die Streikzeiten wenigstens so legen, das nicht alle, die auf die Bahn wegen des Jobs nicht verzichten können einigermaßen klar kommen.

Die kommen jeden Tag mit ettlichen unangekündigten Ausfällen klar, was auch auf die Politik von Managern zurückzuführen ist. Streik ist bei DB doch das kleinste Übel.
Abgesehen davon dass ich kein Verständnis dafür habe, in Zeiten von COVID Öffis überhaupt zu nutzen, wenn man nicht unbedingt muss.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

GDL kündigt Warnstreiks an (mL)

br403, Donnerstag, 10.06.2021, 10:02 (vor 9 Tagen) @ Destear

Ach wie gut dass es in vielen Firmen eh Homeoffice Regelungen mittlerweile gibt, so wird ein Teil der Arbeitnehmer gar nicht betroffen sein (ja, ich weiß dass nicht jeder HO machen kann).

Meine Kunden sind es eh schon gewohnt, so kann ich in Zukunft immer wenn ein Termin ansteht und ein Streik droht, gleich zu Hause bleiben.

GDL kündigt Warnstreiks an (mL)

leunam, Donnerstag, 10.06.2021, 12:26 (vor 9 Tagen) @ Destear

Na hoffentlich kann die GDL diesmal auch Faxe mit Angeboten der Arbeitgeber auch "nach Büroschluss" erhalten und bewerten. Hat in der Vergangenheit im Südwesten ja schon mal nicht geklappt, das hat einige Sympathiepunkte gekostet damals.

https://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Karlsruhe~/AVG-Arbeitskampf-Loeste-kaputtes-Fax...

Vor allem, da ein anderer Streik von Verdi (ich meine ein paar Monate vorher) in der gleichen Region gezeigt hatte, dass Streik auch fahrgastfreundlicher sein kann. Da wusste man eben zwei Tage vorher schon, wann gestreikt wird und konnte sich drauf einstellen.
Naja wir werden sehen, ich hoffe auf eine schnelle und sinnvolle Einigung.

SZ: "Das grenzt an die Methoden der AfD"

Henrik, Donnerstag, 10.06.2021, 15:15 (vor 9 Tagen) @ Destear

9. Juni 2021, 5:03 Uhr
Tarifstreit bei der Bahn

"Das grenzt an die Methoden der AfD"

Politikprofessor Wolfgang Schroeder kritisiert den Konfrontationskurs der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer scharf. Das Argument, die Pandemie sei besonders hart für die Beschäftigten gewesen, ziehe nicht.

Eigentlich steht Wolfgang Schroeder, Professor für Politikwissenschaft an der Universität Kassel, den Gewerkschaften nahe. Er arbeitete einige Jahre für die IG Metall. Doch das Vorgehen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), die im Tarifstreit mit der Bahn Warnstreiks angekündigt hat, kann er nicht verstehen.

SZ: Die GDL fordert 4,8 Prozent und 1300 Euro Corona-Prämie. Ist das angemessen?

Wolfgang Schroeder: Das ist der Versuch, aus der Pandemie Honig zu saugen. Als regelmäßiger Bahnnutzer wäre ich da vorsichtig. Auf der einen Seite ist es natürlich richtig, dass es in den Zügen ein potenzielles Infektionsrisiko gibt; aber dies war woanders vermutlich deutlich höher, zum Beispiel in Supermärkten und Großraumbüros. Die Züge waren meist recht leer, und die Bahn hat in verschiedenen Studien gezeigt, dass das Infektionsrisiko mit all den Sicherheitsmaßnahmen dann doch sehr gering ist.

Hat die Bahn denn überhaupt das Geld, um auf die Forderungen der GDL einzugehen?

Der Zugverkehr ist in der Pandemie zum Teil um bis zu 70 Prozent reduziert worden. Die Bahn hat dadurch ein riesiges Defizit angehäuft. Die gleichen Leute, die jetzt einklagen, dass sie mehr Leistung hätten erbringen müssen, haben in der Realität weniger arbeiten müssen. Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Forderungen der GDL sind einfach nicht darstellbar.

Was wäre denn angemessen?

Die 1,5 Prozent mehr Geld, die die EVG, die andere Bahngewerkschaft, vergangenes Jahr erzielt hat, zusammen mit Jobgarantien und der Zusage, die Beschäftigten weiterzubilden - das wäre ein fairer Kompromiss, mit dem auch eine Spaltung der Beschäftigten in verschiedene Niveaus abgewehrt würde.

[...]

Die Konkurrenz zwischen den Gewerkschaften muss ja nicht schlecht sein, wenn die Lokführer und das Zugpersonal dadurch höhere Löhne bekommen.

Ich sehe das eher kritisch, denn die GDL führt den Kampf sehr schmutzig. Sie wirft der EVG zum Beispiel vor, eine Erwerbsminderungsgewerkschaft zu sein. Das führt zu einer Lagerbildung in der Belegschaft, auf die Dauer ist das nicht gut. Die GDL sucht die Polarisierung, auch gegen das Bahn-Management, nach dem Motto "wir da unten, ihr da oben". Ein Stück weit muss eine Gewerkschaft polarisieren, um die Interessen auch emotional zu transportieren und zu mobilisieren. Ich sehe da aber einen sehr starken Hang zum Populismus, das grenzt an die Methoden der AfD.

Nutzt das denn der GDL?

Ja, sie kann damit viele Leute ansprechen, aber der Preis ist hoch. Mit ihren Forderungen schädigt sie nicht nur das Betriebsklima bei der Bahn. Sie belastet auch das Tarifsystem insgesamt, das ja auf die Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Gewerkschaften und auf Interessenausgleich ausgelegt ist.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/gdl-bahn-streik-schroeder-1.5316439

Danke für den Artikel.

heinz11, Donnerstag, 10.06.2021, 22:49 (vor 9 Tagen) @ Henrik

- kein Text -

Nein, wie dramatisch.

sfn17, Freitag, 11.06.2021, 03:04 (vor 9 Tagen) @ Henrik

- kein Text -

Professor blabla

ktmb, iOS, Samstag, 12.06.2021, 21:52 (vor 7 Tagen) @ Henrik

- kein Text -

--
Niemand hat die Absicht eine Autobahn zu bauen. #A49#A20#AXYtbc

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum