Eurocity- Ein Auslaufmodell? (Allgemeines Forum)

SH-Sprinter, Sonntag, 04.04.2021, 12:58 (vor 9 Tagen)

Vor kurzem kam ich in den "Genus" der Reise mit einem EC. Der erste war der EC 7 der SBB, der zweite ein EC von Kiel nach Prag. Im Vergleich zu anderen Zügen, beschleicht mich ein wenig das Gefühl, der EC wird bei den Bahngesellschaften eher wie ein ungeliebtes Kind behandelt. Ausnahme war die Vectron an der Spitze des EC der CD, aber der Innenraum wirkte etwas altbacken. Nicht dreckig, oder angeranzt, aber das Konzept scheint ziemlich aus der Zeit gefallen zu sein. Besonders auf dem Sitz in der Ersten Klasse fühlten wir uns nur bedingt wohl (sehr rutschig, entspannte man, rutschte man fast herunter).

Bei der SBB sah es etwas besser aus, allerdings waren die Polster sehr verschlissen. Selbst bei einem Zug der DB konnte ich so etwas nicht erleben. Zwar waren die Sitze bequem, aber ob die Reisezeiten heute noch angemessen sind, lasse ich dahingestellt (EC 7 8:56 Stunden vs. 7:31 Stunden gegenüber einem ICE 71, ausgehend bei der Strecke Hamburg Hbf nach Basel SBB).

Gleichzeitig stellte die DB alle ICE ein, bzw. wandelte sie in ICE-Verbindungen um. Jetzt würde mich mal Eure Meinung zu dem Konzept EC interessieren. Überholt, oder Aktuell?

Eurocity- Ein Auslaufmodell?

cc-drake, Sonntag, 04.04.2021, 13:39 (vor 9 Tagen) @ SH-Sprinter
bearbeitet von cc-drake, Sonntag, 04.04.2021, 13:42

Hallo,

das "Problem" der Marke EuroCity ist, dass diese aus tariflicher Sicht gleichwertig zu InterCitys sind. DB Fernverkehr hat scheinbar schon vor längerem beschlossen, langfristig nur noch doppelstöckige IC2-Züge mit teilweiser Nahverkehrsanerkennung unter der Produktbezeichnung IC/EC zu führen und alle anderen Verbindungen auf den ICE-Preis "aufzuwerten". Daher werden sukzessive immer dann, wenn IC/EC-Linien auf neues Fahrzeugmaterial umgestellt werden, auch die Zuggattungen auf ICE-ähnliche Gattungen umgestellt.

Für die internationalen Linien heißt das: Stellt DB Fernverkehr das neue Wagenmaterial, werden die Züge als "ICE" bezeichnet. Stellt die Partnerbahn das Wagenmaterial, darf sich die Partnerbahn die neue Gattung aussuchen (z.B. TGV, RailJet). Will die Partnerbahn weiterhin EC verwenden, so wird in Deutschland stattdessen ECE verwendet.

Zuletzt traf diese Aufwertung die Linie Zürich - München, als nächstes wird wohl Amsterdam - Berlin drankommen (wenngleich noch nicht ganz klar ist, ob die neuen ECx-Züge als ICE oder ECE vermarktet werden oder es noch eine Überraschung gibt). Noch nicht umgestellt sind die Verbindungen nach Dänemark, Polen, Tschechien, zwei EC-Linien nach Österreich/Italien und die zwei EC-Zugpaare in die Schweiz (welche aber bis 2025 eingestellt bzw. auf ECE umgestellt werden).

Warum muss es bei der DB immer ICE sein?

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Sonntag, 04.04.2021, 14:22 (vor 9 Tagen) @ cc-drake

Hallo

Das ist die Gretchenfrage. Ich folge deiner Argumentation umfänglich. Nur stellt sich die Frage, warum muss fast jeder Fernzug ICE heissen und kann man den Rest wirklich nur subventioniert betreiben?

Es gab mal Zeiten bei dem Roten Riesen, da gab es vier FV Produkte: ICE (mit Sprintern) IC/EC, IR und D. Warum kehrt man nicht zumindest teilweise dahin zurück? Nur allein das höhere Entgelt für den Ticketpreis kann es doch nicht sein, oder ist das (wenn ja sehr kurzsichtig) die einzige Triebfeder?

Andere Bahnen bekommen das doch auch hin. PKP, CD, ZSSK, SBB, ÖBB (zumindest aktuell noch).

--
Gruß
Uwe

Warum muss es bei der DB immer ICE sein?

Paladin, Hansestadt Rostock / Stralsund, Sonntag, 04.04.2021, 22:08 (vor 9 Tagen) @ Ost-Lok-Fan

Weil außerhalb von Bahnfanfuzzyfreaks jeder ICE fahren will und nicht IC oder EC oder “Was ist denn IR oder D???”

Das ist mitunter jahrelang der Vernachlässigung des Produktes IC geschuldet, aber ist eben so. Um ein neues attraktives IC Produkt
zu schaffen, ist die DB noch zu viel Behörde, daher reicht es leider nur
zum IC2.

Warum muss es bei der DB immer ICE sein?

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Montag, 05.04.2021, 08:40 (vor 8 Tagen) @ Paladin

Weil außerhalb von Bahnfanfuzzyfreaks jeder ICE fahren will und nicht IC oder EC oder “Was ist denn IR oder D???”

Das ist mitunter jahrelang der Vernachlässigung des Produktes IC geschuldet, aber ist eben so. Um ein neues attraktives IC Produkt
zu schaffen, ist die DB noch zu viel Behörde, daher reicht es leider nur
zum IC2.

Moin

ist dem wirklich so, dass jeder unbedingt ICE fahren will? Ich kenn genug Kollegen und Freunde, die nach ICE Fahrten wenig begeistert waren und sich auch über Dinge beschwert haben, die wir hier regelmäßig diskutieren - Stichwort Komfort, Ausstattung etc.

Ich persönlich muss nicht zwingend ICE fahren und zieh einen IC1 dem IC2 vor. Meine Wahl, wenn ich streckenmäßig eine habe, wird auch immer um den IC2 herumgehen. Ich sehe den nicht wirklich als adäquates Fernverkehrsprodukt. Wenn schon mehrstöckig, dann eher den Komfort des IC2000 der SBB - aber das ist meine Meinung.

Gerade für Familien mit kleinen Kindern oder Gruppenreisen (außerhalb von Corona) halte ich den ICE auch für nicht nutzenswert. Und gerade was die Preisgestaltung angeht, so wäre ein einfacheres System: ICE Preis, IC/EC Preis, IR (nennen wir es mal so, auch wenn es nie wieder kommt) sinnvoll.

ICE Premium Produkt - Premium Preis (wenig Halt vergleichbar mit dem TGV in Frankreich)
IC/EC Schnelle Verbindung von Mittel/Oberzentren
und eben der ehemalige IR Preis. bis zu einer Stecke x Kilometer ohne Zuschlag ausgerichtet auf die Verbindungen die "abseits" von Metropolen eher gedacht als Zubringer zum ICE oder in die Ober/Mittelzentren vergleichbar mit dem Rychlik der CD.

Klar ist der ICE nicht nur bei der DB sondern auch bei vielen Bürgermeistern von Gemeinden an den Strecken prestigeträchtig, aber bringt der dann wirklich so viel mehr an "zahlender" gutbetuchter Kundschaft in die Städte.
Städte wie Marburg, Lingen, Meppen, oder Gotha haben jetzt keinen deutlichen größeren Nutzen nur weil dort ein ICE hält. Ich hab jedenfalls keine derartigen Berichte gelesen, dass dort Übernachtungen oder Innenstadtumsätze exorbitant gestiegen sind.

Von daher braucht es ein gutdurchdachtes Konzept, was aber wie du schon sagst eher nicht kommen wird. Schade drum.

--
Gruß
Uwe

Warum muss es bei der DB immer ICE sein?

Alexander, Montag, 05.04.2021, 10:18 (vor 8 Tagen) @ Ost-Lok-Fan

Hallo,

meine Erfahrung zeigt mir, dass es für viele, die mit Eisenbahn nix am Hut haben, drei verschiedene Arten von Eisenbahnen gibt.
S-Bahn, Zug (= Nahverkehr) und ICE (= Fernverkehr) - dies ist mir nicht nur in meinem beruflichen Kontext aufgefallen, sondern auch in meinem privaten Umfeld.

In meinem privaten Umfeld spielt dabei fast ausschließlich der Preis eine Rolle, da ist es eigentlich egal welchen Komfort es hat. Man arrangiert sich damit schon. Durch die heutige Sparpreislogik ist es daher für den Großteil der Reisenden vollkommen irrelevant ob da jetzt ein IC2 oder ICE ankommt (mir wurde auch schon mehrmals gesagt, das der ICE heute mit zwei Stockwerken war - war nur ein IC2).

Meine Präferenzen liegen zum Beispiel bei Geschwindigkeit. Da fahre ich auch gerne in einem 612, wenn ich dadurch 30 Minuten Reisezeit spare. Wenn ich mit dem Zug fahre, so ist dies zu 99% aus beruflichen Gründen. Für das 1% an privaten Fahrten dagegen, bin ich auch gerne bereit einen Umweg zu fahren (z. B. die Rheinstrecke), wenn Zeit nicht so eine Rolle spielt.

Und ich glaube, dass macht es für ein Massenverkehrsmittel auch schwierig, die einen legen Wert auf Komfort, die anderen auf Geschwindigkeit und wieder andere auf den Preis. Ob die DB überhaupt ein Klientel gut bedient, kann hinterfragt werden, aber allen wird man es nie recht machen (Beispiel: Ich finde Wandfensterplätze oder auch die Plätze im ICE4 hinter dem Restaurant ohne Fenster echt super - da wird man auf dem Laptop nicht geblendet - Jemand der in den Urlaub fährt wird sich denken welche Vollidioten bauen solch ein Sitzteiler ohne Fenster ein).

Viele Grüße

--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)

Verwässerung der Zuggattungen und des Produkts "ICE"

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 06.04.2021, 04:09 (vor 8 Tagen) @ Alexander
bearbeitet von 218 466-1, Dienstag, 06.04.2021, 04:11

ICE ist nur noch das "Mädchen für alles". Das komplette Zielnetz A 2030 ist für ICE bestimmt.
1991 wurde ICE einmal mit "Qualitätszug" und "Hochgeschwindigkeit" definiert. Es gab später sogar noch eine Zuggattung darüber, den MET.
Davon ist nichts mehr überig geblieben. ICE ist jetzt ein Billigzug und die DB selbst vergleicht ICE mit Fernbussen und um Fahrgäste, die Wert auf Reisezeit & Komfort legen zu gewinnen, fehlt es bei DB und in der Politik einfach am Willen und an Strategien.

--
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Der ICE ist seinem guten Ruf zum Opfer gefallen.

ICETreffErfurt, Eisenach, Donnerstag, 08.04.2021, 12:53 (vor 5 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von ICETreffErfurt, Donnerstag, 08.04.2021, 12:54

Ende der 1990er gab es mal eine Umfrage, welche Produktmarken in der deutschen Bevölkerung so bekannt sind. Der ICE hat mit über 90% den ersten Platz belegt.

Dadurch hat sich das Synonym ICE = Fernverkehr heraus gebildet. Plötzlich wollten alle Bürgermeister, Landräte und Fahrgastverbände für ihre Städte nur noch ICE und nichts anderes mehr. Deswegen wurde der ICT (InterCityTriebwagen) ja auch in ICE-T umbezeichnet.

Der ICE war so erfolgreich in seinem Segment, dass ihm dieser Erfolg jetzt zum Verhängnis wird. Dadurch hat die DB sich nur noch auf diese eine Zuggattung fokussiert, erst den Interregio abgeschafft und jetzt den Intercity in die Nische gedrängt.

Das Verrückte ist ja, dass viele Politiker für ihre Heimat lieber 4 mal am Tag einen ICE-Halt fordern als einen konsequenten IC-Stundentakt. Städte wie Coburg, Darmstadt oder Bad Hersfeld wären besser dran, wenn dort jede Stunde ein Intercity halten würde als diese künstliche Umbiegen irgendwelcher ICE-Linien, die dann mal halten und mal vorbei fahren.

Dan darf die DB aber auch nicht mit Alibi-IC-Zügen wie den IC2-Twindexx ankommen sondern muss auch gutes Zugmaterial für die Intercity einsetzen. Der 411er mit der Neigetechnik ist eigentlich der perfekte Lückenfüller für das Bestandsnetz, zumal er auf kurzen SFS-Stücken auch mit 230 km/h den ICE nicht im Weg herum stehen würde.

Der ICE ist seinem guten Ruf zum Opfer gefallen.

Action85, Donnerstag, 08.04.2021, 14:08 (vor 5 Tagen) @ ICETreffErfurt

Warum musste man für Darmstadt ICE Linien umbiegen? Die Linie 26 fährt über die Bergstraße und hält dann natürlich auch in Darmstadt. Des weiteren hat Darmstadt auch gute IC Verbindungen.

Warum ist der IC2 nur ein Alibi-IC? Nur weil er ein Doppelstock Fahrzeug ist?

IC2

ktmb, iOS, Donnerstag, 08.04.2021, 14:23 (vor 5 Tagen) @ Action85
bearbeitet von ktmb, Donnerstag, 08.04.2021, 14:24

Ich habe mich mittlerweile auch mit dem IC2 angefreundet. ER fährt doch aktuell auf Strecken, die eh nicht mehr Geschwindigkeit hergeben. Einzig und allein sollte es auch Türen zum Unterdeck geben. Auch ist das Servicekonzept nicht besonders gut durchdacht. Dann lieber ein halbes Unterdeck herrichten oder gut befüllte Automaten einbauen. Für Reisende mit Fahrrad ist der IC2 sehr gut geeignet, wenn es noch Plätze im Steuerwagen gibt.
Herzliche Grüße und viel Gesundheit!
j.

--
STAY home. STOP the spread. SAVE lives.

Bergstraßen-FV

MC_Hans, 8001376, Donnerstag, 08.04.2021, 15:24 (vor 5 Tagen) @ Action85
bearbeitet von MC_Hans, Donnerstag, 08.04.2021, 15:25

Warum musste man für Darmstadt ICE Linien umbiegen? Die Linie 26 fährt über die Bergstraße und hält dann natürlich auch in Darmstadt.

Die Linie 26 hätte man auch als IC-Linie beibehalten können, anstatt sie auf ICE-T umzustellen. Der ICE ist hier ein "Abfallprodukt" dieser DB-Maximierungsstrategie. Auf der Linie sind sehr viele Berufspendler nach Karlsruhe, Heidelberg, Marburg und v.a. Frankfurt unterwegs, denen man nun mehr für ihre Jahreskarte abknöpfen kann.

Was waren die fahrzeugseitigen Gründe? Wurden IC-Wagen abgestellt oder 411er irgendwo anders frei die man unterbringen musste?

Des weiteren hat Darmstadt auch gute IC Verbindungen.

Dafür, dass doch so viele IC und ICE die Bergstraße entlangfahren, ist das Portfolio an Zielen eher einseitig. Was fehlt sind Verbindungen ins Rheinland via KRM oder Koblenz sowie Leistungen über Karlsruhe hinaus nach Freiburg, Basel und in die Schweiz.

Warum ist der IC2 nur ein Alibi-IC? Nur weil er ein Doppelstock Fahrzeug ist?

Ich würde sagen hauptsächlich wegen der geringeren vmax. Die Qualität der Fahrzeuge im Innenraum finde ich persönlich aber mindestens gleichwertig.

Viele Grüße

Bergstraßen-FV- Fahrzeuge FV-Linie 26

michael_seelze, Donnerstag, 08.04.2021, 16:37 (vor 5 Tagen) @ MC_Hans

Die Linie 26 hätte man auch als IC-Linie beibehalten können, anstatt sie auf ICE-T umzustellen. Der ICE ist hier ein "Abfallprodukt" dieser DB-Maximierungsstrategie. Auf der Linie sind sehr viele Berufspendler nach Karlsruhe, Heidelberg, Marburg und v.a. Frankfurt unterwegs, denen man nun mehr für ihre Jahreskarte abknöpfen kann.

Was waren die fahrzeugseitigen Gründe? Wurden IC-Wagen abgestellt oder 411er irgendwo anders frei die man unterbringen musste?

Es gingen die Bwmz bzw. ABwmz 111.2/.5/.6 (ggf. nach kurzfristigem Ersatzzugeinsatz)- ins Stillstandsmanagement. Die eingesetzten ICE-T müssen ja woanders frei geworden sein, aus dem Stillstandsmanagement kamen sie jedenfalls nicht.

Der ICE ist seinem guten Ruf zum Opfer gefallen.

ICETreffErfurt, Eisenach, Donnerstag, 08.04.2021, 18:01 (vor 5 Tagen) @ Action85
bearbeitet von ICETreffErfurt, Donnerstag, 08.04.2021, 18:05

Warum musste man für Darmstadt ICE Linien umbiegen?

Sobald die parallele Schnellfahrstrecke fertig ist und dadurch Mehrverkehr entsteht, wird Darmstadt auch mehr ICE haben wollen, insbesondere nach Köln. Dann geht das Geschachere erst so richtig los, welche Linie fährt man über Darmstadt und welche nimmt den direkten schnellen Weg.


Warum ist der IC2 nur ein Alibi-IC? Nur weil er ein Doppelstock Fahrzeug ist?

Weil man wegen der geringeren vmax gegenüber dem IC1 keine gescheiten Taktverbindungen damit erzeugen kann. Im Deutschland-Takt ist der Einsatz lokbespannter IC2-Twindexx auf Hauptstrecken wie Leipzig–Hannover–Hamm beispielsweise gar nicht vorgesehen, weil sie die erforderlichen Fahrzeiten nicht einhalten können. Ich sag nur Bad Oeynhausen-Effekt / Siegburg-Effekt.

Da sie nicht druckertüchtigt sind, also kein (p) haben, dürfen sie auch nicht mal abschnittsweise die neuen Schnellfahrstrecken Siegburg/Bonn–Frankfurt Flughafen, Nürnberg–Ingolstadt, Bamberg–Erfurt oder Stuttgart–Wendlingen–Ulm mit benutzen.
Denn auch ein Intercity sollte dort die Fahrzeitvorteile mitnehmen, wo es fahrplantechnisch möglich ist.

Es ist schon Ironie, dass die neuen Nahverkehrszüge von Skoda und Siemens eine höhere Fahrgeschwindigkeit als die neuen Intercity haben und zudem noch auf allen Schnellfahrstrecken (außer SFS KRM wegen Steigungen) verkehren dürfen.

ICE ist seinem guten Ruf zum Opfer gefallen.

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 12.04.2021, 01:11 (vor 1 Tag, 20 Stunden, 6 Min.) @ Action85

Warum musste man für Darmstadt ICE Linien umbiegen? Die Linie 26 fährt über die Bergstraße und hält dann natürlich auch in Darmstadt. Des weiteren hat Darmstadt auch gute IC Verbindungen.

ICE hat dort nichts zu suchen. Linie 26 war eine IC-Linie (eigentlich sogar IR-Linie 19 Hamburg - Konstanz bis 2002 !) und ICE gehören da nicht hin. Keinerlei Unterschied in der Fahrzeit und bei den Halten.
Dass ICE in Städten mit unter 20.000 Einwohner hält, ist ein Witz und zeigt deutlich, wie tief das Produkt ICE mittlerweile gesunken ist.

Warum ist der IC2 nur ein Alibi-IC? Nur weil er ein Doppelstock Fahrzeug ist?

Weil er ein Teppich-RE ist diese Bezeichnung und aus gutem Grund weit verbreitet ist. Twindexx-Vario ist ein NV-Produkt von Bombardier. Dass man sie Weiss anpinselt und "IC" drauf schreibt, akzeptiere ich nicht. In der 1. Klasse sind die Sitze mit der BR 445 (RE-Version) 100% identisch. In der 2. Klasse bietet IC2 genau den Komfort, den ich von modernem NV erwarten würde. Was dort in der RE-Version geboten wird, liegt weit darunter.
DB Regio hat mit BR 146.2 und BR 147.0 zudem nahezu idetische Loks, wie bei IC2.
Von IC erwarte ich Plüschsitze mit viel Beinfreiheit und Vmax 200 km/h, wie in IC1 üblich. Wenn man das einmal gekannt hat, akzeptiert man Verschlechterungen nicht.

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So, so ... :-)

Garfield_1905, Montag, 12.04.2021, 01:22 (vor 1 Tag, 19 Stunden, 55 Min.) @ 218 466-1

(...) Dass man sie Weiss anpinselt und "IC" drauf schreibt, akzeptiere ich nicht. (...)

Aha !!! :-) :-) :-) Zumal Du ja auch sooo oft damit fährst ! :-) Ich bin nicht mal sicher, ob Du überhaupt schon mal mit dem Ding gefahren bist. :-) :-) :-)

PS. Ich finde den IC2 im übrigen durchaus akzeptabel, will jetzt aber keine neue Diskussion eröffnen. Ich hätte zwar auch diesen oder jenen Wunsch, aber das ist wohl bei jedem Zug so. ;-)

ICE ist seinem guten Ruf zum Opfer gefallen.

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 12.04.2021, 01:56 (vor 1 Tag, 19 Stunden, 21 Min.) @ Garfield_1905

Aha !!! :-) :-) :-) Zumal Du ja auch sooo oft damit fährst ! :-) Ich bin nicht mal sicher, ob Du überhaupt schon mal mit dem Ding gefahren bist. :-) :-) :-)

Man muss nicht damit gefahren sein um sich eine Meinug zu bilden.
Und ich kann es mit Smilies auch übertreiben und sogar mehr als du setzen...
:-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-) :-)
Und das hilft uns in dem Thema genau wie weiter? Ach.

PS. Ich finde den IC2 im übrigen durchaus akzeptabel, will jetzt aber keine neue Diskussion eröffnen. Ich hätte zwar auch diesen oder jenen Wunsch, aber das ist wohl bei jedem Zug so. ;-)

Und daher stelle ich die Sinnhaftigkeit, deines Beitrags in Frage.

[@Admins: Pro Löschung dieses und des zitierten Beitrags.]

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Aha ...

Garfield_1905, Montag, 12.04.2021, 02:26 (vor 1 Tag, 18 Stunden, 51 Min.) @ 218 466-1
bearbeitet von Garfield_1905, Montag, 12.04.2021, 02:28

PS. Ich finde den IC2 im übrigen durchaus akzeptabel, will jetzt aber keine neue Diskussion eröffnen. Ich hätte zwar auch diesen oder jenen Wunsch, aber das ist wohl bei jedem Zug so. ;-)


Und daher stelle ich die Sinnhaftigkeit, deines Beitrags in Frage.

..., so, so. Weil ich eine andere Meinung habe als Du, ist mein Beitrag nicht sinnhaftig. Und das, obwohl ich häufiger mit dem Ding gefahren bin, es mithin aus eigener Anschauung kenne, und Du gar nicht. Na ja, okay, wenn das in den USA die demokratischen Gepflogenheiten sind. Ach ja: :-) :-) :-)

(PS. Admin: Pro Löschung dieses Beitrag und ALLER damit zusammenhängenden Beiträge !)

Aha ...

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 12.04.2021, 06:59 (vor 1 Tag, 14 Stunden, 18 Min.) @ Garfield_1905
bearbeitet von 218 466-1, Montag, 12.04.2021, 07:01

Weil ich eine andere Meinung habe als Du, ist mein Beitrag nicht sinnhaftig.

Dein Beitrag enthält unsachliche Inhalte, die ich einmal farblich markiert habe.
Gegen das Grün markierte ist nichts einzuwenden. Das Rot markierte hättest du dir sparen können.
Du darfst gerne eine andere Meining haben, aber deine als die bessere Meinung darzustellen - und dies mit völlig kindischer Verwenung von zahlreichen Smilies - trägt nicht zu einer sachlichen Diskussion bei.
Bei diesem Zitat habe ich übrigens alles unsachliche entfernt.

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J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Montag, 12.04.2021, 07:28 (vor 1 Tag, 13 Stunden, 49 Min.) @ 218 466-1

Fernverkehr fährt über lange Strecken und hat i.d.R. mehr Komfort als Nahverkehr und hält i.d.R. auch weniger. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Der ICE ist ein Produkt der deutschen Bahn. Wenn diese findet, dass dieser auch auf IC-Linien gehört, dann sei es so. Spricht letztlich nichts substanzielles dagegen, eher was ideelles und das ist nicht so relevant.

Ansonsten meine Bitte an die Admins: löscht bitte mal die ganze Galaxie ;-)

--
Stay healthy!
[image] (Quelle: Česke Drahy)

Reservierungszettel, KDU, Montag, 12.04.2021, 10:19 (vor 1 Tag, 10 Stunden, 58 Min.) @ J-C

Fernverkehr fährt über lange Strecken und hat i.d.R. mehr Komfort als Nahverkehr und hält i.d.R. auch weniger. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Komfort ist ein schönes Wort den definiert jeder anders - es mag sicher Leute geben die finden eine S-Bahn richtig komfortabel und ICE doof...


Der ICE ist ein Produkt der deutschen Bahn. Wenn diese findet, dass dieser auch auf IC-Linien gehört, dann sei es so. Spricht letztlich nichts substanzielles dagegen, eher was ideelles und das ist nicht so relevant.

Da hast du du recht - die DB kann ihre Züge einsetzen wo sie möchte. Da sie längerfristig sowieso praktisch nur noch ICE und IC2 haben möchte ist sie auf einem guten Weg. Das kann man gut finden oder eben nicht.


Ansonsten meine Bitte an die Admins: löscht bitte mal die ganze Galaxie ;-)

Du schreibst einen Beitrag mit der Bitte um Löschung? Dann sollte man es doch gleich bleiben lassen...

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Montag, 12.04.2021, 11:01 (vor 1 Tag, 10 Stunden, 16 Min.) @ Reservierungszettel

Ich bezog mich auf die vorherigen Beiträge, man will ja alles und jeden löschen :-P

--
Stay healthy!
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der ICE ist für sein sehr hohen Komfort bekannt & beliebt

Henrik, Montag, 12.04.2021, 21:09 (vor 1 Tag, 0 Stunden, 8 Min.) @ Reservierungszettel

Fernverkehr fährt über lange Strecken und hat i.d.R. mehr Komfort als Nahverkehr und hält i.d.R. auch weniger. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Komfort ist ein schönes Wort den definiert jeder anders - es mag sicher Leute geben die finden eine S-Bahn richtig komfortabel und ICE doof...

komplett abweichende Ansichten einzelner Leute sind trivial.

Wenn 10% der ICE-Fahrgäste sich für eben jenen entscheiden wegen des ICE-Komforts, dann ist das ne Hausnummer.
Für uns alle ist ganz klar mit dem ICE sein sehr hoher Komfort verbunden.

Der ICE ist ein Produkt der deutschen Bahn. Wenn diese findet, dass dieser auch auf IC-Linien gehört, dann sei es so. Spricht letztlich nichts substanzielles dagegen, eher was ideelles und das ist nicht so relevant.

Da hast du du recht - die DB kann ihre Züge einsetzen wo sie möchte. Da sie längerfristig sowieso praktisch nur noch ICE und IC2 haben möchte ist sie auf einem guten Weg. Das kann man gut finden oder eben nicht.

und ECx.

vom schrottigen IC1 will sie sich irgendwann einmal endgültig trennen, ja.

Quatsch ...

Garfield_1905, Montag, 12.04.2021, 18:34 (vor 1 Tag, 2 Stunden, 43 Min.) @ 218 466-1

Du darfst gerne eine andere Meining haben, aber deine als die bessere Meinung darzustellen - und dies mit völlig kindischer Verwenung von zahlreichen Smilies - trägt nicht zu einer sachlichen Diskussion bei.

.., aber erstmal DANKE, das ich eine andere Meinung haben darf. Ich habe durchaus nicht geschrieben und bin auch nicht der Meinung, das ich eine bessere Meinung habe (gibt es das überhaupt ?), sondern die fundiertere, weil ich den IC2 aus eigener Auschauung kenne und Du nicht. Jetzt verstanden ?

PS. Ich habe hier weder grüne noch rote noch sonstige Anmerkungen / Markierungen gesehen.

Quatsch ...

heinz11, Montag, 12.04.2021, 18:39 (vor 1 Tag, 2 Stunden, 39 Min.) @ Garfield_1905
bearbeitet von heinz11, Montag, 12.04.2021, 18:39

Du darfst gerne eine andere Meining haben, aber deine als die bessere Meinung darzustellen - und dies mit völlig kindischer Verwenung von zahlreichen Smilies - trägt nicht zu einer sachlichen Diskussion bei.


.., aber erstmal DANKE, das ich eine andere Meinung haben darf. Ich habe durchaus nicht geschrieben und bin auch nicht der Meinung, das ich eine bessere Meinung habe (gibt es das überhaupt ?), sondern die fundiertere, weil ich den IC2 aus eigener Auschauung kenne und Du nicht. Jetzt verstanden ?

PS. Ich habe hier weder grüne noch rote noch sonstige Anmerkungen / Markierungen gesehen.


Guckst Du hier,

und dann mußt Du nur noch die blau unterlegten "unsachliche Inhalte" anklicken...

Ahaaaa ... ;-) DANKE !

Garfield_1905, Montag, 12.04.2021, 18:41 (vor 1 Tag, 2 Stunden, 36 Min.) @ heinz11

- kein Text -

Heute ICE, damals noch InterCity (Sammelantwort).

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 08.04.2021, 16:05 (vor 5 Tagen) @ ICETreffErfurt

ICETreffErfurt:

Ende der 1990er gab es mal eine Umfrage, welche Produktmarken in der deutschen Bevölkerung so bekannt sind. Der ICE hat mit über 90% den ersten Platz belegt.

Hätte man diese Umfrage eine Dekade vorher gemacht, dann wäre "InterCity" das Ergebnis.
Ohne IC hätte es keinen ICE gegeben.
Man hätte auch den IC-Stundentakt weiterentwickeln können. So wie bei unserem "IC".

Es gab aber zwei "game changer":

1. Shinkansen und TGV. Die zukunftsweisende Bahn wurde in Japan betrieben. Ununterbrochene Rennpisten für reinrassige HGV-Züge. Frankreich startete 1981 mit dem TGV. Deutschland musste etwas tun; das IC-Netz reichte nicht mehr, auch weil Auto und Flugzeug populärer wurden.

2. Mauerfall und Wiedervereinigung. Berlin und die "neuen Bundesländer" mussten angebunden werden und bzgl. Berlin so bald wie möglich.
Allerdings war ein IC-Stundentakt aufgrund niederiger Bevölkerungsdichte nicht durchzusetzen.

Offenbar wurde die höhere vmax des ICE besser angenommen als der Takt des IC.

Der ICE war so erfolgreich in seinem Segment, dass ihm dieser Erfolg jetzt zum Verhängnis wird.

Bei Jahrhundertwende musste der ICE überall kommen. Auch wo es keine Rennbahnen gibt. Auf kurvenreiche Strecken setzte man auf Neigetechnik (ICE-T) und sogar auf nicht-elektrifizierten Strecken sollten ICEs fahren (der Diesel-ICE). Dass hier keine hohen Geschwindigkeiten erreicht wurden, nahm man in Kauf; auch dass der ICE International in NL nur 140 km/h erreichte.

Dadurch hat die DB sich nur noch auf diese eine Zuggattung fokussiert, erst den Interregio abgeschafft und jetzt den Intercity in die Nische gedrängt.

DB hatte gedacht, die ICE-Marke sei so stark, dass Otto und Bärbel auch bei geringster Komfortsteigerung bereit waren, ICE-Tarif zu bezahlen. Aber dann kam "game changer" Nummer 3: die Billigflieger.

Das Verrückte ist ja, dass viele Politiker für ihre Heimat lieber 4 mal am Tag einen ICE-Halt fordern als einen konsequenten IC-Stundentakt. Städte wie Coburg, Darmstadt oder Bad Hersfeld wären besser dran, wenn dort jede Stunde ein Intercity halten würde als diese künstliche Umbiegen irgendwelcher ICE-Linien, die dann mal halten und mal vorbei fahren.

Konsequenter Takt ist wichtiger als das Ansehen des Zuges; die beste Bahn der Welt macht es vor. Die SBB FV-Dostos fahren sowohl IC- als IR-Leistungen.
Verkehrstechnisch wären CO/DA/HEF eher IC-Halte gewesen. Welches Fahrzeug dann in Einsatz kommt, ist zweiträngig.
In Japan fahren die N700-Triebwagen ja auch sowohl Nozomi- als Hikari- als Kodama-Leistungen (in DE etwa ICE Sprinter, ICE und IC).

Dan darf die DB aber auch nicht mit Alibi-IC-Zügen wie den IC2-Twindexx ankommen sondern muss auch gutes Zugmaterial für die Intercity einsetzen. Der 411er mit der Neigetechnik ist eigentlich der perfekte Lückenfüller für das Bestandsnetz, zumal er auf kurzen SFS-Stücken auch mit 230 km/h den ICE nicht im Weg herum stehen würde.

Als der ICE4 noch ICx hiess, war meine Idee auch: der ICx wird ein IC-Triebwagen. IC nicht mehr lokbespannt, dafür beliebig zu basteln von 5 bis 14 Wagen, inklusive Mehrfachtraktionen für Kuppelzugbetrieb. Zusätzlicher Vorteil: der IC erreichte auch 250 km/h. Unterschied zum ICE: der IC hielt öfter und/oder befuhr eher Ausbaustrecken statt Rennbahnen.
Der Rennbahn-ICE mit allen Halten zwischen Köln-Frankfurt sollte die Zuggattung IC haben; er ist ja wesentlich langsamer als die ICE International die Köln-Mainport nonstop fahren.

Action85:

Warum musste man für Darmstadt ICE Linien umbiegen? Die Linie 26 fährt über die Bergstraße und hält dann natürlich auch in Darmstadt. Des weiteren hat Darmstadt auch gute IC Verbindungen.

Als die Vorhaben einer Rennbahn Frankfurt-Mannheim bekannt wurden, musste und sollte Darmstadt unbedingt einen direkten ICE nach Köln haben.

Warum ist der IC2 nur ein Alibi-IC? Nur weil er ein Doppelstock Fahrzeug ist?

Doppelstock ist das Problem nicht. Doppelstock-ICs verkehren in der Schweiz (sowohl lokbespannt als Triebwagen) und werden dort sehr gut angenommen.
Prblem ist eher weil er nicht die Charme und Ansehen des klassischen IC-Wagenzuges hat.
Zudem erreicht er nur 160 km/h, auch auf Strecken wo der IC-Wagenzug 200 km/h erreicht...

ktmb:

Er fährt doch aktuell auf Strecken, die eh nicht mehr Geschwindigkeit hergeben.

...wie Hamm-Bielefeld-Hannover... ;)

Ein weiteres Argument für den IC2: er kann an 160m-Bahnsteigen halten. Ein klassischer Wagenzug mit gleicher Sitzplatzzahl wäre deutlich länger gewesen.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Heute ICE, damals noch InterCity (Sammelantwort).

ffz, Donnerstag, 08.04.2021, 17:55 (vor 5 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo,

zunächst mal war der IC zu Bundesbahnzeiten, wie der Städteexpress in der DDR das Premiumprodukt im Fernverkehr in Deutschland, wo wie es in Europa der TEE war. Ab 1969 auf allen IC Linien im Stundentakt, aber bis 1979 nur rein mit 1. Klasse. Ab 1979 hieß es dann "jede Stunde, jede Klasse", die 2. Klasse mit zunächst Bm Schnellzugwagen aus den D-Zügen hielt im IC Einzug und der IC wurde für große Bevölkerungsgruppen nutzbar. 1979 begannen in Deutschland auch die Planungen für die ersten 3 Schnellfahrstrecken "Mannheim - Stuttgart", "Hannover-Würzburg" und mit Verhandlungen mit der DDR "Wolfsburg - West-Berlin". Damals hat noch keiner so recht an einen Mauerfall geglaubt, es ging einfach darum die Transitzüge zu beschleunigen und zu IC's auf zu werten. Die beiden ersten Schnellfahrstrecken waren ab 1988 Abschnittsweise befahrbar und wurden zunächst von den IC's benutzt. Ab 1990 wurden dann die ersten IC im Probebetrieb mit ICE 1 gefahren, bevor 1991 das ICE Zeitalter begann. Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde die SFS "Hannover-Berlin" mit Hochdruck gebaut und um eine Zweigverbindung die bis heute noch ausgebaut wird über Braunschweig und Hildesheim an die SFS "Hannover-Würzburg" angebunden, was so nie geplant war.

Nach der Deutschen Wiedervereinigung hatte die Bundesbahn und die Reichsbahn das große Problem, dass die bis auf die SFS "Hannover-Berlin" alle anderen SFS eigentlich in der falschen Richtung verliefen, weil der bis 1961 sehr starke Ost-West-Verkehr wieder sehr schnell stark nachgefragt wurde, aber beide SFS nicht dazu passten, sondern beide SFS den in der Bundesrepublik wichtig gewordenen Nord-Süd-Verkehr abgedeckt haben.

Hätte man die Wiedervereinigung absehen können, hätte man zu erst eine SFS "Hamm (Westfalen) - Hannover - Berlin" und eine SFS "München - Leipzig" und eine SFS "Frankfurt am Main - Leipzig" gebaut.

Der InterRegio ist an der Bahnreform 1994 zu Grunde gegangen, da viele IR Linien weder echter Fernverkehr noch echter Nahverkehr waren. Die IR Linien mit hoher Nachfrage wurden teilweise neu kombiniert und zu IC Linien aufgewertet, so ist die IC Linie 26 die Kombination aus 3 ehemaligen IR Linien nämlich:

Stralsund - Rostock - Hamburg (-Bremen), Flensburg - Hamburg - Kassel Hbf (als IR noch durch das Leinetal und über Eichenberg) und Kassel Hbf - Gießen - Heidelberg - Karlsruhe - Konstanz.

Die Linie 60 war eine IR Linie nur über Pforzheim statt Bruchsal und weiter bis Salzburg, die Linie 61 war eine IR Linie nur über Bruchsal statt Pforzheim und als IR weiter bis Hof.

Heute ist der ICE das was früher der IC, bzw der Städteexpress war.

Verhängnis? Der ICE muss auch in die Fläche.

Der Blaschke, Freitag, 09.04.2021, 22:11 (vor 4 Tagen) @ ICETreffErfurt

Huhu.

Der ICE war so erfolgreich in seinem Segment, dass ihm dieser Erfolg jetzt zum Verhängnis wird. Dadurch hat die DB sich nur noch auf diese eine Zuggattung fokussiert, erst den Interregio abgeschafft und jetzt den Intercity in die Nische gedrängt.

Sinnvollerweise hätte sie den IC gänzlich beerdigt.

Das Verrückte ist ja, dass viele Politiker für ihre Heimat lieber 4 mal am Tag einen ICE-Halt fordern als einen konsequenten IC-Stundentakt. Städte wie Coburg, Darmstadt oder Bad Hersfeld wären besser dran, wenn dort jede Stunde ein Intercity halten würde als diese künstliche Umbiegen irgendwelcher ICE-Linien, die dann mal halten und mal vorbei fahren.

NEIN. Das ist weltfremde Theorie. Der ICE könnte die eierlegende Wollmilchsau sein. Die Fläche bedienen UND sprinten und rasen!!!! So wie der TGV. Über die Entfernung brettern und dann am Ziel auch mal in der Provinz reinschauen. Sowas könnte der ICE auch.

Dan darf die DB aber auch nicht mit Alibi-IC-Zügen wie den IC2-Twindexx ankommen sondern muss auch gutes Zugmaterial für die Intercity einsetzen.

Teil 1 ist richtig. Teil 2 muss lauten: muss den ICE flächendeckend einsetzen.

Warum krampfhaft Kunden und Bürgermeistern, Politikern etc täglich vorführen, dass sie nur einen niederwertigeren Zug vor der Haustür haben dürfen?

Nur weil Fulda zufällig an einer ICE-Strecke sein Dasein fristet, darf dort ein ICE halten - und weil Mönchengladbach das nicht tut, ist dort der IC ausreichend?!?!?! Totaler Humburg. ICE überall - fertig. Durch Sprinterkurse und Raserstrecken kann er das Merkmal 'Tempo' ja trotzdem behalten. Erst recht, wenn nicht ALLES völlig sinnlos krampfhaft in Takte und Linien gepresst wird.


Schöne Grüße von jörg

Eurocity- Ein Auslaufmodell?

Siggis Malz, Sonntag, 04.04.2021, 14:33 (vor 9 Tagen) @ cc-drake

Da das EC-Konzept ein ähnlich starres Konzept wie der alte IC hat, wird sich auch dieses die nächsten Jahre auflösen.

Mit der Ausweitung an SFS wird der Bedarf am klassischen Konzept Lok+Einzelwagen auch weiter schwinden und sich der Trend weiter gegen den Uhrzeigersinn ausbreiten.
Angefangen mit den Niederlanden (wobei der IC (kein EC!) Amsterdam - Berlin tatsächlich interessant ist), Belgien, (der eine Stadler-IC(!) nach Luxemburg mal ausgelassen), Frankreich und jetzt die Schweiz, wird das EC-Konzept durch schnelle Triebwagenkonzepte ersetzt.

Ließe sich auch EC nennen, folgt aber anscheinend neueren Logiken.
Der ETR 610 fährt wie gesagt auch unter einer Sub-Kategorie der ICEs, wie es die RJ ja auch tun. Generell wird zwischen der Schweiz und DE aber Stand Jetzt nur die Gäubahn keinen ICE/ECE sehen, wobei sich das auch noch ändern kann mit dem Milliarden-Ausbau.

Zwischen Deutschland und Österreich, genauer München und Österreich folgt das Konzept ja schon länger keiner durchschaubaren Logik mehr. Da fahren die gleichen Garnituren mal als EC, mal als IC und RJ gibts auch noch.
Das wird wohl auch mal reines RJ- und ICE Territorium. Hängt aber auch davon ab, wie lange die ÖBB an ihren klassischen "IC-Garnituren" festhalten und wie man solche "Sonderlinge" wie den IC Stuttgart - Innsbruck dort unterbekommt.

Der EC Hamburg - Prag wird mit Sicherheit mit fortlaufenden SFS-Plänen in Tschechien ein ECE oder ähnliches und alle anderen Pläne zwischen Tschechien und Deutschland sind noch nichts mehr als ein Skizzenpapier.
Der Talgo nach Dänemark wäre wohl auch so ein ECE-Kandidat, bliebe nur noch Polen, wo die Marke mindestens gute 15 Jahre ohne große Veränderung vor sich hat.


Lange Rede, kurzer Sinn:

Die Kategorie EC wird auf Dauer vermutlich nicht für den hochwertigen internationalen Verkehr beibehalten werden. Die Leistungsklasse ist jetzt unter ICE, ECE, RJ, TGY, Thalys und Co. und deren Tarifgruppe zusammengefasst.
Der dadurch abgewertete IC wird vermutlich auch die letzten internationalen B-Läufer übernehmen.

Die Namen sind dabei nicht das entscheidende, sondern das Rollmaterial und da wird nicht mehr all zu viel reininvestiert.

Eurocity- Ein Auslaufmodell?

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Sonntag, 04.04.2021, 14:46 (vor 9 Tagen) @ Siggis Malz
bearbeitet von Ost-Lok-Fan, Sonntag, 04.04.2021, 14:47

Die Namen sind dabei nicht das entscheidende, sondern das Rollmaterial und da wird nicht mehr all zu viel reininvestiert.

Hallo

Es kann ja durchaus neues Rollmaterial in Form von Triebwagen geben oder neue Konzepte wie den ECx. Aber muss das alles dem Diktat des hyperschnellen HGV unterworfen werden? In Osteuropa (Polen oder Tschechien) hat man Premium Produke EIP/SuperCity und eine Abstufung darunter. Bei den SBB und SNCF hat man auch Abstufungen. Warum soll das gerade dann im deutschen FV im Inn und mit dem Ausland möglich sein?
Der ECE Frankfurt - Mailand oder die ECE München - Zürich haben nur in D das Expresdkennzeichen, sonst sind es auch Triebwagen geführte EC. Warum muss das in D als Express geführt werden?

--
Gruß
Uwe

Eurocity- Ein Auslaufmodell?

SH-Sprinter, Sonntag, 04.04.2021, 14:59 (vor 9 Tagen) @ Ost-Lok-Fan

Mit der Unterteilung bin ich ganz Deiner Meinung. Ganz unabhängig vom Wagenpark, macht eine schärfere Trennlinie viel Sinn, quasi ICE als "High-End"-Produkt mit wenigen Halten in Großstädten mit mehr als 300.000 Einwohner, IC für nachrangigen FV (Grobwert sind Städte ab 100.000 Einwohner), und IR für den FV aus der Fläche. Aus SH denke ich an Städte wie Flensburg (der FV ist ein Witz, wenn man nicht nach Dänemark will), Schleswig, Rendsburg, selbst Lübeck hängt hinterher.

Und in OWL wären Städte in der Größe/Bedeutung von Minden, Herford, Bad Oeynhausen, Soest, Paderborn... vernünftig ans Netz angeschlossen. Dann kann sich jeder Reisende überlegen, ob er eine lange Reise im IR antritt, oder an einem HUB in einen ICE umsteigt.

Eurocity- Ein Auslaufmodell?

Paladin, Hansestadt Rostock / Stralsund, Sonntag, 04.04.2021, 22:16 (vor 9 Tagen) @ SH-Sprinter

Das Produkt IR gab es mal und das kommt wenn, dann gerade als ‚IC2‘ wieder. Kann man gut finden, muss man aber nicht. Der IR ist jedenfalls Geschichte.

Und andere Gedankenspiele wie ‚ICE ab 300.009 Einwohnern‘ ist auch unsinnig, wie alle paar Monate durchgekaut wird. In NRW hat die Einwohnerzahl eine andere Bedeutung als in Schleswig Holstein oder Mecklenburg Vorpommern. Und auch an der KRM SFS haben Montabaur & Co. ihre daseinsberechtigung, das waren nur einige Beispiele.

Eurocity- Ein Auslaufmodell?

ICE920, München, Sonntag, 04.04.2021, 16:10 (vor 9 Tagen) @ Ost-Lok-Fan
bearbeitet von ICE920, Sonntag, 04.04.2021, 16:10

Der ECE Frankfurt - Mailand oder die ECE München - Zürich haben nur in D das Expresdkennzeichen, sonst sind es auch Triebwagen geführte EC. Warum muss das in D als Express geführt werden?

Ganz einfach: Das E ist nur dazu da nach Produktklasse A Tarif abrechnen zu können.

Eurocity- Ein Auslaufmodell?

jotxl, Sonntag, 04.04.2021, 17:28 (vor 9 Tagen) @ ICE920
bearbeitet von jotxl, Sonntag, 04.04.2021, 17:29

die bei wikipedia aufgeführten Qualitätskriterien der Eurocities lassen ja vermuten, dass die EC´s mal was "Beonderes" waren.....

Grenzüberschreitender Zuglauf,
Klimatisierte Wagen erster und zweiter Klasse,
Verstärkte Reinigung in den Abgangsbahnhöfen sowie Unterwegsreinigung bei Zugläufen von mehr als 5 Stunden
Halt nur in wichtigen Städten,
Haltezeit maximal 5 Minuten, aus betrieblichen Gründen ausnahmsweise bis zu 15 Minuten (bis 1989: 20 Minuten),
Grenzkontrollen während der Fahrt, auch in Grenzbahnhöfen nur kurze Aufenthalte,
Bewirtschaftung mit einem Frühstücksservice zwischen 07:00 und 09:00 Uhr sowie eine Hauptmahlzeit zwischen 11:30 und 14:30 Uhr bzw. 18:30 und 21:30 Uhr im Speisewagen, einem Barwagen oder am Sitzplatz in der ersten Klasse, die Menükarten müssen zweisprachig gestaltet sein,
Zugbegleitpersonal mit Kenntnissen in mindestens zwei Sprachen, darunter Deutsch, Englisch oder Französisch,
Mittlere Reisegeschwindigkeit (einschließlich aller Aufenthalte) mindestens 90 km/h (mit Ausnahme von Gebirgsbahnen und Zugläufen mit Eisenbahnfähren),
Besondere Pünktlichkeitskriterien, häufig unpünktliche Züge können die Zuggattung EC verlieren,
Jedes Zugpaar trägt einen Namen, der sich auf den europäischen Charakter (touristisch, kulturell, historisch) bezieht,
Tagesverkehr (Abfahrt nach 06:00 Uhr, Ankunft vor 24:00 Uhr

Kriterien

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Sonntag, 04.04.2021, 18:12 (vor 9 Tagen) @ jotxl
bearbeitet von Ost-Lok-Fan, Sonntag, 04.04.2021, 18:13

Besondere Pünktlichkeitskriterien, häufig unpünktliche Züge können die Zuggattung EC verlieren,

Hallo

dann müsste der 114 sofort umdeklariert werden. Der ist mehrmals in der Woche (deutlich) später dran...

Ansonsten ist das ein Text aus den Vor-Schengen Zeiten.

--
Gruß
Uwe

Kriterien

JeDi, überall und nirgendwo, Sonntag, 04.04.2021, 20:06 (vor 9 Tagen) @ Ost-Lok-Fan

Nein, das passt schon. Aufgrund dieser Kriterien ist ja der Bodensee ein IC, der Wörthersee aber ein EC.

--
Weg mit dem 4744!

Eurocity- Ein Auslaufmodell?

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 04.04.2021, 23:15 (vor 9 Tagen) @ jotxl

Besondere Pünktlichkeitskriterien, häufig unpünktliche Züge können die Zuggattung EC verlieren

Na, dann ist es ja kein Wunder, daß auf Amsterdam - Berlin bei den häufigen Einkürzungen, (Teil-)ausfällen und Verspätungen kein EC verkehrt.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Eurocity- Ein Auslaufmodell?

Siggis Malz, Montag, 05.04.2021, 00:18 (vor 9 Tagen) @ Alibizugpaar

Besondere Pünktlichkeitskriterien, häufig unpünktliche Züge können die Zuggattung EC verlieren

Na, dann ist es ja kein Wunder, daß auf Amsterdam - Berlin bei den häufigen Einkürzungen, (Teil-)ausfällen und Verspätungen kein EC verkehrt.

Ahhh, funktioniert das auch andersrum?
Also als EC bezeichnete Züge sind pünktlicher?

Der IC Nürnberg - Karlsruhe musste doch baustellenbedingt teilweise nach Wörth weiter und wurde dann ja doch für Fahrgäste geöffnet.
War aber immer als EC unterwegs, vielleicht erhoffte man sich dadurch einen positiven Effekt ;)

Huiuiui

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 04.04.2021, 14:48 (vor 9 Tagen) @ SH-Sprinter

Rutschige Sitze haben nun wirklich nichts mit der Zuggattung zu tun. Als würde ich fragen, ob unbequeme Sitze in einem 423 das anstehende Aus für Deutschlands S-Bahnen bedeuten.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Eurocity- Ein Auslaufmodell?

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Sonntag, 04.04.2021, 18:25 (vor 9 Tagen) @ SH-Sprinter
bearbeitet von J-C, Sonntag, 04.04.2021, 18:29

Unter den klassischen Reisezugwagen haben die EC-Wagen der Linie Prag-Berlin-Hamburg noch die bequemsten Sitze im Großraum. Mehr Komfort gibt es nur im ex-ÖBB-Bmz bei der tschechischen Bahn. Und freilich auch beim Pendolino (Premiumzug, der auf einer Route verkehrt) und Railjet (den mehr oder weniger die ÖBB zugeschanzt haben).

Generell ist klar, wo die Reise hingeht, die ÖBB forcieren die Marke Railjet und wenn die neuen Railjets in Betrieb sind, wird es nur wenige ÖBB-Züge geben, die nicht die Marke Railjet haben.

Die CD hat eben immer noch sehr viele klassische Reisezugwagen und das wird sich vorerst nicht so schnell ändern. Und auch in Zukunft wird auf lokbespannte Züge gesetzt. Ob die Marke railjet durch die CD einfach übernommen wird, wäre abzuwarten.

Die PKP Intercity hat mehr oder weniger sein eigenes Universum, da dreht sich fast alles um den InterCity.

InterCity,
Express InterCity,
Express InterCity Premium...

der TLK ist da das Auslaufmodell.

Aber EuroCity kennt man da nicht, ausländische EuroCitys werden dem inländischen System unterworfen.

--
Stay healthy!
[image] (Quelle: Česke Drahy)

Tschechnische EC

ES89, Hamburg / Rostock, Montag, 05.04.2021, 00:32 (vor 9 Tagen) @ SH-Sprinter

... Ausnahme war die Vectron an der Spitze des EC der CD, aber der Innenraum wirkte etwas altbacken. Nicht dreckig, oder angeranzt, aber das Konzept scheint ziemlich aus der Zeit gefallen zu sein. Besonders auf dem Sitz in der Ersten Klasse fühlten wir uns nur bedingt wohl (sehr rutschig, entspannte man, rutschte man fast herunter).

Das "altbacken" dürfte ein subjektives, von den Standards der DBAG geprägtes Gefühl sein. Die Sitze 1. Klasse sind gerade einmal 5 Jahre alt. Das Leder war meines Wissens nach expliziter Wunsch der DBAG.
Gardinen und Teppich sind bei CD in Fernverkehr Standard. Es gibt inzwischen auch Wagen mit in die Fenster integrierem ... (wie nennt mal die Dinger, Ziehjalousie?), aber in geringer Stückzahl.
Moderne hochklassige Wagen bei der CD gibt es sonst nur beim railjet.

Bei der SBB sah es etwas besser aus, allerdings waren die Polster sehr verschlissen. Selbst bei einem Zug der DB konnte ich so etwas nicht erleben. Zwar waren die Sitze bequem, aber ob die Reisezeiten heute noch angemessen sind, lasse ich dahingestellt (EC 7 8:56 Stunden vs. 7:31 Stunden gegenüber einem ICE 71, ausgehend bei der Strecke Hamburg Hbf nach Basel SBB).

Bei zwei völlig unterscheidlichen Linienverläufen passt der Vergleich nur bedingt.
Bei den SBB ist der Ersatz für die Hamburg-EC ja längst in Vorbereitung, von daher darf man die jetzigen EC als Übergangsstatus betrachten.

--
Gegen Großraum-Zwang im Fernverkehr!
Für zumindest drei Abteile je Wagenklasse!

Tschechnische EC

ES89, Hamburg / Rostock, Montag, 05.04.2021, 11:38 (vor 8 Tagen) @ ES89

Gardinen und Teppich sind bei CD in Fernverkehr Standard. Es gibt inzwischen auch Wagen mit in die Fenster integrierem ... (wie nennt mal die Dinger, Ziehjalousie?), ...

Eigenantwort: Rollos. War wohl schon zu spät zum denken ;-)

--
Gegen Großraum-Zwang im Fernverkehr!
Für zumindest drei Abteile je Wagenklasse!

Finde die tschechischen EC völlig in Ordnung!

Destear, Berlin, Montag, 05.04.2021, 11:52 (vor 8 Tagen) @ ES89

Ich fahre mit den tschechischen EC sehr gerne, sowohl von Deutschland nach Tschechien als auch weiter. Wenn ich von Berlin nach Hamburg oder Kiel muss, buche ich bevorzugt die EC-Züge. Der Reisekomfort ist dort mE einfach etwas besser, die Wagenparks sind inzwischen schon weitgehend renoviert, haben natürlich einen etwas anderen Style, sind aber prima. Das Bordrestaurant ist klasse, allen voran das gezapfte Pilsner Urquell.

Ich denke auch nicht, dass die Züge auf dieser Route alsbald verschwinden. Auf tschechischer Seite erfüllen sie ja normale, nicht internationale verkehrliche Aufgaben zwischen Decin und Prag. Und auch an der Art der Züge wird sich, vermute ich, mittelfristig nichts ändern, hier HGV durchschleichen zu lassen wäre recht sinnlos.

Vielleicht ändert sich der Name.

"Unattraktive" Zuggattungen auch im Nahverkehr

ETR575, Karlsruhe, Dienstag, 06.04.2021, 09:59 (vor 7 Tagen) @ SH-Sprinter

Hallo,

aus meiner Sicht sind auch im Nahverkehr einige Zuggattungen generell von einigen Aufgabenträgern und/oder Unternehmen nicht (mehr) gerne gesehen.
Der Name Regionalexpress wird ja wahrscheinlich künftig auch zunehmend von neuen Angeboten, wie Rhein-Ruhr-Xpress, Hessen-Express und anderen ersetzt werden.
Regionalbahnen werden ja schon seit längerer Zeit durch S-Bahnen und Regio-S-Bahnen ersetzt.

Ich schätze mal, dass das entweder aus Gründen des Marketings geschieht, oder der Meinung der Aufgabenträger, die eigene finanzielle Unterstützung des Regionalverkehrs überdeutlich hervorzuheben (unternehmensneutrale Lackierung der Fahrzeuge reicht wohl noch nicht aus).

Viele Grüße
ETR575

Kommt auf die Länder an

SH-Sprinter, Mittwoch, 07.04.2021, 11:31 (vor 6 Tagen) @ ETR575

Hallo,

aus meiner Sicht sind auch im Nahverkehr einige Zuggattungen generell von einigen Aufgabenträgern und/oder Unternehmen nicht (mehr) gerne gesehen.
Der Name Regionalexpress wird ja wahrscheinlich künftig auch zunehmend von neuen Angeboten, wie Rhein-Ruhr-Xpress, Hessen-Express und anderen ersetzt werden.
Regionalbahnen werden ja schon seit längerer Zeit durch S-Bahnen und Regio-S-Bahnen ersetzt.

Ich schätze mal, dass das entweder aus Gründen des Marketings geschieht, oder der Meinung der Aufgabenträger, die eigene finanzielle Unterstützung des Regionalverkehrs überdeutlich hervorzuheben (unternehmensneutrale Lackierung der Fahrzeuge reicht wohl noch nicht aus).

Viele Grüße
ETR575

In manchen Regionen stimme ich Dir unumwunden zu. Die Vorläufer des RRX waren zum Beispiel ständig überfüllte und oft verspätete Dosto, von dem Reinigungszustand ganz zu schweigen. Allerdings glaube ich nicht nur an das Versagen der DB dabei, sondern es hat viel mit dem Klientel in den Regionen zu tun. Wenigstens machen die TWINDEXX in SH einen deutlich sauberen Eindruck.

Wie dem auch sei, im Ruhrgebiet wurde über Jahrzehnte über eine Verbesserung gesprochen (z.B: Metrorapid). Mit dem RRX ist endlich Bewegung darin gekommen. Nebenbei fällt mit dem Begriff "Rhein-Ruhr-Express" die negative Verbindungen zum damaligen RE weg. Ob der RRX im Endausbau alle Hoffnungen erfüllen kann, wird man sehen. Im Gegensatz zu den KISS und TWINDEXX halte ich in so dicht besiedelten Regionen von Deserio HC eher weniger (dauerhaft genügende Kapazität?).

Als Regio-S-Bahn sehe ich eher Bremen als Vorreiter. Mit den alten "Rotlingen" ersetzte sie Relikte des Nahverkehrs. Da macht eine neuer Name, mit neuen Angeboten, in der Außenwirkung sehr viel Sinn.

Ähnliches kann ich mir für viele Regionen vorstellen. Den RE/RB sehe ich noch lange nicht am Ende, solange die Leistungen stimmen.

Kommt auf die Länder an

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 07.04.2021, 13:32 (vor 6 Tagen) @ SH-Sprinter

ETR575:

aus meiner Sicht sind auch im Nahverkehr einige Zuggattungen generell von einigen Aufgabenträgern und/oder Unternehmen nicht (mehr) gerne gesehen.

Das kann auch eine Modeerscheinung sein.
Hier in NL wird der "stoptrein" (hält an allen Bahnhöfen) "Sprinter" genannt.
Es gab hier mal einen "sneltrein" (hält öfter als ein "IC" aber nicht so oft wie ein "stoptrein") aber der wurde 2007 eingestellt zugünsten des "IC" (der dan öfter hält als der alte IC aber nicht so oft wie der "sneltrein").
Oh Ironie: der heutige "IC" Eindhoven-Venlo hält genau dort, wo 1982 der "stoptrein" noch hielt (der alte IC hielt nur in Helmond und die Internationalen fuhren Eindhoven-Venlo nonstop).

Regionalbahnen werden ja schon seit längerer Zeit durch S-Bahnen und Regio-S-Bahnen ersetzt.

Ortenau-S-Bahn (Offenburg), Breisgau-S-Bahn (Freiburg)...
Was in Saarbrücken und Karlsruhe als "S-Bahn" rumfährt, wird in Frankreich "tram-train" genannt.

Bei uns gab es mal ein landesweites Schnellbusnetz namens Interliner.
Man betonte allerdings, ein Interliner sei kein Bus, sondern eine gummibereifte Bahn.
Haltestellenabstände etwa wie bei der Bahn.

Ich schätze mal, dass das entweder aus Gründen des Marketings geschieht, oder der Meinung der Aufgabenträger, die eigene finanzielle Unterstützung des Regionalverkehrs überdeutlich hervorzuheben (unternehmensneutrale Lackierung der Fahrzeuge reicht wohl noch nicht aus).

Hier in NL wurde der "sneltrein" eingestellt, um den 15-Minutentakt zu ermöglichen.
Man betrachtete einen 15-Minutentakt mit 3 Zuggattungen als unmöglich.
Dafür haben wir dann auf bestimmten Streckenabschnitten einen 10-Minutentakt mit 2 Zuggattungen.

SH-Sprinter:

In manchen Regionen stimme ich Dir unumwunden zu. Die Vorläufer des RRX waren zum Beispiel ständig überfüllte und oft verspätete Dosto...

Ich erinnere mich Düsseldorf-Köln. RE1 und RE5. Lage 15-45, jeweils BR146 + 5 Dostos.
Man war schon froh, als der 6. Dostowagen genehmigt wurde.
Bei uns bietet ein VIRM sechsteilig genauso viel Platz, kann aber als "double set" verkehren.
Zudem verkehrt der "IC" Amsterdam-Eindhoven jede 10 Minuten.

Gut, kein fairer Vergleich. In Amsterdam wohnen absolut etwa so viele Menschen wie in Düsseldorf aber relativ 4% der Niederländer. 4% aller Deutschen wohnt in (Gross-)Berlin.
Genauso sollte man Eindhoven mit Köln vergleichen.
Also Berlin und Köln 120 km auseinander.
Dann würden die Züge in DE wohl auch in 10-Minutentakt verkehren; erst recht wenn Städte wie Hamburg (Utrecht) und Hannover (Den Bosch) dazwischen wären.

Mit dem RRX ist endlich Bewegung darin gekommen. Nebenbei fällt mit dem Begriff "Rhein-Ruhr-Express" die negative Verbindungen zum damaligen RE weg. Ob der RRX im Endausbau alle Hoffnungen erfüllen kann, wird man sehen. Im Gegensatz zu den KISS und TWINDEXX halte ich in so dicht besiedelten Regionen von Desiro HC eher weniger (dauerhaft genügende Kapazität?).

Der bessere Takt ist schon ein dickes Plus. Auf Stammstrecken 15-Minutentakt. Zielnetz.
KISS benötigt 55cm Bahnsteige.
Twindexx im Sinne des SBB-Fernzuges auch.
Twindexx Vario sollte 76cm verkraften können.
Bei ET462 sind dafür die Endwagen einstöckig. ET462 kann man mit 3 Einheiten fahren.
Option wäre 2x ET462 sechsteilig. Dann wären nicht 6 sondern 8 von 12 Wagen doppelstöckig.


gruß,

Oscar (NL).

--
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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Bahnsteighöhe KISS

SH-Sprinter, Mittwoch, 07.04.2021, 19:35 (vor 6 Tagen) @ Oscar (NL)

KISS benötigt 55cm Bahnsteige.
TWINDEXX Vario sollte 76cm verkraften

Ich kann in dem Sinne nur für SH sprechen. Sämtliche Bahnsteige sollen mit der Zeit auf 76cm gebracht werden. Die TWINDEXX sind dafür auch ausgelegt (aktuell auf den Linien RE7 und RE70 Flensburg-Neumünster-Hamburg und Kiel-Neumünster-Hamburg).

https://www.nah.sh/de/themen/neuigkeiten/akkunetz-land-schreibt-bahnverkehr-aus/#:~:tex...

Die bestellten KISS werden ebenfalls für die 76cm ausgelegt sein.

https://www.stadlerrail.com/de/medien/article/stadler-gewinnt-auftrag-fuer-18-kiss-fuer...

NL: schon 2002 ausgelaufen. Ost-EU: zukunftsweisend.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 06.04.2021, 15:25 (vor 7 Tagen) @ SH-Sprinter

Hallo SH-Sprinter,

...der EC wird bei den Bahngesellschaften eher wie ein ungeliebtes Kind behandelt.

Hier in NL fuhr der letzte EC 2002. Das war der EC 2/3 "Berner Oberland" Amsterdam-Interlaken v.v. Sogar mit Panoramawagen dran.
Besagter EC wurde dann auf ICE International Amsterdam-Basel v.v. umgestellt.
Zuvor waren die EC Amsterdam-Köln-usw. auf ICE International Amsterdam-Frankfurt umgestellt.
In den 1990ern wurde der EC Amsterdam-Paris auf Thalys umgestellt.
Thalys ist sozusagen der EC 2.0 für Frankreich Richtung Norden.
Amsterdam-Berlin v.v. ist s.i.w. niemals ein EC gewesen.

In Osteuropa (PL/CZ/HU/RO/BG usw.) ist der EC eher zukunftsweisend.
Echter HGV wie in FR/ES/IT lohnt sich dort wegen der geringen Bevölkerungsdichte nicht.
Dafür ist internationale Anbindung wichtig, also macht man das mit 200 km/h Reisezugwagen (besagte vmax dann in DE/AT/CH, in Osteuropa sind bestenfalls 160 km/h drin).

Gleichzeitig stellte die DB alle EC ein, bzw. wandelte sie in ICE-Verbindungen um. Jetzt würde mich mal Eure Meinung zu dem Konzept EC interessieren. Überholt, oder Aktuell?

Als der EC startete, gab es noch die Berliner Mauer und den eisernen Vorhang. Und echter HGV gab es nur in Frankreich (die ECs zwischen FR-CH wurden mit TGV-Garnituren gefahren).
Als Konzept war der EC auch gut gelungen. Ganz (West-)Europa in 2h-Takt. Das beste von TEE (Qualität) und IC (Takt, zweiklassig) zusammen.

Inzwischen setzt man vor allem in Westeuropa vermehrt auf HGV-Produkte: Thalys, eurostar, ICE International. Angeblich ist EC-Qualität nicht mehr Qualität genug (vor allem in Bereich Geschwindigkeit). Nichtdestotrotz hat es noch keinen "EC 2.0" gegeben. Also ein eindeutiges HGV-Produkt, das europaweit einsetzbar wäre. Mit dem neuen Ansatz "TEE 2.0" versucht man es mit einer Mischung von TGV Duplex und Velaro EU in jeweils Viersystemfassung.

Ich finde, das Konzept EC sollte man beibehalten. Also dass man, je nach Bevölkerungsdichte, in 2h-, 1h- oder 30-Min.-Takt von Grossstadt zu Grossstadt kommt, egal ob da eine Staatsgrenze dazwischen ist oder doch nicht. Wie der Zug aussieht oder heisst, finde ich weniger wichtig (obwohl ich als ICE-Fan "ICE International" als europaweite DB-Premiummarke gerne mag).


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

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