NZZ meint Stadler hat es schwer bei Investoren aus Ausland (Allgemeines Forum)

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Samstag, 03.04.2021, 13:34 (vor 10 Tagen)

Hallo

So zumindest konstatiert es die NZZ in diesem Artikel und spricht von einem schweren Stand.

Zitat:
"Die Analytiker von Credit Suisse gehören – im Gegensatz zu ihren Kollegen bei der UBS – selbst zum Lager der Kritiker. Sie befürchten, dass es dem Unternehmen weiterhin schwerfallen wird, Züge rechtzeitig auszuliefern und damit «den Cash bei den Kunden einzusammeln». Schon im vergangenen Jahr kam es pandemiebedingt zu vielen Verzögerungen.
Doch nicht nur das: Die Branchenbeobachter von der CS ziehen in Zweifel, ob der Konzern die angestrebte Transformation von einem Anbieter massgeschneiderter Züge zu einem Massenhersteller schaffen wird."

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Gruß
Uwe

NZZ meint Stadler hat es schwer bei Investoren aus Ausland

GibmirZucker, Göding, Sonntag, 04.04.2021, 01:37 (vor 10 Tagen) @ Ost-Lok-Fan

Relativ dünne Quellenangaben. Aber logisch, dass Banken eher verschwiegen sind. Tatsächlich ist es so, dass über den Erfolg eines Unternehmens weniger die Qualität der Produkte entscheidet, als Entscheidungen der Analytiker von Banken. Jedoch ist mir nicht klar, wie groß die Abhängigkeiten Stadlers von den Banken ist. D.h. ob generell für die Produktion Kredite auf dem Finanzmarkt aufgenommen werden oder genügend Eigenkapital vorhanden ist. Selbst wenn es über Kredite läuft, die Risiken sind für die Banken gering, die Konditionen sicher entsprechend günstig. Sollte die Produktion über Eigenkapital gesichert werden, wäre das zumindest eine Erklärung, weshalb die Banken hier beleidigte Leberwurst spielen.

Sind die keine Massenhersteller?

SH-Sprinter, Sonntag, 04.04.2021, 13:12 (vor 9 Tagen) @ GibmirZucker

Wenigstens über die Aussage wundere ich mich, wenn ich mir die ganzen FLIRT und KISS auf den Schienen ansehe. Keiner würde sich die kaufen, wenn die A: nicht zuverlässig wären und B: überteuert. Dazu sind mir Verzögerungen kaum bekannt. Wenigstens nicht solche, wie beim TWINDEXX oder Talent 2/3, geschweige IC2.

Ich vermute eher, die sind vor allem Siemens und Alstom ein Dorn im Auge. Wirklich an den Erfolg der LINT konnten sie im Bereich der elektrischen Triebzüge nicht anknüpfen (wenigstens sind mir nur wenige Betreiber des Conradi Continental bekannt, z.B. ENNO oder S-Bahn Bremen) und Siemens war mit dem Desiro ML auch nicht gerade ein Verkaufsschlager in D gegönnt (Nachfolger Mireo kenne ich keine Daten).

Dagegen sitzt Stadler fest im Sattel im Regiobereich (alleine in SH Bestellungen von KISS und FLIRT-Akku). Im Fernverkehr kommen sie nicht an diese Erfolge heran, bzw. sieht man die Eurodual auch immer häufiger auf den Gleisen.

Schlechte Presse bekamen die Züge auch nicht (außer bei der Eurobahn, aber da glaube ich eher an Wartungsproblem -> Einsparungen).

Wenigstens aus dem Hintergrund kann ich mir keine Finanzprobleme bei Stadler vorstellen. Oder hat jemand genauere Informationen? Eventuell ist Stadler für Banken kein guter Kunde (legt lieber Geld an, als sich zu leihen?)

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