Ultra-Rapid-Zug Paris-Berlin (Allgemeines Forum)

MartinN, Fricktal, Schweiz, Donnerstag, 11.02.2021, 16:46 (vor 24 Tagen)

Hallo zusammen
Heute im Lok Report gelesen:
Bundestag: Ultra-Rapid-Zug soll Berlin und Paris verbinden

Im Verkehrsausschuss trifft der Beschluss der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung (DFPV) vom 22. Januar 2021 zum Ausbau der Bahnstrecke Berlin - Paris auf breite Zustimmung. Die große Mehrheit der 50 deutschen und 50 französischen Abgeordneten, die die Versammlung bilden, spricht sich einer Unterrichtung (19/25707) zufolge dafür aus, diese Bahnverbindung „im Herzen Europas“ auszubauen.

Dabei sollten auch in einem ersten Schritt der Ausbau des Angebots von Nachtzügen und neue Streckenführungen in die Überlegungen einbezogen werden, wird verlangt. Die Rede ist zudem von der Einrichtung eines sogenannten „Ultra-Rapid-Zugs“, der mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 250 bis 350 km/h die Metropolen verbinden könne. Durch den Schnellzug würde sich aus Sicht der DFPV zudem die Fahrzeit zwischen den beiden Hauptstädten auf rund vier Stunden halbieren.

„Eine attraktive und umweltschonende Verbindung zwischen Berlin und Paris würde sich somit als konkurrenzfähige Alternative zum Flugzeug und der Straße etablieren“, heißt es in dem Beschluss. Gemäß Artikel 7 Absatz 2 des Deutsch-Französischen Parlamentsabkommens müssen sich der Deutsche Bundestag und die Assemblée nationale im Rahmen ihrer jeweiligen Verfahren durch ihre Organe zeitnah mit den von der Versammlung gefassten Beschlüssen befassen.

Es sei gut, dass die DFPV diese Initiative ergriffen habe, hieß es von Seiten der Unionsfraktion im Verkehrsausschuss am Mittwoch. Sie passe auch in das Europäische Jahr der Schiene, sagte der Fraktionsvertreter. Es handle sich dabei nicht nur um einen symbolischen Akt, sondern um einen wichtigen Schritt zur besseren europäischen Vernetzung des Schienenverkehrs. Die dafür benötigten Ausbauten auf deutscher Seite seien alle im aktuellen Bundesverkehrswegeplan enthalten und teils schon in Arbeit.

Unterstützung für das Anliegen kommt auch von der SPD-Fraktion, deren Vertreterin ebenfalls darauf verwies, dass die Ausbauvorhaben schon in Planung seien. Ihre Fraktion, so sagte sie weiter, habe den wirtschaftlich begründeten Rückzug der Deutschen Bahn AG von den Nachtzugverbindungen Berlin-Paris immer bedauert. Der angedachte Ausbau sei sehr sinnvoll und richtig und müsse prioritär behandelt werden. Damit könne es auch gelingen, die Zahl der Flüge zu vermindern.

Auch die AfD-Fraktion setzt sich nach Aussage ihres Vertreters für den Ausbau grenzüberschreitender Bahnverbindungen und eine Vernetzung europäischer Hochgeschwindigkeitssysteme ein. Im Beschluss der DFPV werde aber eine Verkürzung der Fahrzeit zwischen Berlin und Paris auf vier Stunden angestrebt, sagte er. Dafür müssten neue Trassen gebaut werden, die möglicherweise auch parallel zu bestehenden Trassen verlaufen und wichtige Zentren auslassen würden. So würde aus Sicht des AfD-Vertreters am Bedarf vorbei geplant werden.

Von einem wichtigen Infrastrukturprojekt mit Leuchtturmcharakter, das Deutsche und Franzosen näher zusammenbringen könne, sprach der Vertreter der FDP-Fraktion. Nachholbedarf hinsichtlich der Schieneninfrastruktur gibt es aus Sicht der Liberalen weniger auf französischer als vielmehr auf deutscher Seite. Zu begrüßen sei auch eine Ausweitung des Angebots bei Nachtzugverkehren. Es werde sich zeigen, ob Unternehmen dies wirtschaftlich gestalten können.

Die Linksfraktion habe sich - gemeinsam mit den Grünen - schon immer vehement dafür eingesetzt, das die Nachtzugverbindungen erhalten bleiben, erinnerte eine Fraktionsvertreterin. Es sei sehr zu begrüßen, wenn diese Verbindungen nun schnell wieder aufgenommen werden. Ziel müsse es sein, den Flugverkehr zu reduzieren. Zweifel habe sie daran, ob eine Orientierung auf eine Fahrzeit von vier Stunden sinnvoll ist, sagte sie. Realistisch und zumutbar seien eher sechs Stunden. Von der Bundesregierung wünsche sie sich einen Plan, bis wann welche Strecke wie ausgebaut werden soll.

Der Ausbau des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs findet auch bei der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Unterstützung. Aktuell gebe es da erhebliche Defizite, befand der Fraktionsvertreter. Ob aber eine Zielgeschwindigkeit von durchschnittlich 250 Km/h realistisch und erstrebenswert ist, müsse kritisch hinterfragt werden, befand er.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Enak Ferlemann (CDU), bezifferte die zu erwartenden Kosten für die im Entschluss der DFPV enthaltenen Maßnahmen auf 18,3 Milliarden Euro. Was die Reisezeit und die Geschwindigkeit angeht, so verwies Ferlemann auf unterschiedliche Auffassungen zwischen der französischen und der deutschen Seite bezüglich der Haltestationen unterwegs. Das föderale Denken in Deutschland führe zu mehr Unterwegshalten und Umsteigemöglichkeiten, was eine Verlängerung der Gesamtfahrzeit mit sich bringe.

Ziel der Bundesregierung, so der Verkehrsstaatssekretär, sei es, die Bahn zu bewegen, schon jetzt durchgängige Züge fahren zu lassen, um keine Zeitverluste durch das Umsteigen zu haben. Es sei technisch seit einiger Zeit möglich, mit dem ICE oder dem TGV von Berlin nach Paris durchzufahren, sagte Ferlemann.

Pressemeldung Bundestag

Eine super Idee finde ich aber halt erst eine Idee. Und wo soll dieses Trassee entstehen? Mit einem leichten Umweg könnte man noch Brüssel anfahren. Von dort hat man dann ja eine , glaube ich, durchgängige Rennbahn nach Paris. Mit der Anbindung von Brüssel wäre dann auch eine Eurostarverbindung von Berlin nach London möglich. Die Fahrzeit wäre dann so geschätzte 5.5h wenn die Durchschnittsgeschwindigkeit von 250Km/h anvisiert und auch erreicht wird.

Ultra-Rapid-Zug Paris-Berlin

Paladin, Hansestadt Rostock / Stralsund, Donnerstag, 11.02.2021, 17:01 (vor 24 Tagen) @ MartinN

4h Berlin-Paris mit dem Zug? Das erleben wir nicht mehr. Das schafft man noch nicht mal bis Köln und man ist noch in Deutschland.

Ich warte jetzt auf den obligatorischen „mit Rad-Schiene nicht machbar, nur Transrapid, Fluchzeuch ist pöse“-Post.

Braucht es nicht

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Donnerstag, 11.02.2021, 17:17 (vor 24 Tagen) @ Paladin

4h Berlin-Paris mit dem Zug? Das erleben wir nicht mehr. Das schafft man noch nicht mal bis Köln und man ist noch in Deutschland.

Ich warte jetzt auf den obligatorischen „mit Rad-Schiene nicht machbar, nur Transrapid, Fluchzeuch ist pöse“-Post.

Moin

diesen Post braucht es gar nicht. Man muss nur die "Lücken" schließen. Hannover - Ruhrgebiet (da ist ja was in Planung). dann eine schnelle Schiene Richtung Köln und dann eine schnelle Schiene zwischen Düren und Aachen. Und et voila hast du eine durchgängige Strecke. Dann braucht es noch Fahrzeuge, die 300km auf der ganze Strecke schaffen und Verknüpfungspunkte zum Einstiegen.

Berlin - Hannover - Bielefeld (?) - Dortmund - Köln - Brüssel - Paris. Mehr Halte braucht es für so einen Super ICE/TGV dann nicht. Den Rest kann der ICE/ICE-International (Frankfurt-Brüssel) und Thalys abdecken.

--
Gruß
Uwe

Mittelfristige Alternative

Siggis Malz, Donnerstag, 11.02.2021, 17:56 (vor 24 Tagen) @ Ost-Lok-Fan
bearbeitet von Siggis Malz, Donnerstag, 11.02.2021, 17:57

Grüße.

Berlin - Hannover - Köln - Brüssel - Paris mit vielleicht ein paar Halten mehr ist langfristig sicherlich die schlaueste Version.
Bis das aber was wird, vergehen noch ~ 15 - 20 Jahre.
Die Trassen geben einfach nicht mehr her, jeder zusätzliche Zug vor allem als Einzelleistung außerhalb des Taktgefüges wird noch langsamer sein, als die anderen ICE.
Und diese Taktzüge halten so oft, dass man das niemandem verkaufen kann.

Mittelfristig sehe ich da nur die Route über Frankfurt aufnahmefähig sobald die NBS Fulda - Gelnhausen fertig ist.
Da gibt es noch Trassen in den Taktlücken der jetzigen ICE zwischen Frankfurt und Paris, und Frankfurt - Berlin über Laatzen ist immerhin so halbwegs schnell.
Kann man zur Not noch in Laatzen oder Kassel halten, kann es aber auch sein lassen.

Könnte immerhin gute 10 Jahre eine Übergangslösung sein.

Braucht es nicht

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 11.02.2021, 19:28 (vor 24 Tagen) @ Ost-Lok-Fan
bearbeitet von Alibizugpaar, Donnerstag, 11.02.2021, 19:32

Wenn, dann höchstens Berlin - Hannover - Köln - Brüssel - Paris, mehr Halte bitte nicht.

Aber die von Dir genannte "schnelle Schiene Richtung Köln" wird es in den kommenden 200 Jahren nicht geben und deshalb auch keinen URZ über NRW, denn der würde hier immer hinter der RegionalBahn Kamen - Wattenscheid festhängen. Dieses Bundesland ist eine einzige chronische Rohrverstopfung.

Vielleicht doch eher was über Erfurt - Mannheim abrollen lassen und dann ab Strasbourg Gas geben.

Eine bald mögliche erste Abhilfe sehe ich allein in einem Schlafwagen-Nachtzug. Ein Tages-TGV würde an deutschen Regio-Trassen scheitern und die Fahrzeiten unsere französischen Nachbarn zudem sehr irritieren.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Endlich wissen wir, was über dem Sprinter kommt :D

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 11.02.2021, 19:11 (vor 24 Tagen) @ MartinN

Ultra-Rapid

!!!Scharf wie Löwensenf!!!

Man könnte in den Namen noch irgendwie Turbo und GTI mit einbauen. Aber egal, dann sind normale ICE-Sprinter jedenfalls bereit die Halte in Bitterfeld, Kreiensen und Treuchtlingen zu übernehmen, wenn normale ICE dafür kleinere RE-Bahnhöfe abklappern.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Ultra-Lächerlich-Vorschlag

flierfy, Donnerstag, 11.02.2021, 19:45 (vor 24 Tagen) @ MartinN

Jahrzehntelang baut man in Deutschland nur kurze Schnellfahr-Stückchen zwischen Systemhalten wie Fulda und Göttingen, zwingt den schnellen Fernverkehr durch Bahnhöfe wie Hanau oder Lehrte durch. Und jetzt will man mit diesem Netz 250 km/h Reisegeschwindigkeit erzielen? Unsere Damen und Herren Poliker haben wirklich Humor.

Ist heute 1. April?!

bendo, Donnerstag, 11.02.2021, 20:16 (vor 24 Tagen) @ MartinN

Hallo,
Vorne weg: Freuen würde ich mich über eine Umsetzung. Allerdings werden die relevanten Unterschiede D/F bereits im Artikel auf den Punkt gebracht.

Nun meine Meinung: "Not a snowballs chance in hell"!! 250 in Schnitt wird etwa mit durchgehenden TGV bei vmax 300 zwischen Paris und Belgien auf der LGV Nord erreicht. Um diesen Schnitt zu halten, bräuchte es dieselbe Fahrweise weiter bis Berlin, mit höchstens 1-2 Zwischenhalten. Mit Bielefeld-Hannover und Upgrade Wolfsburg-Berlin wäre es lange nicht getan!
Der Artikel spricht dabei von noch mehr: bis 350km/h im Schnitt (!!). Die Chinesen als Rekordhalter schaffen irgendwas um 310km/h. Was das allerdings bedeutet wurde mal eindrucksvoll in einer World speed survey beschrieben (vmax 350km/h über extrem lange Strecken,~1000km, ohne Zwischenhalt). 350 im Schnitt: ich behaupte: mit Rad-Schiene planmäßig nicht machbar..
Gruß bendo.

Geil. Europa wächst zusammen.

Der Blaschke, Donnerstag, 11.02.2021, 21:15 (vor 24 Tagen) @ MartinN
bearbeitet von Der Blaschke, Donnerstag, 11.02.2021, 21:17

Huhu!

Ziel der Bundesregierung, so der Verkehrsstaatssekretär, sei es, die Bahn zu bewegen, schon jetzt durchgängige Züge fahren zu lassen, um keine Zeitverluste durch das Umsteigen zu haben. Es sei technisch seit einiger Zeit möglich, mit dem ICE oder dem TGV von Berlin nach Paris durchzufahren, sagte Ferlemann.

Pressemeldung Bundestag

BOAH! Der ICE kann Paris!! Und der TGV Berlin!! Hammer!! Wahnsinn!! Ein Kracher!! Fuhr der TGV nicht sogar schon mal nach Hamburg? Und kann der nicht auch Stuttgart? München? Frankfurt? In Essen habe ich auch schon mal einen gesehen. Hieß Thalys.

Europa wächst zusammen! Und dann Berlin Paris bitte nonstop! Ans Mittelmeer brettern die Franzosen ja teilweise auch kilometerweit ohne Halt. Dann ist das Quartier Notre-Dame im Arrondissement de l'Hôtel de Ville ein Vorort vom Ortsteil Tiergarten im Bezirk Mitte. Und umgekehrt.

Und wenn dazu neue Gleise her müssen, na dann los. Omma in Vlotho braucht wegen der NBS-SFS keine Sorge zu haben. Bis die merken könnte, dass da ein Zug vorbeirauschte, ist der längst in Oelde.

Und dann machen wir das so, dass der ICETGV von Paris kommend erst in Berlin Hbf oben hält und dann etwas später dank einer extra errichteten Verbindungskurve in Berlin Hbf unten. Dann dreht der Franzose frei vor Entzückung - EIN EINZIGER ZENTRALbahnhof für ALLE Richtungen! Das will er dann auch! Und dann zieht die Karawane von S21 weiter Richtung Stadt der Liebe! Ja, Freunde, ihr solltet Paris Nord, Est, Montparnasse, Gare de Lyon, Austerlitz und Saint-Lazare noch rechtzeitig mit Fernzügen am Bahnsteig beschauen - bald gibt's da nur noch PARIS CENTRAL als Fernbahnhof.


Und speziell für unseren werten 'Paladin':

SELBSTVERSTÄNDLICH WÄRE FÜR SOLCHE RELATIONEN EINE MAGNETSCHWEBEBAHN ERSTE WAHL. Aber das wäre doch zu revolutionär.


Schöne Grüße von jörg

Geil. Europa wächst zusammen.

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Donnerstag, 11.02.2021, 21:55 (vor 24 Tagen) @ Der Blaschke

Huhu!

Ziel der Bundesregierung, so der Verkehrsstaatssekretär, sei es, die Bahn zu bewegen, schon jetzt durchgängige Züge fahren zu lassen, um keine Zeitverluste durch das Umsteigen zu haben. Es sei technisch seit einiger Zeit möglich, mit dem ICE oder dem TGV von Berlin nach Paris durchzufahren, sagte Ferlemann.

Pressemeldung Bundestag


BOAH! Der ICE kann Paris!! Und der TGV Berlin!! Hammer!! Wahnsinn!! Ein Kracher!! Fuhr der TGV nicht sogar schon mal nach Hamburg?

Vor vielen vielen Jahren bei meinem Betriebspraktikum bei Axel Springer habe ich 2 Mal den TGV in Hamburg gesehen. Tatsächlich.

Und kann der nicht auch Stuttgart? München? Frankfurt? In Essen habe ich auch schon mal einen gesehen. Hieß Thalys.

Die bessere Frage ist: Kann der nicht auch Wien? Oder Innsbruck?

Europa wächst zusammen! Und dann Berlin Paris bitte nonstop! Ans Mittelmeer brettern die Franzosen ja teilweise auch kilometerweit ohne Halt. Dann ist das Quartier Notre-Dame im Arrondissement de l'Hôtel de Ville ein Vorort vom Ortsteil Tiergarten im Bezirk Mitte. Und umgekehrt.

Oder Berlin Spandau ein Vorort von Hamburg. Oder gar... Berlin!

Und wenn dazu neue Gleise her müssen, na dann los. Omma in Vlotho braucht wegen der NBS-SFS keine Sorge zu haben. Bis die merken könnte, dass da ein Zug vorbeirauschte, ist der längst in Oelde.

Und wegen der Streckenführung kann dann eh kein Güterzug drüber. Also nix Lärm um nichts.

Und dann machen wir das so, dass der ICETGV von Paris kommend erst in Berlin Hbf oben hält und dann etwas später dank einer extra errichteten Verbindungskurve in Berlin Hbf unten. Dann dreht der Franzose frei vor Entzückung - EIN EINZIGER ZENTRALbahnhof für ALLE Richtungen! Das will er dann auch! Und dann zieht die Karawane von S21 weiter Richtung Stadt der Liebe! Ja, Freunde, ihr solltet Paris Nord, Est, Montparnasse, Gare de Lyon, Austerlitz und Saint-Lazare noch rechtzeitig mit Fernzügen am Bahnsteig beschauen - bald gibt's da nur noch PARIS CENTRAL als Fernbahnhof.

Am besten direkt am Champs d'Élysée. Oder am Tour d'Eiffel ;-)

Ich finde, wir sollten darüber reden, einen Eurostar von Wien nach London einzuführen. Das Autozugterminal kann man ja so umbauen, dass da auch Passkontrollen etc. stattfinden können, da kommt von Wien Hbf ein Shuttle zum Autozugterminal, alle steigen in den Eurostar ein und dann geht es nonstop bis Brüssel oder gleich bis London.


Und speziell für unseren werten 'Paladin':

SELBSTVERSTÄNDLICH WÄRE FÜR SOLCHE RELATIONEN EINE MAGNETSCHWEBEBAHN ERSTE WAHL. Aber das wäre doch zu revolutionär.

Ihh, Revolution, weg damit.


Schöne Grüße von jörg

Gruß von Jan-Christian

--
[image] (Quelle: Česke Drahy)

OT: Autsch! // World Railway London Peking

Der Blaschke, Donnerstag, 11.02.2021, 22:27 (vor 24 Tagen) @ J-C

Hey.

Oder Berlin Spandau ein Vorort von Hamburg. Oder gar... Berlin!

Autsch. 'Berlin Spandau' ...

Das ist EINFACH NUR Spandau!

Oder 'Spandau bei Berlin'.

Aber NIEMALS 'Berlin Spandau'!

Wie ein ICE-Zugchef das immer betont: Wir erreichen jetzt Spandau! Nächster Halt am Bahnhof namens Berlin-Spandau.


Wien - London übrigens: warum nicht? Von London fuhr ja auch schon Eurostar ans Mittelmeer. Marseille oder wohin noch - vergessen.

Wien hat ja mittlerweile auch einen Hbf. Also London Wien. Dort Umstieg nach Moskau. Dort bauen wir auch einen Zentralbahnhof. Und dann Moskau Peking. Also London Peking mit nur 2 Umstiegen. Da mußte von Bergedorf nach Burhafe schon meistens doppelt so oft den Zug wechseln.


Gründen wir 'World Railways'. Und dann los! London Wien Moskau Peking - da ist auch das Tarifsystem bei nur 2 Zwischenhalten recht übersichtlich.


Schöne Grüße von jörg

Geil. Europa wächst zusammen. - Darauf ne Cola.

Paladin, Hansestadt Rostock / Stralsund, Freitag, 12.02.2021, 10:37 (vor 23 Tagen) @ Der Blaschke

SELBSTVERSTÄNDLICH WÄRE FÜR SOLCHE RELATIONEN EINE MAGNETSCHWEBEBAHN ERSTE WAHL. Aber das wäre doch zu revolutionär.


Schöne Grüße von jörg

Revolution? Eigentlich ist die Technik doch aus dem 20. Jahrhundert, also konservativ. Direkt mal der CDSU vorschlagen, vielleicht wird's ja doch noch was.

Darauf erstmal n Kesselwagen Coke.

Vorbild Brasilia ??

Sportdiesel612, Freitag, 12.02.2021, 11:04 (vor 23 Tagen) @ Der Blaschke

Europa wächst zusammen!

Können wir nicht einfach ein neuen Zentrum bauen? Irgendwo in der Mitte Europas (natürlich ohne UK und CH) eine Stelle wo man schon/bald gut mit Hyper-Rapid-Zug hinkommt und da wird eine neue Metropole gebaut.

Vorbild Brasilia ??

GibmirZucker, Göding, Freitag, 12.02.2021, 12:28 (vor 23 Tagen) @ Sportdiesel612

So in der Gegend Wackersdorf? Leinefelde? St. Anton? Und dort die Nord-Süd und Ost-West SFS kreuzen lassen? Man könnte so eine 10 Millionen Metropole bauen und Menschen, die durch ansteigende Meeresspiegel gefährdet sind, dorthin umsiedeln.

Gadheim

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 12.02.2021, 12:52 (vor 23 Tagen) @ GibmirZucker

Tach.

Die geographische Mitte Europas ist bei Gadheim. Würde mit einer NBS Warschau - Prag - Paris ganz gut hinhauen, die Nord-Süd-NBS gibt es da ja schon.

Viele Grüße
Sören

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[image]

Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Damit ist die Idee tot

Ösi, Freitag, 12.02.2021, 13:00 (vor 23 Tagen) @ Sören Heise

Ein Großbauprojekt in Deutschland? Das wird nichts.

NEOM in der Lüneburger Heide ...

Der Blaschke, Freitag, 12.02.2021, 13:05 (vor 23 Tagen) @ Sportdiesel612

Hey.

Europa wächst zusammen!

Können wir nicht einfach ein neuen Zentrum bauen? Irgendwo in der Mitte Europas (natürlich ohne UK und CH) eine Stelle wo man schon/bald gut mit Hyper-Rapid-Zug hinkommt und da wird eine neue Metropole gebaut.

Als ich noch im Heidekreuz rumfuhr, fand ich das immer höchst amüsant, wenn es hieß: Deutschland ist voll; wir haben kein Platz für Zuwanderung.

Also, da ist Platz satt. Nehmen wir NEOM als Vorbild. ALLER Verkehr unterirdisch!

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Neom
(Stichwort 'Elemente', 'The Line')

Auf geht's!


Schöne Grüße von jörg

!!! Bebra !!!

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Freitag, 12.02.2021, 13:10 (vor 23 Tagen) @ Sportdiesel612
bearbeitet von Alibizugpaar, Freitag, 12.02.2021, 13:14

Schon Heinz Erhardt wusste im Film „Witwer mit fünf Töchtern“ (Drehorte Göttingen/Witzenhausen), daß Mr. Pepperkorn auf seiner Reise nach Indien in Bebra umsteigen müsse.

Dann kann man zumindest die Überlegungen zum Bebraer Peoplemover-Bahnhof weiter stricken.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Hier in MV wäre auch Platz

Paladin, Hansestadt Rostock / Stralsund, Freitag, 12.02.2021, 13:40 (vor 23 Tagen) @ Sportdiesel612

Viel Platz. Leider nicht so ganz mittig in der EU/Europa, aber da kann man sicher noch ein paar Länder aufnehmen, damit das hinkommt. Türkei-Beitritt ist damit aber vom Tisch.

Hier in MV wäre auch Platz

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 12.02.2021, 13:44 (vor 23 Tagen) @ Paladin

Viel Platz. Leider nicht so ganz mittig in der EU/Europa, aber da kann man sicher noch ein paar Länder aufnehmen, damit das hinkommt. Türkei-Beitritt ist damit aber vom Tisch.

Wäre jedenfalls eine Chance, doch noch den Wildschweinzaunbaulandumgehungstunnel zu bekommen.

Auf der anderen Seite: Für eine Nordverschiebung der Mitte müsste mal wohl erstmal das Nordpolarmeer trockenlegen. Da hat einerseits bislang kein EU-Mitglied Anstoß und andererseits geht da der Trend in die andere Richtung.

Viele Grüße
Sören

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[image]

Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Neuer Vorort von Berlin - Hier in MV wäre auch Platz

oska, Freitag, 12.02.2021, 15:05 (vor 23 Tagen) @ Paladin

Viel Platz. Leider nicht so ganz mittig in der EU/Europa, aber da kann man sicher noch ein paar Länder aufnehmen, damit das hinkommt. Türkei-Beitritt ist damit aber vom Tisch.

Europäisch wird MV keine Rolle spielen. Selbst ein HGV aus Riga oder Minsk nach Hamburg würde über Warschau führen und damit so südlich sein, dass über Berlin und nicht über MV gefahren wird.

Wenn man aber eine neue (Groß-)Stadt bauen will, dann würde MV sehr gut passen. In die Mitte der Bahnhof, Gewerbe- und Wohngebiete drum rum - mit Straßen- oder U-Bahn schnell zu erreichen. Von dort geht es dann in 30 bis 60 Minuten bis zum Berliner Hauptbahnhof. Schneller sind die BVG auch nicht.

Auch Stettin, Greifswald, Stralsund, Rostock und Schwerin können im Radius einer Stunde liegen.

CZ: Praha východ -> neuer Rennbahnhof.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 12.02.2021, 13:53 (vor 23 Tagen) @ Sportdiesel612

Europa wächst zusammen!


Können wir nicht einfach ein neuen Zentrum bauen? Irgendwo in der Mitte Europas (natürlich ohne UK und CH) eine Stelle wo man schon/bald gut mit Hyper-Rapid-Zug hinkommt und da wird eine neue Metropole gebaut.

Wieso eine neue Siedlung bauen wenn man solche schon hat?

1. In China baut man zuerst eine Stadt, danach kommt am Rande der Rennbahnhof und dann baut man jenseits der Rennbahn eine neue gleich grosse Stadt und hoppla, der Rennbahnhof ist der neue Zentralbahnhof.

2. Ansatz aus Australien, 2016. Ich berichtete hier schon eher.

3. Mit den Vorhaben in Osteuropa verschiebt die europäische Eisenbahnmitte nach Osten. Prag profiliert sich gerne als die neue europäische Eisenbahnmetropole. Inklusive Rennbahnen nach Berlin, Warschau, Brno (Ostrava, Bratislava, Wien) und irgendwann auch Nürnberg. Auch soll die Stadt einen neuen Rennbahnhof ausserhalb der Stadt erhalten.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

CZ: Praha východ -> neuer Rennbahnhof.

GibmirZucker, Göding, Freitag, 12.02.2021, 19:34 (vor 23 Tagen) @ Oscar (NL)

Naja, erst einmal wäre ich froh, wenn es überhaupt Zuge aus Deutschland nach Prag habe. Selbst der Alex mit Nebenbahnflair wäre mir recht. Der Rest ist Luxus.

Nächster Halt Montabaur...

GUM, Samstag, 13.02.2021, 10:26 (vor 22 Tagen) @ Sportdiesel612
bearbeitet von GUM, Samstag, 13.02.2021, 10:26

Hallo Sportdiesel612,

ich werfe mal Montabaur in die Runde. Parkplätze und Platz jede Menge und bisher hält ja nur der RE 300 dort.

Liebe Grüße

GUM

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Ultra-Rapid-Zug Paris-Berlin

Aphex Twin, Donnerstag, 11.02.2021, 22:46 (vor 24 Tagen) @ MartinN

Die Fahrzeit wäre dann so geschätzte 5.5h wenn die Durchschnittsgeschwindigkeit von 250Km/h anvisiert und auch erreicht wird.

Das mit der Durchschnittsgeschwindigkeit ist eine unglückliche Formulierung. Damit ist ziemlich sicher gemeint dass die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten der SFS im Schnitt 250 bis 350 km/h betragen sollen. Und natürlich sollen die genannten Städte komplett mit solchen SFS verbunden werden.

Der Verfasser des Textes hat dann daraus "der mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 250 bis 350 Kilometer pro Stunde große europäische Metropolen verbinden soll" gemacht. Entweder wurde dabei nicht daran gedacht dass keine SFS bis zum Bahnsteig reicht, dass Züge auch erst noch beschleunigen und abbremsen müssen und dass selbst wenn SFS bis fast an den Bahnhof gehen man nicht überall Umfahrungen bauen wird bzw. mit 300 km/h durch den Bahnhof fahren kann. Oder kurz gesagt es wurde nicht genug gedacht.

Ich kenne solche in einem Komitee erstellten Texte. Es gibt Änderungswünsche von verschiedenen Seiten da und dort etwas einzufügen oder zu streichen. Und wenn man dann denn Abschnitt komplett liesst sieht man dass durch die entfernten Worte sich plötzlich der Sinn fast umdreht.

vdurch 250 km/h für Paris-Berlin durchaus nötig.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 12.02.2021, 11:49 (vor 23 Tagen) @ Aphex Twin

Hallo Aphex Twin,

Das mit der Durchschnittsgeschwindigkeit ist eine unglückliche Formulierung.

Bin ich mir nicht sicher. Denn...

Damit ist ziemlich sicher gemeint dass die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten der SFS im Schnitt 250 bis 350 km/h betragen sollen. Und natürlich sollen die genannten Städte komplett mit solchen SFS verbunden werden.

Paris-Berlin ist 1050 km (wegen Brüssel vermutlich 1100 km). Artikel:

Die Rede ist zudem von der Einrichtung eines sogenannten „Ultra-Rapid-Zugs“, der mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 250 bis 350 km/h die Metropolen verbinden könne. Durch den Schnellzug würde sich aus Sicht der DFPV zudem die Fahrzeit zwischen den beiden Hauptstädten auf rund vier Stunden halbieren.

Damit man 1100 km in 4 Stunden schafft, sind mindestens 250 km/h vdurch nötig, dazu eine wesentlich höhere vmax.

1. Rennbahn Ath-Waterloo-Waver-Borgworm. Also an Brüssel vorbei. Damit Belgien auch etwas von der Strecke hat, Halt in Lüttich. Paris-Brüssel -> Thalys, und Brüssel-Berlin -> ICE International.

2. Rennbahn Hergenrath-"Düren Ost". Ergibt Lüttich-Köln nonstop. Das wird Aachen vermutlich nicht genehmigen; die Stadt präsentiert sich als international wegen Dreiländereck.
Kontra-Argument:
Aachen-Paris -> Thalys
Aachen-Brüssel -> stündlich IC200 der NMBS (beginnt in Köln, mit Halt in Düren)
Aachen-Eindhoven -> IC200 der NS (mit DE-Paket)
Aachen-Berlin -> ICE International

3. Rhein-Ruhr/Sieg lässt sich nicht sinnvoll umfahren. Bei Köln-Hamm ist wohl nicht mehr als 200 km/h drin. Zudem sind die dortigen Städte zu wichtig und zu dicht aufeinander.

4. Rennbahn Hamm-Hannover-Wolfsburg. An Hannover wird man vermutlich nicht vorbei kommen. An Bielefeld und Hamm vielleicht (ggf. Bedienung Bielefeld und Hamm abwechselnd). Umfahrung Wolfsburg durfte auch schwer werden.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

vdurch 250 km/h für Paris-Berlin durchaus nötig.

Aphex Twin, Freitag, 12.02.2021, 15:47 (vor 23 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo Aphex Twin,

Das mit der Durchschnittsgeschwindigkeit ist eine unglückliche Formulierung.


Bin ich mir nicht sicher. Denn...

Damit ist ziemlich sicher gemeint dass die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten der SFS im Schnitt 250 bis 350 km/h betragen sollen. Und natürlich sollen die genannten Städte komplett mit solchen SFS verbunden werden.


Paris-Berlin ist 1050 km (wegen Brüssel vermutlich 1100 km). Artikel:

Die Rede ist zudem von der Einrichtung eines sogenannten „Ultra-Rapid-Zugs“, der mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 250 bis 350 km/h die Metropolen verbinden könne. Durch den Schnellzug würde sich aus Sicht der DFPV zudem die Fahrzeit zwischen den beiden Hauptstädten auf rund vier Stunden halbieren.

Damit man 1100 km in 4 Stunden schafft, sind mindestens 250 km/h vdurch nötig, dazu eine wesentlich höhere vmax.

1. Rennbahn Ath-Waterloo-Waver-Borgworm. Also an Brüssel vorbei. Damit Belgien auch etwas von der Strecke hat, Halt in Lüttich. Paris-Brüssel -> Thalys, und Brüssel-Berlin -> ICE International.

2. Rennbahn Hergenrath-"Düren Ost". Ergibt Lüttich-Köln nonstop. Das wird Aachen vermutlich nicht genehmigen; die Stadt präsentiert sich als international wegen Dreiländereck.
Kontra-Argument:
Aachen-Paris -> Thalys
Aachen-Brüssel -> stündlich IC200 der NMBS (beginnt in Köln, mit Halt in Düren)
Aachen-Eindhoven -> IC200 der NS (mit DE-Paket)
Aachen-Berlin -> ICE International

3. Rhein-Ruhr/Sieg lässt sich nicht sinnvoll umfahren. Bei Köln-Hamm ist wohl nicht mehr als 200 km/h drin. Zudem sind die dortigen Städte zu wichtig und zu dicht aufeinander.

4. Rennbahn Hamm-Hannover-Wolfsburg. An Hannover wird man vermutlich nicht vorbei kommen. An Bielefeld und Hamm vielleicht (ggf. Bedienung Bielefeld und Hamm abwechselnd). Umfahrung Wolfsburg durfte auch schwer werden.

Für mich zeigt das nur dass die Autoren eben sich der Themen Umfahrungen, Bahnhofsdurchfahrten und Zwischenhalte und vielleicht noch bedeutender innerstädtische Zufahrtstrecken zu Bahnhöfen nicht wirklich bewusst sind.

Absolut lächerlich

Lumi25, Freitag, 12.02.2021, 01:43 (vor 24 Tagen) @ MartinN

Man schaue sich mal an, was im Rahmen des Deutschland-Taktes zwischen Berlin und Köln geplant ist. Um überhaupt nahe an den 3 1/2 Stunden ranzukommen muss von Hamm nach Köln schon die Strecke über Hagen-Wuppertal nutzen, welche zwar schneller aber für Geschäftsreisende als Ziel eher unbedeutender als Düsseldorf, Essen oder Dortmund ist.

Um so etwas aufziehen zu können benötigt man ein Netz welches flexibel von HGV-Zügen genutzt werden kann. Also durchgehend mit Umfahrungen und entsprechenden Anbindungen an die Strecke.

In Frankreich geht die LGV auch an größeren Städten wie Lyon vorbei und selbst Paris hat so was. Man stelle sich jetzt mal eine Umfahrung von Hannover vor. Der Aufschrei wäre gigantisch.

Bei Mannheim sowie Ulm hätte man die Möglichkeit gehabt Umfahrungen zu verwirklichen stattdessen müssen die Sprinter ohne Halt durch die Knoten fahren wie das in Fulda der Fall ist. Klar kann man nachsteuern aber das kostet richtig Geld.

Absolut lächerlich

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Freitag, 12.02.2021, 02:54 (vor 24 Tagen) @ Lumi25

Um überhaupt nahe an den 3 1/2 Stunden ranzukommen muss von Hamm nach Köln schon die Strecke über Hagen-Wuppertal nutzen, welche zwar schneller aber für Geschäftsreisende als Ziel eher unbedeutender als Düsseldorf, Essen oder Dortmund ist.

Also (räusper), die Grundidee des Ultra ist ganz sicher nicht, daß der wie jeder kleinkrümelige ICE die klassische Städtekette Dortmund - Essen - Düsseldorf - Köln abklappert. Der Zug soll nach dieser Idee auf Geschwindigkeit und möglichst kurze Reisezeiten kommen und dazu ist es notwendig, daß er nach Ausfahrt Berlin so schnell wie möglich aus Deutschland rausgeschleust wird, um dann für die Restetappe mal ein längeres Stück aufdrehen zu können. Was sollte sich dieser Zug auf das in Fahrplanangelegenheiten Moor-sumpfige NRW-Minengebiet zubewegen? Den NRW-RE-plus können weiterhin von Regionalbahnen umtanzte Thalys und ICE spielen.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Rennbahnen bitte nur dort, wo Platz besteht.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 12.02.2021, 13:34 (vor 23 Tagen) @ Lumi25

Lumi25:

Man schaue sich mal an, was im Rahmen des Deutschland-Taktes zwischen Berlin und Köln geplant ist. Um überhaupt nahe an den 3 1/2 Stunden ranzukommen muss von Hamm nach Köln schon die Strecke über Hagen-Wuppertal nutzen, welche zwar schneller aber für Geschäftsreisende als Ziel eher unbedeutender als Düsseldorf, Essen oder Dortmund ist.

Um so etwas aufziehen zu können benötigt man ein Netz welches flexibel von HGV-Zügen genutzt werden kann. Also durchgehend mit Umfahrungen und entsprechenden Anbindungen an die Strecke.

Zudem muss man Platz haben, solche Strecken zu bauen.
Bei uns in NL hat das mit Schiphol-Rotterdam einigermassen geklappt. Aber:

a. Das sind dann auch nur 40-45 km.
b. Abgehängt wurden Leiden, Den Haag, Delft und Schiedam. Das steht in keinem Verhältnis zu Dortmund, Bochum, Essen, Duisburg, Düsseldorf.
c. Die 40-45 km befinden sich in einem relativen Niemandsland. Nichtdestotrotz musste man einen 8 km Bohrtunnel erstellen, damit man einen Naturschutzgebiet schonen konnte. Zudem musste eine Tieflage gebaut werden wegen Berkel-Rodenrijs (lediglich 30.000 Einw.).

Ich war schon öfters in Rhein-Ruhr-Sieg und weiss bisher nicht, wo man eine Rennbahn Köln-Hamm bauen könnte.
Leider sind wir nicht in China, wo man Rennbahnen rücksichtslos trassiert.

In Frankreich geht die LGV auch an größeren Städten wie Lyon vorbei und selbst Paris hat so was. Man stelle sich jetzt mal eine Umfahrung von Hannover vor. Der Aufschrei wäre gigantisch.

Lyon hat eigene Züge nach Paris, also braucht man Marseille damit nicht zu belästigen.
Das wäre in Deutschland nicht machbar, dafür ist das Land zu dezentral besiedelt.

Dennoch ist Siedlungsstruktur alleine nicht der Grund. In Italien gibt es Züge Mailand-Rom nonstop, solche mit Halt in Bologna und Florenz und auch noch solche mit noch mehr Halten. Dazu auch noch solche die nicht in den Hauptbahnhöfen halten, sondern am Stadtrand (Roma Tiburtina, Napoli Afragola). Und alle befahren dieselbe Rennbahn.

Bei Mannheim sowie Ulm hätte man die Möglichkeit gehabt Umfahrungen zu verwirklichen stattdessen müssen die Sprinter ohne Halt durch die Knoten fahren wie das in Fulda der Fall ist. Klar kann man nachsteuern aber das kostet richtig Geld.

Liegt am System ICE. Das ist bestenfalls "higher speed", nicht "high speed". Knotenfunktion ist wichtiger.
Bei uns bin ich vermutlich auch der einzige der an eine Rennbahn Amsterdam-Eindhoven (120 km) denkt, damit Eindhoven, Helmond, Venlo, Weert, Roermond, Sittard, Maastricht und Heerlen 25 Minuten näher (0:45 statt 1:10) zu Amsterdam kommen. Die Knotenfunktion von Utrecht und Den Bosch ist dafür viel zu wichtig. Auch in Arnhem, Nijmegen und Tilburg möchte man gerne schnell nach Amsterdam kommen; zudem möchte man nicht nur nach Amsterdam, sondern auch nach Den Haag, Rotterdam, usw.

Alibizugpaar:

Also (räusper), die Grundidee des Ultra ist ganz sicher nicht, daß der wie jeder kleinkrümelige ICE die klassische Städtekette Dortmund - Essen - Düsseldorf - Köln abklappert.

Grundidee wohl nicht, aber welche Alternative hat man?

Der Zug soll nach dieser Idee auf Geschwindigkeit und möglichst kurze Reisezeiten kommen und dazu ist es notwendig, daß er nach Ausfahrt Berlin so schnell wie möglich aus Deutschland rausgeschleust wird, um dann für die Restetappe mal ein längeres Stück aufdrehen zu können.

Wie ich auch Lumi25 schon fragte: wo soll die Alternative zur Strecke DO-BO-E-DU-D-K entstehen?
Ich verstehe dass man für die 4h-Fahrt irgendwo Zeit gewinnen muss, aber dann doch am liebsten dort, wo es am einfachsten machbar ist. Und das ist nicht in dichtbesiedeltem Gebiet. Bei uns ist der Thalys trotz HSL-Zuid auch nicht wesentlich schneller zwischen Schiphol-Rotterdam unterwegs als der Inlands-IC.
Deswegen auch mein Vorschlag, in Belgien eine Art "Interconnection" der Rennbahnen Brüssel-Lüttich und Brüssel-Paris zu bauen. Also an Brüssel vorbei; Brüssel hat eigene Züge nach Amsterdam, London, Paris, Köln und Berlin (neu: ICE International oder verlängerter e320). Die Besiedlung in der belgischen Pampa durfte geringer sein als die von Rhein-Ruhr-Sieg, und die Auslastung der Strecken kann man dadurch verbessern, dass dort nachts Cargos verkehren dürfen.

In Belgien wurde Brüssel-Antwerpen auch nicht für Highspeed gebaut. Dort bummelt der Thalys auch zwischen den "IC"s. Antwerpen-Rotterdam kann er wieder ordentlich Gas geben.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Rennbahnen bitte nur dort, wo Platz besteht.

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Freitag, 12.02.2021, 17:52 (vor 23 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von Alibizugpaar, Freitag, 12.02.2021, 17:53

Grundidee wohl nicht, aber welche Alternative hat man?

Ich würde sagen notfalls einfach durchfahren. Ein Kampf um jede Minute. 10x irgendwo durchfahren statt zu halten bringt schon an die 30 Minuten. Mehr kann NRW nicht bieten. Die Aufgabe des Ultra ist es ja nicht die Leute an jedem heutigen Fernbahnhof einzusammeln, sondern Paris und Berlin möglichst kurz anzubinden. Kandidaten wie Wolfsburg, Bielefeld oder Duisburg haben doch ihre ICE, die will denen keiner wegnehmen. Sieht doch recht gut aus, so eine Durchfahrt...

https://www.youtube.com/watch?v=E0FcSw4XYME


Wie ich auch Lumi25 schon fragte: wo soll die Alternative zur Strecke DO-BO-E-DU-D-K entstehen?

Da würde ich sagen gar nicht erst durch NRW fahren zu wollen, weil jeder schnelle Zug in NRW wieder mindestens 13,4 Regiotrassen kaputt macht. Ich hatte bereits angedeutet, daß man Paris - Berlin auch über Frankfurt/M denken könnte. Frankfurt/M Hbf (tief) könnte evtl. der einzige Zwischenhalt sein und irgendwann in 50 Jahren wird man auch die Schnellfahrstrecken Karlsruhe - Frankfurt / Frankfurt - Eisenach (oder wie weit die gehen soll) fertig haben. Alles, nur nicht NRW. NRW kann nichts vertragen außer normalen ICE, THA und IC und man wird auch in 100 Jahren noch knapp 2 Stunden von Bonn bis Münster benötigen.

Eine Diskussion um NRW-Bypasstrassen hatte ich schon drei, viermal anstoßen wollen. Da hatte aber wohl keiner Ideen zu, ist zumindest jedesmal im Sande verlaufen. Auch weil die Politik das nicht diskutiert. Da wird auch nichts kommen wenn man schon sieht, wie lange man hier in Köln für eine komplette Neuausrichtung der Bahnhöfe Deutz und Süd braucht. Da hat sich in den letzten 25 Jahren nichts getan.

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Gruß, Olaf

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Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 15.02.2021, 10:06 (vor 20 Tagen) @ Alibizugpaar

Hallo Alibizugpaar,

Ich würde sagen notfalls einfach durchfahren. Ein Kampf um jede Minute. 10x irgendwo durchfahren statt zu halten bringt schon an die 30 Minuten. Mehr kann NRW nicht bieten.

Brutto sind es vielleicht 30 Minuten. Leider muss unser Ultra-HGV-Zug zur Zeit die Fahrbahn mit langsameren Zügen teilen. Also müssen zumindest Überholmöglichkeiten dazu. Ob HGV-Streckenanteilen Sinn machen, bin ich mir nicht sicher, denn...

Die Aufgabe des Ultra ist es ja nicht die Leute an jedem heutigen Fernbahnhof einzusammeln, sondern Paris und Berlin möglichst kurz anzubinden.

...die Frage ist erstens, wieviel Nachfrage für Paris-Berlin besteht.
Zwischen Paris-Marseille wurde eine durchgehende Rennbahn gebaut, an Lyon, Valence und Avignon vorbei. Die Strecke konnte man gut auslasten, denn von dieser Rennbahn profitierten auch sonstige Relation Paris-Südostfrankreich (Nizza, Perpignan). Zweite Frage ist also, ob man eine durchgehende Rennbahn Paris-Berlin mit weiteren Verbindungen auslasten kann. Herausforderung ist hier vor allem der grenzüberschreitende Abschnitt.

Sieht doch recht gut aus, so eine Durchfahrt...

Ich messe 9 Sekunden bis der Zug eine Stelle vorbeigefahren ist. Der Thalys ist ein 200 m Zug.
Ergibt 80 km/h.
Zwar besser als 0 km/h, aber nicht so gut wie 300-320 km/h, wie der Fall in Lyon oder Zaragoza.
Aber wie gesagt, für 300 km/h Umfahrungen muss es Platz geben (zudem politische Wille, solche Umfahrungen zu bauen).

Ich hatte bereits angedeutet, daß man Paris - Berlin auch über Frankfurt/M denken könnte. Frankfurt/M Hbf (tief) könnte evtl. der einzige Zwischenhalt sein und irgendwann in 50 Jahren wird man auch die Schnellfahrstrecken Karlsruhe - Frankfurt / Frankfurt - Eisenach (oder wie weit die gehen soll) fertig haben.

An eine Streckenführung via Frankfurt habe ich auch noch gedacht. Nun muss zwischen Karlsruhe-Erfurt noch ganz viel verbaut werden, und die vorgeschlagene Rennbahn Mannheim-Frankfurt ist auch nur suboptimal.


gruß,

Oscar (NL).

--
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Neue Strecken hängt niemanden ab

flierfy, Samstag, 13.02.2021, 14:03 (vor 22 Tagen) @ Oscar (NL)

b. Abgehängt wurden Leiden, Den Haag, Delft und Schiedam. Das steht in keinem Verhältnis zu Dortmund, Bochum, Essen, Duisburg, Düsseldorf.

Eine neue Strecke bindet diese Städte vielleicht nicht an, aber sie hängt sie auch nicht ab. Die bestehenden Strecken mit den bestehenden Verkehrslinien bleiben schliesslich erhalten.

Rennbahnen bitte nur dort, wo Platz besteht.

Splittergattung, Samstag, 13.02.2021, 20:19 (vor 22 Tagen) @ Oscar (NL)

Ich war schon öfters in Rhein-Ruhr-Sieg und weiss bisher nicht, wo man eine Rennbahn Köln-Hamm bauen könnte.
Leider sind wir nicht in China, wo man Rennbahnen rücksichtslos trassiert.

Eine Möglichkeit fiele mir noch ein, nämlich einmal ganz außenrum, möglichst luftliniennah, grob orientiert am Verlauf der Autobahnen:

- Bis Leverkusen-Schlebusch auf der Bestandsstrecke Köln-Wuppertal
- dann in Trassenbündelung neben der A 1 her bis ungefähr Remscheid-Lennep
- da dann die Autobahn verlassen und weiter geradeaus nach Nordosten, südöstlich an Ennepetal vorbei, zwischen Hagen und Iserlohn durch
- südöstlich an Schwerte, Holzwickede und Unna vorbei
- dann Trassenbündelung mit der A 2 von etwa Rhynern/Uentrop bis Beckum
- zwischen Bf Neubeckum und Oelde Einfädelung in die Bestandsstrecke Richtung Bielefeld (die ja eh ausgebaut werden soll)

Hat nur einen Nachteil: Man müsste von Leverkusen bis etwa Schwerte eine Achterbahn durchs Bergische Land bauen, die der KRM in nichts nachstünde ;-)

Allerdings könnte man dann gleich noch eine Ausschleifungen nach Remscheid und einen Abzweig nach Hagen bauen, dazu eine Querspange von der B 1 östlich Unna nach Bönen, und da zwei schnelle RE Köln - Remscheid - Hagen - Dortmund und Köln - Remscheid - Hamm - Münster langschicken, und ICE-Sprinter Köln-Berlin könnten die Strecke auch mitbenutzen, wenn sie nicht in Wuppertal halten müssen. Profiteur davon wäre vor allem Remscheid, Verlierer Wuppertal und Hagen.

Aber das wird wohl keiner von uns mehr erleben, allein schon wegen der Baukosten für so einen Trassenverlauf...

Frag die Grünen.

ktmb, iOS, Montag, 15.02.2021, 10:30 (vor 20 Tagen) @ Oscar (NL)

Die kennen sich bei so etwas aus. #A49
Für Auto(w)ahnen gibt es immer Platz. Warum ist das bei Bahnstrecken nicht so?

--
STAY home. STOP the spread. SAVE lives.

"Gumpiger" Donnerstag

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Freitag, 12.02.2021, 02:02 (vor 24 Tagen) @ MartinN

Die Rede ist zudem von der Einrichtung eines sogenannten „Ultra-Rapid-Zugs“, der mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 250 bis 350 km/h die Metropolen verbinden könne. Durch den Schnellzug würde sich aus Sicht der DFPV zudem die Fahrzeit zwischen den beiden Hauptstädten auf rund vier Stunden halbieren. (...) Ausbau des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs.


Es freut mich, dass die DFPV und die Lok-Report Redaktion trotz Corona in bester Fasnets-Laune sind. In diesem Sinn: "AHA!" :)

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

...nur mit komplett autarken HGV-Trasssen möglich

atzkowski, Berlin, Freitag, 12.02.2021, 11:13 (vor 23 Tagen) @ MartinN

...wie in Japan oder China.

Ultra-Rapid-Zug Paris-Berlin

brandenburger, Perleberg, Samstag, 13.02.2021, 17:48 (vor 22 Tagen) @ MartinN
bearbeitet von brandenburger, Samstag, 13.02.2021, 17:49

„Eine attraktive und umweltschonende Verbindung zwischen Berlin und Paris würde sich somit als konkurrenzfähige Alternative zum Flugzeug und der Straße etablieren“, heißt es in dem Beschluss.

Ich bin selbstverständlich einverstanden mit jeder Verbesserung des Angebotes. Aber die Reihenfolge darf nicht sein, dass zuerst eine konkurrenzfähige Alternative bestehen muss, bevor man das Fliegen unterlässt!

So viel Zeit, den Klimaschutz aufzuschieben, hat die Erde nicht mehr. Zumal einmal umsteigen in Köln, Frankfurt oder Mannheim (oder frühmorgens in Offenburg und Straßburg) nicht wirklich zu viel verlangt ist.

Ultra-Rapid-Zug Paris-Berlin

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 15.02.2021, 10:23 (vor 20 Tagen) @ brandenburger

„Eine attraktive und umweltschonende Verbindung zwischen Berlin und Paris würde sich somit als konkurrenzfähige Alternative zum Flugzeug und der Straße etablieren“, heißt es in dem Beschluss.


Ich bin selbstverständlich einverstanden mit jeder Verbesserung des Angebotes. Aber die Reihenfolge darf nicht sein, dass zuerst eine konkurrenzfähige Alternative bestehen muss, bevor man das Fliegen unterlässt!

Besagte Reihenfolge darf theoretisch nicht sein, ist es in der harten Praxis aber doch.
Recht oft lese ich: "Ich bin bereit, Bahn zu fahren statt zu fliegen, aber dann muss das Bahnangebot gut sein."
Na gut, so schnell und so billig wie der Flieger wird es vermutlich keine einzige Bahn hinkriegen.

So viel Zeit, den Klimaschutz aufzuschieben, hat die Erde nicht mehr. Zumal einmal umsteigen in Köln, Frankfurt oder Mannheim (oder frühmorgens in Offenburg und Straßburg) nicht wirklich zu viel verlangt ist.

Mehr noch soll ein Umdenken stattfinden.
Aus einem "as fast as possible" soll ein "as fast as needed" werden.
Leider hängt an unserem Planeten keine Preisangabe = Umweltschäden werden nicht im Flugticket verrechnet. Gut, dafür kann der Fluggast seine Umweltbelastung "grün waschen" (greenseat, treesfortravel usw.) aber das ist von der Wille des Menschen abhängig.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Ultra-Rapid-Zug Paris-Berlin

brandenburger, Perleberg, Montag, 15.02.2021, 11:24 (vor 20 Tagen) @ Oscar (NL)

Besagte Reihenfolge darf theoretisch nicht sein, ist es in der harten Praxis aber doch.
Recht oft lese ich: "Ich bin bereit, Bahn zu fahren statt zu fliegen, aber dann muss das Bahnangebot gut sein."
Na gut, so schnell und so billig wie der Flieger wird es vermutlich keine einzige Bahn hinkriegen.
Mehr noch soll ein Umdenken stattfinden.
Aus einem "as fast as possible" soll ein "as fast as needed" werden.

Ja, natürlich. Wenn es um weniger ginge als um unsere Lebensgrundlage, könnte man in Ruhe abwarten, dass die Menschen von sich aus umdenken.

Hier ist aber die Politik gefragt, zu gestalten. Ja, auch durch drastische Verteuerungen und/oder, Achtung böses Wort, Verbote.

Es wäre ja auch nicht vernünftig, allein darauf zu vertrauen, dass Autofahrer aus eigenem Antrieb in Wohngebieten oder vor Schulen 30 km/h oder langsamer fahren, da braucht es klare Regeln.

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