Geschlechtsneutrale Ansprache beim Fahrkartenkauf ... (Fahrkarten, Angebote und Tarife)

Sportdiesel612, Donnerstag, 03.12.2020, 12:22 (vor 50 Tagen)
bearbeitet von Sportdiesel612, Donnerstag, 03.12.2020, 12:23

... erforderlich.

Diese Meldung von dpa geistert jetzt über die verschiedenen Newsticker. Dazu gibt es ein aktuelles Urteil eines Landgerichts.

Ist nur eine Frage der Zeit, bis auch im Büro "Sehr geehrte Damen und Herren" ausstirbt.

"Das beklagte Unternehmen könne eine andere Grußformel wie "Guten Tag" nutzen oder auf eine geschlechtsspezifische Ansprache ganz verzichten."

Das hole ich jetzt nach: "Guten Tag Forum, ..."

und ganz wichtig: "Einen Anspruch auf Entschädigung wegen der Diskriminierung verneinte das Gericht aber, da ..."

Ist also nix mit Fahrgastrechten.

jetzt drehen alle durch... dieser Genderkram so unnötig...

gbstngrtz, Donnerstag, 03.12.2020, 13:47 (vor 50 Tagen) @ Sportdiesel612

- kein Text -

jetzt drehen alle durch... dieser Genderkram so unnötig...

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 03.12.2020, 14:13 (vor 50 Tagen) @ gbstngrtz

...finden weisse cis-Männer genau so lange, bis sie mal als "Frau" angesprochen werden.

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Weg mit dem 4744!

jetzt drehen alle durch... dieser Genderkram so unnötig...

GibmirZucker, Göding, Donnerstag, 03.12.2020, 14:39 (vor 50 Tagen) @ JeDi

Ich werde in geschäftlicher Korrespondenz in zehn Prozent der Fälle mit "Frau" angesprochen. Na und? Ich gehe deshalb weder weinen noch vor Gericht.

jetzt drehen alle durch... dieser Genderkram so unnötig...

Ösi, Donnerstag, 03.12.2020, 14:50 (vor 50 Tagen) @ JeDi

Da du speziell von "weißen cis-Männern" gesprochen hast, würde mich interessieren, ob du Statistiken darüber hast, dass es schwarze Transmänner weniger stört, als "Frau" angesprochen zu werden.

Ansonsten: Ich habe als "weißer cis-Mann" einen eher seltenen Vornamen, der von beiden Geschlechtern getragen wird, in anderen Sprachräumen sogar überwiegend von Frauen. Erst vor fünf Minuten wurde ich am Telefon nach der Frau <mein Nachname> gefragt, das war wohl irgendwo falsch hinterlegt. Das ließ sich aber mit einem Satz klären, ganz ohne Klage.

jetzt drehen alle durch... dieser Genderkram so unnötig...

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 03.12.2020, 15:00 (vor 50 Tagen) @ Ösi

Das ließ sich aber mit einem Satz klären, ganz ohne Klage.

Liess es sich bei der DB offenbar nicht. Selbst auf die Antwort, dass sie jemand ansprechen, begann mit einer falschen Anrede. Schlussendlich bekommst du dann einen Textbaustein, dass das ja alles noch neu sei (Menschen ohne Geschlechtseintrag gibt es seit über 7 Jahren) und man nicht so weit sei. Andere Divisionen (zum Beispiel das Servicecenter Fahrgastrechte) kriegen die Geschlechtsneutrale Anrede ja auch hin.

Schlussendlich hast du aber völlig Recht: der Witz ist, dass eins überhaupt Klagen muss, um korrekt angesprochen zu werden.

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Weg mit dem 4744!

jetzt drehen alle durch... dieser Genderkram so unnötig...

GibmirZucker, Göding, Donnerstag, 03.12.2020, 16:06 (vor 50 Tagen) @ Ösi

Lustig wie die Überkorrekten zur ihre Menschenbilder zum besten geben. Es geht um geschlechtliche Identität und aus dem nichts kommt die Hautfarbe zur Sprache. Als würden sich weiße cis-Männer von cis-PoC unterscheiden. Das hat gerade eine doppelt rassistisch Konnotation:
1. cis-Männer, im Sinne der pejorativen Bezeichnung sind "Weiße"
2. PoC sind eh eine Minderheit, also ist ihre sexuelle Diversität unerheblich.

Ja, als böser machohafter weißer cis-Mann (ey Mädels im Forum, über das Briefsymbol könnt Ihr mir private Nachrichten schicken!) bin ich eh auf der Abschussliste.

jetzt drehen alle durch... dieser Genderkram so unnötig...

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 03.12.2020, 18:27 (vor 50 Tagen) @ GibmirZucker

Lustig wie die Überkorrekten zur ihre Menschenbilder zum besten geben. Es geht um geschlechtliche Identität und aus dem nichts kommt die Hautfarbe zur Sprache. Als würden sich weiße cis-Männer von cis-PoC unterscheiden. Das hat gerade eine doppelt rassistisch Konnotation:
1. cis-Männer, im Sinne der pejorativen Bezeichnung sind "Weiße"
2. PoC sind eh eine Minderheit, also ist ihre sexuelle Diversität unerheblich.

Ich hätte korrekterweise „nicht-marginalisierte Personen“ schreiben sollen. Im Endeffekt kommts in der Sache aber aufs gleiche raus.

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Ösi, Freitag, 04.12.2020, 09:20 (vor 49 Tagen) @ JeDi

Nein, tut es nicht. Diese Verwendung von "weiß" stammt aus den USA, in denen die ethnischen Konfliktlinien tatsächlich entlang der Hautfarben (weiß, schwarz, Asiaten, ...) verlaufen.

Wir sind hier aber in Europa, und die Konfliktlinien verlaufen anhand anderer Kriterien, wie man zum Beispiel am Ukraine-Konflikt oder an den Konflikten im ehemaligen Jugoslawien sieht. Vom Anschauen kann man keinen Ukrainer von einem Russen oder einen Serben von einem Bosnier unterscheiden.

Das führt dann zu skurrilen Blüten, wie dass amerikanische "white supremacists" beim Ukraine-Konflikt auf beiden Seiten gekämpft haben, sind ja beides Weiße und daher potenziell die Guten.

Wer solche Formulierungen in einem europäischen Kontext gebraucht, zeigt damit nur, dass er Konzepte aus den USA 1:1 übernimmt, ohne zu reflektieren, ob sie hier überhaupt zutreffen.

(Abgesehen davon, dass es einen Transmann wohl wesentlich mehr stört, als "Frau" angesprochen zu werden, weil er dann denkt, dass er offenbar nicht als "echter" Mann angesehen wird, während der Cismann es als Fehler sieht und einfach korrigiert. Aber auf solche Details zu kommen, verlangt auch Reflexion.)

jetzt drehen alle durch... dieser Genderkram so unnötig...

Paladin, Hansestadt Rostock / Stralsund, Freitag, 04.12.2020, 10:53 (vor 49 Tagen) @ Ösi

Nein, tut es nicht. Diese Verwendung von "weiß" stammt aus den USA, in denen die ethnischen Konfliktlinien tatsächlich entlang der Hautfarben (weiß, schwarz, Asiaten, ...) verlaufen.

Wir sind hier aber in Europa, und die Konfliktlinien verlaufen anhand anderer Kriterien, wie man zum Beispiel am Ukraine-Konflikt oder an den Konflikten im ehemaligen Jugoslawien sieht. Vom Anschauen kann man keinen Ukrainer von einem Russen oder einen Serben von einem Bosnier unterscheiden.

Rassismus ist leider Gottes auch in Deutschland weit verbreitet.

Wer solche Formulierungen in einem europäischen Kontext gebraucht, zeigt damit nur, dass er Konzepte aus den USA 1:1 übernimmt, ohne zu reflektieren, ob sie hier überhaupt zutreffen.

Naja, nö. Auch in Europa wird viel anhand der Hautfarbe diskriminiert. Ist traurig, aber noch die Realität. Schwankt lokal sicher mehr oder weniger, aber definitiv weit verbreitet.

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Ösi, Freitag, 04.12.2020, 11:05 (vor 49 Tagen) @ Paladin

Der Großteil des Rassismus in Deutschland und Europa ist allerdings zwischen Personen, die in den USA alle als "weiß" gelten würden. Deswegen macht es wenig Sinn, solche Kriterien hier einzuführen.

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Paladin, Hansestadt Rostock / Stralsund, Freitag, 04.12.2020, 12:54 (vor 49 Tagen) @ Ösi

Der Großteil des Rassismus in Deutschland und Europa ist allerdings zwischen Personen, die in den USA alle als "weiß" gelten würden. Deswegen macht es wenig Sinn, solche Kriterien hier einzuführen.

Das ist mir zu stark pauschalisiert. Frag mal die türkischen und arabischen Mitbürger in Deutschland, oder die arabisch- oder afrikanischen in Frankreich ...

jetzt drehen alle durch... dieser Genderkram so unnötig...

Ösi, Freitag, 04.12.2020, 13:16 (vor 49 Tagen) @ Paladin

Frag mal die türkischen und arabischen Mitbürger in Deutschland, oder die arabisch- oder afrikanischen in Frankreich ...

Ein Türke, Nordafrikaner oder Araber würde bei der amerikanischen Volkszählung "weiß" ankreuzen.

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GibmirZucker, Göding, Freitag, 04.12.2020, 14:21 (vor 49 Tagen) @ Ösi

Und da wird es uncool. Entweder wird man bei den Amis negativ oder positiv diskriminiert. Wie die Unterlagen der Volkszählung aussehen, weiß ich nicht. Aber man stellt sich vor, bei der Bewerbung im einen Studienplatz müsste man u Europa angeben, ob man Schwarz, Kaukasier, Asiate oder Eingeboren ist. Das würde man zu Recht als rassistisch empfinden. Aber nein, die Amis teilen sie Leute nach Herkunft ein (auch wenn die Einwanderung schon 300 Jahre zurück liegt) und glauben die Welt missionieren zu müssen, was gegen Diskriminierung getan werden muss.

jetzt drehen alle durch... dieser Genderkram so unnötig...

JeDi, überall und nirgendwo, Freitag, 04.12.2020, 11:42 (vor 49 Tagen) @ Ösi

Wer solche Formulierungen in einem europäischen Kontext gebraucht, zeigt damit nur, dass er Konzepte aus den USA 1:1 übernimmt, ohne zu reflektieren, ob sie hier überhaupt zutreffen.

Wie gesagt, es ging mir im wesentlichen um Personen, die zum nicht strukturell diskriminiert werden. Dass ich dafür selber in die Kiste der Stereotypen gegriffen habe (die natürlich nie perfekt passen) ist natürlich ein grundsätzlicher Fehler.

(Abgesehen davon, dass es einen Transmann wohl wesentlich mehr stört, als "Frau" angesprochen zu werden, weil er dann denkt, dass er offenbar nicht als "echter" Mann angesehen wird, während der Cismann es als Fehler sieht und einfach korrigiert. Aber auf solche Details zu kommen, verlangt auch Reflexion.)

Sicherlich - zumal trans Personen auch oft genug aus Böswilligkeit mit falschen Anreden oder Pronomen angesprochen werden, was mutmaßlich dünnhäutig macht. Mit deswegen aber mangelnde Reflexion zumindest implizit zu unterstellen finde ich aber etwas daneben.

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jetzt drehen alle durch... dieser Genderkram so unnötig...

Ösi, Freitag, 04.12.2020, 12:42 (vor 49 Tagen) @ JeDi

Wie gesagt, es ging mir im wesentlichen um Personen, die zum nicht strukturell diskriminiert werden.

Und das auf "weiße Cis-Männer" zu reduzieren, macht in Deutschland wenig Sinn. Ich würde sagen, ein Großteil der Randgruppen der Gesellschaft besteht hier aus "weißen Cis-Männern".

Mit deswegen aber mangelnde Reflexion zumindest implizit zu unterstellen finde ich aber etwas daneben.

Nein, ich finde das genau passend. Du hast Stereotypen übernommen, ohne auch nur einen Gedanken darauf zu verschwenden, ob sie überhaupt Sinn ergeben. Im Endeffekt ist das dieselbe Denkweise wie "Schwarzer im Park? Muss ein Drogendealer sein."

passiert regelmäßig und ist mir total egal

Galibier96, Hannover, Donnerstag, 03.12.2020, 16:16 (vor 50 Tagen) @ JeDi

- kein Text -

so ein Blödsinn

MvG, Donnerstag, 03.12.2020, 20:52 (vor 50 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von MvG, Donnerstag, 03.12.2020, 20:53

Was soll eigentlich "cis" sein? Und was hat die Hautfarbe damit zu tun? Viele Männer der nicht-weißen Personengruppen hätten damit wesentlich größere Probleme. Im Gegensatz zu den meisten "weißen" Männern die ich so kenne. Aber hauptsache gedankenlos irgendwelches aus dem Zusammenhang gerissenes Zeug nachplappern, weil's grad irgendwie nach der Mehrheitsmeinung klingt.

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Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der ICE 4-Sitz ersetzt werden muss!

CIS

IC Königssee, Donnerstag, 03.12.2020, 21:36 (vor 49 Tagen) @ MvG

CIS = cisalpino, ein Gemeinschaftsunternehmen der SSB und trenitalia fuer die Verbindungen zwischen CH und IT :)

Um mal etwas Bahnbezug herzustellen...

CIS

platz42, Donnerstag, 03.12.2020, 22:07 (vor 49 Tagen) @ IC Königssee

Höchste Eisenbahn
- für den Bahnbezug.

CIS

GibmirZucker, Göding, Donnerstag, 03.12.2020, 22:18 (vor 49 Tagen) @ platz42

Logische Interpretation:
CIS-Mann, gleich Mann der zu spät kommt und dem auf halben Weg die Puste ausgeht.

Also bitte!

Christian_S, Freitag, 04.12.2020, 09:06 (vor 49 Tagen) @ GibmirZucker

Logische Interpretation:
CIS-Mann, gleich Mann der zu spät kommt und dem auf halben Weg die Puste ausgeht.

Also bitte! Bin früher oft mit dem CIS gefahren auf verschiedenen Abschnitten zwischen Stuttgart und Arth-Goldau und bin immer angekommen! Nicht immer ganz pünktlich, aber unterwegs die Puste ausgegangen ist den Zügen bei meinen Fahrten nie :-)

cis vs. trans

JeDi, überall und nirgendwo, Freitag, 04.12.2020, 00:16 (vor 49 Tagen) @ MvG

Was soll eigentlich "cis" sein?

Cis ist das Gegenteil von trans, also sind cis Personen Personen, deren nach der Geburt zugewiesenes Geschlecht mit ihrem tatsächlichen Geschlecht übereinstimmt. Hättest du übrigens innerhalb von wenigen Sekunden mit einer Suchmaschine deiner Wahl in diesem „Internetz“ rausfinden können, anstelle hier alles als Blödsinn zu titulieren.

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Weg mit dem 4744!

+1

sfn17, Samstag, 05.12.2020, 19:24 (vor 48 Tagen) @ JeDi

Ich wundere mich manchmal über das dürftige Wissen um andere Lebenswirklichkeiten. :-/

Cis und trans sind absolut gängige und akzeptierte Vokabeln in solchen Lebensbereichen, die mit Abkürzungen der Art "LGBT..." umschrieben werden.

... wird auch höchste Eisenbahn ...

Der Blaschke, Donnerstag, 03.12.2020, 14:35 (vor 50 Tagen) @ Sportdiesel612

Hey.

Schlimm, dass in vielen Zügen die Zugchefs immer noch von 'Damen und Herren' sprechen. Dass es da noch keine Anweisung der EVU gibt ... - UNVERSTÄNDLICH!!!!


Schöne Grüße von jörg

... wird auch höchste Eisenbahn ...

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 03.12.2020, 15:01 (vor 50 Tagen) @ Der Blaschke

Schlimm, dass in vielen Zügen die Zugchefs immer noch von 'Damen und Herren' sprechen. Dass es da noch keine Anweisung der EVU gibt ... - UNVERSTÄNDLICH!!!!

Nach meiner Kenntnis soll eigentlich von (Fahr)Gästen gesprochen werden.

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... wird auch höchste Eisenbahn ...

VT642, Donnerstag, 03.12.2020, 16:53 (vor 50 Tagen) @ JeDi

Schlimm, dass in vielen Zügen die Zugchefs immer noch von 'Damen und Herren' sprechen. Dass es da noch keine Anweisung der EVU gibt ... - UNVERSTÄNDLICH!!!!


Nach meiner Kenntnis soll eigentlich von (Fahr)Gästen gesprochen werden.

Selbst die TTS-Stimme von Ingo Ruff begrüßt hier die Fahrgäste mit "Meine Damen und Herren, herzlich willkommen im Zug der Westfrankenbahn auf der Fahrt nach XXX"

... wird auch höchste Eisenbahn ...

Reservierungszettel, KDU, Donnerstag, 03.12.2020, 22:39 (vor 49 Tagen) @ JeDi

Schlimm, dass in vielen Zügen die Zugchefs immer noch von 'Damen und Herren' sprechen. Dass es da noch keine Anweisung der EVU gibt ... - UNVERSTÄNDLICH!!!!


Nach meiner Kenntnis soll eigentlich von (Fahr)Gästen gesprochen werden.

In der neusten Version der Bahnansage Texte - das "Bahn-Deutsch" wird Meine Damen und Herren als der Klassiker der immer passt bezeichnet.

Das gilt allerdings für DB Fernverkehr, bei Regionalen EVU gibt es sicher unterschiede.

Vertretbar - ohne Beeinträchtigung. Aber andere Bereiche?

Proeter, Donnerstag, 03.12.2020, 15:17 (vor 50 Tagen) @ Sportdiesel612

Da der Beitrag zu einem (für einige scheinbar unwichtigen Thema) so viele Gegenreaktionen hervorruft, würde ich den Rat geben, sich einfach zurückzulehnen und die Änderung hinzunehmen:

"Das beklagte Unternehmen könne eine andere Grußformel wie "Guten Tag" nutzen oder auf eine geschlechtsspezifische Ansprache ganz verzichten."

Dies ist aus meiner Sicht eine absolut geeignete Weise, denen, die Wert drauf legen, entgegenzukommen ohne andere zu verprellen. Denkt bitte daran, dass ihr (die meisten hier) vmtl. nicht zu der Minderheit gehört, die Wert auf die neutrale Ansprache legt.

Richtig spannend wird das Thema erst dann, wenn man nicht mehr mit einer Formulierungsänderung zurechtkommt: Konkret: Welches der (nur zwei) auswählenbaren Geschlechter geben nicht-binäre Personen bei der Schlafwagenbuchung an?

Vertretbar - ohne Beeinträchtigung. Aber andere Bereiche?

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 03.12.2020, 15:19 (vor 50 Tagen) @ Proeter
bearbeitet von JeDi, Donnerstag, 03.12.2020, 15:21

Richtig spannend wird das Thema erst dann, wenn man nicht mehr mit einer Formulierungsänderung zurechtkommt: Konkret: Welches der (nur zwei) auswählenbaren Geschlechter geben nicht-binäre Personen bei der Schlafwagenbuchung an?

Laut ÖBB sollen die Liegewagen oder Single fahren - obwohl die EPA ja prinzipiell sogar "gemischt" könnte - die Russen machen es vor. Da das ganze ja auch nicht vorbelegt ist, könnte hier zumindest die Option "gemischt" quasi ohne Vorlaufzeit eingeführt werden.

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Schlafwagen und Diverse

Proeter, Donnerstag, 03.12.2020, 15:22 (vor 50 Tagen) @ JeDi

Richtig spannend wird das Thema erst dann, wenn man nicht mehr mit einer Formulierungsänderung zurechtkommt: Konkret: Welches der (nur zwei) auswählenbaren Geschlechter geben nicht-binäre Personen bei der Schlafwagenbuchung an?


Laut ÖBB sollen die Liegewagen oder Single fahren - obwohl die EPA ja prinzipiell sogar "gemischt" könnte - die Russen machen es vor.

Das halte ich für eine nicht hinnehmbare Beeinträchtigung. Wer hat sich denn diese Regel ausgedacht? Das wäre ja sogar eine ganz offene und konkrete Diskrimierung: Du bist divers? Dann ist das Schlafwagen-Doppel /-T3 für dich verboten.

Wo haben die ÖBB das geäußert? Die Antwort hört sich nach einem Social-Media-Schnellschuss an. Da gab es sicherlich entsprechenden Gegenwind.
Hast du noch den Link?

Schlafwagen und Diverse

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 03.12.2020, 18:25 (vor 50 Tagen) @ Proeter

Wo haben die ÖBB das geäußert? Die Antwort hört sich nach einem Social-Media-Schnellschuss an. Da gab es sicherlich entsprechenden Gegenwind.

Ja, das kam per Twitter. Den Link dazu müsste ich raussuchen.

Letztlich gehe ich eh davon aus, dass es spätestens mit den „Schlafkapseln“ eh keine Einzelplatzbuchungen mehr geben wird, und die Abschaffung der selben wohl die Konsequenz aus irgendeinem Vorgehen gegen die ÖBB wäre - daher habe ich das nicht weiterverfolgt.

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Weg mit dem 4744!

Schlafwagen und Diverse

gnampf, Freitag, 04.12.2020, 15:01 (vor 49 Tagen) @ Proeter

Das halte ich für eine nicht hinnehmbare Beeinträchtigung. Wer hat sich denn diese Regel ausgedacht? Das wäre ja sogar eine ganz offene und konkrete Diskrimierung: Du bist divers? Dann ist das Schlafwagen-Doppel /-T3 für dich verboten.

Wie viele Arten soll man denn bei dem begrenzten Angebot angeben? Divers ist ja nur eine Zusammenfassung von allem möglichen was nicht in die beiden "Standardkategorien" passt. Mag der Mann der sich als Frau fühlt dann neben der Frau die sich als Mann fühlt im Abteil liegen? Oder jemand mit Tiergefühlen neben ...?

Wenn überhaupt sollte man einfach jegliche Trennung aufheben. Dann kommen halt alle gemischt ins Abteil. Das Ergebnis ist manchmal womöglich sogar angenehmer als wenn man nur geschlechtsgleiche Personen im Abteil hat. Und wer das nicht will bucht eben Einzel.

Vertretbar - ohne Beeinträchtigung. Aber andere Bereiche?

Sportdiesel612, Donnerstag, 03.12.2020, 17:07 (vor 50 Tagen) @ Proeter

Da der Beitrag zu einem (für einige scheinbar unwichtigen Thema) so viele Gegenreaktionen hervorruft, würde ich den Rat geben, sich einfach zurückzulehnen und die Änderung hinzunehmen:

"Das beklagte Unternehmen könne eine andere Grußformel wie "Guten Tag" nutzen oder auf eine geschlechtsspezifische Ansprache ganz verzichten."


Dies ist aus meiner Sicht eine absolut geeignete Weise, denen, die Wert drauf legen, entgegenzukommen ohne andere zu verprellen. Denkt bitte daran, dass ihr (die meisten hier) vmtl. nicht zu der Minderheit gehört, die Wert auf die neutrale Ansprache legt.

Richtig spannend wird das Thema erst dann, wenn man nicht mehr mit einer Formulierungsänderung zurechtkommt: Konkret: Welches der (nur zwei) auswählenbaren Geschlechter geben nicht-binäre Personen bei der Schlafwagenbuchung an?

Jo, das erste sehe ich auch so. Einfach neutral formulieren und das Thema ist erledigt. Das schafft jede Personalabteilung. Gesellschaft & Sprache verändern sich über die Jahre. Früher hätte man noch für den Adel extra Anreden einführen müssen. Oder noch früher für mit & ohne Bürgerrechte. Vor Jahrzehnten Colored oder White in US, ZA.

Schlafwagenbuchungen können noch komplizierter gemacht werden. Sollte da nicht nur das Geschlecht, sondern auch die sexuelle Orientierung berücksichtigt werden?

Keiner ist betroffen und trotzdem dagegen?

Siggis Malz, Donnerstag, 03.12.2020, 16:54 (vor 50 Tagen) @ Sportdiesel612

Ich werds nie verstehen, eine Minderheit fordert eine Gleichbehandlung mit der niemand anderes schlechter gestellt wird. Es ist ein leichtes auf alte binäre Gewohnheiten zu verzichten (womit nicht gesagt ist, dass es mal schlimm ist, wenn jemand aus versehen "Meine Damen und Herren" sagt).
Es geht ja um eine Entwicklung.
Wo liegt euer Problem? Passts nicht ins Weltbild? Ists nicht wie schon seit 100 Jahren?

Nochmal, es gibt für niemanden eine Verschlechterung, für einige (und wenns wenige sind) eine bessere Inklusion und Sichtbarkeit.
(m/w/d) tut doch auch keinem weh bei den Stellenanzeigen.
Pareto würde euch jedenfalls schräg anschauen, bei solchen Maßnahmen dagegen zu sein.

Keiner ist betroffen und trotzdem dagegen?

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 03.12.2020, 20:10 (vor 50 Tagen) @ Siggis Malz

Du forderst Gelassenheit ein? Falls an der Geschichte was dran ist(!!!) und jemand extra ein Gericht damit beschäftigt hat, wo ist denn da auf Klägerseite die Gelassenheit? Wir werden es erleben, daß in Deutschland jemand seine Puppe heiraten wird, in Japan geht das schon. Wird dann wieder geklagt und eine noch neutralere Ansprache gefordert?

Busfahrende gesucht (m/w/d/g/h/w/q/c/z/l/n/p/t/s)

Wir werden es erleben, daß Eltern beim Ultraschall nicht mehr fragen dürfen werden, ob es ein Junge oder Mädchen ist. !!!!!Vorsicht, Anklage!!!!!


Voll wie im Film 'Leben des Brian' hier. Nur diesmal Brian auf dem Rummelplatz.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

So sind wir halt.

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 04.12.2020, 14:33 (vor 49 Tagen) @ Siggis Malz

Manche haben es schwer, Sinti und Roma nicht als Zigeuner zu bezeichnen, weil "war schon immer so, wird immer so sein". Manche haben es schwer, Personen aus anderen Kulturkreisen erstmal als ein ganz normales (oder so verrückt wie man selbst) Individuum zu sehen.

Und zu denen gehöre zufälligerweise ich. Ich würde nicht behaupten, besser zu sein, das wäre einfach falsch. Das ist nichts, was du von heute auf morgen hinkriegst. Aber wer ganz prinzipiell dagegen ist und seine Haltung nicht möglichst sachlich begründen kann, also weil es dann einen tatsächlichen Nachteil für uns gäbe, dann sehe ich nicht ein, vertritt eine Haltung, die man nach dem kategorischen Imperativ (ja, ich tu mal so, als würde ich so gebildet sein), wo also das eigene Handeln danach ausgerichtet werden soll, dass es zur Maxime gereicht, nicht unterstützen kann.

--
[image] (Quelle: Česke Drahy)

Man kann es aber übertreiben

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Donnerstag, 03.12.2020, 17:17 (vor 50 Tagen) @ Sportdiesel612

Nabend

viel zu viel Aufregung um Details. Wichtig halte ich die Begründung und die Gewichtung für die Ablehnung Entschädigung.

Zitat:
"so schwerwiegend und auch nicht böswillig erfolgt sei, sondern „nur Reflex massenhafter Abwicklung standardisierter Vorgänge“."

Sicher die Persönlichkeit eines Einzelnen gehört zu den Grund/Menschenrechten. Aber muss man deswegen auf jedem erdenklichen Weg versuchen, das bis ins kleinste Detail für sich in Anspruch zu nehmen - das halte ich für übertrieben. Sicher sollte auf Benachteiligung oder Herabwürdigung von Minderheiten hingewiesen werden, aber alles hat seine Grenzen. Demnächst zeiht noch jemand vor Gericht weil die offensichtlich neutrale Anrede "Sehr geehrte Fahrgäste" zu unspezifisch ist.

--
Gruß
Uwe

Man kann es aber übertreiben

Christian_S, Donnerstag, 03.12.2020, 17:29 (vor 50 Tagen) @ Ost-Lok-Fan


Demnächst zeiht noch jemand vor Gericht weil die offensichtlich neutrale Anrede "Sehr geehrte Fahrgäste" zu unspezifisch ist.

Eben, fände ich auch ungerecht. Mit welchem Recht ehrt der Zugbegleiter mich als normal zahlenden Fahrgast auf demselben Niveau wie jenen, der sich die Beförderung zu erschleichen versucht oder demjenigen, der verbotenerweise auf der Toilette raucht?
Da fühle ich mich schon ungerecht behandelt

;-) ;-) ;-)

Man kann es aber übertreiben

Sportdiesel612, Donnerstag, 03.12.2020, 17:48 (vor 50 Tagen) @ Ost-Lok-Fan

Sicher die Persönlichkeit eines Einzelnen gehört zu den Grund/Menschenrechten. Aber muss man deswegen auf jedem erdenklichen Weg versuchen, das bis ins kleinste Detail für sich in Anspruch zu nehmen - das halte ich für übertrieben. Sicher sollte auf Benachteiligung oder Herabwürdigung von Minderheiten hingewiesen werden, aber alles hat seine Grenzen. Demnächst zeiht noch jemand vor Gericht weil die offensichtlich neutrale Anrede "Sehr geehrte Fahrgäste" zu unspezifisch ist.

Also die StVO spricht inzwischen auch von "zu Fuß Gehenden", Fußgänger sind nicht mehr erwünscht. Deshalb glaube ich auch nicht, dass "Fahrgäste" zu unspezifisch ist, sondern genau das Gegenteil. Passend wäre "Sehr geehrte Fahrende".

Man kann es aber übertreiben

JeDi, überall und nirgendwo, Donnerstag, 03.12.2020, 18:22 (vor 50 Tagen) @ Sportdiesel612

Also die StVO spricht inzwischen auch von "zu Fuß Gehenden", Fußgänger sind nicht mehr erwünscht. Deshalb glaube ich auch nicht, dass "Fahrgäste" zu unspezifisch ist, sondern genau das Gegenteil. Passend wäre "Sehr geehrte Fahrende".

Blödsinn. Fußgänger ist eindeutig männlich konnotiert (es gibt ja auch die weibliche Form Fußgängerinnen), Fahrgast ist das nicht.

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Weg mit dem 4744!

Man kann es aber übertreiben

Sportdiesel612, Donnerstag, 03.12.2020, 19:22 (vor 50 Tagen) @ JeDi

Also die StVO spricht inzwischen auch von "zu Fuß Gehenden", Fußgänger sind nicht mehr erwünscht. Deshalb glaube ich auch nicht, dass "Fahrgäste" zu unspezifisch ist, sondern genau das Gegenteil. Passend wäre "Sehr geehrte Fahrende".

Blödsinn. Fußgänger ist eindeutig männlich konnotiert (es gibt ja auch die weibliche Form Fußgängerinnen), Fahrgast ist das nicht.

"Blödsinn" ist ja nicht die erste dumme Bemerkung zu meinen Beiträgen.
Eine Gästin gibt es auch im Duden.
https://www.duden.de/rechtschreibung/Gaestin

Man kann es aber übertreiben

MC_Hans, 8001376, Donnerstag, 03.12.2020, 19:58 (vor 50 Tagen) @ Sportdiesel612
bearbeitet von MC_Hans, Donnerstag, 03.12.2020, 19:59

"Blödsinn" ist ja nicht die erste dumme Bemerkung zu meinen Beiträgen.
Eine Gästin gibt es auch im Duden.
https://www.duden.de/rechtschreibung/Gaestin

Eben. Beides mit eindeutig grammatischem Geschlecht, also genau das, worüber "mensch" sich üblicherweise in dem Zusammenhang aufregt. Also wie "Liebe Fahrgäste" da der Stein der Weisen sein soll, erschließt sich mir ganz und gar nicht.

"Liebe Reisende". Fertig.

Plural ist was anderes als Singular

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 04.12.2020, 17:36 (vor 49 Tagen) @ MC_Hans

Es gibt keine Fahrgästinnen sondern nur Fahrgäste. Die sind der Plural sowohl der maskulinen als auch der femininen Form und somit geschlechtsneutral und stört auch niemanden.

Außer ein paar Leuten mit zu viel Zeit vielleicht.

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[image] (Quelle: Česke Drahy)

Plural ist was anderes als Singular

MC_Hans, 8001376, Freitag, 04.12.2020, 19:14 (vor 49 Tagen) @ J-C

Es gibt keine Fahrgästinnen sondern nur Fahrgäste. Die sind der Plural sowohl der maskulinen als auch der femininen Form und somit geschlechtsneutral und stört auch niemanden.

Da schaust Du vielleicht nochmal ins aktuelle Nachschlagewerk.

Plural ist was anderes als Singular

GibmirZucker, Göding, Freitag, 04.12.2020, 19:34 (vor 49 Tagen) @ MC_Hans

Am Ende steht da noch, dass es schon auch Mitgliederinnen gibt.

Davon ist auszugehen, haha!

MC_Hans, 8001376, Freitag, 04.12.2020, 19:39 (vor 49 Tagen) @ GibmirZucker

Am Ende steht da noch, dass es schon auch Mitgliederinnen gibt.

:-D

Wie kann man weiblich Mitglied sein?

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 04.12.2020, 21:22 (vor 48 Tagen) @ MC_Hans

- kein Text -

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[image] (Quelle: Česke Drahy)

Als trans Frau kein Problem.

JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 05.12.2020, 00:52 (vor 48 Tagen) @ J-C

- kein Text -

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Weg mit dem 4744!

Könnte ich keinem Geschlecht zuordnen

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Samstag, 05.12.2020, 11:18 (vor 48 Tagen) @ JeDi

- kein Text -

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[image] (Quelle: Česke Drahy)

Brauch es nicht

Ost-Lok-Fan, Metropole Ruhr, Samstag, 05.12.2020, 11:31 (vor 48 Tagen) @ GibmirZucker
bearbeitet von Ost-Lok-Fan, Samstag, 05.12.2020, 11:32

Moin.

Laut Duden ist das Substantiv "Mitglied" ein Neutrum. "das" Mitglied. Also träfe es auf Männer, Frauen und Menschen, die sich als divers bezeichnen oder einem Geschlecht nicht zugehörig fühlen gleichermaßen zu. Und Plural sowie seit eh und je "die" Mitglieder. Da sehe ich wenig Angriffsfläche.

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Gruß
Uwe

Plural ist was anderes als Singular

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 04.12.2020, 19:35 (vor 49 Tagen) @ MC_Hans
bearbeitet von J-C, Freitag, 04.12.2020, 19:37

Tat ich. Muss meine Einschätzung revidieren. Der Fahrgast ist tatsächlich ein Wort, das geschlechtsneutral ist. 'Fahrgastin' und 'Fahrgästin' existieren im Duden schlichtweg nicht.

Im Zweifel sagt man einfach Reisende, wie es ohnehin weitgehend üblich ist.

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[image] (Quelle: Česke Drahy)

Plural ist was anderes als Singular

Christian_S, Freitag, 04.12.2020, 20:09 (vor 49 Tagen) @ J-C

Tat ich. Muss meine Einschätzung revidieren. Der Fahrgast ist tatsächlich ein Wort, das geschlechtsneutral ist. 'Fahrgastin' und 'Fahrgästin' existieren im Duden schlichtweg nicht.

Richtig. Auch im Restaurant wird meines Wissens nach keine Gästin bewirtet und auch keine Gruppe von Gästinnen, sondern nur ein Gast (egal welchen Geschlechts) oser eben eine Gruppe Gäste - egal welchen Geschlechts.

Sehr geehrte Fahrende

GibmirZucker, Göding, Donnerstag, 03.12.2020, 19:51 (vor 50 Tagen) @ Sportdiesel612

Fahrende ist dich die Sammelbezeichnung für nicht dauerhaft sesshafte ethnische Minderheiten (lass Mal aussen vor, ob Jenische als Ethnie gelten sollen/wollen). Insofern wäre das noch verwirrender.

Sehr geehrte Fahrende

611 040, Donnerstag, 03.12.2020, 21:36 (vor 49 Tagen) @ GibmirZucker

Jenische ?
Sollen das die Einwohner von Jena bezeichnen ? :D Genauso wie Gersche Fettguschen für die Einwohner Geras.

Übrigens: Gerade eben wurde ich im IC zwischen diesen beiden Städten noch ganz klassisch mit "Meine Damen und Herren..." angesprochen. Habe auch absolut nichts dagegen, wobei m.E. "Sehr geehrte Reisende" auch gut ist, und alle Personengruppen (die im Zug reisen) beinhaltet.

Grüße 611 040

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DAS ist ein Intercity:
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Sehr geehrte Fahrende

GibmirZucker, Göding, Donnerstag, 03.12.2020, 22:16 (vor 49 Tagen) @ 611 040

Zur Illustration, wie offizielle Stellen in der Schweiz das Bild der "Fahrenden" illustrieren:
https://www.ag.ch/de/bvu/raumentwicklung/projekte_4/fahrende/fahrende_1.jsp
okay, ist glaub ich aus dem schlechten Winkel aufgenommen... man sollte noch sehen, dass es keine niederländischen Kennzeichen sind, sonst interpretiert man das falsch.

Probleme mit geschlechtsneutralen Vornamen ...

Bahngenießer, Donnerstag, 03.12.2020, 19:10 (vor 50 Tagen) @ Sportdiesel612

Bei Service-Stellen, die Kunden mit "Sehr geehrte Frau ..." oder "Sehr geehrter Herr ..." anschreiben wollen, kommen noch die Probleme mit Vornamen, die nicht das Geschlecht erkennen lassen. Und das müssen nicht einmal ausländische Namen sein:

Folgende Vornamen beispielsweise werden in Deutschland sowohl an Mädchen als auch an Jungen vergeben:
Alex, Charlie, Chris, Florin, Jule, Sam, Toni, ...

Ich hatte mal eine eher emanzipierte Chefin, die mir stets einschärfte:
Im Zweifelsfall immer die männliche Anrede!

Hier noch viel schlimmer

Christian_S, Donnerstag, 03.12.2020, 19:58 (vor 50 Tagen) @ Bahngenießer


Folgende Vornamen beispielsweise werden in Deutschland sowohl an Mädchen als auch an Jungen vergeben:
Alex, Charlie, Chris, Florin, Jule, Sam, Toni, ...

Das ist hier in Israel noch viel schlimmer. Während die geschlechtsneutrale Namensmöglichkeit in Deutschland oft auf eingedeutsche oder verkürzte Namen zutrifft, gibt es in Israel dutzende Namen, die in ihrer ganz normalen Form sowohl männlich als auch weiblich sein können: Gal, Noam, Tal, Maayan, Nizan, Omer, Roni, Adi, Michal ...
Da weiss man vorher nie, ob man die männliche oder die weibliche Anrede wählen muss (im hebräischen wird auch die 2. Person Einzahl nach männlich und weiblich unterschieden), wenn man die Person nicht kennt.

Daher begrüße ich traditionelle Regeln wie jene für Gruppen (auch beim Mehrzahl-sie unterscheidet man nach männlich und weiblich): egal wieviele Frauen in der Gruppe sind. Ist auch nur ein einziger Mann darunter, gilt die männliche Form ;-)

Hier noch viel schlimmer

611 040, Donnerstag, 03.12.2020, 21:46 (vor 49 Tagen) @ Christian_S


Folgende Vornamen beispielsweise werden in Deutschland sowohl an Mädchen als auch an Jungen vergeben:
Alex, Charlie, Chris, Florin, Jule, Sam, Toni, ...

Wobei die Meisten, dann eben doch deshalb Alexander oder Alexandra heißen, und nur Alex genannt werden. Oder Christine oder Christian, Antonia oder Toni.


Daher begrüße ich traditionelle Regeln wie jene für Gruppen (auch beim Mehrzahl-sie unterscheidet man nach männlich und weiblich): egal wieviele Frauen in der Gruppe sind. Ist auch nur ein einziger Mann darunter, gilt die männliche Form ;-)

Das ist wie in französisch bei den männlichen bzw. weiblichen Formen der Adjektive: sportif für Jungs und sportive für Mädchen. Oder bon und bonne etc. Sobald ein Mann in einer Gruppe ist, gilt für Plural die männliche Form.
Im Arabischen gibt es übrigens auch verschiedene Formen für männlich und weiblich. (Kann es nur leider (noch) nicht gut genug um ein Beispiel zu bringen)

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DAS ist ein Intercity:
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Geschlechtsneutrale Ansprache beim Fahrkartenkauf ...

GUM, Freitag, 04.12.2020, 08:59 (vor 49 Tagen) @ Sportdiesel612

Hallo Sportdiesel612,
liebe Community,

dass der Zustand der Justiz in diesem Land teilweise katastrophal ist, ist mir schon lange bekannt.

Dann Ressourcen für so was zu opfern, unglaublich.

Noch schlimmer ist nur diese fast schon die Zuschauer (m/w/d) anbrüllende Unweltaktivistin äh "Journalistin" (w/w/w), die absurde Verhaltensweisen empfiehlt.

Zu finden im 2. Fernsehen...

Liebe Grüße

GUM

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Geschlechtsneutrale Ansprache beim Fahrkartenkauf ...

JeDi, überall und nirgendwo, Freitag, 04.12.2020, 10:49 (vor 49 Tagen) @ GUM

Dann Ressourcen für so was zu opfern, unglaublich.

Stimmt, ein Armutszeugnis der DB Vertrieb GmbH!

--
Weg mit dem 4744!

Geschlechtsneutrale Ansprache beim Fahrkartenkauf ...

Sportdiesel612, Freitag, 04.12.2020, 17:42 (vor 49 Tagen) @ GUM
bearbeitet von Sportdiesel612, Freitag, 04.12.2020, 17:47


dass der Zustand der Justiz in diesem Land teilweise katastrophal ist, ist mir schon lange bekannt.

Dann Ressourcen für so was zu opfern, unglaublich.

Das Gericht muss sich an die Gesetze halten. Nach meiner Meinung als Laie hat es einen guten Job gemacht, die Begründung und die Folgen finde ich ok. Das ist der gesellschaftliche Wandel. Ist doch ein netter Staat, wo man sich über solche Dinge vor Gericht streiten kann, versuche das mal in Nordkorea. Ich verstehe die klagende Person nicht, für mich ist die Anrede eine Kleinigkeit, deshalb vor Gericht? Rechtschutzversicherung zu billig? Hoffnung auf viel Geld als Entschädigung?

Jede Firma muss in der Öffentlichkeit m/f/d beachten. Wenn man es gelernt hat und daran denkt, eigentlich ganz einfach. Das ist so wie mit der Maske im Zug. Früher reichte Hose und T-Shirt als Bekleidung, jetzt kommt noch eine Maske dazu. Dafür braucht man draussen keinen Hut mehr tragen. Alles ganz einfach, nur anfangs etwas ungewohnt.

"Reisende". Gibt es bei uns schon 3 Jahre.

VictorPM, Freitag, 04.12.2020, 21:42 (vor 48 Tagen) @ Sportdiesel612
bearbeitet von VictorPM, Freitag, 04.12.2020, 21:44

Die NS sind schon 3 Jahre geschlechtsneutral. Damen und Herren gibt es nicht mehr.
Da wird nur noch "Beste reizigers" angesagt.

Gruß, Victor
NL

Ansprache ganz vermeiden

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Samstag, 05.12.2020, 01:40 (vor 48 Tagen) @ Sportdiesel612
bearbeitet von 218 466-1, Samstag, 05.12.2020, 01:41

Die Blechelsen und das Pesonal hier an den Stationen und in Zügen sind fortschrittlich. Es wird auf das wesentliche beschränkt. Alle Haltstationen werden bei einfahrenden Zügen aufgezählt aber das ist besser, als belanglose Anreden. Wobei die stotterne ... DB-Bechelse ... Ansprache ... auch ganz ... vermeidet. ;)

Konkret ging es aber um Auswahl bei der Onlinebuchung der DB. Auch da finde ich, dass diese Auswahl und damit der Titel einfach ganz gestrichen werden sollte.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Ansprache ganz vermeiden

611 040, Samstag, 05.12.2020, 10:09 (vor 48 Tagen) @ 218 466-1

Hat ein ZuB gerade eben schon vorgemacht.
Und das sogar im geliebten (noch klassichen) MNX nach INGOLSTADT.
Außer der Begrüssung in Nürneberg gab es garkeine Ansagen... auch ne Option, muss aber nicht sein.

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DAS ist ein Intercity:
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Geschlechtsneutrale Ansprache beim Fahrkartenkauf ...

markw, Samstag, 05.12.2020, 11:02 (vor 48 Tagen) @ Sportdiesel612

Ist nur eine Frage der Zeit, bis auch im Büro "Sehr geehrte Damen und Herren" ausstirbt.

"Das beklagte Unternehmen könne eine andere Grußformel wie "Guten Tag" nutzen oder auf eine geschlechtsspezifische Ansprache ganz verzichten."

Es ist ein leichtes sich darüber zu beklagen oder zu lästern, dass die Gerichte Diskriminierungen abstellen. Wenn man nicht betroffen ist oder Betroffene, dann ist das möglicherweise eine fremde Welt. Ich kenne zwei Transpersonen, die ihr Comming Out hatten und das hat mich sehr berührt. Einer dieser beiden Personen war dies über sehr lange Zeit nicht bewusst, die Person war oft sozial isoliert und wirkte nicht glücklich. Das hat sich seit dem geändert, die Person wirkt glücklich und ist offener geworden.
Man muss es nicht verstehen, aber ich finde gerade die teilweise noch mangelnde gesellschaftliche Anerkennung (auch wenn es in den letzten Jahren besser geworden ist) macht diesen Menschen das Leben unnötig schwer. Insofern finde ich reißen wir uns kein Bein aus, in dem wir es akzeptieren, versuchen zu verstehen und aufhören unser Unverständnis durch dumme Sprüche zu kompensieren.
Und was das Büro betrifft: In einem Büro, wo man einander mit "Sehr geehrte Damen und Herren" anredet würde ich niemals arbeiten wollen. Büros, wo man nicht beim Du ist, finde ich eher sehr befremdend.

Danke für alle Beiträge.

Administrator, Samstag, 05.12.2020, 19:33 (vor 48 Tagen) @ Sportdiesel612

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