Neuer Bahntunnel in Hamburg für 3 Mrd. Euro ab 2030+ möglich (Allgemeines Forum)

oska, Freitag, 13.11.2020, 01:07 (vor 14 Tagen)
bearbeitet von oska, Freitag, 13.11.2020, 01:08

Der Bund hat gestern eine Machbarkeitsstudie für einen zweiten S-Bahntunnel vorgelegt.

"Der geplante zweite S-Bahntunnel unter der Hamburger Innenstadt ist technisch machbar: Das ergab ein erstes Gutachten, das im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums am Donnerstag vorgestellt wurde." berichtet der NDR:

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Bund-legt-Machbarkeitsstudie-fuer-zweiten-S-Bahn...

Möglich sei es S-Bahngleise unterirdisch neben die jetzige Tunnelstation zu bauen um zwei S-Bahngleise in der Bahnhofshalle frei für Fernzüge zu bekommen.

Der 5,5 km lange Tunnel könnte vom Hauptbahnhof bis zum neuen Fernbahnhof am Diebsteich verlaufen und rund drei Milliarden Euro kosten.

Nachbesserung für Altona 21

Giovanni, Freitag, 13.11.2020, 13:03 (vor 14 Tagen) @ oska

Im Grunde war es schon vorher zu sehen: Altona 21 funktioniert mit nur zweigleisiger Verbindungsbahn nicht, weil ja keine Züge mehr nach Altona City geschickt werden können sondern zwangsläufig zum Hauptbahnhof müssen - wofür aktuell noch die Trassen fehlen.

Auch wenn eine viergleisige Verbindungsbahn in Kombination mit einem neuen S-Bahn-Tunnel eine sehr interessante Idee und sicher grundsätzlich sinnvolle Idee ist: Angesichts des chronisch unterfinanzierten Bundesverkehrswegeplans erscheinen mir viele andere Projekte eher einer Priorisierung bedürftig.

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Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Diebsteich erhält Abstellanlage/Wendegleise

telemaxx, Bremen, Hannover, Freitag, 13.11.2020, 15:03 (vor 13 Tagen) @ Giovanni

Diebsteich erhält Abstellgleise südlich des Bahnhofs. Es müssten also nicht alle Züge weiter zum Hbf fahren. Insofern sehe ich nicht den direkten Zusammenhang.

Außerdem kann es ja auch sinnvoll sein, weiter zum Hbf zu fahren, denn nicht alle wollen nach Altona. Altona (alt) ist nun auch nicht so gut ans U- und S-Bahnnetz angeschlossen.

Diebsteich erhält Abstellanlage/Wendegleise

Paladin, Hansestadt Rostock / Stralsund, Freitag, 13.11.2020, 15:15 (vor 13 Tagen) @ telemaxx

Diebsteich erhält Abstellgleise südlich des Bahnhofs. Es müssten also nicht alle Züge weiter zum Hbf fahren. Insofern sehe ich nicht den direkten Zusammenhang.

Außerdem kann es ja auch sinnvoll sein, weiter zum Hbf zu fahren, denn nicht alle wollen nach Altona.

Es ist einfach Zeit, alle Züge durch den HBF durchzubinden. Keine Wenden mehr in Hamburg Hbf.

Altona (alt) ist nun auch nicht so gut ans U- und S-Bahnnetz angeschlossen.

Altona (neu) erstrecht nicht.

Durchbindungen Hamburg Hbf keine Lösung!

Der Blaschke, Sonntag, 15.11.2020, 19:32 (vor 11 Tagen) @ Paladin

Huhu.

Es ist einfach Zeit, alle Züge durch den HBF durchzubinden. Keine Wenden mehr in Hamburg Hbf.


16.15h kommt auf 6 D-E der RE aus Kiel/Flensburg an.
16.43h fährt auf 6 D-E der RE nach Kiel/Flensburg ab.

16.19h kommt auf 6 A-C die RB aus Bad Oldesloe an.
16.38h fährt auf 6 A-C die RB nach Bad Oldesloe ab.


Beide Züge stehen am Bahnsteig und haben Puffer als Wendezeit. Man kommt sich nicht ins Gehege. Und eibe mögliche Verspätung des einen Zuges tangiert nicht den anderen.

Würdest du jetzt durchbinden wollen, müssen die Züge aneinander vorbei. Also muss erst Zug 1 einfahren, Fahrgastwechsel, Abfahrt. Erst dann kann Zug 2 einfahren, Fahrgastwechsel, Abfahrt.

Derzeit ist das Gleis 28 Minuten belegt.

Wenn nun beide Züge aneinander vorbei müssen, wird der Zeitaufwand einigermaßen realistisch betrachtet nicht sonderlich geringer sein. Die Einfahrt für Zug 2 muss ja frei sein, für die Pünktlichkeit sollte man bei beiden Zügen(!) einige Minuten Aufenthalt einplanen. Hinzu beträfe eine Verspätung des ersten Zuges dann auch den zweiten Zug. Der erleidet dann u.U. auch Verspätung. Oder die Zugfolge muss geändert werden; evtl. erhöht das die Verspätung des ersten Zuges, der dann den pünktlichen Zweiten passieren lassen muß.


16.48h Ankunft RB 81 aus Bargteheide, Gleis 6 A-C
17.08h Abfahrt RB 81 nach Bargteheide, Gleis 6 A-C

16.53h Ankunft RB 61 aus Wrist, Gleis 6 D-E
17.06h Abfahrt RB 61 nach Wrist, Gleis 6 D-E

Das Gleis ist 20 Minuten besetzt. Wie lange müsste das besetzt sein mindestens, wenn beide Züge aneinander vorbei müßten und man sinnvollerweise Zeitpuffer einbaut, um nicht Verspätungen von der einen Seite Hamburgs auf die andere mitzuschleppen. Ich behaupte: nicht sonderlich kürzer.

Außer natürlich ich plane da auf Kante ohne jegliche Reserven. Dann mag es Zeitersparnis geben, dafür wachsen dann die Verspätungen.


Eine Durchbindung von Zügen - ganz abgesehen davon, dass das bei der derzeitigen Bestellstruktur völlig unrealistisch für etliche Jahrzehnte ist - löst also nicht wirklich die Probleme.


Schöne Grüße von jörg

Durchbindungen Hamburg Hbf keine Lösung!

telemaxx, Bremen, Hannover, Montag, 16.11.2020, 09:44 (vor 11 Tagen) @ Der Blaschke

Vielleicht ist es ja möglich, unterschiedliche Gleise zu nutzen, wo Kapazität frei wird, weil dort ebenfalls Wenden entfallen. Ich finde schon, dass das untersucht werden sollte.

Diebsteich erhält Abstellanlage/Wendegleise

Giovanni, Montag, 16.11.2020, 16:02 (vor 10 Tagen) @ telemaxx

Diebsteich erhält Abstellgleise südlich des Bahnhofs. Es müssten also nicht alle Züge weiter zum Hbf fahren. Insofern sehe ich nicht den direkten Zusammenhang.

Züge rollen nicht zum Spaß, sondern zum Nutzen der Fahrgäste.
Zudem stellt sich die Problematik, dass die Verkehrsverbindungen zwischen Diebsteich und Teilen der Hamburger Innenstadt nicht wirklich geeignet sind, mal eben ankommende volle Pendlerzüge aufzunehmen.

Außerdem kann es ja auch sinnvoll sein, weiter zum Hbf zu fahren, denn nicht alle wollen nach Altona. Altona (alt) ist nun auch nicht so gut ans U- und S-Bahnnetz angeschlossen.

Die Weiterführung zum Hbf geht nur, wenn dafür mindestens 3 Milliarden verbuddelt werden (die andernorts fehlen).
Natürlich wollen nicht alle Fahrgäste nach Altona - aber genau so wenig zum Hbf. Bislang steuert nur ein Teil der Vorortzüge den Hbf an (weil die Kapazität dort nicht ausreicht) und der Rest fährt nach Altona. Diese müssten dann viele Jahre (bis zur Realisierung des 3Mrd Tunnels) in Diebsteich fernab der Verkehrsbedürfnisse enden...

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Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
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