[INT] nightjet-Zielnetz Schweiz 2024 (Allgemeines Forum)

Provodnik, Dienstag, 15.09.2020, 11:10 (vor 14 Tagen)

Siehe https://company.sbb.ch/de/medien/medienstelle/medienmitteilungen/detail.html/2020/9/1509-1 und https://twitter.com/unsereOEBB/status/1305782576456622080


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Nightjet-Netz Schweiz 2024: SBB und ÖBB wollen das Nachtzug-Angebot in Europa weiter ausbauen.

Medienmitteilung, 15.09.2020

Die SBB und die ÖBB verstärken im internationalen Personenverkehr ihre langjährige Zusammenarbeit. Die beiden Bahnen wollen das bereits bestehende Angebot im Nachtzugverkehr von sechs auf zehn Linien ausbauen. Geplant sind neue Nachtzüge ab der Schweiz nach Amsterdam, Rom und Barcelona. Die SBB und die ÖBB haben heute ihre Ausbaupläne vorgestellt und eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Der geplante Ausbau kann nur mit finanzieller Unterstützung aus dem Schweizer Klimafonds sichergestellt werden.

Die Nachfrage im internationalen Nachtzugverkehr hat im Jahr 2019 und im laufenden Jahr bis zum Ausbruch der Corona-Krise deutlich zugenommen. Die Anzahl der Reisenden in den Nachtzügen ab der Schweiz stieg im Vergleich zum Vorjahr um über 25 Prozent. Die beiden Partnerbahnen sehen dies als nachhaltigen Trend im Kontext des stark gestiegenen Kundenbedürfnisses, umweltfreundlich und ressourcenschonend zu reisen. Nachtzüge haben eine klar nachweisbare positive Klimawirkung, da sie eine Verlagerung von anderen Verkehrsmitteln auf den Zug bewirken. Das gemeinsame Ziel von ÖBB und SBB ist, mehr Reisen auf die Bahn zu verlagern und damit einen Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen im Reisesektor zu leisten. Dieses Engagement steht im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens sowie dem Anliegen von Politik und Öffentlichkeit, ein attraktives Nachtreisezugnetz als wichtiges Element einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Mobilität in Europa zu entwickeln.

Mit 19 Nightjet Linien und acht weiteren Verbindungen mit Partnern betreibt die ÖBB bereits heute das grösste Nachtzugnetz Europas. Davon umfasst das Netz in Kooperation mit der SBB ab der Schweiz sechs Linien und eine weitere Verbindung.

Auf diesen Erfolg aufbauend wollen die SBB und ÖBB das Angebot an Nachtzügen in Europa gemeinsam erweitern. In den vergangenen Monaten haben die Unternehmen verschiedene Ausbauoptionen intensiv geprüft und bewertet. Dank der Kooperation können die Bahnen bei der Produktion und Vermarktung des Angebots Synergien nutzen und Kosten sparen. Mit der am 11. September unterzeichneten Absichtserklärung (Letter of Intent) haben die beiden Bahnen die Strategie der Ausbaupläne von «Nightjet-Netz Schweiz 2024» vorgestellt. Die Pläne beinhalten einen Ausbau des Nightjet-Netzes ab der Schweiz auf insgesamt zehn Linien und 25 Destinationen.
Die Schwerpunkte der Ausbaupläne:

Ab Fahrplan 2022: Neue Nightjet-Verbindung nach Amsterdam.
Als ersten Ausbauschritt wollen die beiden Bahnen ab Dezember 2021 eine neue tägliche Nightjet-Verbindung Zürich – Basel – Frankfurt – Köln – Amsterdam aufnehmen. Das nur sehr begrenzt verfügbare für den Nachtverkehr geeignete Rollmaterial setzt einem kurzfristigen Angebotsausbau jedoch enge Grenzen. Die SBB beabsichtigt deshalb, beim deutschen Anbieter RDC Asset GmbH entsprechendes Rollmaterial zu mieten.
Kapazitätsausbau nach Berlin, Hamburg und Prag sowie neue Verbindung nach Leipzig und Dresden.
Die heute angebotenen Verbindungen ab Zürich über Basel nach Berlin und Hamburg erfreuen sich einer steigenden Nachfrage. Deshalb soll die Kapazität dieser Verbindungen deutlich ausgebaut werden. SBB und ÖBB wollen diese beiden Verbindungen wenn möglich ab Fahrplan 2023 mit zwei separaten Zügen auf der ganzen Strecke bedienen. Dadurch kann die Kapazität deutlich erhöht werden. Die Verbindung nach Prag soll als Zugteil des Berliner Nightjet mit Schlaf- und Liegewagen neu auch über Deutschland geführt werden. Durch die geänderte Linienführung entsteht neu eine direkte Verbindung nach Leipzig und Dresden.
Neue Verbindungen nach Rom und Barcelona geplant.
Eine neue Linie soll von Zürich über Bern – Brig – Domodossola nach Rom geführt werden. Geplant ist zudem eine tägliche Verbindung von Zürich über Bern – Lausanne – Genf nach Barcelona. Damit wäre auch eine direkte Anbindung der Westschweiz an das Nachtzugnetz sichergestellt. Die Einführung dieser beiden neuen Linien ist noch nicht gesichert, Abklärungen mit weiteren Partnerbahnen sind noch ausstehend.

Um den mittel- und langfristigen Ausbau des Nachtzugverkehrs sicherstellen zu können, investiert die ÖBB auch in neues Rollmaterial. Die neuen Nachtzug Garnituren sollen schrittweise zum Einsatz kommen.
SBB und ÖBB setzen sich für bessere Rahmenbedingungen bei Nachtzügen ein.

Mit dem geplanten Ausbau wollen sich SBB, ÖBB und ihre Partnerbahnen auch für bessere verkehrspolitische Rahmenbedingungen für den Betrieb von Nachtzügen in Europa einsetzen. In der Schweiz berät das Parlament in der Herbstsession die Totalrevision des CO2-Gesetzes. Dieses sieht eine Förderung des grenzüberschreitenden Zugverkehrs aus dem Klimafonds vor. Das Parlament hat letzte Woche der Förderung des internationalen Personenverkehrs inklusive Nachtzüge zugestimmt. Vorbehältlich der Schlussabstimmung und eines allfälligen Referendums würde die finanzielle Unterstützung aus dem Klimafonds der SBB ermöglichen, die hohen und defizitären Betriebskosten der Nachtzugsverbindungen auszugleichen.

Die ÖBB sind der grösste Anbieter im Nachtverkehr in Europa und haben im Rahmen der bestehenden Zusammenarbeit wesentlich zum Erhalt von Nachtzügen ab der Schweiz beigetragen. «Wir sind vom Erfolg des Nightjets überzeugt. Mit der SBB als starke Partnerin können wir den Ausbau des Nightjet Netzes weiter vorantreiben. Wir investieren in neue Züge, 13 Nightjet-Garnituren der neusten Generation werden ab Ende 2022 im Einsatz sein. Mit den zusätzlichen Verbindungen und modernen Wagen wird das Nachtzugreisen noch attraktiver», so Andreas Matthä, CEO der ÖBB.

SBB-CEO Vincent Ducrot ist überzeugt, dass die Nachfrage nach Bahnreisen für schnelle Tagesverbindungen und für Nachtzüge weiter zunehmen wird. «Diese Entwicklung ist nachhaltig und die Nachfrage nach umweltfreundlicher und ressourcenschonender Mobilität wird weiter steigen».

Für die SBB und die ÖBB ist der Nachtverkehr ein wichtiger Beststandteil des gesamten Angebots mit einem grossen Synergiepotenzial zu den Tagesverbindungen. Ein attraktives Angebot auf der Schiene unterstützt das Ziel, den Flugverkehr im Kurzstreckenbereich auf die Bahn zu verlagern.
Nachtzüge haben eine nachweisbar positive Klimawirkung.

Nachtzüge haben eine klar nachweisbare Klimawirkung, da sie eine Verlagerung von Reisen vom Flugzeug, Auto oder Bus auf den Zug bewirken. Nach eigenen Schätzungen der SBB beläuft sich die Klimawirkung des heute bestehenden Nachtzugverkehrs ab der Schweiz auf eine Einsparung von rund 50.000 Tonnen CO2 jährlich. Dies entspricht dem durchschnittlichen, jährlichen Ausstoss von 30.000 Autos.

Zürich ist mit dem Angebot von Nachtzügen nach Hamburg, Berlin, Wien, Graz, Budapest, Prag und Zagreb bereits heute der zweitgrösste Hub für Nachtverkehre in Europa. Nur in Wien starten und enden mehr Nachtzüge als in Zürich.


Provodnik

Sehr schön!

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 15.09.2020, 12:13 (vor 14 Tagen) @ Provodnik

Bleibt zu hoffen, dass man aus den Fehlern des CityNightLine gelernt hat.

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Make Ice Cream great again!

Sehr schön!

ant6n, Dienstag, 15.09.2020, 13:07 (vor 14 Tagen) @ J-C

Welche Fehler der CNL?

Sehr schön!

JeDi, überall und nirgendwo, Dienstag, 15.09.2020, 13:18 (vor 14 Tagen) @ ant6n

Welche Fehler der CNL?

Zum Beispiel die versuchte Abschaffung des Liegewagens.

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Weg mit dem 4744!

Sehr schön!

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Dienstag, 15.09.2020, 13:22 (vor 14 Tagen) @ ant6n
bearbeitet von Alibizugpaar, Dienstag, 15.09.2020, 13:24

Welcher Fehler? Zum Beispiel die Teilnahme der DB?

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Was schön artig überlesen wird ...

Der Blaschke, Donnerstag, 17.09.2020, 20:17 (vor 12 Tagen) @ Alibizugpaar

Huhu.

Welcher Fehler? Zum Beispiel die Teilnahme der DB?

Nur mal aus der PM zitiert:

Der geplante Ausbau kann nur mit finanzieller Unterstützung aus dem Schweizer Klimafonds sichergestellt werden.

würde die finanzielle Unterstützung aus dem Klimafonds der SBB ermöglichen, die hohen und defizitären Betriebskosten der Nachtzugsverbindungen auszugleichen.

Nanu? Defizitäre Betriebskosten? Das können ja nur Fakenews sein! Schließlich wissen ja alle, dass nur die DB zu doof zum Gewinnmachen war. Während die ÖBB da ja viiiel gewinnbringender arbeiten. Auch wenn deren Chef selbst auf viel zu geringe Margen für Investitionen hinweist und das mühselige, nur so eben positive Ergebnis auch auf Subventionen für den innerösterreichischen Nachtzug zurückzuführen ist. Egal.

Kurzum: hätte die DB gewollt oder auf Anordnung des Eigners wollen müssen, hätte sie es genauso gekonnt. Dass sie es nicht wollte, hat dann wohl eher politische Gründe gehabt - toleriert und/oder unterstützt vom Eigentümer.

Da ist das 'DB doof, SBB und ÖBB toll' ein bißchen arg primitiv.

Schöne Grüße von jörg

Das dieser Tag tatsächlich noch mal kommt ... :-)

Garfield_1905, Donnerstag, 17.09.2020, 21:08 (vor 12 Tagen) @ Der Blaschke

Kurzum: hätte die DB gewollt oder auf Anordnung des Eigners wollen müssen, hätte sie es genauso gekonnt. Dass sie es nicht wollte, hat dann wohl eher politische Gründe gehabt - toleriert und/oder unterstützt vom Eigentümer.

Da ist das 'DB doof, SBB und ÖBB toll' ein bißchen arg primitiv.

Wahnsinn ! Ich kann Dir nur aus vollem Herzen voll und ganz zustimmen.

Schöne Grüße von jörg

Schöne Grüße vom ollen Kater zurück

PS: Jetzt haben wir neben unserer Vorliebe für das warme Schinken-Käse-Baguette im Bordbistro noch was gemeinsam. ;-)

That's life ...

Der Blaschke, Donnerstag, 17.09.2020, 22:44 (vor 12 Tagen) @ Garfield_1905

Hey.

PS: Jetzt haben wir neben unserer Vorliebe für das warme Schinken-Käse-Baguette im Bordbistro noch was gemeinsam. ;-)

Wo soll das enden ... ;-)))))))))))))))

Schöne Grüße an den ollen Kater vom ollen Blaschi

derzeit noch im Dienste für die Eisenbahn ...

Was schön artig überlesen wird ...

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Freitag, 18.09.2020, 09:50 (vor 11 Tagen) @ Der Blaschke

Aber Jörg, es macht doch nichts, wenn das was kostet. Das ist weder schlimm noch wird es unter der Decke gehalten. Solche Fonds gibt es, gerade damit die Mittel für sinnvolle Ideen abgerufen werden. Alles kostet, vom Stadtbus über den Regional- und Bergbahnverkehr bis hin zu Fern, dem Bahnnetzunterhalt und Neubaustrecken. Touristische Schiffskurse, Eisenbahnmuseen oder ganz aktuell das neue Werk in Cottbus kosten auch. Und 'eigenwirtschaftliche' Cargos oder Sonderzüge können nur fahren, weil die Strecken subventioniert werden. Und ich unterstelle, daß DB-Fern auch nie eigenwirtschaftlich unterwegs ist. Ohne Milliarden vom Staat gäbe es die neuen ICE nicht.

Aber man finanziert das, weil die Schiene sinnvoll ist. Darin sehe ich kein Ding, keine Spur von Problemsüchtigkeit oder artig überlesen. Politik muß dort sinnvoll lenkend eingreifen, wo sich allgemeingesellschaftlich diskutiert ungute Verwachsungen ergeben haben. Die Verkehrswende kostet wie der bisherige Raubbau an den Ressourcen durch den MIV, Lkw's und die Fliegerei auch gekostet hat und uns noch kräftig kosten wird. Die Leute kriegt man aber nur von den Flugzeugen, wenn eine Alternative greifbar ist. Das können auf langer Distanz nur Nachtzüge sein, weil der Tagesfernverkehr in Deutschland noch viel zu oft zu langsam ist.

Leider sind andere Staaten in Sachen Finanzierung der Bahn ein Stück fortschrittlicher als der deutsche. Und daß die DB den Nachtzug nicht richtig kann, davon zeugen eigene Erfahrungen. Wie auch mir Übelkeit erzeugende Statements von DB-Offiziellen, daß man das unternehmerische Hauptaugenmerk darauf lege nachts die Flughäfen abzuklappern und weniger Reisende auf langer Distanz von Hamburg nach Basel zu bringen.

Übrigens: Für die vielen hundert Streckenkilometer von der österreichischen Grenze bis nach Hamburg und Düsseldorf bekommt die ÖBB keine Subventionen. Und Wien - Linz wird keiner einen Schlafwagen buchen. Dies ist auch nicht zu überlesen oder zu vergessen. Der Binnenverkehr dieser internationalen Nachtzüge findet ausschließlich in Sitzwagen statt.

Was man hingegen sehr gerne streichen kann, das sind Subventionen für den Frankfurter Flughafen, nur damit Ryanair, Air Blue & Co noch billigere Slots bekommen und noch mehr Leute anziehen.

Soderle, ich hoffe ich habe nicht zu wirr geschrieben, meine Arbeitspause ist rum.

:)

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Es geht voran. Sehr gut

Power132, Dienstag, 15.09.2020, 13:09 (vor 14 Tagen) @ Provodnik

- kein Text -

+1

ICE619, Dienstag, 15.09.2020, 13:11 (vor 14 Tagen) @ Power132

- kein Text -

Die Kooperation finde ich prima

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Dienstag, 15.09.2020, 13:21 (vor 14 Tagen) @ Provodnik

Habe oft geschrieben, daß sich die kleine ÖBB alleine nicht verhebt. Je mehr mitmachen, um so besser. Vielleicht steigen die Schweden noch mit ein.

Leipzig und Dresden wären wieder mit dabei - nicht schlecht!

Nun wünsche ich mir noch einen täglichen Nachtzug Paris - Berlin.

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Gruß, Olaf

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Schwden plant auch schon nach Hamburg und Brüssel

Power132, Dienstag, 15.09.2020, 13:25 (vor 14 Tagen) @ Alibizugpaar

Schweden plant auch schon nach Hamburg und Brüssel

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Dienstag, 15.09.2020, 13:30 (vor 14 Tagen) @ Power132
bearbeitet von Alibizugpaar, Dienstag, 15.09.2020, 13:31

Ja eben, darauf habe ich abgezielt.

Vielleicht schafft man in einer Nord-Süd-Kooperation irgendwann auch einen langen Nachtsprung von Malmö/Kopenhagen bis in die Alpen-Region.

Soll sich die DB weiter allein darauf konzentrieren nachts die deutschen Flughäfen abzuklappern - darin sieht sie ja ihre besondere Stärke.

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Gruß, Olaf

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Narbonne ist dabei. Klasse!

Ina Petersen, Dienstag, 15.09.2020, 20:20 (vor 14 Tagen) @ Provodnik

- kein Text -

vor allem die dortige Blechelse ;-)

Der Blaschke, Mittwoch, 16.09.2020, 07:40 (vor 13 Tagen) @ Ina Petersen

Hey.

Wer das je gehört hat:

Nar bonn ne, ici Nar bonn ne

der weiß, was der hiesigen Blechelse immer fehlte.


Schöne Grüße von jörg

Wobei das schönste die Fahrgäste des AZ waren: moserten erstmal über die frühe Autoverladung und die jetzt unsinnige Wartezeit. 20 Min verpasste Urlaubszeit ... Dass der AZ Stunden herum trödelt, bis er am Ziel ist - geschenkt ... Deutsche im Ausland: erkennt man sofort ...

Dann jetzt endlich mal in die Puschen kommen.

Der Blaschke, Mittwoch, 16.09.2020, 07:45 (vor 13 Tagen) @ Provodnik
bearbeitet von Der Blaschke, Mittwoch, 16.09.2020, 07:46

Mahlzeit!

Da müssen jetzt nicht noch 35 feierliche Erklärungen abgegeben werden und wohlfeile Pressemitteilungen rausgehauen werden. Es wird jetzt Zeit, dass einer im Keller nach Geld schaut und ein anderer im Onlineshop Waggons und ne Lok bestellt und Personal requiriert. Und der Dritte im Bunde ruft beim Infrastrukturbetreiber an: 'Ich brauch 'ne Trasse.'

Schöne Grüße von jörg

Richtige Richtung!

ICETreffErfurt, Eisenach, Mittwoch, 16.09.2020, 22:11 (vor 13 Tagen) @ Provodnik

- kein Text -

Keine Direktverbindung in die Feriengebiete?

br752, Mittwoch, 16.09.2020, 23:40 (vor 13 Tagen) @ Provodnik

Hallo zusammen,

habe ich ueberlesen, dass es auch Anbindungen in die Feriengebiete gibt? Zumindest Saisonweise?

Von Norden kommend sollte man zumindest im Winter wieder bis Brig fahren koennen. Denn in Basel um 5:00 umzusteigen ist genauso doof wie 3 Stunden Umweg ueber Zuerich.

Da kann es doch sicher eine Kurswagengruppe geben? ;-)


BR752

Keine Direktverbindung in die Feriengebiete?

caboruivo, CH, Donnerstag, 17.09.2020, 08:51 (vor 12 Tagen) @ br752

Hallo

Dieses Netz stellt in erster Linie Schweizer Wunschdestinationen sicher, sofern es nicht durch die Ablehnung des Klimafonds noch gestürzt wird. Der Grund dafür ist, dass der Bund dies sunventionieren wird. Und da ist es naheliegend, dass in erster Linie eigene Bedürfnisse gedeckt werden.
Der DB ist es nicht verboten, der Kooperation beizutreten und Verbindungen in für Deutsche wichtigen Urlaubsgebiete wie das Berner Oberland, Wallis, Graubünden oder Zentralschweiz-Tessin anzubieten.
Rangieren von Kurswagengruppen benötigt wieder Trassen und Personal, weswegen eher mit zusätzlichen Verbindungen statt Flügelungen zu rechnen ist, sollten die ersten Züge erfolgreich sein.

--
Nur falsche Prinzen reiten auf dem Schimmel, richtige in der Lokomotive

Keine Direktverbindung in die Feriengebiete?

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 17.09.2020, 09:34 (vor 12 Tagen) @ caboruivo

Nachts rangieren macht die ÖBB doch, NJ werden in verschiedenen Bahnhöfen geflügelt.

Lassen wir die Sache erstmal anlaufen, danach wird sie sich weiter entwickeln.

Nur bitte nicht die DB mit ins Boot holen, die sollte höchstens Loks stellen, sonst aber bitte die Finger davon lassen.

Die schafft nicht einmal ihren IRE.

--
Gruß, Olaf

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Goethe an Schiller 1797

Keine Direktverbindung in die Feriengebiete?

Twindexx, St. Gallen (CH), Donnerstag, 17.09.2020, 13:12 (vor 12 Tagen) @ Alibizugpaar

Hoi,

Nachts rangieren macht die ÖBB doch, NJ werden in verschiedenen Bahnhöfen geflügelt.

Das ist ein anderes Thema. Der NJ von Zürich nach Berlin wird ja dann auch in Leipzig nach Berlin und Prag geflügelt.

Hier geht es darum, dass betrieblich alle Wagen über Tag in Zürich sein müssen. Weil in Zürich ist die Logistik aus Service, Innenreinigung und Hotellerie. Wenn du einen Zug oder einen Flügel nach Brig oder wo auch immer hinschickst, dann müssen diese Wagen am Vormittag als separate Leerfahrt durch die ganze Schweiz nach Zürich gefahren werden. Und am Nachmittag in Gegenrichtung dasselbe Spiel in umgekehrter Richtung. Das ist einfach ein zu grosser Aufwand, um das kostenmässig darstellen zu können.
Für die gemieteten RDC-Wagen des Amsterdamer NJ wird man das übergangsweise bis zu den neuen NJ machen, weil diese in Basel Bad Bf zur DB in den Unterhalt gehen, wo man diese Wagen besser kennt (Zürich HB-Basel Bad Bf am Vormittag und Basel Bad Bf-Zürich HB am Nachmittag jeweils als Leerfahrt).

Aus diesem Grund hat Zürich für den internationalen Nachtzugverkehr ab der Schweiz eine Hub-Funktion.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 3, IR 13, IR 36 und IR 37:
Mehr Informationen zum SBB FV-Dosto.

Keine Direktverbindung in die Feriengebiete?

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 17.09.2020, 18:38 (vor 12 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von Alibizugpaar, Donnerstag, 17.09.2020, 18:42

Und wenn man in Brig eine kleine symbolische Zürcher Zweigstelle der 'SBB Service, Innenreinigung und Hotellerie' einrichtet?

Können denn in Brig generell keine Züge mehr mit Wasser versorgt (entsorgt) werden? Wo werden abends dort endende Fern- und Regionalzüge behandelt, wo fahren die hin? Da hat man doch sicherlich Kapazitäten frei für einen kleinen Kurswagenverband von Nachtreisezugwagen. Denn der kommt ja erst, wenn die Tageszüge alle schon wieder ausgeflogen sind.

Für den nötigen Krempel braucht man nur einen bescheidenen Unterstellraum: Bettwäsche, Staubsauger, Wischlappen, Müllsäcke und etwas Catering. Wenn man das alles wirklich strikt getrennt haben will von den Tageszügen.

Oder man stellt einen kleinen gedeckten Güterwagen mit den ganzen Sachen hin, der meinetwegen alle drei Tage von einem Güterzug nach Zürich mitgenommen wird zum Tausch gegen Frischware und dann wieder zurück. So flink wie die Schweizer sind kriegen die das hin - wie ein Uhrwerk.

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Gruß, Olaf

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Keine Direktverbindung in die Feriengebiete?

caboruivo, CH, Freitag, 18.09.2020, 07:53 (vor 11 Tagen) @ Alibizugpaar

Die Züge werden in Zürich untereinander ausgetauscht, damit die Garnituren alle paar Tage nach Wien kommen. Da werden dann in Zürich munter die Zugteile tagsüber herumrangiert.

Sollte das Angebot ankommen, stünde einem Ausbau nur wenig im Wege. Allerdings kommt dazu, dass vor allem am Morgen, wo die Ankünfte in die HVZ fallen, nicht überall Platz für zusätzliche Züge ist; und wenn doch, dann nur in sehr gestreckten Trassen. Gut zu sehen bspw. bei NJ 401/471, bei dem man ja schneller in Zürich ist, wenn man in Basel auf den IC umsteigt.

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Keine Direktverbindung in die Feriengebiete?

br752, Donnerstag, 17.09.2020, 18:53 (vor 12 Tagen) @ caboruivo

Der DB ist es nicht verboten, der Kooperation beizutreten und Verbindungen in für Deutsche wichtigen Urlaubsgebiete wie das Berner Oberland, Wallis, Graubünden oder Zentralschweiz-Tessin anzubieten.

"für Deutsche wichtigen Urlaubsgebiete"? Ich dachte Brig und Umgebung sei fuer die Schweiz ein wichtiges Urlaubsgebiet und man muesse sich bemuehen die Gaeste dorthn zu bekommen? Aber wenn denen egal ist wie (und ob) die Gaeste kommen muss es denen ja besser gehen als gedacht. Wieder was gelernt. :-)


BR752

Sorry, ersetze „wichtig“ durch „beliebt“ ;)

caboruivo, CH, Freitag, 18.09.2020, 07:48 (vor 11 Tagen) @ br752

- kein Text -

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Nur falsche Prinzen reiten auf dem Schimmel, richtige in der Lokomotive

Sammelantwort "UrlaubsExpress 2.0".

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 17.09.2020, 10:41 (vor 12 Tagen) @ br752

br752:

habe ich ueberlesen, dass es auch Anbindungen in die Feriengebiete gibt? Zumindest Saisonweise?

Die in der Grafik gezeigten Städte durften für Schweizer durchaus "Feriengebiete" sein. Und in NL kommt man ab Arnhem, Utrecht oder Amsterdam relativ einfach mit Bus & Bahn überall hin (OK, Bahn leichter als Bus). Fahrradvermietung gibt es in allen "IC"-Bahnhöfen.

Von Norden kommend sollte man zumindest im Winter wieder bis Brig fahren koennen. Denn in Basel um 5:00 umzusteigen ist genauso doof wie 3 Stunden Umweg ueber Zuerich.

Ach so, Du meinst es andersrum...

Da kann es doch sicher eine Kurswagengruppe geben? ;-)

Auch wenn ich das als Bahnfan gerne sehen würde, befürchte ich, dass das Kurswagenzeitalter in Westeuropa der Vergangenheit gehört. Bin mir nicht sicher, aber 1979 wurde hier in NL zum letzten Male internationale Kurswagen verschoben = als der TEE Rheingold nach Amsterdam keinen Zugteil nach Hoek van Holland (London) mehr hatte -> Amsterdam und Hoek van Holland erhielten ihre eigenen internationalen Züge/Zugteile (bereits in Köln abgetrennt).
National hatte NS schon längst das Triebwagenkonzept umarmt, z.B. "IC"-Kuppelzug Utrecht-Zwolle, ab dort 1 Zugteil nach Groningen und 1 Zugteil nach Leeuwarden.

caboruivo:

Dieses Netz stellt in erster Linie Schweizer Wunschdestinationen sicher, sofern es nicht durch die Ablehnung des Klimafonds noch gestürzt wird. Der Grund dafür ist, dass der Bund dies sunventionieren wird. Und da ist es naheliegend, dass in erster Linie eigene Bedürfnisse gedeckt werden.

Diese Denkweise kann man auch ohne Klimafonds anwenden.

Der DB ist es nicht verboten, der Kooperation beizutreten und Verbindungen in für Deutsche wichtigen Urlaubsgebiete wie das Berner Oberland, Wallis, Graubünden oder Zentralschweiz-Tessin anzubieten.

So sehe ich das auch bezüglich NS. Wieso müssen DB, SBB und ÖBB die Niederländer abholen? Was spricht dagegen, wenn NS sie nach DE/CH/AT bringt?
Gut, man kann sagen: kleines Land, dazu auch noch Randlage in Europa. Dazu ist Instandhaltung eines internationalen Fuhrparks kostenintensiv. Kooperation mit Partnerbahnen ist preiswerter.

Rangieren von Kurswagengruppen benötigt wieder Trassen und Personal, weswegen eher mit zusätzlichen Verbindungen statt Flügelungen zu rechnen ist, sollten die ersten Züge erfolgreich sein.

Das Problem kann man dadurch lösen, dass man Zugteile selbstverschiebend macht.
Vierteiliger Triebwagen: 1x Sitzwagen, 1x Liegewagen, 1x Mehrzweckwagen mit 5 Liegeabteilen, Fahrradstellplätze, Behindertenabteil und kleiner Catering-Ecke, und 1x Schlafwagen.
Bis zu 4 Einheiten kuppelbar; wenn eine Einheit pro Zielort nicht ausreicht, dann halt 2 Einheiten dorthin schicken.

Alibizugpaar:

Nachts rangieren macht die ÖBB doch, NJ werden in verschiedenen Bahnhöfen geflügelt.

Die ÖBB rangieren keine Fahrzeuge, sie verschieben sie...;)

Gut, mal ernst.

Die aktuellen nightjet-Garnituren werden noch verschoben; die neuen s.i.w. nicht mehr.
Das werden Zugverbände wie der railjet. Somit erübrigt sich dieser Umstand.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Sammelantwort "UrlaubsExpress 2.0".

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 17.09.2020, 18:50 (vor 12 Tagen) @ Oscar (NL)

Die aktuellen nightjet-Garnituren werden noch verschoben; die neuen s.i.w. nicht mehr. Das werden Zugverbände wie der railjet. Somit erübrigt sich dieser Umstand.

Das sollen glaube ich Einheiten zu je 7 Wagen werden. Wenn dann ein Stammzug mit 2x 7 = 14 Wagen in Basel eintrifft fährt der eine Teil da hin, der andere nach dort. Ob es diese festen Kompositionen für alle NJ-Linien geben wird stand glaube ich noch nicht abschließend fest. Ich denke man wird erst Erfahrungen sammeln, ob das sinnvoll ist oder Abweichungen nötig sind. Zumal es auch ganz anderes Zugmaterial geben könnte, wenn man bis nach Italien, Frankreich und Spanien hinein fahren will.

Na wie auch immer, die werden das Kind schon schaukeln. Ich freue mich, wenn es überhaupt auf den wichtigsten Stammrouten wieder lange Nachtzugreisen gibt.

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

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