Sektorgutachten der Monopolkommission zur Bahn (Allgemeines Forum)

Tubs, Riesa, Sonntag, 13.09.2020, 08:17 (vor 18 Tagen)

Hallo alle zusammen!

Die Monopolkommission hat ihr 7. Sektorgutachten zur Bahn herausgegeben.

Darin stellt sie u.a. fest, dass der Schienenverkehr Qualitätsprobleme bei der Pünktlichkeit und der Infrastruktur aufweist und empfiehlt verursachergerechte Haftung für Verspätungen sowie Anpassungen des Regulierungsrahmens zur Verbesserung der Pünktlichkeit und zur qualitätsorientierten Erneuerung der Schieneninfrastruktur.

Weiterhin sei ein funktionsfähiger Wettbewerb essenziell für Qualitätsverbesserungen. Zur Stärkung des Wettbewerbs sollten die Preise für Bahntrassen effektiv gesenkt werden.

Link zum Gutachten:
https://www.monopolkommission.de/images/PDF/SG/7sg_bahn_volltext.pdf

Link zur Pressmitteilung:
https://www.monopolkommission.de/de/pressemitteilungen/298-7-sektorgutachten-bahn-2019-...

Link zum FAZ-Artikel, durch den darauf aufmerksam wurde:
https://www.faz.net/2.1690/monopolkommission-vorsitzender-ueber-die-bahn-16950062.html

Viel Spaß beim Lesen und einen schönen Sonntag wünsche ich!

Tobias

Ja, mehr Wettbewerb tut not - und nicht eine Staatsbahn!

Der Blaschke, Sonntag, 13.09.2020, 09:31 (vor 18 Tagen) @ Tubs
bearbeitet von Der Blaschke, Sonntag, 13.09.2020, 09:32

Huhu.

Schon die ersten Zeilen begeistern mich. Trennung von Netz und Betrieb. Für Netz-Störungen muss Netz auch zahlen.

Und natürlich muss es dringendst auch im Fernverkehr mehr Anbieter geben. Damit der schwerfällig selbstgerechte großsprige Tanker DB Fernverkehr sich endlich mal anstrengen muss.

Wenn man nur muss, kann man ja. Sah man ja auf der Rollbahn. Flix brauchte werktags eine Trasse nicht - zack, konnte FV plötzlich einen Sprinter verkehren lassen. Und wie war das noch beim Locomore, wo es bei zeit- und raumparallelen Fernzügen günstige Sparpreise gab?!?!

Kurzum: unterm Strich ist mehr Wettbewerb wünschenswert und würde gerade dem Fernverkehr einen Schub versetzen. Denn nichts ist schlimmer als das de-facto-Monopol von DB FV. Die Zustände in der Bude lassen sich ja im täglichen Ersatzzugbeitragsbaum (der ja längst nicht mal alle Störungen enthält) beschauen.

Leider nur werden ja derzeit wieder eher die Rufe nach einer Art Staatsbahn lauter. Ganz als ob DB und DR nicht jahrzehntelang bewiesen haben, dass das System nicht funktioniert. Aber Mensch darf ja allen Blödsinn der Vergangenheit wiederholen. Auch wenn das Elend vorhersehbar ist.

Wir brauchen also Flixe, Flexe, Fluxe, Locomore, Leo und und und auch im Fernverkehr.


Schöne Grüße von jörg

Ja, mehr Wettbewerb tut not - und nicht eine Staatsbahn!

Tubs, Riesa, Sonntag, 13.09.2020, 11:32 (vor 18 Tagen) @ Der Blaschke

Hallo!

Trennung von Netz und Betrieb. Für Netz-Störungen muss Netz auch zahlen.

Das ist sicherlich ein Ansatz zu mehr auch monetäre Gerechtigkeit zu kommen.

Und natürlich muss es dringendst auch im Fernverkehr mehr Anbieter geben.
Kurzum: unterm Strich ist mehr Wettbewerb wünschenswert und würde gerade dem Fernverkehr >einen Schub versetzen. Denn nichts ist schlimmer als das de-facto-Monopol von DB FV.

Hier habe wir aber einen klassischen Zielkonflikt. Denn einerseits wollen wir - vollkommen zu Recht - einen Deutschlandtakt; sprich einen ITF; andererseits mehr Wettbewerb.

Das Problem ist aber dann, dass das Unternehmen (im Zweifelsfall DB FV), das die ITF-Trasse bekommt, einen klaren Vorteil hat, den es auch gemäß den Marktbedingungen ausspielen wird; im Zweifelsfall über den (höheren) Preis. Und genau das soll ja auch verhindert werden.

Also was bleibt? Linien ausschreiben? Wenn ja, wer soll das machen und zu welchen Bedingungen? Was wird dann aus der BC?

Ich glaube, die Diskussion steht da noch sehr am Anfang und noch längst sind nicht alle Dinge (auch unter den Bahnenthusiasten) zu Ende gedacht.

Bis denn!

Tobias

Ja, mehr Wettbewerb tut not - und nicht eine Staatsbahn!

ICE16, Sonntag, 13.09.2020, 12:19 (vor 18 Tagen) @ Tubs
bearbeitet von ICE16, Sonntag, 13.09.2020, 12:20

Mhhhmmmmm weil das in UK so ne geile Idee war... Wurde alles besser flexibler, billiger und pünktlicher. Ähm ne wart mal glaub das war anders rum...

+1

platz42, Berlin, Sonntag, 13.09.2020, 13:38 (vor 18 Tagen) @ ICE16

Privatisiert werden in der Regel Gewinne. Belastungen bleiben bei der Allgemeinheit. Was das verbessern soll, ist mir ein Rätsel.

Man könnte aber aus Fehlern lernen

Power132, Sonntag, 13.09.2020, 14:10 (vor 18 Tagen) @ ICE16
bearbeitet von Power132, Sonntag, 13.09.2020, 14:13

Das britische Beispiel ist ein schlechtes. Aber aus Fehlern, die dort gemacht wurden, kann man Schlüsse ziehen und Strategien entwickeln, die eben das vermeiden. Wenn man aber von vornherin nur meint das endet wie in GB, dann ist man an einem sachlichen Diskurs nicht wirklich interessiert und sichert so nur den Status Quo.

Was wäre falsch einen Teil der Einnahmen (Gewinnwe) in einen Fond zu stecken, der einer "Netz-GmbH" oder wie auch immer so ein Konstrukt aussähe zugeordnet ist, um in Ausbau und Bestandssicherung (Bauarbeiten etc) des Netzes zu investieren. Damit wären auch (Teil)Gewinne für die Allgemeinheit.

Man könnte aber aus Fehlern lernen

ICE16, Sonntag, 13.09.2020, 14:26 (vor 18 Tagen) @ Power132

Wir hab hier ein Rad Schine System... Das muss Hand in Hand gehen. Und man sieh heute schon durch den ganzen Trennungsmist das das nicht mehr so zusammen läuft wie es sollte...

Konkurrenz auf der Schine ist perse Schwachsinn. So leid es mir tut... Ob da jetzt DB Regio, Transdev oder sonst wer fährt ist alles das selbe. Heutige Ausschreibung haben so geringe Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern. Vermutlich wäre man mit direkt vergaben insgesamt billiger...

Ja DB FV macht nicht alles richtig, aber ich fahre echt viel beruflich auf allen Strecken aber so schlimm ist es auch wieder nicht. Wenn ich mir den Alex ansehe der teils ganze Strecken wegen Personal mangel stilllegt...

Klar man kann sich an einem Modell orientieren aber muss es eines sein das so extrem in die Binsen gegangen ist wie das in UK? Kann man ggf auch einfach das vorhandene optimieren? Mehr als drauf losgebadched wird hier in alle Regel eh ned anstelle mal zu fragen woran es liegt...

Finanzierungskreislauf ist Status-Quo.

Henrik, Sonntag, 13.09.2020, 16:59 (vor 18 Tagen) @ Power132

Das britische Beispiel ist ein schlechtes. Aber aus Fehlern, die dort gemacht wurden, kann man Schlüsse ziehen und Strategien entwickeln, die eben das vermeiden. Wenn man aber von vornherin nur meint das endet wie in GB, dann ist man an einem sachlichen Diskurs nicht wirklich interessiert und sichert so nur den Status Quo.

Wieso denn dann überhaupt nach GB blicken?
Dann kann man sich die Situation auch gleich hier anschauen, analysieren wo es nicht so gut läuft und sich Veränderungen überlegen.

Was wäre falsch einen Teil der Einnahmen (Gewinnwe) in einen Fond zu stecken, der einer "Netz-GmbH" oder wie auch immer so ein Konstrukt aussähe zugeordnet ist, um in Ausbau und Bestandssicherung (Bauarbeiten etc) des Netzes zu investieren. Damit wären auch (Teil)Gewinne für die Allgemeinheit.

Das ist der Status-Quo.
Stichwort Finanzierungskreislauf.
Von den bundeseigenen Infrastrukturunternehmen fließen 100% der Gewinne ab an den Eigentümer und werden sofort ins Netz investiert, in das Bestandsnetz.
Ein Teil der Gewinne der bundeseigenen EVU fließt ab an den Eigentümer und werden sofort ins Netz investiert, in Projekte des Bedarfsplans (Neu- und Ausbau).

Finanzierungskreislauf ist Status-Quo.

Power132, Sonntag, 13.09.2020, 17:07 (vor 18 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von Power132, Sonntag, 13.09.2020, 17:07

Was wäre falsch einen Teil der Einnahmen (Gewinnwe) in einen Fond zu stecken, der einer "Netz-GmbH" oder wie auch immer so ein Konstrukt aussähe zugeordnet ist, um in Ausbau und Bestandssicherung (Bauarbeiten etc) des Netzes zu investieren. Damit wären auch (Teil)Gewinne für die Allgemeinheit.

Das ist der Status-Quo.
Stichwort Finanzierungskreislauf.
Von den bundeseigenen Infrastrukturunternehmen fließen 100% der Gewinne ab an den Eigentümer und werden sofort ins Netz investiert, in das Bestandsnetz.
Ein Teil der Gewinne der bundeseigenen EVU fließt ab an den Eigentümer und werden sofort ins Netz investiert, in Projekte des Bedarfsplans (Neu- und Ausbau).

Und wenn das Netz in einem unabhängigen Unternehmen liegt, dann könnte da auch nicht bundeseigene EVU einen Teil einzahlen und sich somit auch an der Instandhaltung beteiligen.

nicht bundeseigene EVU beteiligen sich an Instandhaltung

Henrik, Sonntag, 13.09.2020, 17:17 (vor 18 Tagen) @ Power132
bearbeitet von Henrik, Sonntag, 13.09.2020, 17:20

Was wäre falsch einen Teil der Einnahmen (Gewinnwe) in einen Fond zu stecken, der einer "Netz-GmbH" oder wie auch immer so ein Konstrukt aussähe zugeordnet ist, um in Ausbau und Bestandssicherung (Bauarbeiten etc) des Netzes zu investieren. Damit wären auch (Teil)Gewinne für die Allgemeinheit.

Das ist der Status-Quo.
Stichwort Finanzierungskreislauf.
Von den bundeseigenen Infrastrukturunternehmen fließen 100% der Gewinne ab an den Eigentümer und werden sofort ins Netz investiert, in das Bestandsnetz.
Ein Teil der Gewinne der bundeseigenen EVU fließt ab an den Eigentümer und werden sofort ins Netz investiert, in Projekte des Bedarfsplans (Neu- und Ausbau).

Und wenn das Netz in einem unabhängigen Unternehmen liegt, dann könnte da auch nicht bundeseigene EVU einen Teil einzahlen und sich somit auch an der Instandhaltung beteiligen.

wieso sollten sie
und wieso sollte das heute technisch nicht möglich sein?

weder das eine noch das andere waren doch bislang Gegenstand des Problems.
Ganz im Gegenteil, im FV gibts die Konkurrenz quasi gar nicht. Die Frage stellt sich also schon mal nicht.
Es ist dort nicht zuviel potenzielles Geld/Kapital vorhanden, sondern zu wenig, das wird hier ja auch angesprochen.
Mit der Aufforderung etwaigen privaten Investoren gegenüber, sie hätten einen gewaltigen Anteil ihres Gewinnes abzuführen an den Staat motiviert man diese nun nicht gerade, stärker als heute zu investieren. Man schreckt sie dadurch noch mehr ab.

Kein einziger Cent der Gewinne der DB AG führt in die Instandhaltung des Netzes.
Diese wird durch die Trassenerlöse finanziert.

Nun ...

Der Blaschke, Sonntag, 13.09.2020, 12:22 (vor 18 Tagen) @ Tubs

Hey.

Und natürlich muss es dringendst auch im Fernverkehr mehr Anbieter geben.
Kurzum: unterm Strich ist mehr Wettbewerb wünschenswert und würde gerade dem Fernverkehr >einen Schub versetzen. Denn nichts ist schlimmer als das de-facto-Monopol von DB FV.


Hier habe wir aber einen klassischen Zielkonflikt. Denn einerseits wollen wir - vollkommen zu Recht - einen Deutschlandtakt; sprich einen ITF

Ich will den bekanntlich nicht. ;-) Oder nur als allergröbsten Grundtakt.

Ich gebe mich allerdings auch nicht mit 30/60-Minuten-Takten zufrieden. Auf den Hauptstrecken muss alle 10 bis 15 Min ein Zug kommen. Auf Nebenstrecken MINDESTENS alle 20 bis 30 Min. Taktknoten braucht es dann nicht mehr. Der ITF ist Irrsinn pur. Am Knotenbahnhof brauche ich riesige Infrastruktur, damit alles kreuzungsfrei rein und raus kommt - gleichzeitig. Danach liegt alles bis zum nächsten Takt brach.

Das Problem ist aber dann, dass das Unternehmen (im Zweifelsfall DB FV), das die ITF-Trasse bekommt, einen klaren Vorteil hat, den es auch gemäß den Marktbedingungen ausspielen wird; im Zweifelsfall über den (höheren) Preis. Und genau das soll ja auch verhindert werden.

Also was bleibt? Linien ausschreiben? Wenn ja, wer soll das machen und zu welchen Bedingungen? Was wird dann aus der BC?

Es gibt 2 parallele Preissysteme. Den Deutschlandpreis, der immer überall bei jedem gilt. Daneben darf jedes Unternehmen seine eigenen Preise machen. Und mit anderen Unternehmen kooperieren ('das Eurobahn-NWB-Ticket', gilt dann nur da).

Trassen/Ausschreibung: ich denke revolutionär. Es gibt nur noch 3- bzw 4-teilige Fahrzeuge. Alle Fahrzeuge aller Hersteller müssen kuppelbar sein und on Grundfunktion gemeinsam betrieben werden können


Mit 3- und 4-Teilern kann ich jede Zuglänge außer 5 Wagen darstellen. Und dann vergebe ich eine Trasse mehrfach. Die Züge der Betreiber fahren dann vereint.

Um 11.40h in Osnabrück an Gleis 2 fährt ein:

Wagen 1 bis 4: ICE 2543 Stralsund Basel, DB
Wagen 5 bis 7: FLX 3214 Hamburg Köln, Flixtrain
Wagen 6 bis 9: LEO 7635 Bremerhaven Aachen, Leo-Express
Wagen 10 bis 13: ALX 6468 Bremen Saarbrücken, Länderbahn

Der Betriebsführer, der noch den Lokführer stellen muss, bekommt dafür einen Ausgleich.

In der Gestaltung der Züge und dem Preissystem ist jeder frei. Der Kunde hat die Wahl. Abgerechnet für das EVU werden die Fahrgeldeinnahmen. Jedes EVU muss ein Interesse dran haben, SEINEN Zug vollzubekommen.

Schritt 1: jedes Unternehmen reicht seine Trassenwünsche ein.

Schritt 2: wo die eingereichten Trassen nicht dem o.g. Mindestbedienungsstandards entsprechen, vergibt die Netz GmbH (die allen EVU gehört, entsprechend Aufträge bzw schreibt diese aus.

Im Ergebnis gibt es eine kunterbunte Eisenbahn mit kunterbunten Zügen und kunterbunten Preisen.

Ich glaube, die Diskussion steht da noch sehr am Anfang und noch längst sind nicht alle Dinge (auch unter den Bahnenthusiasten) zu Ende gedacht.

Das gebe ich gerne zu. Bis zum 5. Spiegelstrich habe ich das auch noch nicht durchdekliniert.


Schöne Grüße von jörg

Nun ...

ICE16, Sonntag, 13.09.2020, 12:33 (vor 18 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von ICE16, Sonntag, 13.09.2020, 12:35

Also eine blöder, Betrieblich komplexere, tariflich komplexe und für den Kunden undurchsichtigere kunstrukt kann man glaub ich nicht bauen... Mal von Technik ganz abgesehen

Das technisch und betrieblichen abzubilden würde die Kosten schon verdreifachen...

War das jetzt Dein Erst oder nur ein Joke ?

Garfield_1905, Montag, 14.09.2020, 02:09 (vor 18 Tagen) @ Der Blaschke

m 11.40h in Osnabrück an Gleis 2 fährt ein:


Wagen 1 bis 4: ICE 2543 Stralsund Basel, DB
Wagen 5 bis 7: FLX 3214 Hamburg Köln, Flixtrain
Wagen 6 bis 9: LEO 7635 Bremerhaven Aachen, Leo-Express
Wagen 10 bis 13: ALX 6468 Bremen Saarbrücken, Länderbahn

Ich freue mich schon auf das Gejaule des Fahrgastes, der auf einmal in Basel landet, obwohl er eigentlich nach Saarbrücken wollte. :-) Na ja, muß er halt aufpassen, aber der Wagen war doch sooo schön leer ... !

Anderes Beispiel: Bei Leo Express fällt Wg. 9 aus und schon fahren die Fahrgäste die gewohnheitsmäßig oder nach Wagenstandanzeiger in Wg 9 einsteigen nicht mehr nach Aachen sondern nach Saarbrücken. Na ja, bei Leo Express fällt ja kein Wagen aus.

Und ob durch den ganzen notwendigen admistrativen und rangiertechnischen Aufwand da soooo viel gespart wird ..., na ja, müßte man mal rechnen. ;-)

Ja, meine Erst-Bahnreform. Und wann war ich je spaßig?

Der Blaschke, Montag, 14.09.2020, 06:38 (vor 18 Tagen) @ Garfield_1905

Huhu.

Wagen 1 bis 4: ICE 2543 Stralsund Basel, DB
Wagen 5 bis 7: FLX 3214 Hamburg Köln, Flixtrain
Wagen 6 bis 9: LEO 7635 Bremerhaven Aachen, Leo-Express
Wagen 10 bis 13: ALX 6468 Bremen Saarbrücken, Länderbahn


Ich freue mich schon auf das Gejaule des Fahrgastes, der auf einmal in Basel landet, obwohl er eigentlich nach Saarbrücken wollte. :-) Na ja, muß er halt aufpassen, aber der Wagen war doch sooo schön leer ... !

Learning by doing. Nach dem 2. Male passt er auf.

Im Straßenverkehr gibt's übrigens das Konzept: shared space. Kennzeichen ist das Fehlen von Beschilderung. Das soll die Leute zunächst etwas verwirren - dadurch aber die Aufmerksamkeit erhöhen. Was die Unfallzahlen senkt.

So ähnlich wäre es in diesem System hier. Muss man den Kunden wieder zur Aufmerksamkeit erziehen. Nach der 3. Falschfahrt kann er es dann.

Anderes Beispiel: Bei Leo Express fällt Wg. 9 aus und schon fahren die Fahrgäste die gewohnheitsmäßig oder nach Wagenstandanzeiger in Wg 9 einsteigen nicht mehr nach Aachen sondern nach Saarbrücken. Na ja, bei Leo Express fällt ja kein Wagen aus.

Ich schrien von bzw meinte 3- bzw 4-teilige Triebzüge. Sowas a la FLIRT und so. Da fällt dann der Triebzug ganz aus oder gar nicht.

Und ob durch den ganzen notwendigen admistrativen und rangiertechnischen Aufwand da soooo viel gespart wird ..., na ja, müßte man mal rechnen. ;-)

Erstens gibt's dank Triebzügen nicht unendlich viel zu rangieren und zweitens sprach ich nirgendwo von sparen! Im NV wird in einigen Gegenden geflügelt, bis der Arzt kommt. Im FV hier und da auch mal. Da wüßte ich nicht, was gegen flächendeckendes Geflügel spricht. Höchstens das Gemaule der Veganer.

Ich halte es für Schwachsinn, 12, 13, 14-teilige Triebzüge zu erfinden. Denn die bekomme ich nur selten auf ganzem Laufweg zu allen Tageszeiten gut ausgelastet. Kleine Einheiten, die dafür öfters verkehren in dichterem Takt, wenn dieser gebraucht wird. Gilt für FV wie für NV. Um 20.39h ab Norddeich nach Hannover brauche ich keine 7 Dosto; Irrsinn pur. Und der 514 nach Hamburg muss im Schlußabschnitt keine 12 oder 14 Wagen haben. Kurze Einheiten bieten wahnsinnige Flexibilität. Und vermeiden unnütze Kosten (Stichwort: rechnen).

Man muss halt mal ein bißchen revolutionärer denken. Und freigeistiger. Das ist das schöne beim Zeitungszustellen. Man ist im Freien. Und nachts ist die Luft klar. Und denken braucht man bei dem Job nicht - der ist so simpel; das kann jeder. Also werden die freien Hirnkapazitäten anderweitig genutzt.

Während andere nur zum Rauchen an die (dann eben nicht mehr frische) Luft gehen. ;-). Schade eigentlich, mir würde weitere revolutionäre Gedanken deutlich besser gefallen als dieses eher nickelige "ham wa ja noch nie gemacht sowat" ...

Aber du darfst gerne rechnen. Ich geh jetzt schlafen für 4 Stunden. Nachher muss ich zwar nicht rechnen, aber zählen. Sogar in deinem Dunstkreis.


Schöne Grüße von jörg

Noch ein Vorteil!

Der Blaschke, Montag, 14.09.2020, 11:54 (vor 17 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von Der Blaschke, Montag, 14.09.2020, 11:56

Huhu.

Die Zitate beziehen sich auf einen mittlerweile verborgenen Beitrag des Users "ICE16".

So das Ding kommt auf 4 Werkstätten allein bis vier Züge gekuppelt sind...

Was willst du jetzt mit 4 Werkstätten?

Aber da kommt mir grad noch ein Vorteil des Systems in den Sinn: fällt einer von bspw 4 Betreibern aus, sind IN DER TRASSE noch 3 übrig, die u.U. bei freien Plätzen den Fahrgast befördern können. Der Kunde erleidet also u.U. keinen Zeitverlust, sondern u.U. nur einen Komfortverlust. Heute ist das anders: fällt der Zug aus, kommt der Kunde nicht vom Fleck.

Ticketeinnahmentechnisch muss das natürlich so verrechnet werden, dass die Mitnahme für den anderen Betreiber lukrativ ist. Und für den Ausfallenden unlukrativ. Eine niedrige Verfügbarkeit muss drastischere Konsequenzen als heute haben.

Hm ich würde mal sagen wenn man als Erwachsener noch Zeitung zustellt ist man im Leben auch irgendwo hart falsch abgebogen...

Tageszeitungen werden AUSSCHLIEßLICH von Erwachsenen zugestellt - Kinder und Jugendliche dürfen das gar nicht, weil wegen Nachtarbeit und so. Sollen übrigens so um die 160.000 Menschen sein, die das machen. Allein in 'meiner' Firma, die noch nicht mal die einzige Zustellgesellschaft des Verlages ist, sind es ca 1.200 Mitarbeiter. Davon übrigens mehrheitlich Frauen. Und alle Berufe sind vertreten: Handwerker, Beamte, Polizisten, Kaufleute ... Alles Dummköpfe nach deiner Lesart?

Solang man dazu schreibt innovative und neu gedacht... Der Satz macht Ideen nicht besser...

Braucht er auch nicht, weil sie von vornherein super sind. ;-)


Schöne Grüße von jörg

Flügeln bis der Arzt kommt

Sportdiesel612, Montag, 14.09.2020, 20:15 (vor 17 Tagen) @ Der Blaschke

Im NV wird in einigen Gegenden geflügelt, bis der Arzt kommt. Im FV hier und da auch mal. Da wüßte ich nicht, was gegen flächendeckendes Geflügel spricht. Höchstens das Gemaule der Veganer.


Ja, z. B. in Nürnberg um 5:35. BR612 in vierfach Traktion zu vier unterschiedlichen Zielen unterwegs.: Weiden, Kirchenlaibach (Cheb), Bayreuth, Schwandorf

Nun ...

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Montag, 14.09.2020, 12:10 (vor 17 Tagen) @ Der Blaschke
bearbeitet von Alibizugpaar, Montag, 14.09.2020, 12:11

Es gibt 2 parallele Preissysteme. Den Deutschlandpreis, der immer überall bei jedem gilt. Daneben darf jedes Unternehmen seine eigenen Preise machen. Und mit anderen Unternehmen kooperieren

Das gäbe wohl ein 'Eisenbahn-Tarifverzeichnis Deutschland' vom Umfang 10x Telefonbuch Tokyo. Nicht zu vergessen; in dieses Verzeichnis müssen auch Regiotarife der Länder und internationale Preise verpresst werden.

Machen wir 20x Tokyo.

Und direktester Konkurrent bleibt immer das Auto: 1. Tanken 2. selber fahren 3. aber kein metastasierender Tarifwildwuchs, weil es entweder wehtut oder man schlicht verzweifelt.

Bahnfahren muß einheitlicher und flexibler, leichter werden. Es darf kein Wettbewerbsrennen entstehen, daß nur der Geld sparen kann, der sich überall möglichst verschachtelt und verklausuliert hindurch winden kann. Ich weiß, es gibt die verrückte Welt der Handy- und Versicherungsverträge. DAS muß man aber nicht 1 zu 1 auf die Schiene übertragen.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Ja, das tanken ....

Der Blaschke, Montag, 14.09.2020, 15:35 (vor 17 Tagen) @ Alibizugpaar

Huhu.

Und direktester Konkurrent bleibt immer das Auto: 1. Tanken

Was an jeder Tanke was anderes kostet und zigfach täglich im Preis wechselt.

Dagegen ist die Preispolitik der Eisenbahn höchst oldschool.

Wie oft geschrieben: wenn welche über den Preis schimpfen bei mir, sind das meistens bzw fast immer Verbundkunden. Da wo der Preis starr und übersichtlich ist.

Schöne Grüße von jörg

Ja, das Tanken .... ist metastasierender Tarifwildwuchs

Henrik, Montag, 14.09.2020, 16:06 (vor 17 Tagen) @ Der Blaschke

Und direktester Konkurrent bleibt immer das Auto: 1. Tanken

Was an jeder Tanke was anderes kostet und zigfach täglich im Preis wechselt.

Dagegen ist die Preispolitik der Eisenbahn höchst oldschool.

ja.
Die Spreizung an der Tanke ist viel extremer als bei der Bahn.
und das ist nur die Tanke. Da kommt ja noch so einiges hinzu.. Parkplatzgebühren, Inspektion, Werkstatt, Versicherungen, Steuern etc.

Wie oft geschrieben: wenn welche über den Preis schimpfen bei mir, sind das meistens bzw fast immer Verbundkunden. Da wo der Preis starr und übersichtlich ist.

..und wo der Preis am teuersten ist.

bei DB FV schimpfen am wenigsten Fahrgäste über die Preise der Sparpreise rum - bei diesen Tarifen ist die Preiszufriedenheit am höchsten.

Allervollste Zustimmung ...

Der Blaschke, Montag, 14.09.2020, 17:18 (vor 17 Tagen) @ Henrik

- kein Text -

Ohne Auto keine Bahn.

br752, Montag, 14.09.2020, 18:24 (vor 17 Tagen) @ Henrik

Die Spreizung an der Tanke ist viel extremer als bei der Bahn.

Bei Super sind das 1,30 Euro plus/minus 10 Cent. (ca. 10% Schwankung)
Bei der Bahn ist die Gleiche 2. Klasse Fahrt am gleichen Tag fuer (evtl.) 29 bis 129 Euro zu bekommen. (Ca. 100% Schwankung (Unten nach mitte, mitte nach oben)*

Was oder wer schwankt da mehr.

und das ist nur die Tanke. Da kommt ja noch so einiges hinzu.. Parkplatzgebühren, Inspektion, Werkstatt, Versicherungen, Steuern etc.

Was beim Auto die Steuern sind, ist bei der Bahn die BC. Beides ist ca. gleich teuer.
Achso: Bei der Bahn kann man auf die Bahncard verzichten? Wird nur etwas teurer?
Beim Auto kann man auch auch auf die Steuer verzichten: eAuto kaufen, nur etwas teurer!

Versicherungen beim Auto?
Was ist mit den Taxikosten bei der Bahn wenn der letze Bus mal wieder weg ist oder dahin nicht faehrt? 3*30 Euro im Jahr sind aber auch schon eine Haftplicht.

Inspektion beim Auto? Kostet mal 200 Euro im Jahr?
Wie komme ich denn mit Familie in die Erholungsregionen wohin kein OeV faehrt? Mietwagen/Carsharingauto an 2 Wochenenden nehmen? 200 Euro!

Das man beim reisen mit oeffentlichen Verkehrsmittel wesentlich mehr fuer Speisen und Getraenke unterwegs ausgibt ist ueblich. Ich kenne einen bekannten der hat fuer einen 2 Tagesausflug mit dem Zug 4 Stueck 1,5 L Flaschen im Rucksack mitgenommen weil ihm der Preis unterwegs zu teuer war. Natuerlich nehem seinem Gepaeck. Der konnte das ab. Wer noch? Im Auto kannst du auch ne Kiste Wasser parken.

Da frage ich mich ob die Parkgebuehren pro Jahr oder der Aufpreis fuer die Verpflegung am Bahnhof mehr kostet?

Nebenbei: Billiges Hotel im kleinen schoenen Ort, ca. 10 km von der Autobahn entfernt oder doch Stadt-/Bahnhofsnahes Hotel zum doppelten Preis bei gleichem Komfort? Oder gleicher Preis bei halben Komfort? Schuaen wie auf den WAF?

Weil wir gerade dabei sind: Ausfluege in die Umgebung am Urlaubsort: Beim Auto habe ich Sprit+Reifenkosten. Mit OeV? Zusaetzliche Bus kosten, ggf. Taxi weil dahin kein Bus faehrt oder ich besuche das nicht. Auch ein "Sparvorteil" von Bus und Bahn?

Ohne Auto sind die Total cost of Reisesekosten auch nicht viel kleiner als bei dem Auto. (Wenn ich das gleiche machen will).

bei DB FV schimpfen am wenigsten Fahrgäste über die Preise der Sparpreise rum - bei diesen Tarifen ist die Preiszufriedenheit am höchsten.

Genau, weil die auch fuer die "Verbundfahrten" (und was sonst noch ausser dem Rahmen anfaellt) ein Auto haben.

Fazit: Wer nicht auf die Bahn angewiesen ist, kann sie sich auch leisten. ;-)

Bahnfahren ist nur dann guenstiger, wenn ich auf Dinge verzichte die ich mit dem Auto haette machen koennen. Anders gesagt: Mit einer Monatskarte im Sauerland sind fuer mich 90% der Reisewuensche nicht erreichbar und sei es nur am Sonntag in den Nachbarort zu fahren um jemanden zu besuchen. Das kann sich aber ein Berliner Hipster nicht vorstellen der in Sichtweite immer eine U-Bahn hat. Bei dem heutigen Nivea kommt der zuerst auf die Idee eine U-Bahn im Sauerland bauen zu wollen. Und zwar bis 2030!


BR752


* Wusste nicht wie ich besser schreiben sollte, dann vom Mittelwert sind es ca. 50% nach unten (halbierung) und 100% nach oben (verdoppelung). Da sind ja einige immer so ganz genau, auch wenn es auch die Genauigkeit nicht ankommt.

Ohne Auto kaum Spreizung.

Henrik, Montag, 14.09.2020, 19:12 (vor 17 Tagen) @ br752

Ohne Auto keine Bahn.

Die Spreizung an der Tanke ist viel extremer als bei der Bahn.

Bei Super sind das 1,30 Euro plus/minus 10 Cent. (ca. 10% Schwankung)
Bei der Bahn ist die Gleiche 2. Klasse Fahrt am gleichen Tag fuer (evtl.) 29 bis 129 Euro zu bekommen. (Ca. 100% Schwankung (Unten nach mitte, mitte nach oben)*

Klar können wir uns Sachen ausdenken, die Realitäten komplett verdrehen, nur damit das eigene Weltbild nicht gestört wird oder der Witz erhalten bleibt (wenns halt gar nicht erst ernst gemeint war).

Die Spreizung der Spritpreise über jeweils das selbe Produkt über den Tag verteilt oder auch benachbarter Tankstellen oder auch im Verlauf einer Woche ist extrem, sehr extrem. Das nimmt Maße an, wie es bei den Sparpreisen der Bahn nicht vorhanden ist.
Nachzulesen bei ADAC, verschiedenen Instituten etc, die eben jenes immer wieder untersuchen, hatten wir hier im Forum auch immer wieder mal.

und das ist nur die Tanke. Da kommt ja noch so einiges hinzu.. Parkplatzgebühren, Inspektion, Werkstatt, Versicherungen, Steuern etc.

Was beim Auto die Steuern sind, ist bei der Bahn die BC. Beides ist ca. gleich teuer.

es gibt ein paar wenige BahnCards. 3 sind es.
Beim Auto gibt es mehr als nur 3 Steuersätze zur Auswahl.

Versicherungen beim Auto?

dito. div. Spreizungen.

Was ist mit den Taxikosten

Taxitarife sind vertraglich fix geregelt. Uber ist verboten. Bei Uber gibts die Spreizung, ja, auch extrem.

Inspektion beim Auto? Kostet mal 200 Euro im Jahr?

Eine Spreizung im 4-stelligen Euro Bereich.

Dass man beim Reisen mit öffentlichen Verkehrsmittel wesentlich mehr für Speisen und Getränke unterwegs ausgibt ist üblich.

Nein, im Gegenteil.
Im ICE geben die Fahrgäste keinen einzigen Cent im Bordbistro aus (in anderen Zügen technisch gar nicht möglich),
mit dem Auto fährt man eher mal ne Raststätte an.

Die Spreizung ist hier aber doch eher im Bahnhof eher gegeben.

Da frage ich mich ob die Parkgebühren

spreizen sehr extrem, durchaus ja auch mit Intention (von 1 bis 10 €).

Ohne Auto sind die Total cost of Reisesekosten auch nicht viel kleiner als bei dem Auto. (Wenn ich das gleiche machen will).

mit dem ICE kann man für 12 Cent / km reisen, vielleicht auch paar Cent mehr.
Mit dem eigenen PKW wird man nicht ansatzweise in solche Bereiche kommen.

bei DB FV schimpfen am wenigsten Fahrgäste über die Preise der Sparpreise rum - bei diesen Tarifen ist die Preiszufriedenheit am höchsten.

Genau, weil die auch für die "Verbundfahrten" (und was sonst noch ausser dem Rahmen anfällt) ein Auto haben.

City-Ticket ist im Sparpreis mit drin.

Fazit: Wer nicht auf die Bahn angewiesen ist, kann sie sich auch leisten. ;-)

noch einmal zum sich Bewusstmachen,

im Quell-Ziel-Verkehr zwischen den Metropolen bei klassischen FV-Verbindungen liegt der ICE im Modal-Split vor dem MIV.
Diese Menschen sind nicht auf die Bahn angewiesen.

Bahnfahren ist nur dann günstiger, wenn ich auf Dinge verzichte die ich mit dem Auto hätte machen können.

Nein, s.o.

Auf Kosten von 10-20 ct/km kommt kein einziger Autofahrer mit seinem Auto.

Taxis fahren kostenlos in der Eifel.

br752, Montag, 14.09.2020, 20:38 (vor 17 Tagen) @ Henrik

Die Spreizung an der Tanke ist viel extremer als bei der Bahn.

Bei Super sind das 1,30 Euro plus/minus 10 Cent. (ca. 10% Schwankung)
Bei der Bahn ist die Gleiche 2. Klasse Fahrt am gleichen Tag fuer (evtl.) 29 bis 129 Euro zu bekommen. (Ca. 100% Schwankung (Unten nach mitte, mitte nach oben)*


Klar können wir uns Sachen ausdenken, die Realitäten komplett verdrehen, nur damit das eigene Weltbild nicht gestört wird oder der Witz erhalten bleibt (wenns halt gar nicht erst ernst gemeint war).

Da muss ich nichts ausdenken oder verdrehen! Deine persoenlichen Unterstellungen und versuche einer Beleidigung magst du bitte zurueckfahren. Danke.

Das kannst du gerne vergleichen gehen. Das ist kein Witz sondern die Realitaet. Da kannst du gerne mal bei der Tankstelle oder im Reisezentrum vorbeischauen.

Was beim Auto die Steuern sind, ist bei der Bahn die BC. Beides ist ca. gleich teuer.


es gibt ein paar wenige BahnCards. 3 sind es.
Beim Auto gibt es mehr als nur 3 Steuersätze zur Auswahl.

1. Es geht um die Durschnittlichen kosten der KFZ Steuer bzw. durchschnittlichen Kosten einer BC. Liegen wohl da so im gleichen Bereich.

2. Es geht nicht um die Anzahl der Tarife, sonder um die Kosten.

3. Gibt wohl so um die 20 oder mehr Bahncardvarianten.

Dass man beim Reisen mit öffentlichen Verkehrsmittel wesentlich mehr für Speisen und Getränke unterwegs ausgibt ist üblich.


Nein, im Gegenteil.
Im ICE geben die Fahrgäste keinen einzigen Cent im Bordbistro aus (in anderen Zügen technisch gar nicht möglich),
mit dem Auto fährt man eher mal ne Raststätte an.

Das hat niemand gesagt! Es geht um das Reisen mit oeffentlich Verkehr im allgemeinen und nicht um eine Fahrt von A nach B im ICE. Da man im oeffentlich Verkehr weniger Proviant aus Gewichtsgruenden mit nimmt ist die durschnittliche Wahrscheinlichkeit groesser sich unterwegs zu verpflegen, als wenn man die gleiche Strecke mit dem Auto zuruecklegt. (Je weniger ich mitnehmen kann um so mehr muss ich vor Ort oder auf der Reise kaufen.)

Oder kommen fuer den Campingurlaub am Biggesee mit Rucksack und Tramperticket noch 4 Dosen Ravioli und eine Kiste Wasser mit rein? Kaufe ich das Wasser vielleicht dann beim Ausflug mit dem Carsharingauto, was am Campingplatz steht, oder hole ich das mit Leihfahrrad guenstig vom Getraenkeladen aus dem Nachbarort? Oder mache ich erst gar keinen Campingurlaub mit dem Zelt weil es zu kompliziert und teuer ist? - Natuerlich mach ich den Campingurlaub! Ich fahre einfach im Auto der Kumpels mit. Aber ich habe da ein reines Gruenes Gewissen! So schoen in der Natur.

Ohne Auto sind die Total cost of Reisesekosten auch nicht viel kleiner als bei dem Auto. (Wenn ich das gleiche machen will).


mit dem ICE kann man für 12 Cent / km reisen, vielleicht auch paar Cent mehr.
Mit dem eigenen PKW wird man nicht ansatzweise in solche Bereiche kommen.

Das stimmt. Ich schaffe das auch schon mal fuer 5 ct/Kilometer. Aber du verstehst schon den Unterschied zwischen Fahrtkosten von A nach B und Reisekosten? Ich habe doch gesagt, dass in einer ICE Fahrt nicht die Tagesausfluege mit dem Nahverkehr und dem Carsharingwagen am Urlaubsort enthalten sind! Alle "Bewegunskosten" einer Reise muessen addiert werden!

Genau, weil die auch für die "Verbundfahrten" (und was sonst noch ausser dem Rahmen anfällt) ein Auto haben.


City-Ticket ist im Sparpreis mit drin.

Stimmt, wer 5 Euro fuer den Sparpreis mehr bezahlt, hat das +City Ticket fuer 2,50 mit drin.
Ausserdem: Verbundfahrten sind nicht gleich +City Fahrten. So ein Verbundraum kann schon mal 30km lang sein, +City aber nicht.
Gut ein Berlin AB +City Hipster kann das vielleicht nicht verstehen, weil bei ihm die Welt ausserhalb AB aufhoert. (War ein freies Zitat)

Bahnfahren ist nur dann günstiger, wenn ich auf Dinge verzichte die ich mit dem Auto hätte machen können.


Nein, s.o.

Auf Kosten von 10-20 ct/km kommt kein einziger Autofahrer mit seinem Auto.

Vielleicht oder auch nicht, aber du hast es wirklich nicht erkannt? Es geht nicht um Autokosten von Mannheim nach Karlsruhe, sondern um Reisekosten.

Testfrage: Was ist wohl teurer? Eine ICE Fahrt von Bonn nach Koblenz weiter mit NV/TAXI nach Morbach und die Ausfluege per Carsharing zu den Burgen und den Museen in der Umgebung an den Aufenthaltstagen oder gleich mit dem Auto zu fahren? Spaetestens bei einer Familie das Auto billiger.


Bonusfrage: Wie erreiche ich mit OeV den ICE 23 morgens in Duesseldorf Hbf, wenn ich in Duesseldorf starte?

a) Mit der S-Bahn und einer Wartezeit von 1h (4:23h bis 5:27h) auf dem Hauptbahnhof
b) Mit ca. 2 Stunden Fussweg
c) Mit einem Taxi fuer 30 Euro
d) Mit der S-Bahn (+City vorhanden) und einer Umsteigezeit von 4 Minuten am Hbf
e) Mit einem Pop-UP Carsharingauto


BR752


PS: Es ist mit dem ICE 23 echt ein Elend! Der koennte zumindest am Flughafenbahnhof halten oder die S-Bahn abwarten. Morgens um 5h ist die Zugfolge und Gleisbelegung noch ueberschaubar. Ja, auch die Tram faehrt nicht.
Bei einer Autofahrt, anstelle mit dem Zug, waeren schon mal die Spritkosten fuer 300km drin! Oder ein Drittel der KFZ Steuer.

ÖPNV ist kostenlos in Melbourne.

Henrik, Dienstag, 15.09.2020, 02:25 (vor 17 Tagen) @ br752

Die Spreizung an der Tanke ist viel extremer als bei der Bahn.

Bei Super sind das 1,30 Euro plus/minus 10 Cent. (ca. 10% Schwankung)
Bei der Bahn ist die Gleiche 2. Klasse Fahrt am gleichen Tag fuer (evtl.) 29 bis 129 Euro zu bekommen. (Ca. 100% Schwankung (Unten nach mitte, mitte nach oben)*

Klar können wir uns Sachen ausdenken, die Realitäten komplett verdrehen, nur damit das eigene Weltbild nicht gestört wird oder der Witz erhalten bleibt (wenns halt gar nicht erst ernst gemeint war).

Da muss ich nichts ausdenken oder verdrehen! Deine persönlichen Unterstellungen und versuche einer Beleidigung magst du bitte zurückfahren. Danke.

mit Deinen Unterstellungen solltest Du etwas vorsichtiger sein.

nochmal klar & deutlich:

Die Spreizung der Spritpreise über jeweils das selbe Produkt über den Tag verteilt oder auch benachbarter Tankstellen oder auch im Verlauf einer Woche ist extrem, sehr extrem. Das nimmt Maße an, wie es bei den Sparpreisen der Bahn nicht vorhanden ist.
Nachzulesen bei ADAC, verschiedenen Instituten etc, die eben jenes immer wieder untersuchen, hatten wir hier im Forum auch immer wieder mal.

Gegenteiliges kann sich gerne jeder ausdenken, zitieren lässt sich das von anderen nicht, das lässt sich nicht belegen.

Was beim Auto die Steuern sind, ist bei der Bahn die BC.

es gibt ein paar wenige BahnCards. 3 sind es.
Beim Auto gibt es mehr als nur 3 Steuersätze zur Auswahl.

1. Es geht um die Durchschnittlichen kosten der KFZ Steuer bzw. durchschnittlichen Kosten einer BC. Liegen wohl da so im gleichen Bereich.

2. Es geht nicht um die Anzahl der Tarife, sonder um die Kosten.

3. Gibt wohl so um die 20 oder mehr Bahncardvarianten.

Es ging weder um die Kosten, noch Durchschnitt, sondern rein um die Varianz, die Spreizung.
Es gibt drei BahnCard-Typen - mehr nicht.

Dass man beim Reisen mit öffentlichen Verkehrsmittel wesentlich mehr für Speisen und Getränke unterwegs ausgibt ist üblich.

Nein, im Gegenteil.
Im ICE geben die Fahrgäste keinen einzigen Cent im Bordbistro aus (in anderen Zügen technisch gar nicht möglich),
mit dem Auto fährt man eher mal ne Raststätte an.

Das hat niemand gesagt! Es geht um das Reisen mit öffentlich Verkehr im allgemeinen und nicht um eine Fahrt von A nach B im ICE.

um Bahnverkehr insgesamt - steht jetzt nicht im Widerspruch zu obigen.

Da man im öffentlich Verkehr weniger Proviant aus Gewichtsgründen mitnimmt, ist die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit größer sich unterwegs zu verpflegen, als wenn man die gleiche Strecke mit dem Auto zurücklegt.

wie geil! :D
der ist super!

wieso macht die DB bloß so zig Millionen Verluste mit ihren tollen Bordrestaurants, wenn 95% der Fahrgäste sich doch unterwegs verpflegen müssen..

echt köstlich.

"na, hast die Stullen auch nicht vergessen?" - "wat? Wir fahren doch ICE! Da geht das doch nicht.. aus Gewichtsgründen, weißt Du doch." - "achja, klar doch."

Ohne Auto sind die Total cost of Reisesekosten auch nicht viel kleiner als bei dem Auto. (Wenn ich das gleiche machen will).

mit dem ICE kann man für 12 Cent / km reisen, vielleicht auch paar Cent mehr.
Mit dem eigenen PKW wird man nicht ansatzweise in solche Bereiche kommen.

Das stimmt. Ich schaffe das auch schon mal für 5 ct/Kilometer. Aber du verstehst schon den Unterschied zwischen Fahrtkosten von A nach B und Reisekosten? Ich habe doch gesagt, dass in einer ICE Fahrt nicht Nahverkehr enthalten sind! Alle "Bewegungskosten" einer Reise müssen addiert werden!

natürlich ist das alles mit drin.. rechne dann noch mal nen Cent drauf und lass gut sein, fertig.

Genau, weil die auch für die "Verbundfahrten" (und was sonst noch ausser dem Rahmen anfällt) ein Auto haben.

City-Ticket ist im Sparpreis mit drin.

Stimmt, wer 5 Euro fuer den Sparpreis mehr bezahlt, hat das +City Ticket fuer 2,50 mit drin.
Ausserdem: Verbundfahrten sind nicht gleich +City Fahrten. So ein Verbundraum kann schon mal 30km lang sein, +City aber nicht.

addiere nochmal 0,0001 ct auf den Kilometer drauf und gut is.

Bahnfahren ist nur dann günstiger, wenn ich auf Dinge verzichte die ich mit dem Auto hätte machen können.

Nein, s.o.

Auf Kosten von 10-20 ct/km kommt kein einziger Autofahrer mit seinem Auto.

Vielleicht oder auch nicht

Du persönlich wirst keinen einzigen finden und gut is..

ÖPNV ist kostenlos in Melbourne. Bei uns der Arztbesuch

br752, Dienstag, 15.09.2020, 04:18 (vor 17 Tagen) @ Henrik

Die Spreizung an der Tanke ist viel extremer als bei der Bahn.

Bei Super sind das 1,30 Euro plus/minus 10 Cent. (ca. 10% Schwankung)
Bei der Bahn ist die Gleiche 2. Klasse Fahrt am gleichen Tag fuer (evtl.) 29 bis 129 Euro zu bekommen. (Ca. 100% Schwankung (Unten nach mitte, mitte nach oben)*

Klar können wir uns Sachen ausdenken, die Realitäten komplett verdrehen, nur damit das eigene Weltbild nicht gestört wird oder der Witz erhalten bleibt (wenns halt gar nicht erst ernst gemeint war).

Da muss ich nichts ausdenken oder verdrehen! Deine persönlichen Unterstellungen und versuche einer Beleidigung magst du bitte zurückfahren. Danke.


mit Deinen Unterstellungen solltest Du etwas vorsichtiger sein.

Ist das eine Drohung?

Da man im öffentlich Verkehr weniger Proviant aus Gewichtsgründen mitnimmt, ist die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit größer sich unterwegs zu verpflegen, als wenn man die gleiche Strecke mit dem Auto zurücklegt.


wie geil! :D
der ist super!

Was daran super oder geil ist verstehe ich nicht.

City-Ticket ist im Sparpreis mit drin.

Stimmt, wer 5 Euro fuer den Sparpreis mehr bezahlt, hat das +City Ticket fuer 2,50 mit drin.
Ausserdem: Verbundfahrten sind nicht gleich +City Fahrten. So ein Verbundraum kann schon mal 30km lang sein, +City aber nicht.


addiere nochmal 0,0001 ct auf den Kilometer drauf und gut is.

Wie ich durch die Addition von 0,0001 Cent aus einer +City Fahrkarte eine verbundweite Fahrkarte mache erschliesst sich mir nicht. Magst du das erklaeren?


BR752

Ja, das Tanken .... ist metastasierender Tarifwildwuchs

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Montag, 14.09.2020, 18:39 (vor 17 Tagen) @ Henrik

Das Auto ist aber 24/7 flexibel und meistens abfahrbereit, zudem fährt es umsteigefrei von Tür zu Tür. Anschlussverluste gibt es auch selten. Die Bahn fährt zu vorgeschriebenen Zeiten und wenn man abends um 21:30 in Hannover steht, dann fährt schon mal 8 Stunden lang kein ICE nach Frankfurt. Zwischen zwei der wichtigsten Bahnknoten eine achtstündige Betriebsruhe!

Die ÖBB springt mit ihrem NJ zwar zwischendurch noch mal kurz ein, bringt aber auch das doppelte an Fahrtzeit mit.

Das Auto startet wunschgemäß auch um 23:14, 01:33, 02:07 oder 03:23 = die Autobahn wird nicht hochgeklappt. Will sagen: Diese Systemnachteile muß die Bahn an anderer Stelle wieder ausgleichen und dazu zähle ich neben höherer Reisegeschwindigkeit eben auch eine durchschaubare Tarifverständlichkeit.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Ja, das Tanken .... ist metastasierender Tarifwildwuchs

Henrik, Montag, 14.09.2020, 19:39 (vor 17 Tagen) @ Alibizugpaar

Das Auto ist aber 24/7 flexibel und meistens abfahrbereit, zudem fährt es umsteigefrei von Tür zu Tür. Anschlussverluste gibt es auch selten.

Das sind die Systemvorteile des MIV.. und genau deswegen heißt es ja auch MIV.

dafür ist der MIV erheblich weniger kalkulierbar, sein Nachteil.
Der MIV, also das Auto steht auch über 90% seiner Zeit still, macht nichts. sehr teuer erkaufte Flexibilität.

Die Bahn fährt zu vorgeschriebenen Zeiten

..und ist damit sehr kalkulierbar und mit ihrer Ankunftszeit auch sehr zuverlässig.
Systemvorteil.

und wenn man abends um 21:30 in Hannover steht, dann fährt schon mal 8 Stunden lang kein ICE nach Frankfurt. Zwischen zwei der wichtigsten Bahnknoten eine achtstündige Betriebsruhe!

Das sieht auf der Straße wiederum auch nicht viel anders aus. ;)
nachts sind die Autobahn leer, total leer. tot. insbesondere in dieser Zeit.
Die Fotos & Videos aus dem März, April.. schon wieder vergessen?

hab hier ne Autobahn vor der Balkontür. lärmt grade total.. vorletzte Nacht war ich direkt dran über mehrere Minuten (Brücke), nix, kein Auto. stattdessen hörte ich alle 30 Sekunden die Güterzüge von der 4 km entfernten Bahnstrecke donnern, jede einzelne Achse.

Die ÖBB springt mit ihrem NJ zwar zwischendurch noch mal kurz ein, bringt aber auch das doppelte an Fahrtzeit mit.

Die Fahrzeit ist ja auch gewollt.
Fahr mal nachts um 2 Uhr in Hannover los und klopf dann um 4:30 Uhr bei dem Hotel ohne Nachtrezeption in Frankfurt an der Tür. Da nützt die Flexibilität des Nachtsfahrens auch nichts.

Das Auto startet wunschgemäß auch um 23:14, 01:33, 02:07 oder 03:23 = die Autobahn wird nicht hochgeklappt.

praktisch nicht, theoretisch schon. ;)
vor paar Wochen fuhr niemand nachts, die Spuren wurden hochgeklappt. ;)
Die Züge fuhren.

Kennst Du echt nen Autofahrer, der 4 Tage vorher sagte, "in 4 Tagen trete ich meine Fernreise mit dem Auto an um genau 18:43 Uhr" und er das auch tatsächlich zu der Minute dann tat? ;)

Will sagen: Diese Systemnachteile muß die Bahn an anderer Stelle wieder ausgleichen und dazu zähle ich neben höherer Reisegeschwindigkeit eben auch eine durchschaubare Tarifverständlichkeit.

klar muss die Bahn einiges ausgleichen, aber hauptsächlich durch günstigeren Preis und geringere Fahrzeit zwischen den Metropolen.
Die Spreizung bei den Tarifen ist im MIV deutlich stärker gegeben, s.o.
Die ICE-Fahrgäste mit Sparpreis erfreuen sich an hoher Preiszufriedenheit.

Klar, ja.. durchschaubare Tarifverständlichkeit - da stimme ich gewiss zu.

Auch der Backofen wird zu 99% nicht genutzt. Und die BC1000?

br752, Montag, 14.09.2020, 21:53 (vor 17 Tagen) @ Henrik

Das Auto ist aber 24/7 flexibel und meistens abfahrbereit, zudem fährt es umsteigefrei von Tür zu Tür. Anschlussverluste gibt es auch selten.


Das sind die Systemvorteile des MIV.. und genau deswegen heißt es ja auch MIV.

dafür ist der MIV erheblich weniger kalkulierbar, sein Nachteil.
Der MIV, also das Auto steht auch über 90% seiner Zeit still, macht nichts. sehr teuer erkaufte Flexibilität.


Auch mein Klo wird zu 95% der Zeit nicht genutzt. Ein Klo auf der halben Etage waere da oekologischer. (Wie ich diese Argumente Ha**e!)
Ausserdem koennte man ein Gemeinschaftsbad im Mehrfahmilienhaus einrichten und mit dem gesparten Platz eine weitere Wohnung einrichten. Darin koennten man dann sozial Schwache, eine alleinerziehende Mutter oder andere Wohnungssuchende unterbringen. Das zusaetzliche Angebot wuerde den Mietpreis bremsen und den Flaechenverbrauch fuer Neubauten reduzieren und somit einen Beitrag zum Umweltschutz leisten, weil dort dann seltene Voegel nisten koennten.
Apropos Gemeinschaftklo und Bad. In der Badeanstalt und im Zug hat ja auch nicht jeder sein eigenes Klo oder Dusche und es geht trotzdem. Da muss man schon mal fuer den Umweltschutz enger zusammenruecken. Das darf nicht beim Auto aufhoeren. Wie sagt die Politikerin: Man muss das gesamtheitlich sehen und vom Ende her denken. Die Wende muss radikal sein.

Apropos Wohnraum: Kueche? Der Backofen wird wohl zu 99% nicht genutzt. Eine Gemeinschaftskantine pro Strasse waere da Ideal. Es wuerde dem Vorbild der sozialistischen Ganztagsschule folgen wo wir schon die Kinder hinschicken. Auch da ist eine kontrollierte Essenserziehung gesellschaftlich gewuenscht (Besseresser). Warum sollte man das nicht als Erwachsene vorleben? Zusaetzliche wuerde die soziale Teilhabe und die Inklusion von Mitmenschen gestaerkt. Damit waere es leicher biologisch, vegan, vegetarisch und oekologisch vorbildlich zu kochen (Besser fuer die Umwelt und das Klima) da ausgebildete Kochende dies uebernehmen und nicht jeder sich einfach ohne soziale Kontrolle ein Schnitzel in die Pfanne werfen kann. Der Gruene Gedanke ist so progresssiv. Kommt noch soweit, dass man zum Schwarzgrillen am Wochende nach Polen faehrt?

Immer mehr Menschen sind fuer Umweltschutz. Den kann man nicht nur Waehlen, den muss man auch ertragen koennen. "Die Stadtverdichtung ist eine ökologische Notwendigkeit!"

Auch das Bett ist nur zu 1/3 ausgelastet. Man koennte das nach Vorbild von Er-Be-und-Be auch stundenweise vermieten. Ob man nun verreist ist und die (Wochen)Mieter nicht sieht oder ob man gerade auf der Arbeit ist und den (Bett)mieter nicht sieht ist doch egal.

Was ist eigentlich mit Schmuck? Darf man so was noch als Eigentum zulassen. Auch da ist die Nutzungszeit doch recht gering. Wer Probleme hat, dass das Auto (Eigentum) 23 Stunden am Tag rumsteht sollte sich fragen ob er nicht vorbildlich in ein (Erwachsenen)Wohnheim zieht, um dort die bessere Ausnutzung der Resourcen vorzuleben, anstelle anderen vorzuschreiben was sie mit ihrem Eigentum zu tun haben!

Reichen eigentlich nicht zwei Hosen, zwei Hemden und drei T-Shirts um sich zu bekleiden? Vieles davon liegt zu 80% ungenutzt im Kleiderschrank. Fuer mehr Auswahl koennte man auch Shirt-Sharing vorgeben. Waehlt nicht Gruen, handelt Gruen! Wir haben nur noch 10 Jahre um das Klima zu retten. Da muss es schnell und radikal gehen.

Hier noch was Sinnstiftendes*:

[image]


Toi, Toi, Toi.


BR752


* Leider finde ich den Originallink nicht.

PS: BINGO.

Kann es sein das du übertreibst?

Reservierungszettel, KDU, Montag, 14.09.2020, 22:27 (vor 17 Tagen) @ br752

- kein Text -

Vielleicht ein wenig. ;-)

br752, Montag, 14.09.2020, 23:11 (vor 17 Tagen) @ Reservierungszettel

Hallo Reservierungszettel,

naja, vielleicht ein wenig. ;-)

Ich gehe davon aus, dass von 100 Befragten Autofahrern 100 zustimmen, dass die Fahrgastzahlen bei der Bahn bis 2030 verdoppelt werden sollen. Und es werden die Selben 100 Personen sein die das aber nicht auf sich beziehen. Da geben viele nur wieder was ihnen vorgesprochen wird ohne zu verstehen, dass sie selbst gemeint sind.

Schoenen Anbend noch. :-)


BR752

Vielleicht ein wenig. ;-)

Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 15.09.2020, 00:16 (vor 17 Tagen) @ br752
bearbeitet von Reservierungszettel, Dienstag, 15.09.2020, 00:16

Hallo Reservierungszettel,

naja, vielleicht ein wenig. ;-)

Ich gehe davon aus, dass von 100 Befragten Autofahrern 100 zustimmen, dass die Fahrgastzahlen bei der Bahn bis 2030 verdoppelt werden sollen.

Wenn du dabei mehrere 100%ig überzeugte Autofahrer hast die von Bus und Bahn nichts wissen wollen stimmt der Satz nicht.

Meiner Meinung nach werden 75 von 100 zustimmen, das dürfte realistischer sein.

Und es werden die Selben 100 Personen sein die das aber nicht auf sich beziehen. Da geben viele nur wieder was ihnen vorgesprochen wird ohne zu verstehen, dass sie selbst gemeint sind.

Das verstehe ich irgendwie nicht, entweder wissen die Autofahrer davon - durch bekannte, Medienbericht und ähnliches oder eben nicht.


Schoenen Anbend noch. :-)


BR752

für die allermeisten uninteressant.

Henrik, Dienstag, 15.09.2020, 00:55 (vor 17 Tagen) @ Reservierungszettel

naja, vielleicht ein wenig. ;-)

Ich gehe davon aus, dass von 100 Befragten Autofahrern 100 zustimmen, dass die Fahrgastzahlen bei der Bahn bis 2030 verdoppelt werden sollen.

Wenn du dabei mehrere 100%ig überzeugte Autofahrer hast die von Bus und Bahn nichts wissen wollen stimmt der Satz nicht.

Jo..

Meiner Meinung nach werden 75 von 100 zustimmen, das dürfte realistischer sein.

Ja.

Und es werden die Selben 100 Personen sein die das aber nicht auf sich beziehen.

Das verstehe ich irgendwie nicht, entweder wissen die Autofahrer davon - durch bekannte, Medienbericht und ähnliches oder eben nicht.

über 50% von uns Deutsche sind in ihrem Leben noch nicht Bahn gefahren,
wieso sollten 100% von denen obiges so sehr interessieren, dass sie darüber eine Meinung haben und zudem auch noch allesamt die selbe Meinung.
..das dürfte schlichtweg sehr vielen nicht interessieren.

Tanken fuer die Haelfte, aber nur Mittags

br752, Montag, 14.09.2020, 18:55 (vor 17 Tagen) @ Henrik

Ja, das Tanken .... ist metastasierender Tarifwildwuchs

Die Spreizung an der Tanke ist viel extremer als bei der Bahn.

Also von 19 Euro SSP mit BC in der 2. Klasse bis zu 140 Euro ohne BC in der 1. Klasse sehe ich eine groessere Spreizung als zwischen 1,00 Euro Diesel und 1,60 Euro Super-Power-Sprit.

Auch die Schwankungen fuer den gleichen Sprit sind an der Tanke kleiner als der Unterschied fuer die gleiche Fahrt bei der Bahn zwischen SSP,SP,FLEX (immer im gleichen Zug und gleicher Klasse) Preis.

Das Tanken ist genauso preisinstabil wie der Kauf einer Tuete Haribo im Kaufland oder einer Dose Erbsen im real. Da gibt es nur statt taeglicher Aenderung, eben woechentliche Aenderungen? Mal rauf, mal runter. Aber gerne mal -50%. Wo ist da bitte ein "metastasierender Tarifwildwuchs" bei Haribos? Habe das noch nie gehoert.


Nebenbei:
Beim Tanken ist das kein Tarifwildwuchs, weil keine Tarife hinzukommen oder weggehen, sondern eine Preisschwankung. Da wuchert nichs aus. Das bildet sich auch wieder zurueck.
Die 4 Spritsorten gibt es schon konstanter als die Tarife der Deutschen Bahn. Wann gab es eigentlich den Letzten Mitfahrerrabatttarif bei Aral? (Tanken fuer die Haelfte, aber nur Mittags).

Bonusfrage: Wie viele verschiedene "Tarife" fuer das gleiche Produkt (0,5L Cola) gibt am Bahnhof oder rund um den Bahnhof in max. 25m Entfernung? Beschwerden? Wohl kaum vorhanden. Da ist man trainiert fuer sich da richtige Angebot rauszufinden.
Vorweggenommen die Spzialistenantwort: "Nimmt sie dir doch mit, wenn es dir zu teuer ist". Das war aber nicht Frage. ;-)

Fazit: Uebers tanken soll man sich aufregen, einschliesslich dem Tamagotchi, wobei bei anderen Produkten der Preis mehr schwankt. Siehe Edeka, Rewe, Lidl Prospekt.

Im Lebensmittelbereich nennt man eine voruebergehende Preisaenderung "Angebot", bei der Tankstelle nennt man eine voruebergehende Preisaenderung "Abzocke". Da kann mal ja mal drueber nachdenken, wenn man wider ratlos vor dem Sonderangebot steht.


BR752

Wer soll denn alles im Zug mitfahren?

br752, Montag, 14.09.2020, 19:18 (vor 17 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von br752, Montag, 14.09.2020, 19:22

Bahnfahren muß einheitlicher und flexibler, leichter werden. Es darf kein Wettbewerbsrennen entstehen, daß nur der Geld sparen kann, der sich überall möglichst verschachtelt und verklausuliert hindurch winden kann.

Das stimmt, wenn du eine homogene Gesellschaft hast, die halbwegs bereit ist das gleiche auszugeben. Da die Bahn aber mehr Reisenden in die Zuege bekommen soll und dabei nicht zu wenig einnehmen soll, muss sie mit Tarifspielereien arbeiten. (Warum hat denn die Autoindustrie Wagen von 8.000 bis 80.000 Euro im Angebot? Von A nach B kommt man mit allen)

Wenn Itzehoe-Brakel immer 70 Euro kostet, dann sind 50% der Kunden wegen dem Preis ausgeschlossen.

Wenn Itzehoe-Brakel immer 15 Euro kostet, dann sind die Einnahmen zu gering.

Man kann auch politisch auf eine Einnahme (Preis) verzichten und die Kosten nur den Steuerzahlenden, also 50% der Arbeitenden, auferlegen. Dann zahlt der eine quasi 85 Euro fuer die Fahrt, der andere zahlt 0 Euro fuer die gleiche Fahrt. Kann man machen.


Also spreizen wir heute ueber den Komfort (und andere Merkmale*)
- Durchgaenge Verbindung 80 Euro: Oameinmalfahrerin und Nervmichnichtwegenpeanutsberufstaetiger sind zufrieden.

- Einmal Umsteigen fuer 60 Euro: Reisekostenvergleicher und Wenigfahrer sind zufrieden.

- Zweimal Umsteigen fuer 30 Euro: Dersichmehrzutrauer und Autoverzichter sind zufrieden.

- 5 Umstiege und 2h Pause: 10 Euro: Bahntarifzuendeoptimierer und sonstige Gestalten sind zufrieden.

Nur so kann man es schaffen in dieser Gesellschaft moeglichst viele in die Zuege zu bekommen.

Also stellen wir vor den Preis mal die Frage: Wer soll alles mitfahren in den Zuegen? Dann kann man daraus ein Preissystem bilden.

Ein Preissystem muss nicht einfach sein, sondern es muss auf die Kundengruppen zugeschnitten sein. Wer so intelligent ist, es komplett zu durchschauen kann sich die Rosinen rausholen. Alle anderen sind vollkommen zufrieden wenn das Angebot fuer sie in Preis/Leistung passt. Der Preis alleine ist da nicht ausschlaggebend. (Was habe ich in den letzen Monaten gestaunt was Leute bereit sind bei der Bahn auszugeben nur um 1 Stunde frueher zu fahren oder nicht umsteigen zu muessen. Teilweise sogar den fuenffachen Preis! Und sie waren zufrieden!)


BR752


* Muss ich nicht aufzaehlen? Zugbindung, Buchungszeitpunkt, etc.

ITF nicht notwendig platzraubend.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 15.09.2020, 09:13 (vor 16 Tagen) @ Der Blaschke

Tubs:

Hier haben wir aber einen klassischen Zielkonflikt. Denn einerseits wollen wir - vollkommen zu Recht - einen Deutschlandtakt; sprich einen ITF

Der Blaschke:

Ich will den bekanntlich nicht. ;-) Oder nur als allergröbsten Grundtakt.

Ich gebe mich allerdings auch nicht mit 30/60-Minuten-Takten zufrieden. Auf den Hauptstrecken muss alle 10 bis 15 Min ein Zug kommen. Auf Nebenstrecken MINDESTENS alle 20 bis 30 Min. Taktknoten braucht es dann nicht mehr. Der ITF ist Irrsinn pur. Am Knotenbahnhof brauche ich riesige Infrastruktur, damit alles kreuzungsfrei rein und raus kommt - gleichzeitig. Danach liegt alles bis zum nächsten Takt brach.

Bin ich mir nicht sicher.

Zwolle ist bei uns ein 15/45 Taktknoten. Der Bahnhof ist für NL-Begriffe enorm gross. Gleisplan. Die Gleise sind 1-16 nummeriert.
Venlo, ein 00/30-Knoten, schafft es mit 4 Gleisen. Gleisplan.

1a eurobahn Deutschland
1b arriva   Nijmegen
3  NS       Eindhoven-Utrecht-Schiphol
4  arriva   Roermond

Als Eindhoven noch ein 00/15/30/45-Knoten war (vor Einführung 10-Minutentakt) konnten alle Abfahrten auf 6 Gleisen abgefertigt werden, und das sogar ohne A- und B-Gleise. Gleisplan.

00/30:

1  IC  Weert-Sittard-Maastricht
2  IC  Deurne-Venlo
3  SPR Weert
4  SPR Tilburg
5  IC  Den Bosch-Utrecht-Amsterdam-Alkmaar
6  IC  Tilburg-Den Haag

15/45:

1  IC  Weert-Sittard-Heerlen
2  SPR Deurne
5  IC  Den Bosch-Utrecht-Schiphol
6  SPR Den Bosch-Nijmegen

So sah es bis 2016 aus; 2017 kam der 10-Minutentakt.

Trassen/Ausschreibung: ich denke revolutionär. Es gibt nur noch 3- bzw 4-teilige Fahrzeuge. Alle Fahrzeuge aller Hersteller müssen kuppelbar sein und on Grundfunktion gemeinsam betrieben werden können.

Das gab es tatsächlich hier in NL. ICM-Triebwagen.

Um 11.40h in Osnabrück an Gleis 2 fährt ein:

Wagen 1 bis 4: ICE 2543 Stralsund Basel, DB
Wagen 5 bis 7: FLX 3214 Hamburg Köln, Flixtrain
Wagen 6 bis 9: LEO 7635 Bremerhaven Aachen, Leo-Express
Wagen 10 bis 13: ALX 6468 Bremen Saarbrücken, Länderbahn

Auweia... zwei Wagen 6 und zwei Wagen 7... dann lieber komplett auf Wagennummern verzichten, wie bei uns... :)
Stattdessen Triebwagennummer melden (z.B. 4234 + 4035 + 4083 + 4217).
Wurde hier damals auch per Durchsage gemacht, z.B. bei Zwolle: Triebwagen 4035 und 4083 fahren weiter nach Groningen, Triebwagen 4234 nach Leeuwarden, Triebwagen 4217 wird in Zwolle abgetrennt.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Ja, mehr Wettbewerb tut not - und nicht eine Staatsbahn!

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 13.09.2020, 12:13 (vor 18 Tagen) @ Der Blaschke

Hoi,

Schon die ersten Zeilen begeistern mich. Trennung von Netz und Betrieb. Für Netz-Störungen muss Netz auch zahlen.

Um Netz für Netz-Störungen zur Kasse zu bitten, braucht man aber Netz und Betrieb nicht zu trennen. Das sind zwei völlig separate Diskussionen, die nichts miteinander zu tun haben.

Wichtig ist, dass von oben (Regierung/Verkehrsministerium) funktionierende Rahmenbedingungen geschaffen werden. Wenn das nicht stattfindet, dann wird sich durch eine Trennung auch nichts ändern. Die Diskussion bezüglich Trennung von Netz und Betrieb ist also genau die falsche Diskussion, wo genau gar nichts passieren wird.

Wenn aber die Rahmenbedingungen stimmen, dann ist es nicht relevant, ob das Netz nun abgetrennt ist oder nicht. Dann funktioniert sowas auch bei integrierten Gesellschaften, siehe Schweiz. Das erfordert aber, dass sich der Staat intensiver und verantwortungsvoller um die Eisenbahn im eigenen Land kümmert. Und genau das ist die Diskussion, die man führen muss.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 3, IR 13, IR 36 und IR 37:
Mehr Informationen zum SBB FV-Dosto.

Vertikale Trennung ist Grundvoraussetzung.

Der Blaschke, Sonntag, 13.09.2020, 12:48 (vor 18 Tagen) @ Twindexx

Hey.

Zum Thema Netz zitiere ich die Monopolkommission.

Im Schienenverkehrsmarkt stellt die Eisenbahninfrastruktur für die Eisenbahnverkehrsunternehmen ein notwendiges Vorleistungsprodukt dar. Es bestehen Anreize und Möglichkeiten für den vertikal integrierten Infrastrukturbetreiber der DB-Gruppe, Wettbewerber auf den nachgelagerten Transportmärkten zu benachteiligen. Auch wenn diese Möglichkeiten durch die Regulierung eingeschränkt werden, ist davon auszugehen, dass sich insbesondere nicht-preisliche Diskriminierungspotenziale nicht vollständig erfassen lassen. Aus diesem Grund befürwortet die Monopolkommission weiterhin die eigentumsrechtliche, vertikale Trennung zwischen den Infrastruktur- und Transportsparten der DB-Gruppe.


Ich sehe das so: aus dem gesamten Betrieb muss der Staat raus. DB Regio und Fern müssen rein privat organisiert sein.

Das Netz gehört 'dem Staat' als alleinigem Eigentümer ebenfalls entzogen. Mir schwebt da eine GmbH vor. Jeder, der drauf rumfährt, muss sich beteiligen. Darf dafür auch mitbestimmen. Schließlich wissen die Nutzer am besten, was als Netz gebraucht wird. 'Der Staat' kann dabei einer der Mitgesellschafter sein. Aber nicht der einzige und nicht mehrheitlich. Schließlich bietet der Staat keine langfristige Kontinuität, bedingt durch Regierungswechsel. Das ist keine Lösung.

Was in anderen Ländern ist oder nicht ist, ist dabei unerheblich. Jedes Land hat seine eigenen Identitäten, Kulturen etc etc. Da ergibt es wenig Sinn, die Lösung für den einen Staat als die optimale Lösung für andere Staaten zu propagieren.


Schöne Grüße von jörg

Mitbestimmung in solchen Gremien

Power132, Sonntag, 13.09.2020, 13:01 (vor 18 Tagen) @ Der Blaschke

Das Netz gehört 'dem Staat' als alleinigem Eigentümer ebenfalls entzogen. Mir schwebt da eine GmbH vor. Jeder, der drauf rumfährt, muss sich beteiligen. Darf dafür auch mitbestimmen.

zu gleichen Anteilen und nicht nach Proporz oder Größe der Unternehmen. Nicht nach dem Motto: DB 5 Mitlglieder, Abellio 3 und meinetwegen GoAhed 2. Jeder entsendet gleich viele Mitglieder in ein solches Gremium und Entscheidungen müssten mehrheitlich und nicht einstimmig getroffen werden. Sonst enden wir in einem Hamsterrad was der EU gleicht.

Mir schwebt da für den FV ein Konstruktion nach schweizer Vorbild vor. Konzessionsvergabe für xJahre, einheitlicher/einfacher Tarif, etc...
Und schlussendlich kann man da auch einen ITF stricken, der nach Angebot und nicht nach Vorstellungen einzelner ausgelegt ist.

Ja, mehr Wettbewerb tut not - und nicht eine Staatsbahn!

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Montag, 14.09.2020, 12:01 (vor 17 Tagen) @ Der Blaschke

Leider nur werden ja derzeit wieder eher die Rufe nach einer Art Staatsbahn lauter. Ganz als ob DB und DR nicht jahrzehntelang bewiesen haben, dass das System nicht funktioniert.

Wobei die Bundesbahn des Jahres 1980 auch alles im dichten Takt von 4 bis 24 Uhr gefahren hätte, was ihr der Staat/die Länder bis ins letzte Fahrplandetail vorgegeben und voll bezahlt hätten. Ich meine Cantus, Metronom und NordWestBahn würden heuer auch nicht glänzen, wenn sie alles selber erwirtschaften müssten, vom Fahrzeug über Signalmeistereien bis zum einzelnen Bahnübergang.

Von daher ist damals mit heute schwer zu vergleichen, zumal die Beamten-Zunft aus der DB AG herauswächst und die Technik heute eine ganz andere ist.

Länderbahnen fänd ich echt einen Versuch wert. Die Schiene genießt in der heutigen Gesellschaft einen ganz anderen Zuspruch als zu Zeiten des drei Programme-Fernsehens.

Das DB-Problem ist, daß der Laden in seinen Strukturen total verkrustet ist und keinerlei Flexibilität zeigt. Wenn die DB schon zwei Wochen vorher weiß, daß der IC 1234 Norddeich - NRW am Tage X komplett ausgebucht ist, dann sieht sich keiner in dem Laden zuständig ein, zwei Entlastungswagen anzuhängen - eher fällt einer von denen defekt aus und wird nicht ersetzt.

Wenn man nun mal nach Sachsen-Anhalt schaut kann man sich fragen, ob es Abellio mit seiner aktuellen Millionen-Nachforderung besser gemacht hat. Oder ich denke an zurückliegende Meldungen, daß der Flix an Bahnhöfen nicht selten einen unangenehmen Geruch verbreite, weil man die WC zu selten leere.

Eigentlich müsste man das alles nochmal auf Null zurücksetzen und neu starten. Aber das gäbe eine Diskussions-Totgeburt wie mit dem Autobahn-Tempolimit. Und am Ende kommen wieder nur neue Zugaufkleber oder Uniformen bei rum.

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

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