[UK] The History of the Slip coach (Video) (Allgemeines Forum)

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Montag, 29.06.2020, 18:56 (vor 9 Tagen)

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Auf Youtube gefunden habe ich ein Video über Slip coaches, Wagen, welche während der Fahrt abgekuppelt wurden und Stationen bedienen, die der Hauptzug nicht bedient. So kann der Expresszug durch die Stationen brausen und trotzdem den Ausstieg an einigen durchfahrenen Stationen ermöglichen. Die Wagen waren vor allem vor dem ersten Weltkrieg beliebt, sind jedoch letztlich Diesel- und Elektrozügen und einer Rationalisierung zum Opfer gefallen, der letzte Slip Coach verkehrte 1960.

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Slip Coach auch mit Triebwagen?

oska, Montag, 29.06.2020, 21:29 (vor 8 Tagen) @ J-C

Eine Vision aus der Science Fiction ist, dass Züge an Bahnhöfen nicht mehr halten.

Aussteigende Fahrgäste begeben sich in Wagen, die ähnlich wie der Slip Coach während der Fahrt abgekuppelt werden und im Bahnhof zum Halten kommen.

Zusteiger steigen am Bahnhof in stehende Wagen ein, die beschleunigen und sich an den fahrenden Zug ankuppeln.

Das Flügeln und Kuppeln könnte man auch heute bereits während der Fahrt mit Mehrfachtraktionen machen. Beim der Zugteilung ähnlich wie beim slip coach sehe ich auch wenig Sicherheitsbendenken. Das (ungeplante) Bremsen des vorderen Zugteils könnte per Funk an den nachfolgenden Zug weitergeben werden, der dann ebenfalls automatisch bremst.

Das (unlösbare) Problem sehe ich darin, dass man - im Gegensatz zum klassischen Zug - durch eine Mehrfachtraktion aus Triebwagen nicht durchgehen kann. Selbst bei fahrerlosen Systemen sehe ich keine Lösung für die Aerodynamik.

Slip Coach auch mit Triebwagen?

ICE16, Dienstag, 30.06.2020, 01:18 (vor 8 Tagen) @ oska
bearbeitet von ICE16, Dienstag, 30.06.2020, 01:21

Aerodynamik sehe ich weniger als Problem das Konzept ist auch eher nur bedingt was für HGV zumindest in Deutschland.

Warum man das ganze gelassen hat war einmal der Sicherheitsgedanke und zum anderen es war einfach extrem unpraktisch an Tausenden Stationen Wagen wieder einsammeln zu müssen. Und das ist es auch heute noch selbst mit Automatisch fahrenden Einzelwagen macht das keinen Sinn... Zum einen weil die Fahrgastmengen dann sehr genau auf einen oder zwei Wagen passen müssen. Man dann immer noch alle Wagen wieder einsammeln muss. Dafür hat man aber selbst bei Autonom fahrenden Wägen nicht genug freie Trassen. Und man blockiert sie sämtliche Ausweichgleise um mal einen ganzen Zug vorbei zu lassen. Ich sehe eigentlich kein Einsatzgebiet dafür. Früher konnte man das noch machen heute nicht mehr auch aufgrund der Veränderten Verkehrsströme.

Den einzigen Used Case den ich finden kann wäre um Hauptstrecken die Überlastet sind und nahe einem Start Knotenpunkt sind zu entlasten. So könnte man einen ICE3 und einen ICE-T zusammen bis kurz vor Ingolstadt fahren und vor Ingolstadt trennt sich dann der ICE-T vom ICE3 Sprinter ab um in Ingolstadt zu halten. Aber selbst da würde der Aufwand um so ein System zu implementieren den nutzen nicht rechtfertigen. Auch weil es dann wieder an Kapazitäten fehlt.

Vereinigen macht schon wieder keinen Sinn da man so keine Trassen gewinnt und für sowas auch vermutlich gute 10-20 KM braucht bis gekuppelt ist. Und dabei müsste der Vordere Zug ein gutes Stück unter der maximalen Strecken Geschwindigkeit fahren.... kann man also gleich im Stand an nem Bahnhof machen....

Slip Coach auch mit Triebwagen?

oska, Dienstag, 30.06.2020, 04:22 (vor 8 Tagen) @ ICE16

Die Einzelwagen müsste man nicht einsammeln, wenn an jedem Bahnhof z.B. zwei Wagen abgekuppelt und auch wieder angekuppelt werden.

Der Zug muss auch nicht viel langsamer werden. Denn der vorausfahrende Zug ist nicht der eigentliche Zug, sondern die zwei Wagen mit den Zusteigern. Diese würden bereits vor Ankunft des Zuges im Bahnhof abfahren und auf vreise beschleunigen.

Zeitlich danach würde der Slipcoach abgekuppelt werden und erst danach der Zug durch den Bahnhof durchfahren. Die einsteigenden Fahrgäste sind bereits auf der Strecke vor dem Zug unterwegs.

Da die Zusteiger aus dem Stand erst auf Reisegeschwindigkeit beschleunigt werden müssen, holt der eigentlich Zug die Zusteiger ein. Dies würde nach 10-20 km geschehen, vermutet ICE16 und sieht ein Kapziätsproblem bei den vorhandenen Trassen.

Der ideale Zeitpunkt zum Kuppeln: Wenn die Zusteiger die Geschwindkeit vreise erreicht haben und sich der durchgefahrene Zug genau hinter den Zusteigerwagen befindet, dann kann gekuppelt werden. Der hintere Zug fährt quasi auf den vorderen auf. Da zum Zeitpunkt der Berührung beide mit der selben Geschwindigkeit vreise weiterfahren, kann gekuppelt werden ohne dass es zum Unfall kommt.

Dieser Zeitpunkt ist sicherheitstechnisch natürlich sehr heikel, um es mal freundlich zu formulieren.

Slip Coach auch mit Triebwagen?

ICE16, Dienstag, 30.06.2020, 07:43 (vor 8 Tagen) @ oska

Na ja und nochmal, egal wer jetzt der eigentliche Zug ist. Der Zug auf den gekuppelt wird muss seine Geschwindigkeit deutlich verringern damit er eingeholt werden kann. Also seine Reisezeit verlängern.

Selbst ohne Betriebliche Abläufe für welche Zugläufe in Deutschland ist sowas sinvoll? Durch 90% der Bahnhöfe muss eh geschlichen werden.

Mir fehlt einfach der Einsatzzweck dafür. Auf welchen Strecken in de macht das Sinn ohne massiv die Infrastruktur anpassen zu müssen.

Der Zeitpunkt kurz vor dem gekuppelt wird ist auch nicht der heikle Punkt es gibt schon lange Züge die nur mit Funk gesteuert werden. Zwar kein HGV aber bei nahfunk wäre das auch schon egal.

Slip Coach auch mit Triebwagen?

oska, Dienstag, 30.06.2020, 09:26 (vor 8 Tagen) @ ICE16

Na ja und nochmal, egal wer jetzt der eigentliche Zug ist. Der Zug auf den gekuppelt wird muss seine Geschwindigkeit deutlich verringern damit er eingeholt werden kann. Also seine Reisezeit verlängern.

Nein. Die Wagen, in die die Zusteiger am Bahnhof einsteigen, stehen. Haben also die Geschwindigkeit 0. Diese fahren dann los und beschleunigen auf die Reisegeschwindigkeit. Die Geschwindigkeit wird also erhöht, nicht verringert. In genau dem Moment, wo die Geschwindkeit erreicht ist, fährt der eigentliche Zug von hinten quasi auf. Der ist ja schneller, da er im Bahnhof nicht gehalten hat.

Selbst ohne Betriebliche Abläufe für welche Zugläufe in Deutschland ist sowas sinvoll? Durch 90% der Bahnhöfe muss eh geschlichen werden.

Wie gesagt, das ist aus einer Fiktion. Muss nicht für Deutschland sein, vielleicht auch gar nicht für Rad/Schiene.

Mir fehlt einfach der Einsatzzweck dafür. Auf welchen Strecken in de macht das Sinn ohne massiv die Infrastruktur anpassen zu müssen.

Das 'Abwerfen' von Wagen würde in Harburg, Spandau oder Pasing Sinn machen, dann wäre der Zug ein bis zwei Minuten früher im Hauptbahnhof.

Slip Coach auch mit Triebwagen?

ICE16, Dienstag, 30.06.2020, 22:26 (vor 7 Tagen) @ oska

Und zum dritten ;) Beide Züge werden ausgebremst. A weil der vordere Zug nicht die Maximale Strecken Geschwindigkeit Fahren darf sonst geht das Kuppeln nicht oder B weil der hintere Zug bremsen muss weil der Regionale Zug eben noch nicht Streckengeschwindkeit fährt. Klar da mag es nen Rechnerischen Ideal Punkt geben aber das so hinzubekommen wirst du mit Fahrgästen nie hin bekommen...

Hm also mag sein das das in ner alternativen Realität Funktioniert aber wie gesagt ein Anwendungsfall wäre schon cool...

Also für die von dir vorgeschlagenen Stationen macht das echt keine sinn bei dem Aufwand. Zumal man dann auch mehr Bahnsteigkanten braucht...

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