Schwerer Bü-Unfall - Schranken waren geöffnet (Aktueller Betrieb)

rheinbahn95 @, Düsseldorf, Freitag, 08.05.2020, 00:04 (vor 29 Tagen)

In Frankfurt-Nied ist es zu einem Unfall mit tödlichem Ausgang gekommen. Der wärterbediente Bahnübergang liegt zwischen Frankfurt-Höchst und Frankfurt Hauptbahnhof. Als sich die hessische Landesbahn aus Königsstein dem Bü näherte waren die Schranken offen - der Zug erfasste mindestens ein Auto, einen Fahrradfahrer und eine Fußgängerin, die tödlich verletzt wurde.

Laut Radio hat wohl die BEU die Ermittlungen zum Unglück aufgenommen.

https://www.hessenschau.de/panorama/toedliches-bahnunglueck-in-frankfurt-zug-erfasst-fu...

Hier ein weiterer Link, in dem der Posten genauer erklärt wird: https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/einer-der-letzten-schrankenwaerter-bahnwaerter-t...

Schwerer Bü-Unfall - Schranken waren geöffnet

bendo, Freitag, 08.05.2020, 21:34 (vor 28 Tagen) @ rheinbahn95

Mist!
Ob der TF noch ein Warnsignal gegeben hat konnte ich nirgends lesen. Aufgrund eines solchen Signals hätte ich mindestens der Fußgängerin (durch einen beherzten Sprung) noch Chancen zugerechnet...

Schwerer Bü-Unfall - Schranken waren geöffnet

jotxl @, Freitag, 08.05.2020, 21:43 (vor 28 Tagen) @ bendo

Gibt es da eigentlich gar keine zweite Sicherungsebene ?

Schwerer Bü-Unfall handbediente Schranken ?

arno50, Samstag, 09.05.2020, 11:37 (vor 27 Tagen) @ jotxl

Als Laie dachte ich, dass aufgrund einer einfachen Rechnung der Notbremsweg bekannt ist und an der Stelle ein Signalleuchte zB. rot aufleuchtet, wenn die Schranke nicht geschlossen ist. Der aufmerksame Zugführer kann dann noch notbremsen.

so einfach wäre das m.E. bzw., dass das offensichtlich so nicht ist ist m.E. skandalös.

Die Hinweise auf Bimmel, Hupen etc, sind für Feldwegüberquerungen in der Provinz sicher geeignet. Im Strassenlärm der Ausfallstassen m.E. nicht.
Überdies ist das Nichtschliessen der Schranke ausschliesslich in der Verantwortung der Bahn.
Dass es überhaupt noch Handbetrieb gibt, hat mich überrascht. In Zeiten von Fernwartung Fernsteuerung, Fernmeldung und allumfassender Videoüberwachung.

Schwerer Bü-Unfall - Schranken waren geöffnet

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Samstag, 09.05.2020, 08:01 (vor 28 Tagen) @ bendo

Ob der TF noch ein Warnsignal gegeben hat konnte ich nirgends lesen. Aufgrund eines solchen Signals hätte ich mindestens der Fußgängerin (durch einen beherzten Sprung) noch Chancen zugerechnet...

Darum sage ich immer, dass wie hier in Nordamerika, vor BÜ's unabhängig von deren Sicherung, grundsätzlich das Horn betätigt werden sollte und an Bahnsteigen zusätzlich die Glocke.
Im Wutbürger-Deutschland würden aber die Anwohner dagegen protestieren...
Dass die Leute blind auf die Technik vertrauen finde ich jedoch auch unverständich. Im Zweifel ist das Andreaskreuz als Stoppschild zu verstehen und niemand sollte einen BÜ überhaupt passieren, ohne sich zuvor zu vergewissern, dass kein Zug kommt - auch wenn ggf. vorhandene technische Sicherungen suggerieren, dass man nicht nach links und rechts sehen muss.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

Schwerer Bü-Unfall - Schranken waren geöffnet

Aphex Twin, Samstag, 09.05.2020, 12:13 (vor 27 Tagen) @ 218 466-1

Darum sage ich immer, dass wie hier in Nordamerika, vor BÜ's unabhängig von deren Sicherung, grundsätzlich das Horn betätigt werden sollte und an Bahnsteigen zusätzlich die Glocke.
Im Wutbürger-Deutschland würden aber die Anwohner dagegen protestieren...

Verglichen mit dem Lärm dass dies macht würde ich die Forderung der Anwohner nach zumindest einem Blinklicht als vollkommen angemessen bezeichnen. In den USA wohnen entlang von Bahnstrecken ja auch überwiegend nur die unteren Einkommensschichten.

Schwerer Bü-Unfall - Schranken waren geöffnet

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Samstag, 09.05.2020, 13:34 (vor 27 Tagen) @ 218 466-1

Ob der TF noch ein Warnsignal gegeben hat konnte ich nirgends lesen. Aufgrund eines solchen Signals hätte ich mindestens der Fußgängerin (durch einen beherzten Sprung) noch Chancen zugerechnet...


Darum sage ich immer, dass wie hier in Nordamerika, vor BÜ's unabhängig von deren Sicherung, grundsätzlich das Horn betätigt werden sollte und an Bahnsteigen zusätzlich die Glocke.

Ob das die Anrainer gut finden...

Im Wutbürger-Deutschland würden aber die Anwohner dagegen protestieren...

zu Recht. So ein Horn macht ja durchaus Krach, derweil ist ein BÜ dezenter. Wie oft bleibt der Schranken offen? Das ist nicht gerade häufig der Fall.

Dass die Leute blind auf die Technik vertrauen finde ich jedoch auch unverständich. Im Zweifel ist das Andreaskreuz als Stoppschild zu verstehen und niemand sollte einen BÜ überhaupt passieren, ohne sich zuvor zu vergewissern, dass kein Zug kommt - auch wenn ggf. vorhandene technische Sicherungen suggerieren, dass man nicht nach links und rechts sehen muss.

Wer desöfteren einen BÜ überquert und oft genug keinen Verkehr erlebte, wird sich vielleicht denken, dass man nicht unbedingt anhalten muss, denn normalerweise kann man sich auf den Schranken verlassen und normalerweise passiert nichts.

Die Methode, welche in Europa angewandt wird, erweist sich unter den Gesichtspunkten als effektiv, da sehe ich keinen Grund für ein Hornkonzert.

--
Covid19 kriegt uns nicht klein!

Schwerer Bü-Unfall - Schranken waren geöffnet

Aphex Twin, Samstag, 09.05.2020, 16:23 (vor 27 Tagen) @ J-C

Dass die Leute blind auf die Technik vertrauen finde ich jedoch auch unverständich. Im Zweifel ist das Andreaskreuz als Stoppschild zu verstehen und niemand sollte einen BÜ überhaupt passieren, ohne sich zuvor zu vergewissern, dass kein Zug kommt - auch wenn ggf. vorhandene technische Sicherungen suggerieren, dass man nicht nach links und rechts sehen muss.


Wer desöfteren einen BÜ überquert und oft genug keinen Verkehr erlebte, wird sich vielleicht denken, dass man nicht unbedingt anhalten muss, denn normalerweise kann man sich auf den Schranken verlassen und normalerweise passiert nichts.

Man verlässt sich im allgemeinen ja auch auf grüne Ampeln (vielleicht etwas weniger als Fußgänger).

Bü-Unfälle - StVO wird vielfach bewusst missachtet

Henrik @, Dienstag, 12.05.2020, 03:15 (vor 25 Tagen) @ J-C

Ob der TF noch ein Warnsignal gegeben hat konnte ich nirgends lesen. Aufgrund eines solchen Signals hätte ich mindestens der Fußgängerin (durch einen beherzten Sprung) noch Chancen zugerechnet...

Darum sage ich immer, dass wie hier in Nordamerika, vor BÜ's unabhängig von deren Sicherung, grundsätzlich das Horn betätigt werden sollte und an Bahnsteigen zusätzlich die Glocke.

Ob das die Anrainer gut finden...

Im Wutbürger-Deutschland würden aber die Anwohner dagegen protestieren...

zu Recht. So ein Horn macht ja durchaus Krach, derweil ist ein BÜ dezenter. Wie oft bleibt der Schranken offen? Das ist nicht gerade häufig der Fall.

Dass die Leute blind auf die Technik vertrauen finde ich jedoch auch unverständlich. Im Zweifel ist das Andreaskreuz als Stoppschild zu verstehen und niemand sollte einen BÜ überhaupt passieren, ohne sich zuvor zu vergewissern, dass kein Zug kommt - auch wenn ggf. vorhandene technische Sicherungen suggerieren, dass man nicht nach links und rechts sehen muss.

Wer desöfteren einen BÜ überquert und oft genug keinen Verkehr erlebte, wird sich vielleicht denken, dass man nicht unbedingt anhalten muss, denn normalerweise kann man sich auf den Schranken verlassen und normalerweise passiert nichts.

Zur Minimierung der Unfallereignisse sollen langfristig Bahnübergänge beseitigt oder durch nicht höhengleiche Kreuzungsbauwerke ersetzt werden. Das Aktionsprogramm „sicher drüber“ erläutert das richtige Verhalten am Bahnübergang. Dies wird insbesondere in Fahrschulen und bei Vor-Ort-Terminen z.B. an Schulen gelehrt. Allerdings werden Bahnübergangsunfälle vielfach durch Straßenverkehrsteilnehmer verursacht, die bewusst die Straßenverkehrsordnung missachten und geschlossene Halbschranken umfahren bzw. umgehen oder Halt gebietende Lichtzeichen nicht beachten.
Diese Ordnungswidrigkeiten werden durch die DB AG bei der Bundespolizei angezeigt.

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/182/1918289.pdf

vgl. hier


Aktionsprogramm „sicher drüber“

https://www.deutschebahn.com/de/nachhaltigkeit/verantwortung_gesellschaft/unfallpraeven...

http://www.vbg.de/DE/3_Praevention_und_Arbeitshilfen/2_Themen/10_Verkehrs_Transportsich...

Vorfahrt gewähren

ICE 1517, Sonntag, 10.05.2020, 01:14 (vor 27 Tagen) @ 218 466-1

Dass die Leute blind auf die Technik vertrauen finde ich jedoch auch unverständich. Im Zweifel ist das Andreaskreuz als Stoppschild zu verstehen und niemand sollte einen BÜ überhaupt passieren, ohne sich zuvor zu vergewissern, dass kein Zug kommt - auch wenn ggf. vorhandene technische Sicherungen suggerieren, dass man nicht nach links und rechts sehen muss.

Die Fahrschultheorie vermittelt das Andreaskreuz ja eigentlich auch als "Vorfahrt gewähren". Völlig konträr dazu ist jedoch die übliche Rechtsauffassung, dass man sich als Autofahrer an einem technisch gesicherten Bahnübergang auf die Technik verlassen darf und rüberfahren darf, wenn einem die Technik eben suggeriert, dass nichts kommt. Und dann wäre da noch die Ausgestaltung mancher Bahnübergänge, wo man im Gleis stehen muss, um überhaupt zu sehen, ob was von links oder rechts kommt. Das ist ziemlich problematisch, wenn auf den querenden Gleisen bis zu 160km/h gefahren werden dürfen.

Ich hab da nicht wirklich eine Lösung für diese Widersprüche. Am interessantesten finde ich fast noch den Ansatz einer Mitschülerin in der Fahrschule damals, die aus Angst sich bei einem Bahnübergang die Augen zugehalten hat.

Vorfahrt gewähren

JeDi ⌂ @, überall und nirgendwo, Sonntag, 10.05.2020, 01:18 (vor 27 Tagen) @ ICE 1517

Ich hab da nicht wirklich eine Lösung für diese Widersprüche.

Wie wäre es denn, wenn die technische Sicherungsanlage auch dem MIV signalisieren würde, dass sie funktioniert?

--
Weg mit dem 4744!

Vorfahrt gewähren

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Sonntag, 10.05.2020, 07:59 (vor 27 Tagen) @ JeDi

Ich hab da nicht wirklich eine Lösung für diese Widersprüche.


Wie wäre es denn, wenn die technische Sicherungsanlage auch dem MIV signalisieren würde, dass sie funktioniert?

In diesen konkreten Fall müsste dazu der Schrankenposten eine Art Sifa betätigen, als Zeichen, dass er/sie ständig aufmerksam ist und wenn darauf vergessen wird, gibt es eine Zwangs-schranken-schliessung.^^

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

Sammelantwort

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Sonntag, 10.05.2020, 08:01 (vor 27 Tagen) @ ICE 1517

Aphex Twin

Verglichen mit dem Lärm dass dies macht würde ich die Forderung der Anwohner nach zumindest einem Blinklicht als vollkommen angemessen bezeichnen.

Die Forderung gibt es nicht, zumal - wie du im verlinkten Video sehen konntest - Blinklicht und Halbschranken vorhanden sind, was nichts daran ändert, dass das Horn trotzdem mindestens 15. Sec. betätigt werden muss.
Wie man da auch lesen kann, hatte sich in Florida die Zahl von BÜ-Unfällen verdoppelt, während diese Regel dort vorübergehend ausgesetzt war.
Ich bin mir sicher, dass die Zahl in Deutschland halbiert werden würde. Es gibt meisens etwa 10 BÜ-Unfälle pro Monat, z.T. noch mehr! Im EF wurde das Thema behandelt.

In den USA wohnen entlang von Bahnstrecken ja auch überwiegend nur die unteren Einkommensschichten.

Kann ich nicht bestätigen. Entlang der North Jersey Coastline gibt es durchaus auch Villen.
Ich wohne zwar nicht direkt an der Bahnstrecke, kann aber die Züge trotzdem gut hören. Man gewöhnt sich an alles. Fluchzeuge machen beim airport in Newark deutlich mehr Lärm wovon ich hier zum Glück verschont bleibe.
___________________________________________________________________________

J-C

Ob das die Anrainer gut finden...

Es hat sich noch niemand beschwert. Die Bahnstrecke gibt es länger als die Anwohner.
Immerhin hört sich das K5LA wesentlich angenehmer an, als das Makrofon in Deutschland.

zu Recht. So ein Horn macht ja durchaus Krach, derweil ist ein BÜ dezenter. Wie oft bleibt der Schranken offen? Das ist nicht gerade häufig der Fall.

Das soll ja auch laut sein, sonst hätte es ja keine Wirkung.^^


Wer desöfteren einen BÜ überquert und oft genug keinen Verkehr erlebte, wird sich vielleicht denken, dass man nicht unbedingt anhalten muss, denn normalerweise kann man sich auf den Schranken verlassen und normalerweise passiert nichts.

Die Methode, welche in Europa angewandt wird, erweist sich unter den Gesichtspunkten als effektiv, da sehe ich keinen Grund für ein Hornkonzert.

Alle Amerikaner, denen ich erzählt habe, dass in Deutschland kein Horn bzw. nur an gänzlich ungesicherten BÜ's eingesetzt wird, konnten nur den Kopf schütteln.
Ich schüttle immer den Kopf, wenn ich sehe, wie Kopflos die Leute BÜ's überqueren und Schranken und Blinklichter z.T. vorsätzlich ignoriren. Daher ist das Horn umso wichtiger, damit die Leute auch wissen, dass sie nicht mehr lange warten müssen, weil es gibt viele BÜ's die technisch für durchfahrende Züge ausgelegt sind, aber noch eine Haltestelle davor liegt und der BÜ so immer einige Minuten zu ist, bevor der Zug endlich kommt, was viele dazu verleitet, BÜ's illegal zu überqueren.


_____________________________________________________________________________

ICE 1517

Die Fahrschultheorie vermittelt das Andreaskreuz ja eigentlich auch als "Vorfahrt gewähren". Völlig konträr dazu ist jedoch die übliche Rechtsauffassung, dass man sich als Autofahrer an einem technisch gesicherten Bahnübergang auf die Technik verlassen darf und rüberfahren darf, wenn einem die Technik eben suggeriert, dass nichts kommt. Und dann wäre da noch die Ausgestaltung mancher Bahnübergänge, wo man im Gleis stehen muss, um überhaupt zu sehen, ob was von links oder rechts kommt. Das ist ziemlich problematisch, wenn auf den querenden Gleisen bis zu 160km/h gefahren werden dürfen.

Am manchen unübersichtlichen BÜ's gibt es trotz Halbschranken, 20 km/h La's, besonders dann, wenn Linksabbieger i.d.R. auf dem BÜ stehen bleiben oder oft Rückstau über den BÜ verursachen.

Ich hab da nicht wirklich eine Lösung für diese Widersprüche. Am interessantesten finde ich fast noch den Ansatz einer Mitschülerin in der Fahrschule damals, die aus Angst sich bei einem Bahnübergang die Augen zugehalten hat.

Eigentlich müsste es dem Stoppschild gleichgesetzt werden - im Zweifel aussteigen, nachsehen, dann rüberfahren. Wäre natürlich viel komplizierter als das Horn.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

Sammelantwort

Aphex Twin, Sonntag, 10.05.2020, 10:48 (vor 27 Tagen) @ 218 466-1

Verglichen mit dem Lärm dass dies macht würde ich die Forderung der Anwohner nach zumindest einem Blinklicht als vollkommen angemessen bezeichnen.


Die Forderung gibt es nicht, zumal - wie du im verlinkten Video sehen konntest - Blinklicht und Halbschranken vorhanden sind, was nichts daran ändert, dass das Horn trotzdem mindestens 15. Sec. betätigt werden muss.
Wie man da auch lesen kann, hatte sich in Florida die Zahl von BÜ-Unfällen verdoppelt, während diese Regel dort vorübergehend ausgesetzt war.
Ich bin mir sicher, dass die Zahl in Deutschland halbiert werden würde. Es gibt meisens etwa 10 BÜ-Unfälle pro Monat, z.T. noch mehr! Im EF wurde das Thema behandelt.

Mir ging es in Bezug auf Anwohner nicht darum ob Horn oder nicht-Horn, sondern ob Horn oder Schranken. D.h. dass es durchaus verständlich wäre wenn Anwohner den Einsatz von Schranken fordern um dadurch ohne Horn auskommen zu können.

Und wer bei geschlossenen Schranken über einen Bahnübergang fährt verhält sich nicht viel anders als jemand der bei Rot über die Ampel fährt. Ein zusätzliches Horn kann natürlich helfen (oder ein alternatives, optisches Warnsignal wenn ein Zug sich dem Bahnübergang nähert). Aber irgendwie sträubt sich bei mir alles wenn die Verkehrsteilnehmer davon ausgehen könnten dass eine geschlossene Schranke nur so etwas wie eine gelbe Ampel ist und wirklich nötig anzuhalten ist es nur wenn die Ampel rot zeigt bzw. wenn sich man ein zweites, akustisches oder optisches, Warnsignal gibt.

Sammelantwort

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 11.05.2020, 17:11 (vor 25 Tagen) @ Aphex Twin

Mir ging es in Bezug auf Anwohner nicht darum ob Horn oder nicht-Horn, sondern ob Horn oder Schranken. D.h. dass es durchaus verständlich wäre wenn Anwohner den Einsatz von Schranken fordern um dadurch ohne Horn auskommen zu können.

Können sie hier aber nicht. Schranke oder nicht Schranke ist diesbezüglich egal.


Und wer bei geschlossenen Schranken über einen Bahnübergang fährt verhält sich nicht viel anders als jemand der bei Rot über die Ampel fährt. Ein zusätzliches Horn kann natürlich helfen (oder ein alternatives, optisches Warnsignal wenn ein Zug sich dem Bahnübergang nähert). Aber irgendwie sträubt sich bei mir alles wenn die Verkehrsteilnehmer davon ausgehen könnten dass eine geschlossene Schranke nur so etwas wie eine gelbe Ampel ist und wirklich nötig anzuhalten ist es nur wenn die Ampel rot zeigt bzw. wenn sich man ein zweites, akustisches oder optisches, Warnsignal gibt.

Tja, aber es gibt z.T. Völkerwanderungen über geschlossene BÜ mit Halbschranken. Insbesondere wenn diese direkt an Stationen sind und der Zug gerade steht. Aber auch auf freier Strecke werden Schranken nach dem Motto "Freier Weg für freie Bürger" oder so ähnlich leider oft ignoriert.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

Sammelantwort

Aphex Twin, Montag, 11.05.2020, 21:57 (vor 25 Tagen) @ 218 466-1

Mir ging es in Bezug auf Anwohner nicht darum ob Horn oder nicht-Horn, sondern ob Horn oder Schranken. D.h. dass es durchaus verständlich wäre wenn Anwohner den Einsatz von Schranken fordern um dadurch ohne Horn auskommen zu können.


Können sie hier aber nicht. Schranke oder nicht Schranke ist diesbezüglich egal.

Ich bezog mich auf die hypothetische Situation in der (a) das Horn auch in Deutschland getätigt wird und (b) dies mit einer Schranke vermieden werden kann um einen Bezug auf den erwähnten deutschen Wutbürger herstellen zu können. Oder genauer gesagt eine Situation in der man die Reaktion der Anwohner eben nicht als Wutbürgertum abtun muss.

Sammelantwort

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 12.05.2020, 01:59 (vor 25 Tagen) @ Aphex Twin

Ich bezog mich auf die hypothetische Situation in der (a) das Horn auch in Deutschland getätigt wird und (b) dies mit einer Schranke vermieden werden kann um einen Bezug auf den erwähnten deutschen Wutbürger herstellen zu können. Oder genauer gesagt eine Situation in der man die Reaktion der Anwohner eben nicht als Wutbürgertum abtun muss.

Aber genau das (b) sollte geändert werden. An allen BÜ sollte auch in Europa grundsätzlich das Horn bzw. Makrofon betätigt werden, völlig egal ob da eine (ggf. nicht funktionierende) technische Sicherung wie Schranken vorhanden ist oder nicht. Anwohner, die das nicht vertragen können, müssen sich halt was anderes, abseits von Bahnstrecken suchen, fertig.
Da es immer wieder Unfälle an BÜ's gibt, ist die gegenwärtige Sicherung bei Schranken ohne Einsatz des Horns, erwiesenermassen nicht ausreichend.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

Sammelantwort

gnampf @, Dienstag, 12.05.2020, 09:29 (vor 25 Tagen) @ 218 466-1

Aber genau das (b) sollte geändert werden. An allen BÜ sollte auch in Europa grundsätzlich das Horn bzw. Makrofon betätigt werden, völlig egal ob da eine (ggf. nicht funktionierende) technische Sicherung wie Schranken vorhanden ist oder nicht. Anwohner, die das nicht vertragen können, müssen sich halt was anderes, abseits von Bahnstrecken suchen, fertig.
Da es immer wieder Unfälle an BÜ's gibt, ist die gegenwärtige Sicherung bei Schranken ohne Einsatz des Horns, erwiesenermassen nicht ausreichend.

Wo ist der Sinn zu tröten, wenn der Zug mit 160 angerauscht kommt? Wenn der TF eine Gefahr sieht wird er eh das Makrofon nutzen, doch in den meisten Fällen wird entweder keine Reaktion möglich sein weil der Zug viel zu schnell näher kommt um noch zu reagieren, oder die falsche Reaktion, nämlich hektisch versuchen die Karre noch vom BÜ zu bekommen statt raus zu springen. Der einzige Effekt vom permanenten Makrofoneinsatz wäre also eine Ruhestörung der Anwohner. Was dann entweder zum Bau einer Unterführung, oder wahrscheinlicher zur Einstellung der Bahnlinie führt.
Das man einem Ami mit dem Horn klar machen muss das ein Zug kommt mag ja so sein. Da kommt der Zug auch nicht mit 160 auf dem BÜ zugeschossen. Und bekanntermaßen braucht ein Ami ja Warnhinweis über Warnhinweis zum Überleben, gesunder Menschenverstand ist keine notwendige Voraussetzung.
Und wenn du es 100% sicher haben willst, dann ist es Schwachsinn den Einsatz vom Makrofon zu fordern. Dann muß der Zug einfach vor jedem BÜ anhalten und ihn selbst sichern und dann so langsam drüber zuckeln das er jederzeit anhalten kann. Nur so würdest (oder durch Auflassung der BÜ) würdest du BÜ-Unfälle wirklich vermeiden.

Horn / Makrofon an BÜ

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 12.05.2020, 17:04 (vor 24 Tagen) @ gnampf

Wo ist der Sinn zu tröten, wenn der Zug mit 160 angerauscht kommt? Wenn der TF eine Gefahr sieht wird er eh das Makrofon nutzen, doch in den meisten Fällen wird entweder keine Reaktion möglich sein weil der Zug viel zu schnell näher kommt um noch zu reagieren, oder die falsche Reaktion, nämlich hektisch versuchen die Karre noch vom BÜ zu bekommen statt raus zu springen. Der einzige Effekt vom permanenten Makrofoneinsatz wäre also eine Ruhestörung der Anwohner. Was dann entweder zum Bau einer Unterführung, oder wahrscheinlicher zur Einstellung der Bahnlinie führt.

Dann schaue einmal an den BÜ wie die Einsehbarkeit für MIV und Fussgänger so ist - besoders innerstädtisch.
Dann schau einmal bei der nächsten Zugfahrt - soweit möglich - vorne beim Führerstand durch die Glasscheibe einige Km zu, wie früh bzw. in Kurven wie spät der Tf die BÜ sieht.
Das Makrofon kann durchaus insbesondere für Fussgänger - um die es bei der entscheiden Frage ging - die entscheidenden Sekunden ausmachen. Das 16 Jährige Mädchen würde sehr wahrscheinlich noch leben. Damit sollte klar sein, dass Befindlichkeiten von Anwohner in keinem Verhältnis dazu stehen und jammern auf hohem Niveau ist. An Nebenbahnen mit unbeschrankten BÜ leben die Anwohner auch damit. Dann können auch solche an Hauptbahnen.

Das man einem Ami mit dem Horn klar machen muss das ein Zug kommt mag ja so sein. Da kommt der Zug auch nicht mit 160 auf dem BÜ zugeschossen.

Falsch. Auch hier wird mit bis zu 100mph über BÜ gefahren. Wie man immer wieder sieht, sind Deutsche keineswegs gescheiter um nicht zu sagen sogar dümmer.

Und wenn du es 100% sicher haben willst, dann ist es Schwachsinn den Einsatz vom Makrofon zu fordern. Dann muß der Zug einfach vor jedem BÜ anhalten und ihn selbst sichern und dann so langsam drüber zuckeln das er jederzeit anhalten kann. Nur so würdest (oder durch Auflassung der BÜ) würdest du BÜ-Unfälle wirklich vermeiden.

Beide Alternativen sind in absehbarer Zeit im Gesamtnetz unrealistisch - im Gegensatz zum Makrofon. 100% schafft man nicht, aber jeder einzelne verhinderte BÜ-Unfall ist es wert.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

Horn / Makrofon an BÜ

gnampf @, Dienstag, 12.05.2020, 18:47 (vor 24 Tagen) @ 218 466-1

Dann schaue einmal an den BÜ wie die Einsehbarkeit für MIV und Fussgänger so ist - besoders innerstädtisch.
Dann schau einmal bei der nächsten Zugfahrt - soweit möglich - vorne beim Führerstand durch die Glasscheibe einige Km zu, wie früh bzw. in Kurven wie spät der Tf die BÜ sieht.
Das Makrofon kann durchaus insbesondere für Fussgänger - um die es bei der entscheiden Frage ging - die entscheidenden Sekunden ausmachen. Das 16 Jährige Mädchen würde sehr wahrscheinlich noch leben. Damit sollte klar sein, dass Befindlichkeiten von Anwohner in keinem Verhältnis dazu stehen und jammern auf hohem Niveau ist. An Nebenbahnen mit unbeschrankten BÜ leben die Anwohner auch damit. Dann können auch solche an Hauptbahnen.

Ja, und, was möchtest du damit sagen? Das man den Zug nicht sieht ist ja bekannt. Ändert auch das Makrofon nichts dran. Das sorgt dann maximal noch dafür das man auf den Schienen stehend sich umschaut bis man ihn sieht.
Nebenbahnen und Hauptbahnen sind auch ein klitzekleiner Unterschied. Welche Nebenbahn hat denn soviel Verkehr wie eine Hauptbahn? Nachts passiert da für gewöhnlich überhaupt nichts, während an der Rheinstrecke die Güterzuüge 24h im Blockabstand über die BÜ kacheln.

Falsch. Auch hier wird mit bis zu 100mph über BÜ gefahren. Wie man immer wieder sieht, sind Deutsche keineswegs gescheiter um nicht zu sagen sogar dümmer.

Kommt wohl auf die Perspektive an... der Affe im Zoo denkt bestimmt auch die Menschen wären hinter Gittern ;-) Aber wir wissen natürlich alle das die USA the greatest sind und man in Europa einfach keinen Plan hat und dumm ist.

Beide Alternativen sind in absehbarer Zeit im Gesamtnetz unrealistisch - im Gegensatz zum Makrofon. 100% schafft man nicht, aber jeder einzelne verhinderte BÜ-Unfall ist es wert.

Der Makrofon-Einsatz an jedem gesicherten BÜ würde nunmal ganz schnell kein Zugverkehr mehr stattfinden. Die Bahn kann sich hier schließlich auch nicht auf Bestandsschutz berufen, denn das wären komplett neue (unnütze) Vorschriften, bei denen sich die Bahn dann eben fragen lassen muß warum sie denn nicht vor dem BÜ anhält und ihn selbst sichert. Die Anzahl durch Makrofon-Einsatz verhinderter BÜ dürfte jedenfalls verschwindend gering sein... wenn es denn überhaupt der eine pro Jahr wird. Sieht man ja auch daran das an unbeschrankten BÜs immer wieder Unfälle passieren, trotz Makrofon und langsamer Geschwindigkeit der Bahn. Wer zu blöd ist ist nunmal zu blöd, da nennt man es dann halt natürliche Auslese.

Technikfrage

Power132 @, Samstag, 09.05.2020, 12:23 (vor 27 Tagen) @ bendo

Wie ist denn diese Notbremse gesteuert. Viele Fahrzeuge haben doch einen Knauf zur Steuerung. Zumindest bei U und Straßenbahnen ertönt ein Notsignal wenn dieser Knauf im Notfall nach hinten gezogen wird. Gibt es das bei den Triebwagen/Loks nicht?

Link zu DSO

Administrator @, Freitag, 08.05.2020, 22:42 (vor 28 Tagen) @ rheinbahn95

Ergänzend hier noch ein Link zum sehr ausführlichen Thread bei DSO.
https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?002,9307195

Bitte mit Spekulationen zurückhalten.


Das ICE-Treff-Team.

+1 mit *

Garfield_1905, Freitag, 08.05.2020, 22:57 (vor 28 Tagen) @ Administrator

Genau das hatte ich befürchtet, als ich die Nachricht gelesen hatte. Das Ganze ist schon schlimm genug.

Ortskenntnis hilft

Hustensaft @, Sonntag, 10.05.2020, 07:45 (vor 27 Tagen) @ rheinbahn95

An diesem Bahnübergang kreuzen sich Schienen und Straße in einem sehr spitzen Winkel. Von der Straße aus kann man daher recht gut in die eine Richtung schauen, aber selbst im Stand (zumindest, wenn man mit dem Auto nicht bereits im Lichtraumprofil steht) faktisch die andere Richtung nicht einsehen. Wir reden hie rüber eine Stelle, an der es eher ratsam ist zu beschleunigen, um den Gefahrenbereich möglichst schnell zu passieren, als, wie es in der Fahrschule gelehrt wird, langsamer zu fahren und zu gucken.

Und was Radfahrer und Fußgänger betrifft:
Das wird aufzuklären sein - und natürlich kann es Bewegungsunfähigkeit durch Schock gewesen sein, ebenso ist aber auch "Stöpsel im Ohr und Blick auf das Handy" im Rahmen der Möglichkeiten.

Ortskenntnis hilft

Elefant01, Montag, 11.05.2020, 09:09 (vor 26 Tagen) @ Hustensaft

Guten Morgen,

schaut man sich die die Unfallstelle und die Umgebung an, dann wir aber auch klar, dass rings herum genügend Flächen vorhanden sind, um mit Unter- bzw. Überführungsbauwerken diesen - zumindest für eine Stadt wie Frankfurt in einem Land wie Deutschland - völlig unzeitgemäßen Bahnübergang zu beseitigen. Wahrscheinlich wird seit 30 Jahren geplant und es müssen erst noch ein paar Opfer hinzukommen, bis sich etwas tut.
Ein Blick wenige Kilometer nach Nordosten reicht, da sieht man, wofür im Autoland das Geld fließt und geflossen ist. 3 Autobahnabzweige in schönsten Schlängellinien liegen in der Landschaft.
Wird sich in der unteren Ringstraße in Wiesbaden jemand bewegen?
Vermutlich eher nicht.
Eine traurige Geschichte.

Elefant01

Politiker sind sauer auf die DB!

Blaschke, Montag, 11.05.2020, 12:13 (vor 25 Tagen) @ rheinbahn95

Hallöcheb.

Weil Cindy jetzt tot ist.

Nun soll Bewegung in die Sache kommen.

https://m.bild.de/regional/frankfurt/frankfurt-aktuell/frankfurt-16-jaehrige-von-zug-ge...


Schöne Grüße von jörg

Forderung nach einer Unterfühurng (Link)

Power132 @, Dienstag, 12.05.2020, 18:15 (vor 24 Tagen) @ rheinbahn95

Nach dem schlimmen Unfall an einem Bahnübergang machen die Nieder Druck auf Bahn und Politik. Die Schranke an der Oeserstraße soll einer Unterführung weichen.

https://www.fr.de/frankfurt/frankfurt-toedlicher-unfall-bahnuebergang-nied-buerger-ford...

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum