NL: Nordsee absperren -> Aberdeen-Bergen in 3 Stunden? (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Samstag, 15.02.2020, 09:42 (vor 255 Tagen)

Hallo ICE-Fans,

als ich die Nachricht las, musste ich mal wieder erst Kalender schauen ("nein, es ist kein 1. April") und danach michselber mal wieder die Frage stellen, was die Verfasser jetzt wieder für Stoff geraucht haben.

Was ist der Fall? Niederländische Wissenschaftler schlagen eine Absperrung der Nordsee vor. 1, 2, 3, 4.
Zwei Staudämme, einer etwa von Aberdeen nach Bergen (480 km) und einer von Land's End nach Bretagne (160 km), sollten die Niederlande und weitere Länder Europas gegen den steigenden Meeresspiegel schützen. Kosten: 750 Milliarden Euros.

1. Teuer? Nope. Auch wenn die Niederländer das ganze alleine bezahlen, sind es 40.000 Euro pro Nase, zusammenzusparen in 80 Jahren. Macht 500 Euro pro Jahr, oder 42 Euro pro Monat. Wohnungmiete ist teurer.
2. Unmachbar? Vielleicht. Die weltweit längste Stelzenkonstruktion ist zur Zeit das Danyang-Kunshan-Viadukt in China, 160 km lang. Es ist Bestandteil der Rennbahn Beijing-Shanghai. Sowas muss viermal gebaut werden, dann aber aus massivem Beton.
3. Umweltimpakt? Vielleicht. Salzwasser wird Süsswasser. Das Wattengebiet verschwindet. "Aber das wären wir ohne diese Bauten auch los, sowie die Hälfte der Niederlande".

Und so ein Staudamm ermöglicht auch eine Rennbahn! Wie wäre es mit Aberdeen-Bergen in 3 Stunden. London-Norwegen in 6 Stunden?

Leider bedeutet eine solche Megakonstruktion auch dass wir das Problem nicht lösen, sondern verschieben.
Man kann das Wasser verbieten in die Nordsee zu fliessen, es aber nicht verbieten irgendwohin zu fliessen. Andere Regionen, die empfindlicher sind aber wo es an Moneten fehlt, werden dafür eher Opfer von Überschwemmung werden. Und das finde ich nicht gut.
Man kann den Chinesen, Inder und Amerikanern vorwerfen dass sie die grössten Umweltverschmutzer der Welt sind, aber dass ein Drittel der Niederlande unter Meeresspiegel gebaut wurde und das Land jetzt die Folgen davon merkt, ist eine eigene Entscheidung der Niederlande und nicht der Schuld der Chinesen, Inder und Amerikaner.

Zudem schützt so ein Damm uns nicht vor Überschwemmungen, verursacht durch Regen oder Schmelzwasser, was bei uns meistens in März in Südlimburg oder östlich von Arnhem (Lobith) passiert.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

NL: Nordsee absperren -> Aberdeen-Bergen in 3 Stunden?

Aphex Twin, Samstag, 15.02.2020, 10:17 (vor 255 Tagen) @ Oscar (NL)

Leider bedeutet eine solche Megakonstruktion auch dass wir das Problem nicht lösen, sondern verschieben.
Man kann das Wasser verbieten in die Nordsee zu fliessen, es aber nicht verbieten irgendwohin zu fliessen. Andere Regionen, die empfindlicher sind aber wo es an Moneten fehlt, werden dafür eher Opfer von Überschwemmung werden. Und das finde ich nicht gut.

Gemäss Wikipedia ist die Nordsee rund 570'000 km² gross, die gesamte globale Meeresfläche im Vergleich 361'000'000 km². Wenn der Meeresspiegel um 10 m ansteigen würde entspräche dies einem zusätzlichem Volumen von 3'610'000 km³. Wenn man dieses auf den Rest der Meere ohne die Nordsee verteilen würde, käme man auf einem Anstieg von 1.6 mm mehr als ohne die Absperrung der Nordsee.

Im Vergleich dazu sind die kumulierten GHG-Emissionen der Nordseeanrainerstaaten wohl für einen merklich grösseren Anteil an den 10 m Anstieg verantwortlich.

NL: Nordsee absperren -> Aberdeen-Bergen in 3 Stunden?

oska, Samstag, 15.02.2020, 11:27 (vor 255 Tagen) @ Oscar (NL)

als ich die Nachricht las, musste ich mal wieder erst Kalender schauen ("nein, es ist kein 1. April") und danach michselber mal wieder die Frage stellen, was die Verfasser jetzt wieder für Stoff geraucht haben.

Vielleicht wurden die auch von der chinesischen Eisenbahnlobby bezahlt. Die Häfen Duisburg, Rotterdam, Amsterdam, Hamburg und Co können wir dann jedenfalls nicht mehr nutzen. Selbst wenn man eine riesige Schleuse bauen würde, im Winter wäre das Meer vor Holland zugefroren.

Wenn Elbe, Rhein und Donau über Hochwasser klagen, dann können die Holländer schon mal langsam mit der Evakuierung beginnen. Denn unterm Meeresspiegel liegen sie immer noch.

Von den Folgen für das Ökosystem Nordsee möchte ich gar nicht erst nachdenken.

Lieber neue Eisenbahntrassen bauen, die auch bei Anstieg des Meeresspiegels sicher sind. Wer nach UK möchte kann durch den Tunnel fahren.

NL: Nordsee absperren -> Aberdeen-Bergen in 3 Stunden?

Barbara, Samstag, 15.02.2020, 11:32 (vor 255 Tagen) @ oska

Bergen-Aberdeen-Penzance-Brest. Endlich würde sich Interrail wieder rentieren!

NL: Nordsee absperren -> Aberdeen-Bergen in 3 Stunden?

mrhuss, ICE 275, Samstag, 15.02.2020, 11:47 (vor 255 Tagen) @ oska

Von den Folgen für das Ökosystem Nordsee möchte ich gar nicht erst nachdenken.

Wenn das Grönlandeis komplett weg ist, steigt der Meeresspiegel um 7m. Dann hat das Ökosystem Nordsee ein ganz anderes Problem. Das Wattenmeer, wie wir es heute kennen, gibt es dann so oder so nicht mehr.

NL: Nordsee absperren -> Aberdeen-Bergen in 3 Stunden?

ICE-TD, Samstag, 15.02.2020, 17:58 (vor 255 Tagen) @ mrhuss

Von den Folgen für das Ökosystem Nordsee möchte ich gar nicht erst nachdenken.


Wenn das Grönlandeis komplett weg ist, steigt der Meeresspiegel um 7m. Dann hat das Ökosystem Nordsee ein ganz anderes Problem. Das Wattenmeer, wie wir es heute kennen, gibt es dann so oder so nicht mehr.

Das ist aber nichts gegen das was danach kommt wenn die Antarktis abschmilzt, da beträgt der Meeresspiegelanstieg das zehnfache, da sind weite Teile Norddeutschlands unter Wasser. Gabs alles schon mal, zur Entstehungszeit der Kohle als ganze Wälder im Wasser versunken sind, damals war der CO2-Gehalt der Atmosphäre auch höher, also das was wir jetzt gerade dabei sind zu erschaffen, nur wir brauchen dafür nicht einige Mio. Jahre.

NL: Nordsee absperren -> Aberdeen-Bergen in 3 Stunden?

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 15.02.2020, 18:48 (vor 255 Tagen) @ ICE-TD
bearbeitet von Alibizugpaar, Samstag, 15.02.2020, 18:52

nur wir brauchen dafür nicht einige Mio. Jahre

Wer kennt nicht den Film über das Atomkriegszenario 'The day after'? Nachdem die meisten Raketen aus den Silos gestartet, aber noch keine von der anderen Seite her kommend eingeschlagen sind (sich noch im Anflug befindend) sagt ein Techniker zu seinen Kollegen "Ich geh' jetzt nach Hause, was soll ich hier unten noch? Wir haben unseren Job getan, der Krieg ist vorbei."

Dieser eine letzte Satz "Der Krieg ist vorbei" noch bevor die Hölle losbricht bringt es sehr präzise auf den Punkt: Was auch immer da im Film in den nächsten Minuten, Stunden und Tagen an Unheil kommen wird, man kann ab einem bestimmten Punkt nichts von dem mehr aufhalten.

Es steht zu befürchten, daß wir bezüglich der Klimaauswirkungen (meinetwegen in Summe natürliche und menschenverantwortliche Gründe) von der weltweiten unabhängigen Wissenschaft einen sehr ähnlichen Befund zugestellt bekommen. Und daß dieser Tag keine 1000 oder 500 Jahre mehr auf sich warten lässt.


Von der aktuellen 'mosaic'-Expedition.

https://www.weser-kurier.de/cms_media/module_img/5877/2938852_1_articlefancybox_dpa_5F9...

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

etwas zur Klarstellung

echter HGV, Samstag, 15.02.2020, 20:08 (vor 255 Tagen) @ mrhuss

Von den Folgen für das Ökosystem Nordsee möchte ich gar nicht erst nachdenken.


Wenn das Grönlandeis komplett weg ist, steigt der Meeresspiegel um 7m. Dann hat das Ökosystem Nordsee ein ganz anderes Problem. Das Wattenmeer, wie wir es heute kennen, gibt es dann so oder so nicht mehr.

Ein steigender Meeresspiegel wird primär durch schmelzende Gletscher auf den Kontinenten und vor allem durch sich bei Erwärmung ausdehnende Meere verursacht. Das Eis auf Grönland und in der Antarktis wird auch innerhalb der nächsten 500 Jahre nicht schmelzen und das Eis in der Arktis hat Null direkten Einfluss auf die Höhe des Meeresspiegels.

etwas zur Klarstellung

ICE-TD, Samstag, 15.02.2020, 20:56 (vor 255 Tagen) @ echter HGV

Ein steigender Meeresspiegel wird primär durch schmelzende Gletscher auf den Kontinenten und vor allem durch sich bei Erwärmung ausdehnende Meere verursacht. Das Eis auf Grönland und in der Antarktis wird auch innerhalb der nächsten 500 Jahre nicht schmelzen und das Eis in der Arktis hat Null direkten Einfluss auf die Höhe des Meeresspiegels.

https://www.nzz.ch/wissenschaft/groenland-eis-schmilzt-in-rekordtempo-ld.1499297
"Seit vielen Jahren schon geht auf Grönland durch die sommerliche Schmelze sowie durch das Kalben von Eisbergen mehr Gletschereis verloren, als der Eisschild durch Schneefall gewinnt. Im Zeitraum von 2010 bis 2018 betrug der jährliche Schwund gemäss einer Studie mehr als 280 Milliarden Tonnen. Allein die beiden extremen Tauwetterperioden des Sommers 2019 haben über 40 Prozent des inzwischen typischen jährlichen Eisverlusts bedingt – und der Sommer ist noch nicht zu Ende."

etwas zur Klarstellung

echter HGV, Samstag, 15.02.2020, 23:29 (vor 255 Tagen) @ ICE-TD

Ein steigender Meeresspiegel wird primär durch schmelzende Gletscher auf den Kontinenten und vor allem durch sich bei Erwärmung ausdehnende Meere verursacht. Das Eis auf Grönland und in der Antarktis wird auch innerhalb der nächsten 500 Jahre nicht schmelzen und das Eis in der Arktis hat Null direkten Einfluss auf die Höhe des Meeresspiegels.

https://www.nzz.ch/wissenschaft/groenland-eis-schmilzt-in-rekordtempo-ld.1499297
"Seit vielen Jahren schon geht auf Grönland durch die sommerliche Schmelze sowie durch das Kalben von Eisbergen mehr Gletschereis verloren, als der Eisschild durch Schneefall gewinnt. Im Zeitraum von 2010 bis 2018 betrug der jährliche Schwund gemäss einer Studie mehr als 280 Milliarden Tonnen. Allein die beiden extremen Tauwetterperioden des Sommers 2019 haben über 40 Prozent des inzwischen typischen jährlichen Eisverlusts bedingt – und der Sommer ist noch nicht zu Ende."

Das stimmt ja Alles. Hab ich auch Nichts gegen gesagt. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass es theoretisch noch ein paar hundert Jahre dauert bis der Eisschild in Grönland abgeschmolzen ist. Aktuell ist selbiger nämlich sehr stabil. Die Verluste, die auch in dem Artikel angesprochen werden, finden primär in den Küstenregionen statt.

750 Milliarden an Bahnstrecken...?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 18.02.2020, 10:05 (vor 252 Tagen) @ oska

Hallo oska,

Lieber neue Eisenbahntrassen bauen, die auch bei Anstieg des Meeresspiegels sicher sind.

So wie die Chinesen das machen. Die haben sehr viele Strecken auf Viadukten gebaut.
Angeblich können die Chinesen das recht preiswert; 20 Millionen Euros pro km.
Wenn man ein Budget von 750 Milliarden hat (das sollten die beiden Megastaudämme ja zusammen kosten), kann man also 37.500 km an Rennbahnen bauen. Etwa so viel wie China jetzt an Rennbahnen hat.

Europa hätte ein Rennbahnnetz wie China (und dafür reichen vermutlich weit weniger als 37.500 km an Strecken). Sprich ICE International Amsterdam-München in 4 Stunden, Frankfurt-München nicht via Umweg über Nürnberg oder Stuttgart sondern schnurstracks, ggf. mit Halt im Zweistockwerkenbahnhof "Crailsheim ICE" wo man Richtung Aalen oder Ansbach umsteigen kann.

Wer nach UK möchte kann durch den Tunnel fahren.

Leider gibt es kaum noch verfügbare Trassen im Eurotunnel. Mal sehen, was passiert, wenn die Fahrgastzahl sich verdoppelt.
Siemens sollte als Nachfolger des e320s einen Velaro Dosto entwickeln.
Die Alternative wäre ein 32-teiliger Velaro von 800 m Länge.

Auch noch: eine Rennbahn London-Eastbourne-Dieppe-Rouen-Paris Montparnasse (oder via Massy Richung Lyon) und durch diesen "Eurotunnel 2" den ganzen Parisverkehr abwickeln. Eurotunnel 1 ist dann für den Lille- und Brüsselverkehr.


gruß,

Oscar (NL).

--
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750 Milliarden an Bahnstrecken...?

oska, Dienstag, 18.02.2020, 10:58 (vor 252 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo oska,

Lieber neue Eisenbahntrassen bauen, die auch bei Anstieg des Meeresspiegels sicher sind.


So wie die Chinesen das machen. Die haben sehr viele Strecken auf Viadukten gebaut.

Das meinte ich gar nicht. Aber Viadukte haben auch vorteile, wenn man ein Tal überqueren möchte, können wilde Tiere drunter durchlaufen. Genauso, wie sie über Tunnel drüberlaufen können. Auch wenn Rennbahnen hier und da einen Eingriff ins Landschaftsbild darstellen, zerschneiden sie nicht die Ökosysteme. Auf jeder Kreisstraße werden mehr Kröten und andere Tiere zu Matsch gefahren.

Was mir vor Augen schwebte, sind die Landkarten mit Anstieg des Meeresspiegels um 2, 3, 4, 5 Metern. Hier ein Artikel vom SRF:

https://www.srf.ch/news/panorama/neue-studie-zum-meeresspiegel-hamburg-london-und-vened...

Mit Link zu coastal.climatecentral.org

Also entweder die roten Gebiete meiden, die von einer Überschwemmung bedroht sind, oder mit entsprechendem Aufwand die Infrastruktur, damit meine ich in erster Linie die Bahnhöfe, so hoch errichten, das diese auch im worst case noch funktionieren.

Wer nach UK möchte kann durch den Tunnel fahren.


Leider gibt es kaum noch verfügbare Trassen im Eurotunnel. Mal sehen, was passiert, wenn die Fahrgastzahl sich verdoppelt.

Tempolimit auf Autobahnen? Warum nicht nicht auch im Eurotunnel. Verringert den Abstand und erhöht die Kapazität. Oder längere Züge. Laut Wikipedia hat der Tunnel 1987 15 Mrd. Euro gekostet. Selbst wenn er heute 60 Mrd. kosten würde, wären das weniger als 10% der Staudammkosten.

Auch noch: eine Rennbahn London-Eastbourne-Dieppe-Rouen-Paris Montparnasse (oder via Massy Richung Lyon) und durch diesen "Eurotunnel 2" den ganzen Parisverkehr abwickeln. Eurotunnel 1 ist dann für den Lille- und Brüsselverkehr.

Eurotunnel 1 wäre dann für Nordfrankreich, Belgien, Skandinavien, Deutschland, Polen, Tschechien
Eurotunnel 2 für Paris, Südfrankreich, Spanien, Schweiz, Italien

Der Flieger wäre mit 105min Edinburgh Oslo immer noch

Power132, Samstag, 15.02.2020, 11:55 (vor 255 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von Power132, Samstag, 15.02.2020, 11:56

schneller und damit hätten viele immer noch ein Argument gegen eine SFS. Ausserdem müsste so eine SFS wettertauglich sein. Stichwort Salznebel bei den Oberleitungen.

Der 'Führer' dachte größer: ATLANTIKwall!

Blaschke, Samstag, 15.02.2020, 17:38 (vor 255 Tagen) @ Oscar (NL)

Hey liebe Niederländer,

Thing big!

Was wollt ihr mit einem Nordseewall. Dann kommt das Wasser über Frankreich hintenrum zu euch!

Wenn schon, dann auch richtig!


Schöne Grüße von jörg

Lies nochmal

MC_Hans, 8001376, Samstag, 15.02.2020, 17:46 (vor 255 Tagen) @ Blaschke

Was wollt ihr mit einem Nordseewall. Dann kommt das Wasser über Frankreich hintenrum zu euch!

Zwei Staudämme, einer etwa von Aberdeen nach Bergen (480 km) und einer von Land's End nach Bretagne (160 km), sollten die Niederlande und weitere Länder Europas gegen den steigenden Meeresspiegel schützen. Kosten: 750 Milliarden Euros.

Wenn schon, dann auch richtig!

Ganz meine Meinung, auch beim Lesen ;)

Konsequenter: Ozeane in Sektoren aufteilen.

Blaschke, Sonntag, 16.02.2020, 08:41 (vor 254 Tagen) @ MC_Hans
bearbeitet von Blaschke, Sonntag, 16.02.2020, 08:43

Hey.

Wenn wir schon die Nordsee separieren mittels Damm, warum nicht gleich die ganzen Ozeane in Sektoren aufteilen und zubetonieren?

Man könnte dann z.B. Wasser hin und her pumpen je nach Bedarf. In Nordskandinavien sinkt ja z.B. der Meeresspiegel. Pumpen wir da Wasser hin. Probt auf einer exotischen Insel wer den Aufstand, schicken wir keine Atombombe, sondern fluten einfach den Sektor. Wir richten Sektoren ein für Fischzucht zum Beispiel. In einem Sektor könnte man Müll sammeln. Und der Flugverkehr kann WELTWEIT verboten werden, weil über die Dämme Züge rasen. Betrieben von der DB, die frühzeitig den WELTMARKT erkannt hat und ja heute schon überall rumwuselt. Der Standortvorteil zahlt sich dann aus.

Dann kommst du von Coburg direkt nach Caracas, Canberra, Chicago, Chongqing, Kapstadt und im Nahverkehr eben mal fix nach Casablanca (Rätselfrage: welche Kommune gehört nicht in die Auflistung?). Philadelphia Paris Potsdam Perth über Phnom Penh und Pyöngyang.

Einziges Problem: wenn der ICE der DB irgendwo hinter Buenos Aires eine 'technische Störung am Zug' meldet. Da könnte es bis zur Evakuierung etwas dauern. Und ich weiß natürlich nicht, wie das wird, wenn die DB sicherheitshalber in ganz Asien den Verkehr einstellt, weil es in Sibirien schneit, in Indien regnet oder in Japan stürmt. Dann muss man nach Australien 'hintenrum' über Afrika und Südamerika fahren. Während man in Anchorage wahrscheinlich schon zufrieden ist, wenn ICE 726 aus Aachen, weiter als ICE 857 nach Addis Abeba mal nur 16 Tage Verspätung hat.


Schöne Grüße von jörg

Sorry, aber das ist jetzt wirklich zu unrealistisch!

Altmann, Amstetten, Sonntag, 16.02.2020, 10:32 (vor 254 Tagen) @ Blaschke

Einziges Problem: wenn der ICE der DB irgendwo hinter Buenos Aires eine 'technische Störung am Zug' meldet. Da könnte es bis zur Evakuierung etwas dauern. Und ich weiß natürlich nicht, wie das wird, wenn die DB sicherheitshalber in ganz Asien den Verkehr einstellt, weil es in Sibirien schneit, in Indien regnet oder in Japan stürmt. Dann muss man nach Australien 'hintenrum' über Afrika und Südamerika fahren. Während man in Anchorage wahrscheinlich schon zufrieden ist, wenn ICE 726 aus Aachen, weiter als ICE 857 nach Addis Abeba mal nur 16 Tage Verspätung hat.

Du weißt doch genau, dass die DB keine Nachtzüge betreibt! Das müssen schon unsere ÖBB machen! ;-)

Konsequenter: Ozeane in Sektoren aufteilen.

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 16.02.2020, 11:23 (vor 254 Tagen) @ Blaschke

Während man in Anchorage wahrscheinlich schon zufrieden ist, wenn ICE 726 aus Aachen, weiter als ICE 857 nach Addis Abeba mal nur 16 Tage Verspätung hat.

Das gäbe IZB-Faltblätter ausgeklappt von 23 Metern Länge. Weil so ein ICE nach Addis Abeba ab Aachen DB-Neuzeit-typisch unermesslich wichtige Zwischenhalte wie Stolberg, Eschweiler, Düren, Troisdorf, Hennef, Betzdorf und Dillenburg abklappert. Natürlich mit Umsteigeanschluß in Gießen zum ICE nach Wabern, Witzenhausen, Northeim, Elze, Bad Bevensen. Es sind auch alle Busanschlüsse im IZB aufgeführt bis zum AnrufSammelTaxi nach 'Hexenhaus im Dunkelwald hinterm Berg'.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Was wird mit dem Wasser von Rhein, Elbe, Weser?

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 15.02.2020, 18:31 (vor 255 Tagen) @ Oscar (NL)

Wenn der Nordseespiegel unter dem des Atlantiks liegt müsste man den ganzen Zutrag aus den Flüssen ununterbrochen hinauf pumpen auf den dann höheren Ozeanspiegel. Wenn dann noch weitere Länder auf die Idee kommen Dämme hinzuklotzen, dann wird der Preis für Stahlbeton und allem drum und dran einer Supernova gleich explodieren. Denn China wird nicht aufhören Wolkenkratzer zu bauen usw. Von den Auswirkungen auf die Umwelt ganz zu schweigen.

Ein Irrsinn...

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Gruß, Olaf

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Goethe an Schiller 1797

Nieuw Amsterdam - Berlin 3h

ktmb, iOS, Samstag, 15.02.2020, 18:56 (vor 255 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von ktmb, Samstag, 15.02.2020, 18:58

Wenn dann neu Neu Amsterdam umziehen muss, dauert es auch nicht mehr solange auf der Berlin-Strecke. :)
wir rücken dann halt etwas enger zusammen.

--
STAY home. STOP the spread. SAVE lives.

Strömungsrichtung beachten

echter HGV, Samstag, 15.02.2020, 19:57 (vor 255 Tagen) @ Alibizugpaar

Wenn der Nordseespiegel unter dem des Atlantiks liegt müsste man den ganzen Zutrag aus den Flüssen ununterbrochen hinauf pumpen auf den dann höheren Ozeanspiegel.

Interessanterweise ist das nicht der Fall. Die Verdunstung in Nord- und Ostsee ist so groß, dass dauerhaft Wasser aus dem Atlantik nachströmt. Die Flüsse allein würden nicht zur Erhaltung des Meeresspiegels ausreichen. Wahrscheinlich könnte man mit so einem Damm einen häufen elektrische Energie gewinnen.

Unrealistisch bleibt das Projekt aber trotzdem. Für das Geld könnte man auch die Niederlande in in Mecklenburg-Vorpommern und im nördlichen Brandenburg neu bauen.

NL: Nordsee absperren -> Aberdeen-Bergen in 3 Stunden?

martarosenberg, Montag, 17.02.2020, 15:30 (vor 253 Tagen) @ Oscar (NL)

Umweltimpakt? Vielleicht.

Klar! Denn Betonherstellung selber ist recht Umwelt-impactioes.

ausreichend Beton vorhanden?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 20.02.2020, 08:47 (vor 250 Tagen) @ martarosenberg
bearbeitet von Oscar (NL), Donnerstag, 20.02.2020, 08:48

Hallo martarosenberg,

Umweltimpakt? Vielleicht.


Klar! Denn Betonherstellung selber ist recht Umwelt-impactioes.

Ich würde sogar die Frage stellen, ob Planet Erde ausreichend Ressourcen hat für die erforderliche Betonmenge.
Die Dämme sollen 640 km lang sein, Nordsee im Schnitt 100 m tief, Breite etwa 10 m?
Macht 640 Millionen Kubikmeter.

Zudem muss das ganze transportiert werden. Das hat auch Umweltimpakt.


gruß,

Oscar (NL).

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