? zu defekten WCs in ICE (Allgemeines Forum)

ICE2020 @, Montag, 10.02.2020, 21:35 (vor 146 Tagen)
bearbeitet von ICE2020, Montag, 10.02.2020, 21:36

Ist es zulässig, dass ein ICE komplett ohne funktionierendes WC verkehrt (Personal schließt "im Notfall" WC auf)? Wohlgemerkt ein Zug, der einmal quer durch die Republik fährt und bei dem die Problematik ab dem Startbahnhof bestand.

? zu defekten WCs in ICE

oska, Montag, 10.02.2020, 21:39 (vor 146 Tagen) @ ICE2020
bearbeitet von oska, Montag, 10.02.2020, 21:40

Ist es zulässig, dass ein ICE komplett ohne funktionierendes WC verkehrt (Personal schließt "im Notfall" WC auf)?

Ja.

? zu defekten WCs in ICE

ICE2020 @, Montag, 10.02.2020, 21:49 (vor 146 Tagen) @ oska

Ist es zulässig, dass ein ICE komplett ohne funktionierendes WC verkehrt (Personal schließt "im Notfall" WC auf)?


Ja.

Interessant.

kein Problem ...

Blaschke, Montag, 10.02.2020, 22:02 (vor 146 Tagen) @ ICE2020

Hey.

Kommt im NV auch regelmäßig vor. Und da ist mancher Zug auch längere Zeit unterwegs ...

Überhaupt sollten gerade in Fernzügen die Zahl der WC reduziert werden. Nehmen nur unnötig Platz weg. EIN WC pro Wagen wäre schon überdimensioniert. Moderne NV-Züge kommen mit weniger aus. Und der 422 hat von vornherein keins.

Zu begrüßen ist dafür, dass auch manche eher kleinere Bahnhöfe mittlerweile akzeptable WC-Anlagen haben. Auch wenn die zu Recht kostenpflichtig sind.


Schöne Grüße von jörg

kein Problem ...

WbuIV, Montag, 10.02.2020, 22:18 (vor 146 Tagen) @ Blaschke

Sollen die ICEs dort Pinkelpausen machen?

kein Problem ...

oska, Montag, 10.02.2020, 22:29 (vor 146 Tagen) @ WbuIV

Sollen die ICEs dort Pinkelpausen machen?

Machen doch die meisten relativ häufig. Nur bei Sprintern braucht man eine größeres Durchhaltevermögen.

kein Problem ...

Dieter4711, Dienstag, 11.02.2020, 06:05 (vor 145 Tagen) @ WbuIV

Sollen die ICEs dort Pinkelpausen machen?

Nein,
es würde auch reichen ein im ICE vorhandenes Abteil zur Benutzung als Abort freizugeben.

Ist ein Problem

keksi @, Dienstag, 11.02.2020, 06:56 (vor 145 Tagen) @ Blaschke

Hey.

Kommt im NV auch regelmäßig vor. Und da ist mancher Zug auch längere Zeit unterwegs ...

Überhaupt sollten gerade in Fernzügen die Zahl der WC reduziert werden. Nehmen nur unnötig Platz weg. EIN WC pro Wagen wäre schon überdimensioniert. Moderne NV-Züge kommen mit weniger aus. Und der 422 hat von vornherein keins.

Zu begrüßen ist dafür, dass auch manche eher kleinere Bahnhöfe mittlerweile akzeptable WC-Anlagen haben. Auch wenn die zu Recht kostenpflichtig sind.


Schöne Grüße von jörg

Du arbeitest nicht im FV aber tust immer so, als ob du alles weißt. Muss ich dich aber leider enttäuschen, das es nicht der Fall ist.

Zum Thena zurück. Es muss ein WC funktionieren im Zug. Denn darf der Zug fahren. Wenn es das Catereer WC ist, dann bleibt Restaurant zu. Sonst bei einem überfüllten Zug, würde ich den nie mit einem WC abfahren lassen. Nicht zumutbar.

Mfg

? Caterer WC

611 040 @, Dienstag, 11.02.2020, 11:16 (vor 145 Tagen) @ keksi

Hi,

Ja das mit dem Caterer WC hab ich auch schon gehört.
Die sind ja im Bordrestaurant bzw Bistro und nicht für Reisende gedacht.
Was hat es eigentlich genau damit auf sich ?
Ist ein Personal-WC oder ?
Aber warum muss das Bistro dann geschlossen werden, ich meine das Gastropersonal kann ja auch ihre Toilette teilen.

Im ICE befindet es sich ja im Restaurant/Bistrowagen, im IC ja im Bvmsz,warum ?

Würde mich über Aufklärung zu diesem geheimen WC freuen

Grüße 611 040

--
DAS ist ein Intercity:
[image]

? Caterer WC

ICE-TD, Dienstag, 11.02.2020, 11:25 (vor 145 Tagen) @ 611 040

Hi,

Ja das mit dem Caterer WC hab ich auch schon gehört.
Die sind ja im Bordrestaurant bzw Bistro und nicht für Reisende gedacht.
Was hat es eigentlich genau damit auf sich ?
Ist ein Personal-WC oder ?
Aber warum muss das Bistro dann geschlossen werden, ich meine das Gastropersonal kann ja auch ihre Toilette teilen.

Im ICE befindet es sich ja im Restaurant/Bistrowagen, im IC ja im Bvmsz,warum ?

Würde mich über Aufklärung zu diesem geheimen WC freuen

Grüße 611 040

Weil das Personal ein eigenes WC haben muß wenn es mit offenen Lebensmitteln hantiert. Ich habs auch schon in einer Bahnhofsbäckerei erlebt (Das WC im Bf geschlossen wegen Umbau) das Eltern für ihr kleines Kind fragten ob es in der Bäckerei die Personaltoilette benutzen dürfte, das wurde verneint mit dem entsprechenden Hinweis.

? Caterer WC

Münchner, Dienstag, 11.02.2020, 11:26 (vor 145 Tagen) @ 611 040

Ja das mit dem Caterer WC hab ich auch schon gehört.
Die sind ja im Bordrestaurant bzw Bistro und nicht für Reisende gedacht.
Was hat es eigentlich genau damit auf sich ?
Ist ein Personal-WC oder ?
Aber warum muss das Bistro dann geschlossen werden, ich meine das Gastropersonal kann ja auch > ihre Toilette teilen.

Habe ich nicht nur gehört, sondern auch schon erlebt, als ich das Personal gefragt habe, ob man die Gastro-Toilette öffnen kann, nachdem im ganzen Zug fast alle Toiletten defekt waren.

Antwort war nein, denn dann müsste man das Bordrestaurant schließen.

Scheinen Hygienevorschriften zu sein, wonach das Gastro-Personal eigene Toilette zu benutzen hat.

? Caterer WC

611 040 @, Dienstag, 11.02.2020, 11:51 (vor 145 Tagen) @ Münchner

Setltsame Vorschriften was bringt das denn ?
Weil diese WCs dann sauberer sind als andere ?

--
DAS ist ein Intercity:
[image]

? Caterer WC

ICE-TD, Dienstag, 11.02.2020, 11:54 (vor 145 Tagen) @ 611 040

Setltsame Vorschriften was bringt das denn ?
Weil diese WCs dann sauberer sind als andere ?

Weil Krankheitskeime die die Fahrgäste vielleicht haben nicht aufs Personal und damit auf die Lebensmittel übertragen werden können und so nicht vervielfacht werden im gesamten Zug.

? Caterer WC

611 040 @, Dienstag, 11.02.2020, 12:43 (vor 145 Tagen) @ ICE-TD

Achso...wenn ich aber hustend etwas bestelle und dabei das Personal und den ganzen Tresen mit Keimen "infiziere" passiert das gleiche.
Etwas übertriebebn finde ich...

--
DAS ist ein Intercity:
[image]

? Caterer WC

ICE-TD, Dienstag, 11.02.2020, 14:36 (vor 145 Tagen) @ 611 040

Achso...wenn ich aber hustend etwas bestelle und dabei das Personal und den ganzen Tresen mit Keimen "infiziere" passiert das gleiche.
Etwas übertriebebn finde ich...

Das sind aber nunmal Hygienevorschriften in Deutschland, die hat nicht die Bahn erfunden.

? Caterer WC

Münchner, Dienstag, 11.02.2020, 12:14 (vor 145 Tagen) @ 611 040

Setltsame Vorschriften was bringt das denn ?
Weil diese WCs dann sauberer sind als andere ?

Es schränkt die Übertragung von Erregern ein.

Die Trennung gibt es nicht nur im Zug. Die hast du auch in jedem Geschäft und Restaurant.

Ist ein Problem

ICE2020 @, Mittwoch, 12.02.2020, 10:09 (vor 144 Tagen) @ keksi

Zum Thena zurück. Es muss ein WC funktionieren im Zug. Denn darf der Zug fahren. Wenn es das Catereer WC ist, dann bleibt Restaurant zu. Sonst bei einem überfüllten Zug, würde ich den nie mit einem WC abfahren lassen. Nicht zumutbar.

Es funktionierte kein WC im Zug. Das fiel mir das erste Mal auf, als eine Menge von Schülern auf der Suche nach einem WC durch die 1. Klasse zog. Kurz darauf wurde bei der Fahrscheinkontrolle darauf hingewiesen (per Durchsage war wohl zu peinlich), dass alle WCs außer Betrieb seien und man bei Bedarf das Personal ansprechen sollte.

kein Problem ...

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Dienstag, 11.02.2020, 07:50 (vor 145 Tagen) @ Blaschke

Also Jörg, Du scheinst in letzter Zeit ganz schön hart durchzugreifen. Diese Tage erst keine zu öffnenden Zugsfenster mehr, heute keine WC an Bord und neulich keine Ahnung mehr was. Wo ich gefragt hatte, ob Du nur Spaß machst.

Und ich ackere mir hier immer einen Stiefel ab für mehr Kundenorientierung, Verlässlichkeit und erlebten Service. Da komme ich gegen Deine Vielzahl von strengen Maßnahmen ja gar nicht mehr gegen an...

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Äh, die Kunden sind doch zufrieden ...

Blaschke, Dienstag, 11.02.2020, 12:13 (vor 145 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von Blaschke, Dienstag, 11.02.2020, 12:14

Hey.

Und ich ackere mir hier immer einen Stiefel ab für mehr Kundenorientierung, Verlässlichkeit und erlebten Service. Da komme ich gegen Deine Vielzahl von strengen Maßnahmen ja gar nicht mehr gegen an...

Brauchst du doch gar nicht. Die Kunden sind doch zufrieden!!!!!

Klar, manchmal nörgelt wer. Wenn ich dann aber Anregungen gebe, wo und wie man sich am besten meldet, dann stelle ich bei fast allen Desinteresse fest. Der Eifer erlahmt und bestenfalls ernte ich ein: "SIE können das ja weitergeben."

Kurzum: an Verbesserungen besteht gar kein Interesse. Es soll nur nur etwas rumgemault werden. Der Sex war schlecht, der eigene Chef ist ein Arsch - dann schimpft man halt über die 'Bundesbahn'; selbst im Zug der Privatbahn. Das gehört zur Folklore. Und ich fürchte, wenn mal alles perfekt wäre, stürzt es manch Fahrgast in eine Sinnkrise.

Noch besser bei den BS 2-Fahrten im RES. Da wo es Zusatzfragen gibt. Erst klagen sie ausführlichst ihr Leid, alles ist soooo schlimm - auf die Frage nach der Kundenzufriedenheit ernte ich dann aber regelmäßig die Schulnote 2 oder in Ausnahmefällen auch mal die 3. Und meinen Kollegen geht das genauso.

Also ist alles gar nicht so übel, wie immer kolportiert wird. Und das Gewese hier im Forum geht eh meist an den Realitäten vorbei.

Insofern bleib gechillt, mach dir keinen Streß - alles ist viel besser als vermutet.

Und die WC: in den WFB-6er-FLIRT sind gerne mal 2 von 3 defekt. Bei der Eurobahn regelmäßig alle. Bei der NWB müsste man hin und wieder in den anderen Zugteil rübermachen um zu machen - aber das macht dann kaum wer. Im S-Bahn-Quietschie sorgen auch öfters mal die Kunden für die Unbenutzbarkeit des einzigen WC. Bislang haben immer alle alles überstanden.

Im Nahverkehr reicht EIN WC pro Zug völlig aus. Die Dinger sollten nur unempfindlicher programmiert werden, so dass die Verfügbarkeit quasi garantiert ist. Im FV reicht ein WC in 2 bzw 3 Wagen auch absolut aus.

Und Bahnhöfe ab Kategorie 2 z.B. haben ein WC zu haben. So wie hier im Bereich Herford, Minden, Rahden, Rheine, die mir so spontan einfallen. Kosten alle Geld, sind dafür aber i.d.R. auch sauber.


Schöne Grüße von jörg


Am besten war der Opi, der gleich rumpolterte: "Alles Scheiße!". Ich hab dann gefragt, was genau jetzt scheiße sei. Wir waren pünktlich, er hatte einen Sitzplatz, die Klimaanlage funktionierte und das WC auch.

Na ja, er habe das ja nur mal so allgemein gemeint. Merkel zahle ihm zu wenig Rente. Und nebenan sind Flüchtlinge eingezogen. Obwohl die eigentlich ganz nett seien. Ja, und bei der Eisenbahn habe es in der letzten Zeit im Großen und Ganzen auch funktioniert. Aber schön sei das Leben trotzdem nicht. Und dann kommst du und willst noch ein WC mehr ... ;-)

Äh, die Kunden sind doch zufrieden ...

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Dienstag, 11.02.2020, 12:40 (vor 145 Tagen) @ Blaschke

Kein WC mehr. Es sollen nur nicht noch weitere verschwinden so von wegen

EIN WC pro Wagen wäre schon überdimensioniert


Es ging ja um den ICE. Zum Beispiel 3/4 weniger Klosets bei der heutigen Fehler/Defekt/kein Wasser/keine Seife/Verstopfungs-Quote und es gäbe Warteschlangen halb so lang wie der Zug selber.


Ganz nebenbei bliebe auf dem Örtchen wohl keine Zeit mehr mal ausgiebig die FAZ von vorn bis hinten zu lesen, weil ständig jemand an der Tür rüttelt. ;)

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Äh, die Kunden sind doch zufrieden ...

Reservierungszettel @, KDU, Dienstag, 11.02.2020, 15:46 (vor 145 Tagen) @ Alibizugpaar

Kein WC mehr. Es sollen nur nicht noch weitere verschwinden so von wegen

EIN WC pro Wagen wäre schon überdimensioniert


Es ging ja um den ICE. Zum Beispiel 3/4 weniger Klosets bei der heutigen Fehler/Defekt/kein Wasser/keine Seife/Verstopfungs-Quote und es gäbe Warteschlangen halb so lang wie der Zug selber.


Ganz nebenbei bliebe auf dem Örtchen wohl keine Zeit mehr mal ausgiebig die FAZ von vorn bis hinten zu lesen, weil ständig jemand an der Tür rüttelt. ;)

Und dafür sicher auch nicht: https://www.gutefrage.net/frage/sex-in-vollen-zuegen-geniessen--wie-geht-das

Äh, die Kunden sind doch zufrieden ...

oska, Dienstag, 11.02.2020, 16:01 (vor 145 Tagen) @ Alibizugpaar

Ganz nebenbei bliebe auf dem Örtchen wohl keine Zeit mehr mal ausgiebig die FAZ von vorn bis hinten zu lesen, weil ständig jemand an der Tür rüttelt. ;)

Nicht nur das rütteln, die rufen auch immer so unangenehm: "Hallo! Hallo! Fahrkartenkontrolle!"

fun fact: ich habe noch nie gehört das jemandem die FAZ ins Klo gefallen ist. Da hat die Zeitung Apple, Samsung & Co was voraus.

Äh, die Kunden sind doch zufrieden ...

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 11.02.2020, 16:28 (vor 145 Tagen) @ oska
bearbeitet von J-C, Dienstag, 11.02.2020, 16:28

Dafür sind neue Smartphones heutzutage wasserdicht, während Zeitungen es ja nicht sind ;-)

--
Make Ice Cream great again!

Äh, die Kunden sind doch zufrieden ...

oska, Dienstag, 11.02.2020, 16:39 (vor 145 Tagen) @ J-C

Dafür sind neue Smartphones heutzutage wasserdicht, während Zeitungen es ja nicht sind ;-)

Trotzdem hielten sich früher die Menschen bei leichtem Regen die Zeitung über den Kopf. Das sich jemand mit dem Smartphone vor dem nass werden schützt habe ich noch nicht beobachtet.

kein Problem ...

Münchner, Dienstag, 11.02.2020, 09:46 (vor 145 Tagen) @ Blaschke

Überhaupt sollten gerade in Fernzügen die Zahl der WC reduziert werden. Nehmen nur unnötig Platz weg. EIN WC pro Wagen wäre schon überdimensioniert. Moderne NV-Züge kommen mit weniger aus. Und der 422 hat von vornherein keins.

Warum nur kleckern und nicht gleich so richtig klotzen? Die ganzen Sitze nehmen auch nur unnötig Platz weg. Man sollte die ausbauen. Mit Stehplätzen löst sich auch das ein oder andere Kapazitätsproblem.

Personal schließt "im Notfall" WC auf?

Proeter @, Montag, 10.02.2020, 22:21 (vor 146 Tagen) @ ICE2020

Personal schließt "im Notfall" WC auf

Was ist denn dann in diesem WC? Funktioniert das?
Warum steht das dann nicht generell offen zur Verfügung?

Personal schließt "im Notfall" WC auf?

ICE2020 @, Montag, 10.02.2020, 22:30 (vor 146 Tagen) @ Proeter

Alle WCs ohne Wasser, daher keine Spülung.

Personal schließt "im Notfall" WC auf?

keksi @, Dienstag, 11.02.2020, 06:52 (vor 145 Tagen) @ ICE2020

Alle WCs ohne Wasser, daher keine Spülung.

Das war aber nicht das Personal WC oder?

Personal schließt "im Notfall" WC auf?

sibiminus @, Dienstag, 11.02.2020, 21:11 (vor 145 Tagen) @ keksi

Das war aber nicht das Personal WC oder?

Das spielt gar keine Rolle, weil es die Möglichkeit zum Servicespülen in jedem WC unabhängig vom Brauchwasservorrat gibt. Daher besteht gar nicht die Notwendigkeit das Caterer-WC zu bemühen. Müsstest du doch wissen?!

Personal schließt "im Notfall" WC auf?

ICE2020 @, Mittwoch, 12.02.2020, 10:05 (vor 144 Tagen) @ keksi

Das war aber nicht das Personal WC oder?

Ich gehe davon aus, dass auch das Personal WC nicht funktionierte, außer es gibt da eine eigene Wasserversorgung. Auf Wunsch wurden jedoch – ich saß in der Nähe des Personal WC – nicht dieses sondern die anderen WC aufgeschlossen. Im Anschluss haben die Mitarbeiter irgendeine manuelle Spülung (ohne Wasser ?!?) ausgelöst, was auf Dauer für diese mE auch nicht zumutbar ist.

Personal schließt "im Notfall" WC auf?

sibiminus @, Mittwoch, 12.02.2020, 17:54 (vor 144 Tagen) @ ICE2020

Im Anschluss haben die Mitarbeiter irgendeine manuelle Spülung (ohne Wasser ?!?) ausgelöst

Das ist die Servicespülung, die löst aus ohne Wasser abzugeben.

? zu defekten WCs in ICE

Reservierungszettel @, KDU, Montag, 10.02.2020, 22:36 (vor 146 Tagen) @ ICE2020

Ist es zulässig, dass ein ICE komplett ohne funktionierendes WC verkehrt (Personal schließt "im Notfall" WC auf)? Wohlgemerkt ein Zug, der einmal quer durch die Republik fährt und bei dem die Problematik ab dem Startbahnhof bestand.

Vielleicht sollte der Zugchef darüber nachdenken den Zug am nächsten Bahnhof enden zu lassen - andere machen das auch.

? zu defekten WCs in ICE

ICE2020 @, Montag, 10.02.2020, 22:50 (vor 146 Tagen) @ Reservierungszettel

Man hat jetzt eine Lösung gefunden, die man genauso aber auch hätte haben können, wenn man den Zug so gar nicht hätte losfahren lassen. Insofern auch beim übrigens sehr netten Zugchef nur Unverständnis. Interessant am Rande: Der Zug wurde bereits hoch verspätet bereitgestellt, kam laut Zugchef aber aus dem Werk. Warum man dann nicht noch die paar Minuten für's Wasser hatte, das wird wohl ein Mysterium bleiben.

Finde ich aber durchaus interessant, dass die Entscheidung beim Zugchef liegt, und die DB allen Ernstes meint so etwas könne man auf die Strecke schicken.

? zu defekten WCs in ICE

oska, Montag, 10.02.2020, 22:55 (vor 146 Tagen) @ Reservierungszettel

Vielleicht sollte der Zugchef darüber nachdenken den Zug am nächsten Bahnhof enden zu lassen - andere machen das auch.

Was soll das denn bringen? Die Fahrgäste können doch den Zug doch auch verlassen, wenn dieser ohne sie weiterfährt. Den Zug enden zu lassen hilft keinem.

? zu defekten WCs in ICE

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Dienstag, 11.02.2020, 07:56 (vor 145 Tagen) @ oska

Ja klar: "Steigen sie doch einfach aus samt ihren ganzen Bedürfnis-Problemen."

Sch..ß einer auf Sitzplatzreservierungen, Reisekette und private Tagesplanungen.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

? zu defekten WCs in ICE

oska, Dienstag, 11.02.2020, 09:56 (vor 145 Tagen) @ Alibizugpaar

Ja klar: "Steigen sie doch einfach aus samt ihren ganzen Bedürfnis-Problemen."

Richtig. Die Gesundheit geht vor.

Sch..ß einer auf Sitzplatzreservierungen, Reisekette und private Tagesplanungen.

Die wären auch hinüber, wenn der Zug im nächsten Bahnhof endet. Also lieber weiterfahren und den blasenstarken Fahrgästen nicht auch noch den Tag vermiesen.

Ich bevorzuge einen Zug mit intakten WCs, wenn es den nicht gibt einen Zug ohne (funktionierende) WCs und nur an letzer Stelle keinen Zug.

? zu defekten WCs in ICE

Reservierungszettel @, KDU, Dienstag, 11.02.2020, 09:07 (vor 145 Tagen) @ oska

Vielleicht sollte der Zugchef darüber nachdenken den Zug am nächsten Bahnhof enden zu lassen - andere machen das auch.


Was soll das denn bringen? Die Fahrgäste können doch den Zug doch auch verlassen, wenn dieser ohne sie weiterfährt. Den Zug enden zu lassen hilft keinem.

Kommt vom Prinzip jedoch aufs gleiche raus - aber das hast du sicher nicht gemerkt.

Und das vorzeitige Ende hilft insofern das keiner Ahnungslos durch den ganzen Zug läuft und ein WC sucht...

zu defekten WCs in ICE

Henrik @, Dienstag, 11.02.2020, 02:00 (vor 146 Tagen) @ ICE2020

Ist es zulässig, dass ein ICE komplett ohne funktionierendes WC verkehrt (Personal schließt "im Notfall" WC auf)? Wohlgemerkt ein Zug, der einmal quer durch die Republik fährt und bei dem die Problematik ab dem Startbahnhof bestand.

es gibt kein Gesetz, dass dieses direkt klar verbietet.

Es müsste also einen Fall geben, dass ein Fahrgast einen entsprechenden Schaden erleidet in einem ICE und dann anschließend rechtlich gegen die DB vorgeht und man würde dann sehen, wie das letztlich ausgeht vor Gericht (nicht außergerichtlich).

Einen vergleichbaren Fall gab es ja im Nahverkehr, der m.E. auch hier thematisiert wurde.

--

Muss die Deutsche Bahn zahlen, wenn in einem Regionalzug die einzige Toilette defekt ist und ein Fahrgast deshalb in die Hose macht? Darüber hatte an diesem Freitag das Landgericht Trier zu entscheiden.

Das Urteil: Nein. Auf das Unternehmen kommt kein Schmerzensgeld zu. Die Richter argumentierten, dass die Frau, die im Oktober 2014 nach knapp zweistündiger Fahrt von Koblenz nach Trier die Kontrolle über ihre Harnblase verlor, hätte aussteigen und sich ein Klo suchen müssen. Damit revidierten sie ein Urteil des Amtsgerichts Trier, das der Frau 200 Euro zugesprochen hatte.

Die Bahn hatte argumentiert, es gebe keinen Rechtsanspruch auf eine Toilette in solchen Zügen. Das Landgericht urteilte, einen Anspruch auf Schmerzensgeld könne es nur dann geben, wenn die Geschädigte den Schaden "nicht selbst durch eigenverantwortliches Handeln überwiegend mitverursacht" habe. Unter bestimmten Umständen könne es Reisenden allerdings zugemutet werden, den Zug zu verlassen und die Reise nach einem Toilettengang mit der nachfolgenden Bahn fortzusetzen.

30 Haltestellen, um den Zug zu verlassen

Die Frau habe die Möglichkeit gehabt, den Zug an einer von 30 Haltestellen zu verlassen. Sie habe sich aber "dafür entschieden, die Fahrt fortzusetzen und die letztlich eingetretenen Folgen zu riskieren". Die Richter rügten dennoch, dass die Bahn die Frau vor Abfahrt nicht auf die defekte Toilette aufmerksam gemacht habe. Dies begründe jedoch keinen Schmerzensgeldanspruch.

Das Gericht betonte, es habe die grundsätzliche Frage, ob es eine Verpflichtung der Bahn gebe, in Regionalbahnen für eine funktionierende Toilette zu sorgen, "ausdrücklich offen gelassen". Das Amtsgericht hatte in erster Instanz noch von einer Pflichtverletzung der Bahn gesprochen.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/trier-bahn-muss-fuer-defekte-zugtoilette-kein-schm...


Im ICE könne die Beurteilung natürlich entsprechend auch ganz anders ausfallen.

zu defekten WCs in ICE

Hustensaft @, Dienstag, 11.02.2020, 08:47 (vor 145 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von Hustensaft, Dienstag, 11.02.2020, 08:52

Im ICE könne die Beurteilung natürlich entsprechend auch ganz anders ausfallen.

Und genau das ist schon einmal passiert (in einem ICE nach Dresdem). Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, musste die DB damals 400 Euro an den Fahrgast zahlen. Offensichtlch entscheiden hier verschiedene Gerichte unterschiedlich, gleichzeitig sind viele Sachverhalte nur eingeschränkt vergleichbar (hängt u.a. sicher auch von der Taktfrequenz ab und ob es an den Unterwegsbahnhöfen öffentliche Toiletten gibt).

Spannend in diesem Zusammenhang ist aber eine andere Frage:
Wie passt die Erforderlichkeit, einen Zug wegen fehlender Toilette verlassen zu müssen, zu den Beförderungsbedingungen? Da gibt es bei den (Suoer)Sparpreisen die Zugbindung (ist die dann aufgehoben?), in Verkehrsverbünden regelmäßig die Erfordernis, eine Fahrt sofort anzutreten und unterbrechungsfrei durchzuführen etc. bis hin zur letzten Konsequenz, ob daraus womöglich Ansprüche aus Fahrgastrechten entstehen können.

In einem anderen Fall waren es 200€

Power132 @, Dienstag, 11.02.2020, 10:01 (vor 145 Tagen) @ Hustensaft
bearbeitet von Power132, Dienstag, 11.02.2020, 10:02

Nein, Urteil wurde revidiert

oska, Dienstag, 11.02.2020, 10:09 (vor 145 Tagen) @ Power132
bearbeitet von oska, Dienstag, 11.02.2020, 10:10

Die Frau hatte 30 Haltestellen Zeit um auszusteigen. Hatte Henrik doch zwei Beiträge vorher geschrieben. Also kein Anspruch auf Schmerzensgeld.

Mal aus Spaß gefragt

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 11.02.2020, 10:25 (vor 145 Tagen) @ oska

War an einem der Stationen eine Bahnhofstoilette vorhanden?

--
Make Ice Cream great again!

Mal aus Spaß gefragt

Dieter4711, Dienstag, 11.02.2020, 13:48 (vor 145 Tagen) @ J-C

Darauf kommt es doch nicht an.
1. Aussteigen
2. erkennen: Oh hier gibts kein WC.
3. ca. 55 Minuten warten auf den nächsten Zug.
4. Eine Station weiter fahren
5. Falls Fahrziel erreicht: Angekommen
Sonst:
6. Prüfen, ob ggf. der Verbundfahrschein seine Geltungshöchsdauer erreicht hat. dann neuen Fahrschein erwerben
7. wieder zu 1. springen

Das würde ich machen, wenn ich zu viel Zeit hätte

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 11.02.2020, 16:21 (vor 145 Tagen) @ Dieter4711

Im besten Fall hat natürlich halt der nächste Zug ein WC, sofern die Blase das aushält (das ist jedoch bei weiblichen Personen aus anatomischen Gründen ja weniger der Fall). Im schlechtesten Fall fußt die Begründung auf eine Annahme, die einfach unrealistisch ist. Das kann vor Gericht klappen, aber nicht in der Realität. Oder kann man sich etwa im Voraus darüber informieren, wo die nächste funktionierende Bahnhofstoilette liegt?

--
Make Ice Cream great again!

Was würdest Du machen, wenn Du keine Zeit hättest

Henrik @, Dienstag, 11.02.2020, 16:52 (vor 145 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Henrik, Dienstag, 11.02.2020, 16:52

Darauf kommt es doch nicht an.
1. Aussteigen
2. erkennen: Oh hier gibts kein WC.
3. ca. 55 Minuten warten auf den nächsten Zug.
4. Eine Station weiter fahren
5. Falls Fahrziel erreicht: Angekommen
Sonst:
6. Prüfen, ob ggf. der Verbundfahrschein seine Geltungshöchsdauer erreicht hat. dann neuen Fahrschein erwerben
7. wieder zu 1. springen

Im besten Fall hat natürlich halt der nächste Zug ein WC, sofern die Blase das aushält (das ist jedoch bei weiblichen Personen aus anatomischen Gründen ja weniger der Fall).

Hä? (wat?)

Das war von ihm ja gewiss alles nicht ernstgemeint.. und von Dir ja sicher ebenso wenig.

Du steigst aus dem Zug aus, damit Dir in jenem nicht in den folgenden 55 Minuten ein Missgeschick widerfährt,
benennst dann als "besten Fall", dass Du 55 Minuten auf dem Bahnsteig sinnlos rumstehst mit Deinem Druck..?
Muss man nicht verstehen.

Im schlechtesten Fall fußt die Begründung auf eine Annahme, die einfach unrealistisch ist. Das kann vor Gericht klappen, aber nicht in der Realität. Oder kann man sich etwa im Voraus darüber informieren, wo die nächste funktionierende Bahnhofstoilette liegt?

Gericht deckt die Realität ab.
Worauf willst Du hier ne Satire abgeben?

wenn Du das nicht innerhalb von 2 Sekunden ergoogelt hast, dann denk da mal drüber nach.
Versetz Dich selbst mal in die Situation, wirst Du selbst auch sicher schon oft gehabt haben
und lös Dich von Deiner Bahnhofstoilette.

Was würdest Du machen, wenn Du keine Zeit hättest

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 11.02.2020, 17:12 (vor 145 Tagen) @ Henrik

Ich habe einfach nur die zugrundeliegende Idee zu Ende gedacht. Ehrlich gesagt kam mir auch nicht so die Idee, bei wem Fremden anzuklopfen, ich bin einfach zu pflegeleicht, alsdass ich in solch eine Situation käme...

--
Make Ice Cream great again!

Das würdest Du machen, wenn Du keine Zeit hättest

Henrik @, Dienstag, 11.02.2020, 18:18 (vor 145 Tagen) @ J-C

Ich habe einfach nur die zugrundeliegende Idee zu Ende gedacht.

..und noch so einigen anderen Quatsch selbst dazu geschrieben und unverschämt polemisch über unser Rechtssystem hergezogen.

Ehrlich gesagt kam mir auch nicht so die Idee, bei wem Fremden anzuklopfen, ich bin einfach zu pflegeleicht, als dass ich in solch eine Situation käme...

Du warst bereits unzählige Male in entsprechenden Situationen.

Vielleicht hast Du einfach den nächsten Baum genommen oder die nächste Gaststätte aufgesucht.

Derlei Idee würde Dir spätestens dann wieder kommen, wenn Du Dich wieder in derlei Situation mit entsprechenden Druck befindest.


In Cochem gibt's die Gaststätte Gleis 9 direkt gleich im Bahnhofsgebäude.


vgl. auch die Ausführungen des LG Trier:

Sie habe sich trotz bemerkten Harndrangs, der Dauer der bevorstehenden Fahrt und der nicht ganz unwahrscheinlichen Möglichkeit einer defekten öffentlichen Toilette bei Abfahrt nicht nach einer funktionsfähigen Toilette erkundigt. Sie habe sich aber vor allem dafür entschieden, die Fahrt fortzusetzen und die letztlich eingetretenen Folgen zu riskieren. Eine von ihr selbst in Erwägung gezogene Unterbrechung der Fahrt zwecks Toilettengangs außerhalb eines Bahnhofs sei in der konkreten Situation angesichts der nachmittäglichen Uhrzeit (Tageslicht), der zeitnahen Anschlusszugverbindung an größeren Haltepunkten bei kurzer Unterbrechung der Fahrt sowie des touristisch erschlossenen unmittelbaren Umfelds der größeren Bahnhöfe auf der Strecke nicht unzumutbar gewesen. Es handele sich nicht um - von der Klägerin als „Geisterbahnhöfe“ bezeichnete – abgelegene und durchgehend menschenleere Örtlichkeiten.

https://lgld.justiz.rlp.de/de/startseite/detail/news/News/detail/landgericht-trier-folg...

Urt. v. 18.02.2016, Az. 1 S 131/15

Das würdest Du machen, wenn Du keine Zeit hättest

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 11.02.2020, 18:57 (vor 145 Tagen) @ Henrik

Ich habe einfach nur die zugrundeliegende Idee zu Ende gedacht.


..und noch so einigen anderen Quatsch selbst dazu geschrieben und unverschämt polemisch über unser Rechtssystem hergezogen.

Kann sein... sorry. Das versuche ich eher zu vermeiden, gelingt mir leider nicht immer.

Ehrlich gesagt kam mir auch nicht so die Idee, bei wem Fremden anzuklopfen, ich bin einfach zu pflegeleicht, als dass ich in solch eine Situation käme...


Du warst bereits unzählige Male in entsprechenden Situationen.

Das klingt verrückt, aber das kann ich an 2 Händen abschätzen.

Vielleicht hast Du einfach den nächsten Baum genommen oder die nächste Gaststätte aufgesucht.

Am ehesten, wenn man auf Wanderexerzitien ist und für den ganzen Tag mal keine Toilette hat...

Derlei Idee würde Dir spätestens dann wieder kommen, wenn Du Dich wieder in derlei Situation mit entsprechenden Druck befindest.

Ich bin vermutlich so pflegeleicht, dass das mit für eine Weile nicht passieren wird.


In Cochem gibt's die Gaststätte Gleis 9 direkt gleich im Bahnhofsgebäude.

Das war eigentlich die Frage, die ich stellen wollte und unglücklich verpackte.


vgl. auch die Ausführungen des LG Trier:

Sie habe sich trotz bemerkten Harndrangs, der Dauer der bevorstehenden Fahrt und der nicht ganz unwahrscheinlichen Möglichkeit einer defekten öffentlichen Toilette bei Abfahrt nicht nach einer funktionsfähigen Toilette erkundigt. Sie habe sich aber vor allem dafür entschieden, die Fahrt fortzusetzen und die letztlich eingetretenen Folgen zu riskieren. Eine von ihr selbst in Erwägung gezogene Unterbrechung der Fahrt zwecks Toilettengangs außerhalb eines Bahnhofs sei in der konkreten Situation angesichts der nachmittäglichen Uhrzeit (Tageslicht), der zeitnahen Anschlusszugverbindung an größeren Haltepunkten bei kurzer Unterbrechung der Fahrt sowie des touristisch erschlossenen unmittelbaren Umfelds der größeren Bahnhöfe auf der Strecke nicht unzumutbar gewesen. Es handele sich nicht um - von der Klägerin als „Geisterbahnhöfe“ bezeichnete – abgelegene und durchgehend menschenleere Örtlichkeiten.

Womit du mir eindrücklich gezeigt hast, wieso man das Buch nicht mach seinem Cover beurteilen sollte.

https://lgld.justiz.rlp.de/de/startseite/detail/news/News/detail/landgericht-trier-folg...

Urt. v. 18.02.2016, Az. 1 S 131/15

Das klingt tatsächlich nach einem fairen Urteil in dem Licht und ich kann deinen Argumenten ein weiteres Mal nichts entgegensetzen.

Liebe Grüße
Jan-Christian

--
Make Ice Cream great again!

Das würdest Du machen, wenn Du keine Zeit hättest

Henrik @, Dienstag, 11.02.2020, 20:23 (vor 145 Tagen) @ J-C

Ehrlich gesagt kam mir auch nicht so die Idee, bei wem Fremden anzuklopfen, ich bin einfach zu pflegeleicht, als dass ich in solch eine Situation käme...

Du warst bereits unzählige Male in entsprechenden Situationen.

Das klingt verrückt, aber das kann ich an 2 Händen abschätzen.

Vielleicht hast Du einfach den nächsten Baum genommen oder die nächste Gaststätte aufgesucht.

Am ehesten, wenn man auf Wanderexerzitien ist und für den ganzen Tag mal keine Toilette hat...

Derlei Idee würde Dir spätestens dann wieder kommen, wenn Du Dich wieder in derlei Situation mit entsprechenden Druck befindest.

Ich bin vermutlich so pflegeleicht, dass das mit für eine Weile nicht passieren wird.

Das Wort pflegeleicht in diesem Zusammenhang einzuordnen fällt schwer.
Harndrang sollte man nicht unterdrücken auf Dauer.

In Cochem gibt's die Gaststätte Gleis 9 direkt gleich im Bahnhofsgebäude.

Das war eigentlich die Frage, die ich stellen wollte und unglücklich verpackte.

klang für mich sehr klar und deutlich.

vgl. auch

Dessen klägerseits behauptete Aussage, an der ganzen Strecke sei „kein Bahnhof offen“ führt angesichts der besonderen Umstände nicht zu einer Unzumutbarkeit des Ausstiegs zum Zwecke des Toilettengangs. Diese Aussage hat die Klägerin nach Ihrem Vorbringen ersichtlich so verstanden, dass in den Bahnhöfen an der Fahrtstrecke selbst keine Toiletten zur Verfügung stehen. Gleichwohl war es der Klägerin möglich und angesichts ihres zuletzt massiven Harndrangs zumutbar, an den – erkennbar – größeren Haltepunkten ggf. auch außerhalb des Bahnhofs eine Toilette aufzusuchen. Es handelt sich etwa bei den Haltestellen Treis-Karden, Cochem oder Bullay um solche in touristisch sehr gut erschlossenen Städten bzw. Ortschaften, die teils erkennbar unmittelbar an die Bahnhöfe heranreichen. Dort finden sich ersichtlich und allgemein bekannt Gaststätten bzw. Weinlokale, in denen die Klägerin eine Toilette hätte aufsuchen können.

Dass sich die Klägerin mit diesem Gedanken des Toilettengangs außerhalb des Bahnhofs befasst hat, belegen ihre Aussagen anlässlich der Anhörung in erster Instanz. Danach habe sie „auf die Bemerkung des Zugbegleiters zum Fehlen „offener Bahnhöfe“ überlegt, sie könne in (Trier-)Ehrang aussteigen, da kenne sie sich aus“.

https://www.ra-kotz.de/quaelender-harndrang-wegen-nicht-funktionsfaehiger-toilette-in-r...

Mal aus Spaß gefragt

oska, Dienstag, 11.02.2020, 16:35 (vor 145 Tagen) @ Dieter4711

Darauf kommt es doch nicht an.
1. Aussteigen
2. erkennen: Oh hier gibts kein WC.
3. ca. 55 Minuten warten auf den nächsten Zug.
4. Eine Station weiter fahren
5. Falls Fahrziel erreicht: Angekommen
Sonst:
6. Prüfen, ob ggf. der Verbundfahrschein seine Geltungshöchsdauer erreicht hat. dann neuen Fahrschein erwerben
7. wieder zu 1. springen

Ansich ein guter Ansatz. Doch bei (4) hättest Du einfach die Toilette im Zug benutzen können.

Es geht hier nicht um die Gültigkeit einer Fahrkarte sondern darum ob die Frau sich in die Hose pinkeln musste oder nicht. Bevor ich mir in die Hose mache, frage ich lieber in einem Hotel, Restaurant, Unternehmen, Behörde, Privathaus nach einer Lösung für meine Not, wenn ich selbst kein geeignetes Örtchen finde.

Neben der Klägerin und mir haben ca. 80 Mio Menschen in Deutschland täglich diese Not. Vermutlich auch die Richter, die die Bahn von der Zahlung eines Schmerzensgeldes freigesprochen haben.

Urteil zu defekten WCs in ICE

Henrik @, Dienstag, 11.02.2020, 19:52 (vor 145 Tagen) @ Hustensaft

Im ICE könne die Beurteilung natürlich entsprechend auch ganz anders ausfallen.

Und genau das ist schon einmal passiert (in einem ICE nach Dresden). Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, musste die DB damals 400 Euro an den Fahrgast zahlen. Offensichtlich entscheiden hier verschiedene Gerichte unterschiedlich, gleichzeitig sind viele Sachverhalte nur eingeschränkt vergleichbar (hängt u.a. sicher auch von der Taktfrequenz ab und ob es an den Unterwegsbahnhöfen öffentliche Toiletten gibt).

Dass unterschiedliche Instanzen unterschiedlich urteilen, liegt in der Natur der Sache.

In jenem ICE 1653 von Frankfurt nach Dresden am 14.7.2000 waren alle Toiletten bis auf eine verschlossen bzw. unbenutzbar. Der Zug war voll bis überfüllt.
Die Fahrgäste waren in jenem Fernzug eingeschlossen über zwei Stunden (/kein Stopp), Ihnen standen keine weiteren Möglichkeiten zur Verfügung.
Anders als in Trier hatte der Kläger sich nicht am Bahnsteig des Ziels entleert, sondern es dann tatsächlich noch zur Toilette geschafft.
Die Bahn zahlte 100 Euro Entschädigung im Vorfelde, vor Gericht erhielt der Betroffene zusätzlich 300 Euro Schmerzensgeld.


AG Frankfurt a.M., Urt. v. 25.4.2002 - 32 C 261/01

http://www.schiedsstellen.de/fileadmin/schiedsamtszeitungsarchiv/2006/Heft04/2006_04_S_... (pdf)

https://www.anwaltonline.com/reiserecht/urteile/14950/ice-fahrt-ohne-toilettenzugang-sc...

https://www.rechtsindex.de/recht-urteile/2354-urteil-bahnreise-ein-dringendes-beduerfni...

https://www.spiegel.de/panorama/zugtoiletten-urteil-bahn-muss-schmerzensgeld-zahlen-a-1...

https://rp-online.de/leben/ratgeber/urteile/toiletten-im-zug-muessen-benutzbar-sein_aid...

(nicht ob es an den Unterwegsbahnhöfen öffentliche Toiletten gibt, sondern ob grundsätzlich an jenen Orten mit zugänglichen Toiletten zu rechnen ist, was an der Moselstrecke ja nur zu bejahen ist)

Spannend in diesem Zusammenhang ist aber eine andere Frage:
Wie passt die Erforderlichkeit, einen Zug wegen fehlender Toilette verlassen zu müssen, zu den Beförderungsbedingungen? Da gibt es bei den (Super)Sparpreisen die Zugbindung (ist die dann aufgehoben?),

äußerst spannend, wahrlich.. o.O
Die DB sieht das eigene Verschulden ein, vergütet dem Betroffenen 100 €, durchs Urteil weitere 300 €, pocht aber darauf, den Kläger wegen Erschleichen von Beförderungsleistung zu belangen.
genau. bestimmt. sehr spannend.

in Verkehrsverbünden regelmäßig die Erfordernis, eine Fahrt sofort anzutreten und unterbrechungsfrei durchzuführen etc. bis hin zur letzten Konsequenz, ob daraus womöglich Ansprüche aus Fahrgastrechten entstehen können.

von derlei Erfordernis hab ich noch nie gehört - nicht einmal das erscheint spannend.
ansonsten ebenso. 200 € / 400 € / unglückliches Ereignis vs. 4,70 €
sehr spannend.

FGR? hä?

zu defekten WCs in ICE

fbettker, Mittwoch, 12.02.2020, 09:42 (vor 144 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von fbettker, Mittwoch, 12.02.2020, 09:42

Einen vergleichbaren Fall gab es ja im Nahverkehr, der m.E. auch hier thematisiert wurde.

--

Muss die Deutsche Bahn zahlen, wenn in einem Regionalzug die einzige Toilette defekt ist und ein Fahrgast deshalb in die Hose macht? Darüber hatte an diesem Freitag das Landgericht Trier zu entscheiden.

Das Urteil: Nein. Auf das Unternehmen kommt kein Schmerzensgeld zu. Die Richter argumentierten, dass die Frau, die im Oktober 2014 nach knapp zweistündiger Fahrt von Koblenz nach Trier die Kontrolle über ihre Harnblase verlor, hätte aussteigen und sich ein Klo suchen müssen. Damit revidierten sie ein Urteil des Amtsgerichts Trier, das der Frau 200 Euro zugesprochen hatte.

Die Bahn hatte argumentiert, es gebe keinen Rechtsanspruch auf eine Toilette in solchen Zügen. Das Landgericht urteilte, einen Anspruch auf Schmerzensgeld könne es nur dann geben, wenn die Geschädigte den Schaden "nicht selbst durch eigenverantwortliches Handeln überwiegend mitverursacht" habe. Unter bestimmten Umständen könne es Reisenden allerdings zugemutet werden, den Zug zu verlassen und die Reise nach einem Toilettengang mit der nachfolgenden Bahn fortzusetzen.

30 Haltestellen, um den Zug zu verlassen

Die Frau habe die Möglichkeit gehabt, den Zug an einer von 30 Haltestellen zu verlassen. Sie habe sich aber "dafür entschieden, die Fahrt fortzusetzen und die letztlich eingetretenen Folgen zu riskieren". Die Richter rügten dennoch, dass die Bahn die Frau vor Abfahrt nicht auf die defekte Toilette aufmerksam gemacht habe. Dies begründe jedoch keinen Schmerzensgeldanspruch.

Das Gericht betonte, es habe die grundsätzliche Frage, ob es eine Verpflichtung der Bahn gebe, in Regionalbahnen für eine funktionierende Toilette zu sorgen, "ausdrücklich offen gelassen". Das Amtsgericht hatte in erster Instanz noch von einer Pflichtverletzung der Bahn gesprochen.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/trier-bahn-muss-fuer-defekte-zugtoilette-kein-schm...


Im ICE könne die Beurteilung natürlich entsprechend auch ganz anders ausfallen.


Nun, wenn eine Gericht diese grundsätzliche Frage nach einer funktionieren Toilette für Regionalbahnen offen lässt, ist zu vermuten, dass für ICEs die Beurteilung anders ausfällt. Warum? ICEs haben standardmäßig ein Boardrestaurant, und generell gilt in der Gastronomie für Betriebe, die mehr als 200 Gäste fassen, eine Toilettenpflicht (und damit langfristig eine Pflicht mindestens einer funktionierenden Toilette). (Quelle)

Diese Vorschrift könnte ein Gericht in seiner Beurteilung einfließen lassen.

Hinzu kommt, dass nicht wie bei einem Regionalzug man alle 10-20 Minuten aussteigen kann - im vorliegenden Gerichtsurteil war bei einer zweistündigen Fahrt von 30 Haltestellen die Rede, was auf eine durchschnittliche Zeit von 4 Minuten zwischen zwei Haltestellen schließen lässt - sondern dass bei einem IC-/ICE-Sprinter schon mal mehr als zwei Stunden zwischen zwei Haltestellen liegen. Und da müssen alle Fahrgäste aushalten müssen? In einem Zug, dass damit wirbt, das Boardbistro bzw. Boardrestaurant zu nutzen? Sicherlich nicht.

zu defekten WCs in ICE

ICE2020 @, Mittwoch, 12.02.2020, 10:07 (vor 144 Tagen) @ Henrik

es gibt kein Gesetz, dass dieses direkt klar verbietet.

Es ging mir auch nicht unbedingt um eine gesetzliche Regelung sondern ebenso um die Frage, welche internen Anweisungen es für solche Fälle gibt.

Das von Dir zitierte Urteil ist interessant, ich gehe aber davon aus, dass man – wie schon von anderen geschrieben – im FV in der Tat zu einer anderen Beurteilung kommen würde.

Eher eine Frage der Kunden-Wertschätzung

GUM @, Dienstag, 11.02.2020, 12:43 (vor 145 Tagen) @ ICE2020
bearbeitet von GUM, Dienstag, 11.02.2020, 12:44

Liebe Community,

ich finde diesen Beitragsbaum sehr interessant, weil er deutlich macht wie weit sich die Wahrnehmung der Bahn (und der Gerichte) inzwischen von der realen Welt entfernt haben.

Nach Einführung der geschlossenen WCs hatten Fernverkehrswaggons 1 funktionierendes WC pro 27 Fahrgäste (IC-Abteilwagen) bis zu 1 WC pro 40 Fahrgäste.

Bei der üblichen Größe des Abwassertanks und regelmäßiger Wartung überhaupt kein Problem.

Noch im ICE "1" gab es pro 2. Klasse Waggon 2 Toiletten. Das Verhältnis Anzahl Passagiere pro Toilette wurde dann aus Kostenspargründen immer weiter verschlechtert.

Deshalb ist es durchaus zu erwarten, dass beispielsweise die Neigetech-Züge ICE-T5 oder die später folgenden ICE 4 eine weitaus höhere Nichtverfügbarkeit von Toiletten haben.

Bereits bei der Fahrzeugbeschaffung beginnt für mich das Nachdenken über den Grundnutzen eines Verkehrsmittels für die Passagiere. Der größte Vorteil der Bahn sind ja neben des höheren Platzangebots und "Spazierengehen" im Zug die stets verfügbaren Versorgungsmöglichkeiten mit Getränken und Essen und jederzeitiges Händewaschen und WC.

Erst wenn dieser neben der sicheren und schnellen Beförderung essenziell notwendige Grundnutzen erfüllt ist, könnte die Bahn über WLAN und Zusatznutzen und Gadgets nachdenken.

Das nächste "Toilettenproblem" ist übrigens nicht weit: Bei den neuen Skoda-Doppelstockzügen für München-Nürnberg bleibt es eben nicht bei 2 Toiletten pro 80 Fahrgäste.

Obwohl ein Großteil der Fahrgäste eine Verweildauer wie im Fernverkehrszug hat.

Hoffe das regt ein bisschen zum Nachdenken an.

Ob dann dem einen Fahrgast, bei dem es schiefgeht, 200 oder 400 Euro zugesprochen werden - ist nebensächlich. Lieber durch gute Wartung und Fahrzeugkonstruktion vermeiden.

Liebe Grüße

GUM

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

hohe Kunden-Wertschätzung

sflori @, Dienstag, 11.02.2020, 13:15 (vor 145 Tagen) @ GUM
bearbeitet von sflori, Dienstag, 11.02.2020, 13:17

Nach Einführung der geschlossenen WCs hatten Fernverkehrswaggons 1 funktionierendes WC pro 27 Fahrgäste (IC-Abteilwagen) bis zu 1 WC pro 40 Fahrgäste.

Passt doch: Ich habe gerade für den ICE 4 ausgerechnet: 39,52 Sitzplätze pro Toilette.

Im Nahverkehr sieht das natürlich deutlich schlechter aus. Für die Skoda-Züge habe ich auf der Innotrans leider nicht ans Zählen gedacht, ich erwarte aber eine schlechtere Quote im Vergleich zum ICE 4.

Ein anderes Thema ist die Verfügbarkeit: Hier habe ich Präsentationen der SBB gesehen, die in Managerkreisen aktiv Werbung mit hoher Verfügbarkeit machen. Daher schaut das dort mit der Verfügbarkeit außerordentlich gut aus. Das bedingt natürlich höhere Investitionen, u.a. in die Bioreaktoren.

Bereits bei der Fahrzeugbeschaffung beginnt für mich das Nachdenken über den Grundnutzen eines Verkehrsmittels für die Passagiere.

Sehe ich auch so. :)


Bye. Flo.

Danke für den Beitrag + Mini-Ergänzung!

GUM @, Dienstag, 11.02.2020, 14:55 (vor 145 Tagen) @ sflori

Nach Einführung der geschlossenen WCs hatten Fernverkehrswaggons 1 funktionierendes WC pro 27 Fahrgäste (IC-Abteilwagen) bis zu 1 WC pro 40 Fahrgäste.


Passt doch: Ich habe gerade für den ICE 4 ausgerechnet: 39,52 Sitzplätze pro Toilette.

Super!

Im Nahverkehr sieht das natürlich deutlich schlechter aus. Für die Skoda-Züge habe ich auf der Innotrans leider nicht ans Zählen gedacht, ich erwarte aber eine schlechtere Quote im Vergleich zum ICE 4.

Da hätte ich auch nicht daran gedacht, bis ich mal in einem ICE-T mit ganz wenigen Toiletten gefahren bin. Im Nahverkehrszug insbesondere im Sommer kommt dann vielleicht noch dazu, dass es auf vielen Bahnhöfen gar kein Gebäude mehr gibt.

Was machst Du denn, wenn eine Gruppe Fahrradfahrer sich umziehen will....

Beim Skoda-NIM sind es lediglich (maximal) 6 funktionierende Toiletten auf ca. 676 Sitzplätze.

Das wird so nicht funktionieren. Leider! Mit ein bisschen mehr Nachdenken und Investment hätte der neue Doppelstockzug wirklich ein Qualitätsprung werden können.

Zumal es im NIM-neu erstmals eine echte 1. Klasse gibt.


Bye. Flo.

Liebe Grüße

GUM

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

? Anz. Toiletten

sflori @, Mittwoch, 12.02.2020, 10:31 (vor 144 Tagen) @ GUM
bearbeitet von sflori, Mittwoch, 12.02.2020, 10:33

Beim Skoda-NIM sind es lediglich (maximal) 6 funktionierende Toiletten auf ca. 676 Sitzplätze. Das wird so nicht funktionieren.

Ja, das geht echt gar nicht. Vor allem auf dieser Strecke, wo die Züge üblicherweise gut ausgelastet sind. Bist Du Dir sicher, dass wirklich nur eine Toilette pro Wagen bestellt wurde?

In der Regel kann das der Besteller ja frei entscheiden. Hier zum Beispiel schön zu sehen am Twindexx-Konfigurator:
http://static.moccu.com/twindexx/


Bye. Flo.

DANKE für den Link zum Konfigurator!

GUM @, Mittwoch, 12.02.2020, 12:05 (vor 144 Tagen) @ sflori
bearbeitet von GUM, Mittwoch, 12.02.2020, 12:08

Echt cool! Da kann ich mir ausrechnen wie viele Sitzplätze eine Doppelstock-GUM Bahn hätte.

Liebe Grüße

GUM

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Volle Hosen, wenn WC fehlen oder defekt sind

Zugfahrer, Dienstag, 11.02.2020, 20:48 (vor 145 Tagen) @ sflori

Denken wir mal folgendes Szenario:

ICE-Sprinter, von FF-Main nach Berlin, hat nur ein oder gar kein funktionierendes WC.
Lange Reihen von Fahrgästen stehen auf den Gängen, ein zwischenzeitliches Ausssteigen zum Benutzen der Bahnhofs-WCs ist nicht möglich. In letzter und höchster Not, erleichern sich Fahrgäste in die Hose, verschmutzen dabei die Sitze. Bei ausgefallener Klimaanlage verbreitet sich pestartiger Gestank im Zug, sensible Fahrgäste erbrechen oder fallen in Ohnmacht.

Muss dann der Sprinter unterwegs einen Nothalt einlegen?

Du hast das Coronavirus vergessen ...

Blaschke, Mittwoch, 12.02.2020, 05:13 (vor 145 Tagen) @ Zugfahrer
bearbeitet von Blaschke, Mittwoch, 12.02.2020, 05:13

Hey.

Denken wir mal folgendes Szenario:

ICE-Sprinter, von FF-Main nach Berlin, hat nur ein oder gar kein funktionierendes WC.
Lange Reihen von Fahrgästen stehen auf den Gängen, ein zwischenzeitliches Ausssteigen zum Benutzen der Bahnhofs-WCs ist nicht möglich. In letzter und höchster Not, erleichern sich Fahrgäste in die Hose, verschmutzen dabei die Sitze. Bei ausgefallener Klimaanlage verbreitet sich pestartiger Gestank im Zug, sensible Fahrgäste erbrechen oder fallen in Ohnmacht.

Muss dann der Sprinter unterwegs einen Nothalt einlegen?

Ja.

Nach 2 Tagen stellt man die Verseuchung mit dem Coronavirus fest. Vorsorglich wird die GESAMTE Fernzugflotte stillgelegt und alle Werke werden geräumt. Dann stellt man fest, dass Fahrgäste mit Bus und Tram weitergefahren sind und auch Züge ins europäische Ausland genutzt haben. Also wird FLÄCHENDECKEND IN GANZ EUROPA SÄMTLICHER ÖFFENTLICHER TRANSPORT eingestellt. Alle Autobahnraststätten werden geschlossen. Danach alle Gaststätten und alle Lebensmittelläden. Niemand darf ohne Schutzanzug aus dem Haus. Den hat niemand und den liefert ja auch niemand. Pech. Da auch die Schaltzentralen der Atomkraftwerke nicht mehr besetzt sind, fliegen alle AKW Europas in die Luft. Die atomare Wolke zieht um die ganze Erde. Die Menschheit ist ausgelöscht.

Und das nur, weil keksi die Personaltoilette nicht freigeben wollte.

Einzige Überlebende sind 218 466-1 und Power132, die sich im Ersatzzugbeitragsbaum darum streiten, ob der in Wunstorf verlassene ICE 635 die Nummer bis Hannover oder München getragen hätte und ob bei ICE 697 'Umleitung über Schusterbahn' oder doch 'Abzweig Rollenberg' richtiger gewesen wäre.


Schöne Grüße von jörg

Bei Zwentendorf hab ich keine Sorge

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Mittwoch, 12.02.2020, 05:59 (vor 144 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 12.02.2020, 06:01

Österreich hat bekanntlich das sicherste AKW der Welt, außerdem ticken hier die Uhren bekanntlich anders. In 20 Jahren wird am Nationalrat der Antrag zur Teilnahme an der Katastrophe in Europa abgelehnt.

--
Make Ice Cream great again!

Du hast die Kernfragen nicht beantwortet!

Altmann @, Amstetten, Mittwoch, 12.02.2020, 10:10 (vor 144 Tagen) @ Blaschke

- Ab welcher Fortbewegungsgeschwindigkeit der atomaren Wolke darf die DB den Verkehr einstellen, und ist das gerechtfertigt?

- Welche FGR kann ein Fahrgast geltend machen, wenn die Fahrt wegen Weltuntergangs ausfällt?

Du hast die Kernfragen nicht beantwortet!

WbuIV, Mittwoch, 12.02.2020, 10:20 (vor 144 Tagen) @ Altmann

Versteh die Frage nicht. Ein Weltuntergang bricht nationales Recht auf Basis von EU-Recht nicht. Nach dem Weltuntgergang 2121 sind die bewährten Papierformulare einzureichrn.

Für die FGR Beamen reicht ein Gedanke zur Übertragung

+1

Münchner, Dienstag, 11.02.2020, 13:18 (vor 145 Tagen) @ GUM

- kein Text -

Wie teuer wird es erst

Southwest Chief, Dienstag, 11.02.2020, 22:55 (vor 145 Tagen) @ GUM

Das nächste "Toilettenproblem" ist übrigens nicht weit: Bei den neuen Skoda-Doppelstockzügen für München-Nürnberg bleibt es eben nicht bei 2 Toiletten pro 80 Fahrgäste.

Wie teuer wird es erst für die Bahn, wenn gefrustete Kunden auf den Boden pinkeln?

Eher eine Frage der Kunden-Wertschätzung

611 040 @, Dienstag, 11.02.2020, 22:58 (vor 145 Tagen) @ GUM

Im Fernverkehr sind doch eigentlich fast in jedem Zug 2 Toiletten pro Wagen Standard. (Ausgenommen Endwagen im ICE 3,T die keinen haben und Bistros)
Das ist doch m.E. völlig ausreichend zumal ja auch nicht gleich ein Unglück passiert wenn man mal 2min warten muss, oder eben wenn es sehr dringend ist in den nächsten Wagen geht.
Die meisten FV-Züge haben ja mind. 5 oder mehr Toiletten sodass selbst bei Ausfall von 1-2 WCs noch welche da sind. Klar der Park sollte dann zeitnah ausgesetzt werden.

Im Regionalverkehr ist die Situation aber doch viel "schlimmer":
Zumindest in den meisten Triebwagen (bis auf ein paar Ausnahmen: Talent 2 5teiler) gibt es nur ein WC. Da viele NV-Züge nur einteilig verkehren kommt es immer mal wieder vor dass überhaupt kein funktionierendes WC an Bord ist. Klar in NV-Zügen fahren die meisten Reisenden ja auch nicht so lange, aber bis zu 2-3h gibts durchaus öfter mal.
Und auch von der Verfügbarkeit WC/Paxe kommen beim 611, 642, 425, 643 mit einem WC deutlich mehr Passagiere auf ein WC. Und ja auf einigen Linien bleiben viele Fahrgäste 2 Stunden und mehr im Zug was im FV auch ähnlich ist.
Außerdem ist natürlich wenn ein WC ausfällt gleich kein Ersatz mehr vorhanden. Im IC oder ICE ist die Wahrscheinlichkeit schon sehr gering dass viele WCs gleichzeitig ausfallen. (Wobei ich es auch schon im 403 erlebt habe, dass ich erst 3 Wagen weiter ein funktionierendes WC gefunden habe.)

Grüße 611 040

--
DAS ist ein Intercity:
[image]

Bundesländer & Ausschreibung

GUM @, Freitag, 14.02.2020, 16:45 (vor 142 Tagen) @ 611 040

Im Fernverkehr sind doch eigentlich fast in jedem Zug 2 Toiletten pro Wagen Standard. (Ausgenommen Endwagen im ICE 3,T die keinen haben und Bistros)
Das ist doch m.E. völlig ausreichend zumal ja auch nicht gleich ein Unglück passiert wenn man mal 2min warten muss, oder eben wenn es sehr dringend ist in den nächsten Wagen geht.
Die meisten FV-Züge haben ja mind. 5 oder mehr Toiletten sodass selbst bei Ausfall von 1-2 WCs noch welche da sind. Klar der Park sollte dann zeitnah ausgesetzt werden.

Im Regionalverkehr ist die Situation aber doch viel "schlimmer":
Zumindest in den meisten Triebwagen (bis auf ein paar Ausnahmen: Talent 2 5teiler) gibt es nur ein WC. Da viele NV-Züge nur einteilig verkehren kommt es immer mal wieder vor dass überhaupt kein funktionierendes WC an Bord ist. Klar in NV-Zügen fahren die meisten Reisenden ja auch nicht so lange, aber bis zu 2-3h gibts durchaus öfter mal.

Lieber 611 040,
liebe Community,

danke für die wertvollen Hinweise! Dann liegt es meiner Meinung nach in der Hoheit der bestellenden Bundesländer die Ausschreibungsunterlagen entsprechend anzupassen.

Anforderung bei Neuvergabe: Mindestens 2 WC pro Fahrzeug, davon eines für mobilitätseingeschränkte Reisende.

Der "4er-Block", der dabei an Platz verloren geht sollte im Interesse des Fahrkomforts für alle doch zu verschmerzen sein.

Liebe Grüße

GUM

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum