Umfrage: wenn ich Verkehrsministerin wäre... (Allgemeines Forum)

RenateMD, Freitag, 10.01.2020, 15:29 (vor 286 Tagen)

Hallo zusammen,

angesichts der Diskussionen um die Umbesetzung des Kabinetts, wäre mir persönlich ein Austausch von Andreas Scheuer am liebsten.
Ein wenig angelehnt an den Thread von Olaf aus dem letzten Jahr (Welche Schlagzeile möchtet ihr in 2020 lesen) kann sich ja mal ein jeder auf den heißen Stuhl setzen:

Was wäre euer bahn-bezogenes Projekt, dass ihr umsetzen / beschleunigen / bauen / stoppen würdet als Verkehrsminister/in zu Beginn euer Amtszeit?

Meine Antwort wäre: eine SFS Hamburg-Dortmund neben der Rollbahn und mit SFS-Abzweigung nach Amsterdam über Osnabrück.
Bis irgendwann eine SFS Hamburg-Hannover kommt, werde ich wahrscheinlich schon ins Grass gebissen haben.

Ich freue mich über ernsthafte Vorschläge und Diskussionen, Feuer frei!

Liebe Grüße
Renate

DT-kompatibler Ausbau Hamm-Hannover mit Umfahrung Minden

agw, NRW, Freitag, 10.01.2020, 18:14 (vor 286 Tagen) @ RenateMD

- kein Text -

--
"Mit Vollgas in den Sommer: Sparen Sie 20% bei Europcar."
- bahn.de

Umfrage: wenn ich Verkehrsministerin wäre...

Barbara, Freitag, 10.01.2020, 18:18 (vor 286 Tagen) @ RenateMD

Ich würde einen sofortigen Rückbau-, Stilllegungs-, Entwidmungs- und Abbestellungsstopp verfügen.

Bauprojekte: Zweigleisiger Ausbau Dortmund-Münster, zumindest drittes Gleis Bielefeld-Hannover sowie SFS Frankfurt-Fulda mit Spange Mottgers, u.v.a.m.

Ansonsten: Abschaffung der Produktklassen, klassenlose Bahncards, zivile Bordpreisaufschläge, billigeres 2.Klasse-Reservieren..

Das würde ich als Verkehrsministerin durchzusetzen versuchen......

Umfrage: wenn ich Verkehrsministerin wäre...

ICE-TD, Freitag, 10.01.2020, 19:23 (vor 286 Tagen) @ Barbara

zumindest drittes Gleis Bielefeld-Hannover

Ähh, bis Minden gibts schon 4 Gleise, also Rückbau?

ein eignes Ministerium für die Bahn schaffen

Power132, Freitag, 10.01.2020, 18:27 (vor 286 Tagen) @ RenateMD
bearbeitet von Power132, Freitag, 10.01.2020, 18:29

sowie es früher mal ein Postminsiterium gab.

CN: Bahnministerium!

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 13.01.2020, 14:08 (vor 283 Tagen) @ Power132

sowie es früher mal ein Postminsiterium gab.

China hatte früher mal ein Bahnministerium.
Das hatte leider nicht sooo ganz gut funktioniert. Wiki dazu.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

CN: Bahnministerium!

oska, Dienstag, 14.01.2020, 00:17 (vor 283 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von oska, Dienstag, 14.01.2020, 00:18

sowie es früher mal ein Postminsiterium gab.


China hatte früher mal ein Bahnministerium.
Das hatte leider nicht sooo ganz gut funktioniert. Wiki dazu.

Steht auch im neulich erwähnten Artikel der NZZ:

Nachdem 2011 zwei Züge [...] zusammengestossen waren, [...] wurde [2013] das [...] Ministerium für Eisenbahn in drei Einheiten aufgeteilt.

- Transportministerium (kümmert sich um die Entwicklung der Eisenbahnpolitik)
- staatliche Eisenbahnbehörde (überwacht die Sicherheit)
- China Railway Corporation (CRC) (Streckennetz)

Umfrage: wenn ich Verkehrsminister wäre...

Gast, Freitag, 10.01.2020, 18:29 (vor 286 Tagen) @ RenateMD

Was wäre euer bahn-bezogenes Projekt, dass ihr umsetzen / beschleunigen / bauen [...] würdet?

Keines. Noch mehr Verkehr, auch Bahnverkehr, ist nichts Wünschenswertes, was öffentliche Förderung verdient.

... aber hallo ...

Blaschke, Freitag, 10.01.2020, 19:14 (vor 286 Tagen) @ RenateMD

Hey.

Meine Antwort wäre: eine SFS Hamburg-Dortmund neben der Rollbahn und mit SFS-Abzweigung nach Amsterdam über Osnabrück.

Mit Begradigung vor und nach Osnabrück. Osnabrück Hbf wird O22. Die SFS verläuft dann so, dass man aus Richtung Delmenhorst nach Bremen kommt. Und von Bremen mit neuer Elbquerung so, dass man in Altona ankommt und geradeaus zum Hbf fahren kann.

Ich freue mich über ernsthafte Vorschläge und Diskussionen, Feuer frei!

1.) Platzreservierungspflicht einführen.
2.) Zugnamen und -taufen abschaffen
3.) kein durchgehende Züge aus der/in die Schweiz
4.) keine Schweizer Zugskomposition in Deutschland

Danach

5.) Verschmelzung FV/NV
6.) Zerschlagung der DB AG
7.) Ausschreibungen und Wettbewerb auch im 'FV'
8.) Neues Trassenpreissystem
9.) flächendeckende Einführung 10-Min-Takt im Schienenverkehr
10.) Abschaffung der Pendlerpauschale
11.) Einführung des Transrapid als Airport-to-Airport-Fly bei gleichzeitigem Verbot von Inlandsflügen
12.) Bau der MDV-SFS Dortmund Kassel Erfurt
13.) sinnfreies Gelaber, Widerspruch und Besserwissereien in Bahnforen unter Strafe stellen


Das wäre das 100-Tage-Programm.


Schöne Grüße von jörg

der derzeit gar nicht tauschen will: Erhebung RE 2 Osnabrück Düsseldorf. 2. Klasse. Halber Wagen unten von vorn. Und was hab ich gemäß Zufallszahl: Wagen 1. Sprich der Steuerwagen. Also nur den Bereich vom Führerstand bis zum Klo. Eben 5 Min ab Osnabrück arbeiten, je 1 Min in Westbevern und Ostbevern. Und 4 Min für 5 Einsteiger in Münster, wo ich 2x kopieren konnte. Seitdem bis aktuell Gelsenkirchen: NICHTS TUN. ;-)

Rückfahrt wird auch gut. 2. Klasse. Vorgabe: ganzer Wagen. Also oben und unten. Aber ich werde Wagen 4 haben. Einer der Dosto, der oben komplett die 1 führt. Sprich: nur halbe Arbeit. Für volles Geld. YEAH!

Wenigstens haben wir endlich Verspätung.

... aber hallo ...

Irgendware, Bremen, Samstag, 11.01.2020, 09:10 (vor 285 Tagen) @ Blaschke

Meine Antwort wäre: eine SFS Hamburg-Dortmund neben der Rollbahn und mit SFS-Abzweigung nach Amsterdam über Osnabrück.


Mit Begradigung vor und nach Osnabrück. Osnabrück Hbf wird O22. Die SFS verläuft dann so, dass man aus Richtung Delmenhorst nach Bremen kommt. Und von Bremen mit neuer Elbquerung so, dass man in Altona ankommt und geradeaus zum Hbf fahren kann.

Da wäre ich auch absolut für!
Es muss auch nicht unbedingt auf der ganzen Strecke eine völlig neue SFS sein, es würde vielleicht sogar reichen in weiten Teilen neben der Bestandsstrecke zusätzliche Gleise zu bauen und dort wo bereits genug Kapazität vorhanden ist (z.B. 4-Gleisige Abschnitte zwischen Rotenburg und Buchholz) könnte man auch die Streckengeschwindigkeit anheben.

Die Begradigung der Kurven, inklusive Bau eines kleinen Tunnels, würde sicher auch mehrere Minuten Fahrzeitverkürzung bringen.

Die Idee mit dem Schwenk über Delmenhorst würde auch den Bau der Mahndorfer Kurve erfordern um dann wieder nach Sagehorn/Rotenburg zu kommen. Noch sind die Flächen freigehalten - das würde die Kurverei durch Findorff sparen.

----

Ansonsten würde ich als Verkehrsminister auch ein Elektrifizierungsprogramm ins Leben rufen und aktiv daran arbeiten die Maßnahmen unabhängig von Fern/Regional durchzuführen.
Die Länder können auf Strecken ohne Fernverkehr die Elektrifizierung nicht alleine stemmen.

Genau so müsste es Städten und Regionen leichter gemacht werden viel befahrene Bus-Verbindungen durch Straßenbahnen zu ersetzen.

Umfrage: wenn ich Verkehrsministerin wäre...

john-vogel, Freitag, 10.01.2020, 19:36 (vor 286 Tagen) @ RenateMD

Wäre gerne Verkehrsministerdiktator, da hätte ich so einige Ideen...

Aber mal ernsthaft: Den Zulauf für den Brennerbasistunnel endlich mal durchkriegen. Das ist eine unendliche Peinlichkeit das wir das nicht auf die Reihe kriegen.

Umfrage: wenn ich Verkehrsministerin wäre...

Altmann, Amstetten, Freitag, 10.01.2020, 20:07 (vor 286 Tagen) @ john-vogel

Aber mal ernsthaft: Den Zulauf für den Brennerbasistunnel endlich mal durchkriegen. Das ist eine unendliche Peinlichkeit das wir das nicht auf die Reihe kriegen.

Wär ja schön, wenn sich zumindest mal Salzburg-Rosenheim was verbessern würde. Die ÖBB sind auch bereit, 10 Mio. € dafür auf den Tisch zu legen, aber die DB hat keinen Bock ... :-(

Anmaßend ...

Blaschke, Freitag, 10.01.2020, 21:26 (vor 286 Tagen) @ Altmann

Hey.

Wär ja schön, wenn sich zumindest mal Salzburg-Rosenheim was verbessern würde. Die ÖBB sind auch bereit, 10 Mio. € dafür auf den Tisch zu legen, aber die DB hat keinen Bock ... :-(

Wozu auch?

Sollen die ÖBB doch auf eigenem Hoheitsgebiet bauen und buddeln. Ist ja nicht so, dass das nicht machbar wäre ...

Salzburg Innsbruck im Tunnel - mit direktem Anschluß an den BBT.

Dann stören auch 'Wandfensterplätze' nicht mehr ...

Schöne Grüße von jörg

Der Tag kommt, wo man durch ganz Österreich rasen kann, ohne je ein Fitzelchen Oberfläche vom Land gesehen zu haben. Aber okay, bei Vmax 300 ist man ja auch schnell durch ... ;-)

Anmaßend ...

Altmann, Amstetten, Freitag, 10.01.2020, 21:55 (vor 286 Tagen) @ Blaschke

Hey.

Sollen die ÖBB doch auf eigenem Hoheitsgebiet bauen und buddeln. Ist ja nicht so, dass das nicht machbar wäre ...

Salzburg Innsbruck im Tunnel - mit direktem Anschluß an den BBT.

Jo eh. Aber erstens schweineteuer. Zweitens dient die Strecke Salzburg-Rosenheim ja keineswegs nur dem innerösterreichischen Verkehr, ganz im Gegenteil. So gesehen isses nicht so ein böses Unterfangen von den Ösis, wenn sie sich bereiterklären, der DB Geld rüber zu schieben für den Ausbau ...


Dann stören auch 'Wandfensterplätze' nicht mehr ...

Stimmt. Man könnt auch Videos von wunderschönen Landschaften an die (durchgehende) Zugwand werfen, und alle würden sagen "Wow! Österreich ist ein wunderschönes Land! Ich fahr nie mehr mit Auto, da sieht man ja gar nichts von der Landschaft!"!


Schöne Grüße von jörg

Schöne Grüße zurück von Nieder(östereich) nach Nieder(sachsen)!

Anmaßend ...

john-vogel, Freitag, 10.01.2020, 23:49 (vor 286 Tagen) @ Altmann
bearbeitet von john-vogel, Freitag, 10.01.2020, 23:49

Stimmt. Man könnt auch Videos von wunderschönen Landschaften an die (durchgehende) Zugwand werfen, und alle würden sagen "Wow! Österreich ist ein wunderschönes Land! Ich fahr nie mehr mit Auto, da sieht man ja gar nichts von der Landschaft!"!

Könnte man ja wie in Peking machen und die "Aussicht" vom fahrenden Zug auf die Tunnelwand projizieren:

https://youtu.be/WsdF834vXkQ?t=27

Nachts ist es dunkler als draussen.

br752, Samstag, 11.01.2020, 04:26 (vor 285 Tagen) @ Altmann
bearbeitet von br752, Samstag, 11.01.2020, 04:26

Stimmt. Man könnt auch Videos von wunderschönen Landschaften an die (durchgehende) Zugwand werfen, und alle würden sagen "Wow! Österreich ist ein wunderschönes Land! Ich fahr nie mehr mit Auto, da sieht man ja gar nichts von der Landschaft!"!

Das habe ich schon vor Jahren geschrieben! Anstelle von Fenstern Monitore einbauen und je mach Tickettyp (Preis) "Landschaft", "den eigenen Videostream vom Laptop" oder "Werbung" anzeigen.

Fenster sind wie Toiletten oder Bordbistros nur Zuschussgeschaefte die Kosten verursachen, aber fuer den reinen Transport nicht notwendig. Da gibt es hier doch einige Befuerworter die immer meinen, dass der reine Transport ausreichend ist und das der Fahrpreis sowieso nichts anderes als den Transport beinhaltet.

(Bei einer Nachtfahrt meckert ja auch keiner, dass er nichts "im" Fenster sieht.)


BR752

Nachts ist es heller als draussen.

oska, Samstag, 11.01.2020, 04:43 (vor 285 Tagen) @ br752

(Bei einer Nachtfahrt meckert ja auch keiner, dass er nichts "im" Fenster sieht.)

Bist Du nachtblind oder ein Vampir? ;) - ich sehe mich nachts, wenn ich ins Fenster gucke (oder je nach Winkel die Mitreisenden). In Zügen ist es nachts heller als draussen.

Solange es nachts nicht kälter als draußen ist...

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Samstag, 11.01.2020, 07:11 (vor 285 Tagen) @ oska

- kein Text -

--
Make Ice Cream great again!

Anmaßend ...

JeDi, überall und nirgendwo, Samstag, 11.01.2020, 09:30 (vor 285 Tagen) @ Altmann

Mmh. Viel mehr als der Korridor- und ein bisschen Lokalverkehr bleibt auf Rosenheim-Salzburg aber doch auch nicht dauerhaft? München - Salzburg soll ja perspektivisch über Mühldorf führen.

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Weg mit dem 4744!

Anmaßend ...

Altmann, Amstetten, Samstag, 11.01.2020, 09:32 (vor 285 Tagen) @ JeDi

Mmh. Viel mehr als der Korridor- und ein bisschen Lokalverkehr bleibt auf Rosenheim-Salzburg aber doch auch nicht dauerhaft? München - Salzburg soll ja perspektivisch über Mühldorf führen.

Also die EC bleiben auf alle Fälle. Und der Ausbau über Mühldorf ist wohl in den nächsten Jahrzehnten nicht zu erwarten ...

Anmaßend ...

Altmann, Amstetten, Samstag, 11.01.2020, 09:38 (vor 285 Tagen) @ Altmann

Mmh. Viel mehr als der Korridor- und ein bisschen Lokalverkehr bleibt auf Rosenheim-Salzburg aber doch auch nicht dauerhaft? München - Salzburg soll ja perspektivisch über Mühldorf führen.


Also die EC bleiben auf alle Fälle. Und der Ausbau über Mühldorf ist wohl in den nächsten Jahrzehnten nicht zu erwarten ...

P.S.: Die ÖBB fordern ja auch nicht unbedingt sofort nen kompletten Neubau der Strecke. Man wünscht sich vielmehr mal eine sicherheitstechnische Aufrüstung, um dichtere Zugfolgen zu ermöglichen (mehr Signale, etc.). Das sollte zeitnah und kostengünstig möglich sein - wenn man will.

Zulauf Brennerbasistunnel.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 14.01.2020, 10:12 (vor 282 Tagen) @ john-vogel
bearbeitet von Oscar (NL), Dienstag, 14.01.2020, 10:12

Wäre gerne Verkehrsministerdiktator, da hätte ich so einige Ideen...

Aber mal ernsthaft: Den Zulauf für den Brennerbasistunnel endlich mal durchkriegen. Das ist eine unendliche Peinlichkeit das wir das nicht auf die Reihe kriegen.

Gebe Dir recht.
Die Strecke Verona-Brixen lässt trotz Kardauner Tunnel und Schlerntunnel nur 160 km/h zu.
Das ist eine unendliche Peinlichkeit für den Frecciarossa.

Dann haben die Österreicher es mit dem Terfenertunnel und dem Münsterertunnel besser verstanden. Und es soll noch besser werden. Und das alles für eine Zugkategorie die gerade mal 230 schafft...


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Zulauf Brennerbasistunnel.

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 14.01.2020, 10:20 (vor 282 Tagen) @ Oscar (NL)

Die neuen Railjets für den Verkehr über den Brenner sollen höchstens 200 km/h erlauben. Ich glaube die Geschwindigkeiten sind nicht so relevant, die Kapazität ist die größere Priorität.

Und wie viele Frecciarossa fahren auch schon in Südtirol? Es ist so als würde man für die ICEs nach Garmisch oder Rostock eine eigene HGV-Strecke wollen.

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Make Ice Cream great again!

Wenn ich Verkehrsminister wäre...

Berlin-Express, nähe BPHD, Freitag, 10.01.2020, 20:14 (vor 286 Tagen) @ RenateMD
bearbeitet von Berlin-Express, Freitag, 10.01.2020, 20:14

...würde Blaschke Pillen und Zeitungen mit der e-Drasine verteilen.

Gleise würden in jede noch so kleine Straße verlegt mit diversen Abzweigemöglichkeiten. An den Hauptbahnhöfen werden die Draisinen im Kurswagenprinzip zusammengeklöppelt und können dann große Distanzen überwinden.

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[image] WIR MÜSSEN BESSER WERDEN!

Wenn ich Verkehrsminister wäre...

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 11.01.2020, 08:28 (vor 285 Tagen) @ Berlin-Express

Nee, keine e-Drasine. Ich glaube Jörg hätte mehr Spaß mit einer ollen Köf II (322). Kann er sich auch gleich einen Speisewagen dranhängen für kleine Zwischenmahlzeiten beim Zeitungausfahren.

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Umfrage: wenn ich Verkehrsminister wäre...

Power132, Samstag, 11.01.2020, 09:27 (vor 285 Tagen) @ RenateMD
bearbeitet von Power132, Samstag, 11.01.2020, 09:27

1. Elektrifizierung aller Strecken nach schweizer Vorbild
2. einfaches Tarifsystem
3. Verkauf von nicht notwendigen Unternehmnesteilen
4. Verschlankung der Verwaltung
5. Erlöse aus 3 und 4 in Infrastrucktur investiert
6. Ausbildungsoffensive

Umfrage: wenn ich Verkehrsministerin wäre...

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Samstag, 11.01.2020, 09:34 (vor 285 Tagen) @ RenateMD
bearbeitet von 218 466-1, Samstag, 11.01.2020, 09:35

Was wäre euer bahn-bezogenes Projekt, dass ihr umsetzen / beschleunigen / bauen / stoppen würdet als Verkehrsminister/in zu Beginn euer Amtszeit?

Das meiste wäre real nur als Diktatorin umsetzbar, aber ich würde es wenigstens versuchen:

  • Das Ende der DB AG. Zurück zur Bundesbahn. Wirtschaftlichkeit spielt keine Rolle mehr. Pro-Kopf-Investition in die Schiene wird auf Schweizer Niveau angehoben.
  • Regionalverkehr wird nicht mehr ausgeschrieben sondern dauerhaft an DB vergeben. Qualität geht vor Kosten. Private EVU können zusätzlich fahren.
  • Umfangreiche viergleisige ABS aller Hauptabfuhrstrecken um Mischverkehr zu eliminieren. Zweigleise ABS von eigleisigen Strecken u.a. Gäubahn, München - Mühldorf, Buchloe - Memmingen - Hergatz, Ulm - Sigmaringen, Neuoffingen - Ingolstadt - Regensburg. Elektrifizierung aller Hauptbahnen, z.T auch Nebenbahnen.
  • Beschaffung neuer Reisezugwagen für 200 km/h IC-Netz.
  • Beschaffung des ICE5 mit 250 km/h HGV-Netz. Gehobene Ausstattung.
  • IC2 wandert in den Regionalverkehr. Dessen Ausstattung wird Mindeststandard für RE. Alles ausser HGV darf sich nicht mehr ICE nennen.
  • Wiedereinführung der Zuggattungen MET und IR.
  • Umfangreiche Testfahrten mit Prototypen verschiedener Hersteller vor der Serienbeschaffung von Fahrzeugen. Qualität und Komfort geht vor Kosten.
  • Transrapid Netz.
  • Komplettes Reset von S21 mit 16 statt 8 Gleisen, kreuzungsfreien Zuführungen, Transrapid Station integriert.
  • Fahrpreise werden deutlich gesenkt.

--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
[image]

Unüberwinbarer Wiederspruch

Power132, Samstag, 11.01.2020, 13:36 (vor 285 Tagen) @ 218 466-1

[*]Das Ende der DB AG. Zurück zur Bundesbahn. Wirtschaftlichkeit spielt keine Rolle mehr. Pro-Kopf-Investition in die Schiene wird auf Schweizer Niveau angehoben.
[*]Umfangreiche viergleisige ABS aller Hauptabfuhrstrecken um Mischverkehr zu eliminieren.

Wo soll das Geld herkommen, wenn Wirtschaftlichkeit keine Rolle spielen soll?
Wo sollen die Grunstücke herkommen, geht nur mit Enteignung!

Überwinbarer Wiederspruch

idle2, BDK, DN, BHDF, Sonntag, 12.01.2020, 07:26 (vor 284 Tagen) @ Power132
bearbeitet von idle2, Sonntag, 12.01.2020, 07:29

Enteignen und mit dem dreifachen des Verkehrswertes entschädigen - und schon will jeder die ABS/NBS im Hinterhof haben. Ich wohne in der zweiten Reihe einer Strecke aber ohne Schallschutz am Gebäude: moderne IC/ECs sind kaum wahrnehmbar.

Das Geld kommt dann aus dem Autobahnbau. Es wird nur noch Instandgehalten und keine Neubauten durchgeführt.

--
Das Licht am Ende des Tunnels könnte auch ein Zug sein.

Vorraussetzungen für Enteignung

Power132, Sonntag, 12.01.2020, 08:49 (vor 284 Tagen) @ idle2

Ob ein systematischer viergleisiger Ausbau von sämtlichen Stecken das "Wohl der Allgemeinheit erfordert" - da hab ich meine Zwiefel

§87 Baugesetzbuch

§ 87
Voraussetzungen für die Zulässigkeit der Enteignung

(1) Die Enteignung ist im einzelnen Fall nur zulässig, wenn das Wohl der Allgemeinheit sie erfordert und der Enteignungszweck auf andere zumutbare Weise nicht erreicht werden kann.

(2) 1Die Enteignung setzt voraus, dass der Antragsteller sich ernsthaft um den freihändigen Erwerb des zu enteignenden Grundstücks zu angemessenen Bedingungen, unter den Voraussetzungen des § 100 Abs. 1 und 3 unter Angebot geeigneten anderen Landes, vergeblich bemüht hat. 2Der Antragsteller hat glaubhaft zu machen, dass das Grundstück innerhalb angemessener Frist zu dem vorgesehenen Zweck verwendet wird.

(3) 1Die Enteignung eines Grundstücks zu dem Zweck, es für die bauliche Nutzung vorzubereiten (§ 85 Abs. 1 Nr. 1) oder es der baulichen Nutzung zuzuführen (§ 85 Abs. 1 Nr. 2), darf nur zugunsten der Gemeinde oder eines öffentlichen Bedarfs- oder Erschließungsträgers erfolgen. 2In den Fällen des § 85 Abs. 1 Nr. 5 kann die Enteignung eines Grundstücks zugunsten eines Bauwilligen verlangt werden, der in der Lage ist, die Baumaßnahmen innerhalb angemessener Frist durchzuführen, und sich hierzu verpflichtet. 3Soweit im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet die Enteignung zugunsten der Gemeinde zulässig ist, kann sie auch zugunsten eines Sanierungsträgers erfolgen.

(4) Die Zulässigkeit der Enteignung wird durch die Vorschriften des Sechsten Teils des Zweiten Kapitels nicht berührt.

Umfrage: wenn ich Verkehrsministerin wäre...

PAD89, Samstag, 11.01.2020, 11:12 (vor 285 Tagen) @ RenateMD

  • den Bau weiterer Autobahnen dauerhaft unterlassen und nur noch laufende Bauprojekte zu einem sinnvollen Ende führen. Fernverkehrsinfrastruktur wird es zukünftig nur noch als Schieneninfrastruktur geben.
  • sofortiger Planungsbeginn bzw. massiv beschleunigte Planung und Bau von SFS Hamburg–Ruhr, Hamburg–Hannover, Frankfurt–Fulda–Erfurt, Frankfurt–Würzburg–Nürnberg plus notwendige Lückenschlüsse
  • mindestens einen 30-Minutentakt auf den Rennstrecken, nach Möglichkeit auch ein 15-Minutentakt auf Verbindungen wie HH–Kassel–München, HH–Berlin–München, Berlin–FFM, Hamburg–Ruhr–FFM–Stuttgart usw.
  • sofortiges Verbot weiterer Bahnstreckenstillegungen
  • massiver Wiederaufbau stillgelegter Bahnstrecken in der Fläche.
  • komplett steuerfinanzierter Nahverkehr deutschlandweit

Umfrage: wenn ich Verkehrsministerin wäre... (I)

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 11.01.2020, 14:31 (vor 285 Tagen) @ RenateMD

Okay, dann mache ich Euch die Verkehrsministerin. Ihr dürft mich dann Olivia nennen.


1. Im Rahmen eines Krisengipfels (vorab bundesweiter Sirenenalarm) wird ähnlich einer Papstwahl eine Konklave verantwortlicher Fachleute in einen Raum gesperrt und erst wieder raus gelassen, wenn sie ein alltagspraxistaugliches Konzept präsentieren können, daß Reisende künftig nicht mehr 2,3,4,5 Stunden unter äußeren Normalbedingungen* in einem gestrandetem Personenzug ausharren müssen, bis es irgendwie weiter geht und die Evakuierung möglich ist. Ich setze eine Obergrenze von max 60 Minuten. Es sind bundesweit mehr Schlepp-Dieselloks 'warm' und Personale vorzuhalten, mehr Notfallmanager.

(* Zu den Nichtnormalbedingungen zähle ich außergewöhnliche Naturgroßereignisse, wo Feuerwehren und Rettungskräfte schon genug zu tun haben. Ein Oberleitungsschaden, Signal- oder Fahrzeugstörungen zähle ich zu den Normalereignissen des Alltags und da hat es hoppla zu gehen.)

2. NBS Y-Trasse Hamburg/Bremen - Hannover (300 km/h), in besonders sensiblen Bereichen der Lüneburger Heide Trog-Tieferlegung mit einem Deckel drauf und anschließender Renaturierung. Kein einziger Tunnel von 40 Kilometern Länge, es geht um vergleichsweise kurze Einzelabschnitte.

3. Berlin - Hannover aufmöbeln (300 km/h) und die NBS durchziehen um Lehrte herum bis Misburg, wo sich Güter- und S-Bahn kreuzen, Ausbau Hannover Hbf

4. NBS Hannover - südlich Bielefeld (Spange vor und hinter Bielefeld zum Hbf) - südlich Hamm - südöstlich Dortmund (Spange vor Dortmund zum Hbf) - durchs Bergische - Solingen (- Köln/Düsseldorf) (bis Solingen 300 km/h). Es wird verschiedene ICE-Läufe des Grundangebotes geben, die irgendwo alle mal auf die neue NBS gehen. Allein der heutige IC2 (respektive dessen Nachfolger) wird auf kompletter Längeauf der Altbestandsstrecke Hannover - Dortmund verbleiben. Keine Stadt in NRW wird weniger Fernabfahrten haben als heute oder länger unterwegs sein, aber viele neue zusätzliche Verbindungen werden stark beschleunigt und somit reine Transitreisende aus Zügen fernhalten, die Düsseldorf, Duisburg, Essen, Bochum, Dortmund, Hamm abklappern. Das schafft in diesen Zügen wiederum mehr Platz.

Fragt bei den NBS bitte nicht nach einzelnen im Weg stehenden Dörfern oder langen Tunnels. Sowas gibt es immer und überall, Detailplanung liegt noch nicht vor. Aber wenn Polen die Strecke nach Warschau stark beschleunigt hat (Polenkenner bitte vortreten) wäre die Ost-West Europamagistrale Warschau - Berlin - Köln - Brüssel - Paris endlich fertiggestellt.

5. Verbindungskurve westlich Hannover zwischen 2. und 4. für Sprinter in epochaler Bestzeit.

6. Daraus abgeleitet ein paar neue Sprinter-Linienläufe im Norden, nur die genannten Halte, ein Auszug:

THA-Duplex Paris - Brüssel - Liege - Aix-la-Chapelle - Cologne - Hannovre - Berlin
Snelheid Loper der NS Amsterdam - Utrecht - Essen - Dortmund - Hannover - Berlin
Sprinter Koblenz - Bonn - Köln - Hannover - Berlin
Sprinter Köln - Bielefeld* - Hamburg (* noch in Klärung, es wäre die einzige umsteigefreie Verbindung Dr.Oetker - Hamburg und eine Kompensation für den schmerzlichen NBS-Bypass)
Sprinter Düsseldorf - Essen - Dortmund - Hannover - Berlin
Sprinter Düsseldorf - Essen - Dortmund - Hamburg

Verschwenkungen:

EC Amsterdam - Osnabrück - Hamburg
IC Münster - Osnabrück - Hannover - NBS/Abzweig Wustermark* - Potsdam - Berlin - Cottbus (* Wustermark bekommt eine Schnellfahr-Abzweigkurve, damit es zügiger nach Potsdam geht, Streckenausbau Wustermark - Golm für 160, fährt man dort heute 120?)

ICE Hamburg - Osnabrück - Dortmund - Ruhr - Köln - NBS Rhein/Main (...) stdl wechselnd mit
IC Hamburg - Osnabrück - Dortmund - Wupper - Köln - Rheintal (...)

NBS-Basistunnel 'Ostercappeln-Bohmte' zur Beschleunigung Bremen - Osnabroen, allerdings gebaut von original schweizer Gotthard-Mineuren, damit ich die Eröffnung noch erleben kann

7. Starke Vereinheitlichung der Fernverkehrsflotte bei allen künftigen Neuanschaffungen, alles nur noch ICE-Halbzüge zu acht Wagen, einheitliche Sitzplatzaufteilungen, Kioske an Bord bzw Mini-Bistros mit wenigen Stehtischen, aber keine Vollrestaurants mehr zugunsten von mehr Sitzplätzen, mehr Rollstuhl- und Kinderwagenstellplätze.

8. Bei Dunkelheit abends/nachts/früh morgens stark gedimmte Fern-Großraumwagen-Innenbeleuchtungen, Leseleuchten an jedem Platz und Bodenleuchten für einen sicheren Gang durch die Wagen

9. Abschaffung Comfort-Sitzplätze BC100 (weil es kein Reisender versteht), dafür je nach individuellem Stammkundenstatus eine Zahl von preisfreien last-minute Reservierungen am Schalter/Automaten/online.

10. Osnabrück bekommt gleisseitig einen Neubau-Hauptbahnhof, damit man die Hoch- und Tiefbahnsteige optisch freundlich zugänglich und offen kommunikativ miteinander verbinden kann wie in Berlin. Heute sieht man oben nicht was unten passiert und anders herum = grauenhaft. Mehr Cola- als Fahrkartenautomaten im ganzen Bahnhof. Auf Bahnsteig 2/3 wird ein kleines urgemütliches Einsiedler-Appartment errichtet. Mit einem 24/7 Klingelknopf für Leute, die bahnbezogen Unterstützung brauchen oder denen schwierige Menschheitsfragen auf den Seelen brennen. Ein-, aus- und umsteigende Fahrgäste können sich dort gerne melden und zählen lassen sowie Fragebögen ausfüllen. Mausis im Alter 21-38 bevorzugt. Ärztliche Rezepte können eingeworfen, die Präparate einen Tag später abgeholt werden. Zeitungsverkauf. Der/die zukünftige Bewohner/in erhält ähnlich einem Politoffizier damals bei der Roten Armee ein letztes Vetorecht und auf dem Klo einen roten Alarmbutton, wenn es im Alltag echt nicht mehr zu laufen scheint und auf dem nordwestdeutschen Schienennetz alle Züge notgebremst werden müssen für einen kompletten Restart. Suche noch eine... (oh, jetzt kommt dieser elende Gender-Neudeutschsprechquatsch) eine geeignete Einwohnendenperson m/w/d. Ist das so okay? Autsch, das Wort schreibe ich nie wieder!

11. Göttingen Pbf wird offiziell zweigeteilt in Göttingen(tief) 4-7 und Göttingen(fern) 8-11, was ersatzweise großstädtisch wirken soll, da es mangels Hp-Potentiale im Stadtgebiet nicht zum Hbf reicht. Meine Altvorderen haben die Wohnquartiere voll falsch angelegt. Aber wie jeder aufmerksame Vielfahrer weiß gibt es dort tatsächlich einen deutlich sichtbaren Höhenunterschied.

11. Köln-Deutz in seinem heutigen Zustand wird zum Teufel gejagt und als Kreuzungsbahnhof komplett neu gebaut zur Klüngel-Sentralstasjon für den Fernverkehr, die Hohenzollernbrücke kreuzen nur noch ICE/IC nach Belgien und ins Rheintal. Ob und welche Züge demnach 2x in Köln halten (analog Hamburg Hbf - Dammtor) oder ob es in Köln Hbf Durchfahrten geben wird, da bin ich mit mir noch nicht im Reinen. Aber die Westberliner haben ja auch damit zu leben gelernt, ist glaube ich keiner dran gestorben. Vermutlich werden die schnellen ICE/THA aus Brüssel ohne Hbf bis Deutz fahren, die Rheintal-IC könnten zum Trost am Hbf und in Deutz halten.

(...)

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Umfrage: wenn ich Verkehrsministerin wäre... (II)

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 11.01.2020, 14:31 (vor 285 Tagen) @ Alibizugpaar

12. Kreativer Ausschreibungswettbewerb - jeder mit einem Stift in der Hand, einem Blatt Papier und einer tollen Idee im Kopf kann sich beteiligen: Neues einheitliches dynamisches Bahnhofssymbol statt nüchternem DB-Keks an allen bundeseigenen Bahnhöfen, Bahnsteigen und Hinweisschildern, damit die DB bei der Kundschaft nicht mehr immer an allem schuld ist, auch wenn sie im Ort keinen einzigen Zug mehr fährt. Der Gewinner der Ausschreibung bekommt eine BC100 first auf Lebenszeit sowie eine innige Umarmung und Autogrammkarte der neuen Verkehrsministerin.

13. Bundesländer bauen eigene Landesbahnen auf zwecks Beendigung des Ausschreibewettbewerbs für eine nachhaltigere Ausrichtung der Alltagsqualitäten und für mehr Verlässlichkeit. Die Länder haben sich bereits einverstanden erklärt und Begeisterung signalisiert. Regio-Personale sind Angestellte des öffentlichen Dienstes, stark vereinheitlichte Fahrzeugparks bei den jeweiligen Landesbahnen (was die kaufen ist mir egal, nur gut muß es sein), landesweite flexible Personal- und Fahrzeugeinsätze. Kein Scheuklappen-Liniendenken mehr, künftig nur noch Netzdenken. Besteller und Landesbahnen stehen nicht mehr in wirtschaftlicher Konkurrenz zueinander, sondern arbeiten im Auftrage der Landesverkehrsministerien kollegial zielorientiert, ziehen an einem Strang.

14. Neue Schlafwagenzug-Linien in starker Kooperation mit und unter Federführung der ÖBB als guter Ideengeber und inspirierende Muse. Personale kommen aus dem Tagesfernverkehr (Tf, Zugbegleiter, Speisewagen<>Schlafwagenbetreuer), keine Sub-Billigunternehmungen mehr. Gleiches gilt übrigens für Sicherheitsstreifen auf Bahnhöfen und ähnlichen Unternehmenszweigen. Das werden Angestellte der DB oder der Landesbahnen. Vorher gibt es keinen Groschen* Gehaltserhöhungen für die obere und oberste DB-Managementebene.

(* für die Jungeborenen: Der Groschen war ein 10 Pfennigstück, 100 Pfennig waren eine DM, die Deutsche Mark war die Währung vor dem Euro)

15. (Kopenhagen -) Tunnel - Puttgarden - Lübeck - Hamburg mindestens(!) Tempo 200. Südlich Lübeck entweder abwechselnd nach Hamburg oder Schwerin - Berlin oder als Flügelzug. Kurve Bad Kleinen. Die heutige RB-Strecke entlang der Ostseebäder bleibt erhalten und geht bei Oldenburg auf die NBS, Regios aus Lübeck fahren dann stündlich über Burg und Puttgarden (Regiobahnsteig an der Tunneleinfahrt oder als Tunnelbahnhof) bis ins dänische Nykøbing. Sofern das dänische Königshaus dem zustimmen mag.

16. Die S-Bahn Hannover bleibt aus sehr persönlichen Gründen auf alle Zeit bei der DB Regio. Hierzu erlasse ich eine strenge ministerielle Ausnahmeanweisung von der strikten Länderbahn-Neuregelung. Es werden immer verkehrsrote 424 bleiben. 424er werden künftig auch exklusiv für Hannover neu hergestellt, selbst wenn die letzte ägyptische Pyramide schon in sich zusammengefallen ist. Den Konzernzweig DB Regio wird es allein nur für diese S-Bahn noch geben. Und die S3 fährt gefälligst wieder nach Celle, so wie es sich von Anfang an gehörte. Hildesheim kann im Tausch die Linie 7 bekommen.

17. Ministeriell angeordnete zielorientierte Kooperation des Fernverkehrs mit Landesbahnen oder -wo nötig- mit lokalen Cargobahnen. Es wird nämlich wieder mehr lokbespannte IC in Urlaubsregionen geben, wo im Zielgebiet Landesbahnen mit geeignet motorisierten VT (ET ???) 1 oder 2 klimatisierte Kurswagen übernehmen und in die Zielorte verbringen.

https://www.neg-niebuell.de/images/Bilder/Kurswagen.jpg

Bei mehr Wagen oder ganzen Zügen wird eine Diesellok gestellt, egal ob DB Fern, Landesbahn oder ein regionales Cargo-Unternehmen. Als Urlaus-IC-Ziel werden neu aufgenommen Cuxhaven(Helgoland), Usedom, Erzgebirge, Bayerischer Wald, nördlicher Schwarzwald... Klassische Ziele wie Sylt, Rügen, Berchtesgaden, Oberstdorf und Konstanz bleiben selbstverständlich erhalten, das Angebot wird ausgebaut. Weitere sinnvoll erscheinende Vorschläge sind herzlich willkommen und können zwecks Weiterleitung ebenfalls in Osnabrück Hbf Gleis 2/3 mit den Rezepten eingeworfen werden.

18. IC-Vorlaufbetrieb sofort 3x tgl. Hof - Zwickau - Chemnitz - Riesa - Berlin, der auf Hof - Chemnitz die betreffenden MRB-RE zu Regiotarifen ersetzt. Bis die Strecken Hof - Nürnberg/Regensburg und Leipzig - Chemnitz ausgebaut, stromifiziert und ein neues Konzept aufgebaut werden kann. Mit der Strippe Weimar - Gößnitz wird es einen 2stdl. ICE-Flügel Frankfurt/M - Erfurt - Jena - Gera - Chemnitz geben. Trägerzug wird der Sprinter Frankfurt/M - Berlin sein. IC 2stdl. Karlsruhe - Stuttgart - Nürnberg - Jena - Leipzig - Dessau - Potsdam(!) - Berlin.

19. Im Regionalverkehr werden dünne 2stdl. Takte verboten, wenn sich keine alternative Reisemöglichkeit auf gleicher oder sehr ähnlicher Linie mit Umstieg ergibt. Beispiel: Göttingen - Leinefelde alle zwei Stunden ist okay, weil ich dazwischen über Eichenberg (Umstieg) fahren kann. Wenn es aber 120 Minuten gar nichts gibt, dann schicke ich die Bundespolizei. Es haben bereits alle Länder aufgezeigt sich aus eigener Überzeugung daran halten zu wollen. Nur Sachsen schlägt quer. Die wollen am liebsten nichts mit niemandem und auch nicht mehr und besser. Landesgrenze bedeutet auch grundsätzlich Umstieg. Weshalb Thüringen seine Regios stärker nach Halle/S ausrichten wird, nach Leipzig kann man aber umsteigen. Ich werde Sachsen weiter wuseln lassen.

20. Auf fast allen Hauptverkehrsstrecken wird es nächtens 2stdl. Fernzüge geben. Tagestakte fahren mit großen Zügen (Vollzug / 2x Halbzug) und Nachttakte mit halben Zügen, so ungefähr. Beispiel ICE Berlin - Frankfurt für Göttingen, aktuell 21:50 letzter und 06:50 erster Zug. Künftig neu

21:50 letzter stdl. Tagestakt
23:50 Nachttakt
01:50 Nachttakt
03:50 Nachttakt
05:50 Nachttakt
06:50 erster stdl. Tagestakt

Diese Nachttaktzüge dienen dem Mittelstreckenverkehr, sie werden Schlafwagenzüge auf Fernrelationen nicht ersetzen. Je nach Eignung wird es Nacht-IC geben, denen Schlafwagen angehängt werden. NBS bleiben wie heute dem schnellen Güterverkehr vorbehalten. Es wird dann entsprechende Fahrzeiten über die Altstrecken geben wie auch verschobene Umsteigepunkte. Von Braunschweig nach München steigt man nachts dann nicht mehr in Göttingen um, sondern in Hanau, von wo ein ICE Köln - München geht. Oder der Nacht-ICE Berlin - Frankfurt geht über Gießen statt Fulda (Fulda wird vom Nacht-ICE aus Dresden bedient), dann bliebe der Umstieg in Frankfurt. So oder ähnlich.

21. Vor allem für die Fernzüge wird es an den Zielwendebahnhöfen keine stolprigen Boxenstopps mehr geben. Es werden längere Aufenthaltszeiten eingeplant, damit Kurzreparaturen möglich sind, die Ent- und Versorgung sichergestellt werden und ggf. Zugteile 1:1 ausgetauscht werden können. Mehr Ersatzzüge, den einheitlichen Fuhrpark hatte ich bereits angesprochen. Und die Fähigkeit Sitzplatzreservierungen verlässlich anzuzeigen und spontan auf einen Ersatzzug zu übertragen wird sowas von schnell kommen. Anzeigen "Ersatzzug, Reservierungen nicht möglich" wird es schlagartig nicht mehr geben. Es werden v.a. nachts Drehfahrten falsch stehender Kompositionen vorgenommen.

22. Das Gesetzes-/Vorschriften/Verwaltungsregelwerk wird so ausgemistet, daß auch in Deutschland Bahnneu- und Ausbauten in einem solch vertretbaren Zeitrahmen möglich werden, wie es in anderen Nachbarländern als Positivbeispiel möglich ist. Damit mir aber niemand vorwerfen kann ich würde jedermans Rechte verletzen und unliebsame Dinge in schwarzen Löchern verschwinden lassen, werden diese hemmenden Vorschriften 1:1 in das Ressort für den Straßenverkehr verschoben.

23. Tempo 130 auf allen Autobahnen mit penetrant rigider Kontrolle. Wer seinen PS-Boliden ausfahren will, der bemühe sich zum Nürburgring, Sachsenring oder wie die Ringe alle heißen.


Zum Güter- und ÖPNV-Stadtverkehr übergebe ich mich nicht mehr, weil es einem 5-bändigen Buchroman gleich käme. Die Punkte 23 - 376 lasse ich an dieser Stelle entfallen.

- - - - und da war ja noch was - - - -

EC aus der Schweiz, die auch in 100 Jahren noch mit SBB-Zugskompositionen zu uns kommen, rollern künftig aus einer gewissen lokalen Rücksichtnahme ab Dortmund über Bielefeld (Minden - Nienburg) nach Bremen und Hamburg. Das weltoffene Münster hat bereits protestiert und mit Verweis auf die Besitzstandswahrung einen doppelten Zugssturz mit Lokwechsel in Münster und Hamm vorgeschlagen. Ist aber aus verständlichen Gründen nicht darstellbar. Bielefeld freut sich auf die neuen Direktverbindungen nach Bremen, Hamburg und in die Schweiz, plant bereits ein Volksfest mit Pudding-Schlacht.

Zugangsbedingungen zu den Firstclass-Lounges werden drastisch verkompliziert. Die Zugangsbedingungen können online gedownloaded werden und liegen an einem Lesepult vor dem Lounge-Eingang in einem starken gebundenen Ordner zur Einsichtnahme aus. Weil ich die täglichen Forendiskussionen 'Hilfe Leute, wie komme ich da bloß rein?' zum piepen finde. Es wird nicht teurer werden, aber komplizierter. Gut möglich, daß ich dieses Thema in seiner Wichtigkeit spontan direkt unter die Nummer 1 mit den Zugsevakuierungen setze. Auch gerne vorweg mit Sirenenalarm...

:D :D :D

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Mit Herz und Verstand

oska, Samstag, 11.01.2020, 15:41 (vor 285 Tagen) @ Alibizugpaar

Liebe Olivia,

vielen Dank für Deine Auflistung. Das Du mit dem Herzen in der einen Stadt bist, mit dem Kopf aber in der anderen, das habe ich bei Punkt elf gemerkt:

11. Göttingen Pbf wird offiziell zweigeteilt in Göttingen(tief) 4-7 und

11. Köln-Deutz in seinem heutigen Zustand wird zum Teufel gejagt und als


Deine Punkte waren alle recht sinnvoll, doch ausgerechnet zu Deinem Herzensbahnhof war es ein 'Quatschbeitrag'. Göttingen tief für 4-7 geht natürlich gar nicht. Der Tiefbahnhof soll unter dem bisherigen Bahnhof entstehen. Zum einen werden dort die RB nach Duderstadt und die RE nach Nordhausen (über Duderstadt) abfahren. Neben dem FV Köln-Berlin natürlich: Deutz-Göttingen-Magdeburg-Spandau-Hbf ist in zwei Stunden bei ca. 500km Strecke auch ohne extremen HGV machbar. Umstiege zu Zügen der SFS Kiel-Würzburg sind über die Rolltreppen und Aufzüge im Göttinger Bahnhof barrierefrei zu erreichen.

... ich bin dabei ...

Blaschke, Samstag, 11.01.2020, 18:43 (vor 285 Tagen) @ Alibizugpaar

Hey.

10. Osnabrück bekommt gleisseitig einen Neubau-Hauptbahnhof, damit man die Hoch- und Tiefbahnsteige optisch freundlich zugänglich und offen kommunikativ miteinander verbinden kann wie in Berlin. Heute sieht man oben nicht was unten passiert und anders herum = grauenhaft. Mehr Cola- als Fahrkartenautomaten im ganzen Bahnhof. Auf Bahnsteig 2/3 wird ein kleines urgemütliches Einsiedler-Appartment errichtet. Mit einem 24/7 Klingelknopf für Leute, die bahnbezogen Unterstützung brauchen oder denen schwierige Menschheitsfragen auf den Seelen brennen. Ein-, aus- und umsteigende Fahrgäste können sich dort gerne melden und zählen lassen sowie Fragebögen ausfüllen. Mausis im Alter 21-38 bevorzugt. Ärztliche Rezepte können eingeworfen, die Präparate einen Tag später abgeholt werden. Zeitungsverkauf. Der/die zukünftige Bewohner/in erhält ähnlich einem Politoffizier damals bei der Roten Armee ein letztes Vetorecht und auf dem Klo einen roten Alarmbutton, wenn es im Alltag echt nicht mehr zu laufen scheint und auf dem nordwestdeutschen Schienennetz alle Züge notgebremst werden müssen für einen kompletten Restart.

'Alarmbutton' - in der ersten Sekunde habe ich ATOMbutton gelesen. Was der Bedeutung des Arbeitsplatzes auch eher angemessen ist ...

Suche noch eine... (oh, jetzt kommt dieser elende Gender-Neudeutschsprechquatsch) eine geeignete Einwohnendenperson m/w/d. Ist das so okay? Autsch, das Wort schreibe ich nie wieder!

Die brauchst du ja erst zu suchen, wenn ich hops bin. Wobei, okay, lange dauert's nicht mehr ...

Ach ja, was den im folgenden Teil genannten EC angeht: der kann wegen meiner auch wie bei der Rollbahnsperrung neulich in Münster enden bzw beginnen.

Schöne Grüße von jörg

Umfrage: wenn ich Verkehrsministerin wäre...

guru61, Arolfingen, Montag, 13.01.2020, 11:59 (vor 283 Tagen) @ RenateMD

Hallo zusammen,


Was wäre euer bahn-bezogenes Projekt, dass ihr umsetzen / beschleunigen / bauen / stoppen würdet als Verkehrsminister/in zu Beginn euer Amtszeit?> Liebe Grüße
Renate

Was ich versuchen würde, ist, dass die Finanzierung in einem, von der Tagespolitik unabhängigen Fond gelegt wird, der aus genau definierten, ebenfalls von der Tagespolitik unabhängigen Quellen gespiesen wird.
In keinen Augen krankt es daran, dass jedes Projekt einzeln bewilligt und finanziert werden muss.

Als Beispiel:
https://www.uvek.admin.ch/uvek/de/home/verkehr/investitionen/fabi.html

Solange um jeden Euro gebettelt werden muss, wird sich der Nachholbedarf nie ändern.

Als zweites würde ich ein Verantwortlichkeitsgesetz einbringen, dass die Entscheidungsträger, die Erneuerungen verschleppen, damit der Bund und nicht die DB Infra zahlt, mit dem persönlichen Vermögen haftbar sind.

Als Drittes werden mit der DB endlich mal konkrete Ziele vereinbart, die zwingend erreicht werden müssen, ähnlich so:
https://www.uvek.admin.ch/uvek/de/home/uvek/bundesnahe-betriebe/sbb/strategische-ziele....
4. Werden alle Dienstwagen der Kadermitarbeiter eingezogen und alle Dienstreisen im Inland werden mit der Bahn absolviert. Freifahrten gibt es nicht mehr, alle Tickets werden auf dem, für den Kunden normalen Weg gekauft und über die Spesenrechnung zurückvergütet. (dies gilt natürlich nicht für Betriebsmitarbeiter, die Reisen zur Ausübung Ihres Berufes benötigen)

Alle Kadermitarbeiter werden an Grosskampftagen im Betrieb als Kundenlenker und Kundenbetreuer in den Zügen und auf den Bahnhöfen eingesetzt. Insbesondere dann, wenn Züge ausfallen oder verlürzt geführt werden.
Gruss Guru

Rennbahn Hamburg-Amsterdam.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 13.01.2020, 14:28 (vor 283 Tagen) @ RenateMD

Hallo RenateMD,

Was wäre euer bahn-bezogenes Projekt, dass ihr umsetzen / beschleunigen / bauen / stoppen würdet als Verkehrsminister/in zu Beginn euer Amtszeit?

Meine Antwort wäre: eine SFS Hamburg-Dortmund neben der Rollbahn und mit SFS-Abzweigung nach Amsterdam über Osnabrück.

Vermutlich ist Hamburg-Dortmund nordwestlich an Hannover vorbei besser, da mehr Potential vorhanden.
Danach bin ich mir nicht sicher was besser ist:

a. Minden-Osnabrück-Hengelo-Amsterdam, oder
b. Bielefeld-Münster-Enschede-Amsterdam.

b. ist zwar die längere Strecke, hat dafür mehr Potential (grössere Städte, 2-3 Unis).

Bis irgendwann eine SFS Hamburg-Hannover kommt, werde ich wahrscheinlich schon ins Grass gebissen haben.

Dennoch sehe ich die Chancen einer Rennbahn Hamburg-Hannover besser als die einer Rollbahn 2.0.

Ich freue mich über ernsthafte Vorschläge und Diskussionen, Feuer frei!

Wie wäre es mit einer Rennbahn Utrecht-Nijmegen-Krefeld-Köln? Umbau Neuss Hbf zu "Düsseldorf ICE". Die Reise Utrecht-Köln wäre dann in 1:10 möglich.
Hinzu eine Rennbahn Tilburg-Eindhoven-Roermond-Köln. Mit 200 km/h vdurch wäre das Eindhoven-Köln 45 Minuten (zur Zeit das dreifache).


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

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