ZEIT: Planen Sie mit der Dummheit der anderen! (Allgemeines Forum)

Henrik @, Samstag, 10. August 2019, 21:06 (vor 99 Tagen)

Deutsche Bahn

Planen Sie mit der Dummheit der anderen!

Mit dem Zug in den Urlaub? Geht nicht, schon gar nicht mit Nachwuchs. Zu unwägbar, zu stressig, zu Deutsche Bahn! Quatsch – man muss nur die richtigen Tricks kennen.

Von Johannes Schneider
9. August 2019

[...]
Stellen wir uns nun zwei erfahrene Bahnfahrerinnen vor, die mit ihren zwei Kindern (zwei und vier Jahre) sechs bis zehn Mal im Jahr weitere Bahnreisen im gesamten Bundesgebiet unternehmen. Von Berlin geht es nach Marburg, von Marburg (mit der wundervollen Kurhessenbahn) über Brilon-Wald nach Dortmund, es geht nach Flensburg, Syke, Rottenburg am Neckar und zurück, die Verwandtschaft lebt weit verstreut im Westen.
[...]
77 Prozent der Deutschen wohnen in Städten oder Ballungsräumen, wo es ja gemeinhin einen ÖPNV und eine Fahrradinfrastruktur gibt oder geben sollte.

Und auch was das Reisen selbst angeht, ist das Paar erstaunt über die Masse der schlechten Erfahrungen: Wieso, fragt es sich, sind unsere Züge immer leidlich pünktlich, in etwa in den Dimensionen, die auch die Bahn selbst bemisst? Wieso funktionieren zumeist unsere Anschlüsse? Wieso erfahren wir Hilfsbereitschaft und gute Beratung am Gleis und kommen mit großer Zuverlässigkeit ungestresst und leidlich pünktlich am Zielort an?

Das Paar schaut sich die Einwände der anderen genauer an und stellt fest: Die Leute machen aber auch ziemlich viel falsch. Sie kaufen sich die BahnCard 25 und spekulieren auf Frühbucherrabatte (Stress im Vorfeld), sie reservieren im Kleinkindabteil und landen im Ruhewaggon (Stress auf der Reise), sie nehmen zu viel Gepäck und zu wenig Filme für die Kinder mit (Stress mit anderen), sie erregen sich maßlos über jede kleine Verspätung (Stress mit sich selbst). Man befindet: Höchste Zeit für einen kleinen Guide!

[...]

60 Minuten sind keine Verspätung!

Ja, es passiert – gerade, wenn man von einem (tendenziell unpünktlicheren) Fernzug in einen (tendenziell pünktlicheren) Regionalzug umsteigen muss: Der Anschluss wird verpasst, der nächste Zug fährt erst eine Stunde später. Man kann dann 50 Minuten lang vor Wut dampfend am Gleis stehen, oder einfach – viel besser als im Stau – Pause machen. Bahnhofsmissionen können tolle Orte sein, auf Vorplätzen lässt sich rennen, in Passagen noch eine fehlende Hose kaufen. Es gibt sogar Städte, die für Kulturinteressierte eine sehr große Kirche in Gleisnähe platziert haben. Der Urlaub beginnt schon auf dem Weg.

Bonus-Tipp: Don’t be an asshole!

Über Lautsprecher wird die Verspätung mit einem Personenschaden oder einem Notarzteinsatz im Gleis begründet und Sie schimpfen weiter laut auf die "Kack-Bahn"? Das ist verroht.

https://www.zeit.de/entdecken/reisen/2019-07/deutsche-bahn-kinder-bahnfahren-zug-urlaub...

Das ist nicht nett.

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Samstag, 10. August 2019, 21:55 (vor 99 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von J-C, Samstag, 10. August 2019, 21:56

Andere als dumm zu bezeichnen, ist nicht der Stil, den ich gerne sähe...

Allerdings sehe ich auch keinen Zusammenhang zwischen Titel und Artikel. Es ist zwar keine schlechte Idee, mit den Zuständen in Deutschland sich zu arrangieren, vermutlich wäre ich genau so drauf. Es gibt da Momente, da liebe ich Katastrophen, das fordert mein Improvisationstalent heraus und das macht mir Spaß. Aber mal ehrlich, wie viele teilen schon meinen Geschmack von Abenteuer? Oft geht's nicht um eine abwechslungsreiche Fahrt in den Urlaub, sondern um die Fahrt zur Arbeit/Schule/Meeting/wasweißich und da sollte man sich auf sein Verkehrsmittel schon verlassen können. Das ist dann eben kein Spaß, sondern eben Stress, den man auch nicht vermeiden kann. Das kann mitunter Konsequenzen bedeuten und da ist der unfreiwillige Aufenthalt in einer anderen Stadt halt kaum aufheiternd.

Was im Artikel steht, kann bei dem richtigen Typus Mensch mit entsprechender Flexibilität in der Zeitplanung zutreffen, auf andere jedoch nicht.

Es kommt ja mitunter vor, dass man selbst bei entsprechender Flexibilität irgendwie halt doch irgendwo Grenzen hat. Wenn man etwa eine lange Reise plant und man am Ende aufgrund einer Verspätung womöglich auf der letzten Etappe die letzte Fahrt verpasst, dann hört auch dort der Spaß auf.

Klar, der Artikel versucht der Situation in Deutschland eine positive Note abzugewinnen, aber ich bin mir ehrlich gesagt am Ende nicht sicher, ob ich das gut oder schlecht finden soll.

Ich finde es zum Beispiel nicht so toll, wenn aus einer Zugfahrt eine Busfahrt wird, weil der Betreiber des Zuges seinen Betrieb einstellt und insolvent geht.

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Das ist nicht nett.

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 11. August 2019, 02:42 (vor 99 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Alibizugpaar, Sonntag, 11. August 2019, 02:44

Im ICE von Mannheim nach Köln stehen müssen (mit einem wertlosen* Reservierungsschein in der Hand) birgt für mich nach dem x-ten Mal kein Gefühl von spannender Abenteuerlust mehr.


* wechseln wir zur Abwechslung doch mal vom Anschlussverlust zum fehlenden zweiten Zugteil


Mich würde ja mal interessieren, wer so einen Guide schreibt, welche Qualität er auf seiner Arbeitsstelle selber abliefert oder von anderen erwartet. Oder wenn im Restaurant das 'irgendwie anders' bestellte Essen kommt, das Hotelzimmer doch keinen Meerblick hat, der Zahnarzt von der Terminbestätigung nichts mehr weiß...

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Tenor des Artikels ist nett.

Henrik @, Sonntag, 11. August 2019, 04:39 (vor 99 Tagen) @ J-C

Das ist nicht nett.

Andere als dumm zu bezeichnen, ist nicht der Stil, den ich gerne sähe...

Allerdings sehe ich auch keinen Zusammenhang zwischen Titel und Artikel.

Menschenmassen handeln durchaus dumm - darum geht es hier.

Wenn Du den Zusammenhang nicht erkennst, hast Du wohl den Artikel nicht gelesen,
ein ganzer Absatz bezieht sich darauf.
Den beschriebenen Umstand kennt ein jeder ICE-Fahrgast.

Was da gar nicht mal benannt wird, ist der Umstand, dass Fahrgäste immer nur (bzw. größtenteils) nur eine Tür benutzen, sowohl die aussteigenden wie auch die einsteigenden.
Auch das ist eben dumm.

Es obliegt der journalistischen Freiheit, mit welchem Satz der Autor themenbezogen seinen Artikel betitelt.
Das magst Du kritisieren - genau dafür ist Journalismus da.
Wenn der Artikel durch diese Überschrift dazu angeregt hat, ihn zu lesen, ggf. Ratschläge anzunehmen, hat es den Zweck erfüllt.

Es ist zwar keine schlechte Idee, mit den Zuständen in Deutschland sich zu arrangieren, vermutlich wäre ich genau so drauf.

Zuständen in Deutschland?

Es gibt da Momente, da liebe ich Katastrophen, das fordert mein Improvisationstalent heraus und das macht mir Spaß. Aber mal ehrlich, wie viele teilen schon meinen Geschmack von Abenteuer? Oft geht's nicht um eine abwechslungsreiche Fahrt in den Urlaub, sondern um die Fahrt zur Arbeit/Schule/Meeting/wasweißich und da sollte man sich auf sein Verkehrsmittel schon verlassen können.

Es geht hier um eine Urlaubsreise mit der Familie, Eltern + 2 Kinder.

Das ist dann eben kein Spaß, sondern eben Stress, den man auch nicht vermeiden kann. Das kann mitunter Konsequenzen bedeuten und da ist der unfreiwillige Aufenthalt in einer anderen Stadt halt kaum aufheiternd.

Genau diese diversen Umstände von möglichen Stresssituationen werden beleuchtet und Hinweise gegeben, wie man diesen vorbeugen kann und mit ihnen entsprechend umgehen kann.
Ein Ratgeber.

Was im Artikel steht, kann bei dem richtigen Typus Mensch mit entsprechender Flexibilität in der Zeitplanung zutreffen, auf andere jedoch nicht.

bei gleicher entsprechender Flexibilität gibt es unterschiedliche Typus Mensch,
genau darauf wird eingegangen,
eben wie man vorbeugen bzw. sich in entsprechenden Situationen sich verhalten kann, um eben das beste draus zu machen.

Es kommt ja mitunter vor, dass man selbst bei entsprechender Flexibilität irgendwie halt doch irgendwo Grenzen hat. Wenn man etwa eine lange Reise plant und man am Ende aufgrund einer Verspätung womöglich auf der letzten Etappe die letzte Fahrt verpasst, dann hört auch dort der Spaß auf.

auch dann kann man eben doch versuchen, dass beste draus zu machen, Hinweise werden in diesem Artikel gegeben.
Dass dieses nicht immer gelingt ist klar, das ist trivial.

Klar, der Artikel versucht der Situation in Deutschland eine positive Note abzugewinnen, aber ich bin mir ehrlich gesagt am Ende nicht sicher, ob ich das gut oder schlecht finden soll.

Bei achtsamen Handeln geht es nicht um Bewertung, lass das raus,
bzw. bewerte es dann einfach positiv - das ist im Zweifel besser als es negativ zu bewerten, da hast Du mehr von.

Ich finde es zum Beispiel nicht so toll, wenn aus einer Zugfahrt eine Busfahrt wird, weil der Betreiber des Zuges seinen Betrieb einstellt und insolvent geht.

Kannst Du gerne machen, nur was bringt es Dir?
Den meisten Fahrgästen dürfte es schlichtweg völlig egal sein.

Tenor des Artikels ist 'naja'.

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 11. August 2019, 12:02 (vor 98 Tagen) @ Henrik

Du solltest niemandem unterstellen den Text nicht gelesen oder verstanden zu haben, wenn er anschließend nicht Deiner Meinung ist, zu einem anderen Ergebnis kommt. Menschen sind nicht immer durch die Reihe dumm. Die Bahn verdrängt aber gerne das physikalische Gesetz, daß Masse träge ist. Das kann man gut findet oder schlecht. Wenn die Bahn also meint darauf in ihren Betriebsabläufen keine Rücksicht nehmen zu müssen, dann kriegt sie es mit Konsequenzen zu tun, die sie nicht sehen will.

Geht ja im Zug weiter, wenn sich Leute nicht hinsetzen, sondern im Gang stehen, unsicher gucken und damit den Fluss verstopfen. Das tun die aber nicht, weil sie Angst vorm Sitzen haben, sondern weil kaum jemand versteht, was mit "bahn.comfort / ggf. reserviert" gemeint ist oder wenn noch alte Reservierungen aus der Vorleistung über den Plätzen leuchten.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Tenor des Artikels ist ok..

Henrik @, Montag, 12. August 2019, 04:33 (vor 98 Tagen) @ Alibizugpaar

Das ist nicht nett.

Andere als dumm zu bezeichnen, ist nicht der Stil, den ich gerne sähe...

Allerdings sehe ich auch keinen Zusammenhang zwischen Titel und Artikel.

Menschenmassen handeln durchaus dumm - darum geht es hier.

Wenn Du den Zusammenhang nicht erkennst, hast Du wohl den Artikel nicht gelesen,
ein ganzer Absatz bezieht sich darauf.
Den beschriebenen Umstand kennt ein jeder ICE-Fahrgast.

Du solltest niemandem unterstellen den Text nicht gelesen oder verstanden zu haben, wenn er anschließend nicht Deiner Meinung ist, zu einem anderen Ergebnis kommt.

Er schreibt, er sehe "keinen Zusammenhang zwischen Titel und Artikel" - das obgleich ein ganzer Tipp, ein kompletter Absatz sich direkt mit der These der Überschrift befasst.

Da geht es also nicht um Meinung, sondern rein um Textverständnis.
Dass der Autor (J-C) womöglich den ganzen Artikel gar nicht gelesen hat, liegt sehr nahe.


Das ist eine ....m.E. Unsitte, die Du auch an einigen anderen Threads hier immer wieder feststellen kannst.
Benutzer beziehen sich rein darauf, was hier zu lesen ist, sei es einfach nur die Überschrift (Kritik hier an der gewählten Überschrift finde ich total legitim!) oder die zitierten Abschnitte.

Ich finde diesen Artikel sehr interessant, daher habe ich einen Hinweis darauf gegeben,
ein Vollzitat ist nicht zulässig, von daher habe ich nur Ausschnitte zitiert (m.E. sogar ein wenig zuviel).
Auch bei dem vorherigen ZEIT-Artikel hatte ich den Eindruck, dass einige Benutzer den Artikel gar nicht gelesen hatten, sondern lediglich Bezug nahmen auf die Überschrift & die verwendeten Zitate. Naja nun, es ist bei einigen total offensichtlich, dass sie den Artikel gar nicht gelesen haben.
Es gab da jüngst auch diesen Thread hinsichtlich Eurostar&No-Deal-Brexit mit Verlinkung auf Artikel mit Bezahlschranke.
Es entstand große Diskussion, aber keiner hat sich die "Mühe" gemacht, die Artikel zu lesen bzw. zu googlen, offensichtlich nicht.
Kann man sich gewiss drüber unterhalten, ob mein oben gewähltes Wort "Unsitte" passend ist - geschenkt, es sollte klar sein, was ich meine. Zumindest geht es da nicht um unterschiedliche Meinungen.
Frag mal den Autor J-C nach seinen ICE-Erfahrungen mit Ehefrau und zwei Kindern..

Wohlgemerkt,
es handelt sich hier um ein Forum - mehr nicht.
Ich gewichte das Mitteilen eines solchen Artikels für deutlich höher als das was die Forumsteilnehmer dann daraus machen.
Ich teile auch die Kritik nicht, wenn Benutzer moonglum vorgeworfen wird,
seine geteilte Links nicht mit eigener Meinung zu garnieren.
Aussagekräftige Zitate o.ä. sollten m.E. schon dabei sein.

Menschen sind nicht immer durch die Reihe dumm.

Individuen ganz gewiss nicht, Massen durchaus - darum geht es hier.

Die Bahn verdrängt aber gerne das physikalische Gesetz, daß Masse träge ist. Das kann man gut findet oder schlecht. Wenn die Bahn also meint darauf in ihren Betriebsabläufen keine Rücksicht nehmen zu müssen, dann kriegt sie es mit Konsequenzen zu tun, die sie nicht sehen will.

Sie verdrängt es ganz gewiss nicht,
aber der Artikel befasst sich nicht darum, was die Bahn besser machen könnte oder sollte,
sondern versucht Familien-Urlaubsreisenden Tipps zu geben, die Bahnreise angenehmer zu gestalten.
Das mag der Vorautor hier nicht verstanden haben, der Verdacht liegt nahe, klar.

Geht ja im Zug weiter, wenn sich Leute nicht hinsetzen, sondern im Gang stehen, unsicher gucken und damit den Fluss verstopfen. Das tun die aber nicht, weil sie Angst vorm Sitzen haben, sondern weil kaum jemand versteht, was mit "bahn.comfort / ggf. reserviert" gemeint ist oder wenn noch alte Reservierungen aus der Vorleistung über den Plätzen leuchten.

und bei gegebenen Umständen liegt das nicht im entferntesten im Rahmen Deines Horizontes, dieses als dumm zu bezeichnen? (ferndavon ab, dass dieses nicht im Artikel geschehen ist)

Dieses widerfährt mir so oft.. vor mir stehen Leute und gucken auf die Reservierungen. Vor ihnen ist Platz, ich will weiter gehen, weiß ich ganz genau.
Da bleibe ich doch nicht stehen, sondern bitte ich diese, mich mal eben vorbei zu lassen - das geschieht und gut ist.
Das ist nun kein Thema für eine 4-köpfige Familie, insofern fand ein solcher Tipp nicht in diesen Artikel.

Tenor des Artikels ist nicht nett.

worfie, Sonntag, 11. August 2019, 13:07 (vor 98 Tagen) @ Henrik

Das ist nicht nett.

Andere als dumm zu bezeichnen, ist nicht der Stil, den ich gerne sähe...

Allerdings sehe ich auch keinen Zusammenhang zwischen Titel und Artikel.


Menschenmassen handeln durchaus dumm - darum geht es hier.

Das Menschenmassen "dumm" handeln, steht außer Frage. Da ist man dann schnell wieder beim Herdenprinzip.

Trotzdem finde ich diesen Artikel komisch. Auf einer Art abwertend und herablassend und auf einer anderen Tag völlig realitätsfremd.
Mal sehen, der Autor stellt also einen Kunden der eine Leistung bucht und dann erwartet, die angebotene Leistung in Anspruch zu nehmen als dumm da ("wer so bucht, muss es nicht wundern") und gibt dann anderseits wieder völlig asoziale Reisetipps (Reservieren Sie halt 4 Plätze, wenn Sie nur zu zweit unterwegs sind. Kostet genau soviel und ob andere Fahrgäste noch einen Platz reservieren können ist eh egal, Hauptsache SIE haben einen Platz) um dann mit großen Schleimereien wie eine perfekte Marketing-Masche der Bahn sämtliche Mangel- und Nichtleistungen als besonderes Event zu verkaufen. Warten Sie halt 60 Minuten. Und nicht aufregen. Geht bestimmt auch in anderen Branchen so: Wenn man Pizza bestellt und der Kurier nicht kommt und man erst nach dem 5x anrufen erfährt, dass man die für sofort bestellte und bezahlte Pizza dann "vielleicht übermorgen" geliefert bekommt, nicht aufregen. Wenn man nach einem Unfall im Krankenhaus auf eine Not-OP wartet und die Krankenschwester kommt und sagt, "ja, der Arzt der kommt in 60 Minuten, aber das ist ja nichts.", nicht aufregen. Und was, wenn mal das eigene Haus in Flammen steht? Macht nichts, die Feuerwehr kommt ja in 60 Minuten. Wie, dann ist das Haus abgebrannt? Ist doch super! Erstmal befreit es ungemein, nicht mehr so vielen materiellen Besitz verwalten zu müssen und die Kinder können unter dem freien Himmel im Zelt campen. Was will man mehr?


Aber im Ernst: Die Hälfte dieser Tipps dort sind komisch und der Rest des Artikels auch. Wenn ich irgendwo Verspätung habe aus Gründen, die unter "doof, aber ist halt so" fallen, dann habe ich dafür Verständnis. Wenn es aber wie in Deutschland heißt "Liebe Fahrgäste, Ihr bezahlter und reservierter Zug fährt heute nicht, weil wir keine Lust haben ausreichend Lokführer zu bezahlen fährt heute nicht. Es könnte ein Ersatzzug fahren, aber weil wir gerade keine Techniker haben, fährt der nicht. Sie können gerne 2 Stunden später mit dem nächsten Zug fahren. Der ist aber voll ausgebucht, aber wenn Sie Glück haben, werden Sie nicht von der Polizei oder unseren Security-Bullen aus dem Zug getragen und dürfen mitfahren. Weil wir super korrekt und kulant sind, erstatten wir Ihnen aber die Sitzplatzreservierung. Achja, weil wir auch keine Lust haben Reinigungspersonal zu bezahlen, die die WCs leeren und Ihr Kunden zu blöde seid, um die WCs richtig zu benutzen, sind im nächsten Zug alle WCs defekt. Wer unterwegs Pipi machen will, sollte sich jetzt eine Plastikflasche besorgen.", ja, dann ist dafür mein Verständnis ziemlich irgendwo am unteren Limit.

Hab ich erfolgreich gemacht ...

Blaschke, Osnabrück, Samstag, 10. August 2019, 23:22 (vor 99 Tagen) @ Henrik

Huhu.

Mitte November wird wohl die Rollbahn bei Osnabrück unterbrochen - eine neue Brücke muss eingeschoben werden.

In ihren Zughinweisen weist die DB auch schon darauf hin. Trotzdem verkauft sie munter Fahrscheine für die betroffenen Züge - ganz so, als führen sie planmäßig.

Gefällt mir, da wird der knebelnde Zugbindungsfahrschein quasi direkt beim Kauf schon zum 'freie Zugwahl für freie Bürger"-Ticket!

Obwohl, das ist gar nicht doof von die das Bahn, sondern so hält sie einen Verrückten wie mich bei der Stange. Indem ich denke, meine Güte sind die doof - und jetzt haben sie bei die Bahn 16 Euro und 40 Cent mehr in der Kasse. Bzw das zweimal - zurück muss ich ja auch. Bin ich wohl doof; Geld wieder ausgegeben ... Als ob ich nicht schon genug Zug fahre ...

Was übrigens auch doof ist: der Mäcches in Herford am Bahnhof macht um 23h dicht. Also dass das hier keine Weltstadt ist, okay, das war mir klar - aber Samstag um 23h zu ... au backe.

Und das, wo heute nachmittag in Bestwig am Bahnhof die Frau Bäckereifachverkäuferin ihren Stall um 16.20h verriegelt und verrammelt hatte, obwohl laut Aushang bis 17h geöffnet sein sollte, worauf ich mich vor der Busfahrt zu Fort Fun verließ. Und dann nach Rückkehr in die Röhre schaute. Voll doof. Und die herrliche 16-Std-Buszähltour geht auch zu Ende gleich. Auch voll doof. Morgen nur die S-Bahn Hannover ... So, auf zum Bahnsteig, genug geschrieben. Auch voll doo.., äh nee, ein Segen. Endlich Schluß mit dem sinnfreien Geschreibsel.

Schöne Grüße von jörg

--
"Wenn Sie für die Eisenbahn arbeiten, dann sind Sie immer auf der Seite der Guten!"

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (07.05.2019)

Na bitte! ;-)

Zum SSP-Flex

Hansjörg, Samstag, 10. August 2019, 23:50 (vor 99 Tagen) @ Blaschke

Ich bekomme es gerade nicht mehr zusammen, aber angeblich existieren von der DB schon SSP Tickets wo die Warnung der Webseite auch auf das Online Ticket gedruckt ist. Hat das schonmal jemand gesehen? Rein rechtlich sollte es ja trotzdem ein Full Flex Ticket werden. Die Frage ist der Sinn hinter dem Hinweis auf dem Fahrschein. Wahrscheinlich für unwissende Kunden?

Ist doch ein netter Service!

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Sonntag, 11. August 2019, 00:03 (vor 99 Tagen) @ Hansjörg
bearbeitet von J-C, Sonntag, 11. August 2019, 00:04

Man weist den Kunden extra darauf hin, dass er soeben einen Flexpreis-Fahrschein zum Preis eines Super-Sparpreises erworben hat. Ist doch nett ;-)

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Ist doch ein netter Service!/ Achtung im RZ

Hansjörg, Sonntag, 11. August 2019, 00:28 (vor 99 Tagen) @ J-C

Man weist den Kunden extra darauf hin, dass er soeben einen Flexpreis-Fahrschein zum Preis eines Super-Sparpreises erworben hat. Ist doch nett ;-)

Es kann natürlich sein das so die FGR Erstattungen bei Verspätung ab 60 Minuten umgangen werden sollen. Nach dem Motto: "Sie wussten ja es klappt nicht. "

Ist doch ein netter Service!/ Achtung im RZ

Henrik @, Sonntag, 11. August 2019, 04:04 (vor 99 Tagen) @ Hansjörg

Ich bekomme es gerade nicht mehr zusammen, aber angeblich existieren von der DB schon SSP Tickets wo die Warnung der Webseite auch auf das Online Ticket gedruckt ist. Hat das schonmal jemand gesehen? Rein rechtlich sollte es ja trotzdem ein Full Flex Ticket werden. Die Frage ist der Sinn hinter dem Hinweis auf dem Fahrschein. Wahrscheinlich für unwissende Kunden?

Man weist den Kunden extra darauf hin, dass er soeben einen Flexpreis-Fahrschein zum Preis eines Super-Sparpreises erworben hat. Ist doch nett ;-)

Es kann natürlich sein, dass so die FGR Erstattungen bei Verspätung ab 60 Minuten umgangen werden sollen. Nach dem Motto: "Sie wussten ja es klappt nicht. "

wird ja nicht umgangen, der Anspruch besteht ggf. ja weiterhin.
Insofern ist es ein Hinweis.

Habe diesen Hinweis jüngst gesehen auf meinem Ticket - das war ein Flexpreis-Ticket.
Insofern vermute ich, dass es unabhängig von der Ticketart geschieht.

Dein Überschrift-Zusatz macht keinen Sinn.

Zum SSP-Flex

keksi @, Sonntag, 11. August 2019, 06:17 (vor 99 Tagen) @ Hansjörg

Ich bekomme es gerade nicht mehr zusammen, aber angeblich existieren von der DB schon SSP Tickets wo die Warnung der Webseite auch auf das Online Ticket gedruckt ist. Hat das schonmal jemand gesehen? Rein rechtlich sollte es ja trotzdem ein Full Flex Ticket werden. Die Frage ist der Sinn hinter dem Hinweis auf dem Fahrschein. Wahrscheinlich für unwissende Kunden?

Sowas steht natürlich NICHT auf dem Ticket. Aber hier sind ja Spekulationen ja wie immer sehr gut vorhanden. Das einzige wo was stehen kann, ist in der Reiseverbindung unten ein Vermerk, das es zu Bauarbeiten kommen kann. Mehr nicht. Da der Fahrplan aber eh nur Beiwerk ist, ist das nur ne Information und nicht rechtsverbindlich...

Also viel Spaß weiter beim angeblich existieren...

Zum SSP-Flex

brandenburger, Perleberg, Sonntag, 11. August 2019, 15:48 (vor 98 Tagen) @ Hansjörg

Ich bekomme es gerade nicht mehr zusammen, aber angeblich existieren von der DB schon SSP Tickets wo die Warnung der Webseite auch auf das Online Ticket gedruckt ist. Hat das schonmal jemand gesehen? Rein rechtlich sollte es ja trotzdem ein Full Flex Ticket werden. Die Frage ist der Sinn hinter dem Hinweis auf dem Fahrschein. Wahrscheinlich für unwissende Kunden?

Finde ich schon freundlich. Nützlich insbesondere für Leute, die auf jeden Fall pünktlich ankommen müssen, einzuplanen eventuell früher losfahren zu müssen.

ZEIT: Planen Sie mit der Dummheit der anderen!

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 11. August 2019, 02:27 (vor 99 Tagen) @ Henrik

Und jetzt noch ein paar Zeilen bitte, wenn am Freitagmittag in Mannheim der ICE/ICE-Anschluss flöten geht und etwa 200 Reisende nach München den bereits ausgebuchten Folgetakt 60 Minuten später nehmen sollen. Gilt dann auch "kaufen sie sich im Bahnhof doch mal entspannt eine neue Hose" - und fertig?

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Lachnummer ITF

Blaschke, Osnabrück, Sonntag, 11. August 2019, 08:59 (vor 99 Tagen) @ Alibizugpaar

Huhu.

Und jetzt noch ein paar Zeilen bitte, wenn am Freitagmittag in Mannheim der ICE/ICE-Anschluss flöten geht und etwa 200 Reisende nach München den bereits ausgebuchten Folgetakt 60 Minuten später nehmen sollen. Gilt dann auch "kaufen sie sich im Bahnhof doch mal entspannt eine neue Hose" - und fertig?

Wer meint, Freitagmittags (oder zu allen anderen Zeitpunkten auch) in Mannheim den ICE-Anschluß erreichen zu wollen, dem muß man Naivität und Weltfremdheit attestieren. Und wer sich da aufregt, der muss einfach wegbleiben. Dieser ganze ITF-Wahn ist einfach nur ein Lacher. Sonst nichts.

Nicht mal Sonntagmorgens besteht hier grad die Chance, pünktlich nach Haste zu kommen. Über Bremen mit IC 2020 klappt nicht, weil der was um plus 25 hat. Und die direkte WFB zuckelt mit + 10 durch's Land ...

Statt zu arbeiten, frühstücke ich jetzt erstmal gemütlich.


Schöne Grüße von jörg

--
"Wenn Sie für die Eisenbahn arbeiten, dann sind Sie immer auf der Seite der Guten!"

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (07.05.2019)

Na bitte! ;-)

Lachnummer ITF

ITF, Sonntag, 11. August 2019, 09:49 (vor 99 Tagen) @ Blaschke

Huhu.

Und jetzt noch ein paar Zeilen bitte, wenn am Freitagmittag in Mannheim der ICE/ICE-Anschluss flöten geht und etwa 200 Reisende nach München den bereits ausgebuchten Folgetakt 60 Minuten später nehmen sollen. Gilt dann auch "kaufen sie sich im Bahnhof doch mal entspannt eine neue Hose" - und fertig?


Wer meint, Freitagmittags (oder zu allen anderen Zeitpunkten auch) in Mannheim den ICE-Anschluß erreichen zu wollen, dem muß man Naivität und Weltfremdheit attestieren. Und wer sich da aufregt, der muss einfach wegbleiben. Dieser ganze ITF-Wahn ist einfach nur ein Lacher. Sonst nichts.

Dann sollten wir es vielleicht wie früher in Spanien machen. Verkauft werden nur noch umsteigefreie Direktverbindungen. Anschlussverluste gibt es dann keine mehr. Wer im Nachlauf mit dem Nahverkehr weiter will, braucht eine extra Karte.
Wäre ein tolles Konzept und völlig ohne ITF-Wahnsinn.

P.s.: Fällt dir gar nicht auf was für einen völligen Schwachsinn du immer mit deinen Tiraden gegen den Taktfahrplan von dir gibts....?

Lachnummer ITF

Blaschke, Osnabrück, Sonntag, 11. August 2019, 10:21 (vor 99 Tagen) @ ITF

Tach.

P.s.: Fällt dir gar nicht auf was für einen völligen Schwachsinn du immer mit deinen Tiraden gegen den Taktfahrplan von dir gibts....?

Fällt euch ITF-Freaks eigentlich mal auf, wieviel Fahrgäste durch unsichere und verpaßte Anschlüsse vergrault und abgeschreckt werden?

Schöne Grüße von jörg

--
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Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (07.05.2019)

Na bitte! ;-)

Lachnummer ITF

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Sonntag, 11. August 2019, 11:27 (vor 99 Tagen) @ Blaschke

Dann macht man die Anschlüsse halt sicher, anstatt die Unzuverlässigkeit zum Normalzustand zu erklären!

--
[image]

... genau, so einfach isses ...

Blaschke, Osnabrück, Sonntag, 11. August 2019, 12:34 (vor 98 Tagen) @ J-C

Huhu.

Dann macht man die Anschlüsse halt sicher, anstatt die Unzuverlässigkeit zum Normalzustand zu erklären!

Dann mach mal ... Aber nicht vergessen: Deutschland ist 'etwas' größer und vor allem deutlich vernetzter als das kleine Österreich oder die kleine Schweiz ...

Und wieviele Jahre schon höre ich das "wir müssen besser werden".

Schöne Grüße von jörg

--
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Na bitte! ;-)

... genau, so einfach isses ...

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 11. August 2019, 15:16 (vor 98 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von Alibizugpaar, Sonntag, 11. August 2019, 15:18

Die Bahn stolpert aber auch zu oft über ihre eigenen Beine. Wenn eine 101 morgens sehenden Auges ans falsche Ende ihres IC-Wendezuges geleitet wird, dann liegt es in der Verzettelung der DB und nicht an der Größe Deutschlands. Damit geht es schon los, daß ein Fernzug morgens noch vor Sonnenaufgang bereits verspätet ist und Anschlüsse weg sind.

Ich verlinke es gerne noch einmal, weil es so typisch DB ist. Ein Fall stellvertretend für 1.000 andere. Und es hat nicht mit der Größe Deutschlands zu tun. Es ist eher zum Tränen lachen. Es fängt im klein-klein an. Die Bahn steht morgens viel zu oft mit dem falschen Bein auf...

http://www.ice-treff.de/index.php?id=563789

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

... genau, so einfach isses ...

Aphex Twin, Sonntag, 11. August 2019, 15:47 (vor 98 Tagen) @ Alibizugpaar

Die Bahn stolpert aber auch zu oft über ihre eigenen Beine. Wenn eine 101 morgens sehenden Auges ans falsche Ende ihres IC-Wendezuges geleitet wird, dann liegt es in der Verzettelung der DB und nicht an der Größe Deutschlands. Damit geht es schon los, daß ein Fernzug morgens noch vor Sonnenaufgang bereits verspätet ist und Anschlüsse weg sind.

Ich verlinke es gerne noch einmal, weil es so typisch DB ist. Ein Fall stellvertretend für 1.000 andere. Und es hat nicht mit der Größe Deutschlands zu tun. Es ist eher zum Tränen lachen. Es fängt im klein-klein an. Die Bahn steht morgens viel zu oft mit dem falschen Bein auf...

Ein anderes Beispiel ist ein Lokführer der sich weigert auf einer alten Lok auf einer kurvigen Strecke zu fahren da er dort zu sehr herumgeschleudert würde was seine Rückenprobleme verschärfen würde. Folge: Es muss eine neuere Lok herbeigeführt werden, Anfangsverspätung 50 Minuten.

Ein modernerer Fuhrpark hätte dies verhindern können. Genauso aber auch eine vorausschauende Einsatzplanung die den Lokführer rechtzeitig anfragt ob er bereit ist mit dieser Lok auf dieser Strecke zu fahren. Möglicherweise auch ein Lokführer der seine Rückenprobleme mit genügend Vorlauf 'anmeldet'.

... genau, so einfach isses ...

Lumi25, Sonntag, 11. August 2019, 15:58 (vor 98 Tagen) @ Aphex Twin

Die stellen dem Tf. auch schon mal Loks hin worauf dieser keine Einweisung hatte. Hab das mal persönlich erlebt und der Tf. hat sich geweigert die Lok auch nur einen Meter zu bewegen.

... genau, so einfach isses ...

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Sonntag, 11. August 2019, 15:51 (vor 98 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von J-C, Sonntag, 11. August 2019, 15:53

Wenn man eine einigermaßen flüssige Betriebsführung hinkriegt, ist die Größe des Systems irrelevant, wenn man will, kann man auch in großem Ausmaße das System funktionieren lassen. Wer von Zürich nach Wien zum Beispiel im Railjet fährt, der sieht, dass man auch auf langen Strecken durchaus funktionierende ITF-Knoten und Taktfahrpläne etablieren kann, wo man eben mit schlanken Anschlüssen flink von A nach B kommt. Das ist kein Hexenwerk.

Das auf größere Länder skalieren, ist ebenso kein Hexenwerk, sofern die Rahmenbedingungen stimmen und der Wille da ist. Ich weiß, du lebst in einem Land, wo ein bekannter Sozialdemokrat mal sagte "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen." - in dem Land, wo ich seit 3 Jahren studiere, hat ein Sozialdemokrat mal gesagt "Wer keine Visonen hat, der braucht einen Arzt." - ich werde den Eindruck nicht los, dass das durchaus auch einen Unterschied zwischen Deutschland und Österreich zeigen kann...

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[image]

... genau, so einfach isses ...

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 11. August 2019, 16:37 (vor 98 Tagen) @ J-C

"Wenn man eine einigermaßen flüssige Betriebsführung hinkriegt, ist die Größe des Systems irrelevant, wenn man will, kann man auch in großem Ausmaße das System funktionieren lassen."

Definitely yes!

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Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Netz ...

Blaschke, Osnabrück, Sonntag, 11. August 2019, 17:27 (vor 98 Tagen) @ J-C

Hey.

Wenn man eine einigermaßen flüssige Betriebsführung hinkriegt, ist die Größe des Systems irrelevant, wenn man will, kann man auch in großem Ausmaße das System funktionieren lassen. Wer von Zürich nach Wien zum Beispiel im Railjet fährt, der sieht, dass man auch auf langen Strecken durchaus funktionierende ITF-Knoten und Taktfahrpläne etablieren kann, wo man eben mit schlanken Anschlüssen flink von A nach B kommt. Das ist kein Hexenwerk. Das auf größere Länder skalieren, ist ebenso kein Hexenwerk, sofern die Rahmenbedingungen stimmen und der Wille da ist.


Zürich Wien ist im Prinzip ein langes Band, wo hin und wieder mal ein Ast abzweigt, der dann aber meist nach wenigen weiteren Verästelungen endet. In Deutschland gibt es deutlich mehr Verästelungen, die dann aber im weiteren Verlauf oft aufeinander treffen und sich gegenseitig bedingen. Verspätungen werden von einem Ast auf den nächsten übertragen und rollen so wieder zurück bzw ziehen sich durch.

Wenn du in Schweiz in Luzern raus bist südwärts und das große Chaos ginge los, dann liefe das wie ein Welle längs nach Italien, hätte aber null Auswirkungen nach St Gallen oder Bern. Mangels Querverbindungen. Die es in Deutschland massig gibt. Deswegen ist das so einfach dahergesagte eben nur mit exorbitantem Aufwand zu lösen.


Schöne Grüße von jörg

--
"Wenn Sie für die Eisenbahn arbeiten, dann sind Sie immer auf der Seite der Guten!"

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (07.05.2019)

Na bitte! ;-)

+1

RenateMD @, Sonntag, 11. August 2019, 13:03 (vor 98 Tagen) @ Blaschke

- kein Text -

Lachnummer ITF

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 11. August 2019, 15:00 (vor 98 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von Alibizugpaar, Sonntag, 11. August 2019, 15:02

Hi!

Zum Problem gehört auch, mit welcher zweifelhaften Materialgüte bzw mit welchem zerfledderten Baureihen-Fuhrpark der ITF gefahren wird. Es passt doch nichts zum anderen. Selbst wenn der ICE 123 pünktlich am Startbahnhof bereitgestellt wird, der zweite Zugteil aber fehlt, dann sammelt er mit jeder weiteren Station seine Verspätungsminuten in einem ITF genau so wie er es in einem nachfragegerechten Fahrplan verlässlich tun würde. Auch da fände die Geduld eines Anschlußzuges ihr Ende und er wäre fort.

Es ist leider so, daß der Disponent hilflos mit den Schultern zucken muß, wenn er einen zweiten 403 sucht, auf dem Hof aber nur je einen 401, 407, 412 und 415 stehen hat, die er weder mit dem 403 kuppeln noch über die NBS Köln-Frankfurt jagen lassen kann. Und -um Himmels Willen- wegen der Unmöglichkeit Platzreservierungen in einen Ersatzzug zu übernehmen brauchen wir nicht einmal beginnen nachzudenken. Kämen nur Kopfschmerzen bei rum. Auch innen in den ICE passt doch nichts zum anderen.

Wenn ich das Flottenmanagement der DB Fernverkehr sehe, dann kommt es mir im Rückblick immer öfter wie ein achtes Weltwunder vor, daß die Stadtwerke Göttingen in den 80er Jahren einen sauberen, artreinen Fuhrpark ausschließlich mit MB O305(G) vorweisen konnten. Eine mit diesen Verkehren betraute DB hätte 90 Wagen zehn unterschiedlicher Fabrikate gehabt. Aus Prinzip! Nicht, daß es Auswirkungen auf Platzreservierungen im Stadtbus gehabt hätte (zwinker), aber die Werkstatt und ihr Ersatzteillager hätte es sehr wohl betroffen.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
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+1

flierfy, Montag, 12. August 2019, 00:47 (vor 98 Tagen) @ Alibizugpaar

- kein Text -

+1

Aphex Twin, Sonntag, 11. August 2019, 11:07 (vor 99 Tagen) @ ITF

- kein Text -

Lachnummer ITF

Lumi25, Sonntag, 11. August 2019, 16:12 (vor 98 Tagen) @ ITF

Der ITF funktioniert aber eben nicht. Das sieht man schon daran, dass verschiedene EVU nicht gewillt sind auf Anschlüsse zu warten. Und nicht überall in Deutschland herrscht ein 30 Minuten-Takt. Wenn man also kurze Anschlüsse hat und verpasst diese steht man u.U. mitten in der Pampa bei eisigen Temperaturen und darf 60-120 Minuten warten.

Die Übergänge auf den örtlichen ÖPNV mit Bussen sind meist noch katastrophaler.

Ich fahre lieber mit dem RE 12 von Köln nach Trier warte dort 50-60 Minuten und anschließend weiter nach Luxembourg als mit dem RE 22 von Köln nach Trier zu fahren mit Kurzanschluss. Wenn man Pech hat verendet der RE 22 einfach in Speicher oder Auw an der Kyll aufgrund von Verspätungen und man darf dann 1 Stunde auf den nächsten warten und muss dann auch noch hoffen, dass dieser Pünktlich ist, da der Kurzanschluss in Trier Hbf sonst nicht funktioniert. Unter Umständen wenn man viel Pech hat kann man also 2 Stunden mehr einplanen.

Lachnummer ITF

Aphex Twin, Sonntag, 11. August 2019, 11:14 (vor 99 Tagen) @ Blaschke

Wer meint, Freitagmittags (oder zu allen anderen Zeitpunkten auch) in Mannheim den ICE-Anschluß erreichen zu wollen, dem muß man Naivität und Weltfremdheit attestieren. Und wer sich da aufregt, der muss einfach wegbleiben. Dieser ganze ITF-Wahn ist einfach nur ein Lacher. Sonst nichts.

Ja, genau, Deutsche sind anscheinend genetisch unfähig Züge pünktlich fahren zu lassen und wir sollten daher jede Hoffnung auf (und Anstrengung zur) Besserung lieber sein lassen.

Oder Bahn abschaffen

ktmb @, iOS, Sonntag, 11. August 2019, 11:16 (vor 99 Tagen) @ Aphex Twin

Dann wäre alles wieder pünktlich.

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Eines nach dem anderen

MC_Hans @, 8001376, Sonntag, 11. August 2019, 11:27 (vor 99 Tagen) @ ktmb
bearbeitet von MC_Hans, Sonntag, 11. August 2019, 11:28

Es würde vorerst genügen, diese unliebsamen Fahrgäste von der Beförderung auszuschließen.

*facepalm*

Mindestumsteigezeiten rauf

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 11. August 2019, 12:32 (vor 98 Tagen) @ MC_Hans
bearbeitet von Alibizugpaar, Sonntag, 11. August 2019, 12:32

MUZ je nach (nachfragestarkem) Reisetag raufsetzen:

60 Minuten = Normalzustand
90 Minuten = Fr/So
120 Minuten = rund um Brücken- und Feiertage

Plus weitere* Zeitzuschläge von 30 oder 60 Minuten, wenn DB-Fernverkehr wieder von einem anhaltenden akuten* Fahrzeugmangel gebeutelt wird.


* in diesen Fällen gibt es zu bereits verkauften Fahrkarten dann Rabattgutscheine '3% auf ihren nächsten Hosenkauf im Bahnhof'

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Keine Sorge ...

Blaschke, Osnabrück, Sonntag, 11. August 2019, 12:45 (vor 98 Tagen) @ MC_Hans

Tach.

Es würde vorerst genügen, diese unliebsamen Fahrgäste von der Beförderung auszuschließen.

*facepalm*

Kein Sorge, die bleiben schon von selbst weg ...

Ich weiß, die Fahrgastzahlen steigen. Allerdings in überschaubarem Rahmen. Um wieviel mehr ließen die sich steigern, hätte man nicht die Infrastruktur ITF-gerecht kastriert und würde man neben den reinen Linien Platz und Fahrzeuge haben für Einzelläufe, Linientauscher etc.

Aber es ist okay, so wie die Schweiz toll ist, ist der ITF allein glückseligmachend und DIE Lösung für die Eisenbahn. Von Ahlhorn kommt man nie direkt nach Bremen und der Umstieg, nicht mal bahnsteiggleich, klappt oft nicht - egal.


Schöne Grüße von jörg

--
"Wenn Sie für die Eisenbahn arbeiten, dann sind Sie immer auf der Seite der Guten!"

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (07.05.2019)

Na bitte! ;-)

Ich sehe oft gut gefüllte Züge.

MC_Hans @, 8001376, Sonntag, 11. August 2019, 13:19 (vor 98 Tagen) @ Blaschke

Kein Sorge, die bleiben schon von selbst weg ...

Und allein hier im Treff gibt es doch offenbar noch einige Resistente: "wie komme ich von A nach B", "Klappt der Anschluss soundso", "Reiseberichte" mit sagenumwobenen Zügen; naja die Fotos sind meistens von außen...

Von Ahlhorn kommt man nie direkt nach Bremen und der Umstieg, nicht mal bahnsteiggleich, klappt oft nicht - egal.

Verweist Du selbst nicht immer Deine Fahrgäste an die LNVG? Was sagen die denn zu dem Missstand? Also ich wüsste jetzt nicht, wo da der ITF die Schuld trägt. Wenn relevante Fahrgastströme Verkehre über die Hemmelsberger Kurve rechtfertigen, dann nur zu.

Hier im Rhein-Main-Gebiet hat man irgendwann herausgefunden, dass die Odenwald-Pendler nicht nur nach Darmstadt, sondern auch nach Frankfurt wollen. Zunächst fehlte für die Direktverbindung nur eine Weiche Darmstadt-Nord (das Gleis lag schon). Seitdem die Weiche eingebaut und die Durchbindungen eingeführt wurden, stiegen die Fahrgastzahlen im Odenwaldnetz um 50%. Die Pendlerzüge von und nach Frankfurt sind z.T. brechend voll.

Schöne Grüße von jörg

Und ebenso schöne Grüße zurück!

Ich auch. Aber das könnte noch mehr sein ...

Blaschke, Osnabrück, Sonntag, 11. August 2019, 14:03 (vor 98 Tagen) @ MC_Hans

Huhu.

Kein Sorge, die bleiben schon von selbst weg ...

Und allein hier im Treff gibt es doch offenbar noch einige Resistente: "wie komme ich von A nach B", "Klappt der Anschluss soundso", "Reiseberichte" mit sagenumwobenen Zügen; naja die Fotos sind meistens von außen...

Was habe ich denn geschrieben ... Wo habe ich negiert, dass die Züge voller geworden sind? Ich gehe aber weiter. Und sage: das ist schön, aber das reicht nicht!!!!

Von Ahlhorn kommt man nie direkt nach Bremen und der Umstieg, nicht mal bahnsteiggleich, klappt oft nicht - egal.

Verweist Du selbst nicht immer Deine Fahrgäste an die LNVG? Was sagen die denn zu dem Missstand? Also ich wüsste jetzt nicht, wo da der ITF die Schuld trägt. Wenn relevante Fahrgastströme Verkehre über die Hemmelsberger Kurve rechtfertigen, dann nur zu.

Genau da liegt ja der Hase im Pfeffer.

Die entsprechenden Fahrgäste tauchen ja in keiner Statistik und bei keiner Beschwerde mehr auf - WEIL SIE GAR NICHT ERST BZW NICHT MEHR DA SIND!

Schöne Grüße von jörg

--
"Wenn Sie für die Eisenbahn arbeiten, dann sind Sie immer auf der Seite der Guten!"

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (07.05.2019)

Na bitte! ;-)

Ich auch. Aber das könnte noch mehr sein.

MC_Hans @, 8001376, Sonntag, 11. August 2019, 16:31 (vor 98 Tagen) @ Blaschke

Was habe ich denn geschrieben ... Wo habe ich negiert, dass die Züge voller geworden sind? Ich gehe aber weiter. Und sage: das ist schön, aber das reicht nicht!!!!

Ah okey das habe ich jetzt auch verstanden, hehe.

Genau da liegt ja der Hase im Pfeffer.

Die entsprechenden Fahrgäste tauchen ja in keiner Statistik und bei keiner Beschwerde mehr auf - WEIL SIE GAR NICHT ERST BZW NICHT MEHR DA SIND!

Hier dagegen helfen mir auch die Großbuchstaben nicht beim Verständnis. Woher weißt Du, dass ein Bedarf herrscht? Sitzen da hunderte zuhause und schmollen, dass sie in Oldenburg ihren Anschluss verpassen würden?

Wenn Anschlussbrüche ein Problem des ITF sind, dann sollte das System robuster gestaltet werden (EVU, EIU). Wenn Bedarfe nicht oder falsch bedient werden, sollte der Besteller aktiv werden.

Wenn Autofahren zu billig ist,... ich schweife ab :-)

ITF Schweiz - Hektik pur

Alter Köpenicker @, BSPF, Sonntag, 11. August 2019, 17:07 (vor 98 Tagen) @ Blaschke

Aber es ist okay, so wie die Schweiz toll ist, ist der ITF allein glückseligmachend und DIE Lösung für die Eisenbahn.

Also so toll find ich diesen ITF in der Schweiz gar nicht. Durch die viel zu knapp bemessenen Umsteigezeiten ist das immer ganz schön stressig, erst recht, wenn man noch Gepäck dabei hat. Letztens kam ich in Zürich mit fünf Minuten Verspätung an und hatte dadurch nur noch zwei Minuten zum Umsteigen - von Gleis 14 nach Gleis 34, ein ortsunkundiger hätte sicherlich das Nachsehen gehabt. So gerne ich auch in der Schweiz Zug fahre, das Umsteigen ist immer sehr nervig.

ITF Schweiz - Hektik pur

Aphex Twin, Sonntag, 11. August 2019, 22:49 (vor 98 Tagen) @ Alter Köpenicker

Also so toll find ich diesen ITF in der Schweiz gar nicht. Durch die viel zu knapp bemessenen Umsteigezeiten ist das immer ganz schön stressig, erst recht, wenn man noch Gepäck dabei hat. Letztens kam ich in Zürich mit fünf Minuten Verspätung an und hatte dadurch nur noch zwei Minuten zum Umsteigen - von Gleis 14 nach Gleis 34, ein ortsunkundiger hätte sicherlich das Nachsehen gehabt. So gerne ich auch in der Schweiz Zug fahre, das Umsteigen ist immer sehr nervig.

Und wie lange wäre deine Wartezeit gewesen wenn Du diesen Anschluss verpasst hättest? (Ich persönlich rechne als Wartezeit in einem solchen Fall nur die Zeit bis der nächste Zug eingefahren ist, d.h. wenn er dann fünf Minuten im Bahnhof steht kann ich diese Zeit schon als Zugsitzzeit verbuchen.)

ITF Schweiz - Hektik pur

Alter Köpenicker @, BSPF, Montag, 12. August 2019, 08:02 (vor 98 Tagen) @ Aphex Twin

Und wie lange wäre deine Wartezeit gewesen wenn Du diesen Anschluss verpasst hättest?

Vermutlich 24 Stunden, vielleicht auch nur 16 Stunden.
Freilich hätte der nächste Zug nach St. Gallen nicht lange auf sich warten lassen. Meine Reisekette war jedoch etwas komplex, daher war ich schon bemüht, den Zug noch zu erreichen, um nicht irgendwo zu stranden.

(Ich persönlich rechne als Wartezeit in einem solchen Fall nur die Zeit bis der nächste Zug eingefahren ist, d.h. wenn er dann fünf Minuten im Bahnhof steht kann ich diese Zeit schon als Zugsitzzeit verbuchen.)

Ich finde es auch nicht schlimm, 30 oder 60 Minuten auf einem Bahnhof zuzubringen. Wenn es sich um einen Bahnhof wie Zürich HB handelt, gerne auch noch länger. Aber es kommt halt auch auf die Umstände an. Wenn ich nicht unbedingt auf die Verbindung bzw. den Umstieg angewiesen bin, nehme ich gerne auch den nächsten Zug und tue mir das Rudelrennen gar nicht erst an.

Deshalb finde ich auch Umsteigezeiten um die 20 Minuten ideal, da kann man in Ruhe ggf. den Bahnsteig wechseln, braucht nicht zu rennen, kann sich auch noch am Wagenstandsanzeiger informieren und sich ein lauschiges Plätzchen am Bahnsteig suchen. Umsteigezeiten von unter zehn Minuten bedeuten für mich von vornherein Streß und Hektik, erst recht, wenn noch der Bahnsteig gewechselt werden muß und der Zug, mit dem man ankommt, auch noch verspätet ist.

Häufig baue ich in meine Reisekette auch längere Aufenthalte ein, um mir noch ein bißchen die Stadt anzusehen. In Erfurt beispielsweise grundsätzlich eine Stunde, um die dortige Bahnhofsfleischerei heimzusuchen.

ITF Schweiz - Hektik pur

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Montag, 12. August 2019, 11:06 (vor 98 Tagen) @ Alter Köpenicker
bearbeitet von J-C, Montag, 12. August 2019, 11:08

Ich bin eigentlich schlanke Umstiege gewohnt. Wir sollten nicht von Verspätungen als Normalzustand ausgehen. Gerade im schweizer Binnenverkehr wird man doch normalerweise mit Pünktlichkeit rechnen können (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Sofern man keine Zugbindung hat, hätte ich bei einem Zug, der nur einmal verkehrt, aber sim Vorlauf auch lieber eine Bahn früher genommen.

Auf meiner Reise von Wien in die Schweiz hatte ich einen bahnsteiggleichen Übergang in Innsbruck von 4 Minuten (und weil mein Anschluss dem Bahnsteig wechselt, wechselte auch mein Zug extra auf den geänderten Bahnsteig, ich denke, sowas kann man Service nennen). In Zürich ging's von Gleis 10 auf Gleis 32. Umsteigezeit 12 Minuten. War beides super locker und problemlos. Auf ganzer Reisekette war man völlig pünktlich. Ich kenne ja in Tschechien etwa einen Umstieg zwischen 2 internationalen EuroCitys mit einer Übergangszeit von 3 Minuten. Der Übergang erfolgt normalerweise am selben Bahnsteig, Tatsächlich tendieren die Züge, die nicht aus Wien kommen, dort oft mit Verspätung einzufahren. Trotzdem klappt der Umstieg dort recht oft.

Ich hatte sogar einen Umstieg mit Bahnsteigwechsel dort am selben Bahnsteig mit einer Zeit von 3 Minuten, so eine Verbindung wird tatsächlich so angeboten - vermutlich, weil der Bahnsteig bei der Bahn in Tschechien anscheinend erst kurz vor Ankunft festgelegt wird.

Wenn die Züge pünktlich sind oder eh beide gleich verspätet sind, gehen sich solche Übergänge ganz gut aus.

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Eigentlich ganz chillig

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Sonntag, 11. August 2019, 22:53 (vor 98 Tagen) @ Alter Köpenicker
bearbeitet von J-C, Sonntag, 11. August 2019, 22:57

Dank der recht guten Ausschilderung konnte ich von EuroCity in der Haupthalle relativ zügig auf den Tunnelbahnhof Löwenstraße wechseln. Der Zürcher Hauptbahnhof ist ziemlich gut in der Hinsicht durchdacht. Aber ein Umstieg von 2 Minuten, das wäre sogar bei einem benachbarten Bahnsteig ziemlich knapp gewesen.

Dabei war ich nur sehr selten in Zürich HB - vor meiner Reise in die Schweiz diesen März war das vor über 4 Jahren. Es ist keineswegs so, dass ich den Bahnhof öfters frequentiert hätte und deswegen so gut über das Umsteigen Bescheid wüsste.

Wobei, es war vorteilhaft, dass ich genau direkt am Abgang zur Unterführung ausstieg ^^

In der Schweiz fährt jedoch recht oft was, da verliert man im schlimmsten Fall nicht viel Zeit und kann es entspannt angehen lassen.

Eine Zugbindung wäre da eh aufgehoben, sofern sie überhaupt bestünde ;-)

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Eigentlich ganz chillig

Alter Köpenicker @, BSPF, Montag, 12. August 2019, 08:16 (vor 98 Tagen) @ J-C

Dank der recht guten Ausschilderung konnte ich von EuroCity in der Haupthalle relativ zügig auf den Tunnelbahnhof Löwenstraße wechseln. Der Zürcher Hauptbahnhof ist ziemlich gut in der Hinsicht durchdacht.

Es ist schon recht hilfreich, wenn man weiß, welche Gleise oben und unten sind und wo sich die Abgänge befinden. Jemand der zum ersten Mal dort ankommt, womöglich auch noch im letzten Wagen hätte sicherlich Schwierigkeiten, dort in sieben Minuten umzusteigen. Trotz guter Ausschilderung muß man sich ja doch erstmal orientieren.

Aber ein Umstieg von 2 Minuten, das wäre sogar bei einem benachbarten Bahnsteig ziemlich knapp gewesen.

Wenn man weiß, wie es geht, sollte das locker mit ganz wenigen Schritten ohne Treppe zu schaffen sein. Als Ortsunkundiger sieht man da jedoch unter Umständen alt aus.

In der Schweiz fährt jedoch recht oft was, da verliert man im schlimmsten Fall nicht viel Zeit und kann es entspannt angehen lassen.

Ja, das stimmt im Großen und Ganzen, es kommt eben immer auf die Reisekette an. Manche Züge fahren von dort auch nur einmal am Tag, da gilt es dann auch, sich zu sputen.

Konstruktive Diskussion

Aphex Twin, Sonntag, 11. August 2019, 13:36 (vor 98 Tagen) @ MC_Hans

Spass beiseite, vielleicht sollte die aktuelle Diskussion über den Deutschlandtakt ergänzt werden um den Vergleich um wieviel sich die durchschnittliche Reisezeit bei heutigem Fahrplan verringern würde, wenn man die Pünktlichkeit von 77.5% auf z.B. 95% steigern (und Zugausfälle in einem ähnlichem Ausmass reduzieren) würde. Zusammen mit einem Plan welche Massnahmen man ergreifen muss um dies zu erreichen.

Natürlich ist dies schwieriger zu beziffern als die benötigte Höchstgeschwindigkeit auf einer Strecke um eine ITF-taugliche Fahrzeit zu erreichen. Und ein Teil der Unpünktlichkeit beruht ja auch nicht auf mangelndem Geld sondern auf organisatorischem Unzulänglichkeiten. Und Massnahmen die die Pünktlichkeit in der Zukunft verbessern können sie kurzfristig verschlechtern (s. Baustellen).

Ein erster Schritt in diese Richtung wäre die Berechnung einer Kundenpünktlichkeitsquote und daran anschliessend die kumulierte Summe der Kundenverspätungsminuten, wobei man Zugausfälle in beide integrieren könnte (obwohl natürlich die Berechnung der Kundenverspätung die eine von der Bahn gesponserte Taxifahrt beinhaltet komplizierter ist aber man kann hier sicher mit Pauschalen rechnen, ebenso mit Kundenverspätungen die eine ungeplante Übernachtung mit beinhalten). Zum Schluss muss man die Summe der Kundenverspätungsminuten ins Verhältnis mit der Summe Kundenreiseminuten unter Annahme von Null Verspätungen setzen, um zu einer Zahl zu kommen die sagt dass aufgrund von Verspätungen (und Ausfällen), sich die durchschnittliche Reisezeit um X Prozent verlängert hat. Was damit noch nicht miteingeschlossen ist sind die Reisezeitverlängerungen die durch bewusste Buchung von Verbindungen mit geringerer Anschlussverlustwahrscheinlichkeit entstehen.

Der zweite Schritt kann entweder sein eine globale Verbesserung der Pünktlichkeit (z.B. eine Halbierung der Verspätung jedes heute verspäteten Zuges und z.B. eine Halbierung der Zugausfälle) zu simulieren oder gleich den punktuellen Effekt spezifischer Massnahmen zur Verspätungsreduzierung zu beziffern (z.B. einen kurzen Doppelspurausbau der die Übertragungswahrscheinlichkeit von Verspätung eines Zuges auf einen anderen verringert).

Ein Problem bei der Umsetzung von Massnahmen zur Verringerung von Verspätungen ist dass sie aus sehr verschiedenen Töpfen finanziert werden. Neu- und Ausbaustrecken (die entweder Fahrzeiten verkürzen und damit etwas Puffer generieren oder Verspätungssübertragung verringern wie Doppelspurabschnitte) werden über den Bundesverkehrswegeplan geplant, Sanierung/Instandsetzung über die LuFV, Investitionen in Unterhalt und Fahrzeugerneuerung bzw. Fahrzeugpoolausbau über das allgemeine Investionsbudget von DB Fernverkehr.

***

Anstelle auf der einen Seite nur über Verspätungen zu klagen und die Bahn für unfähig zu erklären und auf der anderen Seite die DB Ankündigungen über Investitionen in Unterhalt und Neuanschaffungen und Pünktlichkeitsziele machen zu lassen würde ich gerne spezifische Zahlen sehen von Fahrwegstörungsquoten vor und nach einen Umbau, von Ausfall- und Störungsquoten pro Zugtyp und im Verhältnis zum Fahrzeugalter, einem z.B. Fünfjahresplan in dem spezifische Massnahmen und deren Auswirkung auf Verspätungsminuten aufgelistet sind. Natürlich wird vieles anders kommen als geplant aber ohne den Plan zu kennen kann man kaum abschätzen ob wir uns auf dem richtigen Weg befinden (eine substanzielle und kontinuierliche Verbesserung) und an welcher Stellschraube man mehr drehen müsste.

Und eine abschliessende Diskussion über einen ITF ohne zum einen das Ausmass von Verspätungen (auf durchschnittliche Reiseverlängerungen) und zum anderen der Kosten zur Verringerung jener zu kennen ist immer unvollständig.

Konstruktive Diskussion

Blaschke, Osnabrück, Sonntag, 11. August 2019, 15:39 (vor 98 Tagen) @ Aphex Twin

Hey.

Und eine abschliessende Diskussion über einen ITF ohne zum einen das Ausmass von Verspätungen (auf durchschnittliche Reiseverlängerungen) und zum anderen der Kosten zur Verringerung jener zu kennen ist immer unvollständig.

Ja, dem stimme ich durchaus zu. Wie deinen Ausführungen, die ich gelesen habe.

Das Problem besteht m.E. ja gar nicht mal unbedingt in einer schlechten Anschlußquote, sondern in der WAHRSCHEINLICHKEIT des Verpassens.

Allein die Möglichkeit, den Anschluss zu verpassen, sorgt bei etlichen Fahrgästen für eine Anspannung und eine negative Grundeinstellung. Das rührt oft natürlich auch daher, das System nicht zu durchblicken. "Hop on the next train" - wie oft höre ich bei Sparpreisen die Sorge der Fahrgäste, was mit dem Ticket bei Anschlußbruch passiert (WIR wissen hier: bleibt gültig).

Und selbst wenn der Pendler nur alle 2 Wochen den Anschluss verpasst, sind die anderen Fahrten trotzdem immer negativ behaftet wegen der latenten Gefahr des Verpassens.

Diese, ja, irgendwo psychologische Komponente kommt mir in den ganzen Diskussionen zu kurz. M.E. stellt sie aber einen großen Hinderungsgrund da, der Eisenbahn mehr Fahrgäste zuzuschaufeln.

Die Lösung wäre u.U. eine bessere Aufklärung der Bevölkerung - Bahnfahren nur mit Ausbildungszertifikat *g* - oder dem allgemeinen akzeptieren von Anschlußbruch. Beides eher unwahrscheinlich. Darum meine Meinung, dass über einen Takt hinaus es Einzelverbindungen, Linienabweicher etc geben muss.


Soweit in Kürze - Arbeit ruft ...

Schöne Grüße von jörg

--
"Wenn Sie für die Eisenbahn arbeiten, dann sind Sie immer auf der Seite der Guten!"

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (07.05.2019)

Na bitte! ;-)

Konstruktive Diskussion

Aphex Twin, Sonntag, 11. August 2019, 15:50 (vor 98 Tagen) @ Blaschke

Die Lösung wäre u.U. eine bessere Aufklärung der Bevölkerung - Bahnfahren nur mit Ausbildungszertifikat *g* - oder dem allgemeinen akzeptieren von Anschlußbruch. Beides eher unwahrscheinlich. Darum meine Meinung, dass über einen Takt hinaus es Einzelverbindungen, Linienabweicher etc geben muss.

Ich sehe dass als an den Symptomen herumdoktern und nicht die Ursache bekämpfen an.

Konstruktive Diskussion

Blaschke, Osnabrück, Sonntag, 11. August 2019, 17:08 (vor 98 Tagen) @ Aphex Twin

Hey.

Die Lösung wäre u.U. eine bessere Aufklärung der Bevölkerung - Bahnfahren nur mit Ausbildungszertifikat *g* - oder dem allgemeinen akzeptieren von Anschlußbruch. Beides eher unwahrscheinlich. Darum meine Meinung, dass über einen Takt hinaus es Einzelverbindungen, Linienabweicher etc geben muss.

Ich sehe dass als an den Symptomen herumdoktern und nicht die Ursache bekämpfen an.

Da unterscheiden sich dann die Meinungen.

Es soll nicht despektierlich klingen, aber die Landesgröße macht da auch einen Unterschied. Wenn ich in Österreich 2 Linien habe, Bregenz Innsbruck Salzburg Wien und Salzburg Klagenfurt Wien, dann sind die großen Städte praktisch abgedeckt. In der Schweiz ähnlich. Genf Bern Basel und Basel Zürich St. Gallen und n Hopser nach Luzern - da ist vieles wichtiges abgefrühstückt. Deutschland ist da deutlich polyzentrischer größer. Als Beispiel komme ich von meinem Osnabrück nie direkt nach Magdeburg, Kassel, Oberhausen, Aachen, Hamm. Stündlich nach Wilhelmshaven, nie nach Cuxhaven oder Norddeich.

Wobei im Nord-Süd-Fernverkehr das durchaus gut gelöst ist. Im Norden komme ich mit Einzelfahrten nach Westerland, Kiel, Lübeck, Stralsund. Im Süden nach München, in die Schweiz, Passau. Mal über Essen, mal über Wuppertal. Da habe ich Auswahl. Ost-West fehlt das dann schon völlig, frei nach Pep Guardiola "Amsterdam oder nichts". Im NV dasselbe.

Und der Umsteigezwang ist für mich einer DER Nachteile der Eisenbahn.


Schöne Grüße von jörg

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Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (07.05.2019)

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Konstruktive Diskussion

Lumi25, Sonntag, 11. August 2019, 17:56 (vor 98 Tagen) @ Blaschke

Die West-Ost-Verbindungen sind das größte Problem überhaupt.

Von Köln aus kommt man eigentlich nur nach Berlin durchgehend. Möchte man aber nach Erfurt, Leipzig oder Dresden ist immer Umsteigen erforderlich außer man möchte eine Tagestour mit dem IC 2 machen.

Man kann sich auf die West-Ost-Verbindung via. Frankfurt einfach nicht verlassen. Hat man ja die Tage gesehen wo ein ICE 4 wegen zu geringer Antriebsleistung via. linke Rheinstrecke nach Frankfurt geschickt wurde. Das bedeutet gleich 2 Stunden Zeitverlust was bei einer Tagestour dann schon enorm ist.

Gäbe es eine schnelle durchgehende Verbindung von Köln nach Leipzig via. NBS zwei bis dreimal am Tag hätte man dieses Problem nicht so sehr. Eine Umleitung durch das Rheintal wäre zwar dennoch ärgerlich aber +70 Minuten auf einem reservierten Sitzplatz statt mindestens +120 Minuten ohne reservierten Sitzplatz ist dann doch ein deutlicher Unterschied.

Leider gibt es ja auch keine guten Verbindungen über die Mitte-Deutschland-Verbindung. In die Strecke wollte man nur ungern Geld reinstecken und hat auf halben Weg aufgehört dort zu investieren. Der Kunde soll gefälligst via. Frankfurt fahren.

Konstruktive Diskussion

frank_le, Sonntag, 11. August 2019, 19:41 (vor 98 Tagen) @ Lumi25

Die West-Ost-Verbindungen sind das größte Problem überhaupt.

Von Köln aus kommt man eigentlich nur nach Berlin durchgehend. Möchte man aber nach Erfurt, Leipzig oder Dresden ist immer Umsteigen erforderlich außer man möchte eine Tagestour mit dem IC 2 machen.

Man kann sich auf die West-Ost-Verbindung via. Frankfurt einfach nicht verlassen. Hat man ja die Tage gesehen wo ein ICE 4 wegen zu geringer Antriebsleistung via. linke Rheinstrecke nach Frankfurt geschickt wurde. Das bedeutet gleich 2 Stunden Zeitverlust was bei einer Tagestour dann schon enorm ist.

Gäbe es eine schnelle durchgehende Verbindung von Köln nach Leipzig via. NBS zwei bis dreimal am Tag hätte man dieses Problem nicht so sehr. Eine Umleitung durch das Rheintal wäre zwar dennoch ärgerlich aber +70 Minuten auf einem reservierten Sitzplatz statt mindestens +120 Minuten ohne reservierten Sitzplatz ist dann doch ein deutlicher Unterschied.

Leider gibt es ja auch keine guten Verbindungen über die Mitte-Deutschland-Verbindung. In die Strecke wollte man nur ungern Geld reinstecken und hat auf halben Weg aufgehört dort zu investieren. Der Kunde soll gefälligst via. Frankfurt fahren.


Ich bin mehrere Jahre teiweise 2 × wöchentlich Leipzig - Bonn gefahren. Die Umstiege in Frankfurt Flughafen klappten zu 95%. Erst mit der Neubaustrecke wurden die Anschlüsse durch die Bahn zerstört. Die Nichtbedienung von Siegburg war der letzte Schritt der mich hin und wieder in den Flieger steigen lässt. Fast zwei Stunden Fahrzeitverlängerung wegen zerstörter Anschlüsse sind einfach zu viel.

Konstruktive Diskussion

Aphex Twin, Sonntag, 11. August 2019, 22:45 (vor 98 Tagen) @ frank_le

Ich bin mehrere Jahre teiweise 2 × wöchentlich Leipzig - Bonn gefahren. Die Umstiege in Frankfurt Flughafen klappten zu 95%. Erst mit der Neubaustrecke wurden die Anschlüsse durch die Bahn zerstört. Die Nichtbedienung von Siegburg war der letzte Schritt der mich hin und wieder in den Flieger steigen lässt. Fast zwei Stunden Fahrzeitverlängerung wegen zerstörter Anschlüsse sind einfach zu viel.

Wobei es gerade das Ziel eines ITF ist solche extrem schlechten Anschlüsse massiv zu verbessern.

Konstruktive Diskussion

Aphex Twin, Sonntag, 11. August 2019, 18:32 (vor 98 Tagen) @ Blaschke

Darum meine Meinung, dass über einen Takt hinaus es Einzelverbindungen, Linienabweicher etc geben muss.

Ich sehe dass als an den Symptomen herumdoktern und nicht die Ursache bekämpfen an.


Da unterscheiden sich dann die Meinungen.

Es soll nicht despektierlich klingen, aber die Landesgröße macht da auch einen Unterschied. Wenn ich in Österreich 2 Linien habe, Bregenz Innsbruck Salzburg Wien und Salzburg Klagenfurt Wien, dann sind die großen Städte praktisch abgedeckt. In der Schweiz ähnlich. Genf Bern Basel und Basel Zürich St. Gallen und n Hopser nach Luzern - da ist vieles wichtiges abgefrühstückt. Deutschland ist da deutlich polyzentrischer größer. Als Beispiel komme ich von meinem Osnabrück nie direkt nach Magdeburg, Kassel, Oberhausen, Aachen, Hamm. Stündlich nach Wilhelmshaven, nie nach Cuxhaven oder Norddeich.

Wenn ich einen Tages- oder Wochenendausflug mache, enge ich mich ziemlich ein und mir wird de facto Zeit gestohlen wenn ich keinen Stundentakt, zur Not auch einen hinkenden, habe.

Konstruktive Diskussion

ITF, Sonntag, 11. August 2019, 19:19 (vor 98 Tagen) @ Blaschke


Und der Umsteigezwang ist für mich einer DER Nachteile der Eisenbahn.

Ohne umsteigen ist auch keine Lösung. Dann gäbe es vielleicht ein paar zusätzliche Direktverbindungen, aber insgesamt viel weniger Auswahl. So unflexibel auf den einmal pro Tag verzehrenden Zug zu warten, ist heute fast niemand mehr.

Ohne umsteigen geht es nicht bei der Eisenbahn! Und deswegen muss das so komfortabel und zuverlässig wie möglich geregelt werden.

Konstruktive Diskussion

Blaschke, Osnabrück, Sonntag, 11. August 2019, 19:49 (vor 98 Tagen) @ ITF
bearbeitet von Blaschke, Sonntag, 11. August 2019, 19:49

Huhu.

Und der Umsteigezwang ist für mich einer DER Nachteile der Eisenbahn.

Ohne umsteigen ist auch keine Lösung.

Richtig. Ziel sollte aber die Minimierung sein.

Dann gäbe es vielleicht ein paar zusätzliche Direktverbindungen, aber insgesamt viel weniger Auswahl.

Die gehören on top obendrauf. Das muss die Infrastruktur hergeben.

So unflexibel auf den einmal pro Tag verkehrenden Zug zu warten, ist heute fast niemand mehr.

Kann auch 2x am Tag sein. Und leer sind die entsprechenden Züge auch nicht.

Ohne umsteigen geht es nicht bei der Eisenbahn! Und deswegen muss das so komfortabel und zuverlässig wie möglich geregelt werden.

Klingt so schön ... Dann mal her mit der Spanischen Lösung in Oldenburg, in Haste und und und ...


Schöne Grüße von jörg

--
"Wenn Sie für die Eisenbahn arbeiten, dann sind Sie immer auf der Seite der Guten!"

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (07.05.2019)

Na bitte! ;-)

Konstruktive Diskussion

Lumi25, Sonntag, 11. August 2019, 23:39 (vor 98 Tagen) @ ITF

Ohne umsteigen ist auch keine Lösung. Dann gäbe es vielleicht ein paar zusätzliche Direktverbindungen, aber insgesamt viel weniger Auswahl. So unflexibel auf den einmal pro Tag verzehrenden Zug zu warten, ist heute fast niemand mehr.


Die Franzosen bieten nicht ohne Grund auch TGV-Züge an Paris vorbei an. Nicht jeder hat Lust in Paris Umzusteigen. Das die Verbindungen an Paris vorbei nur ein paar Mal am Tag angeboten werden ist sicherlich richtig aber es gibt sie eben.

Ohne umsteigen geht es nicht bei der Eisenbahn! Und deswegen muss das so komfortabel und zuverlässig wie möglich geregelt werden.


Lässt es sich aber leider nicht. Die Gründe dafür sind vielfältig. Mittlerweile gibt die DB AG ja sogar Korrespondenzen auf welche es früher jahrelang gegeben hat.

Konstruktive Diskussion

Paladin @, Hansestadt Rostock / Berlin, Montag, 12. August 2019, 02:31 (vor 98 Tagen) @ Lumi25

Die Franzosen bieten nicht ohne Grund auch TGV-Züge an Paris vorbei an. Nicht jeder hat Lust in Paris Umzusteigen. Das die Verbindungen an Paris vorbei nur ein paar Mal am Tag angeboten werden ist sicherlich richtig aber es gibt sie eben.

Einer der Gründe dürfte sein, dass Paris keinen Hauptbahnhof/Zentralbahnhof hat.

komfortables Umsteigen

Alter Köpenicker @, BSPF, Montag, 12. August 2019, 08:45 (vor 98 Tagen) @ Lumi25

Ohne umsteigen geht es nicht bei der Eisenbahn! Und deswegen muss das so komfortabel und zuverlässig wie möglich geregelt werden.

Lässt es sich aber leider nicht. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Diese Gründe würde ich gerne mal erfahren.
Oft ist man ja zum Bahnsteigwechsel verdammt, obwohl der korrespondierende Zug auch ebensogut auf das freie Gleis gegenüber hätte einfahren können, wo die nächste Zugfahrt erst in einer Stunde vorhergesagt wird.

komfortables Umsteigen

Lumi25, Montag, 12. August 2019, 10:51 (vor 98 Tagen) @ Alter Köpenicker

Diese Gründe würde ich gerne mal erfahren.
Oft ist man ja zum Bahnsteigwechsel verdammt, obwohl der korrespondierende Zug auch ebensogut auf das freie Gleis gegenüber hätte einfahren können, wo die nächste Zugfahrt erst in einer Stunde vorhergesagt wird.


In Köln Hbf z.B. ist der Umstieg auf die IC2-Linie 55 immer ein Wagnis. Da die ICE-Linie aus Basel meist in Köln Hbf endet und bahnsteiggleicher Anschluss zur IC-Linie 31 besteht muss die IC2-Linie 55 auf einem anderen Gleis losfahren. Hier ist immer ein Bahnsteigwechsel erforderlich. Früher als es die KRM noch nicht gab hatte man dieses Problem nicht.

Der nächste Grund ist ganz einfach. Verschiedene EVU im Nahverkehr warten nicht aufeinander. Gutes Beispiel ist der Übergang in Siegen vom RE 9 auf den RE Siegen-Frankfurt. Dieses Problem lässt sich auch auf den Fernverkehr übertragen, wenn der Nahverkehr von einem privaten EVU betrieben wird.

Lachnummer Infrastrukturausbau ...

Blaschke, Osnabrück, Sonntag, 11. August 2019, 12:39 (vor 98 Tagen) @ Aphex Twin

Tach.

Ja, genau, Deutsche sind anscheinend genetisch unfähig Züge pünktlich fahren zu lassen und wir sollten daher jede Hoffnung auf (und Anstrengung zur) Besserung lieber sein lassen.

Angesichts einer völlig unzureichenden Infrastruktur sind Anschlüsse zu oft reines Glücksspiel.

Natürlich müssen Anstrengungen zur Besserung vorgenommen werden. Das wird bei der Infrastruktur aber locker noch Jahrzehnte dauern! So ehrlich sollte man dann auch schon sein. Und sich klar machen, dass jeder neue Verkehr zu neuen Engpässen führen wird, wenn man nicht adäquat ausbaut.

Die bisherigen und die geplanten Ausbauten reichen jedenfalls nicht mal annähernd aus!

Schöne Grüße von jörg

--
"Wenn Sie für die Eisenbahn arbeiten, dann sind Sie immer auf der Seite der Guten!"

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (07.05.2019)

Na bitte! ;-)

Lachnummer Infrastrukturausbau ...

Aphex Twin, Sonntag, 11. August 2019, 13:49 (vor 98 Tagen) @ Blaschke

Ja, genau, Deutsche sind anscheinend genetisch unfähig Züge pünktlich fahren zu lassen und wir sollten daher jede Hoffnung auf (und Anstrengung zur) Besserung lieber sein lassen.


Angesichts einer völlig unzureichenden Infrastruktur sind Anschlüsse zu oft reines Glücksspiel.

Natürlich müssen Anstrengungen zur Besserung vorgenommen werden. Das wird bei der Infrastruktur aber locker noch Jahrzehnte dauern! So ehrlich sollte man dann auch schon sein. Und sich klar machen, dass jeder neue Verkehr zu neuen Engpässen führen wird, wenn man nicht adäquat ausbaut.

Die bisherigen und die geplanten Ausbauten reichen jedenfalls nicht mal annähernd aus!

Ja, aber ohne eine auch nur ungefähre Zahl (Investitionen zur Verringerung der Verspätungen um X) dreht sich die ganze Diskussion nur im Kreis. Genauso dazu gehört aber auch eine Diskussion über konkrete organisatorische Umbauten die diesen Ziel dienen (auf dem Niveau für welches es politische Entscheidungen benötigt, nicht Sachen wie Planstart, so etwas ist nur Finetuning das keiner gesellschaftlichen Diskussion bedarf).

Auch wenn dies mit grossen Unsicherheiten behaftet ist sollte die DB klipp und klar sagen dass mit der neuen LuFV Verspätungen um X Prozent verringert werden können und um Y zu erreichen z.B. 50% mehr nötig wären.

Der Artikel ist gut - aber aus anderen Gründen

Hustensaft @, Sonntag, 11. August 2019, 07:33 (vor 99 Tagen) @ Henrik

Ich finde den Artikel und vor allem die Tipps darin richtig gut - denn die meisten davon sind keine wirklich guten Tipps, sondern eher ein vermeintlich gutes Wissen. Verwerflich finde ich den, dass man mehr Plätze reservieren soll, als man tatsächlich braucht, dafür aber den Preisvorteil der Familienreservierung missbraucht.

Richtig gute Tipps verlieren nebenbei ihre Wirkung, wenn sie allgemein bekannt sind und ich gehe davon aus, dass jeder Forumteilnehmer hier mindestens einen dort nicht genannten Tipp auf Lager hat, der um Klassen besser ist als das, was dort steht.

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