ZM: Ploetzlich gibt es Flugscham (Allgemeines Forum)

RenateMD @, Freitag, 12. April 2019, 14:16 (vor 222 Tagen)

Hallo,

laut dem Spiegel zeichnet sich eine neue Form der "Flugscharm" ab. Nicht ganz uninteressant fuer uns, da die Bahn die Alternative ist.

In diesem Zusammenhang wird vermeldet: Fahrgastanstieg der Geschaeftsreisen der schwedischen Bahn um 21%.

Weiterhin soll ab 2022 das Nachzugangebot in "europaeische Metropolen" stark ausgebaut werden. In diesem Zusammenhang habe ich einige Fragen:

1.) Welche Metropolen koennten das sinnvollerweise sein? Kopenhagen, Hamburg, Berlin? Darueber hinaus koennten Verbindungen auf Grund ihrer Reisedauer ja fast nicht mehr als "Nachtzuege" bezeichnet werden.

2.) Welche Nachtzugverbindungen in europaeische Metropolen gab es in der Vergangenheit? Ich vertraue da auf die wissenden Foren-Mitglieder, denn Wissen ist Macht.

Herzlichen Dank &
Liebe Gruesse
Renate

ZM: Ploetzlich gibt es Flugscham

MartinN @, Fricktal, Schweiz, Freitag, 12. April 2019, 15:11 (vor 222 Tagen) @ RenateMD

Hallo zusammen
Also da fällt mir spontan die Verbindung Zürich - Barcelona ein. Von mir aus gesehen eine Verbindung die durchaus Sinn macht von der Zeit(11 1/2h) her.
Mit den heutigen Umspurfähigen Talgotriebzügen wären da vielleicht noch 1-2Std weniger drin.
Weiter würde ich noch Verbindungen von Frankfurt nach Rom sehen.

ZM: Ploetzlich gibt es Flugscham

Provodnik, Freitag, 12. April 2019, 21:49 (vor 222 Tagen) @ MartinN

Hallo zusammen
Also da fällt mir spontan die Verbindung Zürich - Barcelona ein. Von mir aus gesehen eine Verbindung die durchaus Sinn macht von der Zeit(11 1/2h) her.

Ähem, es ging um Destinationen ab Schweden.
Da kommt ab Stockholm eigentlich nur Hamburg oder allenfalls Berlin in Frage.
Ab Malmö könnte man auch weiter entfernte Detsinationen gut im Nachtsprung erreichen, zB Benelux, Frankfurt oder München.

ZM: Ploetzlich gibt es Flugscham

Alter Köpenicker @, BSPF, Freitag, 12. April 2019, 23:10 (vor 222 Tagen) @ MartinN

Also da fällt mir spontan die Verbindung Zürich - Barcelona ein. Von mir aus gesehen eine Verbindung die durchaus Sinn macht von der Zeit(11 1/2h) her.
Mit den heutigen Umspurfähigen Talgotriebzügen wären da vielleicht noch 1-2Std weniger drin.

Nach Barcelona kommt man heute doch auch ohne Umspuren.

ZM: Ploetzlich gibt es Flugscham

Reservierungszettel @, KDU, Freitag, 12. April 2019, 16:25 (vor 222 Tagen) @ RenateMD

Hallo,

laut dem Spiegel zeichnet sich eine neue Form der "Flugscharm" ab. Nicht ganz uninteressant fuer uns, da die Bahn die Alternative ist.

In diesem Zusammenhang wird vermeldet: Fahrgastanstieg der Geschaeftsreisen der schwedischen Bahn um 21%.

Weiterhin soll ab 2022 das Nachzugangebot in "europaeische Metropolen" stark ausgebaut werden. In diesem Zusammenhang habe ich einige Fragen:

1.) Welche Metropolen koennten das sinnvollerweise sein? Kopenhagen, Hamburg, Berlin? Darueber hinaus koennten Verbindungen auf Grund ihrer Reisedauer ja fast nicht mehr als "Nachtzuege" bezeichnet werden.

Paris auch siehe 2.


2.) Welche Nachtzugverbindungen in europaeische Metropolen gab es in der Vergangenheit? Ich vertraue da auf die wissenden Foren-Mitglieder, denn Wissen ist Macht.

Paris-NRW Hamburg

Herzlichen Dank &
Liebe Gruesse
Renate

ZM: Ploetzlich gibt es Flugscham

ICE11, Aachen, Freitag, 12. April 2019, 18:25 (vor 222 Tagen) @ Reservierungszettel

Ich erinnere mich da z. B. an den "Jan Kiepura" Brüssel-Aachen-Köln-Berlin-Warschau.

ZM: Ploetzlich gibt es Flugscham

FrankenBahn111, Freitag, 12. April 2019, 19:30 (vor 222 Tagen) @ Reservierungszettel

Es gab auch mal Oostende - Brüssel - Frankfurt - Nürnberg - Wien und Kopenhagen - HH - Wü - München - Innsbruck.

ZM: Ploetzlich gibt es Flugscham

Provodnik, Freitag, 12. April 2019, 21:52 (vor 222 Tagen) @ Reservierungszettel

Hallo,

laut dem Spiegel zeichnet sich eine neue Form der "Flugscharm" ab. Nicht ganz uninteressant fuer uns, da die Bahn die Alternative ist.

In diesem Zusammenhang wird vermeldet: Fahrgastanstieg der Geschaeftsreisen der schwedischen Bahn um 21%.

Weiterhin soll ab 2022 das Nachzugangebot in "europaeische Metropolen" stark ausgebaut werden. In diesem Zusammenhang habe ich einige Fragen:

1.) Welche Metropolen koennten das sinnvollerweise sein? Kopenhagen, Hamburg, Berlin? Darueber hinaus koennten Verbindungen auf Grund ihrer Reisedauer ja fast nicht mehr als "Nachtzuege" bezeichnet werden.


Paris auch siehe 2.

Aber nicht ab Schweden.
Ich verstehe das Ausgangsposting so, dass es der Posterin um mögliche Verbindungen ab Schweden geht...

2.) Welche Nachtzugverbindungen in europaeische Metropolen gab es in der Vergangenheit? Ich vertraue da auf die wissenden Foren-Mitglieder, denn Wissen ist Macht.

Stockholm - Hamburg gab es bis in die 1990er-Jahre als Nachtzug, dazu gab es einen Zugteil Oslo - Hamburg.

Ich bin nur allgemein auf den Beitrag eingegangen

Reservierungszettel @, KDU, Freitag, 12. April 2019, 22:36 (vor 222 Tagen) @ Provodnik

- kein Text -

ZM: Ploetzlich gibt es Flugscham

Alter Köpenicker @, BSPF, Freitag, 12. April 2019, 23:19 (vor 222 Tagen) @ RenateMD

Darueber hinaus koennten Verbindungen auf Grund ihrer Reisedauer ja fast nicht mehr als "Nachtzuege" bezeichnet werden.

Das kommt ganz darauf an, was man unter einem Nachtzug verstehen will. Der Dacia beispielsweise gilt als Nachtzug und erreicht Bukarest nach über 19 Stunden Fahrzeit erst nach 16 Uhr.

Flugscham, ahja...

RhBDirk, Samstag, 13. April 2019, 08:27 (vor 222 Tagen) @ RenateMD

... scheint aber nur ein kleiner Teil vegan, vegetarischer, linksgrüner zu sein.

Flugscham, ahja...

agw @, NRW, Samstag, 13. April 2019, 08:51 (vor 222 Tagen) @ RhBDirk

... scheint aber nur ein kleiner Teil vegan, vegetarischer, linksgrüner zu sein.

Ja. Nicht jeder hat so etwas wie ein Gewissen.

+1

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Samstag, 13. April 2019, 09:16 (vor 222 Tagen) @ agw

- kein Text -

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+ 1

moonglum @, Hagen, Samstag, 13. April 2019, 13:27 (vor 221 Tagen) @ agw

- kein Text -

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

Flugscham, ahja...

Skyeurope, Samstag, 13. April 2019, 13:40 (vor 221 Tagen) @ agw

... scheint aber nur ein kleiner Teil vegan, vegetarischer, linksgrüner zu sein.


Ja. Nicht jeder hat so etwas wie ein Gewissen.

Entschuldige, aber: Müssen wir tatsächlich darüber diskutieren, dass Langstreckenflüge 2000€ teurer werden sollen, wenn keine 2000km weiter in der Ukraine überhaupt keinerlei Vorschriften bzgl. Umweltschutz existieren? Das wird gerade in den Industriestädten der Schwermetallindustrie wie Zaporizhia oder Krivoy Rog sehr sehr deutlich.

Nein, in den allermeisten Teilen dieser Welt existiert überhaupt gar kein Bewusstsein für Umweltschutz, geschweige denn Gesetze oder teilweise sogar Systeme zur Abfallentsorgung, so dass Plastikmüll verbrannt wird oder die Ozeane verschmutzt.

Nur wir retten wieder die Welt. Im Vergleich dürfte die EU bereits jetzt mit Abstand am meisten für den Umweltschutz tun. Nun fordern diese naiven Kinder ernsthaft sinnbefreite Steuern, obwohl wir es eben nicht sind, die hier großflächig bewusst die Umwelt verschmutzen?

Nein danke. Man sollte endlich mal anderswo durchgreifen, anstatt immer in der EU.

Flugscham, ahja...

TheoretICEr, Samstag, 13. April 2019, 13:58 (vor 221 Tagen) @ Skyeurope

Wieso sollten denn erst die anderen Länder was tun bevor Deutschland es tut? Auf dieser Wikipedia Seite
Wird klar dass viele viele EU Länder vor z.B. der von dir angesprochenen Ukraine liegen.
Wenn klar ist dass ein Flug 2000€ teurer werden muss um das CO2 zu kompensieren dann ist das doch logisch dass dieses Geld aufgebracht werden soll oder nicht?!?
Die einzige Frage die für mich bleibt ist ob man die 2000euro reduzieren könnte durch z.B. effizientere Flugzeuge etc.
Oder man überlegt das Geld aus anderen Branchen aufzubringen, Flüge also zu subventionieren.
Moment... das werden sie ja schon aber die CO2 Kompensation merkt davon nichts

++++1

ICE11, Aachen, Samstag, 13. April 2019, 14:05 (vor 221 Tagen) @ Skyeurope

Nein danke. Man sollte endlich mal anderswo durchgreifen, anstatt immer in der EU.

Flugscham, ahja...

brandenburger, Perleberg, Samstag, 13. April 2019, 14:07 (vor 221 Tagen) @ Skyeurope

Entschuldige, aber: Müssen wir tatsächlich darüber diskutieren, dass Langstreckenflüge 2000€ teurer werden sollen, wenn keine 2000km weiter in der Ukraine überhaupt keinerlei Vorschriften bzgl. Umweltschutz existieren? Das wird gerade in den Industriestädten der Schwermetallindustrie wie Zaporizhia oder Krivoy Rog sehr sehr deutlich.

Nein, in den allermeisten Teilen dieser Welt existiert überhaupt gar kein Bewusstsein für Umweltschutz, geschweige denn Gesetze oder teilweise sogar Systeme zur Abfallentsorgung, so dass Plastikmüll verbrannt wird oder die Ozeane verschmutzt.

Nur wir retten wieder die Welt. Im Vergleich dürfte die EU bereits jetzt mit Abstand am meisten für den Umweltschutz tun. Nun fordern diese naiven Kinder ernsthaft sinnbefreite Steuern, obwohl wir es eben nicht sind, die hier großflächig bewusst die Umwelt verschmutzen?

Nein danke. Man sollte endlich mal anderswo durchgreifen, anstatt immer in der EU.

Naivität reicht nicht, aber sie ist besser als Zynismus.

Wie stellst du dir denn anderswo durchgreifen vor? In Länder einmarschieren, die Plastikmüll verbrennen oder schmutzige Stahlwerke verbrennen?

Die größte Umweltverschmutzung pro Kopf findet in den reichen Ländern statt, oder durch die reichen Länder, denn wenn wir Produkte abnehmen, die unter schlechteren Bedingungen erzeugt wurden, sind wir mitverantwortlich.

Von daher: Ja, wir müssen uns dafür einsetzen, dass auch in anderen Teilen der Welt die Meere und die Luft nicht versaut werden, du hast völlig recht.

Aber als Rechtfertigung, hier nichts zu tun, taugen die Vorgänge in diesen Ländern nicht! Denn bei deinem Beitrag liegt der Gedanke nicht fern, dass dir die Ukraine eigentlich gleichgültig ist, sondern sie dir hochwillkommen ist, um selbst nichts zu ändern.

+1

agw @, NRW, Samstag, 13. April 2019, 14:18 (vor 221 Tagen) @ brandenburger

- kein Text -

+2

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Samstag, 13. April 2019, 16:23 (vor 221 Tagen) @ agw

- kein Text -

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Whataboutism hilft uns nicht wwiter.

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Samstag, 13. April 2019, 16:18 (vor 221 Tagen) @ Skyeurope
bearbeitet von J-C, Samstag, 13. April 2019, 16:22

Konsequent gedacht, wird dann auch das Fliegen nicht mehr kleiner, weil in der Ukraine Umweltstandards nicht eingehalten wersen. Deren Einhaltung wird man nicht forcieren, weil in China es auch ganz schlimm ist. In China wird man nichts machen, weil man sich A) von deppaten Whataboutism-Experten nichts vorschreiben lassen wird und B) man eh keine Demokratie ist und C) weil Nordkorea, das in der Klimabilanz vorbildlichbist, noch schlimmer in Sachen Menschenrechten ist als China.

Das kommt heraus, wenn man sich die Kausalkette eines Whataboutism konsequent zu Ende denkt. Fakt ist, passieren wird dann nichts.

Und das ist bei Whataboutism einfach immer der Fall. In sofern kann man Whataboutism auch nie als Form der konstruktiven Kritik ansehen, es ist eine rhetorische Blendgranate, nichts weiter.

Dabei ist jede einzelne Maßnahme wichtig und lohnt sich. Dass anderswo man sich einen Dreck um Umweltschutz schert, sollte uns nicht daran hindern, besser zu werden. Das wäre auch sonst ziemlich widersinnig.

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Whataboutism hilft uns nicht weiter.

Henrik @, Samstag, 13. April 2019, 18:14 (vor 221 Tagen) @ J-C

Konsequent gedacht, wird dann auch das Fliegen nicht mehr kleiner, weil in der Ukraine Umweltstandards nicht eingehalten werden. Deren Einhaltung wird man nicht forcieren, weil in China es auch ganz schlimm ist. In China wird man nichts machen, weil man sich A) von deppaten Whataboutism-Experten nichts vorschreiben lassen wird und B) man eh keine Demokratie ist und C) weil Nordkorea, das in der Klimabilanz vorbildlich ist, noch schlimmer in Sachen Menschenrechten ist als China.

Das kommt heraus, wenn man sich die Kausalkette eines Whataboutism konsequent zu Ende denkt. Fakt ist, passieren wird dann nichts.

Und das ist bei Whataboutism einfach immer der Fall. In sofern kann man Whataboutism auch nie als Form der konstruktiven Kritik ansehen, es ist eine rhetorische Blendgranate, nichts weiter.

ja..
Was sagt Professor T. in der jüngsten Folge?
Populismus ist etwas für Feiglinge, Wutbürger sind feige.

Grade das Beispiel China ist sehr gut, bestens!
Diese ganzen bösen anderen Länder, die die Umwelt verschmutzen und nichts tun würden für den Umweltschutz, und die Menschenrechtssituation sei ja auch so arg.
Bei derart verklärten Blick verliert man den Blick auf die Realität und kann gar nicht mehr wahrnehmen, was sich tatsächlich abspielt.
Die Menschenrechtssituation kommt hier in China der Umwelt zu gute, die Chinesen wollen die Umwelt schützen, bewahren, verbessern, um die Rechte der Menschen zu wahren, binden sie auch ein.
In Peking werden jedes Jahr mehr Elektroautos zugelassen als Benziner, China investiert soviel in erneuerbare Energien wie kein anderes Land der Welt, reduzieren ihre Treibhausgase von Jahr zu Jahr, werden die Pariser Ziele schon weit eher als vorgeschrieben erreichen.
Deutschland bemüht sich jedes Jahr aufs Neue bestens, sie nicht erreichen zu können,
bis Ende März bereits so viel CO2 ausgestoßen, wie es im ganzen Jahr hätte ausstoßen dürfen.

https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/china-kli...

https://www.zeit.de/wirtschaft/2017-06/china-li-keqiang-donald-trump-klimaschutz-g20

https://www.tagesschau.de/ausland/elektro-china-101.html


Lass uns noch zwei weitere Jahrzehnte so blind, handlungsträge und mit verklärten Weltbildern durch die Welt laufen bzw. fliegen.
Dann fragt uns die nächste Generation "Wieso hat China das hinbekommen, aber Ihr nicht?"
"Ja, die haben ja auch keine Menschenrechte dort, keine Demokratie und in Ukraine siehts ja auch schlimm aus. Außerdem kann man doch nicht die Schule streiken und von einer linksgrünen veganen LangstreckenLuisa lass ich mir doch nichts sagen."
super.

Dabei ist jede einzelne Maßnahme wichtig und lohnt sich. Dass anderswo man sich einen Dreck um Umweltschutz schert, sollte uns nicht daran hindern, besser zu werden. Das wäre auch sonst ziemlich widersinnig.

ja.

Siehste, mir gehen sogar die Beispiele aus.

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Sonntag, 14. April 2019, 16:54 (vor 220 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von J-C, Sonntag, 14. April 2019, 16:59

Die Chinesen haben schon Solarpanele auf Autobahnen verbaut

Und wir ziehen derweil eine Strippe über die Autobahn... Ich meine, wo kriegt man noch ein Beispiel an mangelndem Interesse an Klimaschutz? Russland? Wollen wir sagen, wir tun nichts für den Umweltschutz weil Russland? Putin würde es gefallen, wenn man sich ihm unterordnen würde, aber ob das der Umwelt gefällt...

Ja und selbst dort scheint man auch in ein Umdenken zu kommen

Wollen wir, dass am Ende Russland uns im Umweltschutz überholt? Oder China? Nordkorea hat das eh schon geschafft, aber das ist ein anderes Thema...

Ich meine in der Hinsicht finde ich es faszinierend, wie etwa mit dem Białowieża-Urwald umgegangen wird. In Polen scheint die Erhaltung jenes Naturschutzgebiet weniger am Herzen zu liegen als im benachbarten Weißrussland. Ein Land der EU hält also weniger vom Naturschutz als dss Land, das gerne als die letzte Diktatur Europas bezeichnet wird...

Und da frage ich mich, wollen wir und als profunde Demokratie der Lächerlichkeit preisgeben ider wollen wir zeigen, was Europa so drauf hat?

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Pariser Klimaabkommen wurde von allen Staaten unterzeichnet

Henrik @, Samstag, 13. April 2019, 16:29 (vor 221 Tagen) @ Skyeurope

... scheint aber nur ein kleiner Teil vegan, vegetarischer, linksgrüner zu sein.

wo steht im Artikel etwas von vegan, vegetarisch oder linksgrün?

Ja. Nicht jeder hat so etwas wie ein Gewissen.

;)

hat denn ein gewissenhaftes Umweltbewusstsein in den vergangenen 2-3 Jahrzehnten zu veränderten Verhalten geführt?

Entschuldige, aber: Müssen wir tatsächlich darüber diskutieren, dass Langstreckenflüge 2000€ teurer werden sollen

musst Du ja nicht..
Dahingehend wird sich wohl eh in nächsten Jahren kaum was ändern:

Geflogen wird hierzulande und weltweit mehr denn je - trotz manch individueller Umweltbedenken: Die DFS rechnet nach dem Rekordwert von 3,4 Millionen Flugbewegungen im Vorjahr mit einer weiteren Steigerung von bis zu vier Prozent im deutschen Luftraum in 2019. Weltweit stieg die Zahl der Flugpassagiere 2018 um 6,1 Prozent auf 4,3 Milliarden im Vergleich zum Vorjahr. In den kommenden 15 bis 20 Jahren wird sich der Flugverkehr voraussichtlich verdoppeln.

wenn keine 2000km weiter in der Ukraine überhaupt keinerlei Vorschriften bzgl. Umweltschutz existieren? Das wird gerade in den Industriestädten der Schwermetallindustrie wie Zaporizhia oder Krivoy Rog sehr sehr deutlich.

Nein, in den allermeisten Teilen dieser Welt existiert überhaupt gar kein Bewusstsein für Umweltschutz, geschweige denn Gesetze oder teilweise sogar Systeme zur Abfallentsorgung, so dass Plastikmüll verbrannt wird oder die Ozeane verschmutzt.

Nur wir retten wieder die Welt. Im Vergleich dürfte die EU bereits jetzt mit Abstand am meisten für den Umweltschutz tun. Nun fordern diese naiven Kinder ernsthaft sinnbefreite Steuern, obwohl wir es eben nicht sind, die hier großflächig bewusst die Umwelt verschmutzen?

Nein danke. Man sollte endlich mal anderswo durchgreifen, anstatt immer in der EU.

Was haben denn die EU bzw. EU-Staaten so geleistet? Die Ziele bislang eingehalten haben sie nicht im Gegensatz zu anderen Ländern.
Das ist das, was die Kinder hauptsächlich fordern, dass die selbst gesteckten Ziele des Pariser Klimaabkommen eingehalten werden bzw. entsprechend gehandelt wird.


https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_größten_Kohlenstoffdioxidemittenten

nach China & USA kommt gleich die EU.

Kampfbegriffe sind wenig hilfreich

Power132 @, Samstag, 13. April 2019, 14:55 (vor 221 Tagen) @ RhBDirk

... scheint aber nur ein kleiner Teil vegan, vegetarischer, linksgrüner zu sein.

Können wir die Kampfbegriffe heraushalten? Nicht jeden interessiert deine politische Meinung. Fehlt nur noch "versifft" und wir wissen woher der Wind in deiner Argumentation weht.

Vor allem, wozu?

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Sonntag, 14. April 2019, 17:05 (vor 220 Tagen) @ Power132
bearbeitet von J-C, Sonntag, 14. April 2019, 17:09

Was hat man von diesem Hass gegen andere? Was bringt es einem, sich in Gedanken irgendwelche völlig verzerrte Bilder auszumalen über Leute, die man nicht einmal kennt? Sorry, aber dafür ist mein Leben zu wertvoll.

Ich verstehe solche Leute einfach nicht, was läuft bei denen im Leben falsch, dass sie sich erstmal extra ein Zerrbild ausmalen, um sich dann darüber aufzuregen?

Das ist so dumm, als würde man ein Graffiti an die eigene Hauswand klarschen und dann sich über eben dieses Graffiti die ganze Zeit aufregen.

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ZM: Ploetzlich gibt es Flugscham

brandenburger, Perleberg, Samstag, 13. April 2019, 13:52 (vor 221 Tagen) @ RenateMD
bearbeitet von brandenburger, Samstag, 13. April 2019, 13:55

laut dem Spiegel zeichnet sich eine neue Form der "Flugscharm" ab. Nicht ganz uninteressant fuer uns, da die Bahn die Alternative ist.

In diesem Zusammenhang wird vermeldet: Fahrgastanstieg der Geschaeftsreisen der schwedischen Bahn um 21%.

Liebe Renate,

geben tut es das schon länger, denn dass Fliegen nicht unproblematisch ist ist nicht ganz neu. Auf der Seite Seat61.com macht deren Betreiber seit mindestens 10 Jahren auf Bahnreisen als Alternative zu (v. A. innereuropäischen) Flugreisen aufmerksam; wirsindanderswo.de gibt es auch schon eine ganze Weile.

Aber logisch, es gibt ja keine Bewegung ohne Vorbilder. Wir sollten den Schweden dankbar sein.

Lustig finde ich deinen Verschreiber Flugscharm. Je mehr Leute (billig) fliegen, desto uncharmanter wird es logischerweise. Wir sollten uns dafür einsetzen, dass auf der anderen Seite das Reisen mit dem Zug, auch über weite Distanzen, wieder charmanter wird.

Mainstream wird etwas nur, wenn es halbwegs attraktiv ist. Es werden bspw. nicht nur immer mehr Leute Vegetarier und Veganer, es gibt auch immer vielfältigere Angebote für diese. Beides bedingt einander, und das erhoffe ich mir auch für das internationale Zugreisen.

schamlose Schweizer: höchste Flug-CO2 Emissionen weltweit

Henrik @, Samstag, 13. April 2019, 15:56 (vor 221 Tagen) @ RenateMD

laut dem Spiegel zeichnet sich eine neue Form der "Flugscham" ab. Nicht ganz uninteressant fuer uns, da die Bahn die Alternative ist.

das war vor 4 Monaten ja noch mehr in den Medien,
aus der Zeit dieser Artikel:


Höchste CO2-Emissionen der Welt: Bei den Schweizern fliegt das Gewissen nicht mit
5.12.2018

[...]

«Wir fliegen doppelt so viel wie die Menschen in den Nachbarländern und zehnmal mehr als der Weltdurchschnitt», sagt WWF-Sprecher Philip Gehri. Allein von 2010 bis 2015 sind die Flugkilometer pro Person in der Schweiz um 50 Prozent gestiegen, auf durchschnittlich fast 10'000 Kilometer pro Jahr.

[image]

[...]

Wird die Vielfliegerei bald gesellschaftlich geächtet wie das Pelztragen oder Rauchen? «Die Zahlen sprechen eine andere Sprache», sagt Kai Landwehr von der Organisation My Climate, die sich für Klimaschutz einsetzt. Die Anzahl Flugpassagiere an Schweizer Flughäfen habe zwischen 2005 und 2017 um 73 Prozent zugenommen und zähle heute knapp 55 Millionen Passagiere pro Jahr. Der Flughafen Zürich vermeldet von Jahr zu Jahr neue Rekordwerte.

Die meisten Schweizerinnen und Schweizer wären wohl erst bereit, auf dem Boden zu bleiben, wenn alle Bäume abserbeln und schwefelgelbe Giftwolken über dem Land schweben würden. Der Klimawandel ist für die meisten abstrakt und weit weg. Betrachtet man den Hitzesommer 2018, gehören wir sogar zu den Profiteuren. Okay, ein paar Fische sind gestorben. Aber sonst? Es war prächtig mediterran.

Die Schweizer geben viel Geld für Reisen aus, besonders für Kontinentalflüge
[...]

https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/hoechste-co2-emissionen-der-welt-bei-den-schweiz...

irreführende Statistik?

Oscar (NL) @, Eindhoven (NL), Sonntag, 14. April 2019, 16:03 (vor 220 Tagen) @ Henrik

Hallo Henrik, hallo ICE-Fans,

«Wir fliegen doppelt so viel wie die Menschen in den Nachbarländern und zehnmal mehr als der Weltdurchschnitt», sagt WWF-Sprecher Philip Gehri. Allein von 2010 bis 2015 sind die Flugkilometer pro Person in der Schweiz um 50 Prozent gestiegen, auf durchschnittlich fast 10'000 Kilometer pro Jahr.

[image]

1. Der Planet Erde ist es egal, woher der CO2 kommt. CO2 aus einem Düsenflieger verhält sich nicht anders als CO2 aus einer Diesellok. Also wenn schon CO2, dann nicht nur Flug-CO2 betrachten, sondern alle CO2. Sind die Schweizer dann immer noch ganz oben?

2. Schön, diese Statistik verursachter CO2. Gibt es auch eine Statistik ausgesparter CO2? Das scheint mir wichtiger.
Schweizer sind fanatische Bahnfahrer und sparen somit mehr CO2 im Bereich Logistik ein als Amerikaner, Spanier und Engländer. Das wird in dieser Statistik nicht berücksichtigt.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstrangen enden nicht bei einer Staatsgrenze, sondern bei einem Prellbock.

irreführende Statistik?

Altmann @, Amstetten, Sonntag, 14. April 2019, 16:22 (vor 220 Tagen) @ Oscar (NL)

Ich weiß zwar nicht, wo die Werte her kommen, vermute aber mal, dass man einfach die Starts auf Schweizer Flughäfen (inklusive Basel?) genommen hat.

Das wäre natürlich irreführend, da in Flugzeugen ab Zürich / Basel / Genf ja nicht nur Schweizer sitzen. Viele Deutsche / Franzosen / Ösis fliegen ja auch ab Schweizer Flughäfen (weil ´s z.B. in Vorarlberg gar keinen Flughafen gibt, oder weil ´s ab der Schweiz oft billiger ist).

Dazu kommt noch der Incoming-Tourismus (da sind wohl auch Urlauber enthalten, die in der Schweiz Urlaub machen).

Also generell sollte man solche Statistiken nicht überbewerten.

irreführende Statistik?

Aphex Twin, Sonntag, 14. April 2019, 17:19 (vor 220 Tagen) @ Oscar (NL)

1. Der Planet Erde ist es egal, woher der CO2 kommt. CO2 aus einem Düsenflieger verhält sich nicht anders als CO2 aus einer Diesellok. Also wenn schon CO2, dann nicht nur Flug-CO2 betrachten, sondern alle CO2. Sind die Schweizer dann immer noch ganz oben?

2. Schön, diese Statistik verursachter CO2. Gibt es auch eine Statistik ausgesparter CO2? Das scheint mir wichtiger.
Schweizer sind fanatische Bahnfahrer und sparen somit mehr CO2 im Bereich Logistik ein als Amerikaner, Spanier und Engländer. Das wird in dieser Statistik nicht berücksichtigt.

Wenn ich mich richtig erinnere produzieren die Schweizer trotz hoher Bahnnutzung überdurchschnittlich viel CO₂ im Strassenverkehr da in der Schweiz die Fahrzeuggrösse und Motorisierung merklich über den europäischen Durchschnitt liegen (wahrscheinlich weil die Schweizer im Durchschnitt auch merklich höhere Einkommen haben) und parallel zur Bahnnutzung auch noch viel Auto gefahren wird. Zwar ist der Modal Split Anteil (in Personenkilometern) in 2015 von PKWs in der Schweiz nur rund 75% gegenüber rund 85% in Deutschland, aber schon ein um 13% höherer Spritverbrauch (durch grössere, schwerere und stärker motorisierte Fahrzeuge) reicht aus um diesen Vorteil wettzumachen.

Privater motorisierter Strassenverkehr war in der Schweiz 2017 für 100,8 Mrd Personenkilometern verantwortlich, während Schienenverkehr 21,3 Mrd Personenkilometer beitrug und öffentlicher Strassenverkehr 4,5 Mrd Personenkilometer. Der Zuwachs seit dem Jahr 2000 betrug allerdings 64% für die Schiene und 'nur' 27% im privaten motorisierten Strassenverkehr (Quelle).

Ingesamt wird in der Schweiz dennoch deutlich weniger CO₂ pro Kopf (4.3 ton/Einwohner & Jahr) ausgestossen da der Energiesektor (und dank Elektrifizierung damit auch die Eisenbahn) fast komplett auf nominell CO₂-freien Quellen gespeist wird (Wasserkraft & Atom). In Deutschland war dieser Wert 2014 rund doppelt so hoch (8.9 ton/Einwohner & Jahr).

(Man muss sich bewusst sein dass all diese Daten aus unterschiedlichen Quellen kommen und neben unterschiedlichen Basisjahren damit auch auf unterschiedlichen Definitionen beruhen, z.B. gehören gecharterte Reisebusse zum privaten motorisierten Strassenverkehr in der Schweizer Statistik während sie in der europäischen Statistik zu den Bussen gezählt werden.)

irreführende Statistik?

Re 8/12 @, Winterthur, Sonntag, 14. April 2019, 20:27 (vor 220 Tagen) @ Aphex Twin

Die Erstveröffentlichung des Artikels findet sich übrigens hier. Ob sich der Vergleich auf die Einwohner oder die Flughafenbenutzer bezieht, wird allerdings auch nicht klar.

Wie auch immer - der Umstand, dass schweizerische Flughäfen auch von Einwohnern grenznaher Gebiete der Nachbarstaaten genutzt werden, vermag die Diskrepanz von einem Faktor >2 wohl nur zum kleinsten Teil zu erklären. (Übrigens treten umgekehrt auch viele Bewohner der Südschweiz ihre Flugreisen im italienischen Hub Malpensa an.)

Dass die Schweiz ihren Strom zu grossen Teilen nahezu CO2-frei produzieren kann, ist ein Geschenk der Natur. Dass hier mehr als doppelt so viel geflogen wird wie in den Nachbarländern, dürfte einerseits dem Reichtum und andererseits dem weitgehend fehlenden HGV geschuldet sein. Der Widerspruch zum Selbstbild und eigenen Anspruch der Schweizer lässt sich m.E. nicht wegdiskutieren.

--
[image]

irreführende Statistik?

Henrik @, Sonntag, 14. April 2019, 21:06 (vor 220 Tagen) @ Re 8/12

Die Erstveröffentlichung des Artikels findet sich übrigens hier.

Was meinst Du damit? das ist genau der selbe Artikel.

Ob sich der Vergleich auf die Einwohner oder die Flughafenbenutzer bezieht, wird allerdings auch nicht klar.

auf die was? Flughafenbenutzer? :D :D
Was sollte da dann rauskommen? ;)

ja, natürlich auf die Einwohner, steht auch so in der Quelle:

https://tourismdashboard.org/explore-the-data/carbon-emissions/

Wie auch immer - der Umstand, dass schweizerische Flughäfen auch von Einwohnern grenznaher Gebiete der Nachbarstaaten genutzt werden, vermag die Diskrepanz von einem Faktor >2 wohl nur zum kleinsten Teil zu erklären. (Übrigens treten umgekehrt auch viele Bewohner der Südschweiz ihre Flugreisen im italienischen Hub Malpensa an.)

und betrifft andere Länder ja auch (MUC).

Dass die Schweiz ihren Strom zu grossen Teilen nahezu CO2-frei produzieren kann, ist ein Geschenk der Natur.

und dem Atomstrom, 40% - in Deutschland 13%

Dass hier mehr als doppelt so viel geflogen wird wie in den Nachbarländern, dürfte einerseits dem Reichtum und andererseits dem weitgehend fehlenden HGV geschuldet sein. Der Widerspruch zum Selbstbild und eigenen Anspruch der Schweizer lässt sich m.E. nicht wegdiskutieren.

irreführende Statistik?

Re 8/12 @, Winterthur, Sonntag, 14. April 2019, 21:31 (vor 220 Tagen) @ Henrik

Was meinst Du damit? das ist genau der selbe Artikel.

Sorry, da habe ich mich vom Spiegel-Zitat irreführen lassen.

Ob sich der Vergleich auf die Einwohner oder die Flughafenbenutzer bezieht, wird allerdings auch nicht klar.


auf die was? Flughafenbenutzer? :D :D
Was sollte da dann rauskommen? ;)

ja, natürlich auf die Einwohner, steht auch so in der Quelle:

https://tourismdashboard.org/explore-the-data/carbon-emissions/

Steht es da drin? Die Frage ist ja, ob z.B. bei den Reisendenzahlen von Zürich-Kloten jene mit Wohnsitz im Ausland rausgerechnet wurden.

und betrifft andere Länder ja auch (MUC).

Die Anreise von der Schweiz nach München, Frankfurt oder Paris dauert ja dann doch mehrere Stunden und dürfte sich nur in Ausnahmefällen lohnen.

und dem Atomstrom, 40% - in Deutschland 13%

Die Diskussion, inwieweit Atomstrom CO2-frei oder -arm ist, wollte ich jetzt mal aussen vor lassen.

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irreführende Statistik?

Altmann @, Amstetten, Sonntag, 14. April 2019, 22:04 (vor 220 Tagen) @ Re 8/12

Steht es da drin? Die Frage ist ja, ob z.B. bei den Reisendenzahlen von Zürich-Kloten jene mit Wohnsitz im Ausland rausgerechnet wurden.

Es würde ja auch nicht reichen, diese Reisenden rauszurechnen, man müsste das ja für alle Flughäfen in allen genannten Ländern machen (zwecks Vergleichbarkeit). Meiner Meinung nach ist das undurchführbar (weil es diese Zahlen wohl gar nicht weltweit gibt), und daher geh ich davon aus, dass das nicht passiert.

Möglich wäre wohl bestenfalls, dass Umsteiger rausgerechnet wurden (die das Bild natürlich noch mehr verzerren würden).

Und außerdem betreffen solche Unschärfen natürlich kleine Länder wie die Schweiz stärker wie große Länder (Liechtenstein hat hingegen gar keinen Flugverkehr, die sind also die besten! ;-)).

und betrifft andere Länder ja auch (MUC).


Die Anreise von der Schweiz nach München, Frankfurt oder Paris dauert ja dann doch mehrere Stunden und dürfte sich nur in Ausnahmefällen lohnen.

Nun ja, viele Ösis fliegen schon ab MUC (mehr als ab ZRH), hab ich selbst auch schon oft gemacht. Aber dennoch ist der Anteil der Deutschen und Franzosen ab Schweizer Flughäfen nicht zu unterschätzen (Einzugsgebiet von GVA, BSL, und halb BaWü fliegt wohl ab ZRH).

irreführende Statistik?

Henrik @, Sonntag, 14. April 2019, 22:20 (vor 220 Tagen) @ Altmann

Steht es da drin? Die Frage ist ja, ob z.B. bei den Reisendenzahlen von Zürich-Kloten jene mit Wohnsitz im Ausland rausgerechnet wurden.

Es würde ja auch nicht reichen, diese Reisenden rauszurechnen, man müsste das ja für alle Flughäfen in allen genannten Ländern machen (zwecks Vergleichbarkeit). Meiner Meinung nach ist das undurchführbar (weil es diese Zahlen wohl gar nicht weltweit gibt), und daher geh ich davon aus, dass das nicht passiert.

Die Zahlen wirds wohl geben, wäre aber gewiss nochmal komplizierter und vor allem am Thema vorbei. Das wäre ein Verfälschen.

Möglich wäre wohl bestenfalls, dass Umsteiger rausgerechnet wurden (die das Bild natürlich noch mehr verzerren würden).

in der Schweiz Umsteiger sind nicht in den Schweiz-Zahlen enthalten, sondern im Ursprungsland - ‘origin of trip’.

To calculate emissions for each country, CO2 associated with all flights originating in a particular country were summed up. This includes both domestic and international trips. The logic for using ‘origin of trip’ is that it helps to attribute the emissions of a particular itinerary (including the whole trip from origin, via up to two transit points, to the destination) to a given country in a consistent way. The approach is a people-focused one (since the whole one-way journey is attributed to the country of departure); an alternative method would strictly allocate each individual take-off to the country where it occurred. The difference is that in the current Dashboard methodology, a flight from Sydney to London via Singapore will be fully counted towards Australia’s aviation emissions. In the alternative approach, the Singapore to London sector would be attributed to Singapore.

Und außerdem betreffen solche Unschärfen natürlich kleine Länder wie die Schweiz stärker wie große Länder

ja.

und betrifft andere Länder ja auch (MUC).

Die Anreise von der Schweiz nach München, Frankfurt oder Paris dauert ja dann doch mehrere Stunden und dürfte sich nur in Ausnahmefällen lohnen.

Nun ja, viele Ösis fliegen schon ab MUC

genau das war gemeint, ja.

irreführende Statistik?

Henrik @, Sonntag, 14. April 2019, 22:08 (vor 220 Tagen) @ Re 8/12

Ob sich der Vergleich auf die Einwohner oder die Flughafenbenutzer bezieht, wird allerdings auch nicht klar.

ja, natürlich auf die Einwohner, steht auch so in der Quelle:

https://tourismdashboard.org/explore-the-data/carbon-emissions/

Steht es da drin? Die Frage ist ja, ob z.B. bei den Reisendenzahlen von Zürich-Kloten jene mit Wohnsitz im Ausland rausgerechnet wurden.

Emissions are also shown per capita of population to provide a measure of dependency on air travel and also vulnerability to emission-related policies

Teile die absoluten Zahlen durch die Einwohner, dann erhältst Du die genannten relativen Zahlen.
Ein Flug von Zürich ab, ist einer der in der Schweiz abhebt. Wieso sollte man den bzw. einzelne Passagiere rausrechnen?

und betrifft andere Länder ja auch (MUC).

Die Anreise von der Schweiz nach München, Frankfurt oder Paris dauert ja dann doch mehrere Stunden und dürfte sich nur in Ausnahmefällen lohnen.

Das Einzugsgebiet von MUC reicht bis zum Bodensee sowie nach Österreich, Norditalien und in die Tschechische Republik.

und dem Atomstrom, 40% - in Deutschland 13%

Die Diskussion, inwieweit Atomstrom CO2-frei oder -arm ist, wollte ich jetzt mal aussen vor lassen.

Es geht ja auch nicht darum, was Du persönlich davon hältst.. ;)

irreführende Statistik?

Re 8/12 @, Winterthur, Montag, 15. April 2019, 00:17 (vor 220 Tagen) @ Henrik

Teile die absoluten Zahlen durch die Einwohner, dann erhältst Du die genannten relativen Zahlen.
Ein Flug von Zürich ab, ist einer der in der Schweiz abhebt. Wieso sollte man den bzw. einzelne Passagiere rausrechnen?


Das dünkt mich schon ziemlich klar: Weil nicht alle, die in Zürich abheben, Einwohner der Schweiz sind. Ob man Süddeutschen und Elsässer da zuverlässig rausrechnen könnte und wie man das dann mit den im Ausland abhebenden Schweizern machen müsste, ist eine andere Frage.

Können wir versuchen, uns mit einer groben Schätzung des Einzugsgebiets der Schweizer Flughäfen zu behelfen? BW hat 11 Mio. Einwohner, das Elsass knapp 2, die Schweiz 8,5. Würde das Einzugsgebiet also 14 Mio. Leute umfassen, so würden die Schweizer nicht mehr doppelt so viel fliegen wie ihre Nachbarn, sondern der Faktor würde sich verringern auf 2 : (14 : 8,5) = 1,24. Nimmt man vorsichtig nur ein Einzugsgebiet von 11 Mio. an, so kommt man auf einen Faktor 1,55.

Der Unterschied dürfte letztlich immer noch deutlich bleiben.

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irreführende Statistik?

Henrik @, Montag, 15. April 2019, 00:44 (vor 220 Tagen) @ Re 8/12

Emissions are also shown per capita of population to provide a measure of dependency on air travel and also vulnerability to emission-related policies

Teile die absoluten Zahlen durch die Einwohner, dann erhältst Du die genannten relativen Zahlen.
Ein Flug von Zürich ab, ist einer der in der Schweiz abhebt. Wieso sollte man den bzw. einzelne Passagiere rausrechnen?

Das dünkt mich schon ziemlich klar: Weil nicht alle, die in Zürich abheben, Einwohner der Schweiz sind. Ob man Süddeutschen und Elsässer da zuverlässig rausrechnen könnte und wie man das dann mit den im Ausland abhebenden Schweizern machen müsste, ist eine andere Frage.

Der Planet Erde ist es egal, welche Staatsangehörigkeit derjenige besitzt, der in der Schweiz das CO2 verursacht. CO2 aus einem Düsenflieger, das in der Schweiz abhebt, verhält sich nicht anders, wenn in dem Flieger verhältnismäßig mehr oder weniger Schweizer sitzen.

irreführende Statistik?

Re 8/12 @, Winterthur, Montag, 15. April 2019, 11:00 (vor 220 Tagen) @ Henrik

Dem Planeten ist es auch egal, ob er von Menschen bewohnt wird oder nicht. Aber wir diskutieren ja hier nicht zwischen Planet und Universum, sondern - hauptsächlich - zwischen Deutschen und Schweizern.

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Henrik @, Montag, 15. April 2019, 16:22 (vor 219 Tagen) @ Re 8/12

Dem Planeten ist es auch egal, ob er von Menschen bewohnt wird oder nicht. Aber wir diskutieren ja hier nicht zwischen Planet und Universum

doch genau darum, um die Atmosphäre - um die klimaschädlichen Treibhausgase in ebendieser, speziell CO2, durch Flugverkehr verursachte CO2-Emissionen
und wie die Staaten, die Länder dieser Erde zu dieser Konzentration beitragen und auch was sie dazu tun, dieses zu reduzieren bzw. ob überhaupt (emission-related policies).

sondern - hauptsächlich - zwischen Deutschen und Schweizern.

Nein, nicht ansatzweise.
Um Landsmänner ging es gar nicht, schon gar nicht um Deutsche.
Das Pariser Klimaschutzabkommen wurde von Staaten bzw. deren Vertreter unterschrieben, nicht von Massen von Individuen, Staatsbürgern, Nationalisten oder Chauvinisten.

Es geht in jenem Artikel um den
durch Flugverkehr in der Schweiz verursachte CO2-Emissionen pro Einwohner.
bzw. auch im Vergleich zu anderen Staaten.

irreführende Statistik?

Re 8/12 @, Winterthur, Montag, 15. April 2019, 17:02 (vor 219 Tagen) @ Henrik

Jetzt verstehe ich wirklich nicht, worauf du hinauswillst. Es geht um die Verkehrspolitik der Schweiz und das Verhalten ihrer Einwohner, beides im Vergleich zu den Nachbar- und weiteren Ländern. Das wichtigste Nachbarland der Schweiz, zumindest für die Deutschschweizer, ist übrigens Deutschland.

Ich denke, wir meinen beide dasselbe.

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Henrik @, Montag, 15. April 2019, 17:20 (vor 219 Tagen) @ Re 8/12

Es geht in jenem Artikel um den
durch Flugverkehr in der Schweiz verursachte CO2-Emissionen pro Einwohner.
bzw. auch im Vergleich zu anderen Staaten.

Jetzt verstehe ich wirklich nicht, worauf du hinauswillst. Es geht um die Verkehrspolitik der Schweiz

Wenn Du Deinen ersten Satz streichst, wenigstens den Gedanken dazu, dann hast Du's doch, dann solltest Du es doch verstanden haben.

und das Verhalten ihrer Einwohner

plus sonstiger Menschen, die sich in jenem Ländle bewegen, sich aufhalten, vor allem fliegen - eben CO2 emittieren.

beides im Vergleich zu den Nachbar- und weiteren Ländern.

Ich denke, wir meinen beide dasselbe.

dann ist doch gut (um mich geht's hier eh nicht^^ - um den Artikel bzw. Quelle)

irreführende Statistik?

Re 8/12 @, Winterthur, Montag, 15. April 2019, 17:39 (vor 219 Tagen) @ Henrik

Wenn Du Deinen ersten Satz streichst, wenigstens den Gedanken dazu, dann hast Du's doch, dann solltest Du es doch verstanden haben.

Welchen jetzt genau? Ich fürchte, dass ich den, den du meinst, doch nicht ohne zwingende Argumente zurücknehmen möchte ;)

plus sonstiger Menschen, die sich in jenem Ländle bewegen, sich aufhalten, vor allem fliegen - eben CO2 emittieren.

Die Gäste aus dem Ausland hab ich der Einfachheit halber unerwähnt gelassen. Sie sind allerdings ein wesentlicher Grund, warum die Schweizer Politik weit von der Erhebung einer Flugticket- oder einer Kerosinsteuer entfernt ist. M.E. macht sie dabei einen Denkfehler: Abgaben auf das Fliegen würden zwar vielleicht den einen oder anderen Touristen von einer Reise in die Schweiz abhalten. Im Gegenzug würden nicht wenige Einwohner der Schweiz ihre Ferien im Inland verbringen, statt in irgendwelche Billigdestionationen zu fliegen.

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irreführende Statistik?

Henrik @, Montag, 15. April 2019, 18:33 (vor 219 Tagen) @ Re 8/12

Es geht in jenem Artikel um den
durch Flugverkehr in der Schweiz verursachte CO2-Emissionen pro Einwohner.
bzw. auch im Vergleich zu anderen Staaten.

Jetzt verstehe ich wirklich nicht, worauf du hinauswillst. Es geht um die Verkehrspolitik der Schweiz

Wenn Du Deinen ersten Satz streichst, wenigstens den Gedanken dazu, dann hast Du's doch, dann solltest Du es doch verstanden haben.

Welchen jetzt genau? Ich fürchte, dass ich den, den du meinst, doch nicht ohne zwingende Argumente zurücknehmen möchte ;)

fett markiert.

Wenn Du meinst, ihn nicht weglassen zu können, ergeben Deine übrigen Sätze keinen Sinn mehr, da widersprüchlich.^^

plus sonstiger Menschen, die sich in jenem Ländle bewegen, sich aufhalten, vor allem fliegen - eben CO2 emittieren.

irreführende Statistik?

Re 8/12 @, Winterthur, Montag, 15. April 2019, 18:46 (vor 219 Tagen) @ Henrik

Gut, den kann ich notfalls opfern.

Aber als Deutscher bist du natürlich sehr wohl auch persönlich betroffen - zumindest falls du im Norden wohnen solltest und dein Hsus nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegt.

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irreführende Statistik?

Henrik @, Montag, 15. April 2019, 19:49 (vor 219 Tagen) @ Re 8/12

Gut, den kann ich notfalls opfern.

tu Dir keinen Zwang an ;)

Aber als Deutscher bist du natürlich sehr wohl auch persönlich betroffen

und? selbst wenn es so wäre, sollte das auf gar keinen Falle die Maxime sein,
das spräche einem achtsam Umgang mit der Umwelt komplett konträr entgegen.
Und was sollte Dich das interessieren oder sonstjemanden?
Vor allem ist der Umwelt eine Nationalität eines Individuums eh egal (ob nun Deutsche oder wasanderes)

als Deutscher wäre man allenfalls dann betroffen, wenn man sich irgendwo aufhält,
da Deutsche die Reiseweltmeister schlechthin sind, triffts in dem Punkte dann wieder ein wenig.

- zumindest falls du im Norden wohnen solltest und dein Haus nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegt.

wenige Centimeter (direkt am Strand).

Und? Was sollte daran so besonders sein?

Es könnten häufiger Stürme geben und vielleicht auch etwas heftiger.
Wer damit nicht zurecht kommt, sollte sich an der Küste zu entsprechenden Zeiten nicht aufhalten.
Unsere Küsten selbst kommen damit bestens zurecht, erst recht nachdem wir jüngst nochmal Milliarden in Küsten- und Hochwasserschutz investiert haben, das geht rein bis in die komplette Innenstadt von Hannover.
Außer unnötiger Hysterie wirds da nichts geben.
Wann gabs wohl mehr und heftigere Sturmfluten da oben an der Ostseeküste, in der ersten oder in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts?!^^
Wann war das schwerste bekannte Ostseesturmhochwasser? 1872. Kann man noch an jeder Gemeinde dort ablesen.
1625 wars auch sehr heftig. Spuren von 1304 sind heute noch zu sehen.
Keine der Hochwasser der letzten 50 Jahre kam auch nur annäherend an die Hochwasser der 70 Jahre zuvor heran.

witzig sind auch die hysterischen Holländer, die aus paranoider Angst, ihr Land würde in 10 Jahren untergehen, seit 15 Jahren den halben Westharz aufgekauft haben und ihre Häuser da bauen.

Deutschland und die Bewohner werden kaum bis gar keinen Schaden vom Klimawandel haben - aber wir verursachen ihn, mit am meisten. super.
Den Schaden haben andere zu tragen. das kommt im Artikel ja auch gut rüber.

irreführende Statistik?

Re 8/12 @, Winterthur, Dienstag, 16. April 2019, 03:29 (vor 219 Tagen) @ Henrik

Du hast natürlich insofern recht, als die Lebenschancen aller Menschen gleich viel wert sind. Aus ganz pragmatischer Sicht ist für mich als deutschsprachigen Schweizer natürlich das Risiko, mit unangenehmen Fragen konfrontiert zu werden, wesentlich grösser, wenn die Norddeutsche Tiefebene betroffen ist, als wenn es etwa um Tuvalu geht.

So gesehen beruhigen mich deine weiteren Ausführungen ungemein ;)

Holländer und Deutsche wissen bekanntlich, wie man Deiche baut, und können sich das auch leisten. Dadurch sind wir in Europa wohl tatsächlich nicht so stark betroffen wie vielleicht Bangla Desh. Trotzdem ist davonn auszugehen, dass Extremsituationen auch hier zunehmen. Wir stehen ja erst am Anfang des Ganzen.

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irreführende Statistik?

Henrik @, Dienstag, 16. April 2019, 05:13 (vor 219 Tagen) @ Re 8/12

Du hast natürlich insofern recht, als die Lebenschancen aller Menschen gleich viel wert sind.

das hab ich gewiss nicht gesagt, geschweige gemeint,
aber hört sich nett an.. ;)

Aus ganz pragmatischer Sicht ist für mich als deutschsprachigen Schweizer natürlich das Risiko, mit unangenehmen Fragen konfrontiert zu werden, wesentlich grösser, wenn die Norddeutsche Tiefebene betroffen ist, als wenn es etwa um Tuvalu geht.

da verstehe ich einiges nicht.
Risiko? Inwiefern Risiko? Was für unangenehmen Fragen? Deine eigene persönliche Moral betreffend? Bist Du mit der nicht im reinen? Passt hier thematisch also nicht ganz rein.
deutschsprachig? Schweizer? hö? was ist mit der spanischsprechenden Italienerin und der tschechisch sprechenden Kroatin? dem englischsprechenden Brasilianer? Die genauso oder nicht, und wenn ja wieviele?
Tuvalu - ein Atoll im Pazifik mit paar Tausend Einwohnern, gehört aber doch zu unser westlichen Welt. Wo soll da nun der Unterschied zur Norddeutschen Tiefebene sein?
Passiert was mit Tuvalu, so kriegen wir das mit. Vom Tsunami vor 14 Jahren waren wir auch gut mit betroffen und es war ein gewisses Mega-Ereignis. Das kommt da einfach auf das Blickfeld an, 9/11 ist uns allen ein Begriff, bis ins letzte Detail - 2 Jahre zuvor starben 7x soviele bei einem Erdbeben in der Türkei - hat hier niemanden interessiert, betraf uns nicht.
Waldbrände von Malibu?

So gesehen beruhigen mich deine weiteren Ausführungen ungemein ;)

Holländer und Deutsche wissen bekanntlich, wie man Deiche baut, und können sich das auch leisten. Dadurch sind wir in Europa wohl tatsächlich nicht so stark betroffen wie vielleicht Bangla Desh.

hauptsächlich ist es die geografische Lage.. und natürlich eben die wirtschaftliche Stärke, ja.
Am stärksten betroffen sind die armen Entwicklungsländer.

Trotzdem ist davon auszugehen, dass Extremsituationen auch hier zunehmen.

gewiss, aber das wäre ja auch nur ein einziger Aspekt und muss ja eben gar nicht mal negativ wahrgenommen werden, s.o.:
"Betrachtet man den Hitzesommer 2018, gehören wir sogar zu den Profiteuren. Okay, ein paar Fische sind gestorben. Aber sonst? Es war prächtig mediterran."

irreführende Statistik?

Re 8/12 @, Winterthur, Dienstag, 16. April 2019, 12:19 (vor 218 Tagen) @ Henrik

Deine eigene persönliche Moral betreffend? Bist Du mit der nicht im reinen?

Yep - also nicht. Konsequenterweise müsste ich z.B. auf den Verzehr von Fleisch verzichten, tue es aber nicht.

Passt hier thematisch also nicht ganz rein.

Bist du sicher?

Das kommt da einfach auf das Blickfeld an, 9/11 ist uns allen ein Begriff, bis ins letzte Detail - 2 Jahre zuvor starben 7x soviele bei einem Erdbeben in der Türkei - hat hier niemanden interessiert, betraf uns nicht.

Abgesehen davon, dass auch bei 9/11 einige kleinere Details durchaus noch im Unklaren liegen: Natürlich sind solche Diskrepanzen beklagenswert.

(...) s.o.:
"Betrachtet man den Hitzesommer 2018, gehören wir sogar zu den Profiteuren. Okay, ein paar Fische sind gestorben. Aber sonst? Es war prächtig mediterran."

Dieses Zitat kann man ja nicht anders denn als Zynismus verstehen.

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irreführende Statistik?

Henrik @, Mittwoch, 17. April 2019, 04:17 (vor 218 Tagen) @ Re 8/12

Deine eigene persönliche Moral betreffend? Bist Du mit der nicht im reinen?

Yep - also nicht. Konsequenterweise müsste ich z.B. auf den Verzehr von Fleisch verzichten, tue es aber nicht.

komplett verzichten meinst du nicht, sondern reduzieren bzw. achtsam ernähren.
Und wieso tust Du's nicht?

Passt hier thematisch also nicht ganz rein.

Bist du sicher?

Du bist mit Deiner eigenen persönliche Moral nicht im reinen - das bezieht sich aber nicht rein speziell auf den Themenkomplex Klimawandel/Umweltzerstörung.
Oder wie sieht's mit den Klamotten aus, die Du trägst, von den Socken bis zur Mütze und Deiner Haltung zu Kinder- und Sklavenarbeit?
Insofern passt das hier nicht rein,
lerne mit Deinen eigenen Moralvorstellungen umzugehen, akzeptiere Dich selbst.
Was meinst Du, was Du sein solltest? Der erste Mensch mit weißer Weste? ooh, pardon, hier im Forum gibt's schon massenhaft von solchen, wärest dann hier schonmal richtig. ;)

Nehm ich Dir eh nicht ab.
Ich halte das Unverständnis eh eher für ein rein semantisches Problem.
Risiko ist schlicht das falsche Wort - es besteht kein Risiko
und unangenehm sind Dir derlei Themenkomplexe nicht, ganz im Gegenteil - Du schreibst in diesem Thread schließlich, hast das in der Schule von vorne bis hinten gehabt etc.

höhere Wahrscheinlichkeit anstatt Risiko
gewisse Themengebiete anstatt unangenehme Fragen

Du willst aber auch hoffentlich nicht behaupten, dass Du Dich am liebsten nur deswegen achtsamer ernähren möchtest (Fleisch), weil es in 30 Jahren deswegen Auswirkungen auf die Umwelt/Natur/Klima/.. haben könnte. o.O

Das kommt da einfach auf das Blickfeld an, 9/11 ist uns allen ein Begriff, bis ins letzte Detail - 2 Jahre zuvor starben 7x soviele bei einem Erdbeben in der Türkei - hat hier niemanden interessiert, betraf uns nicht.

Natürlich sind solche Diskrepanzen beklagenswert.

Natürlich ist es das in erster Linie nicht.
Zunächst einmal stellt es die selektive Wahrnehmung dar
und das ist was völlig natürliches, total menschliches.

(...) s.o.:
"Betrachtet man den Hitzesommer 2018, gehören wir sogar zu den Profiteuren. Okay, ein paar Fische sind gestorben. Aber sonst? Es war prächtig mediterran."

Dieses Zitat kann man ja nicht anders denn als Zynismus verstehen.

so soll es wohl gemeint gewesen sein.
Klimawandel an sich ist zunächst einmal wertneutral.
Das wird natürlich oft negativ dargestellt, hat aber natürlich ebenso auch positive Seiten, s.o.

irreführende Statistik?

Altmann @, Amstetten, Montag, 15. April 2019, 20:14 (vor 219 Tagen) @ Re 8/12

Die Gäste aus dem Ausland hab ich der Einfachheit halber unerwähnt gelassen.

Würd ich aber nicht vernachlässigen. Gerade in der Schweiz sind das oft Gäste aus Übersee mit entsprechendem CO2-Footprint.

Abgaben auf das Fliegen würden zwar vielleicht den einen oder anderen Touristen von einer Reise in die Schweiz abhalten. Im Gegenzug würden nicht wenige Einwohner der Schweiz ihre Ferien im Inland verbringen, statt in irgendwelche Billigdestionationen zu fliegen.

Nun ja, die Effekte einer Abflugsteuer würd ich nicht überbewerten. Der Flughafen Wien ist (trotz Abflugsteuer) im steilen Aufwind, während die Landebahn des benachbarten Flughafen Bratislava (ohne Abflugsteuer) primär von Störchen genutzt wird.

Außerdem sind sowohl Schweiz-Urlauber als auch Schweizer eher nicht überdurchschnittlich preissensibel (um es mal vorsichtig auszudrücken).

Natürlich ist das alles Lug und Trug

Blaschke, Osnabrück, Sonntag, 14. April 2019, 23:10 (vor 220 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo.

Merke: selbstverständlich findet in der Schweiz Verkehr ausschließlich auf Schiene oder als ÖPNV statt. Autos hat da niemand, inländische Lkw gibt's auch nicht. Und innerschweizer Flugverkehr auch nicht. Wohin auch?

Wenn sich trotzdem ein Pkw in die Schweiz verirrt oder ein Lkw, ein Fernbus, oder ein Flieger am Himmel kreist, dann kann das nur ein böser scheiß Ausländer sein; Deutscher womöglich noch. Einer dieser Blöden, die nicht wissen, was richtig ist.

Und wo das hier auch angesprochenen wird: wenn die Schweiz ein AKW betreibt, dann ist das dort selbstverständlich umweltfreundlich und nachhaltig.


Schöne Grüße von jörg

--
"Wenn Sie für die Eisenbahn arbeiten, dann sind Sie immer auf der Seite der Guten!"

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (07.05.2019)

Na bitte! ;-)

NL: mangelnde Anbindung an Europa-HGV-Netz?

Oscar (NL) @, Eindhoven (NL), Montag, 15. April 2019, 09:12 (vor 220 Tagen) @ Oscar (NL)

Re 8/12:

Dass hier mehr als doppelt so viel geflogen wird wie in den Nachbarländern, dürfte einerseits [1] dem Reichtum und andererseits [2] dem weitgehend fehlenden HGV geschuldet sein.

Eher [1] als [2]. Bei uns in NL fehlt der HGV auch weitgehend, aber dennoch stehen die Niederlande noch unter der Schweiz.
Übrigens sind wir vor allem Liebhaber von Billigflügen.

Henrik:

https://tourismdashboard.org/explore-the-data/carbon-emissions/

Danke für die Verknüpfung.
Die Schweiz produziert also 548 kg CO2 pro Jahr pro Einwohner. Bei NL liegt die Zahl bei 303, BE 242, DE 221, FR 232, AT 254, IT 239.
Wir sind also wesentlich schlechter dabei als die anderen Staaten. Anbindung an das Europa-HGV-Netz könnte also doch ein Grund sein. BE hat Verbindungen mit Amsterdam, Köln, Paris und London; NL zwar auch, aber nicht in dem Mass von Belgien. Zudem ist Brüssel-Köln echter HGV und Amsterdam-Köln nicht schneller als ein IC. Amsterdam-Berlin würde ich auch nicht zum HGV rechnen.
AT hat Pseudo-HGV auf der Achse Wien-Linz-Salzburg-Innsbruck.

The logic for using  ‘origin of trip’ is that it helps to attribute the emissions of a particular itinerary (including  the whole trip from origin, via up to two transit points, to the destination) to a given country in a consistent way.

Während die Schweizer Weltmeister im Bahnfahren sind, sind wir Niederländer Weltmeister in Statistiken fälschen / frustrieren.
Jan aus Eindhoven fährt mit seiner Blechkiste nach Brüssel, Brüssel Süd (Charleroi), Düsseldorf (inkl. Niederrhein) oder Köln/Bonn und fliegt dort ab. Somit hat Jan seinen Flugspass und kommt das Carbon-Footprint zulasten Nachbarstaaten.
Übrigens fliegen hier in Eindhoven auch viele Belgier ab.
Deutsche die in NL abfliegen, das scheint mir weniger logisch, weil Deutschland schon über gute Aviation Hubs verfügt (FRA, CGN?, DUS).

Was ich allerdings hier vermisse, ist der Beitrag des Lufttransports zum totalen CO2-Ausstoss. Hier lese ich allerdings:

Aviation is responsible for 12% of CO2 emissions from all transports sources, compared to 74% from road transport.

Zwar nicht unbedeutend, aber auf der Strasse ist mehr als sechs mal so viel zu holen.
Kann es sein, dass die Schweizer lieber Lastkraftwagen (a.k.a. Brummis?) von den Autobahnen entfernen? Oder sogar dermassen erfolgreich damit sind, dass der CO2-Ausstoss der schweizer Fliegerei, verglichen mit der CO2-Aussparung auf der Strasse, nur ein Katzenspiel ist?


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstrangen enden nicht bei einer Staatsgrenze, sondern bei einem Prellbock.

NL: mangelnde Anbindung an Europa-HGV-Netz?

Re 8/12 @, Winterthur, Montag, 15. April 2019, 17:11 (vor 219 Tagen) @ Oscar (NL)

Jan aus Eindhoven fährt mit seiner Blechkiste nach Brüssel, Brüssel Süd (Charleroi), Düsseldorf (inkl. Niederrhein) oder Köln/Bonn und fliegt dort ab. Somit hat Jan seinen Flugspass und kommt das Carbon-Footprint zulasten Nachbarstaaten.

Ob das CO2 von Jan's Auslandflügen dem Footprint der Niederlande oder jenem der Nachbarländer angerechnet wird, ist meines Wissens nach wie vor offen.

Aviation is responsible for 12% of CO2 emissions from all transports sources, compared to 74% from road transport.

Achtung: 12 Prozent ist gar nicht so wenig, und der Anteil dürfte rapide am Steigen sein.

Kann es sein, dass die Schweizer lieber Lastkraftwagen (a.k.a. Brummis?) von den Autobahnen entfernen? Oder sogar dermassen erfolgreich damit sind, dass der CO2-Ausstoss der schweizer Fliegerei, verglichen mit der CO2-Aussparung auf der Strasse, nur ein Katzenspiel ist?

Nochmals Achtung: 12 Prozent ist der Anteil der Fliegerei am gesamten Verkehr weltweit. In der Schweiz mit nur wenig Brummis, aber viel Flugreisenden, dürfte er deutlich höher liegen - Tendenz wie gesagt steigend. Da wäre sehr wohl noch was zu holen und vor allem für die Zukunft einiges zu verhindern.

--
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NL: mangelnde Anbindung an Europa-HGV-Netz?

Henrik @, Dienstag, 16. April 2019, 01:47 (vor 219 Tagen) @ Oscar (NL)

Re 8/12:

Dass hier mehr als doppelt so viel geflogen wird wie in den Nachbarländern, dürfte einerseits [1] dem Reichtum und andererseits [2] dem weitgehend fehlenden HGV geschuldet sein.


Eher [1] als [2]. Bei uns in NL fehlt der HGV auch weitgehend, aber dennoch stehen die Niederlande noch unter der Schweiz.
Übrigens sind wir vor allem Liebhaber von Billigflügen.

Henrik:

https://tourismdashboard.org/explore-the-data/carbon-emissions/


Danke für die Verknüpfung.
Die Schweiz produziert also 548 kg CO2 pro Jahr pro Einwohner. Bei NL liegt die Zahl bei 303, BE 242, DE 221, FR 232, AT 254, IT 239.
Wir sind also wesentlich schlechter dabei als die anderen Staaten. Anbindung an das Europa-HGV-Netz könnte also doch ein Grund sein. BE hat Verbindungen mit Amsterdam, Köln, Paris und London; NL zwar auch, aber nicht in dem Mass von Belgien. Zudem ist Brüssel-Köln echter HGV und Amsterdam-Köln nicht schneller als ein IC. Amsterdam-Berlin würde ich auch nicht zum HGV rechnen.

zudem hat Holland mit AMS einen der besten Flughäfen der Welt und mit KLM eine der besten Airlines ;)
sowas zieht natürlich.
Von den 70 Mio Passagieren sind die Hälfte Umsteiger - verbleiben immer noch dann 35 Mio Passagiere. da kommt man weltweit überall hin.
innerhalb Europas sind die Top Destinationen London-Heathrow, Barcelona, Paris-CDG, Rom und Kopenhagen,
im deutschsprachigen Raum Frankfurt, München, Zürich und Wien.

AT hat Pseudo-HGV auf der Achse Wien-Linz-Salzburg-Innsbruck.

ja, nicht wirklich HGV und mit Wien nen großen grenznahen Flughafen.

The logic for using  ‘origin of trip’ is that it helps to attribute the emissions of a particular itinerary (including  the whole trip from origin, via up to two transit points, to the destination) to a given country in a consistent way.

Während die Schweizer Weltmeister im Bahnfahren sind, sind wir Niederländer Weltmeister in Statistiken fälschen / frustrieren.
Jan aus Eindhoven fährt mit seiner Blechkiste nach Brüssel, Brüssel Süd (Charleroi), Düsseldorf (inkl. Niederrhein) oder Köln/Bonn und fliegt dort ab. Somit hat Jan seinen Flugspass und kommt das Carbon-Footprint zulasten Nachbarstaaten.

..und das ja auch zurecht.
Wenn Niederlande es schafft durch emission-related policies (Flugverkehrssteuer o.ä.), dass Flugverkehr von heimischen Flughäfen unattraktiver wird, dann haben sie doch ihre Hausaufgaben erledigt. Fahren die Holländer nun ins Ausland, um von dort abzufliegen, dann ist es das Problem der anderen Länder.
Niederrhein / Weeze ist ja eigentlich fast schon in Holland, da fehlen ja eh nur paar Meter.

Übrigens fliegen hier in Eindhoven auch viele Belgier ab.
Deutsche die in NL abfliegen, das scheint mir weniger logisch, weil Deutschland schon über gute Aviation Hubs verfügt (FRA, CGN?, DUS).

CGN ist ein Billigflieger-Airport, kein Hub. DUS ist auch kein Hub, ist zu klein.
FRA & MUC sind Hubs und ja auch recht bedeutende, sind aber eben LH, recht teuer.
Für Deutsche lohnt es sich sehr, AMS zu nutzen, aber eben auch nur als Umsteiger, nicht direkt von dort. Mit Zubringerflug ab Deutschland ist es bedeutend günstiger. Insofern gehen diese Passagiere in dieser Statistik in Deutschland rein, auch zurecht.

Was ich allerdings hier vermisse, ist der Beitrag des Lufttransports zum totalen CO2-Ausstoss. Hier lese ich allerdings:

Aviation is responsible for 12% of CO2 emissions from all transports sources, compared to 74% from road transport.

und dort direkt drüber steht der Anteil zum totalen CO2-Ausstoß, die 2%, sind ja auch recht bekannt.

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https://www.klimaschutz-portal.aero/klimakiller-nr-1/

noch im Jahre 2010 waren es 3%,
nimmt also ab und wird auch noch weiter abnehmen.

https://www.bdl.aero/de/publikation/klimaschutzreport/

Zwar nicht unbedeutend, aber auf der Straße ist mehr als sechs mal so viel zu holen.

Ja.

Kann es sein, dass die Schweizer lieber Lastkraftwagen (a.k.a. Brummis?) von den Autobahnen entfernen?

hehe ;)
naja, nun, das machen sie ja nicht aus guten Klimaschutzgründen, sondern aus Lärmschutzgründen, wollen die Brummis halt nicht durch ihre Dörfer fahren sehen bzw. hören.

Oder sogar dermassen erfolgreich damit sind, dass der CO2-Ausstoss der schweizer Fliegerei, verglichen mit der CO2-Aussparung auf der Strasse, nur ein Katzenspiel ist?

hehe
Natürlich kann auch nur der viel einsparen, der auch viel hat.. ;) :D

Andere Länder betrifft das natürlich genauso, s.o.
Anteil des innerdeutschen Luftverkehrs an den deutschen CO2-Emissionen beträgt lediglich 0,3%
Die CO2-Aussparung auf der Straße liegt da natürlich ganz gewiss drüber. ;)

NL: mangelnde Anbindung an Europa-HGV-Netz?

Re 8/12 @, Winterthur, Dienstag, 16. April 2019, 03:16 (vor 219 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von Re 8/12, Dienstag, 16. April 2019, 03:20

und dort direkt drüber steht der Anteil zum totalen CO2-Ausstoß, die 2%, sind ja auch recht bekannt.

Hätte ich jetzt nicht auswendig sagen können ;)

Aber die Zahl scheint mir insofern nicht allzu aussagekräftig, als weite Teile der Menschheit sich eben eh keine Flugreisen leisten können. Bei den Industrieländern dürfte der Anteil somit entsprechend höher liegen.

naja, nun, das machen sie ja nicht aus guten Klimaschutzgründen, sondern aus Lärmschutzgründen, wollen die Brummis halt nicht durch ihre Dörfer fahren sehen bzw. hören.

Nicht ganz falsch - aber es ist schon nicht nur der Lärm; in den engen Alpentälern kann es je nach Wetterlage auch zu unangenehm hohen Abfaskonzentrationen kommen.

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NL: mangelnde Anbindung an Europa-HGV-Netz?

Henrik @, Dienstag, 16. April 2019, 04:07 (vor 219 Tagen) @ Re 8/12

und dort direkt drüber steht der Anteil zum totalen CO2-Ausstoß, die 2%, sind ja auch recht bekannt.

Hätte ich jetzt nicht auswendig sagen können ;)

nicht? oder ist das ein Scherz? kommt ja jede Woche irgendwo.

Die 1% von VW hört man gar noch häufiger,
die VW-PKWs sind für 1% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich, die der VW-LKW ebenso,
ergibt in der Summe in etwa soviel wie von Deutschland
(VW-Konzern, der derzeit jedes achte Auto weltweit und jedes dritte Auto in Deutschland produziert).

Aber die Zahl scheint mir insofern nicht allzu aussagekräftig, als weite Teile der Menschheit sich eben eh keine Flugreisen leisten können. Bei den Industrieländern dürfte der Anteil somit entsprechend höher liegen.

das ist trivial - beim CO2 in der Summe verhält es sich ja ähnlich.
Nicht die Menschen, nicht die Länder, die sich keine Flüge, keinen großen Luftverkehr leisten können, sind für die CO2-Emissionen verantwortlich, sondern die Industrieländer,
siehe Grafiken oben.

naja, nun, das machen sie ja nicht aus guten Klimaschutzgründen, sondern aus Lärmschutzgründen, wollen die Brummis halt nicht durch ihre Dörfer fahren sehen bzw. hören.

Nicht ganz falsch - aber es ist schon nicht nur der Lärm; in den engen Alpentälern kann es je nach Wetterlage auch zu unangenehm hohen Abgaskonzentrationen kommen.

klar, da gehts aber nicht um CO2 / Klimawandel, keinen globalen Klimaschutz.

-1

Re 8/12 @, Winterthur, Dienstag, 16. April 2019, 03:23 (vor 219 Tagen) @ Henrik

Wenn Niederlande es schafft durch emission-related policies (Flugverkehrssteuer o.ä.), dass Flugverkehr von heimischen Flughäfen unattraktiver wird, dann haben sie doch ihre Hausaufgaben erledigt. Fahren die Holländer nun ins Ausland, um von dort abzufliegen, dann ist es das Problem der anderen Länder.

Seh ich nicht ganz so.

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-1

Henrik @, Dienstag, 16. April 2019, 03:44 (vor 219 Tagen) @ Re 8/12

Wenn Niederlande es schafft durch emission-related policies (Flugverkehrssteuer o.ä.), dass Flugverkehr von heimischen Flughäfen unattraktiver wird, dann haben sie doch ihre Hausaufgaben erledigt. Fahren die Holländer nun ins Ausland, um von dort abzufliegen, dann ist es das Problem der anderen Länder.

Seh ich nicht ganz so.

es ist nunmal faktisch so, dass genau das der Hintergrund der Verfahrensmethode der Statistik ist,
musst Du nicht gut finden, ist aber so.
und aus geopolitischen Gesichtspunkten macht es ja auch nur Sinn.

NL: Emissionsverfahren.

Oscar (NL) @, Eindhoven (NL), Dienstag, 16. April 2019, 08:39 (vor 219 Tagen) @ Henrik

Hallo Henrik,

zudem hat Holland mit AMS einen der besten Flughäfen der Welt und mit KLM eine der besten Airlines ;)
Von den 70 Mio Passagieren sind die Hälfte Umsteiger - verbleiben immer noch dann 35 Mio Passagiere. da kommt man weltweit überall hin.

Wenn Niederlande es schafft durch emission-related policies (Flugverkehrssteuer o.ä.), dass Flugverkehr von heimischen Flughäfen unattraktiver wird, dann haben sie doch ihre Hausaufgaben erledigt. Fahren die Holländer nun ins Ausland, um von dort abzufliegen, dann ist es das Problem der anderen Länder.

Bin ich mir nicht sicher. Wenn Jan nicht mehr Amsterdam-New York direkt fliegt, sondern für eine billigere Option Düsseldorf-Amsterdam-New York wählt, dann ist das zwar günstiger für Jans Geldbeutel, aber nicht für unsere Planet.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstrangen enden nicht bei einer Staatsgrenze, sondern bei einem Prellbock.

+1

Re 8/12 @, Winterthur, Dienstag, 16. April 2019, 12:12 (vor 218 Tagen) @ Oscar (NL)

- kein Text -

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NL: Emissionsverfahren.

Henrik @, Dienstag, 16. April 2019, 13:20 (vor 218 Tagen) @ Oscar (NL)

zudem hat Holland mit AMS einen der besten Flughäfen der Welt und mit KLM eine der besten Airlines ;)
Von den 70 Mio Passagieren sind die Hälfte Umsteiger - verbleiben immer noch dann 35 Mio Passagiere. da kommt man weltweit überall hin.

Wenn Niederlande es schafft durch emission-related policies (Flugverkehrssteuer o.ä.), dass Flugverkehr von heimischen Flughäfen unattraktiver wird, dann haben sie doch ihre Hausaufgaben erledigt. Fahren die Holländer nun ins Ausland, um von dort abzufliegen, dann ist es das Problem der anderen Länder.

Bin ich mir nicht sicher.

sicher wirst Du gewiss darüber sein, dass hiermit dann die emission-related policies abgebildet werden - das war ja Sinn der Sache.

Wenn Jan nicht mehr Amsterdam-New York direkt fliegt, sondern für eine billigere Option Düsseldorf-Amsterdam-New York wählt, dann ist das zwar günstiger für Jans Geldbeutel, aber nicht für unsere Planet.

gewiss.
Und nun ziehen die umliegenden Länder nach (im Idealfall sprechen sie sich vorher bereits ab) - auch sie haben Paris zu erfüllen
und nun kommt Dein Jan und fliegt entweder gar nicht oder mit seinem erhöhten Entgelt wird Ausgleich geschaffen.
Der Erde bzw. Atmosphäre selbst ist letztendlich völlig egal, wo sein Ausweis herkommt und wo er eigentlich lebt.

Ploetzlich gibt es Flugcharm (Flugscham hatten wir schon).

Oscar (NL) @, Eindhoven (NL), Sonntag, 14. April 2019, 15:08 (vor 220 Tagen) @ RenateMD

Hallo,

laut dem Spiegel zeichnet sich eine neue Form der "Flugscharm" ab.

Es gibt inzwschen angeblich eine Gegenbewegung, "Flugcharm".
Es wird nach wie vor geflogen, gerne sogar. Fliegen soll wieder "in" werden.
Dafür soll aber erheblich mehr CO2 ausgeglichen werden, z.B. mit Gold Standard Certificates des WWF. Das soll viele Male effektiver sein als Bahnfahren.

Weiterhin soll ab 2022 das Nachzugangebot in "europaeische Metropolen" stark ausgebaut werden.

Soweit ich weiss hatten wir das schon.

In diesem Zusammenhang habe ich einige Fragen:

1.) Welche Metropolen koennten das sinnvollerweise sein? Kopenhagen, Hamburg, Berlin? Darueber hinaus koennten Verbindungen auf Grund ihrer Reisedauer ja fast nicht mehr als "Nachtzuege" bezeichnet werden.

Meine Antwort dazu hier.

2.) Welche Nachtzugverbindungen in europaeische Metropolen gab es in der Vergangenheit? Ich vertraue da auf die wissenden Foren-Mitglieder, denn Wissen ist Macht.

Also von NL aus kam man nach Mailand (selber mal mitgefahren), nach Wien (Donauwalzer), nach Moskau/Minsk/Prag/Kopenhagen (alles in einem Zug).


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstrangen enden nicht bei einer Staatsgrenze, sondern bei einem Prellbock.

Streaming ist das neue Fliegen

ktmb @, iOS, Mittwoch, 17. April 2019, 10:03 (vor 218 Tagen) @ Oscar (NL)

Die Fliegerei trägt 2% zur Emission von Treibhausgasen bei. Das Streaming aus all seinen Wolken hat immerhin schon 3,7% Anteil bei steigender Tendenz. 10 Minuten Videostreaming kosten beispielsweise fünf Minuten Benutzung eines 2000 Watt E-Ofens zum Heizen.

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Streaming ist das neue Fliegen

Oscar (NL) @, Eindhoven (NL), Mittwoch, 17. April 2019, 10:18 (vor 218 Tagen) @ ktmb

Hallo ktmb,

Die Fliegerei trägt 2% zur Emission von Treibhausgasen bei. Das Streaming aus all seinen Wolken hat immerhin schon 3,7% Anteil bei steigender Tendenz.

Dafür kann der für den Datenfluss benötigten Strom "grün" erstellt werden. Genauso wie der Bahnstrom.
Ich warte leider immer noch auf das erste kommerziell verwendbare solarangetriebene, kernkraftangetriebene oder wasserstoffangetriebene Flugzeug, sowie auf das erste Flugzeug das Gegenwind in Mitwind verwandeln kann.

10 Minuten Videostreaming kosten beispielsweise fünf Minuten Benutzung eines 2000 Watt E-Ofens zum Heizen.

Und das ganze wird sich vermutlich verschlimmern wenn das 5G-Netz kommt, egal mit oder ohne asiatische(r) Hilfe.
Ich schrieb hier in NL bereits eine Leserkolumne für die Metrozeitung; diese wurde 9. April in die Papierversion veröffentlicht.
Über den Energiebedarf hatte ich erst gar nicht geschrieben; dafür war leider kein Platz mehr.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstrangen enden nicht bei einer Staatsgrenze, sondern bei einem Prellbock.

Schweiz ist bei Stromerzeugung schon fast CO2-frei

ktmb @, iOS, Mittwoch, 17. April 2019, 17:52 (vor 217 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von ktmb, Mittwoch, 17. April 2019, 17:53

Allerdings haben sie noch ein gutes Drittel Atomstrom dabei. Aber immerhin haben sie eine fast CO2-freie Stromerzeugung.

https://www.energie-umwelt.ch/definitionen/1392

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Schweiz ist bei Stromerzeugung schon fast CO2-frei

Meinrad aus Kanada @, Oakville, Canada, Mittwoch, 17. April 2019, 18:10 (vor 217 Tagen) @ ktmb

...ausgenommen natuerlich die betraechtlichen Importe aus D und F (wobei die F-Importe wohl auch weitgehend nuklear erzeugt sein duerften)

Danke!

ktmb @, iOS, Mittwoch, 17. April 2019, 18:34 (vor 217 Tagen) @ Meinrad aus Kanada

Das mit den Importen hatte ich doch glatt überlesen.

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