Diebesgesindel im Zug/Umgang mit Gepäck (Allgemeines Forum)

moonglum, Hagen, Dienstag, 19.01.2016, 10:37 (vor 2104 Tagen)

Guten Morgen!
Es ist für mich immer deutlicher geworden, dass immer mehr in den Zügen des Fernverkehrs gestohlen wird, für mich ist dieses Bewusstsein eine noch recht neue Erfahrung (c.a. 1 Jahr) - besonders in Tagesreisezügen des Fernverkehrs. Aber die Durchsagen in den Zügen, dass Taschendiebe an Bord seien, gestern erst wieder im ICE 102, häufen sich. Ich bin lange nicht mehr sooft unterwegs wie vor Jahren, aber ich würde sagen:

Durchsage auf jeder dritten Fahrt, bevorzugt im Raum Köln, egal ob ICE3 oder die Schweizer EC.

Okay, gestern haben wir im Wagen 28 mal diskutiert, WAS das bedeutet:
Die Durchsage sagt es ja so treffend:
"Bitte achten Sie unbedingt auf Ihr Gepäck und Ihre Wertgegenstände. Es befinden sich Taschendiebe im Zug."

Im ICE 1,2,3 ist das eigentlich kein Problem. Man schaut auf sein Gepäck, seinen Mantel etc. pp.

Im IC2 ist genau das aber ein Problem, denn Gepäck ist aus puren Platzgründen teilweise weit weg, und mir sind bereits zwei Fälle aus dem Freundes- bzw. Familienkreis bekannt, wo Rucksack mit Laptop bzw. Reisekoffer mit teurem Seminargerät im IC2 im Großraum Hannover gestohlen worden ist. In beiden Fällen kann man NICHT berechenbar sein Gepäck im Auge halten, gerade dann, wenn der Zug voll ist. Und eine Achtsamkeit, wie sie in solchen Zeiten gefordert ist, wird durch die Konstruktion des Zuges selbst verhindert, denn Gepäck kann im Grunde nicht am Platz deponiert werden.

Im Nahverkehr hat man gewöhnlich bevorzugt Aktentasche, Laptoptasche etc. dabei, dieses Gepäck kann am Platz deponiert werden. Im Fernverkehr kann man das oft nicht, denn Fernreisen bedeuten mehr als oft auch mehr Gepäck und sensibles Gerät.

Tenor im Zug:
Keiner der Reisenden WILL eigentlich deswegen das Risiko der IC2 riskieren, denn alle Reisenden (ich auch) hatten am gestrigen Abend teures Gerät dabei, Laptops, Beamer. Und neben dem rein pekuniären Wert sind diese Rechner ja noch mit sensiblen Daten bestückt, man kann nie sicher sein, dass der Kennwortschutz nicht doch geknackt wird (wenn es Profidiebe sind).

Wenn die Zeiten sich so weiter entwickeln, und es sieht derzeit ja danach aus, werden sich Züge, die nicht ermöglichen, dass das Gepäck AM PLATZ deponierbar ist, bei den Reisenden extrem unbeliebt machen, sie werden Angst vor dem Beklautwerden erzeugen und, so es nur irgendwie geht, gemieden werden. Im Grunde muss man sogar vor diesen Gefahren öffentlich warnen (Zeitung, TV).

Andererseits wird sich in "Fachkreisen" der Diebeszunft in Windeseile herumsprechen, welche Züge besonders klau-lukrativ sind. Eine Frau berichtete gestern vom Gepäckdiebstahl direkt aus einem überfüllten DoSto-RE in Berlin Hbf heraus. Koffer standen im Großraum an der offenen Tür, Gedränge, plötzlich Tumult: Koffer waren weg.... Tür ging zu, Zug fuhr ab....
DIe DoSto-Züge erscheinen mir so gesehen ein besonders großes Risiko.

Mich interessiert:
Was wird die Bahn unternehmen, um das Gepäck der Reisenden zu schützen, insbesondere in jenen IC2, wo man aus wagenkonzeptionellen Gründen das Gepäck NICHT in Sichtweite/Reichweite hat?

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

Wird denn im TGV viel gestohlen?

Frankfurt (Main) Süd, Dienstag, 19.01.2016, 10:44 (vor 2104 Tagen) @ moonglum

Zumindest im Duplex hat man größeres Gepäck auch meistens eher in den Regalen im Türbereich. Mir ist jetzt nicht bekannt, dass Diebstahl da ein größeres Problem wäre, aber vielleicht weiß ja jemand mehr.

Wird denn im TGV viel gestohlen?

moonglum, Hagen, Dienstag, 19.01.2016, 10:53 (vor 2104 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd
bearbeitet von moonglum, Dienstag, 19.01.2016, 10:54

Ich habe in der Schweiz mal einige Reisende gefragt. Dort gibt es ja auch Do Sto-IC und die beklemmend engen Neigetechnik-IC. Dort scheinen OLTEN und BASEL als Risikobahnhöfe besonders berüchtigt zu sein, aber das Taschendiebproblem im Zug ist anscheinend kaum bekannt...

Vll. ist es im TGV ähnlich?
Vll. ist es eben ein DEUTSCHES Problem unserer Tage?

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Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

Ein gesellschaftliches Problem?

worfie, Dienstag, 19.01.2016, 17:50 (vor 2104 Tagen) @ moonglum

Vll. ist es eben ein DEUTSCHES Problem unserer Tage?

Ich schätze, es dürfte viel mehr ein gesellschaftliches Problem sein.

Wenn ich in Japan mit dem Shinkansen fahre, kann ich ohne Probleme mein Gepäck für mehrere Stunden irgendwo am Wagenende deponieren, ohne groß Angst haben zu müssen. So wie der Deutsche sein Handtuch benutzt, nutzen primär weibliche Japanerinnen z.B. auch ihr Portemonnaie oder ihr Mobiltelefon um in der Fastfoodbude ihren Sitzplatz zu reservieren. Es funktioniert eben. Trotzdem hängen an allen U-Bahnhöfen Plakate mit "Vorsicht vor Taschendiebstählen und Raub" und trotzdem wird hin und wieder auch geklaut, aber in weitaus anderen Maßstäben.

In Deutschland reicht ja schon ein Blick in die Polizeistatistik, um zu sehen, dass gerade Taschendiebstähle, Beförderungserschleichung und der Anteil ausländischer Tatverdächtige 2014 (also noch bevor Frau Merkel 6 Milliarden Menschen nach Deutschland eingeladen hat und diese ganze Debatte losging) im Vergleich zum Vorjahr weit überdurchschnittlich gestiegen sind. Wundern tut es mich aber auch nicht, wenn man in Deutschland mit ansehen muss, wie vor den Augen ca. 80 nichtstuender Polizisten sogenannte "Fußballfans" einen halben Zug zerlegen oder selbst notorische Schwarzfahrer, die Fahrgäste und Personal (u.a. auch sexuell) belästigen, nach einer viertelstündigen "Polizeibehandlung" wieder im nächsten Zug sitzen und weiter machen. So oft, wie man in Zeitungsartikeln und Polizeiberichten im Zusammenhang mit den oben genannten Taten dem Wort "polizeibekannt" begegnet, kann man böse gesagt davon ausgehen, dass die deutsche Polizei ja einen ziemlich großen Bekanntenkreis haben muss. ;)

Vorteil der 4er Abteile

guru61, Arolfingen, Mittwoch, 20.01.2016, 05:12 (vor 2103 Tagen) @ moonglum

Ich habe in der Schweiz mal einige Reisende gefragt. Dort gibt es ja auch Do Sto-IC und die beklemmend engen Neigetechnik-IC. Dort scheinen OLTEN und BASEL als Risikobahnhöfe besonders berüchtigt zu sein, aber das Taschendiebproblem im Zug ist anscheinend kaum bekannt...

Vll. ist es im TGV ähnlich?
Vll. ist es eben ein DEUTSCHES Problem unserer Tage?

Im IC2000 kann man ein Gutteil des Gepäcks an den Platz nehmen, weil man es eben am, zwischen und unter dem Sitz verstauen kann. Die 4er Bestuhlung lässt das problemlos zu.
Sind zwar S Bahn Sitze, aber im FV ist es ähnlich:
[image]

Der Gehimtipp ist der AD, der zwischen dem hintersten Sitz und der Gepäckraumwand viel Platz hat. Dort muss auch niemand hin!
[image]

Gruss Guru

Wo siehst du da Abteile?

JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 20.01.2016, 11:42 (vor 2103 Tagen) @ guru61

Und wirklich im Blick hat man sein Gepäck da auch nicht...

--
Weg mit dem 4744!

mehrere: ein 4 er Abteil und ein Grossraumabteil

guru61, Arolfingen, Mittwoch, 20.01.2016, 12:30 (vor 2103 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von guru61, Mittwoch, 20.01.2016, 12:31

Guggsch:
Sogar die SBB spricht von 4er Abteilen:
http://blog.sbb.ch/viererabteil-schweiz/2014/10/13/
Auch Siemens spricht, beim Bild "Räume" von Abteil:
http://www.siemens.ch/ts/S-Bahn/merkmale-eigenschaften.html

Und wirklich im Blick hat man sein Gepäck da auch nicht...

So? Wer natürlich das Gepäck hinter sich legt, siehts nicht. Wers aber hinter den gegenüberliegenden Sitz legt, kann fast den Blick nicht vom Gepäck trennen.
Aber das ist leider noch nicht im SBB App intergriert! :-)
Das muss man sich erarbeiten.

Gruss Guru

mehrere: ein 4 er Abteil und ein Grossraumabteil

JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 20.01.2016, 15:25 (vor 2103 Tagen) @ guru61

Guggsch:
Sogar die SBB spricht von 4er Abteilen:
http://blog.sbb.ch/viererabteil-schweiz/2014/10/13/
Auch Siemens spricht, beim Bild "Räume" von Abteil:
http://www.siemens.ch/ts/S-Bahn/merkmale-eigenschaften.html

Abteil kommt von abteilen. Ein Großraumabteil ist ja noch genehmigt, da passen aber mehr als 4 Leute rein.

--
Weg mit dem 4744!

mehrere: ein 4 er Abteil und ein Grossraumabteil

guru61, Arolfingen, Donnerstag, 21.01.2016, 05:45 (vor 2102 Tagen) @ JeDi
bearbeitet von guru61, Donnerstag, 21.01.2016, 05:46

Hast den Trollmodus drin?
Ich werde mich sicher nicht mit dir um den Begriff Abteil streiten.
WER BIST DU, DASS DU MIR WAS GENEHMIGEN KANNST?
Gruss Guru

mehrere: ein 4 er Abteil und ein Grossraumabteil

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 21.01.2016, 08:12 (vor 2102 Tagen) @ guru61

WER BIST DU, DASS DU MIR WAS GENEHMIGEN KANNST?

Gegenfrage: Wer bist Du, daß Du schon am frühen Morgen hier so rumbrüllen mußt? Also echt... Kaffee holen, durchatmen, und weiterschlafen, aber zackzack!

Kopfschüttelnde Grüße,
der Colaholiker

--
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mehrere: ein 4 er Abteil und ein Grossraumabteil

guru61, Arolfingen, Donnerstag, 21.01.2016, 11:04 (vor 2102 Tagen) @ Colaholiker

Also echt... Kaffee holen, durchatmen, und weiterschlafen, aber zackzack!

Kopfschüttelnde Grüße,
der Colaholiker

Also echt: um 08.12 habe ich schon die VVGK für die, die dann noch von ausschlafen reden, verdient. :-)
Keinekoffeinvergiftunghabende Grüsse
Guru!

mehrere: ein 4 er Abteil und ein Grossraumabteil

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 21.01.2016, 11:07 (vor 2102 Tagen) @ guru61

Also echt: um 08.12 habe ich schon die VVGK für die, die dann noch von ausschlafen reden, verdient. :-)


Die VauVauGehWas?
Außerdem schlafe ich nicht aus. Ich bin um viertel vor sieben im Büro. Aufwachen tu ich aber erst kurz vor 9, wenn der Chef kommt.

Work-Life-Balance optimierende Grüße,
der Colaholiker

(Wenn etwa 10 Sekunden nach Absenden dieses Postings mein Telefon klingelt und mein Chef mich in sein Büro zitiert, weiß ich, daß er hier mitliest.)

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Ja

ICE4711, Dienstag, 19.01.2016, 10:54 (vor 2104 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

...zumindest kann ich das absolut subjektiv berichten.

Fahre fast täglich im Fernverkehr und der einzige richtige Diebstahl den ich bisher miterlebt habe, war in Frankfurt(M) Hbf (Gleis 1, sofern das in der Haupthalle ganz links ist...) aus dem ab Bahnsteig bereit gestellten TGV.
Diebstahl-Quote im TGV also 100% höher als im ICE ;-))

OT: Prozentrechnung

Eingleisigkeit, Dienstag, 19.01.2016, 12:06 (vor 2104 Tagen) @ ICE4711

Diebstahl-Quote im TGV also 100% höher als im ICE ;-))

Hi ICE4711,

also wenn du hier schon eine Pseudo-Rechnung einstellst und sie noch fett hervorhebst, musst du jetzt damit leben, dass ich klugscheiße :)

1 ist NICHT 100% mehr als 0, das wäre ja doppelt so viel. 2*0 ist aber nicht 1.
Die richtige Antwort lautet: unendlich.

Grüße
Eingleisigkeit

OT: Prozentrechnung

ICE4711, Dienstag, 19.01.2016, 13:04 (vor 2104 Tagen) @ Eingleisigkeit

"Setzen, Sechs" wäre wohl zugegebenermaßen angebracht... Sorry ;)

OT: Prozentrechnung

Fransico, Berlin, Dienstag, 19.01.2016, 13:07 (vor 2104 Tagen) @ Eingleisigkeit
bearbeitet von Fransico, Dienstag, 19.01.2016, 13:12

Die richtige Antwort lautet: unendlich.

Hi Eingleisigkeit,
also wenn du hier schon eine Pseudo-Rechnung einstellst und sie noch fett hervorhebst, musst du jetzt damit leben, dass ich auch klugscheiße :)

Ist also unendlich mal 0 gleich 1? Ich behaupte unendlich mal 0 sei 42. Kannst du das widerlegen?

Dazu fällt mir ein...

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 19.01.2016, 13:27 (vor 2104 Tagen) @ Fransico

Der Mathelehrer gibt die Klassenarbeit zurück, das Thema war Prozentrechnung. Angesichts des Ergebnisses verkündet er ernüchtert "63 Prozent von Euch haben das Lernziel nicht erreicht". Meldet sich ein Schüler in der letzten Reihe. "Aber Herr Lehrer, so viele sind wir doch gar nicht!"

Witzelnde Grüße,
der Colaholiker

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Oder hundert Prozent weniger Diebstähle im ICE...

kater_k, BBRN, Dienstag, 19.01.2016, 13:28 (vor 2104 Tagen) @ Eingleisigkeit

- kein Text -

Die Franzosen haben da ein einfaches Konzept für:

PhilippK, Dienstag, 19.01.2016, 12:03 (vor 2104 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

Wenig Halte und recht wenig, eher enge Türen. Das macht es dem kriminellen Teil der Bevölkerung schon deutlich schwieriger. Kurz rein- und rausspringen ist da nicht.

Gruß, Philipp

Die Franzosen haben da ein einfaches Konzept für:

GibmirZucker, Göding, Dienstag, 19.01.2016, 12:35 (vor 2104 Tagen) @ PhilippK

Umgekehrt aber ist das Chaos vor Abfahrt grösser. Viele Fahrgäste werden von jemandem in den Zug begleitet, wo man sich dann mit Küsschen verabschiedet. Oder junge Mädels in so einer Art FDJ-Hemden stehen vor der Gepäckablage und verstauen ihre Taschen, sitzt man hinten, hat man keine Chance zu sehen, ob da ein Dieb sich von der Tür her ranschleicht und sich bedient. Generell sind die Franzosen aber weniger um politische Korrektheit bemüht und die zuständigen Sicherheitsorgane werfen eher ein Auge drauf, wenn potentielle Diebe sich irgendwie rumtreiben.

Interessant wäre übrigens auch eine französische Diebstahlstatistik, ob sich die Situation verbessert hat, seit alle Organe bis hin zur PLE die Bahnhöfe bewachen.

PLE?

Frankfurt (Main) Süd, Dienstag, 19.01.2016, 12:58 (vor 2104 Tagen) @ GibmirZucker

PLE: Fremdenlegion

Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Dienstag, 19.01.2016, 14:26 (vor 2104 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

- kein Text -

Wofür steht das P?

Frankfurt (Main) Süd, Dienstag, 19.01.2016, 17:01 (vor 2104 Tagen) @ Meinrad aus Kanada

- kein Text -

Danke!

Frankfurt (Main) Süd, Dienstag, 19.01.2016, 18:07 (vor 2104 Tagen) @ Proeter

- kein Text -

Die Franzosen haben da ein einfaches Konzept für:

moonglum, Hagen, Mittwoch, 20.01.2016, 11:45 (vor 2103 Tagen) @ PhilippK

Klar, und DAS macht KÖLN HBF natürlich ebenso wie MANNHEIM HBF zu einem Fokus bei den ICE3....
diese langen Halte, lange Zeit offene Türen....
Das lange Stehen der IC2 in HANNOVER HBF....
Das gibt Sinn, verdammt...

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Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

TGV fahren ist ein bisschen wie fliegen.

br752, Dienstag, 19.01.2016, 13:42 (vor 2104 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

Zumindest im Duplex hat man größeres Gepäck auch meistens eher in den Regalen im Türbereich. Mir ist jetzt nicht bekannt, dass Diebstahl da ein größeres Problem wäre, aber vielleicht weiß ja jemand mehr.

Erstens haelt ein TGV sehr selten und zweitens ist an (fast) jeder Tuer Personal in Frankreich. Ggf. wird auch noch die Fahrkarte vor dem Zustieg kontrolliert. Das hat zum Teil "Bording Character". Somit fallen die falschen Gestalten auch eher auf.

Bei unseren kleinen Bahnhoefen, kurzen IC/ICE Halten und dichtem Verkehrsnetz ist so was schwieriger zu realisieren.

Die Diebesbanden finden dafuer aber sicher leider andere Zuege wo sie stehen koennen. :-( So manchen Vorortzug in Frankreich wuerde _ich_ meiden!


BR752

Wird denn im TGV viel gestohlen?

ICE277, Mittwoch, 20.01.2016, 20:46 (vor 2103 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

Die Frage kann ich aus eigener Erfahrung leider nur bejahen!
Tatort: der letzte TGV von Strasbourg nach Marseille in einer Augustnacht 2015.
Als wir gegen 23.00 Uhr in Marseille Saint-Charles einrollten, war der kleine (leichtere) Trolley meiner Freundin verschwunden. Mein wuchtiger Koffer stand
unversehrt neben den anderen Koffern in der Ablage vor der Schiebetür im Oberdeck.
Wir vermuten, dass die Diebe in Lyon (längerer Aufenthalt, es dämmerte) zugeschlagen
haben. Verlust: ein älterer Trolley mit Badezeug/ Sommersachen für drei Tage, materiell nicht der Rede wert. Ärgerlich der Zeitaufwand. Anstatt am Samstag früh die Prado-Strände zu genießen, hieß es, zur Bahnhofspolizei in S-C zu marschieren und eine Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten. Monsieur le commisaire meinte, dass er in seiner Dienststelle jeden Tag zig Anzeigen wegen Gepäckdiebstahl aus Zügen aufnehmen müsse, leider. Wir haben gelernt: das Gepäck nach Möglichkeit in Platznähe deponieren. Falls das nicht geht, kommt das Trelock-Bügelschloss zum Einsatz.

Grüße
ICE277

Fahrradschloss? Platzierung unterm Sitz? 4er-Abteilsitz?

Alphorn (CH), Dienstag, 19.01.2016, 10:53 (vor 2104 Tagen) @ moonglum

Ich glaube nicht, dass die DB hier noch wirklich etwas unternehmen kann. Es ist unmöglich, bei jedem Gepäckrack eine Wache aufzustellen. Höchstens Videoüberwachung, aber das wäre jetzt wohl teuer und von vielen unerwünscht.

Der Reisende selber kann aber einiges unternehmen:

- Koffer mit einem Fahrradschloss am Gepäckrack befestigen, das geht gut, schliesslich liegt das Gepäck ja auf Stangen

- Das Gepäck unter dem eigenen Sitz plazieren. Die Doppelsitze haben ja einen einzigen Fuss in der Mitte, da bleibt besonders beim Gangsitz Platz für mittelgrosse Koffer

- Einige Plätze bieten im 4er-Abteil bieten Aussicht aufs Gepäckrack

Fahrradschloss? Platzierung unterm Sitz? 4er-Abteilsitz?

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 19.01.2016, 11:02 (vor 2104 Tagen) @ Alphorn (CH)

- Koffer mit einem Fahrradschloss am Gepäckrack befestigen, das geht gut, schliesslich liegt das Gepäck ja auf Stangen

Die Idee ist nicht schlecht - letztlich tut es da schon ein recht leichtes und billiges "Drahtschloß". Gepäckdiebe im Zug haben ja keine Möglichkeit, unbemerkt mit Werkzeug das Schloß zu malträtieren. Das wäre viel zu auffällig - alles, was geht, ist Koffer greifen und so tun als wäre es der eigene.

Anders als bei einem Fahrrad, das in einer dunklen Seitenstraße abgestellt ist, wo die Diebe Zeit haben, sich mit einem Schloß zu befassen (und es daher auch das 100€ Stahlbügelschloß sein sollte, das man nur mit schwerem Werkzeug geknackt kriegt), kann man da also schon ein recht einfaches Modell für wenige Euro nehmen. Auch wenn es mit einem Bolzenschneider schnell durchgeknipst wäre, das wäre im Zug wohl auch zu auffällig.

Einen Diebstahl des Kofferinhalts kann man denke ich in Tageszügen auch als unwahrscheinlich betrachten, wenn dort jemand anfängt, Koffer zu durchwühlen, fällt es auch auf.

Ich hätte auch noch eine andere Idee, aber die dürfte das Unrechtsempfinden mancher User hier verletzten, deshalb verzichte ich auf ein Ausformulieren. Man braucht dafür auf jeden Fall zwei Personen, so viel sei gesagt.

An Variante 2 viel Spaß haben würdende Grüße,
der Colaholiker

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Fahrradschloss? Platzierung unterm Sitz? 4er-Abteilsitz?

Alpen-See-Express, Dienstag, 19.01.2016, 16:11 (vor 2104 Tagen) @ Alphorn (CH)

- Koffer mit einem Fahrradschloss am Gepäckrack befestigen, das geht gut, schliesslich liegt das Gepäck ja auf Stangen

Die neuen Gepäcksracks des IC2 und des DBpza 783 der RBSH (Twindexx) haben im Unterstock keine Stangen mehr!

Foto (RBSH) siehe: http://www.ice-treff.de/index.php?id=396329
Und die Reihensitze drumrum zeigen vom Gepäckrack weg, so dass man es nicht im Auge hat. Ganz toll...

Ich persönlich habe (auch als täglicher Fernpendler) immer einen Tagesrucksack für Wertsachen dabei, der am Sitz zwischen den Beinen plaziert wird. Wenn er voll ist, ist das jedoch unpraktisch (zumindest wenn der Sitz daneben belegt ist), aber besser so als geklaut. Beim Schlafen immer eine Schlaufe um den Fuß. Wenn ich müde werde: Alles was um mich herum liegt, wegpacken. Geldbörse/Schlüssel/Handy immer "am Mann" (im Sitzen wirklich unbequem) oder in der Jacke, die aber auf den Knien liegt mit Arm/Hand drauf.

Große Koffer sind natürlich ein Problem, wenn nicht alle wichtigen Gegenstände darin Platz finden können. Mein kleiner Reisekoffer passt aber unter den Sitz im Dosto.

Bei Ein-/Ausstieg und Aufenthalt im belebten Bahnhof gilt grundsätzlich: Nichts in den Gesäßtaschen, das ist eine Einladung an jeden Langfinger.

Bestohlen wurde ich im Zug übrigens einmal vor fast 30 Jahren im Liegewagen. Das Problem ist nicht neu. Nachtzüge meide ich seitdem wenn möglich und auch ein unbeschwerter Aufenthalt im Restaurantwagen ist nicht möglich. Selbst wenn man seine Wertsachen dabei hat: Wenn auf der Fahrt in den Urlaub der Koffer gezockt wird, war es das mit erholsamen Tagen...

Schon ins Oberdeck geschaut?

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 19.01.2016, 16:18 (vor 2104 Tagen) @ Alpen-See-Express
bearbeitet von J-C, Dienstag, 19.01.2016, 16:21

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Aufgenommen im RBSH-Twindexx
Sorry für die Qualität - Handykamera meines IPhone4 halt :-/

Schon ins Oberdeck geschaut?

Alpen-See-Express, Dienstag, 19.01.2016, 17:39 (vor 2104 Tagen) @ J-C

Deswegen schrieb ich auch bewusst "im Unterdeck". Im Oberdeck sind zwar weiterhin Racks mit Stangen, aber eben nur oben und dort sind die Ablagen auch kleiner. IC2 habe ich nicht mehr so im Kopf, muß ich nochmal auf meine Fotos gucken.

Schon ins Oberdeck geschaut?

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 19.01.2016, 20:06 (vor 2104 Tagen) @ Alpen-See-Express

Ins Oberdeck wird der Dieb aber eher weniger gehen. Das wird nichts mit rein-Koffer geschnappt-raus. Im RE1 hatte ich mal im Oberdeck so eine Ablagefläche über einer Ausbuchtung, die die Tür verursachte. Das war aber im RE1 Hamburg-Rostock, welcher die Türen im Unterdeck und nicht im Zwischendeck hat...

...ansonsten, unterm Sitz, vielleicht zwischen die Sitze? Wobei ich mich frage, wo die Auslastung so hoch ist, dass man seinen Koffer nicht einen Sitz neben sich haben kann.

Schon ins Oberdeck geschaut?

Alpen-See-Express, Mittwoch, 20.01.2016, 07:25 (vor 2103 Tagen) @ J-C

Ins Oberdeck wird der Dieb aber eher weniger gehen. Das wird nichts mit rein-Koffer geschnappt-raus. Im RE1 hatte ich mal im Oberdeck so eine Ablagefläche über einer Ausbuchtung, die die Tür verursachte. Das war aber im RE1 Hamburg-Rostock, welcher die Türen im Unterdeck und nicht im Zwischendeck hat...

Gerade Abstellflächen im Oberdeck über den Türen des Tiefdeckers (also 600mm-Einstieg mit Türen im Unterdeck) sind für Fahrgäste schlecht zu überwachen. Der Weg nach draußen ist so weit nun auch nicht.

...ansonsten, unterm Sitz, vielleicht zwischen die Sitze? Wobei ich mich frage, wo die Auslastung so hoch ist, dass man seinen Koffer nicht einen Sitz neben sich haben kann.

Gerade im RE1 nach Rostock ist das ein Problem aufgrund der Überfüllung. Andere Beispiele wie Hamburg-Kiel lassen sich sicher finden. Und IC2 im Sommer nach Norddeich stelle ich mir ab Hannover auch spannend vor, was die Unterbringung des Gepäcks angeht.

Schon ins Oberdeck geschaut?

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 20.01.2016, 08:14 (vor 2103 Tagen) @ Alpen-See-Express

...ansonsten, unterm Sitz, vielleicht zwischen die Sitze? Wobei ich mich frage, wo die Auslastung so hoch ist, dass man seinen Koffer nicht einen Sitz neben sich haben kann.


Gerade im RE1 nach Rostock ist das ein Problem aufgrund der Überfüllung. Andere Beispiele wie Hamburg-Kiel lassen sich sicher finden. Und IC2 im Sommer nach Norddeich stelle ich mir ab Hannover auch spannend vor, was die Unterbringung des Gepäcks angeht.

Ich kenne die Anfahrt auf Rostock an den "kritischen Tagen" (4 Kreuzfahrtschiffe im Hafen, davon 3 mit komplettem Passagierwechsel) bisher nur im Fernverkehr. Und selbst das ist schon spaßig. Und wenn man es ganz genau nimmt, darf selbst wenn nur eine Person im Wagen sitzt kein Koffer im Gang stehen. Fluchtweg und so.

Auf die durchaus vorkommenden Unterschiede von Vorschrift und Realität verweisende Grüße,
der Colaholiker

--
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! Allgemeiner Risikoreduzierungshinweis

GUM, Dienstag, 19.01.2016, 12:04 (vor 2104 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von GUM, Dienstag, 19.01.2016, 12:08

Guten Morgen!
Es ist für mich immer deutlicher geworden, dass immer mehr in den Zügen des Fernverkehrs gestohlen wird, für mich ist dieses Bewusstsein eine noch recht neue Erfahrung (c.a. 1 Jahr) - besonders in Tagesreisezügen des Fernverkehrs. Aber die Durchsagen in den Zügen, dass Taschendiebe an Bord seien, gestern erst wieder im ICE 102, häufen sich. Ich bin lange nicht mehr sooft unterwegs wie vor Jahren, aber ich würde sagen:

Durchsage auf jeder dritten Fahrt, bevorzugt im Raum Köln, egal ob ICE3 oder die Schweizer EC.

Okay, gestern haben wir im Wagen 28 mal diskutiert, WAS das bedeutet:
Die Durchsage sagt es ja so treffend:
"Bitte achten Sie unbedingt auf Ihr Gepäck und Ihre Wertgegenstände. Es befinden sich Taschendiebe im Zug."

Zum Phänomen der zunehmenden Straftaten fällt mir auch leider nur eine Lösung ein, die den Rahmen des Forums sprengt und die mir garantiert eine Rüge von mehr als einem User einbringt. In der Kurzfassung: Die Justiz sollte endlich ihren Kuschelkurs gegenüber Ersttätern aufgeben.

Ladendiebstahl, Leistungserschleichung, Taschendiebstahl oder unbegründet (eigene Erfahrung: im Nahverkehr am Nachmittag!) auf Mitfahrgäste einschlagen sind keine Kavaliersdelikte. Und sollten beim ersten Mal gleich richtig geahndet werden.

Nicht dass insbesondere Schwarzfahrer nach der Kontrolle weiterprotzen, dass sie jetzt N Monate umsonst gefahren sind. Ein kleiner Warnschussarrest wäre da sehr hilfreich. Mehr schreibe ich dazu nicht, versprochen.

Zu meinem konkreten Risikoreduzierungshinweis:

Einer Bekannten aus meinem beruflichen Umfeld wurde auch jede Menge Geld bei einem Taschendiebstahl abgenommen, zum Glück hat der "Läufer" oder "Beutewegbringer" oder wie immer sich das nennt den Geldbeutel dann wenigstens nur halbleer in der Nähe an einem halbwegs sauberen Ort und nicht im Mülleimer abgelegt.

Mich erstaunte die Summe des entwendeten Bargeldes.

Gegenmaßnahme der Passagiere: Das Risiko zumindest des Bargeld- oder Kartendiebstahls reduzieren, wenn man schon seine eigenen elektronischen Geräte nicht zm Kaffee holen oder ähnliches mitnehmen mag:

1.) Kreditkarte, Firmenausweis oder RFID-Schlüssel niemals offen tragen, die beiden ersten IMMER in die Brusttasche des Oberhemdes oder eine andere Tasche, die von hinten nicht zugänglich ist.
2.) Von praktisch allen Banken gibt es inzwischen SparCards des VISA- oder Cirrus-Systems. Wer also im Alltag die girocard/ec-Karte nicht braucht, der lässt diese entweder im Büro oder zu Hause. Dies vermeidet den Versuch des Lastschriftbetruges, der mit der neuen SEPA-Lastschrift nur teilweise eingedämmt werden konnte.

Diese SparCards sind gebührenfrei und können zu Sparzwecken dienen oder nur mit einem kleinen Wunschbetrag aufgeladen werden.

Exemplarisch und ohne Affiliate-Link die folgenden SparCards der Banken der Cash Group, die an vielen Verkehrsknotenpunkten vertreten sind (externe Links):

Vom BahnCard-Partner Commerzbank

SparCard der Deutschen Bank

Postbank SparCard - bitte die verschiedenen unterschiedlichen Produkte beachten

Diese Karte einfach nur mit 52 Euro aufladen und als Notgroschen dabei haben. Ohne PIN kann niemand was damit anfangen, Lastschriftberechtigung gibt es bei Sparkarten nicht.

Das wäre meine Idee den kriminellen Elementen zumindest das Futter hoher Bargeldsummen zu entziehen und damit die kriminelle Energie einzudämmen. Aufgrund der Finanzausstattung des Bundes ist wohl nicht mit dem Einstellen von massig Präventionskräften bzw. Kriminalbeamten zu rechnen.

Und ein wachsames Auge schadet auch nicht.

Wer mag, der kann auch die offizielle Zeugenkarte der Bundespolizei mitnehmen und zumindest den Teil der Beobachtungen ausfüllen, den er/sie mitbekommen hat:

Zeugenkarte der Bundespolizei / Quelle: bundespolizei.de, externer Link

Im ICE 1,2,3 ist das eigentlich kein Problem. Man schaut auf sein Gepäck, seinen Mantel etc. pp.

Warum eigentlich keine kleinen Schließfächer wie im früheren Interregio?

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Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

! Allgemeiner Risikoreduzierungshinweis

Beobachter7, Dienstag, 19.01.2016, 18:24 (vor 2104 Tagen) @ GUM

Zum Phänomen der zunehmenden Straftaten


Die Straftaten nehmen ja schon seit Jahrzehnten ständig zu, ja sogar seit Jahrhunderten!

Inzwischen ist dann ja die gesamte Weltbevölkerung kriminell. Kann es nach 100% noch Zunahmen geben?

Was folgt daraus? Wir brauchen uns alle keine Sorgen mehr zu machen.

Ja, nach 100 % Zunahme kann es immer weiter gehen, leider

GUM, Mittwoch, 20.01.2016, 10:48 (vor 2103 Tagen) @ Beobachter7

Zum Phänomen der zunehmenden Straftaten


Die Straftaten nehmen ja schon seit Jahrzehnten ständig zu, ja sogar seit Jahrhunderten!

Inzwischen ist dann ja die gesamte Weltbevölkerung kriminell. Kann es nach 100% noch Zunahmen geben?

Einer 100%-ige Zunahme ist ja nichts anderes als eine Verdoppelung in bestimmten Deloktsgruppen. Danach kann es leider immer noch schlechter werden bis das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in ein Unsicherheitsgefühl umschlägt.

Dann gibt es sinnfreie Publikationen von "No-go-areas" etc.

Was folgt daraus? Wir brauchen uns alle keine Sorgen mehr zu machen.

Daraus folgt für mich der Aufruf der Wachsamkeit, das besondere Achten auf hilflose und desorientierte Mitfahrgäste. Und wenn Du immer den gleichen Zub siehst, auch mal ein nettes Gespräch.

Das steigert das Miteinander und verändert das Energiefeld. Wo sich niemand kümmert sinken die Hemmschwellen.

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Ja, nach 100 % Zunahme kann es immer weiter gehen, leider

Silver, Mittwoch, 20.01.2016, 11:27 (vor 2103 Tagen) @ GUM

Ich weiß ja nicht, wieso in der Wahrnehmung der Menschen die Kriminalität Jahr für Jahr zunimmt. Mit der faktischen Realität hat das jedenfalls nichts zu tun, die Kriminalitätsrate ist seit Jahren rückläufig. Natürlich gibt es immer einzelne Brennpunkte, die aus verschiedenen Gründen einen gegenläufigen Trend aufweisen. Wenn jetzt tatsächlich Diebstähle in Zügen stark zugenommen haben, dann liegt das vielleicht an einer überdurchschnittlichen Nachlässigkeit der Fahrgäste (ich kann mich da auch nicht ausnehmen - wenn auch bislang ohne Folgen), die sich in entsprechenden Kreisen herumgesprochen hat. Die daraus resultierende erhöhte Wachsamkeit wird aber auch bald zu einer Normalisierung führen. Denn grundsätzlich ist ein Zug für Diebe eigentlich unattraktiv: keine Fluchtmöglichkeit, hohes Entdeckungsrisiko und ein nicht geringer Eintrittspreis.

Der war gut...

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 20.01.2016, 11:46 (vor 2103 Tagen) @ Silver

Denn grundsätzlich ist ein Zug für Diebe eigentlich unattraktiv: (...) ein nicht geringer Eintrittspreis.

Dem Anständigen Dieb den Erwerb einer Fahrkarte nahelegende Grüße,
der Colaholiker

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+1

GUM, Mittwoch, 20.01.2016, 11:50 (vor 2103 Tagen) @ Colaholiker

- kein Text -

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Unglaublich

Silver, Mittwoch, 20.01.2016, 12:44 (vor 2103 Tagen) @ Colaholiker

Auch das Mitfahren ohne Fahrkarte hat seinen Preis, nämlich das Risiko der Entdeckung und der damit verbundenen Folgen. Eigentlich ziemlich offensichtlich.

Unglaublich

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 20.01.2016, 12:57 (vor 2103 Tagen) @ Silver

Auch das Mitfahren ohne Fahrkarte hat seinen Preis, nämlich das Risiko der Entdeckung und der damit verbundenen Folgen. Eigentlich ziemlich offensichtlich.

Bisher hieß es immer, daß so etwas bevorzugt passiert, wenn die Züge länger im Bahnhof stehen. Am einem Ende rein, Koffer greifen, am anderen Ende ausseigen. Risiko der Entdeckung = 0.

Außerdem ist das Risiko auch bei der Mitfahrt in Fernverkehrszügen überschaubar. Sollte man es nicht schaffen, den Zugbegleitern zu entgehen, ist es maximal eine Fahrkarte von "wo sind sie eingestiegen" = letzter vorheriger Halt bis "wo steigen sie aus" = nächster Halt zum Bordpreis. Ausgesprochen überschaubar, das.

Das Risiko, daß der Kofferbesitzer es mitkriegt und es hinterher einen auf die Mappe gibt als größer erachtende Grüße,
der Colaholiker

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Ja, nach Erreichen von 100 % keine Zunahme mehr...

Beobachter7, Mittwoch, 20.01.2016, 13:23 (vor 2103 Tagen) @ GUM

Zum Phänomen der zunehmenden Straftaten


Die Straftaten nehmen ja schon seit Jahrzehnten ständig zu, ja sogar seit Jahrhunderten!

Inzwischen ist dann ja die gesamte Weltbevölkerung kriminell. Kann es nach 100% noch Zunahmen geben?

Einer 100%-ige Zunahme

Eigentlich dachte ich, daß meine Sätze nicht mißverstanden werden können. Aber nichts ist unmöglich.

Die 100% beziehen sich natürlich auf die gesamte Weltbevölkerung, die nach der ständig zunehmenden Kriminalität komplett kriminell sein müßte. Mehr geht nicht.

Das Problem ist, daß in allen Medien vor einer Meldung immer ein Satz kommt, mit dem schon vorgegeben wird, was man davon denken soll, welche Gefühle damit ausgelöst oder bestärkt weden soll. Da sind Formulierungen wie "immer mehr", "ständige Zunahme" etc Standard. Von den tatsächlichen Verhältnissen wird immer ein wesentliches Element verschwiegen.

Ich verweise mal auf http://www.luegen-mit-zahlen.de/

Wie und wo passiert das eigentlich?

Proeter, Dienstag, 19.01.2016, 12:45 (vor 2104 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von Proeter, Dienstag, 19.01.2016, 12:50

Gutheißen kann ich diesen (vermeintlich neuen) Trend nicht.

Diese Sachen interessieren mich dazu sehr:
- Was wird den Leuten gestohlen und
- wo war das Diebesgut im Moment des Diebstahls?

Als Vielfahrer wurde mir noch NIE etwas gestohlen. Und dabei beachte ich zwei einfach Regeln, mit denen ich mir das erkläre:
- Geldbörse immer im Körper (Sakkotasche oder seitl. Hosentasche)
- Wertsachen immer mitnehmen beim Bewegen im Zug

Dass bei Beachtung dieser zwei Punkte noch ein Diebstahl möglich ist, ist für mich schwer vorstellbar.
Genauso schwer ist für mich vorstellbar, dass sich jemand anders verhält (Geldbörse im Koffer, Notebook am Platz lassen bei Speisewagenbesuch etc...). Wie macht ihr das?
Kennt ihr Leute, die freiwillig ihre Wertsachen nicht am Körper tragen bzw. mehr als eine Armlänge abstand zu (teurer / schützenswerter) Elektronik halten?
Lassen die Leute vielleicht ihre Geldbörse im Sakko, wenn sie es aufhängen?

Bekleidung, Ladegerät, Schreibzeug etc. lasse auch ich am Platz zurück, wenn ich nur für ein paar Minuten weg bin. Aber wer will das wohl haben..

Einen Fall habe ich im EC Prag - Berlin erlebt. Einem Senior wurde die Geldbörse aus einer Reisetasche gestohlen, die hinter seinem Sitz stand. Ist es das, was so oft passier? Da habe ich zwar etwas Mitleid, aber nur begrenztes Verständnis.

Wie und wo passiert das eigentlich?

moonglum, Hagen, Dienstag, 19.01.2016, 14:21 (vor 2104 Tagen) @ Proeter

Hmmm gestern wurden zwei recht finster wirkende Typen direkt in Köln von der Polizei abgeführt. Die waren zw Ffm und Siegburg auch durch Wagen 28 marschiert. Ich hab mich auch gefragt, wie das gehen kann.

Kürzlich: Reisender telefoniert im EC8 und legt bei Einfahrt in Köln auf Gleis 5 auf, steckt Handy in Manteltasche, verlässt EC8 und eilt quer über den Bahnsteig, steigt ebenso wie ich in den ICE 106, steigt ein, greift sofort wieder zum Handy - es ist weg... Da waren nur zwei kleine Kinder am Bahnsteig, die wie zufällig gegen ihn rempelten...

Wahnsinnig clever...

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

Handy in Manteltasche

Proeter, Dienstag, 19.01.2016, 14:53 (vor 2104 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von Proeter, Dienstag, 19.01.2016, 14:55

Kürzlich: Reisender telefoniert im EC8 und legt bei Einfahrt in Köln auf Gleis 5 auf, steckt Handy in Manteltasche, verlässt EC8 und eilt quer über den Bahnsteig, steigt ebenso wie ich in den ICE 106, steigt ein, greift sofort wieder zum Handy - es ist weg... Da waren nur zwei kleine Kinder am Bahnsteig, die wie zufällig gegen ihn rempelten...

Okay, das ist zwar schon eine Stufe härter, als wenn etwas aus dem Koffer geklaut wird.
Du schreibst es nicht dazu, aber ich vermute mal, der Herr hat sein Handy gedankenlos in die Außentasche des Mantels gesteckt -> Leichtsinn.
Einfache Lösung: Hosentasche oder Mantelinnentasche.

Mich würden mal so richtig harte Fälle interessieren - solche, in denen der Bestohlene wirklich alle Regeln der Kunst beachtet hat und trotzdem Opfer wurde. Diese kenne ich nicht - auch nicht aus Erzählungen.

Handy in Manteltasche

moonglum, Hagen, Dienstag, 19.01.2016, 15:00 (vor 2104 Tagen) @ Proeter

In den beiden Fällen im IC2 waren die Gepäckstücke auch nicht durchsucht sondern KOMPLETT weg...
Das ist sicherer als Durchwühlen, wie ich meinen würde.

Möglicherweise verraten ja die Designs der Gepäckstücke Einiges ....
Aber muss man zukünftig im Zug sein Gepäck tarnen?

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Also ich würde draufschreiben: "Achtung, Bombe!"

ALR997, Mittwoch, 20.01.2016, 13:49 (vor 2103 Tagen) @ moonglum

Dann fast das Ding keiner mehr an. Oder alternativ einen Warnhinweis im Stil von: "Vorsicht, hochradioaktiv!" ;-)

Die Idee kann auch nach hinten losgehen...

ICE1223-Limburg, Mittwoch, 20.01.2016, 18:36 (vor 2103 Tagen) @ ALR997

Also ich würde draufschreiben: "Achtung, Bombe!"
Dann fast das Ding keiner mehr an. Oder alternativ einen Warnhinweis im Stil von: "Vorsicht, hochradioaktiv!" ;-)

...denn wenns der falsche in die Hände bekommt oder sieht gibts eine riesen Panik und die netten Männer(und natürlich auch Frauen) in blau kommen und reden ein wenig mit dir.

Das dazu gehörige Chaos gibts nicht ganz Gratis, aber da musst du dann halt durch^^

--
Bereits 25.991 Km mit dem ICE4 gefahren!

Bilanz 7 Jahre BC100(2013-2020): 521.248 Km

Ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen! ;-)

ALR997, Mittwoch, 20.01.2016, 19:04 (vor 2103 Tagen) @ ICE1223-Limburg

Also ich würde draufschreiben: "Achtung, Bombe!"
Dann fast das Ding keiner mehr an. Oder alternativ einen Warnhinweis im Stil von: "Vorsicht, hochradioaktiv!" ;-)

...denn wenns der falsche in die Hände bekommt oder sieht gibts eine riesen Panik und die netten Männer(und natürlich auch Frauen) in blau kommen und reden ein wenig mit dir.

Das dazu gehörige Chaos gibts nicht ganz Gratis, aber da musst du dann halt durch^^

Natürlich hinterlasse ich keinen Hinweis darauf, dass es MEIN Koffer ist. Am Kofferbändchen schreib ich dann so ne Spassadresse drauf. So was wie "Angela Merkel, Am Kupfergraben 6, Berlin". Dann bekommt die den bösen Anruf von der Polizei, dass so was nicht lustig sei und die Rechnung für den Einsatz oben drauf.

Wie du siehst: ich habe ALLES berücksichtigt. Gut sagen wir mal fast. Wenn mein Gepäck von der Polizei entfernt wird, ist es exakt so schlimm, wie wenn es geklaut werden würde. Nur dass ich wenn ich den Dieb erwische, ihm eins auf die Mütze geben kann. Beim Polizisten wird das eher kritisch... ;-)

Passt der Koffer nicht unterm Sitz?

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Mittwoch, 20.01.2016, 19:15 (vor 2103 Tagen) @ ALR997

Da ist ja auch Platz und so.

Passt der Koffer nicht unterm Sitz?

ALR997, Mittwoch, 20.01.2016, 19:29 (vor 2103 Tagen) @ J-C

Kommt auf den Koffer und auf den Zug an. Im IC2 (im Oberdeck) könnte mein kleiner Koffer zum Beispiel mit viel gutem Willen passen, der Grosse hat seinen Stammplatz im "Kleiderschrank" am Wagenende direkt bei der ersten Fahrt gefunden. Wobei man sagen muss, dass der im gepackten Zustand so schwer ist, dass man den nicht unauffällig schnell mitnehmen kann... ^^

Passt der Koffer nicht unterm Sitz?

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Mittwoch, 20.01.2016, 21:04 (vor 2103 Tagen) @ ALR997

Als jemand Naives hätte ich diese Vermutung gehabt. Ich denke eh, dass die Racks nur für schweres Gepäck gesacht sind, sinst wären es ja viel zu wenige.

Und solange das Gepäckstück nicht gerade Seminarkoffer heißt.... ;-)

Meine Eltern und ich habengelernt, dass man für Zugfahrten nicht zu viel packen sollte. Gut, man kann das ganze Zeug ins Auto oacken und mit dem Auto auf einen der wenigen Autoreisezüge rauffahren und selber dann im Zug in einem halbwegs bequemen Bett übernachten. Autoreisewagen werden jedoch nicht an IC2 angehängt, wenngleich ein Autotransporter doch auch 160 drauf hat. Wie auch immer wird ein regelmäßiger Pendler des IC2 wohl lernen müssen, nur das in den Koffer zu packen, was er wirklich muss...

...und zur Not eine adäquate Alternative zum gefürchteten Seminarkoffer finden.

Oder...

Paladin, Hansestadt Rostock / Stralsund, Mittwoch, 20.01.2016, 21:19 (vor 2103 Tagen) @ J-C
bearbeitet von Paladin, Mittwoch, 20.01.2016, 21:20

... eine Alternative zum IC2.

Passt der Koffer nicht unterm Sitz?

ICE1223-Limburg, Mittwoch, 20.01.2016, 21:21 (vor 2103 Tagen) @ J-C

Als jemand Naives hätte ich diese Vermutung gehabt. Ich denke eh, dass die Racks nur für schweres Gepäck gesacht sind, sinst wären es ja viel zu wenige.

Und solange das Gepäckstück nicht gerade Seminarkoffer heißt.... ;-)

Meine Eltern und ich habengelernt, dass man für Zugfahrten nicht zu viel packen sollte. Gut, man kann das ganze Zeug ins Auto oacken und mit dem Auto auf einen der wenigen Autoreisezüge rauffahren und selber dann im Zug in einem halbwegs bequemen Bett übernachten. Autoreisewagen werden jedoch nicht an IC2 angehängt, wenngleich ein Autotransporter doch auch 160 drauf hat. Wie auch immer wird ein regelmäßiger Pendler des IC2 wohl lernen müssen, nur das in den Koffer zu packen, was er wirklich muss...

Wenn ich verreise nehme ich meistens den Gepackservice der DB/Hermes in Anspruch. Da kann der Koffer wenigstens nicht geklaut werden;-)

...und zur Not eine adäquate Alternative zum gefürchteten Seminarkoffer finden.

Also ihr mit eurem Seminarkoffer. *kopfkratz*

--
Bereits 25.991 Km mit dem ICE4 gefahren!

Bilanz 7 Jahre BC100(2013-2020): 521.248 Km

Naja, wer abergläubisch ist...

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Mittwoch, 20.01.2016, 21:34 (vor 2103 Tagen) @ ICE1223-Limburg
bearbeitet von J-C, Mittwoch, 20.01.2016, 21:38

... der weiß, dass Hermes in der griechischen Mythologie der Gott des Verkehrs und der Diebe zugleich ist...

... zumal der Gepäckservice die Diskussionsgrundlage ja völlig entziehen könnte! Wir können doch nicht zulassen, dass dieser Thread obsolet ist!

Zumal der Gepäckservice Arbeitsplätze im Untergrund gefährdet!

Und es gefährdet Stammtischthemen!

Aber dass ich den Gepäckservice schon völlig vergessen habe... Asche über mein Haupt.

Wobei es ja vielleicht so ist, dass der Gepäckservice einem motivierten Trainer den Seminarkoffer nicht früh genug an der Wunschadresse ausliefert.

Passt der Koffer nicht unterm Sitz?

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 21.01.2016, 08:42 (vor 2102 Tagen) @ ICE1223-Limburg

Da ich nicht zwei Postings anhängen möchte, erst eine Frage an J-C: Welchen Sitz meinst Du? Den, auf dem man selbst sitzt? Damit raubt man erstens der Person hinter einem den Fußraum und zweitens kann er unbemerkt nach hinten geklaut werden. Den Sitz vor einem? Damit raubt man sich selbst den Platz, den man zum Verstauen dieser zwei langen Dinger am unteren Körperende braucht. (Und ich meine die beiden langen Dinger, die sowohl Männer als auch Frauen haben, das etwas kürzere Ding dazwischen, was statistisch nur etwa die Hälfte der Menschheit hat, sollte ja kein Problem sein.)

Erinnert mich an eine Diskussion, die ich in einer fliegenden Sardinendose mit Kranich drauf mal hatte. Wir gehörten zu den letzten, die einsteigen durften, in den Gepäckfächern war kein Platz mehr für meinen Rucksack, denn alles, was klein genug ist, um durch die Flugzeugtür zu passen, darf man bei LH ja als Handgepäck mitführen, zudem war gerade die Bestuhlung von "eng" auf "noch mehr und noch enger" umgebaut, was aber nicht zu größeren Gepäckfächern geführt hat. Wir saßen zwei, drei Reihen hinter dem, was man dort als "Business Class" verkauft, und so fragte ich die Flugbegleiterin freundlich, ob sie schauen könnte, ob dort vorne noch ein Platz für meinen kleinen Rucksack (Größe wie der typische DB-Lokführerrucksack aber nicht so prall gefüllt) wäre. "Ist nicht mein Problem, packen Sie den unter den Sitz! *fauch*" "Gut, dann reichen Sie mir bitte die Kettensäge, daß ich mir die Beine amputieren kann, die jetzt den von Ihnen vorgeschlagenen Platz brauchen. :)" "Ist nicht mein Problem..." sie dreht sich um und geht. Ich grinse mir einen, setze mich, schließe den Gurt und nehme den Rucksack auf den Schoß. Sie kommt wieder an "Das geht aber nicht, daß Sie den auf den Schoß nehmen! *keif*" Ich reiche Ihr mit einem breitestmöglichen Grinsen den Rucksack "Ist nicht mein Problem..." Fazit: Der Rucksack flog dann doch in der "Business Class". Geht doch. :D

Wenn ich verreise nehme ich meistens den Gepackservice der DB/Hermes in Anspruch. Da kann der Koffer wenigstens nicht geklaut werden;-)

Mutig. Sehr mutig. Eine gute Freundin von mir hat das bei einem mehrwöchigen Kuraufenthalt auch gemacht. Auf dem Hinweg hat alles (wider Erwarten und meinen Unkenrufen zum Trotz) geklappt, die Koffer kamen am Ankunftstag am Ziel an. Zurück hingegen haben die Koffer (von irgendwo im Hunsrück in die Nähe von Bonn) geschlagene sechs Wochen gebraucht. Dreieinhalb davon hatten sie den Status "Tut uns leid, wir wissen nicht, wo die Koffer sind. Da, wo der Computer behauptet, daß sie wären, sind sie jedenfalls nicht." Gut, zu Hause ist das meistens nicht ganz so kritisch, da hat man vielleicht noch ne Reserveunterhose im Schrank. Wenn man aber zwei Wochen Urlaub macht und der Kofer kommt erst vier Wochen nach der Rückreise am Urlaubsort an, könnte das die Urlaubsfreude etwas trüben. ;-)

Mein Gepäck überall außer dort wo es nicht möglich ist (Flugreise, an-Bord-bringen beim Kreuzfahrtschiff) selbst befördernde Grüße,
der Colaholiker

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Ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen! ;-) Wirklich?

Beobachter7, Donnerstag, 21.01.2016, 00:16 (vor 2103 Tagen) @ ALR997

Also ich würde draufschreiben: "Achtung, Bombe!"
Dann fast das Ding keiner mehr an. Oder alternativ einen Warnhinweis im Stil von: "Vorsicht, hochradioaktiv!"

Wie du siehst: ich habe ALLES berücksichtigt. Gut sagen wir mal fast. Wenn mein Gepäck von der Polizei entfernt wird, ist es exakt so schlimm, wie wenn es geklaut werden würde.

Dafür aber bleibt der Zug mehrere Stunden stehen, wird komplett geräumt, wobei ggf. alle Reisenden erkennungsdienstlich behandelt werden. Und alle verlieren mehrere Stunden Zeit durch die Aktion.

Womöglich wird dann auch noch die Strecke gesperrt.

Wenn man ein ganzes Verkehrsnetz oder gar eine ganze Stadt lahmlegen will, dann braucht man nur an strategisch ausgewählten Stellen je ein Köfferchen stehenlassen.

Ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen! ;-) Wirklich? Ja!

ALR997, Donnerstag, 21.01.2016, 10:39 (vor 2102 Tagen) @ Beobachter7

Also ich würde draufschreiben: "Achtung, Bombe!"
Dann fast das Ding keiner mehr an. Oder alternativ einen Warnhinweis im Stil von: "Vorsicht, hochradioaktiv!"

Wie du siehst: ich habe ALLES berücksichtigt. Gut sagen wir mal fast. Wenn mein Gepäck von der Polizei entfernt wird, ist es exakt so schlimm, wie wenn es geklaut werden würde.

Dafür aber bleibt der Zug mehrere Stunden stehen, wird komplett geräumt, wobei ggf. alle Reisenden erkennungsdienstlich behandelt werden. Und alle verlieren mehrere Stunden Zeit durch die Aktion.

Dafür brauchts noch nichtmal einen Koffer sondern nur eine seriös klingende Drohung über 110.

Womöglich wird dann auch noch die Strecke gesperrt.

Wenn man ein ganzes Verkehrsnetz oder gar eine ganze Stadt lahmlegen will, dann braucht man nur an strategisch ausgewählten Stellen je ein Köfferchen stehenlassen.

Ich sags mal so: wir haben mal theoretisch diskutiert, welche Auswirkungen so ein herrenloser Koffer am richtigen Punkt haben könnte, das Ergebnis ist negativer, als es das in den meisten Fällen aktuell ist, aber harmloser als die schlimmsten Befürchtungen.

Das Ganze setzt natürlich voraus, dass man den Koffer selbst setzt und weiss, dass dort natürlich keine Bombe drin liegt. Ansonsten würde die Beobachtung des Polizeieinsatzes natürlich hinfällig. Glücklicherweise allerdings leben wir in einer Region, in der vergessene Koffer immer noch häufiger auftreten, als Kofferbomben. Ansonsten könnte man womöglich auch nicht so locker Späße darüber machen...

Wie und wo passiert das eigentlich?

Frankfurt (Main) Süd, Dienstag, 19.01.2016, 15:42 (vor 2104 Tagen) @ moonglum

Mantelaußentasche: Leichtsinn^2
Mantelinnentasche: Wow, bei aller Verurteilung der Tat habe ich dann doch etwas Respekt vor der handwerklichen Leistung.

Reist du denn auch mit Seminarkoffer?

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 19.01.2016, 16:11 (vor 2104 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd

...und das am liebsten im IC2? :P

In dem Fall würde ich ja was handlicheres nehmen und es unterm Sitz verstauen.

Ich frag mich aber, wer bitteschön tagtäglich mit einem Seminarkoffer anreist. Wozu überhaupt. Ist das eines dieser motivierten Trainer, die mir mit irgendwelchen Flipcharts und Powerpoint-Präsentation einen Sachverhalt näherbringen und für deren Transport natürlich ausschließlich ein Seminarkoffer genügt, da eine handelsübliche Aktentasche oder Köfferchen zur Not den Ansprüchen nicht genügt?
und ansonsten, anketten ans Rack und gut is. Es steht nirgends geschrieben, dass man irgendwas nicht ans Rack ketten darf ;-)

Ich halte auch Präsentationen in meiner Schule manchmal, aber dazu brauch ich nur meinen Laptop mit zweistelligem Alter, der passt bequem in meine Schultasche. Man könnte sogar mit einem simplen USB-Stick auskommen...

...was machen solche Menschen eigentlich, die hochwertiges Gerät und Flipcharts in einem Seminarkoffer rumschleppen so?

Grüße von dem J-C, welches nicht viel hält von übermotivierten Trainern.

Reist du denn auch mit Seminarkoffer?

moonglum, Hagen, Dienstag, 19.01.2016, 16:40 (vor 2104 Tagen) @ J-C

Wie schön, dass DU den anscheinend DB-KOMPATIBLEN Reisenden verkörperst. Anscheinend gehören jede Menge anderer Menschen nicht dazu, und wenn die nun demnächst auch noch die moderne Bahn zu meiden beginnen, um so schlimmer, denn die immer größeren Verluste der DB werden den Zwecken eines sicheren und komfortablen Reisens sicher immer weniger dienlich sein.

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Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

IC2 ->Kurzstrecke?

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 19.01.2016, 16:54 (vor 2104 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von J-C, Dienstag, 19.01.2016, 16:55

Ich gehe halt davon aus, dass die IC2er nicht dafür geplant wurden, das man tatsächlch den gesamten Laufweg im
IC2 zurücklegt. Meist sind das doch eher Zubringer zu ICE, in Zukunft vielleicht auch den ominösen ICneu?

Zumal... welcher Dieb macht sich bitteschön die Mühe, erstmal ins Oberdeck zu dackeln und einen womöglich festgeketteten Seminarkoffer zu stehlen? Ich gehe davon aus, dass da der Seminarkoffer ungeschützt im Unterdeck war.

IC2 ->Kurzstrecke?

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 20.01.2016, 08:18 (vor 2103 Tagen) @ J-C

Zumal... welcher Dieb macht sich bitteschön die Mühe, erstmal ins Oberdeck zu dackeln und einen womöglich festgeketteten Seminarkoffer zu stehlen? Ich gehe davon aus, dass da der Seminarkoffer ungeschützt im Unterdeck war.

Daß ein Festketten des Koffers auch mit einem leichten Schloß schon recht effektiv an dieser Stelle ist, hatten wir bereits festghalten. Das wäre aber eine Lösung, die bei mir eine neue Schwierigkeit einführt - ich kann nur unten sitzen, oben wird mir schon bei den nicht schaukelnden Regio-Dostos hundeelend, wie es dann im IC2 aussieht, will ich nicht wissen. Naja, muß ich halt doch den Taser in den Griff meines Koffers einbauen. Wer ihn anpackt fängt eben an zu brüllen und fällt um. ;-)

Mal überlegen, ein Weidezaungerät paßt in meinen großen Koffer rein, Funkschalter dran... falls mich einer sucht, ich bin dann mal in der Werkstatt. :o)

Bastellaunige Grüße,
der Colaholiker

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Wie und wo passiert das eigentlich?

Reservierungszettel, KDU, Dienstag, 19.01.2016, 14:32 (vor 2104 Tagen) @ Proeter

Gutheißen kann ich diesen (vermeintlich neuen) Trend nicht.

Diese Sachen interessieren mich dazu sehr:
- Was wird den Leuten gestohlen und
- wo war das Diebesgut im Moment des Diebstahls?

Alles was einen Wert von +50€ hat kommt in Frage


Als Vielfahrer wurde mir noch NIE etwas gestohlen. Und dabei beachte ich zwei einfach Regeln, mit denen ich mir das erkläre:
- Geldbörse immer im Körper (Sakkotasche oder seitl. Hosentasche)

Meine ist sogar mit Kette gesichert

- Wertsachen immer mitnehmen beim Bewegen im Zug

Sehe ich auch so


Dass bei Beachtung dieser zwei Punkte noch ein Diebstahl möglich ist, ist für mich schwer vorstellbar.
Genauso schwer ist für mich vorstellbar, dass sich jemand anders verhält (Geldbörse im Koffer, Notebook am Platz lassen bei Speisewagenbesuch etc...). Wie macht ihr das?
Kennt ihr Leute, die freiwillig ihre Wertsachen nicht am Körper tragen bzw. mehr als eine Armlänge abstand zu (teurer / schützenswerter) Elektronik halten?

Ja schon oft gesehen vom Handy was am Platz lag bis Zum Laptop der einfach so rumstand.

Lassen die Leute vielleicht ihre Geldbörse im Sakko, wenn sie es aufhängen?

Ja, das gibt es


Bekleidung, Ladegerät, Schreibzeug etc. lasse auch ich am Platz zurück, wenn ich nur für ein paar Minuten weg bin. Aber wer will das wohl haben..

Ich wüsste auch nicht wer das freiwillig klaut, zumal es sogar Zugbegleiter gibt die bestimmte Dinge die einen gewissen Wert nicht übersteigen gar nicht erst als Fundsache abgegeben.


Einen Fall habe ich im EC Prag - Berlin erlebt. Einem Senior wurde die Geldbörse aus einer Reisetasche gestohlen, die hinter seinem Sitz stand. Ist es das, was so oft passier? Da habe ich zwar etwas Mitleid, aber nur begrenztes Verständnis.

Natürlich, ich sage mal ganz hart das 95% der bestohlenen selbst schuld sind ich bin auch viel unterwegs mir wurde auch noch nie etwas geklaut, komisch oder?

Grüße Andreas

Wie und wo passiert das eigentlich?

Thomas, Dienstag, 19.01.2016, 14:40 (vor 2104 Tagen) @ Reservierungszettel
bearbeitet von Thomas, Dienstag, 19.01.2016, 14:41


Ich wüsste auch nicht wer das freiwillig klaut, zumal es sogar Zugbegleiter gibt die bestimmte Dinge die einen gewissen Wert nicht übersteigen gar nicht erst als Fundsache abgegeben.

alles was 10 Euro nicht übersteigt und gleichzeitig keinen besonderen idellen Wert hat, geht direkt ins Eigentum der Bahn über - somit eben auch in den Müll, je nachdem

Wie und wo passiert das eigentlich?

Ösi, Dienstag, 19.01.2016, 14:43 (vor 2104 Tagen) @ Thomas

alles was 10 Euro nicht übersteigt und gleichzeitig keinen besonderen idellen Wert hat, geht direkt ins Eigentum der Bahn über - somit eben auch in den Müll, je nachdem

Unter 10 Euro muss man einen Fund zwar nicht dem Fundbüro melden, aber auf Anfrage rausgeben muss man ihn trotzdem. Ins Eigentum der Bahn geht es erst nach sechs Monaten über.

Diebesgesindel im Zug/Umgang mit Gepäck

paulb1997, Dienstag, 19.01.2016, 16:27 (vor 2104 Tagen) @ moonglum

Was mir auffällt, dass der Threadersteller schreibt, dass es ihm erst seit circa einem Jahr auffällt. Sind das etwa Auswirkungen der merkelschen Politik? Ich fahr ja nicht oft mit dem Fernverkehr, könnte jemand schreiben, was den so das typisch Klientel ist, dass oft beim Klauen erwischt wird? Würde mich nur für zukünftige Fahrten interessieren, damit ich weiß, wann ich besonders aufpassen sollte und aufhören sollte aus dem Fenster zuschauen.
Gruß

Diebesgesindel im Zug/Umgang mit Gepäck

Paladin, Hansestadt Rostock / Stralsund, Dienstag, 19.01.2016, 17:46 (vor 2104 Tagen) @ paulb1997

Als ich im Juli im IC zwischen Düsseldorf und Hamburg fuhr, hat mich ein ZUB auch "unsanft" auf meine Unvorsichtigkeit hingewiesen. Das ist also sicherlich nicht erst ein "Flüchtlingsproblem".

Diebesgesindel im Zug/Umgang mit Gepäck

Beobachter7, Dienstag, 19.01.2016, 18:21 (vor 2104 Tagen) @ paulb1997

Ich fahr ja nicht oft mit dem Fernverkehr, könnte jemand schreiben, was den so das typisch Klientel ist, dass oft beim Klauen erwischt wird?

Erste Klasse?

Diebesgesindel im Zug/Umgang mit Gepäck

moonglum, Hagen, Mittwoch, 20.01.2016, 11:47 (vor 2103 Tagen) @ paulb1997

Mir it es ehrlicherweise erst durch Hektik im Zug und entsprechende Durchsagen aufgefallen, ich kann mich nicht mehr genau erinnern, würde sagen seit Anfang 2015 in etwa...

Ich selbst bin bisher auch noch nicht beklaut worden...

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Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

Diebesgesindel im Zug/Umgang mit Gepäck

Mike65, Mittwoch, 20.01.2016, 22:55 (vor 2103 Tagen) @ paulb1997

... könnte jemand schreiben, was den so das typisch Klientel ist, dass oft beim Klauen erwischt wird? Würde mich nur für zukünftige Fahrten interessieren, damit ich weiß, wann ich besonders aufpassen sollte und aufhören sollte aus dem Fenster zuschauen.

Die Langfinger sind meist eher unauffällig. Dreimal konnte ich Taschendiebe bei der Arbeit beobachten, alle dreimal ging der Dieb leer aus. Allerdings war das im Nahverkehr bzw. Bahnhofsbereich.

Das erste Mal in der Kölner Strassenbahn im Gedränge des Berufsverkehr. Völlig normal aussehender Typ, ca. 40-50 Jahre, graumelierte Haare, gepflegter Mantel. Sprach mit osteuropäischem Akzent. Er zog plötzlich einer vor mir stehenden Frau die Geldbörse aus der Jackentasche und verstaute sie blitzschnell in einer Innentasche seines Mantels. Ertappt und angesprochen präsentierte er zunächst eine zweite Brieftasche, die er vorsichtshalber dabei hatte.

Das zweite Mal auf der Treppe vom Bahnsteig. Ich mit Koffer uns Notebooktasche in der Hand. Jemand versperrte mir den Weg, schien nach einem Kind oder Hund zu rufen. Auch dieser war unaufällig, sprach normales Deutsch. Plötzlich fasst ein anderer von hinten an meine Hosentasche. Zum Glück steckte die Brieftasche sehr tief, ansonsten hätte ich mich kaum wehren können.

Da die Diebe häufig nicht alleine kommen, wäre ich immer sehr vorsichtig, wenn irgendjemand beim Halt des Zuges abzulenken versucht, z.B. Streit anfängt. Alle schauen dann dorthin und der andere Langfinger hat leichtes Spiel.

Diebesgesindel im Zug/Umgang mit Gepäck

Bremer, Bremen, Donnerstag, 21.01.2016, 09:53 (vor 2102 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von Bremer, Donnerstag, 21.01.2016, 09:55

Keiner der Reisenden WILL eigentlich deswegen das Risiko der IC2 riskieren, denn alle Reisenden (ich auch) hatten am gestrigen Abend teures Gerät dabei, Laptops, Beamer. Und neben dem rein pekuniären Wert sind diese Rechner ja noch mit sensiblen Daten bestückt, man kann nie sicher sein, dass der Kennwortschutz nicht doch geknackt wird (wenn es Profidiebe sind).

Da muss ich widersprechen.
Solche Diebe haben es in den aller seltensten Fällen auf Daten abgesehen.

Wenn doch der Fall eintreffen sollte:
Ja, der Kennwortschutz lässt sich sehr leicht aushebeln. Ab Windows 7 wird aber eine komplette Laufwerksverschlüsselung mitgeliefert, die bei einem guten Passwort für solche Diebe nicht zu knacken ist.

Außerdem, wer solche sensiblen Daten hat, weiß sich zu schützen und hat dies wahrscheinlich sowieso schon aktiviert. Bei mobilen Geräten ist das sowieso eigentlich Pflicht.

Diebesgesindel im Zug/Umgang mit Gepäck

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 21.01.2016, 10:09 (vor 2102 Tagen) @ Bremer

Da muss ich widersprechen.
Solche Diebe haben es in den aller seltensten Fällen auf Daten abgesehen.

Es gibt durchaus kriminelle Energien, die es gerade auf die Daten abgesehen haben, aber im Bezug auf Diebstähle im Zug gebe ich Dir Recht. Da wird nur eingesackt, was man schnell in bares Geld umwandeln kann. Ein alter Laptop mit hochbrisanten Daten wird eher nicht geklaut, während das neue Top-Modell mit angebissenem Obst drauf, wo nix außer dem Betriebssystem installiert ist, schneller weg sein kann, als man denkt.

Die Mühe, da irgendwelche Paßwörter zu knacken, macht sich keiner. Booten von externem Medium, Platte formatieren, frisches Betriebssystem drauf, und fertig ist die Laube.

Falls sich jemand fragt, wieso ich das weiß - mir wurde vor einigen Jahren auch mal ein Laptop gestohlen (allerdins bei einem Einbruch, kein Taschendiebstahl), und das waren die Aussagen der Polizisten dazu.

Diejenigen, die es auf Daten abgesehen haben, gehen anders vor - heute vorzugsweise ganz ohne persönlichen Kontakt. Dank Vernetzung kann man, wenn man einmal den Fuß in der Tür hat, ja heute mit entsprechender krimineller Energie an alles dran. Wozu also verschlüsselte Festplatten knacken, wenn man doch wenn die Kiste an ist per Backdoor gemütlich Selbstbedienung betreiben kann...

Auf meinem Laptop keine sensiblen Daten speichernde Grüße,
der Colaholiker

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Diebesgesindel im Zug/Umgang mit Gepäck

DavidK1994, Hannover, Montag, 25.01.2016, 12:00 (vor 2098 Tagen) @ moonglum

Zufällig bin ich eben auf diesen Artikel gestoßen, bei dem in einem ICE von Düsseldorf nach Dresden ein Rucksack, Klamotten und eine KK im Wert von ca. 4000€ gestohlen worden waren...

Für mich ein Fall von selbst Schuld...

http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/70388/3227115

Kofferdiebstahl im ICE

Heros39, Donnerstag, 25.08.2016, 10:44 (vor 1885 Tagen) @ moonglum

Gestern sind zwei Freunden aus Japan, die gerade in Deutschland eingetroffen waren, aus dem ICE zwischen Fulda und Göttingen zwei Koffer gestohlen worden. Beide waren gar nicht lange im Bordrestaurant. Also Obacht! Leider!

Ist auch eine Geschichte zwischen Wien Hbf und Wien Meidling

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Donnerstag, 25.08.2016, 11:52 (vor 1885 Tagen) @ Heros39

Weil dort eine recht kurze Distanz ist, haben die Diebe leichtes Spiel, an einer Station einzusteigen, flugs im Trubel was mitgehen zu lassen und dann an der anderen Station auszusteigen...

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Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?
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(Bildquelle: ČD)

Ohne das ganze zu relativieren:

Paladin, Hansestadt Rostock / Stralsund, Donnerstag, 25.08.2016, 11:59 (vor 1885 Tagen) @ Heros39

Sorry, aber diese sichert man ja auch ... hat man das in Japan nicht nötig? Zum Diebstahl gehören immer zwei Punkte: Die verlockende Situation und derjenige, der sie wahr nimmt. Wenigstens einem von beiden kann man selbst entgegensteuern.

Ohne das ganze zu relativieren:

agw, NRW, Donnerstag, 25.08.2016, 12:21 (vor 1885 Tagen) @ Paladin

Sorry, aber diese sichert man ja auch ... hat man das in Japan nicht nötig?

Nein, hat man nicht. (Kommt aber noch.).

Ohne das ganze zu relativieren:

Heros39, Donnerstag, 25.08.2016, 14:02 (vor 1885 Tagen) @ agw

.. und zum zweiten sollten wir nicht Täter und Opfer verkehren. Ich habe mich mein ganzes Bahnfahrer-Leben lang noch nicht um Koffer in Zügen kümmern müssen - und kenne auch niemanden, der das getan hätte. Dabei soll es auch bleiben. Abgesehen davon ist eine Sicherung von Koffern praktisch kaum möglich, mit ins Bordrestaurant lässt sich so etwas nicht nehmen.

Ohne das ganze zu relativieren:

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Donnerstag, 25.08.2016, 14:24 (vor 1885 Tagen) @ Heros39

.. und zum zweiten sollten wir nicht Täter und Opfer verkehren. Ich habe mich mein ganzes Bahnfahrer-Leben lang noch nicht um Koffer in Zügen kümmern müssen - und kenne auch niemanden, der das getan hätte. Dabei soll es auch bleiben.

Bis hierhin Zustimmung. Die soziale Kontrolle im Zug (nicht aber außerhalb) hat bisher immer ausgereicht. Ich habe auch während meiner Reisen nie erlebt, daß jemand sich an Gepäck, das ihm nicht gehört, zu schaffen gemacht hätte. (Was nicht heißen soll, daß ich anzweifle, was hier passiert ist. Ich bin erschüttert, daß es dazu gekommen ist.)

Abgesehen davon ist eine Sicherung von Koffern praktisch kaum möglich, mit ins Bordrestaurant lässt sich so etwas nicht nehmen.

Einigen wir uns statt "nicht" auf "sehr eingeschränkt". Wir haben es schon geschafft, zumindest im Restaurant des ICE 1. Hinter den Sitzen zum Servicewagen ist etwas Platz, der Handgepäcktrolley paßte unter den Tisch... zugegeben, bequem und komfortabel sieht anders aus. In den alten Bpmz-Gepäckablagen könnte man theoretisch seinen (Seminar-)Koffer mit einem Fahrradschloß an den Streben befestigen. An den Glas-Ablagen der ICEs geht das nicht.

Mit Witze mit selbstzerstörenden Koffern besser verkneifende Grüße,
der Colaholiker

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Ohne das ganze zu relativieren:

agw, NRW, Donnerstag, 25.08.2016, 14:36 (vor 1885 Tagen) @ Heros39

.. und zum zweiten sollten wir nicht Täter und Opfer verkehren. Ich habe mich mein ganzes Bahnfahrer-Leben lang noch nicht um Koffer in Zügen kümmern müssen - und kenne auch niemanden, der das getan hätte. Dabei soll es auch bleiben. Abgesehen davon ist eine Sicherung von Koffern praktisch kaum möglich, mit ins Bordrestaurant lässt sich so etwas nicht nehmen.

Genau. Weshalb ich auch nicht verstehe, warum hier immer alle den APS als unnützes, unsoziales Zeug abtun. Genau deswegen nutze ich ihn gerne.

Ein anderer Pro-Tipp, dem ich auch schon seit jeher folge: Man schaut auf den IRP und sucht sich passend zum Hunger einen möglichst langen Zeitraum ohne Halt.
Beispiel: Köln-Berlin. Nicht zwischen Duisburg und Dortmund 1h ins Restaurant gehen, sondern zwischen Bielefeld und Hannover.

Dann ist der Koffer vielleicht trotzdem weg, aber noch im Zug. :-)

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