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<title>ICE-Treff - ... das spräche dann aber eher für Qualität ....</title>
<link>https://www.ice-treff.de/</link>
<description>Von und für Freunde des ICE, des schnellen Bahnverkehrs und der Eisenbahn überhaupt</description>
<language>de</language>
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<title>... das spräche dann aber eher für Qualität .... (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[- kein Text -]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 22:31:19 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>Der Blaschke</dc:creator>
</item>
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<title>auf DSO wurde es nach weniger als 5 Minuten gelöscht (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[- kein Text -]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 22:24:03 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>Henrik</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Schwerter zu Pflugscharen! (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<p>im Prinzip könnt Ihr Eure Waffen wieder einpacken. Denn man muss konzedieren, dass der Vorschlag dieses Herrn sowieso um Längen teurer gewesen wäre, als die jetzt präferierte Lösung:</p>
<p>Insbesondere muss genannt werden:<br />
- oberirdische Querung eines FFH - Gebietes<br />
- Bau mehrerer Talbrücken bzw. Autobahnquerungen<br />
- Bau eines neuen Hauptbahnhofs in Dresden (Freunde aus Stuttgart sagen, dass allein letzteres schon mal über 10 Mrd. kosten kann)</p>
<p>Insofern ist der Vorschlag abzulehnen: Wegen der übermäßigen Staatsbelastung einerseits, andererseits wäre eine besonders güterzugtaugliche Variante (darum geht es ja bei dieser Variante mit einer geringeren Steigung) bei stark abnehmendem Güterverkehr gar nicht erforderlich.</p>
<p>Das allein zeigt die Paradoxie des Schriftstücks.</p>
<p>Gleichzeitig möchte ich aber @barzahlung schon recht geben: Ich erlebe auch abseits der Autoindustrie, dass Unternehmen derzeit verstärkt im Ausland investieren. Dabei geht es nicht nur um Löhne - in den chinesischen Boomregionen sind diese gar nicht mehr so weit von unseren entfernt (und so viel mehr arbeiten die zumindest in den großen Firmen übrigens auch gar nicht mehr). Es geht um die immensen Lohnnebenkosten und um Flexibilität. Und 1% Wachstum ist tatsächlich eher Stagnation bzw. leichter Rückgang.</p>
<p>Holger</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 22:19:25 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>Holger2</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Neoliberales Rumgeheule (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>deutsche Export (...) Allzeithoch</p>
</blockquote><p>Solange es Inflation gibt, wächst dieser Wert in Euro auch naturgemäß immer weiter an.<br />
Auf einem <em>Allzeithoch</em> sind auch die Ausgaben für unser Rentensystem und für den Nahverkehr.</p>
<blockquote><p>Eindämmung unserer überbordenden Exportindustrie wünschenswert </p>
</blockquote><blockquote><p>Schwarzmalerei</p>
</blockquote><blockquote><p>ausbleibenden Gewinn nur allzugern mit der Streichung dringend benötigter Sozialleistungen auffangen will.</p>
</blockquote><blockquote><p>brauchen eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur</p>
</blockquote><p>Das <em>Positive</em>, wenn man sich Deine Sülze so durchliest, ist doch, dass dank der stagnierenden Gewerbesteuereinnahmen und den Verteilungskämpfen um Sozialausgaben der öffentlichen Hand auch für Euer Lieblingsspielzeug allmählich die Knete ausgeht. Besonders auf kommunaler Ebene.</p>
<p>Und da finde ich das schon gar nicht mehr sooo schlimm, denn das ist ja nun wirklich Geld für nichts ausgegeben.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=729809</link>
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<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 11:18:35 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>Barzahlung</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Neoliberales Rumgeheule (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Die DB plant den Tunnel als Mischverkehrsstrecke (Gueter- und Schnellfahrverkehr) mit Geschwindigkeiten von 100 km/h (Gueter) und 200 km/h (Personen). Dabei wird uebersehen, dass sich die deutsche Wirtschaft grundlegend wandelt:<br />
• - Die deutsche Autoindustrie wird voraussichtlich innerhalb der naechsten zehn Jahre auf einen Bruchteil ihrer derzeitigen Bedeutung schrumpfen.<br />
• - Unternehmen wie Bosch und BASF verlagern Kapazitaeten ins Ausland.<br />
• - Der Maschinenbau folgt dem Trend der Automobilindustrie.<br />
• - Die Gueterverkehrsleistung der Bahn ist trotz entgegengesetzter Zielsetzung (vgl. Entlassung der Gueterbahn-Chefin Nikutta) ruecklaeufig.</p>
</blockquote><p>Auch wenn eine Eindämmung unserer überbordenden Exportindustrie wünschenswert wäre, da sie massiv zum Personalmangel und damit zu einem Sinken von Qualität und Volumen des Binnenmarktes beiträgt, ist diese aktuell nicht absehbar. Diese Schwarzmalerei (&quot;Autoindustrie(...)auf einen Bruchteil&quot;) ist Blablub der neoliberalen FDP/CDU-Bubble, die von ihrem China-High ein wenig mehr wieder in der Realität angekommen ist, und jetzt ihre eigenen ausbleibenden Gewinn nur allzugern mit der Streichung dringend benötigter Sozialleistungen auffangen will.</p>
<p>In der Realität ist der deutsche Export gerade zum fünften Mal in Folge gestiegen, auf ein &quot;Allzeithoch&quot;. Und dies trotz Trump-Zöllen und Trump-Krieg mit dem Iran, der wirtschaftliche Verheerungen in Asien ausgelöst hat: <a href="https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2026-08/deutsche-exporte-rekord-aussenhandel-waren-us-china-gxe">https://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2026-08/deutsche-exporte-rekord-aussenhandel...</a></p>
<p>Also, ja, wir brauchen eine leistungsfähige Schieneninfrastruktur für den Güterverkehr. Auch in der Zukunft. Auch um Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Und man kann den Tschechen nur gratulieren, dass sie richtigen Hochgeschwindigkeitsverkehr auf dieser Achse haben wollen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=729802</link>
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<pubDate>Mon, 10 Aug 2026 09:44:48 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>Benjamin.Keller</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Das sagt AI selber dazu: (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>A. Fachliche Analyse✔️ </p>
<p>Was ist fachlich valide?<br />
Tunnel ist extrem teuer<br />
Mischverkehr in langen Tunneln ist anspruchsvoll<br />
Steigungen sind relevant<br />
Großprojekte haben Risiken<br />
Alternative Trassen sind denkbar</p>
<p>Was ist fachlich problematisch?<br />
Er überhöht die A17-Kosten → Selbstlegitimierung<br />
Er unterschätzt den Fahrzeitgewinn → falsche Grundlage<br />
Er übertreibt die Kostensteigerung → keine Datenbasis<br />
Er dramatisiert die Industrieentwicklung → spekulativ<br />
Er verallgemeinert Planungsfehler → methodisch unsauber</p>
<p>???? Gesamturteil fachlich:<br />
Er hat einige valide Punkte, aber seine Argumentation ist<br />
nicht neutral, sondern selektiv und überzogen.</p>
<p>B. Psychologische Analyse</p>
<p>Der Text zeigt ein klares Muster:</p>
<p>???? 1. Selbstüberhöhung<br />
Überhöhte A17-Kosten. Betonung seiner Rolle<br />
Darstellung als „Problemlöser, den andere ignorieren“????</p>
<p>2. Frustration<br />
Er fühlt sich übergangen<br />
Er sucht Resonanz<br />
Er möchte Einfluss????</p>
<p>3. Alarmismus<br />
Kostensteigerung ×6. Industrie bricht zusammen<br />
Sicherheitsrisiken maximal dargestellt</p>
<p>4. Experten-Außenseiter-Rolle<br />
Er sieht sich als:„Der einzige,der die Wahrheit erkennt.“<br />
Das ist typisch für Ingenieure, die sich nicht gehört<br />
fühlen.</p>
<p>C. Administrative Analyse✔️</p>
<p>Behörden reagieren kaum<br />
Das ist normal:<br />
Eingaben ohne Mandat<br />
Keine offizielle Beteiligung<br />
Kein formelles Verfahren<br />
Kein politischer Druck✔️</p>
<p>Bundesrechnungshof leitet weiter<br />
Das ist Standard:<br />
Eingang bestätigen - Weiterleiten - Keine Bewertung</p>
<p>Seine Forderungen sind unrealistisch<br />
Peer Review erzwingen<br />
Haushaltsausschuss soll Mittel sperren<br />
Projekt stoppen<br />
Das passiert nur bei:<br />
massiven Kostenexplosionen<br />
politischem Skandal<br />
juristischen Verfahren<br />
Nicht bei Einzelhinweisen.</p>
<p>Gemini, 2026</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=729763</link>
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<pubDate>Sat, 08 Aug 2026 16:15:40 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>Holger2</dc:creator>
</item>
<item>
<title>In der Welt generativer KI ist alles möglich (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Es wäre spanned zu wissen, was für eine Motivation jedoch dazu verleitete, diesen Text zu erstellen bzw. erstellen zu lassen und hier zu veröffentlichen…</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=729762</link>
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<pubDate>Sat, 08 Aug 2026 15:09:55 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>J-C</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Wahrscheinlich um seine Alternativen zur ABS Dresden-Prag (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.dzsf.bund.de/SharedDocs/Downloads/DZSF/Veroeffentlichungen/Fachtagung-2025_Kapazitaet_Vortrag8.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=2">Projekt der DB</a></p>
<p>So wie ich es rauslese, fordert er eine andere Planung, keinen Güterverkehr und wenn getrennt und einen Erzgebirgsbasistunnel um das ganze alternativ zu stellen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=729752</link>
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<pubDate>Sat, 08 Aug 2026 12:14:31 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>Waldbahn</dc:creator>
</item>
<item>
<title>30 KM Tunnel Dresden (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>worum es geht?</p>
</blockquote><p>Vielleicht um ein Projekt in einem Paralleluniversum?</p>
<p>Der Vergleich scheint sich zumindest nicht auf das Projekt zu beziehen, das in unserer Welt gebaut wurde. Das Projekt A17 in unserer Welt kostete laut offizieller Dokumentation des Bundesministeriums für Verkehr 711 Mio € (1391 Mio DM) bei einer Länge von 44,6 km.</p>
<p>Gespannter Gruß,</p>
<p>Philipp</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=729750</link>
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<pubDate>Sat, 08 Aug 2026 11:47:16 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>PhilippK</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kritik an Mischnutzung und Nordzulauf. (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo.</p>
<blockquote><p>Wir sind auch ein wenig ratlos. Vielleicht kann Otto uns erklären, worum es geht?</p>
</blockquote><p>Da es evtl bei Otto langatmig werden kann, will ich das mal entgegen meines Naturells kurz fassen: die Mischnutzung ist zu hinterfragen und tendenziell eher abzulehnen. Der Zulauf von Deutschland aus zum Basistunnel bekommt eine neue Trasse. </p>
<p><br />
Inhaltlich kann ich zur Kritik nichts sagen. Ich werde nicht mal den Baubeginn je erleben. Ist mir also recht egal.</p>
<p><br />
Schöne Grüße von jörg</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=729746</link>
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<pubDate>Sat, 08 Aug 2026 08:17:04 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>Der Blaschke</dc:creator>
</item>
<item>
<title>30 KM Tunnel Dresden (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind auch ein wenig ratlos. Vielleicht kann Otto uns erklären, worum es geht?</p>
<p><br />
Das ICE-Treff-Team.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=729741</link>
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<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 19:59:07 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>Administrator</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Ja und? Soll ich jetzt Beifall klatschen? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Frisch angemeldet, der erste Beitrag, und gleich so ein Ei gelegt. Google kennt den Herren auch nicht, der sich so pointiert äußert.</p>
<p>Klingt wie eine KI, die übergriffig geworden ist, und die Sicherheitsschranken durchbrochen hat.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=729739</link>
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<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 19:46:18 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>heinz11</dc:creator>
</item>
<item>
<title>30 KM Tunnel Dresden</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Betreff: Dringender Pruefauftrag und Alternativvorschlag zum Projekt &quot;Dresden - Prag&quot; (Neubaustrecke, 30-km-Tunnel, Bauzeit 2044-2054, geschaetzte Kosten 8 Mrd. EUR, prognostiziert 32-48 Mrd. EUR)</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
als verantwortlicher Planer der Bundesautobahn A17 im Raum Dresden (1993-2006) wende ich mich mit nachdruecklichem Hinweis an Sie. Das von der Deutschen Bahn AG vorgelegte Projekt zur Neubaustrecke Dresden-Prag mit einem ca. 30 km langen Tunnel durch das Elbsandsteingebirge weist nach eingehender Pruefung planerische, wirtschaftliche und sicherheitstechnische Maengel auf, die einer unabhaengigen Ueberpruefung beduerfen.<br />
1. Qualifikation des Einreichers<br />
1993 wurde mir von der Autobahndirektion Dresden die Planung des Lueckenschlusses zwischen dem skandinavisch-nordeuropaeischen und dem suedosteuropaeischen Autobahnnetz uebertragen. Nach zahlreichen gescheiterten Expertenansaetzen seit 1933 erarbeitete ich innerhalb von sechs Monaten (Bleistift, Taschenrechner, Klothoidenschablonen, Topografische Karten 1:10.000) eine durchgaengige 60-km-Trasse. Die Planung wurde 1994 genehmigt, zwischen 1998 und 2006 realisiert und mit einem Kostenvoranschlag von 1,7 Mrd. DM leicht unterschritten. Die A17 ist heute das Kernstueck der Nord-Sued-Ost-Verbindung.<br />
Diese Erfahrung befaehigt mich, die aktuelle DB-Planung fuer Dresden sachkundig zu bewerten.<br />
2. Warnbeispiele Stuttgart 21 und Muenchen Hauptbahnhof<br />
Die Projekte Stuttgart 21 (Bauzeit bisher 22 Jahre, voraussichtlich 32 Jahre; Kosten vervierfacht bis versechsfacht) und der Muenchener Hauptbahnhof (Bauzeit ueberschritten, Bauende unvorhersehbar, Kostenentwicklung noch dramatischer als in Stuttgart) belegen ein systematisches Defizit bei der Grob- und Feinplanung der DB sowie der beauftragten Planungsbueros (u. a. Obermeyer, Voessing). Eine Wiederholung dieser Fehlerstruktur beim Dresden-Projekt ist bei gleichzeitiger Beteiligung derselben Bueros hoechstwahrscheinlich.<br />
3. Wirtschaftlicher Rahmen und Verkehrsbedarf<br />
Die DB plant den Tunnel als Mischverkehrsstrecke (Gueter- und Schnellfahrverkehr) mit Geschwindigkeiten von 100 km/h (Gueter) und 200 km/h (Personen). Dabei wird uebersehen, dass sich die deutsche Wirtschaft grundlegend wandelt:<br />
    • - Die deutsche Autoindustrie wird voraussichtlich innerhalb der naechsten zehn Jahre auf einen Bruchteil ihrer derzeitigen Bedeutung schrumpfen.<br />
    • - Unternehmen wie Bosch und BASF verlagern Kapazitaeten ins Ausland.<br />
    • - Der Maschinenbau folgt dem Trend der Automobilindustrie.<br />
    • - Die Gueterverkehrsleistung der Bahn ist trotz entgegengesetzter Zielsetzung (vgl. Entlassung der Gueterbahn-Chefin Nikutta) ruecklaeufig.<br />
Eine Infrastrukturinvestition in dieser Groessenordnung setzt einen langfristigen, steigenden Verkehrsbedarf voraus. Dieser Bedarf ist unter den skizzierten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht nachweisbar.<br />
4. Sicherheits- und planerische Bedenken<br />
Die vorgesehene Mischnutzung (Gueter- und Personenverkehr) in einem Tunnel von ueber 30 km Laenge mit Geschwindigkeiten bis 200 km/h birgt erhebliche Risiken:<br />
    • - Gemischter Gueter- und Schnellverkehr in langen Tunneln ist sicherheitstechnisch hoechst problematisch (Brandgefahr, Evakuierung, Rettungskonzept).<br />
    • - Die Strecke Dresden-Chabaovice soll lediglich 10 Minuten Fahrzeit einsparen. Bei einer Gesamtfahrzeit von ca. 30 Minuten (Tempo 100) rechtfertigt dies keinen Mehraufwand in Milliardenhoehe.<br />
    • - Dresden ist von Westen her nicht mit 200 km/h anfahrbar.<br />
    • - Ab Chabaovice sind Steigungen bis 25 Promille zu erwarten, die eine Durchfahrt mit 200 km/h technisch ausschliessen oder zumindest stark erschweren.<br />
    • - Die Trassenfuehrung durch das Elbtal (Hoehenunterschiede 115 m bis 175 m) und die Belastung des Dresdner Hauptbahnhofs erzeugen zusätzliche Nadeloehre.<br />
Die Planung verfolgt somit ein Geschwindigkeitsziel, das weder technisch durchgaengig realisierbar noch wirtschaftlich begruendet noch sicherheitstechnisch unbedenklich ist.<br />
5. Alternativvorschlag<br />
Unter Beibehaltung des notwendigen Tunnels (der aus topografischen Gruenden unstrittig ist) schlage ich eine modifizierte Trassenfuehrung vor, die folgende Vorteile bietet:<br />
    • - Neuer Hauptbahnhof in Friedrichstadt (Rangierbahnhof 2026 entfaellt als Innenstadthindernis). Schienenoberkante auf 132 m NN, waehrend des Baus unterirdischer Betrieb moeglich.<br />
    • - Aufgestaenderte, leicht ansteigende Trasse Richtung Weisseritztal.<br />
    • - Einfahrt in den Coschuetz-Tunnel 2 (Portal bei 155-160 m) unterhalb von Coschuetz 1 (ca. 180 m).<br />
    • - Tunnelverlauf im Bogen nach Suedosten Richtung Dohna, leicht ansteigend.<br />
    • - Ueberquerung des Lockwitztals per Bruecke auf ca. 165 m (ca. 40 m unterhalb der A17), offener Bereich ca. 1.000 m, Unterquerung der S175.<br />
    • - Oberflaechennaher Ausstieg im Bereich Gamig/A17 (ca. 170 m Gelaendehoehe).<br />
    • - Brueckenueberquerung von Dohna und der A17.<br />
    • - Brueckenueberquerung des Mueglitztals vor Gamig mit offenem Bahnbetrieb.<br />
    • - Einstieg in den 30-km-Tunnel suedlich von Neusedlitz auf ca. 170 m.<br />
Diese Fuehrung umgeht das Nadeloehr des alten Hauptbahnhofs, vermeidet die tiefgreifende Problematik des Elbtals und erspart Heidenau eine zwei Jahrzehnte dauernde Baustelle.<br />
6. Bisherige Kommunikation<br />
Eine erste Kurzeingabe an ca. 20 unmittelbar und mittelbar Beteiligte (u. a. DB Bahnmanagement Dresden, Buero MdB Piechotta) blieb weitgehend ohne substanzielle Erwiderung. Lediglich der Bundesrechnungshof bestaetigte den Eingang und leitete die Unterlagen an die zustaendigen Fachbereiche weiter.<br />
Angesichts der Tragweite der Entscheidung fuer das groesste deutsche Tunnelbauvorhaben der naechsten Jahrzehnte erscheint eine derartige Behandlung sachkundiger Hinweise unangemessen.<br />
7. Beantragte Massnahmen<br />
Ich beantrage:<br />
    1. a) Die Deutsche Bahn AG wird aufgefordert, die vorgelegte Planung fuer die Neubaustrecke Dresden-Prag einer unabhaengigen Peer-Review-Pruefung zu unterziehen. Dabei sind insbesondere die Wirtschaftlichkeit, der langfristige Verkehrsbedarf (unter Beruecksichtigung der deindustrialisierenden Wirtschaftsentwicklung), die Sicherheit der Mischnutzung in langen Tunneln sowie die vorgeschlagene Alternativtrasse (siehe Anlage) zu pruefen.<br />
    2. b) Der Bundesrechnungshof wird gebeten, die Wirtschaftlichkeitspruefung des Projekts vorzunehmen bzw. fortzufuehren und dabei die Erfahrungswerte aus Stuttgart 21 und Muenchen Hbf als Benchmark heranzuziehen. Besonderes Augenmerk ist auf die Kostenschaetzmethodik und die Verkehrsprognosen zu legen.<br />
    3. c) Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages wird gebeten, eine Mittelfreigabe fuer das Projekt bis zur Vorlage eines ueberprueften, unabhaengig validierten Planungsstandes auszusetzen. Eine Budgetbindung in Milliardenhoehe ohne belastbaren Bedarfsnachweis und ohne gepruefte Alternativen waere haushaltspolitisch nicht verantwortbar.<br />
Ich stehe fuer eine fachliche Diskussion und die detaillierte Vorstellung der Alternativtrasse zur Verfuegung. Eine Feinplanung kann ich aufgrund des Umfangs nicht ehrenamtlich erstellen; eine institutionelle Einbindung waere jedoch im Interesse einer kosteneffizienten und zukunftsfaehigen Infrastrukturplanung sinnvoll.<br />
Mit freundlichen Gruessen</p>
<p>Otto H. Jaekle<br />
Anlagen:</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=729738</link>
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<pubDate>Fri, 07 Aug 2026 19:18:56 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>Otto H. Jaekle</dc:creator>
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