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<title>ICE-Treff - Wenig Lohn und zerstörung vom Taktfahrplan</title>
<link>https://www.ice-treff.de/</link>
<description>Von und für Freunde des ICE, des schnellen Bahnverkehrs und der Eisenbahn überhaupt</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Wenig Lohn und zerstörung vom Taktfahrplan (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Wie wird die Realität aussehen?</p>
<p>Unterbezahltes Fahrpersonal mit wenig Pausen und langen Arbeitszeiten, wenig Fortbildung im Personalbereich. </p>
<p>Bereits jetzt fährt das Unternehmen Autobahn Express mit seiner blau lackierten Flotte mit Kleinfahrzeugen (Sprinter, usw.) und mehrmaligen umsteigen in normale Busfahrzeuge. </p>
<p>Fernverkehr in Konkurenz zur DB, ja. Aber mit eindeutigen Auflagen wie</p>
<p>- Stundentakt von 05.00 Uhr bis 22.00 Uhr auf allen Linien<br />
- Pünktlichkeitsgarantie und bei Stau Entschädigungszahlungen<br />
- regelmäßige Fortbildung für das Fahrpersonal<br />
- Mindestlohn</p>
<p>Das wird aber kein Unternehmen machen. Beispiel Fernverkehr: die veolia Linie Leipzig-Berlin mit dem interconnex fährt zu den Nachfragestarken Zeiten (Rosinen picken) und nicht im Taktverkehr. Die Loks haben LZB, veolia hat die LZB aber abgeschaltet und spart Ausbildungskosten beim Personal. Auf die hohe Sicherheit LZB wird aus vermutlich Kostengründen verzichtet. Es wird in dem Fall mit der PZB gefahren, die bei LZB Ausfall eine Rückfallebene ist. </p>
<p>Selbst die Regionalbahnen von metronom fahren mit LZB und auch Güterzüge die<br />
nur 90 km/h fahren haben LZB. </p>
<p>Die Lokführer bei veolia bekommen weniger Geld als ein DB Lokführer. DB Lokführer müßen regelmäßig am PC und im Simulator trainieren und ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen, die veolia Lokführer machen nur den normalen Dienstunterricht mit Test.</p>
<p>Der veolia Interconnex hat eigene Tarife und erkennt die DB Tarife<br />
nicht an. </p>
<p><br />
Wie es dann im Fernbusverkehr aussehen wird kann sich jeder denken. </p>
<p>Der VCD Elbe-Saale, OG Halle sieht den Fernbusverkehr sehr skeptisch. Wenn sich Bus und Zug die Fahrgäste gegenseitig streitig machen und beide nur halb voll fahren, dann werden die Fahrpläne nachteilig geändert und die Betriebskosten gesenkt, was die Qualität für den Kunden und die Bezahlung vom Personal verschlechtert. </p>
<p><br />
Noch ist jeder Fernverkehrszug mit qualifizierten und nach Tarif bezahlten Personal besetzt, noch werden die ICE in Deutschland gebaut. Noch</p>
<p>Die Bushersteller bauen in der Türkei (MAN), Polen (solaris, VOLVO) und Asien. LKW haben oft Zusatztanks und tanken im Ausland. Der Busfernverkehr belastet unsere Straßen und die Umwelt. </p>
<p>VCD Halle </p>
<p>Zu den verkehrsschwachen Zeiten fährt der interconnex nicht. </p>
<p>Das nur als Vergleich im Fernverkehr zwischen den DB und den privaten.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=69631</link>
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<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 11:37:49 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>JKHalle</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Eine eindeutige Chance für den Kunden (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>Dies ist eine eindeutige Chance für den Fernverkehr der Bahn. Konkurrenz belebt das Geschäft [1], senkt die Preise [2] und verbessert die Leistungen [3].</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Das gilt so pauschal nicht:</p>
</blockquote><p>So grundsätzlich gilt das schon.</p>
<blockquote><p>[1] Das Geschäft wird vor allem bei den Chefs erlebt, die jetzt noch mehr abkassieren können. Vor ein paar Wochen hatte bei uns wieder ein Bankdirektor einen Bonusbetrag im Millionenbereich auf sein Konto gutgeschrieben.</p>
</blockquote><p>Die Chefs können doch nur dann mehr &quot;abkassieren&quot;, wenn es tatsächlich mehr Umsatz, mehr Gewinn gibt.<br />
Sollte der Bahnchef/Vorstand die Entwicklung verpassen und daher Kunden verlieren, dann werden sie kaum dazu&quot;kassieren&quot;.<br />
Sollte ein Chef sein Unternehmen schlecht führen, ist er seinen Job los, oder gar das ganze Unternehmen.<br />
Lass dem Bankchef doch seinen Boni - er wirds sich schon verdient haben und der Aufsichtsrat samt Gewerkschaft &amp; Betriebsrat werden es vorher schon abgesegnet haben.<br />
Die Herren &amp; Damen unserer Commerzbank können nicht mehr in den Genuss solcher Millionen-Boni kommen, dank der Inanspruchnahme staatlicher Hilfen.</p>
<blockquote><p>[2] Zumindest in den Bereichen Gas/Wasser/Strom/Krankenkasse/Telefonie haben ich seit der Privatisierung eher mehr als weniger bezahlt. Habe noch jeden Umstieg bereut.</p>
</blockquote><p>Oh. Da wirst Du im Bereich Telekommunikation eine äußerst absolut seltene Ausnahme darstellen.<br />
Heute bekommt man hier für nur 19 Euro einen Internetanschluss, Telefonanschluss, samt totaler Flat in beiden Bereichen. Und selbst ohne Flat, Telefongespräche von nur 1-3 Cent die Minute - das sind alles Preislagen fern jedweder Realität zu Monopol-Telekom Zeiten. Da lag man irgendwo bei über 300 pro Monat, geschweige denn war noch nichtmal in der Technik möglich.<br />
Auch im Handy-Bereich ist es billig geworden.<br />
Ich weiß nicht, wie es in NL ist, aber Deutschland gilt ja sogar noch als recht teuer im Europa-Vergleich.<br />
Und hier im Bahn-Bereich wissen wir ja auch, um wieviel Milliarden Euro der Regionalverkehr billiger geworden ist bei gleichzeitigem deutlich besseren erhöhten Leistungsangebot.</p>
<blockquote><p>[3] Fernsehen/Hörfunk: Konkurrenz durch kommerzielle Sender hat zwar die Quantität des Angebots verbessert, aber dessen Qualität eher verschlechtert. Man vergleicht halt die Musik der heutigen Charts mit der von vor 25 Jahren...</p>
</blockquote><p>Nun, Qualität liegt im Auge des Betrachters. Vielleicht will's die Masse der Leute ja grade so.<br />
Vor 25 Jahren? 1985? Nee. Die grauenhafte Musik der 80er Jahre gilt ja nun nicht grade als die große Qualität der Musikgeschichte, im Gegenteil - man verdrängt sie lieber...(oder hab ich den Satz falsch verstanden?)<br />
Die vielen privaten Radio-Sender sehe ich auch nicht als qualitätsvorbildlich an. Aber seitdem es sie gibt, sieht das Angebot der öffentlich-rechtlichen immer besser aus - das war vorher doch teils unerträglich.<br />
Im TV ähnlich. Und viele Trash-Shows der Privaten sind ja auch wieder verschwunden.</p>
<blockquote><blockquote><p>Insbesondere die Verfügbarkeit von Sparpreisen dürfte sich plötzlich und auf unerklärliche Weise erhöhen.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
1. Nur schade, dass für einen Sparpreis eine Fernverkehrsfahrt erforderlich ist, und die Bahn immer mehr Regionen vom Fernverkehr abkuppelt.<br />
Die Hauptmagistralen bleiben nach wie vor stark nachgefragt, dort werden die Sparpreise wohl auch recht wenig verfügbar sein. Dafür gibt es dann Sparpreise auf ungewöhnte Relationen, die zwar für Bahnfans interessant sind, aber nicht für Otto Normalbahnfahrer.<br />
2. Mehr Sparpreise bedeutet nicht automatisch mehr Fahrgäste.</p>
</blockquote><p>hm. Wenn es sich für die Bahn nicht mehr lohnt, Fernverkehr in bestimmte Regionen anzubieten, dann mag das seine Gründe haben.<br />
Wenn nun stattdessen Busfernverkehr dort angeboten werden kann, ist das für den Kunden doch nur gut.<br />
Auf Hauptmagistralen wird die Bahn sich schon anstrengen, ihr Angebot zu verbessern, sprich eben auch mehr Sparpreise anbieten, wenn ein neuer Konkurrent auftritt. Natürlich wird sie das auch entsprechend kommunizieren, um eben Kunden zu halten / neue zu erschließen.</p>
<blockquote><blockquote><p>Und dann kommt man irgendwann auch weg von den Mondpreisen, sog. Normaltarif.</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Ich kann auch sagen: dann wird der Fahrkartenkauf noch mehr eine Lotterie. Mir wäre es lieber, dass die Normalpreise senken. Dann wird es für Otto Möchtegernbahnfahrer auch mal attraktiver, die Bahn auszuprobieren, denn Otto hat keine Lust, sich durch etwa 36.921 mögliche Angebote zu stöbern.</p>
</blockquote><p>Den Otto wird man für eine Bahnausprobierfahrt auch nicht mit einem 5%-günstigeren Normalpreis locken. Das hat dann ja auch kein Charakter von Ausprobieren. Nein, diese Ausprobier-Kunden lockt man u.a. mit solchen Bahn-Tickets Dritter, Lidl, Nutella, Aldi, Saturn, Tchibo etc.<br />
Aber grundsätzlich ist es sicher auch möglich, dass der Normalpreis gesenkt wird aufgrund von neuer Konkurrenz.</p>
<blockquote><blockquote><p>Und es ist auch die Chance, mehr Autos von der Straße wegzubekommen. </p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Und es ist auch die Chance, Leute von der teuren Bahn auf den billigen Bus zu bekommen. Eurolines macht ein gutes Geschäft hier; von und nach Eindhoven sind die Busse gut gefüllt, denn Eindhoven-München ist mit einem Bus gar nicht so viel langsamer als mit der Bahn, dafür aber umsoviel billiger.</p>
</blockquote><p>.... aber auch unkomfortabler. Nimmt man dann eben in Kauf für den geringeren Preis.</p>
<blockquote><blockquote><p>Spart ne Menge Energie. Schau Dir mal die PS-Leistung eines Busses an und die von 20-40 Privatautos !!</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Leute die jetzt Auto fahren, werden das wohl auch mit dem Billigbus nach wie vor tun. Nicht wegen der preislichen Vorteile, sondern wegen der immateriellen Vorteile: man kann jederzeit abfahren, ist flexibel während der Fahrt und am Ankunftsort, man kann ungestört die Stereoanlage hochdrehen und zugleich eine Cigarre rauchen, usw... (hatte im alten Forum eine Liste von 30 Gründen geschrieben, kann sie aber nicht mehr finden).</p>
</blockquote><p>Sicher gibt es solche Gründe. Die haben aber alle ihre Grenzen.<br />
Und dieser Spaß hört eben beim Preis auf.<br />
Der Spritpreis ist zwar derzeit nicht ganz weit oben, aber billig ist Autofahren nicht und wird auch nicht billiger werden.<br />
Nur Bahnfahren ist eben auch nicht umsonst.<br />
Der Busanbieter wird aber deutlich billiger sein als die Bahn - und daher werden sich das schon einige einstige Autofahrer überlegen, ob sie nicht besser den Fernbus nehmen.</p>
<p><br />
Gruß,<br />
Henrik</p>
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<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=69554</link>
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<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 11:53:17 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>Henrik</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Eine eindeutige Chance für die Bahn? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Dies ist eine eindeutige Chance für den Fernverkehr der Bahn. Konkurrenz belebt das Geschäft [1], senkt die Preise [2] und verbessert die Leistungen [3].</p>
</blockquote><p>Das gilt so pauschal nicht:</p>
<p>[1] Das Geschäft wird vor allem bei den Chefs erlebt, die jetzt noch mehr abkassieren können. Vor ein paar Wochen hatte bei uns wieder ein Bankdirektor einen Bonusbetrag im Millionenbereich auf sein Konto gutgeschrieben.<br />
[2] Zumindest in den Bereichen Gas/Wasser/Strom/Krankenkasse/Telefonie haben ich seit der Privatisierung eher mehr als weniger bezahlt. Habe noch jeden Umstieg bereut.<br />
[3] Fernsehen/Hörfunk: Konkurrenz durch kommerzielle Sender hat zwar die Quantität des Angebots verbessert, aber dessen Qualität eher verschlechtert. Man vergleicht halt die Musik der heutigen Charts mit der von vor 25 Jahren...</p>
<blockquote><p>Insbesondere die Verfügbarkeit von Sparpreisen dürfte sich plötzlich und auf unerklärliche Weise erhöhen.</p>
</blockquote><p>1. Nur schade, dass für einen Sparpreis eine Fernverkehrsfahrt erforderlich ist, und die Bahn immer mehr Regionen vom Fernverkehr abkuppelt.<br />
Die Hauptmagistralen bleiben nach wie vor stark nachgefragt, dort werden die Sparpreise wohl auch recht wenig verfügbar sein. Dafür gibt es dann Sparpreise auf ungewöhnte Relationen, die zwar für Bahnfans interessant sind, aber nicht für Otto Normalbahnfahrer.<br />
2. Mehr Sparpreise bedeutet nicht automatisch mehr Fahrgäste. Auf Amsterdam-Rotterdam kannst Du wohl am Abfahrtstag noch einen Sparpreis für den Fyra bekommen. Trotzdem bleibt die Auslastung bei etwa 10-15%.</p>
<blockquote><p>Und dann kommt man irgendwann auch weg von den Mondpreisen, sog. Normaltarif.</p>
</blockquote><p>Ich kann auch sagen: dann wird der Fahrkartenkauf noch mehr eine Lotterie. Mir wäre es lieber, dass die Normalpreise senken. Dann wird es für Otto Möchtegernbahnfahrer auch mal attraktiver, die Bahn auszuprobieren, denn Otto hat keine Lust, sich durch etwa 36.921 mögliche Angebote zu stöbern.</p>
<blockquote><p>Und es ist auch die Chance, mehr Autos von der Straße wegzubekommen. </p>
</blockquote><p>Und es ist auch die Chance, Leute von der teuren Bahn auf den billigen Bus zu bekommen. Eurolines macht ein gutes Geschäft hier; von und nach Eindhoven sind die Busse gut gefüllt, denn Eindhoven-München ist mit einem Bus gar nicht so viel langsamer als mit der Bahn, dafür aber umsoviel billiger.</p>
<p>Und es ist auch die Chance, Leute von der langsamen Bahn auf den schnellen Bus zu bekommen. Meine Reisegeschwindigkeit Eindhoven-Köln (Bahnhof zu Bahnhof) ist mit der Bahn 50 km/h (brauche 2:35 für 125 km). Ein Bus durfte das via gut ausgebaute Autobahnen ziemlich einfach verbessern können.<br />
 </p>
<blockquote><p>Spart ne Menge Energie. Schau Dir mal die PS-Leistung eines Busses an und die von 20-40 Privatautos !!</p>
</blockquote><p>Leute die jetzt Auto fahren, werden das wohl auch mit dem Billigbus nach wie vor tun. Nicht wegen der preislichen Vorteile, sondern wegen der immateriellen Vorteile: man kann jederzeit abfahren, ist flexibel während der Fahrt und am Ankunftsort, man kann ungestört die Stereoanlage hochdrehen und zugleich eine Cigarre rauchen, usw... (hatte im alten Forum eine Liste von 30 Gründen geschrieben, kann sie aber nicht mehr finden).</p>
<p><br />
gruß,</p>
<p>Oscar (NL).</p>
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<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 05:45:00 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>Oscar (NL)</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Eine eindeutige Chance für die Bahn (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>____________</p>
<p>Ist dies nun eine Gefahr für den Schienenpersonenfernverkehr oder nicht?</p>
<p>Viele Grüße, Sören</p>
</blockquote><p>Dies ist eine eindeutige Chance für den Fernverkehr der Bahn. Konkurrenz belebt das Geschäft, senkt die Preise und verbessert die Leistungen. Insbesondere die Verfügbarkeit von Sparpreisen dürfte sich plötzlich und auf unerklärliche Weise erhöhen. </p>
<p>Und dann kommt man irgendwann auch weg von den Mondpreisen, sog. Normaltarif. Und es ist auch die Chance, mehr Autos von der Straße wegzubekommen. </p>
<p>Spart ne Menge Energie. Schau Dir mal die PS-Leistung eines Busses an und die von 20-40 Privatautos !!</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=69503</link>
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<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 17:00:25 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>GUM</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Busfernverkehr als Bahnkonkurrenz leichter möglich</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Moin, </p>
<p>die Meldung ist von gestern, scheint hier aber noch nicht aufgetaucht zu sein.</p>
<p><a href="http://www.bundesverwaltungsgericht.de/enid/7759d7e2c6e6570f0f7459ab14e5b033,51d36d7365617263685f646973706c6179436f6e7461696e6572092d093133313034093a095f7472636964092d09353737/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen_9d.html">Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichts</a></p>
<p><em><strong>Parallelverkehr mit Bussen bei deutlichem Preisvorteil gegenüber einer Bahnfahrt kann zulässig sein</strong></em></p>
<p><em>Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute entschieden, dass ein Linienfernverkehr mit Bussen unter Umständen genehmigt werden kann, auch wenn die Strecke bereits von der Bahn bedient wird, wenn die Fahrpreise im Busverkehr deutlich günstiger sind als die entsprechenden Bahnpreise. Allerdings war die angegriffene Linienverkehrsgenehmigung deshalb aufzuheben, weil der Bahn nicht die erforderliche Möglichkeit zu einer Ausgestaltung ihres Schienenverkehrs eingeräumt worden war.</em></p>
<p><em>Im November 2005 wurden dem beigeladenen Busunternehmen die Einrichtung und der Betrieb eines Linienbusverkehrs von Frankfurt am Main/Hauptbahnhof nach Dortmund/Hauptbahnhof mit Zwischenhalten in Bonn, Köln, Duisburg, Essen und Bochum genehmigt. Hiergegen hat die DB Fernverkehr AG unter anderem mit der Begründung geklagt, dass allein günstigere Fahrpreise die Genehmigung eines Parallelverkehrs zu dem von ihr angebotenen Schienenverkehr nicht rechtfertigten, der schneller und bequemer sei. Ihre Klage und die von ihr gegen das klagabweisende erstinstanzliche Urteil eingelegte Berufung sind ohne Erfolg geblieben.</em></p>
<p><em>Auf die Revision der Klägerin hat das Bundesverwaltungsgericht die vorinstanzlichen Urteile geändert und den Genehmigungsbescheid aufgehoben. Die Genehmigungsbehörde habe einen Beurteilungsspielraum bei der Frage, ob der Verkehr bereits mit den vorhandenen Verkehrsmitteln befriedigend bedient werde und ob es mit einer wesentlichen Verbesserung der Verkehrsbedienung verbunden sei, wenn mit dem beantragten Verkehr eine bereits wahrgenommene Verkehrsaufgabe übernommen werden solle. Es sei nicht zu beanstanden, wenn die Genehmigungsbehörde bei der ihr obliegenden Gewichtung der einzelnen Belange und Interessen den deutlich günstigeren Fahrpreisen der Beigeladenen das ausschlaggebende Gewicht beigemessen und das Vorliegen eines Versagungsgrundes deshalb verneint habe. Ein Verkehrsbedürfnis für den Linienbusverkehr der Beigeladenen habe insbesondere bei dem Teil der Bevölkerung gesehen werden können, der aus finanziellen Gründen nicht in der Lage sei, die Verkehrsangebote der Klägerin und die damit verbundenen Vorteile hinsichtlich Schnelligkeit und Komfort zu nutzen. Die erteilte Genehmigung sei aber deshalb aufzuheben, weil die Genehmigungsbehörde die Klägerin nicht in der gebotenen Form zu einer Ausgestaltung des bereits vorhandenen Schienenverkehrs aufgefordert habe.</em></p>
<p><em>BVerwG 3 C 14.09 - Urteil vom 24. Juni 2010</em></p>
<p><em>Nach § 13 Abs. 2 Nr. 2 des Personenbeförderungsgesetzes - PBefG - ist beim Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen die Genehmigung zu versagen, wenn durch den beantragten Verkehr die öffentlichen Verkehrsinteressen beeinträchtigt werden, insbesondere a) der Verkehr mit den vorhandenen Verkehrsmitteln befriedigend bedient werden kann, b) der beantragte Verkehr ohne eine wesentliche Verbesserung der Verkehrsbedienung Verkehrsaufgaben übernehmen soll, die vorhandene Unternehmer oder Eisenbahnen bereits wahrnehmen, c) die für die Bedienung dieses Verkehrs vorhandenen Unternehmer oder Eisenbahnen die notwendige Ausgestaltung des Verkehrs innerhalb einer von der Genehmigungsbehörde festzusetzenden angemessenen Frist und, soweit es sich um öffentlichen Personennahverkehr handelt, unter den Voraussetzungen des § 8 Abs. 3 selbst durchzuführen bereit sind.</em></p>
<p>____________</p>
<p>Ist dies nun eine Gefahr für den Schienenpersonenfernverkehr oder nicht?</p>
<p>Viele Grüße, Sören</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=69495</link>
<guid>https://www.ice-treff.de/index.php?id=69495</guid>
<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 15:08:24 +0000</pubDate>
<category>Allgemeines Forum</category><dc:creator>Sören Heise</dc:creator>
</item>
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