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<title>ICE-Treff - [SI] Teil 2/3: Die Stadt mit den Drachen</title>
<link>https://www.ice-treff.de/</link>
<description>Von und für Freunde des ICE, des schnellen Bahnverkehrs und der Eisenbahn überhaupt</description>
<language>de</language>
<item>
<title>[SI] Teil 2/3: Die Stadt mit den Drachen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wenn deine Unterkunft im Ort war, wäre der Weg ab Bled Jezero nicht viel schneller gewesen, aber schöner.</p>
</blockquote><p>War Richtung der Burg, wäre 2,3 km gewesen vs. 4,6 km (laut Google Maps). Aber ich hätte ja auch den Bus nehmen können, von dem her, aber ich lauf eigentlich ganz gerne. War ja nicht mit nem Rollkoffer unterwegs sondern mit nem Rucksack. ;)</p>
<p><br />
Viele Grüße,<br />
Bernhard</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=422763</link>
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<pubDate>Mon, 06 Jun 2016 19:36:24 +0000</pubDate>
<category>Reiseberichte</category><dc:creator>Taurus83</dc:creator>
</item>
<item>
<title>[SI] Teil 3/3: Von Wasserfällen und Pannen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Den ersten Teil von Bled aus ging es hinter dem Bleder See durch ein Waldstück, wo der Radweg die Bahnstrecke von Jesenize nach Trieste - die sog. <em>Wocheinerbahn</em> - kreuzt. Im Nachhinein schade, dass ich mir die nicht genauer vorgenommen habe aber man kann in knapp vier Tagen auch nicht alles haben. Jedenfalls kam grad zufällig ein Güterzug, und da musste ich doch zum Handy greifen:</p>
</blockquote><p>
Scheint ein umgeleiteter Zug wegen der Sperrung der Strecke Ljubljana-Jesenice sein.</p>
<blockquote><p>So, am nächsten Tag besichtigte ich noch die Burg in Bled selbst. Diese war aus meiner Sicht eine Enttäuschung. Im Vergleich zur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hlenburg_Predjama">Burg Predjama</a> kann sie einfach nicht mithalten. Der Blick vom Burgberg aus ist super, aber den gibt's im Wesentlichen auch ohne Eintritt.</p>
</blockquote><p>
Die Aussicht fand ich auch gut, bei der Sicht hattest du mehr Glück als ich. Tipp für zukünftige Besucher: Für die Aussicht direkt vor dem Aufgang in die Burg rechts abbiegen und dann zwischen Burg und dem kleinen Felsen oder auf den kleinen Felsen (Aufstieg von der Rückseite).</p>
<blockquote><p>Der letzte Programmpunkt, den Tipp hatte ich von der Unterkunft, in der ich übernachtete, war der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vintgar-Klamm">Vintgar-Klamm</a>. Lässt sich gut zu Fuß von Bled erreichen und ist sehr schön erschlossen. Entsprechend war auch (an einem Sonntag) ziemlich viel los.</p>
</blockquote><p>
Die Klamm lohnt sich auch bei schlechtem Wetter. 10 Meter von deinem letzten Bild gibt es ja eine schöne Dusche.</p>
<blockquote><p><strong>FAZIT:</strong> Slowenien hat mich positiv überrascht. Es muss nicht immer Österreich, die Schweiz oder Südtirol sein, wenn man in die Alpen möchte.</p>
</blockquote><p>
Ja, fand/finde ich auch. Nur die Anbindung mit der Bahn ist mangelhaft, nicht nur die 3 Züge am Tag sondern auch der Anschluss an die Züge auf der Wocheinerbahn. Immerhin fahren regelmäßig Busse von Bled bis zum Wocheinersee.</p>
<p>Danke für den Bericht und die Bilder.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 06 Jun 2016 19:16:05 +0000</pubDate>
<category>Reiseberichte</category><dc:creator>hardy</dc:creator>
</item>
<item>
<title>[SI] Teil 2/3: Die Stadt mit den Drachen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>So, nach einem schönen und informativen Tag bei bestem Wetter musste ich also noch mein Gepäck holen und zum Bahnhof laufen. Von dort fuhr ich mit einer Regionalbahn nach Lesce-Bled. Die Bahn hat den Nachteil dass man eben nicht in Bled sondern in Lesce-Bled ankommt, die Busse fahren direkt nach Bled in den Ortskern. Dennoch war der Zug ganz gut belegt. Am Bahnhof kann man dann entweder mit dem Bus nach Bled fahren oder laufen. Ich entschied mich für letzteres und habe dafür bis zur Unterkunft eine gute Stunde gebraucht. Bei der Verbindung um 18 Uhr, die ich erwischt hatte, hätte es sogar gute Umstiegsmöglichkeiten in Jesenice nach „Bled Jezero“ gegeben, aber das ist mir erst aufgefallen, als ich schon im Zug saß und meine Fahrkarte entsprechend schon hatte.</p>
</blockquote><p>
Anschlussfahrkarte im Zug zu lösen, scheint etwas schwierig bis eigentlich nicht erlaubt zu sein. Fahrkarten ab Bahnhöfen mit Schalter gibt es offiziell im Zug nicht.<br />
Wenn deine Unterkunft im Ort war, wäre der Weg ab Bled Jezero nicht viel schneller gewesen, aber schöner.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 06 Jun 2016 18:52:04 +0000</pubDate>
<category>Reiseberichte</category><dc:creator>hardy</dc:creator>
</item>
<item>
<title>[SI] Teil 2/3: Die Stadt mit den Drachen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hi,</p>
<blockquote><p><br />
Nun ja, das heutige Slowenien war bis 1918 für lange Jahre Untertan des österreichischen Kaisers, nicht des ungarischen Königs oder irgendeines Sultans vom Bosporus. Das merkt man dem Land schon an, wenn man nicht direkt an der doch eher italienisch geprägten Küste ist.</p>
</blockquote><p>Ja, aber auch Bratislava hat eine gewisse Zeit in der K.u.K.-Monarchie verbracht, hat aber auf mich, als ich vor Jahren dort war, schon einen deutlich &quot;osteuropäischeren&quot; Eindruck gemacht auch wenn die eigentliche Innenstadt ganz nett ist.</p>
<p>Gut, Jugoslawien war auch nie Teil des eigentlichen Ostblocks, auch ein Unterschied.</p>
<blockquote><p><span style="font-size:smaller;">PS: Es ist hier im Forum nicht unüblich, in zeitlichen Abständen gepostete mehrteilige Reportagen als eigene Threads zu bringen. Ich hätte diesen Teil fast übersehen.</span></p>
</blockquote><p>Sorry, wusste ich nicht. Werd ich beim nächsten mal beachten.</p>
<p><br />
Viele Grüße,<br />
Bernhard</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=422448</link>
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<pubDate>Sun, 05 Jun 2016 15:45:06 +0000</pubDate>
<category>Reiseberichte</category><dc:creator>Taurus83</dc:creator>
</item>
<item>
<title>[SI] Teil 3/3: Von Wasserfällen und Pannen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<p>so, und wo ich nun schon dabei bin, hier dann auch gleich den dritten Teil.</p>
<p>Mittlerweile ist es Samstag, immer noch wunderschönes Wetter (bzw. die Luft ist wieder klarer) und ich befinde mich am Bleder See. Die Umgebung desselben wollte ich mir am Sonntag vornehmen, wo ich nicht den ganzen Tag Zeit habe, wegen der Rückreise.</p>
<p>Eigentlich wollte ich an einer Tour teilnehmen, die dann aber wegen zu geringer Teilnehmerzahl nicht stattfand. Gut, dann halt auf eigene Faust. Zunächst besorgte ich mir ein Fahrrad, mit diesem ging es dann vom Bleder See zum <em>Bohinjsee</em>, auf Deutsch auch <em>Wocheiner See</em>.</p>
<p>Den ersten Teil von Bled aus ging es hinter dem Bleder See durch ein Waldstück, wo der Radweg die Bahnstrecke von Jesenize nach Trieste - die sog. <em>Wocheinerbahn</em> - kreuzt. Im Nachhinein schade, dass ich mir die nicht genauer vorgenommen habe aber man kann in knapp vier Tagen auch nicht alles haben. Jedenfalls kam grad zufällig ein Güterzug, und da musste ich doch zum Handy greifen:</p>
<p><a href="http://abload.de/image.php?img=img_2843gcaxr.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_2843gcaxr.jpg" alt="[image]"  /></a></p>
<p>In <em>Bohinjska Bistrica</em> angekommen wollte ich mir kurz den Bahnhof anschauen. Hauptsächlich um herauszufinden, ob ich auf dem Rückweg evtl. das Fahrrad mit im Zug mitnehmen könnte, denn eigentlich hatte ich eine längere Wanderung geplant. Der Regionalzug kam eine halbe Stunde verspätet, und so konnte ich erst einen Autozug (mit dem man Autos durch den Wocheiner Tunnel mitnehmen kann und so etwas Fahrzeit spart):</p>
<p><a href="http://abload.de/image.php?img=img_28518ay5r.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_28518ay5r.jpg" alt="[image]"  /></a></p>
<p>Irgendwann kam dann der Regionalzug, und ja, es stiegen Fahrräder aus, also es geht.</p>
<p><a href="http://abload.de/image.php?img=img_2853jhza6.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_2853jhza6.jpg" alt="[image]"  /></a></p>
<p>Nach einem Mittagessen war es plötzlich 14 Uhr, zu spät für meine geplante Wanderung um den See und zum Wasserfall. Somit fuhr ich den Weg bis zum Wasserfall direkt mit dem Fahrrad. Letzterer ist definitiv einen Besuch wert. </p>
<p><a href="http://abload.de/image.php?img=img_2880qtxjz.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_2880qtxjz.jpg" alt="[image]"  /></a></p>
<p>Hier noch einen Blick auf den See selbst:<br />
<a href="http://abload.de/image.php?img=img_288375b0i.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_288375b0i.jpg" alt="[image]"  /></a></p>
<p>Zurück ging's wieder mit dem Fahrrad, die Wanderung fiel ja aus, also reichte auch die Zeit. Der Bleder See dann am Abend:</p>
<p><a href="http://abload.de/image.php?img=img_2908m5let.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_2908m5let.jpg" alt="[image]"  /></a></p>
<p>So, am nächsten Tag besichtigte ich noch die Burg in Bled selbst. Diese war aus meiner Sicht eine Enttäuschung. Im Vergleich zur <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hlenburg_Predjama">Burg Predjama</a> kann sie einfach nicht mithalten. Der Blick vom Burgberg aus ist super, aber den gibt's im Wesentlichen auch ohne Eintritt.</p>
<p><em>Burg</em><br />
<a href="http://abload.de/image.php?img=img_2912zmlbh.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_2912zmlbh.jpg" alt="[image]"  /></a></p>
<p>Der letzte Programmpunkt, den Tipp hatte ich von der Unterkunft, in der ich übernachtete, war der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vintgar-Klamm">Vintgar-Klamm</a>. Lässt sich gut zu Fuß von Bled erreichen und ist sehr schön erschlossen. Entsprechend war auch (an einem Sonntag) ziemlich viel los.</p>
<p><a href="http://abload.de/image.php?img=img_2925vvzfw.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_2925vvzfw.jpg" alt="[image]"  /></a><br />
<a href="http://abload.de/image.php?img=img_293155x9e.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_293155x9e.jpg" alt="[image]"  /></a></p>
<p>Zurück ging's durch den Wald entlang eines gut ausgeschilderten Wanderweges. Zeitlich hat das alles gut gepasst, um noch gemütlich das Gepäck zu holen und dann mit dem Bus zum Bahnhof Lesce Bled zu fahren. </p>
<p>Vor mir hatte ich die letzte Verbindung des Tages nach Nürnberg. Viele gibt es nicht, mit dem Zug sind es eigentlich nur drei: Vormittag mit der Kurswagengruppe von Zagreb direkt nach München, nachmittags über Villach und München und eben nachts im »Lisinski«. Da ich am Montag arbeiten musste, wollte ich aber nicht Nachtzug reisen sondern vorher in Ruhe zu Hause schlafen. Dann gibt es noch die Busse von Ljubljana nach München, aber erstens mag ich die Busse nicht so gerne und zweitens muss man da erst nach Ljubljana zurückfahren, wodurch diese dann von Bled gesehen langsamer sind als die Bahnverbindung.</p>
<p>Leider waren an dem Wochenende zwischen Ljubljana und Jesenice Bauarbeiten, weshalb der Zug durch Busse ersetzt wurde. Der Hinweise war in der ÖBB-Fahrplanauskunft eingepflegt, in der von der DB nicht. Ich hatte den Hinweis trotzdem gelesen, konnte aber nichts dagegen tun. Zwischen Jesenice und Villach gibt es außer den internationalen Zügen keinerlei Verbindung. Keine Regionalzüge, keine Busse (zumindest habe ich nichts gefunden), nichts. Die Reise um praktisch einen Tag verkürzen, da hatte ich auch keine Lust, also ließ ich es auf mich zukommen.</p>
<p>Die Situation am Vortag war folgendermaßen (hatte ich in Scotty abgecheckt): Beide Züge verfehlen ihren Anschluss. Am Sonntag vormittag wurden zwar nicht die Kurswagen angekoppelt, der Zug hat aber dann tatsächlich noch 20 Minuten gewartet so dass die Reisenden umsteigen konnten. Insofern war ich noch ganz guter Dinge, dass der Anschluss klappt. Ich habe mich dann noch mit dem, ich nenne es mal, Schalterbeamten in Bled unterhalten. Er meinte nur, er weiß dass die Situation blöd ist, kann aber natürlich nichts machen. Er hat aber in Ljubljana angerufen und gemeint die Busse hätten aktuell eine Verspätung von 10 Minuten.</p>
<p>Am Bahnhof traf ich dann noch zwei Reisende nach München, welche von dem Schienenersatzverkehr gar nichts wussten. Sie hatten nur die DB-Auskunft gecheckt. Jedenfalls war der Schalterbeamte sehr bemüht. Als der Bus kam hat er die Leute vom Bahnsteig noch eingesammelt und ihnen den Weg erklärt. Der Bus war pünktlich und wir fuhren auch zügig ab. Leider war der Bus voll und es musste erst das Gepäck unten abgeladen werden. Sowas hält natürlich auf.</p>
<p>Es ging dann auch zügig nach Jesenice. Dort eine Verspätung von knapp 10 Minuten, ich war immer noch leicht optimistisch. Der dort wartende Zug (es stand wieder Personal bereit, um die Leute gleich zum Zug zu führen, das wäre in Deutschland schlechter gelaufen) war dann auch schon recht voll und wurde durch den Bus noch voller. Es fehlten zwei Wagen, vermutlich weil die kroatische Bahn ja den Zug teilten musste (Zagreb - Ljubljana und Jesenize - Villach). Aber er fuhr und fuhr nicht ab. Ich fragte den ÖBB-Schaffner, worauf wir denn warten. „Auf den dritten Bus.“, meinte er nur etwas genervt. „Beschweren Sie sich bei der slowenischen Bahn, das ist immer eine Katastophe mit dem SEV bei denen.“ Die Verspätung der Abfahrt in Scotty war dann auch bei +30. „Es schaut schlecht aus“, meinte er auf die Frage, wie es mit dem Anschluss aussieht. Er ging aber den ganzen Zug durch um die Leute zu zählen, die es betrifft. Im ersten Wagen bin ich ihm gefolgt auf dem Weg zu meinem Platz. Sehr viele Leute nach München, aber mit mir nur drei darüber hinaus. Da nach München noch ein Meridian zu später Stunde fährt, hat das dann offenbar nicht gereicht.</p>
<p>Der Zug in Villach war natürlich buchstäblich längst abgefahren. Ich ging sehr zügig zum Fahrkartenschalter. Letztendlich hat mir der freundliche und hilfsbereite ÖBB-Mitarbeiter dann einen Hotelgutschein ausgestellt, mit dem ich in Salzburg übernachten konnte.   Ich wäre ja noch bis München gekommen, aber um 1 Uhr noch ein Hotel suchen musste ich jetzt auch nicht haben. Die Fahrt im zwei Stunden späteren IC nach Salzburg war dann problemlos. Leider war es schon fast zu dunkel. Eine wirklich schöne Strecke. Und die Rückreise am nächsten Tag von Salzburg nach Nürnberg mit IC und ICE war dann problemlos. Die Polizei ging in Salzburg mal durch, mehr aber nicht.</p>
<p><strong>FAZIT:</strong> Slowenien hat mich positiv überrascht. Es muss nicht immer Österreich, die Schweiz oder Südtirol sein, wenn man in die Alpen möchte. Die Sache mit dem SEV und dem verpassten Anschluss kommt mir schon vor als ein Streit zwischen Bahngesellschaften auf dem Rücken der Kunden, letztlich war ich von der unkomplizierten Hilfe der ÖBB bei der Übernachtung dann aber doch positiv überrascht.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=422445</link>
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<pubDate>Sun, 05 Jun 2016 15:38:49 +0000</pubDate>
<category>Reiseberichte</category><dc:creator>Taurus83</dc:creator>
</item>
<item>
<title>[SI] Teil 2/3: Die Stadt mit den Drachen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Moin, </p>
<p>besten Dank. Slowenien ist schön!</p>
<blockquote><p>Jedenfalls habe ich mir persönlich Slowenien und Ljubljana ganz anders vorgestellt. [...] Abgesehen von der Sprache oder dem Graffiti an den Zügen hätte es auch Österreich oder Südtirol sein können.</p>
</blockquote><p>Nun ja, das heutige Slowenien war bis 1918 für lange Jahre Untertan des österreichischen Kaisers, nicht des ungarischen Königs oder irgendeines Sultans vom Bosporus. Das merkt man dem Land schon an, wenn man nicht direkt an der doch eher italienisch geprägten Küste ist.</p>
<p>Viele Grüße<br />
Sören</p>
<p><span style="font-size:smaller;">PS: Es ist hier im Forum nicht unüblich, in zeitlichen Abständen gepostete mehrteilige Reportagen als eigene Threads zu bringen. Ich hätte diesen Teil fast übersehen.</span></p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=422437</link>
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<pubDate>Sun, 05 Jun 2016 14:50:17 +0000</pubDate>
<category>Reiseberichte</category><dc:creator>Sören Heise</dc:creator>
</item>
<item>
<title>[SI] Teil 2/3: Die Stadt mit den Drachen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<p>wie versprochen der zweite Teil:</p>
<p>Nach einer doch erholsamen Nacht steht heute die Besichtigung von Ljubljana auf dem Programm. Ein Tag reicht dafür völlig aus, wenn man nicht unbedingt ein Museumsgänger ist.</p>
<p>Ich hatte mich entschieden, die <a href="http://www.ljubljanafreetour.com/">Ljubljana Free Tour</a> mitzumachen. Diese kostenlosen Stadtführungen gibt es eigentlich in jeder größeren Stadt. Kostenlos ist etwas irreführend weil man schon ein ordentliches Trinkgeld geben sollte (was ich auch gemacht habe), weil das die einzige Einnamequelle der Stadtführer ist. Trotzdem kauft man nicht die Katze im Sack und in der Regel muss man sich auch nirgendwo anmelden sondern einfach zum angekündigten Zeitpunkt am Treffpunkt sein.</p>
<p>Die Führung startete um 11 Uhr und dauerte knapp drei Stunden. Diese hier war sehr gut gemacht und auch gut besucht. Es waren zwei Gruppen mit jeweils mindestens 20 Teilnehmern. Ich will jetzt nicht die Geschichte von Ljubljana wiederholen, dafür gibt es die einschlägigen Quellen im Internet wie zum Beispiel eben die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ljubljana">Wikipedia</a>.</p>
<p>Trotzdem ein ein paar optische Eindrücke:</p>
<p><em>Franziskanerkirche</em><br />
<a href="http://abload.de/image.php?img=img_2768tgap1.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_2768tgap1.jpg" alt="[image]"  /></a></p>
<p><em>Drachen</em><br />
<a href="http://abload.de/image.php?img=img_2786dckp3.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_2786dckp3.jpg" alt="[image]"  /></a></p>
<p>Diesen Tierchen begegnet man hier überall, allerdings nicht in echt. Der Legende nach soll in grauer Vorzeit ein Drache über Ljubljana geherrscht haben. Das Ungeheuer wurde von dem griechischen Helden Jason überwältigt und getötet. </p>
<p>In Zusammenhang mit Ljubljana gehört haben sollte man auch den Namen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jo%C5%BEe_Ple%C4%8Dnik">Plečnik</a>. Gefühlt die Hälfte aller Bauten in der Neustadt wurden von ihm geplant.</p>
<p><em>Der Fluss <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ljubljanica">Ljubljanica</a></em><br />
<a href="http://abload.de/image.php?img=img_28032esu8.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_28032esu8.jpg" alt="[image]"  /></a></p>
<p>Den Teil am Ende, wo es um die Geschichte Sloweniens und Jugoslawiens ab dem ersten Weltkrieg, inbesondere dann den Zerfall und die aktuelle Situation ging, fand ich besonders interessant. Seit der Einführung des Euro sind die Preise auch deutlich gestiegen. Sicherlich bekommt man noch deutlich mehr für das Geld als in Deutschland (ich denke inbesondere Mieten sind niedriger), aber die alltäglichen Preise im Supermarkt ähneln denen hier in Mitteleuropa doch sehr. Und so ist die aktuelle wirtschaftliche Lage eher schlecht, mit einer Arbeitslosigkeit von knapp 13 %.</p>
<p>Jedenfalls habe ich mir persönlich Slowenien und Ljubljana ganz anders vorgestellt. Eher so, was man beispielsweise in diesem Forum über Belgrad liest: Dreckige verrauchte Züge, viel Müll überall, alles irgendwie „heruntergekommen“. Aber das Gegenteil war der Fall: Abgesehen von der Sprache oder dem Graffiti an den Zügen hätte es auch Österreich oder Südtirol sein können. Und die Leute können gut Englisch, ganz anders als beispielsweise in Italien. Was einiges doch sehr vereinfacht.</p>
<p>Am Nachmittag ging es dann hoch auf die Burg. Ich wollte eigentlich einen Audioguide, der Verkäufer überredete mich dann aber, noch eine Dreiviertelstunde zu warten und die Guided Tour, so eine Art „Zeitreise“ mitzumachen. Offensichtlich bin ich leichter zu überzeugen als andere, denn ich war der einzige. Ich bekam also praktisch eine private „Gruppenführung“, was mir am Anfang zwar irgendwie peinlich war aber eigentlich dann ganz nett und sehr informativ und bestimmt besser als einem Lautsprecher zuzuhören. Bei uns hätte man das Ganze vermutlich wegen zu geringer Teilnehmerzahl abgesagt. Denn zu dieser Führung haben auch so kleine „Theaterstücke“ aus der damaligen Zeit gehört, also z. B. jemand als Napoleon verkleidet.</p>
<p><em>Innenhof und Ausblick</em><br />
<a href="http://abload.de/image.php?img=img_2826pikzh.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_2826pikzh.jpg" alt="[image]"  /></a></p>
<p>Hinunter vom Burgberg dann mit der Seilbahn.</p>
<p>So, nach einem schönen und informativen Tag bei bestem Wetter musste ich also noch mein Gepäck holen und zum Bahnhof laufen. Von dort fuhr ich mit einer Regionalbahn nach Lesce-Bled. Die Bahn hat den Nachteil dass man eben nicht in Bled sondern in Lesce-Bled ankommt, die Busse fahren direkt nach Bled in den Ortskern. Dennoch war der Zug ganz gut belegt. Am Bahnhof kann man dann entweder mit dem Bus nach Bled fahren oder laufen. Ich entschied mich für letzteres und habe dafür bis zur Unterkunft eine gute Stunde gebraucht. Bei der Verbindung um 18 Uhr, die ich erwischt hatte, hätte es sogar gute Umstiegsmöglichkeiten in Jesenice nach „Bled Jezero“ gegeben, aber das ist mir erst aufgefallen, als ich schon im Zug saß und meine Fahrkarte entsprechend schon hatte.</p>
<p><em>Straße und Rad-/Fußweg sind schön getrennt</em><br />
<a href="http://abload.de/image.php?img=img_2834joqmo.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_2834joqmo.jpg" alt="[image]"  /></a></p>
<p>Im dritten Teil geht es dann um die Natur in den Julischen Alpen und um die chaotische Rückfahrt (wer meinen Beitrag unter dem Thema „Fahrgastrechte“ gelesen hat, wird es ohnehin schon wissen).</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=422417</link>
<guid>https://www.ice-treff.de/index.php?id=422417</guid>
<pubDate>Sun, 05 Jun 2016 13:20:20 +0000</pubDate>
<category>Reiseberichte</category><dc:creator>Taurus83</dc:creator>
</item>
<item>
<title>[SI] Teil 1/3: Mit Lisinski nach Postojna (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hast du gesehen, ob es für Bahnreisende auf der Durchreise in Postojna zufällig irgendwo Schließfächer oder eine Gepäckabgabe gibt? Würde das mal auf der Fahrt von Trist (Villa Opicina) nach Ljubljana gerne mitnehmen, weis aber nicht, was mit dem Koffer machen...</p>
</blockquote><p>
Die Slowenische Bahn hat eine Liste aller Schließfachstandorte, auf der Strecke sind es Divaca (3 Stück) und, nicht auf der Villa Opicina-Route, Koper (ca. 6-10), die ebenfalls um Pfingsten außer Betrieb waren. Das verkündet jetzt auch die Seite der SZ: <a href="http://www.slo-zeleznice.si/en/passenger-transport/useful-information/store-your-luggage">Gepäckaufbewahrung</a> An beiden Bahnhöfen sah es aber nicht nach Überholung aus, sondern sie standen da, waren aber nicht am Strom angeschlossen.<br />
Ob das Bahnhofspersonal Gepäck in Obhut nimmt, musste ich nicht probieren.<br />
Ich kann auch die Höhlen von Skocjan in der Nähe von Divaca empfehlen.</p>
<p>Gruß<br />
Hardy</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=422003</link>
<guid>https://www.ice-treff.de/index.php?id=422003</guid>
<pubDate>Fri, 03 Jun 2016 21:11:53 +0000</pubDate>
<category>Reiseberichte</category><dc:creator>hardy</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Danke (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><blockquote><p>das mit dem Kiffer ist ja sehr abenteuerlich^^</p>
</blockquote></blockquote><blockquote><p><br />
Das ist mehr nostalgisch als abenteuerlich. In Mittel- und Westeuropa war THC-Konsum im Liegewagen ja früher stark verbreitet. Und da junge Leute unter sich den Liegewagen nutzen, teilte man, das führte dazu, dass bei Ankunft in einem Abteil 8 Leute schliefen, bzw. zugedröhnt dösten, und garantiert niemand auf seiner gebuchten Liege lag.Sitzt jemand rauchend auf dener Liege, erwartet er eher ausgestreckten Arm, damit man auch ein paar Züge nehmen kann und die ganze Welt war friedlich. Erstaunlich ist eher, dass es noch Ansätze dieses Feelings gibt, wusste ich nicht.</p>
</blockquote><p>Will mich da jetzt nicht 100-%-ig festlegen, vielleicht war es auch ein anderes Zeug, kenn mich da nicht so aus ehrlich gesagt. Ne normale Zigarette war's nicht, und so verwirrt wie der Typ war ^^</p>
<p><br />
Viele Grüße,<br />
Taurus83</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=421993</link>
<guid>https://www.ice-treff.de/index.php?id=421993</guid>
<pubDate>Fri, 03 Jun 2016 20:16:13 +0000</pubDate>
<category>Reiseberichte</category><dc:creator>Taurus83</dc:creator>
</item>
<item>
<title>[SI] Teil 1/3: Mit Lisinski nach Postojna (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Hallo,</p>
<p>eine schöne Gegend, die ich schon lange plane, zu erkunden. Der 9 Kilometer lange Marsch an den Hauptstraßen schreckt allerdings ab.</p>
</blockquote><p>Es hat sich aber definitiv gelohnt. Juli/August gibt es Busse. Oder mit dem Taxi, hab andere Besucher gesehen die damit dort waren. Aber keine Ahnung was das kostet.</p>
<blockquote><p>Hast du gesehen, ob es für Bahnreisende auf der Durchreise in Postojna zufällig irgendwo Schließfächer oder eine Gepäckabgabe gibt? Würde das mal auf der Fahrt von Trist (Villa Opicina) nach Ljubljana gerne mitnehmen, weis aber nicht, was mit dem Koffer machen...</p>
</blockquote><p>Kann mich leider nicht dran erinnern. Allerdings sind Bahnhöfe in Slowenien alle mit Fahrkartenschalter, vielleicht kann man dort ja das Gepäck abgeben wenn man nett fragt und ein kleines Trinkgeld gibt. Du kannst aber mal die Bahn unter potnik.info@slo-zeleznice.si auf Englisch anschreiben, hab da recht fix eine Antwort bekommen. Die mir in dem konkreten Fall nicht wirklich geholfen hat, aber ob es Schließfächer gibt werden die schon in Erfahrung bringen können.</p>
<p><br />
Viele Grüße,<br />
Taurus83</p>
]]></content:encoded>
<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=421990</link>
<guid>https://www.ice-treff.de/index.php?id=421990</guid>
<pubDate>Fri, 03 Jun 2016 20:12:03 +0000</pubDate>
<category>Reiseberichte</category><dc:creator>Taurus83</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Danke (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>das mit dem Kiffer ist ja sehr abenteuerlich^^</p>
</blockquote><p>Das ist mehr nostalgisch als abenteuerlich. In Mittel- und Westeuropa war THC-Konsum im Liegewagen ja früher stark verbreitet. Und da junge Leute unter sich den Liegewagen nutzen, teilte man, das führte dazu, dass bei Ankunft in einem Abteil 8 Leute schliefen, bzw. zugedröhnt dösten, und garantiert niemand auf seiner gebuchten Liege lag.Sitzt jemand rauchend auf dener Liege, erwartet er eher ausgestreckten Arm, damit man auch ein paar Züge nehmen kann und die ganze Welt war friedlich. Erstaunlich ist eher, dass es noch Ansätze dieses Feelings gibt, wusste ich nicht.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 03 Jun 2016 20:10:07 +0000</pubDate>
<category>Reiseberichte</category><dc:creator>GibmirZucker</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Danke (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hey,</p>
<p>das mit dem Kiffer ist ja sehr abenteuerlich^^</p>
<p>Wenn ich mal Nachtzug fahre dann im Eco oder Deluxe Single. Liegewagen werde ich nie buchen, denn mit bis zu 5 unbekannten im Abteil... ne ne lieber nicht.</p>
<p><br />
Gruß aus dem ICE 22</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Fri, 03 Jun 2016 20:05:06 +0000</pubDate>
<category>Reiseberichte</category><dc:creator>462 001</dc:creator>
</item>
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<title>[SI] Teil 1/3: Mit Lisinski nach Postojna (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<p>eine schöne Gegend, die ich schon lange plane, zu erkunden. Der 9 Kilometer lange Marsch an den Hauptstraßen schreckt allerdings ab.</p>
<p>Hast du gesehen, ob es für Bahnreisende auf der Durchreise in Postojna zufällig irgendwo Schließfächer oder eine Gepäckabgabe gibt? Würde das mal auf der Fahrt von Trist (Villa Opicina) nach Ljubljana gerne mitnehmen, weis aber nicht, was mit dem Koffer machen...</p>
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<pubDate>Fri, 03 Jun 2016 19:19:31 +0000</pubDate>
<category>Reiseberichte</category><dc:creator>Turbonegro</dc:creator>
</item>
<item>
<title>[SI] Teil 1/3: Mit Lisinski nach Postojna</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich selbst die Berichte hier immer gerne lese und mir schon Anregungen geholt habe, dachte ich mal, selbst einen zu verfassen. Aber Achtung: Es ist mein erster Bericht und wenn ihr Fotos von Güterzügen oder technische Details zu Loks sucht, seid ihr hier falsch.  Ich finde die Bahn zum Reisen schön, interessiere mich aber nur in Grenzen für technische Details.</p>
<p>Nun gut. Die Reise für das verlängerte Fronleichnamswochenende war tatsächlich anhand der Zugläufe geplant und nicht umgekehrt. Ich wollte unbedingt mal mit dem EN499 »Lisinski« fahren. Warum? Dieser Zug hat von allen in Süddeutschland (derzeit) ausgehenden Nachtzügen für mich etwas exotisches weil er doch in eine etwas andere Welt fährt, ohne Umstieg, in einer Nacht. Dass Kroatien mittlerweile Mainstream-Urlaubsland ist, schon klar. Aber soweit soll es gar nicht gehen, ich bleibe in Slowenien. Dem Land, das als einziges mehr oder weniger unblutig aus dem Zerfall Jugoslawiens hervorgegangen ist. Und in dem man seit ein paar Jahren mit dem Euro bezahlen kann, das Teil der EU und des Schengen-Raums ist. Auch wenn das im Jahr 2016 auch nicht mehr viel aussagt.</p>
<p>Aber erstmal mussten Fahrkarten her. Da ich relativ spät das Reisen mit der Bahn entdeckt habe, war das Kaufen von Fahrkarten an einem Schalter ein echtes Novum. Generation „Automat“ und „Onlineticket“ quasi. Aber da es das Ticket am Automaten und online nicht gibt und der Bus keine Alternative war, ging es in Nürnberg ins Reisezentrum. Entgegen meiner Befürchtungen, dass der globalpreispflichtige »Lisinski« schon zu kompliziert für die Angestellten ist und sie mir den Bus aufdrücken wollen, hat mir die freundliche Dame gerne und problemlos die Fahrkarte verkauft. Kannte die Abfahrtszeit sogar auswendig und sie erzählte mir von ihren früheren Reisen mit dem Nachtzug nach Paris und Athen. Nachtzüge haben eben doch ein besonderes Flair. Ich erwarb eine SparNight im Liegewagen für 49 € (für die es keinen BahnCard-Rabatt gibt) plus eine Anreise nach München für um die 17 € im ICE, inkl. Zubringer im Nahverkehr. Die Rückfahrt erfolgt dann tagsüber für knapp 45 € im EuroCity. Da kann man nicht meckern, auch wenn es mit dem Bus noch billiger ginge. Zur Heimreise dann aber später mehr.</p>
<p>Okay, es ist soweit. Der Rucksack ist gepackt, es geht mit dem Auto an einen P+R-Platz, mit der S-Bahn nach Nürnberg. Die ICEs aus dem Westen haben teilweise 30 Minuten Verspätung, mein ICE kommt aus Berlin und ist pünktlich. Es wäre ohnehin genug Puffer gewesen, soweit alles stressfrei. In München angekommen fährt nach einiger Wartezeit der Zug ein. Wie vermutlich bekannt besteht der Zug bis Salzburg aus drei Teilen: Vorne (aus Sicht der Münchner Kopfbahnhofs, während der Fahrt dann hinten) der Zugteil nach Budapest mit von außen recht neuen Wagen. In der Mitte der City Night Line nach Venedig mit etwas älteren Wagen. Und ganz am Ende die drei Wagen nach Zagreb von der kroatischen Bahn, die auch einen ganz sauberen Eindruck machen.</p>
<p>Zugteil nach Budapest<br />
<a href="http://abload.de/image.php?img=img_2663f2jmi.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_2663f2jmi.jpg" alt="[image]"  /></a></p>
<p>Und hier mein Liegewagen nach Zagreb, leider etwas unscharf<br />
<a href="http://abload.de/image.php?img=img_2666mijtn.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_2666mijtn.jpg" alt="[image]"  /></a><br />
  </p>
<p>Der Schaffner spricht kein Wort Deutsch, dafür aber passabel Englisch. Das Ticket nimmt er an sich und sagt mir nochmal die Nummer im Liegewagen. Das Abteil ist schnell gefunden. Immerhin ist der Zug gut gebucht (okay, es ist ein verlängertes Wochenende). In meinem Abteil starten wir zu fünft, in Salzburg wird noch jemand zusteigen und dann ist das Abteil voll. Auch die anderen Abteile sind gut belegt, auch im Sitzwagen. Schlafwagen kann ich nicht beurteilen, hier sieht man das ja beim Durchgehen nicht. Der Wagen ist klimatisiert, die LED-Leselampen funktionieren. Der Schaffner schaut nochmal kurz vorbei und sammelt die Karten von den Fahrgästen ein, die sie noch nicht am Eingang abgegeben haben. Und jeder bekommt eine Wasserflasche.</p>
<p>Weder ich noch meine Mitreisenden haben sich bislang mit der Türverriegelung beschäftigt. Nach Salzburg schlafe ich endgültig ein. Mitten irgendwo in Österreich dann der Schock: Auf meiner Liege sitzt jemand mit einem rauchenden Etwas. Ich wache auf. Mir schossen die ganzen Berichte von Diebstählen in Nachtzügen durch den Kopf. Zum Glück ist es wohl nur ein kiffender Fahrgast gewesen, der sich verirrt hatte und relativ leicht wieder zu vertreiben war. Rauchmelder hat das Ding wohl keine im Gegensatz zu den deutschen Zügen, wo man angeblich nichtmal Haarspray benutzen darf deswegen. Nach dem Schock wurde die Tür verschlossen, was gar nicht so einfach war im Halbschlaf. Bis auf eine Dame hat das von den anderen keiner mitbekommen, haben wohl einen besseren Schlaf als ich. Richtig erholsam war die Rest der Nacht dann irgendwie nicht mehr. Gefehlt hat aber zum Glück nichts.</p>
<p>Angekommen im Ljubljana mit ca. 20 Minuten Verspätung. Was aufgrund der frühen Planankunftszeit ja eher ein Vorteil ist. Laut DB-App sind wir aber pünktlich. Auf dem Bahnhof ein etwas komischer Geruch. Dafür perfektes Wetter. Hier mal ein Foto von einem Regionalzug, die in Slowenien im übrigen alle mit Graffiti verziert sind:</p>
<p><a href="http://abload.de/image.php?img=img_2680xnkvi.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_2680xnkvi.jpg" alt="[image]"  /></a></p>
<p>Erstmal wollte ich aber den großen Rucksack loswerden. Schließfächer sind in Ljubljana alle außer Betrieb. Diese personenbetriebenen Gepäckaufbewahrungen mag ich nicht wegen der begrenzten Öffnungszeiten. Also erstmal mein gebuchtes Hostel gesucht und gefunden und dort das Gepäck abgeliefert. Die Innenstadt von Ljubljana machte einen angenehmen Eindruck, aber erstmal sollte es nach Postojna zur Tropfsteinhöhle gehen. Wieder mit dem Zug.</p>
<p>Dafür brauchte ich erstmal eine Fahrkarte. In Slowenien gibt es dafür keine Automaten. Ich war überrascht um wieviel schneller der Kauf einer Fahrkarte an einem Schalter eigentlich ist. Und wie günstig die Preise sind, aber für einen Slowenen sind sie vermutlich genauso teuer wie für uns Deutsche zu Hause. Die Fahrt nach Postojna dauert ungefähr eine Stunde und verlief ruhig. So ruhig, dass ich noch etwas dösen konnte, was aufgrund der ungeplanten Unterbrechung der Nacht notwendig war. Danach war ich dann aber wieder fit!</p>
<p>Postojna vom Berg „Bahnhofsberg“<br />
<a href="http://abload.de/image.php?img=img_2683s0jdy.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_2683s0jdy.jpg" alt="[image]"  /></a></p>
<p>Zur Tropfsteinhöhle kann man ganz bequem zu Fuß laufen. Das online erworbene Kombiticket lässt sich schnell gegen ein richtiges eintauschen. In die Höhle kommt man nur mit einer Führung, für deren Zeit man sich vorher festlegen muss. Meine war um 12:00 Uhr. Bis dahin war noch etwas Zeit, so ging es vorher unter anderem in das Vivarium, in dem die wenigen Tierarten, die in einer solchen Höhle leben, begutachtet werden können. Unter anderem der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Grottenolm">Grottenolm</a>.</p>
<p>Die Führung selbst war dann etwas „touristisch“, trotzdem muss man sie mitgemacht haben. Für Deutsch, Englisch und noch ein paar verbreitete Sprachen gibt es Guides in Gruppen, für exotischere Sprache dann Audioguides mit Übersetzungen. Die größte Strecke fährt man mit einem Zug in der Höhle, den Rest geht man zu Fuß. Trotz Fleecejacke und langer Jeans ist es dort unten mit Fahrtwind ziemlich kalt. Es herrschen ganzjährige Temperaturen von ca. 10 Grad Celsius.  Die Dimensionen sind im Vergleich zu hiesigen Tropfsteinhöhlen wie dem Schulerloch, an das ich mich noch von meiner Schulzeit erinnern kann, einfach gigantisch anders.</p>
<p>Aufgrund der Lichtverhältnisse habe ich leider wenig ordentliche Fotos. Wer sich mehr für die Höhle interessiert, der sei auf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Höhlen_von_Postojna">Wikipedia</a> verwiesen. Trotzdem hier ein Exemplar:</p>
<p><br />
<a href="http://abload.de/image.php?img=img_2723l1k1g.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_2723l1k1g.jpg" alt="[image]"  /></a></p>
<p>  An der Oberfläche angekommen herrscht immer noch schönes Wetter. Nach einem Mittagessen (touristische Preise, aber das war zu erwarten) wollte ich die Burg besichtigen, für die ich ein Kombiticket erworben hatte. Ich bin davon ausgegangen dass es dorthin eine Busverbindung gibt. Aber da habe ich zuviel erwartet, diese existiert nur im Juli und August. Nun, es war schönes Wetter und genug Zeit. Also ging es zu Fuß nach Predjama. 9 km, leider muss man den Großteil der Strecke an der Hauptstraße laufen. Für ein paar Abschnitte gibt es Wege durch Dörfer. Wenn man aufpasst und zur Seite geht, wenn Autos kommen, geht es aber.</p>
<p>Der Weg führt durch ländlisches Slowenien mit einer bäuerlichen Landwirtschaft, mit den sprichtwörtlichen glücklichen Kühen auf der Weide. Trotzdem macht das Land auf mich bislang einen sauberen, „aufgeräumten“ Eindruck, anders als erwartet. Dazu aber dann mehr im zweiten Teil. Angekommen, die Burg lässt sich erspähen:</p>
<p><a href="http://abload.de/image.php?img=img_2762gjkqe.jpg"><img src="https://abload.de/img/img_2762gjkqe.jpg" alt="[image]"  /></a></p>
<p>Wie man sieht, der Weg hat sich gelohnt! Das ist keine normale Burg. Eine Burg, die direkt in einen Berg gebaut wurde. Die Übergänge zwischen Felsen und Mauern sind fließend. Das Wohnen in der Burg war kein Spaß. Es ist ganzjährig kalt, man hat wenig Licht und Sonne. Dafür bot sie Sicherheit. Die Burg wurde zwar belagert, allerdings gibt es über die Höhlen im Felsen einen Weg auf die andere Seite des Bergs, von dem die Belagerer nichts wussten. Mehr dazu wieder in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Höhlenburg_Predjama">der Wikipedia</a>.</p>
<p>  Zurück ging es dann wieder zu Fuß. Es war mittlerweile Abend, der Verkehr wurde weniger. Trotzdem, meine Füße waren froh als ich endlich am Bahnhof angekommen war. Die halbe Stunde Wartezeit auf den Zug hat mich dabei dann nicht mehr gestört. In Ljubljana angekommen war der Akku meines Handys leer. Ich hatte Angst, dass die Checkin-Zeiten des Hostels schon vorüber waren, es war nach 22 Uhr. Und ich musste es erstmal wieder finden. Kein Handy, kein Open Street Map, keine Anschrift. Nur die Erinnerung von heute früh. Zum Glück funktionieren meine grauen Zellen auch ohne Akku, der Checkin war problemlos möglich, das Gepäck lag auch noch im Schrank. Perfekt, ich ging relativ schnell ins Bett und schlief tief und fest.</p>
<p>Weiter geht es dann im nächsten Bericht, den ich vermutlich am Wochenende schreiben werde.</p>
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<link>https://www.ice-treff.de/index.php?id=421766</link>
<guid>https://www.ice-treff.de/index.php?id=421766</guid>
<pubDate>Thu, 02 Jun 2016 20:28:53 +0000</pubDate>
<category>Reiseberichte</category><dc:creator>Taurus83</dc:creator>
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