Nacht-HGV in Europa (Allgemeines Forum)

GibmirZucker, Mittwoch, 21.11.2012, 14:56 (vor 4932 Tagen) @ Lumi25

Ich könnte mir demnächst durchaus eine durchgehende HGV-Nachtzugverbindung Köln/Frankfurt - Brüssel - (an Paris vorbei) - Barcelona - Madrid vorstellen.

Abgesehen von der französischen Nachtsperre die natürlich kein technisches Hindernis ist, darüber ließe sich sicher verhandeln, siehst gerade auf dieser Relation ein Problem: Die Abfahrtszeit in Frankfurt wäre sehr früh, bzw. in Brüssel sehr spät. In Barcelona müsste man etwa nach 7 Uhr ankommen, damit die Leute nicht irgendwann in der Nacht aus dem Zug geworfen werden. Dann steigen zwei Drittel der Fahrgäste auch schon aus und der HGV Zug fährt dann ziemlich leer nach Madrid, kostet aber Netzentgelte und Energie gleich wie wenn er voll wäre. Ähnliches gilt für den Abschnitt Frankfurt-Brüssel.

Die Diskussion um einen echten HG-Nachtverkehr ist aber derzeit überflüßig, da man sich die Frage stellen könnte, warum nicht wenigstens ein "Pseudo-HGV" über Nacht eingerichtet wird. 200km/h sind auch für Einzelwagen machbar, d.h. auch mit verfübgaberem Material. Sinnvoll wäre das nach Inbetriebnahme der NBS Berlin-Erfurt-München-Italien, d.h. große Strecken mit 200. Selbst im inneritalienischen Verkehr gäbe es Potential. Turin/Mailand-Salerno durchgehend mit 200, dann weiter Richtung Kalabrien, bzw. Süditalien. Trenitalia hat die Frage aber beantwortet: Keine Nachtzüge auf HG-Strecken, stattdessen Umstieg in Rom/Bologna. Man könnte also schon mal klein anfangen, tut es aber nicht, streicht stattdessen Nachtzüge. Es ist schlichtwegs nicht rentabel, selbst wenn auf Relationen wie Paris-Salzburg/Wien oder Berlin-Paris massive Fahrzeitgewinne realisierbar wären.


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