? zu IC 2000/2003 (Allgemeines Forum)
Ralle622, Bonn, Dienstag, 08.03.2011, 18:32 (vor 5555 Tagen)
bearbeitet von Ralle622, Dienstag, 08.03.2011, 18:36
Hallo,
weiß jemand, warum der IC 2000/2003 ab 12. Juni (und zuvor an einzelnen Verkehrstagen) nur im Abschnitt Kiel-Köln-Kiel verkehrt und nicht mehr weiter bis Frankfurt und zurück? Der IC 2000/2003 ist ja teilweiser Ersatz für den hier mehrfach diskutierten ICE 608/609. Warum wird nun die Rheinschiene (südlich von Köln) und Frankfurt von diesem Zugpaar abgekoppelt?
? zu IC 2000/2003
rainer1204, Dienstag, 08.03.2011, 22:42 (vor 5555 Tagen) @ Ralle622
Hallo
Bin selber überrascht von dieser Info. Aber auch die Anschlüsse bzw. Zubringer ab Frankfurt nach Basel bzw, umgekehrt (IC 2008/2009) entfallen ab diesem Datum. Dafür gibt es neu mit dem CNL Zürich Amsterdam und zurück IC-Sitzwagen von Basel-Duisburg-Basel, aber nicht im August. Allerdings hat dann der IC 200 keinen Anschluss in Duisburg oder Köln.
Kann über diese Verschlimmbesserung nur den Kopf schütteln.
Gruss
Rainer
Passend zur Verkehrszeit: Und gute Nacht...
Blaschke, Mittwoch, 09.03.2011, 07:28 (vor 5555 Tagen) @ rainer1204
Hallo
Bin selber überrascht von dieser Info. Aber auch die Anschlüsse bzw. Zubringer ab Frankfurt nach Basel bzw, umgekehrt (IC 2008/2009) entfallen ab diesem Datum. Dafür gibt es neu mit dem CNL Zürich Amsterdam und zurück IC-Sitzwagen von Basel-Duisburg-Basel, aber nicht im August. Allerdings hat dann der IC 2000 keinen Anschluss in Duisburg oder Köln.
Dafür aber der IC eine Stunde früher ;-)
In Mannheim hat man dann dafür 1 1/2 Stunden Aufenthalt...
Ich sag ja immer: Alles entwickelt sich zurück. Neue Fernverkehrswagen fahren nur noch 160. Vor Jahren hat man schon die Fahrzeiten des Nacht-IC Hamburg - Frankfurt um eine Stunde gestreckt. Jetzt wird's nochmal langsamer. Wie z.B. auf Hamburg - München auch schon seit Jahren. Ein paar Jahrzehnte noch und wir haben wieder Postkutschentempo erreicht.
Ist aber nicht der einzige Bereich, wo das so ist. Mein Lieblingsbeispiel ist die allgegenwärtige Diskussion, ob man nachts Straßenbeleuchtung braucht. Viele sind ja für deren Abschaffung. Und katapultieren uns damit gleich bis in die Antike zurück. Denn schon im Mittelalter gab es Straßenbeleuchtung - damals eine Errungenschaft.
Kann über diese Verschlimmbesserung nur den Kopf schütteln.
Mehr bleibt einem da auch nicht übrig. Der ganze Laden ist so abstrus, dass man bestenfalls nur noch drüber lachen kann. Allerdings ist er da mit vielen anderen Vereinen in bester Gesellschaft. Nennt man wohl "modern" sowas.
Meine Meinung bestätigt sich aber immer wieder: DB Fernverkehr brauchen wir nicht! Der komplette Verein kann aufgelöst werden. Alles über 4 Std. ist eh mit dem Flieger attraktiver. Und alles darunter sollte bestellter und damit überwachter und kontrollierter Nahverkehr sein (zumindest auf dem Papier *g*), damit man als Reisender nicht mehr den göttlichen Ideen und pausenlosen Änderungen von DB Fernverkehr ausgesetzt ist.
Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück vom
blaschke
Passend zur Verkehrszeit: Und gute Nacht...
moonglum, Hagen, Mittwoch, 09.03.2011, 10:32 (vor 5555 Tagen) @ Blaschke
Genau!
--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.
https://adobe.ly/2PMZyEV
life in the slow lane... gefällt mir! :)
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 10.03.2011, 12:55 (vor 5554 Tagen) @ Blaschke
Ich sag ja immer: Alles entwickelt sich zurück. Neue Fernverkehrswagen fahren nur noch 160. Vor Jahren hat man schon die Fahrzeiten des Nacht-IC Hamburg - Frankfurt um eine Stunde gestreckt. Jetzt wird's nochmal langsamer.
Und das ist gut so !!
And now I'm singing a sad sad song
'bout how I live so fast and die so young
Grandmaster Flash, "The Message", 1982
Das ständige "höher, schneller, weiter" wird schlußendlich zum Apokalyps führen. Egal ob Auto, Flugzeug, Bus oder Bahn, all diese Rasereien fressen kostbare Ressourcen und ergeben Kohlendioxid, ein Treibhausgas. Unsere Planet wird wohl nicht mehr in der Lage sein, das ganze zu stabilisieren. Irgendwann braucht man das Energie-Äquivalent von einem Fass Rohöl um einen Fass Rohöl aus dem Boden zu kriegen.
Heute wird in Nordafrika und Nahosten für Freiheit und Demokratie und gegen Korruption gekämpft. In 2 Jahrzehnten kämpfen wir alle für Ressourcen. Ohne Rohöl nicht nur keine Autos und Flugzeuge, sondern auch keine Busse und Bahnen, keine Straßen, keine intensive Landwirtschaft, keine Kunststoffe, sogar keine Tastaturen mit denen wir hier Beiträge ins Forum schreiben.
Und katapultieren uns damit gleich bis in die Antike zurück. Denn schon im Mittelalter gab es Straßenbeleuchtung - damals eine Errungenschaft.
Im Mittelalter gab es keine Autos, keine Bahn, keine Flugzeuge, keine Traktoren, keine Kunststoffe, usw. Dafür aber Postkutschen. Und dennoch war Leben möglich, sonst würde ich hier diesen Beitrag nicht schreiben können.
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
[OT] Postkutsche
Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 10.03.2011, 14:07 (vor 5554 Tagen) @ Oscar (NL)
Im Mittelalter gab es keine Autos, keine Bahn, keine Flugzeuge, keine Traktoren, keine Kunststoffe, usw. Dafür aber Postkutschen. Und dennoch war Leben möglich, sonst würde ich hier diesen Beitrag nicht schreiben können.
Verzeihung, wenn ich diesen Absatz aufgreife, aber es ist nicht korrekt, daß es im Mittelalter Postkutschen gab. Das heutige Postwesen wurde erst am Übergang des Mittelalters zur Frühen Neuzeit errichtet, Postkutschen selber kamen erst später auf. Auf der Strecke Hamburg - Kopenhagen z.B. erst 1720, 100 Jahre nach dem ersten Botenkurs.
Aber ich schweife ab. Wenn es jemanden interessiert, so ist Wolfgang Behringers Buch Im Zeichen des Merkur. Reichspost und Kommunikationsrevolution in der Frühen Neuzeit, Göttingen 2003, eine lohnende Lektüre.
Viele Grüße, Sören
--
![[image]](https://up.picr.de/48317654tz.jpg)
Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr
Na dann mit gutem Beispiel voran ;-)
Blaschke, Donnerstag, 10.03.2011, 22:40 (vor 5553 Tagen) @ Oscar (NL)
Mahlzeit!
Ich sag ja immer: Alles entwickelt sich zurück. Neue Fernverkehrswagen fahren nur noch 160. Vor Jahren hat man schon die Fahrzeiten des Nacht-IC Hamburg - Frankfurt um eine Stunde gestreckt. Jetzt wird's nochmal langsamer.
Und das ist gut so !!
So, so...
Das ständige "höher, schneller, weiter" wird schlußendlich zum Apokalyps führen.
Nein - das ist die Triebfeder, die der Menschheit das Überleben sichert. Was nur heute fehlt, ist eine regelmäßige Zerstörung des Systems und damit der immer wiederkehrende Neuaufbau. Kurz gesagt: Es müßte eigentlich dringend wieder Krieg im eigenen Land geführt werden. Danach liegt wieder das meiste darnieder, Seilschaften müssen sich neu bilden, der Filz muß neu aufgebaut werden, der Gesetzeswahn kommt erstmal zum Stoppen (da stört sich niemand, wenn um 22:05 Uhr noch die Bohrmaschine läuft) - und die Bevölkerung hat wieder den Ehrgeiz, "höher, schneller, weiter" zu kommen. Ist so ähnlich wie mit den Buschfeuern im australischen Outback - die sind auch alljährlich notwendig, um das Überleben zu sichern. Zurück zum Menschen: Was passiert, wenn dem Menschen diese Triebfeder des "höher, schneller, weiter" genommen wird, ließ sich ein paar Kilometer östlich der alten BRD (*g*) ja bis vor 2 Jahrzehnten wunderbar beobachten.
Und genau da liegt das Problem: Niemand kann ernsthaft Krieg bei uns wollen. Er wäre andererseits aber dringend notwendig. Ein Zwiespalt, der sich nicht auflösen läßt. Und DIESER Zwiespalt führt in die Apokalyse und den Untergang.
Egal ob Auto, Flugzeug, Bus oder Bahn, all diese Rasereien fressen kostbare Ressourcen und ergeben Kohlendioxid, ein Treibhausgas. Unsere Planet wird wohl nicht mehr in der Lage sein, das ganze zu stabilisieren.
Dem Planeten als Ganzes ist das völlig wurscht. Das Klima hat sich immer gewandelt, wandelt sich grad und wird sich immer wandeln. Der Mensch ist ein Faktor, der dazu beiträgt - ob ein entscheidender, darüber läßt sich diskutieren. Im Zweifel beerdigen wir unser eigenes Dasein und nehmen ein paar andere Individuen gleich mit. Dafür entstehen neue. Die Natur als solche wird logischerweise immer existieren - sie wird sich nur ununterbrochen ändern. Der Begriff "Naturschützer" ist also Humbug, es geht nämlich nicht darum, die Natur zu schützen (übrigens ein abstruser Gedanke, die Naturentwicklung nach Jahrmillionen quasi anzuhalten und einzufrieren und sie als unveränderlich wünschenswert betrachten), sondern es geht nur darum, dem Menschen das Leben zu sichern. Könnte man auch als Egoismus bezeichnen! Was z.B. spräche dagegen, dass die Aga-Kröte die Welt beherrscht? Doch nur der höchst egoistische Wunsch von uns, hier auf Erden weiter zu existieren und die gefühlte Krone der Schöpfung zu sein.
Heute wird in Nordafrika und Nahosten für Freiheit und Demokratie und gegen Korruption gekämpft. In 2 Jahrzehnten kämpfen wir alle für Ressourcen.
Richtig. Deswegen ist dieser Wahn der Friedensbewegten, die Bundeswehr möglichst abzuschaffen, ja auch eine Art Selbstmord. Wir werden, wenn wir unseren Wohlstand behalten wollen, ihn eher früher als später mit Waffengewalt verteidigen müssen.
Im Mittelalter gab es keine Autos, keine Bahn, keine Flugzeuge, keine Traktoren, keine Kunststoffe, usw. Dafür aber Postkutschen. Und dennoch war Leben möglich, sonst würde ich hier diesen Beitrag nicht schreiben können.
Na dann wird's aber dringend Zeit, den Rechner schnellstmöglich in die Ecke zu feuern und die Tastatur zu vernichten. Und die ganzen Zukunftsplanungen zu ICE-Netzen, Hochgeschwindigkeitstrassen etc. müssen auch sofort beerdigt werden. Machen wir's am besten gleich gründlich: Warum Mittelalter? Zurück auf die Bäume (in Stuttgart macht man's ja schon vor) und ab in die Höhlen und dann den ganzen Tag mit dem Speer die Rinder und Schweine und Hasen jagen. Auf geht's!
Schöne Grüße von
jörg
IC 2000/2003 wohl bald Geschichte
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 09.03.2011, 23:19 (vor 5554 Tagen) @ rainer1204
Hallo
Bin selber überrascht von dieser Info. Aber auch die Anschlüsse bzw. Zubringer ab Frankfurt nach Basel bzw, umgekehrt (IC 2008/2009) entfallen ab diesem Datum. Dafür gibt es neu mit dem CNL Zürich Amsterdam und zurück IC-Sitzwagen von Basel-Duisburg-Basel, aber nicht im August. Allerdings hat dann der IC 200 keinen Anschluss in Duisburg oder Köln.
Kann über diese Verschlimmbesserung nur den Kopf schütteln.
Das ist die übliche Vorgehensweise, wenn ein Zug eingestellt wird.
Erst fährt ein Zug mit niedrigerer Zuggattung, dann wird der Laufweg verkürzt, sodass die Verbindung -wenn überhaupt- nur mit umsteigen zu halten ist. Wenn man dann genug Fahrgäste erfolgreich vergrault hat, dann kann der Zug mit dem ersehnten Argument der schwachen Auslastung Ersatzlos gestrichen werden.
So wurde das u.a. auch bei den IR und bei beliebten NV-Zügen mit langen Laufwegen gemacht.
Ich gehe davon aus, dass man den IC 2000/2003 im Fahrplan ab 11.12.11 vergeblich suchen wird.
--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
![[image]](https://i.ibb.co/3FX2shg/signature-met.png)
zu 419/418
4652, Donnerstag, 10.03.2011, 12:15 (vor 5554 Tagen) @ rainer1204
Hallo
Bin selber überrascht von dieser Info. Aber auch die Anschlüsse bzw. Zubringer ab Frankfurt nach Basel bzw, umgekehrt (IC 2008/2009) entfallen ab diesem Datum. Dafür gibt es neu mit dem CNL Zürich Amsterdam und zurück IC-Sitzwagen von Basel-Duisburg-Basel, aber nicht im August.
Wohl nicht im August, weil dann eben CNL 419/418 nicht über Arnhem-Emmerich verkehrt, sondern als 429/428 über Venlo-Kaldenkirchen. Die/der(?) IC-Wagen können dem Zug allerdings wohl nicht in Duisburg beigestellt werden, sollen die etwa verschlossen bis Emmerich oder Amsterdam weiterfahren?
Gruß
Baustelle Arnhem!
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 10.03.2011, 13:14 (vor 5554 Tagen) @ rainer1204
Dafür gibt es neu mit dem CNL Zürich Amsterdam und zurück IC-Sitzwagen von Basel-Duisburg-Basel, aber nicht im August.
August 2011 gibt es eine große Baustelle in Arnhem.
Internationale Fernzüge (ICE International, CNL, EN) werden dann via Venlo umgeleitet.
Zeitrahmen von 23. Juli bis zum 28. August.
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.