SBB: Überfüllungen und Teilräumungen (Allgemeines Forum)

Christian_S, Sonntag, 06. Oktober 2019, 22:33 (vor 13 Tagen)

Hallo!

Wegen des Ferienbeginns kam es am Wochenende zu Überfüllungen und Teilräumungen von Zügen in Fahrtrichtung Süden.

Wo das ganze auftrat? Nein, nicht bei der DB, sondern bei den SBB ...

Überfüllte Züge am Gotthard

... und nur 5 Fränkli Gutschein ...

Blaschke, Osnabrück, Sonntag, 06. Oktober 2019, 23:03 (vor 13 Tagen) @ Christian_S

Hey.

Gott wie armselig. Was gibt's denn in der Schweiz für 5 Fränkli? Darf ich da mal am Verschluß der Coladose lutschen? Oder reicht es für ein Gläsi Wasser, ohne Kohlensäure?

Aber zum Schluß müssen wir die Schweiz ja irgendwie loben. Also dann: Man beachtet das Sicherheitskonzept.


Schöne Grüße von jörg

der das ansonsten alles für aufgebauschte Fakenews hält. Wahrscheinlich haben da 2 Fahrgäste den Zug verpaßt und dann eine Story erfunden. Denn sowas alles kann es in der Schweiz qua Naturgesetz gar nicht geben. Punkt.

--
"Wenn Sie für die Eisenbahn arbeiten, dann sind Sie immer auf der Seite der Guten!"

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (07.05.2019)

Na bitte! ;-)

SBB: Überfüllungen und Teilräumungen

ThomasK, Sonntag, 06. Oktober 2019, 23:50 (vor 13 Tagen) @ Christian_S

Hallo!

Wegen des Ferienbeginns kam es am Wochenende zu Überfüllungen und Teilräumungen von Zügen in Fahrtrichtung Süden.

Wo das ganze auftrat? Nein, nicht bei der DB, sondern bei den SBB ...

Überfüllte Züge am Gotthard


Eine Belegung von 140 % scheint mir extrem restriktiv. Normalerweise sollte es auch möglich sein, bei 180 % Belegung die Türräume noch freizuhalten.

Wenn aber bei einem Halbstundentakt nach Lugano die SBB 400 m lange Züge fahren lässt und die dann überfüllt sind, dann muss über Taktverdichtungen nachgedacht werden.

Notfalls auch wieder auf der Bergstrecke.

Bald doppelte Kapaztät

Alphorn (CH), Montag, 07. Oktober 2019, 01:43 (vor 13 Tagen) @ ThomasK

Wenn aber bei einem Halbstundentakt nach Lugano die SBB 400 m lange Züge fahren lässt und die dann überfüllt sind, dann muss über Taktverdichtungen nachgedacht werden.

Notfalls auch wieder auf der Bergstrecke.

Bergstrecke hilft nicht viel, es blieben viele zweispurige Nadelöhre und die viel längere Fahrzeit würde zu schlechter Auslastung führen.

Aber: Ende 2020 sollten Ceneri-Basistunnel und 4-Meter-Korridor die Führung von Doppelstockzügen Zürich-Lugano ermöglichen (was aber nur an Grosskampftagen vorgesehen ist). Zudem gibt es dann einen Halbstundentakt statt bisher drei Züge pro zwei Stunden. Beides zusammen sollte etwa eine Verdoppelung der Spitzenkapazität bringen, was allerdings teilweise wieder durch das vorhersehbare Nachfragewachstum wegen der schnelleren Fahrzeit nach Lugano aufgefressen wird.

Bald doppelte Kapaztät

moonglum @, Hagen, Montag, 07. Oktober 2019, 09:43 (vor 12 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von moonglum, Montag, 07. Oktober 2019, 09:44

Das kommt immer wieder DANN vor, wenn insbesondere in Frühling und Herbst südlich der Alpen SCHÖNSTES WETTER AM WOCHENENDE ist. Jeder Reisende aus der Schweiz weiss das grundsätzlich und reserviert. Ich denke in diesem Fall kommen HERBSTFERIEN und spontane SCHÖNWETTERENTWICKLUNG hinzu.

Das wird sich eben erst legen, wenn wie der Vorredner hier sagte die Kapazitäten vergrößert werden.

Ausserhalb dieser wenigen Spitzenmomente ist jede Menge Platz in den Zügen auf der Route.

Und nichts ist schöner als jener Moment, wenn man aus der scheissegrauen Nordschweiz kommend in die Sonne am Südportal des Tunnels rattert....

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

Bald doppelte Kapaztät

Christian_S, Montag, 07. Oktober 2019, 09:52 (vor 12 Tagen) @ moonglum


Und nichts ist schöner als jener Moment, wenn man aus der scheissegrauen Nordschweiz kommend in die Sonne am Südportal des Tunnels rattert....

Genau dieses Gefühl beschreibt meine Mutter noch immer gern aus ihren Erinnerungen an unsere Ungarn-Reisen der 80er Jahre. Irgendwo im Süden der damaligen CSSR gab bzw gibt es einen längeren Tunnel. Wenn man aus diesem am Südportal herauskam fühlte man die andere, wärme südeuropäische Luft sofort und kam in Urlaubsstimmung :-)

Bald doppelte Kapaztät

Frecciarossa, Montag, 07. Oktober 2019, 10:10 (vor 12 Tagen) @ moonglum

Jetzt auch noch HERVORHEBUNGEN im Stil der BILD-ZEITUNG!!!!!!!

Titel falsch!

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Montag, 07. Oktober 2019, 13:00 (vor 12 Tagen) @ Frecciarossa
bearbeitet von J-C, Montag, 07. Oktober 2019, 13:04

Wir haben nicht BALD die doppelte Kapazität im Hervorheben von Wörtern, sondern JETZT!

Sowas gehört fett unterstrichen, rot markiert und an die große Glocke gehängt ;-)

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Pilsner Urquell - schlägt jedes Panorama

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Scheiße ist meistens braun!

Burkhard @, Montag, 07. Oktober 2019, 12:52 (vor 12 Tagen) @ moonglum

- kein Text -

Auch und gerade in der Schweiz!

Blaschke, Osnabrück, Montag, 07. Oktober 2019, 19:57 (vor 12 Tagen) @ Burkhard

- kein Text -

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Na bitte! ;-)

Bald doppelte Kapaztät

Twindexx @, St. Gallen (CH), Montag, 07. Oktober 2019, 14:39 (vor 12 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von Twindexx, Montag, 07. Oktober 2019, 14:41

Hoi,

Aber: Ende 2020 sollten Ceneri-Basistunnel und 4-Meter-Korridor die Führung von Doppelstockzügen Zürich-Lugano ermöglichen (was aber nur an Grosskampftagen vorgesehen ist). Zudem gibt es dann einen Halbstundentakt statt bisher drei Züge pro zwei Stunden.

Leider wird der Halbstundentakt ab Dezember 2020 nicht kommen können. Das BAV hat sich da bei der Infrastruktur einen Schiefer eingehandelt. Die Infrastruktur der Neat wurde vom BAV definiert und kann in dieser Form, insbesondere am Nordportal, wo deshalb immer noch eine Begrenzung auf 160 km/h existiert, die geforderte Kapazität für die geplanten Zugzahlen nicht erfüllen. Man versucht das nun mit ETCS zu lösen, was aber Zeit braucht.
Die Abfahrt xx:33/Ankunft xx:27 in Zürich HB soll nun erstmal weiter nicht jede Stunde angeboten werden können. Es werden in dieser Fahrlage einfach die zehn EC-Paare fahren, was einen durchgehenden Zweistundentakt mit Verdichtung zum Stundentakt in den Spitzenzeiten bedeutet.

Der Einsatz von Doppelstockzügen auf dem IC 2 Zürich HB ab xx:05/an xx:55 im stündlichen Wechsel mit dem IR 46 der SOB wird dann jedoch möglich sein. Allerdings sind die IC2000 und FV-Dosto mehrheitlich bereits anderweitig verplant und eine Nachbestellung von weiteren FV-Dosto wäre daher angezeigt. Erstmal wird man wohl abtauschen können mit Giruno auf dem IC 3 und dafür die dortigen FV-Dosto auf den IC 2/IC 21.
Leider sind die Giruno von der Sitzplatzkapazität recht gering ausgefallen, geschlechtergetrennte WC und Übererfüllung der PRM-Anforderungen insbesondere mit einem zweiten BehiG-Wagen im besonderen. Ein 300m FV-Dosto bietet bereits über 100 Zweitklasssitze mehr an, als ein 404 m langer Giruno. Und ein 400 m langer FV-Dosto fährt dann gleich mal mit 902 Zweitklass-Sitzplätzen auf einmal ab, wo der Giruno in Doppeltraktion mit 576 Zweitklass-Plätzen kein Land mehr sieht.

Der Einsatz von Doppelstockzügen zwischen Zürich und Bellinzona wäre übrigens seit Juli möglich. Allerdings hilft das wenig, wenn die Leute nach Lugano oder sogar nach Como wollen, wo sowieso nur das einstöckige Italien-Rollmaterial eingesetzt werden kann. Die begrenzte Kapazität im Bahnhof Arth-Goldau wegen der Sperre Zugersee Ost und die Einspur am Axen wegen Ausbau der Tunnels auf 4m Eckhöhe schränken die Kapazität für zusätzliche Züge derzeit nunmal leider ein. Man kann einstöckige Züge bis 404 m Länge anbieten und dann ist Schluss. Abends im Rückreiseverkehr wurden zudem am Wochenende zwei Extrazüge eingelegt. Aber man hat derzeit Probleme, die in solchen absoluten Spitzenzeiten existierende Nachfrage adäquat bedienen zu können und das nicht, weil man nicht will, sondern weil es nicht geht.


Grüsse aus dem IC 8.

--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 3, IR 13 und IR 37:
Mehr Informationen zum SBB FV-Dosto.

Ein schönes Fazit am Schluß ...

Blaschke, Osnabrück, Montag, 07. Oktober 2019, 20:11 (vor 12 Tagen) @ Twindexx

Hallöchen.

Aber man hat derzeit Probleme, die in solchen absoluten Spitzenzeiten existierende Nachfrage adäquat bedienen zu können und das nicht, weil man nicht will, sondern weil es nicht geht.

Ein schönes entspanntes gelassenes Fazit.

Geht halt nicht.

Ob das ähnlich gelassen betrachtet würde, sprächen wir nicht über die Schweiz und die SBB, sondern über Deutschland und die DB? Ich darf da mal Zweifel anmelden?!?

Dass es nicht geht, ist nämlich auch in der Schweiz keinem unabänderlichen Naturgesetz geschuldet, sondern das Ergebnis diverser Handlungen.

Mir fällt da spontan eine alte Handwerkerregel ein. "Es ginge wohl - aber es geht nicht!"

Schöne Grüße von jörg

--
"Wenn Sie für die Eisenbahn arbeiten, dann sind Sie immer auf der Seite der Guten!"

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (07.05.2019)

Na bitte! ;-)

Ein schönes Fazit am Schluß ...

Aphex Twin, Montag, 07. Oktober 2019, 22:08 (vor 12 Tagen) @ Blaschke

Aber man hat derzeit Probleme, die in solchen absoluten Spitzenzeiten existierende Nachfrage adäquat bedienen zu können und das nicht, weil man nicht will, sondern weil es nicht geht.


Ein schönes entspanntes gelassenes Fazit.

Geht halt nicht.

Ob das ähnlich gelassen betrachtet würde, sprächen wir nicht über die Schweiz und die SBB, sondern über Deutschland und die DB? Ich darf da mal Zweifel anmelden?!?

Dass es nicht geht, ist nämlich auch in der Schweiz keinem unabänderlichen Naturgesetz geschuldet, sondern das Ergebnis diverser Handlungen.

Aber auch das Ergebnis von Sachen die einfach anders als geplant liefen. Sowohl auf der Angebots- wie der Nachfrageseite. Und wenn Du genau gelesen hast siehst Du auch dass in rund einem Jahr sowohl der Engpass in am Zuger- und am Urnersee (Axenstrecke) vorüber sein wird und neben mehr Zügen auch Doppelstockzüge eingesetzt werden können.

Schon im Jahr 2010 als die FV-Doppelstockzüge bestellt wurden genau voraussehen zu können wie ihr Auslieferungs- und Inbetriebnahmezeitplan aussehen würde und wie hoch genau die Nachfrage im Jahr 2019 sein würde kann man wohl nicht wirklich verlangen.

Ein schönes Fazit am Schluß ...

guru61, Arolfingen, Dienstag, 08. Oktober 2019, 10:33 (vor 11 Tagen) @ Aphex Twin


Schon im Jahr 2010 als die FV-Doppelstockzüge bestellt wurden genau voraussehen zu können wie ihr Auslieferungs- und Inbetriebnahmezeitplan aussehen würde und wie hoch genau die Nachfrage im Jahr 2019 sein würde kann man wohl nicht wirklich verlangen.

Es wären heute über 400 Wagen, mit 36'000 Sitzplätzen da.
https://www.nzz.ch/bombardier_baut_die_sbb-doppelstockzuege-1.5703193
Wenn die in Görliz gefertigten und in Deutschland entwickelten Züge abgeliefert wären, dann hätte man genügend Züge mit den alten DOSTOS um die Linie zu entlasten.

OK?

Ein schönes Fazit am Schluß ...

Alphorn (CH), Dienstag, 08. Oktober 2019, 11:06 (vor 11 Tagen) @ guru61

Wenn die in Görliz gefertigten und in Deutschland entwickelten Züge abgeliefert wären, dann hätte man genügend Züge mit den alten DOSTOS um die Linie zu entlasten.

Ich dachte, die Züge wären von Bombardier Schweiz entwickelt worden? Das Engineering trägt einen grossen Teil der Verantwortung für die Verspätung (z.B. Kasten-Neukonstruktion wegen GBT); die Fertigung musste das sogar teilweise ausgleichen durch eine höhere Produktionsfrequenz.

Schweizer Arroganz wie sie leibt und lebt

Höllentalbahn @, Freiburg, Dienstag, 08. Oktober 2019, 12:55 (vor 11 Tagen) @ guru61
bearbeitet von Höllentalbahn, Dienstag, 08. Oktober 2019, 12:55

Glücklicherweise haben die Schweizer die ich im echten Leben kenne nicht so einen gigantischen Minderwertigkeitskomplex

Er schreibt eh nur Stuss

Twindexx @, St. Gallen (CH), Dienstag, 08. Oktober 2019, 13:19 (vor 11 Tagen) @ Höllentalbahn
bearbeitet von Twindexx, Dienstag, 08. Oktober 2019, 13:19

Hoi,

Glücklicherweise haben die Schweizer die ich im echten Leben kenne nicht so einen gigantischen Minderwertigkeitskomplex

Lass ihn einfach. Er hat noch nicht mal gecheckt, dass zwischen Bellinzona und Lugano noch gar keine Doppelstockzüge eingesetzt werden können. Da würde es also auch keinen Unterschied machen, ob nun alle 62 FV-Dosto schon da wären, wenn man dort eh noch keine einsetzen könnte. Ausserdem sind die 62 FV-Dosto schon anderweitig verplant und für mehr Doppelstockzüge am Gotthard müsste man somit bei Bombardier nachbestellen.


Grüsse aus dem IR 90.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 3, IR 13 und IR 37:
Mehr Informationen zum SBB FV-Dosto.

SBB: Überfüllungen und Teilräumungen

Aphex Twin, Montag, 07. Oktober 2019, 12:40 (vor 12 Tagen) @ ThomasK

Eine Belegung von 140 % scheint mir extrem restriktiv. Normalerweise sollte es auch möglich sein, bei 180 % Belegung die Türräume noch freizuhalten.

Der Artikel sagt dass im Gotthardbasistunnel besondere Sicherheitsvorschriften gelten. Gut möglich dass daher auf anderen Strecken eine höhere Belegung erlaubt ist.

Man sollte auch erwähnen dass Staus und Wartezeiten vor dem Gotthardautobahntunnel an schönen Wochenenden regelmässig vorkommen, geschätzt deutlich häufiger als überfüllte Züge.

SBB: Überfüllungen lassen sich einfach vermeiden...

RhBDirk, Montag, 07. Oktober 2019, 11:45 (vor 12 Tagen) @ Christian_S

...wenn man dieses irrsinnige Wochenende abschafft.

Viele Branchen arbeiten ja Gott sei dank schon sieben Tage die Woche mit alternierenden freien Tagen. Ich gehöre da auch dazu und geniesse es.

Hat aber seine Vorteile

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Montag, 07. Oktober 2019, 13:07 (vor 12 Tagen) @ RhBDirk

Ich bin froh, dass man immer weiß, wann man frei hat. Vor allem glaube ich, müssen sich Arbeitnehmer auch vor sich selbst schützen, so kann man eine halbwegs reguläre Work-Life-Balance haben.

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SBB: Überfüllungen lassen sich einfach vermeiden...

Taurus83 @, Nürnberg, Montag, 07. Oktober 2019, 14:26 (vor 12 Tagen) @ RhBDirk

...wenn man dieses irrsinnige Wochenende abschafft.

Viele Branchen arbeiten ja Gott sei dank schon sieben Tage die Woche mit alternierenden freien Tagen. Ich gehöre da auch dazu und geniesse es.

Ist halt nur doof wenn man mit anderen Leuten was unternehmen will und jeder wann anders frei hat.

Insofern ist die Idee, dass fast alle am gleichen Tag frei haben schon irgendwie sinnvoll und praktisch.


Viele Grüße,
Bernhard

Wie alles im Leben ...

Garfield_1905, Dienstag, 08. Oktober 2019, 02:19 (vor 12 Tagen) @ Taurus83

... hat alles seine Vor- und Nachteile. Ich mache das jetzt schon recht viele Jahre im Früh-, Spät- und Nachtdienst, 7 Tage die Tage die Woche, und es ist mitunter schon traurig, wenn ich Samstag Nachmittag hier vor den Bildschirmen hänge und die anderen gehen z.B. zum Fußballplatz oder 'sonstwohin'.

Auf der anderen Seite bin ich dann meinetwegen Mittwoch und Donnerstag zu Hause, wenn andere knechten müssen. Ich kann alles in Ruhe erledigen, wozu andere sich u.U. einen halben Tag frei nehmen müssen (Ämter etc.) und beim Einkaufen gibt's tagsüber in der Wochenmitte auch nicht den Streß wie am Abend oder Wochenende.

Der m.E. große Nachteil bei diesem Dienst ist, das man keinen richtigen Schlafrhythmus mehr rein bekommt oder z.B. am Morgen aufwacht und nicht gleich weiß, was wir denn für einen Wochentag haben. Feiertage nehme ich gar nicht mehr als solche wahr, weil ich z.T. arbeiten muß, z.T. nicht. Aber man 'feiert' den Dienst - Feiertag dann halt irgendwann in der Woche ab. Wir haben auch keinen starren Dienst - Rhythmus, also meinetwegen 1 Woche Früh, 1 Woche Spät und dann 1 Woche Nacht, sondern es kann sein, das Du Anfang der Woche Früh hast, am Mittwoch Spät, Donnerstag frei und Fr/Sa/So Nacht oder auch ganz anders. Das ist höchst verschieden und jede Woche ganz anders. Der Dienstplan kommt ca. Anfang des Monats für den Folgemonat.

Aber immerhin hat man in ruhigen Nächten, so wie heute, die ganze Muße, z.B. im 'ICE - Treff' zu stöbern und sich zu amüsieren. Das ist natürlich längst nicht jede Nacht möglich. ;-)

Wie gesagt, es hat alles Vor- und Nachteile.

+ 1000!!!!

Blaschke, Osnabrück, Montag, 07. Oktober 2019, 20:03 (vor 12 Tagen) @ RhBDirk

Hey.

...wenn man dieses irrsinnige Wochenende abschafft.

Viele Branchen arbeiten ja Gott sei dank schon sieben Tage die Woche mit alternierenden freien Tagen. Ich gehöre da auch dazu und geniesse es.


Genau so isses. 24/7 flächendeckend einführen und wir sind reichlich Verkehrsprobleme los!!

Sonst soll alles möglich effizient genutzt werden, aber bei Verkehrsinfrastruktur ist völlig hirnrissig. In der 'HVZ' platzt alles aus allen Nähten. Und nachts ist alles tot (außer die Brummiparkplätze) und es gibt REICHLICH Platz. Total behämmert.


Schöne Grüße von jörg

--
"Wenn Sie für die Eisenbahn arbeiten, dann sind Sie immer auf der Seite der Guten!"

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (07.05.2019)

Na bitte! ;-)

Keine Wochenenden familienfeindlich

Höllentalbahn @, Freiburg, Montag, 07. Oktober 2019, 20:11 (vor 12 Tagen) @ RhBDirk

Ich weiß ja nicht ob du eine Beziehung hast, aber ich glaube ein Punkt warum Jobs wie Krankenpfleger so beliebt sind wie Hautausschlag ist dass Partner kaum/nie zusammen freihaben und Zeit miteinander verbringen können.
Da ist ein Tag in der Woche wo man Zeit mit seinen Freunden/Partner verbringen kann wirklich nicht verkehrt.

Keine Wochenenden familienfeindlich

GibmirZucker @, Göding, Dienstag, 08. Oktober 2019, 01:40 (vor 12 Tagen) @ Höllentalbahn

Bei flexiblen Arbeitstagen in der Fläche würde sich das Problem unerfüllter Züge mittelfristig auf demographischer Ebene natürlich lösen....

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