Bahn plant Radikalschnitt im Güterverkehr? (Allgemeines Forum)

Power132 @, Dienstag, 10. September 2019, 17:57 (vor 11 Tagen)

Über n-tv.de gibt es gerade die Meldung, dass die Güterverkehrssparte in Teilen der Repubilk radikal ausgedünnt werden soll - bis zur kompletten Verabschiedung aus dem Segment.

Für ihre notleidende Gütersparte DB Cargo lässt die Deutsche Bahn einen neuen Sanierungskurs mit dem Abbau von Tausenden Arbeitsplätzen prüfen. In einem Gutachten für den Konzern wird ein radikaler Sparkurs mit dem Aus für fast die Hälfte der Güterverladestellen durchgespielt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Besonders im Nordosten Deutschlands würde dieses Programm den Schienen-Güterverkehr der Deutschen Bahn damit praktisch beenden. Mit entsprechenden Folgen für das Personal: "Eine Fokussierung betrifft das DB-Cargo-Personal stark und führt zu einem Abbau von mehr als 3000 Vollzeitstellen bei DB Cargo bis 2030", heißt es in der Untersuchung.

Bahn plant Radikalschnitt im Güterverkehr?

ffz, Dienstag, 10. September 2019, 19:22 (vor 11 Tagen) @ Power132

Hallo,

ist leider nicht wirklich verwunderlich, nach dem DB Cargo schon sehr viele KV-Verkehre an die Tochterfirmen RBH-Logistics und MEG verloren hat. Es bleibt der Einzelwagenverkehr und der ist am teuersten zu produzieren und hat zeitgleich den Lkw als großen Konkurent.

Bahn plant Radikalschnitt im Güterverkehr?

moonglum @, Hagen, Dienstag, 10. September 2019, 21:06 (vor 11 Tagen) @ ffz

Wie war das mit GÜTER AUF DIE SCHIENE?

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen & keine Mikrowelle gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

[image]

Bahn plant Radikalschnitt im Güterverkehr?

mdln @, Dienstag, 10. September 2019, 21:13 (vor 11 Tagen) @ moonglum

Wie war das mit GÜTER AUF DIE SCHIENE?

Bei einem Verkehrsministerium das eher Autoministerium heißen sollte, kommt soetwas halt zu kurz.

Bahn plant Radikalschnitt im Güterverkehr?

Turbonegro, Dienstag, 10. September 2019, 21:42 (vor 11 Tagen) @ Power132

Da stellt sich mir die Frage, wie viele Einzelwagenanschließer gibt es denn noch nördlich von Berlin in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, also im Nordosten, die Cargo regelmäßig bedient? Sind das so viele?
Mich würde da mal die Größenordnung interessieren, von wie vielen Anschlüssen hier die Rede ist.

In den Seehäfen, in Stendell usw. werden wohl ehr Ganzzüge ankommen.

.

Höllentalbahn @, Freiburg, Dienstag, 10. September 2019, 22:52 (vor 11 Tagen) @ Turbonegro
bearbeitet von Höllentalbahn, Dienstag, 10. September 2019, 22:53

- kein Text -

Einzelwagenverkehr erfolgreich möglich?

Proeter @, Dienstag, 10. September 2019, 22:33 (vor 11 Tagen) @ Power132

Dass der Einzelwagenverkehr das Sorgenkind ist, habe schon diverse Male gehört. Gibt es eigentlich Beispiele aus dem Inland (Private?) oder Ausland, wo Einzelwagenverkehr erfolgreich und wirtschaftlich gelingt? Und falls ja: was machen die da anders?

Sicher, wenn der Staat dafür zahlt.

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 10. September 2019, 23:16 (vor 11 Tagen) @ Proeter
bearbeitet von J-C, Dienstag, 10. September 2019, 23:17

In der Schweiz scheint er ja ganz gut funktionieren.

In Österreich hätte man wohl deutsche Zustände, würde der Staat nicht aktiv den Güterverkehr im Rahmen gemeinwirtschaftlicher Bestellungen fördern (So sagt es zumindest Luise Ungerboeck).

Ja richtig gehört: in Österreich wird nicht nur der Regional- und Fernverkehr per Direktvergabe vom Staat gefördert, auch der Güterverkehr genießt staatliche Förderungen. Das scheint mit deutschen Gepflogenheiten so gar nicht konform zu gehen...

Ich wette, dass auch Tschechien noch diese Disziplin beherrscht.

--
Pilsner Urquell - schlägt jedes Panorama

[image]

Einzelwagenverkehr wächst hier, in Österreich im Niedergang

Henrik @, Mittwoch, 11. September 2019, 00:09 (vor 11 Tagen) @ J-C

In der Schweiz scheint er ja ganz gut funktionieren.

In Österreich hätte man wohl deutsche Zustände, würde der Staat nicht aktiv den Güterverkehr im Rahmen gemeinwirtschaftlicher Bestellungen fördern (So sagt es zumindest Luise Ungerboeck).

Laut des Artikels befindet sich der Einzelwagenverkehr in Österreich in einem Niedergang und dieser sei nicht aufzuhalten.

In Deutschland hingegen befindet sich der Einzelwagenverkehr im Aufwind und erfreut sich an Beliebtheit in der Wirtschaft.

Deine gewählte Überschrift passt also nicht so ganz.

Dein unterstellter Wunsch, man hätte dort in Österreich gerne deutsche Zustände, klingt Deinen Vergleich zufolge in der Tat plausibel.
Mit der Folge, die staatlichen Subventionen zurück zu fahren, beendet die Autorin ja auch ihren Artikel.

der Güterverkehr genießt staatliche Förderungen. Das scheint mit deutschen Gepflogenheiten so gar nicht konform zu gehen...

Der milliardenschwere Masterplan Güterverkehr ist Dir offenbar kein Begriff.

--

https://www.dvz.de/rubriken/land/schiene/detail/news/deutsche-bahn-muss-hohe-verluste-i...

Sehr gut

Höllentalbahn @, Freiburg, Dienstag, 10. September 2019, 22:53 (vor 11 Tagen) @ Power132

Die Bahn sollte sich endlich von diesem Zementklotz am Fuß befreien.
Wenn das politische Ziel Güter auf die Schiene zu bringen ist, dann sollte man andere Maßnahmen im Sinne von Ausbauten, Subventionen etc. erreichen.
Aber nicht mit einem subventionierten Staatsbetrieb, Wettbewerb führt meist zu einem besseren Angebot. Und nachdem was man so liest sind die Kunden auch nicht so zufrieden...

Bahn braucht mehr Innovation

Höllentalbahn @, Freiburg, Dienstag, 10. September 2019, 23:11 (vor 11 Tagen) @ Höllentalbahn

Vielleicht würden etwas Innovationen der Bahn auch mal gut tun.
Von außen wirkt das alles übertrieben Bürokratisch und die Güterwagen so als ob da seit 50 Jahren kein Fortschritt mehr zu verzeichnen wäre...

Der Laden ist doch innovativ.

Blaschke, Osnabrück, Dienstag, 10. September 2019, 23:40 (vor 11 Tagen) @ Höllentalbahn

Hey.

Erzählte zumindest neulich ein Lokführer. Da gab es eine Schicht mit großer Pause. Aber es paßte. Start Fahrt Pause Fahrt Ziel. Dann hieß es, solche großen Pausen sind zu teuer! Und natürlich völlig unproduktiv. Geht alles gar nicht.

Jetzt fährt der eine Lokführer also Gastfahrt zurück samt Übernachtung. Während der andere hin Gastfahrt fährt. So gibt's keine große Pause mehr. Und die Chefetage ist zufrieden.

Oder was mir einer erzählte: da erkennt eine DB-eigene Regionaltochter den DB-Ausweis als Fahrschein für eine Gastfahrt nicht an. Da hieß es, lieber Cargo-Lokführer: zahle erstmal selbst und dann gibt's das Geld zurück. Wollten die aber nicht. Jetzt gibt's irgendwie Gutscheinkarten, mit denen die Lokführer dann das Ticket bezahlen.

Wer braucht bei soviel Klimbim noch Kunden? Die stören doch nur. Und Arbeit ist ja trotzdem da.


Schöne Grüße von jörg

--
"Wenn Sie für die Eisenbahn arbeiten, dann sind Sie immer auf der Seite der Guten!"

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (07.05.2019)

Na bitte! ;-)

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum