neues zum Übergang NRW-Tarif nach IC/ICE (Fahrkarten, Angebote und Tarife)

agw @, NRW, Dienstag, 10. September 2019, 12:23 (vor 8 Tagen)
bearbeitet von agw, Dienstag, 10. September 2019, 12:24

Hallo.

Nach meinem Erlebnis Ende letzten Jahres hier und der kürzlichen Anfrage eines Users hier, habe ich jetzt Neuigkeiten bezüglich des Übergangs vom NRW-Tarif zum DB IC/ICE-Tarif.

Nachdem sich die DB gegenüber dem EBA sieben Monate um eine Antwort gedrückt hat, ob nun offiziell ein Bordpreis fällig ist oder nicht (und damit der NRW-Tarif der PK C gleichgestellt ist), kam heute die abschließende Antwort vom EBA:

Nach Mitteilung der DB sei der Produktklassenübergang zum 1.8.2019 gestrichen worden!
Das ist natürlich auch eine Lösung. *hust*

Zum 1.8.2019 ist auch (von mir unbemerkt) der Übergangspassus aus dem NRW-Tarif-Handbuch gestrichen worden.

Die DB BB blieben natürlich gleich, weil dort eh nur die originäre PK C erwähnt wird.

Hintergründe sind mir nicht bekannt. Im Prinzip ist das natürlich eine deutliche Verschlechterung im deutschen Eisenbahnsystem.

Grüße

--
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- bahn.de

So viel zum Thema Privatisierung macht alles besser ...

Paladin @, Hansestadt Rostock / Berlin, Dienstag, 10. September 2019, 12:31 (vor 8 Tagen) @ agw

- kein Text -

Wie kannst du nur so eine steile These aufstellen :O

mdln @, Dienstag, 10. September 2019, 12:35 (vor 8 Tagen) @ Paladin

- kein Text -

So viel zum Thema Privatisierung macht alles besser ...

agw @, NRW, Dienstag, 10. September 2019, 12:42 (vor 8 Tagen) @ Paladin

Jo, man hätte den DB-Vertrieb nicht privatisieren dürfen. Da sind wir uns ja alle einig.

Retten kann man die Sache jetzt nur noch mit einer Ausgliederung des Vertriebs in eine Infrastrukturgesellschaft getrennt vom Betrieb und der DB AG und Schaffung eines allgemeingültigen Deutschlandtarifes.
Aber das wird nicht kommen, dafür ist die DB-AG-Lobby zu stark.

--
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ICE-TD, Dienstag, 10. September 2019, 13:05 (vor 8 Tagen) @ agw

Jo, man hätte den DB-Vertrieb nicht privatisieren dürfen. Da sind wir uns ja alle einig.

Retten kann man die Sache jetzt nur noch mit einer Ausgliederung des Vertriebs in eine Infrastrukturgesellschaft getrennt vom Betrieb und der DB AG und Schaffung eines allgemeingültigen Deutschlandtarifes.
Aber das wird nicht kommen, dafür ist die DB-AG-Lobby zu stark.

Nee, wer A sagt muß auch B sagen. Du hast die Vergabe des Vertriebs für den VRR-Tarif an Transdev gefeiert und Transdev ist nun mal eine private Firma. Und genauso ist auch DB Vertrieb privat. Du willst immer nur privatisieren wenn es dir einen Nutzen bringt, anderenfalls soll es dann bitte doch der Staat übernehmen wenn es für dich zum Nachteil ist. Du erntest jetzt die Früchte deiner Wünsche nach Privatisierung, und das ist auch gut so.

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Murrtalbahner, Dienstag, 10. September 2019, 13:56 (vor 8 Tagen) @ ICE-TD

Du willst immer nur privatisieren wenn es dir einen Nutzen bringt, anderenfalls soll es dann bitte doch der Staat übernehmen wenn es für dich zum Nachteil ist.

Was so vorwurfsvoll klingt, warum sollte man es nicht so machen? Jeder was er am besten kann. Insbesondere bei Themen der Infrastruktur und Daseinsvorsorge sollte dies so sein.

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agw @, NRW, Dienstag, 10. September 2019, 14:09 (vor 8 Tagen) @ ICE-TD

Jo, man hätte den DB-Vertrieb nicht privatisieren dürfen. Da sind wir uns ja alle einig.

Retten kann man die Sache jetzt nur noch mit einer Ausgliederung des Vertriebs in eine Infrastrukturgesellschaft getrennt vom Betrieb und der DB AG und Schaffung eines allgemeingültigen Deutschlandtarifes.
Aber das wird nicht kommen, dafür ist die DB-AG-Lobby zu stark.


Nee, wer A sagt muß auch B sagen. Du hast die Vergabe des Vertriebs für den VRR-Tarif an Transdev gefeiert und Transdev ist nun mal eine private Firma. Und genauso ist auch DB Vertrieb privat.

Was hat das jetzt mit dem NRW-Tarif zu tun?

Du willst immer nur privatisieren wenn es dir einen Nutzen bringt, anderenfalls soll es dann bitte doch der Staat übernehmen wenn es für dich zum Nachteil ist. Du erntest jetzt die Früchte deiner Wünsche nach Privatisierung, und das ist auch gut so.

Wie der Forenkollege gerade schon schrieb: Ich glaube, du verstehst die Aufgabe des Staates gar nicht.
NATÜRLICH sollte der Staat nur da privatisieren, wo es dem Bürger nützt. Da, wo es ihm nicht nützt, sollte es unterbleiben. Das versteht doch jedes Kind. Da, wo man übertrieben hat, muss man halt zurücksteuern.

Auch scheinst du die Abhängigkeiten zwischen Bund und Ländern nicht zu verstehen. Sonst würdest du auch nicht gegen die Ausschreibung des Vertriebes in den Verbünden stänkern.

"Wer A sagt, muss auch B sagen" ist also völliger Schwachsinn.

Aber gut, die meisten, die hier sowohl gegen die nicht-bundeseigenen Privaten als auch gegen die zahlenden Kunden/Bürgern stänkern, werden/wurden ja direkt oder indirekt von der DB bezahlt. Vielleicht eine Art Stockholm-Syndrom?

Ich bin jedenfalls unabhängig von allen Bahnunternehmen und werde von keinem bezahlt.

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Max64, Hannover, Donnerstag, 12. September 2019, 15:45 (vor 6 Tagen) @ agw

M.W. ist DB-Vertrieb eine GmbH, die zu 100% der DB AG gehört. Die DB AG gehört noch zu 100% dem Bund, also eigentlich dem Souverän.

Die Aufteilung der Deutschen Bahn ursächlich mit dem Ziel der "echten" Privatisierung innitiert durch die Bahnreform 1994 und später v.a. von Gazprom-Schröder und Kumpan Mehdorn. Die wollten die DB-AG (alos Konzern) mit Gewalt an die Börse bringen.

https://www.rbb-online.de/kontraste/ueber_den_tag_hinaus/demokratie/demokratie_in_der.html


Die Probleme der Bahn oder vielmehr deren Kunden/Fahrgäste rühren daher, dass seit geraumer Zeit alles auf Rendite hinterfragt wird.

Beachtlicherweise zahlt DB AG allen ernstes z.B. Stromsteuer (2017 = 156 Mio. Euro). Was der Bahnkunde, sei es Unternehmen (Güter) oder der Fahrgast im Endeffekt auch bezahlt. Ebenso Umsatzsteuer usw. Der Konzern erwirtschaftete 2017 dennoch fast 1 Mrd. Euro Gewinn. Durch "Ausschüttung" und Steuern Kickback an den Bund.


Immerhin findet sich die Bahn(fern)versorgung (noch) im Grundgesetz (87e Art 4).

Der Bund gewährleistet, daß dem Wohl der Allgemeinheit, insbesondere den Verkehrsbedürfnissen, beim Ausbau und Erhalt des Schienennetzes der Eisenbahnen des Bundes sowie bei deren Verkehrsangeboten auf diesem Schienennetz, soweit diese nicht den Schienenpersonennahverkehr betreffen, Rechnung getragen wird.

Inwieweit dabei (bezogen auf 2017) 42% des Umsatzes im Ausland gerechtfertit sind, sei dahin gestellt. Der Personen-Fernverkehr macht nur rund 12% (!) des Umsatzes aus.

Es nützt also auch nichts, wenn ein Unternehmen in öffentlicher Hand ist, die das aber rein marktwirtschaftlich betreiben und Zusammnearbeit bzw. Lösungen im Gesamtkontext nicht erfolgen (Abstimmung Verbund/Nahverkehr/Fernverkehr z.B.).

Bin schon gespannt wie unter Berücksichtigung der aktuellen CO2-Debatte die jährlich obligaten, z.T. kräftigen, Preiserhöhungen im Verbund-/Nah- und Fernverkhr begründet werden. Wahrscheinlich mit gestiegenen Betriebskosten für die Umwelt...

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