NL: Pünktlichkeit im ersten Halbjahr verbessert. (Allgemeines Forum)

Oscar (NL) @, Eindhoven (NL), Montag, 08. Juli 2019, 08:56 (vor 100 Tagen)

Hallo ICE-Fans,

Prorail hat die Pünktlichkeitsquoten des ersten Halbjahres bekanntgegeben. Treinreiziger (NL) berichtet.

Positiv:

+ Anzahl der grossen Störungen ist abgenommen
+ durchschnittliche Zeit, eine grosse Störung zu beheben, ist mit 15 Minuten abgenommen
+ 3-Minuten-Pünktlichkeit 91,4% -> 92,4%.

Neutral:

= in 90% der Verspätungsfälle ist die absolute Verspätung nicht mehr als 5 Minuten.

Absolute Verspätung ist nicht immer das Mass der Dinge. +5 auf einer Kurzstrecke wie Utrecht-Rhenen ist heftiger als +5 auf einer Langstrecke wie Utrecht-Maastricht.
Auch sagt Kundenpünktlichkeit mehr als Zugpünktlichkeit. Wäre ein Zug leer, dann ist es egal wieviel Verspätung er hat, das stört keiner.
Interessant wäre auch noch: Anzahl beidseitig erreichter Anschlüsse (wenn man A->B nicht erreicht, dann aber schon B->A, daher beidseitig). Sozusagen: Netzpünktlichkeit.

Negativ:

- Anzahl Ausfälle 2,4% -> 2,7% (vor allem wegen landesweitem Streik in Mai, aber 2011 war die Ausfallrate noch 1,4%)

Ich vermute dass vor allem die HSL-Zuid und deren Surrogatzüge zur Zeit Probleme machen. Leider müssen wir damit noch anderthalb Jahren ausharren. Erst 2021 sollen die neuen IC200-Triebwagen kommen. Von den neu beschafften Regionaltriebwagen der NS (SNG, FLIRT3) erfahre ich nur wenige Probleme.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstrangen enden nicht bei einer Staatsgrenze, sondern bei einem Prellbock.

NL: Pünktlichkeit im ersten Halbjahr verbessert.

oska, Montag, 08. Juli 2019, 14:45 (vor 100 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von oska, Montag, 08. Juli 2019, 14:47

Absolute Verspätung ist nicht immer das Mass der Dinge. +5 auf einer Kurzstrecke wie Utrecht-Rhenen ist heftiger als +5 auf einer Langstrecke wie Utrecht-Maastricht.

Das stimmt. Quasi die gefühlte Verspätung. Man könnte auch den prozentualen Anteil an der Reisezeit ausrechnen. Wenn ich mit dem Bus statt 2,5 Minuten wegen einem Unfall auf der Kreuzung 7,5 Minuten unterwegs war, könnte man sagen das es einen Verspätungszeitaufschlag von 200% gab. Wenn mein Fernzug statt 500 Minuten 505 Minuten gefahren ist, gab es einen Verspätungszeitausfschlag von nur 1%.

Auch sagt Kundenpünktlichkeit mehr als Zugpünktlichkeit.

Das ist das einzige, was für mich zählt. Aufgrund von Verspätungen bin ich schon oft früher an mein Ziel gekommen.

Beispiel: Ich fahre mit Zug A nach Großstadt um dort in den ICE x2345 umzusteigen, der in meine Heimatstadt fährt. Wenn alles pünktlich ist, habe ich 30 Minuten Aufenthalt in Großstadt. Eine Verspätung von Zug A <30 Minuten ist mir egal, ich erreiche auf jeden Fall ICE x2345.
Nun gab es vor Jahren mal einen Tag, da war der 'Wurm' drin. ICE x2345 hatte +65. Der Vorteil war, das auch ICE x2344 verspätet war und ich so direkt von Zug A in diesen umsteigen konnten und mir die Wartezeit von 30 Minuten gespart habe. Wegen der Verspätung war ich früher zu Hause.

In Zukunft könnte Bahnreisen so aussehen. Kunde kauft Fahrkarte und speichert diese in der App. Kunde sitzt im verspäteten Zug.

Der Kunde ist seit x Minuten im Wagen 4 des IC200 im WLAN eingeloggt und/oder hat GPS für die App freigegeben.

App: Guten Tag, leider hat Ihr Zug Verspätung. Sie erreichen den Anschluss in X nicht. Ich möchte Ihnen folgende Verbindung vorschlagen. Darf ich Ihnen einen neuen Sitzplatz reservieren?

Es muss noch nicht mal der eigene Zug sein, der Verspätung hat. Auch statt dem Anschlußzug könnte bahnseitig eine schnellere Verbindung vorgeschlagen werden.

Funktioniert nur auf langen Strecken, wenn der Kunde noch xx Minuten im Zug sitzt um den Dialog des Umbuchens durchzuführen. Zwei Minuten vor dem Aussteigen macht sowas natürlich keinen Sinn.

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