Betriebskonzept Stuttgart-Mannheim Sommer 2020 - Details? (Allgemeines Forum)

Junior @, Samstag, 08. Juni 2019, 19:21 (vor 12 Tagen)

Im Sommer 2020 wird ja die SFS Stuttgart-Mannheim für einige Monate gesperrt sein. Alles, was ich an Auswirkungen auf den Fernverkehr bisher dazu finden konnte, war die Info, dass über die alte Strecke umgeleitet wird mit Fahrtzeitverlängerungen zwischen 35 und 60 Minuten und dass es auch zu Ausfällen kommt.

Gibt es schon mehr Details irgendwo bzw hat jemand genaueren Einblick in die Planungen?

Welche Linie(n) entfallen auf dem Abschnitt komplett? Welche werden umgeleitet? Werden die Abfahrtzeiten eher nördlich oder südlich der Umleitung angepasst? Sind es bei den - ich nenne sie mal so - Hauptlinien 11 und 42 eher 35 oder eher 60 Minuten längere Fahrtzeit? Wird bei diesen Linien trotz der längeren Fahrtzeit immer bis/ab München und Dortmund (42) gefahren oder kommt es da auch zu Laufweg-Kürzungen, z.B. bis/ab Stuttgart, Augsburg, Köln, Düsseldorf oder Essen?

Und zu guter Letzt: Werden alle Änderungen bereits im Jahresfahrplan, der ab Oktober verfügbar ist, enthalten sein, oder werden sie erst im Laufe des Fahrplanjahres eingefügt?

Vielleicht gibt es ja schon erste Infos, ich würde mich freuen!

Betriebskonzept Stuttgart-Mannheim Sommer 2020 - Details

ffz, Samstag, 08. Juni 2019, 20:21 (vor 12 Tagen) @ Junior

Hallo,

die SFS Sperrung im Jahre 2020 wird wie auch die Sperrung der SFS dieses Jahr im Jahresfahrplan abgebildet. Folgendes grobes Konzept ist geplant:

Linie 11 und 42 Umleitung über die Altbaustrecke mit 60 Minuten längerer Fahrzeit. Die Fahrzeiten werden zwischen München und Mannheim bei beiden Linien um 1 Stunde verschoben.

Linie 12, 20 und 43 Umleitung über die Altbaustrecke mit etwa 20 Minuten längerer Fahrzeit.

Linie 22 Ausfall zwischen Stuttgart und Mannheim

Linie 30 Ausfall zwischen Mainz und Stuttgart (-Offenburg)

Linie 47 kompletter Entfall auf dem gesamten Laufweg

Linie 60 Ausfall zwischen Karlsruhe und Stuttgart

Linie 61 Umleitung mit 15 Minuten längerer Fahrzeit

Linie 62 Umleitung über die Altbaustrecke mit 35 Minuten längerer Fahrzeit

Linie 82 Umelitung über Saarbrücken

Linie 83 Umleitung über die Altbaustrecke mit 30 Minuten längerer Fahrzeit

Wie kam man denn auf die Idee für die Linie 30!?

Eingleisigkeit @, Samstag, 08. Juni 2019, 21:42 (vor 12 Tagen) @ ffz

Hallo ffz,

danke für die Infos.
Das sind ja ganz schön heftige Einkürzungen. Ob das mal auslastungstechnisch gutgeht? In Baden-Württemberg gibt es ja wirklich viele Berufspendler*innen in Fernzügen. Die können und wollen nicht einfach umsteigen auf Auto oder Nahverkehr.
Die Situation dieses Jahr auf der Nord-Süd-Strecke ist da kaum vergleichbar, denke ich. Zumal "nur" die zweistündliche IC-Linie 26 wegfällt.

Schauen wir uns das Konzept mal an.

Linie 11 und 42 Umleitung über die Altbaustrecke mit 60 Minuten längerer Fahrzeit. Die Fahrzeiten werden zwischen München und Mannheim bei beiden Linien um 1 Stunde verschoben.

Linie 12, 20 und 43 Umleitung über die Altbaustrecke mit etwa 20 Minuten längerer Fahrzeit.

Klingt alles sinnvoll und vernünftig. Fahrzeitverlängerungen muss man bei Bauarbeiten hinnehmen. Mit den +60 wird der Takt im weiteren Fahrtverlauf gehalten.

Linie 22 Ausfall zwischen Stuttgart und Mannheim

Aus meiner Sicht auch logisch. Die Kurzwende ist nicht zu machen und die verkehrliche Aufgabe der Linie 22 müssen dann halt die Linien 11 und 42 übernehmen.

Linie 30 Ausfall zwischen Mainz und Stuttgart (-Offenburg)

Das ist heftig, finde ich.

1.: Wo will man denn in Mainz Züge abstellen? Die müssten ja mind. noch bis Bischofsheim oder ins Opelwerk fahren. Damit belasten sie zusätzlich den Korridor Gustavsburg.
2.: Wird dann Mainz-Heidelberg ein Dreivierteljahr fernverkehrsfrei, obwohl gar nicht gebaut wird? Auch hier gibt es viele Pendler*innen.
3.: Die sehr nachfragestarke Relation Heidelberg-Stuttgart wird halbiert.
--> Warum fährt man die Linie 30 denn nicht via Heilbronn? Bei unveränderter Abfahrt Minute .36 wäre ich in der übernächsten Stunde .19 in Stuttgart (siehe ICE 715 aktuell). Fahrzeitverlängerung etwa 1 Stunde, also genauso viel wie die Linien 11 und 43 (natürlich wegen Umweg Heidelberg langsamer als diese - wie heute auch schon) und durch den Stundenversatz trotzdem noch konkurrenzfähig zur schnelleren Linie 62.

Wenn das wirklich so durchgezogen wird, dürfte es für einigen Ärger im nächsten Jahr sorgen.

Linie 47 kompletter Entfall auf dem gesamten Laufweg

Leider mal wieder Kollateralschaden. Aber irgendwoher müssen ja auch mal zusätzliche Fahrzeuge für all die Fahrzeitverlängerungen kommen.


Linie 60 Ausfall zwischen Karlsruhe und Stuttgart

Das dürfte auf dieser Achse zum Chaos im Berufsverkehr führen. Mir fällt allerdings auch keine gute Variante ein, wo man diese Linie noch durch den Bauabschnitt bekommen könnte.


Linie 61 Umleitung mit 15 Minuten längerer Fahrzeit
Linie 62 Umleitung über die Altbaustrecke mit 35 Minuten längerer Fahrzeit
Linie 82 Umleitung über Saarbrücken
Linie 83 Umleitung über die Altbaustrecke mit 30 Minuten längerer Fahrzeit

Diese Varianten sind wiederum gut und naheliegend. Man muss höchstens schauen, ob die Kapazität Karlsruhe-Paris ohne die Linie 82 noch ausreicht. Aber ich glaube, das meiste kommt hier eh aus Stuttgart, oder?

Was ich nicht verstehe: Wird denn wirklich gar kein Fernzug über Heilbronn umgeleitet? Warum nicht?

Liebe Grüße
Eingleisigkeit

Wie kam man denn auf die Idee für die Linie 30!?

ffz, Samstag, 08. Juni 2019, 22:12 (vor 12 Tagen) @ Eingleisigkeit

Hallo,

die Linie 30 sollte eigentlich in Mannheim Hbf enden aus Köln kommend, allerdings gibt es in Mannheim Hbf keine Abstellkapazitäten für die Züge und in Heidelberg Hbf auch nicht. Die Linie 30 soll ab Mainz Hbf nach Frankfurt(M) Hbf bzw Frankfurt(M) Süd umgeleitet werden, je nach dem was besser passt, allerdings erst nach dem ICE der Linie 50 zu dem der IC ja in Mainz Hbf Korrespondenz hat.

Warum nicht Karlsruhe als vorrübergehndes Ziel?

Power132 @, Samstag, 08. Juni 2019, 22:18 (vor 12 Tagen) @ ffz

- kein Text -

Warum nicht Karlsruhe als vorrübergehndes Ziel!

ffz, Samstag, 08. Juni 2019, 22:29 (vor 12 Tagen) @ Power132

Weil auch die ICE's und IC's von/nach Karlsruhe zwischen Mannheim und dem Abzweig Molzau über die Altbaustrecke umgeleitet werden müssen über Schwetzingen, dazu ein 30 Min Takt der RB 2 und die Umleiter von/nach Stuttgart. Dazu kommt dass in Karlsruhe auch keine Abstellkapazitäten für die Linie 30 vorhanden sind und Bahnsteige um die Züge auf zu nehmen auch nicht. Der Abschnitt Mainz - Mannheim ist der schwächste Abschnitt der Linie 30 von der Fahrgastnachfrage her, ist auch logisch, die S6 fährt alle 30 Min zwischen Mainz und Mannheim, dazu alle Stunde der RE 4/14 zwischen Mainz und Ludwigshafen(Rhein)/Mannheim Hbf der nicht langsamer ist wie der IC.

Umleitungsvarinaten?

Power132 @, Samstag, 08. Juni 2019, 22:36 (vor 12 Tagen) @ ffz
bearbeitet von Power132, Samstag, 08. Juni 2019, 22:40

Könnte man nicht die ICE Linie Hamburg-Stuttgart über die Frankenbahn (ab Fulda über Würzburg - Heilbronn) führen oder ist die wegen dem Stundentakt von Abellio auch zu voll? Das würde doch auch entlasten?

Umleitungsvarinaten?

Giovanni @, Sonntag, 09. Juni 2019, 07:46 (vor 11 Tagen) @ Power132

Könnte man nicht die ICE Linie Hamburg-Stuttgart über die Frankenbahn (ab Fulda über Würzburg - Heilbronn) führen oder ist die wegen dem Stundentakt von Abellio auch zu voll? Das würde doch auch entlasten?

Das würde für die wichtigeren Relationen Hamburg-Frankfurt-Mannheim und Stuttgart-Frankfurt zu erheblichen Angebotsverschlechterungen führen.
Für einzelne WE-Verstärker vielleicht eine Option, aber mehr sicher nicht.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Umleitungsvarinaten?

Power132 @, Sonntag, 09. Juni 2019, 09:48 (vor 11 Tagen) @ Giovanni

Könnte man nicht die ICE Linie Hamburg-Stuttgart über die Frankenbahn (ab Fulda über Würzburg - Heilbronn) führen oder ist die wegen dem Stundentakt von Abellio auch zu voll? Das würde doch auch entlasten?


Das würde für die wichtigeren Relationen Hamburg-Frankfurt-Mannheim und Stuttgart-Frankfurt zu erheblichen Angebotsverschlechterungen führen.

Bauarbeiten sind immer Einschränkungen. Aber hier würde es doch viel entzerren und zur Not bietet man einen Pendel/Sprinter Würzburg - Frankfurt an. Das wäre dann nur ein Umstieg und der Rest bleibt auf der über Frankfurt verkehrenden Linie. Die Sperre würde theoretisch in die Sommerfereien fallen und da ist bekanntlich auch auf vollen Linien etwas weniger los.

Wie kam man denn auf die Idee für die Linie 30!?

Murrtalbahner, Samstag, 08. Juni 2019, 23:39 (vor 12 Tagen) @ ffz

Hallo,

die Linie 30 sollte eigentlich in Mannheim Hbf enden aus Köln kommend, allerdings gibt es in Mannheim Hbf keine Abstellkapazitäten für die Züge

Kein freies Gleis in Mannheim Rbf??

Wie kam man denn auf die Idee für die Linie 30!?

sflori @, Sonntag, 09. Juni 2019, 04:04 (vor 12 Tagen) @ Murrtalbahner

Kein freies Gleis in Mannheim Rbf??

Darüber habe ich mich auch gewundert...

Vielleicht hat man spezielle Anforderungen an eine Abstellung (Entsorgung, Personalräume, Personaltransport) und bekommt es organisatorisch nicht hin!?

Wobei gerade im Rbf ja alles vorhanden ist... selbst ein Büro ließe sich da vor Ort einrichten...


Bye. Flo.

Wie kam man denn auf die Idee für die Linie 30!?

ICE-TD, Samstag, 08. Juni 2019, 23:47 (vor 12 Tagen) @ ffz

Die Linien 30 und 47 könnte man durchaus bis Mannheim oder Heidelberg fahren und danach für Tagesabstellungen z.B. nach Mannheim-Waldhof, Wiesloch-Walldorf o.a. Der eigentliche Skandal ist aber die Vollsperrung solch einer Hauptmagistrale wie Mannheim-Stuttgart für ein halbes Jahr.

Skandalisierung unnötig

Power132 @, Sonntag, 09. Juni 2019, 09:53 (vor 11 Tagen) @ ICE-TD

Der eigentliche Skandal ist aber die Vollsperrung solch einer Hauptmagistrale wie Mannheim-Stuttgart für ein halbes Jahr.

Sechs Montate ist ein langer Zeitruam gewiss. Aber lieber sechs Monate Sperrung als zwei Jahre Dauebaustelle unter rollenedem Betrieb mit quasi wochenweisem Wechsel der Einschränkungen. Bei sechs Monaten kann man als Pendler/Fahrgast Alternativrouten besser planen...

Wiesloch-Walldorf als Endpunkt?

Christian Snizek, Dienstag, 11. Juni 2019, 08:58 (vor 9 Tagen) @ ICE-TD

So gross bzw so viel Platz ist in Wiesloch auch wieder nicht. Dort (w)enden die Regionalzüge aus Frankfurt, welche über die Bergstrasse - Freidrichsfeld - Heidelberg geführt werden. Auch deswegen, weil in Heidelberg zum Wenden kein Platz ist.

Ludwigshafen Hbf?

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 09. Juni 2019, 01:15 (vor 12 Tagen) @ ffz

Wäre in Ludwigshafen Hbf auch kein Platz? Ab da gäbe es ja die dichten S-Bahntakte nach Mannheim und Heidelberg.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Betriebskonzept Stuttgart-Mannheim Sommer 2020 - Details

Murrtalbahner, Samstag, 08. Juni 2019, 22:02 (vor 12 Tagen) @ ffz
bearbeitet von Murrtalbahner, Samstag, 08. Juni 2019, 22:03

Hallo,

die SFS Sperrung im Jahre 2020 wird wie auch die Sperrung der SFS dieses Jahr im Jahresfahrplan abgebildet. Folgendes grobes Konzept ist geplant:

Linie 11 und 42 Umleitung über die Altbaustrecke mit 60 Minuten längerer Fahrzeit. Die Fahrzeiten werden zwischen München und Mannheim bei beiden Linien um 1 Stunde verschoben.

Linie 12, 20 und 43 Umleitung über die Altbaustrecke mit etwa 20 Minuten längerer Fahrzeit.

Linie 22 Ausfall zwischen Stuttgart und Mannheim

Linie 30 Ausfall zwischen Mainz und Stuttgart (-Offenburg)

Linie 47 kompletter Entfall auf dem gesamten Laufweg

Linie 60 Ausfall zwischen Karlsruhe und Stuttgart

Linie 61 Umleitung mit 15 Minuten längerer Fahrzeit

Linie 62 Umleitung über die Altbaustrecke mit 35 Minuten längerer Fahrzeit

Linie 82 Umelitung über Saarbrücken

Linie 83 Umleitung über die Altbaustrecke mit 30 Minuten längerer Fahrzeit

Guten Abend,

ich hoffe mal, dass es nicht ganz so kommt, wie oben geschrieben. Warum? Weil dann die DB mal wieder gelogen hat. Als es darum ging, warum unbedingt im Jahr der Bundesgartenschau die Strecke Heilbronn-Würzburg gesperrt werden muss, wurde dies mit Fernverkehrsumleitern von der SFS über Heilbronn/Würzburg begründet. Nun soll kein einziger Umleiter dort langfahren? NIcht mal die naheliegendste Linie 22? Stattdessen der vollkommene Schwachsinn mit Beginn in Mannheim? ISt ja nicht so, dass der 2h-Takt ab Stuttgart schon viel zu knapp ist und regelmäßig voll. Jetzt sollen die Fahrgäste sich auch noch auf die anderen Linien verteilen?
Was soll der Blödsinn?!

Grüße

Betriebskonzept Stuttgart-Mannheim Sommer 2020 - Details

ffz, Samstag, 08. Juni 2019, 22:24 (vor 12 Tagen) @ Murrtalbahner

Hallo,

man braucht die Strecke Heilbronn-Würzburg drigend für den Fernverkehr in 2020, allerdings für den Güterfernverkehr. Da die Strecken über Heidelberg und Schwetzingen mit den IC's und ICE's geflutet werden, wei schon 30 Jahre nicht mehr muss der Güterverkehr irgendwo hin und der wird dann zum größten Teil über Heilbronn - Würzburg umgeleitet. Da ab Dezember 2019 Go-Ahead den RE Würzburg - Stuttgart übernimmt und der dann täglich im Stundentakt verkehrt und Abellio die RE Mannheim - Heilbronn und die RB Heilbronn - Stuttgart übernimmt und die RE stündlich als RB nach Stuttgart durch gebunden werden und dazu die RB täglich alle 30 Min zwischen Stuttgart und Heilbronn verkehrt ist dort kein sinnvoller Platz mehr für einen ICE alle 2 Stunden. Wer von Stuttgart nach Kassel, Göttingen, Hannover und Hamburg will wird während der SFS Sperrung am schnellsten sein wenn er den RE Stuttgart-Würzburg alle Stunde benutzt und ab Würzburg den stündlichen ICE nach Hamburg. Die Züge haben in Würzburg einen guten Anschluss, das ist viel schneller wie jede Umelitung des ICE über das Neckartal, abgesehen davon bräuchte DB Fernverkehr dann 2 ICE's mehr für die Linie 22 egal ob ICE 1 oder ICE 4 die aktuell nicht vorhanden sind. Die Einkürzung der Linie 22 reicht gerade so um den Mehrbedarf der Linie 11 zu decken.

Betriebskonzept Stuttgart-Mannheim Sommer 2020 - Details

Murrtalbahner, Samstag, 08. Juni 2019, 22:39 (vor 12 Tagen) @ ffz

Hallo,

man braucht die Strecke Heilbronn-Würzburg drigend für den Fernverkehr in 2020, allerdings für den Güterfernverkehr. Da die Strecken über Heidelberg und Schwetzingen mit den IC's und ICE's geflutet werden, wei schon 30 Jahre nicht mehr muss der Güterverkehr irgendwo hin und der wird dann zum größten Teil über Heilbronn - Würzburg umgeleitet. Da ab Dezember 2019 Go-Ahead den RE Würzburg - Stuttgart übernimmt und der dann täglich im Stundentakt verkehrt und Abellio die RE Mannheim - Heilbronn und die RB Heilbronn - Stuttgart übernimmt und die RE stündlich als RB nach Stuttgart durch gebunden werden und dazu die RB täglich alle 30 Min zwischen Stuttgart und Heilbronn verkehrt ist dort kein sinnvoller Platz mehr für einen ICE alle 2 Stunden. Wer von Stuttgart nach Kassel, Göttingen, Hannover und Hamburg will wird während der SFS Sperrung am schnellsten sein wenn er den RE Stuttgart-Würzburg alle Stunde benutzt und ab Würzburg den stündlichen ICE nach Hamburg. Die Züge haben in Würzburg einen guten Anschluss, das ist viel schneller wie jede Umelitung des ICE über das Neckartal, abgesehen davon bräuchte DB Fernverkehr dann 2 ICE's mehr für die Linie 22 egal ob ICE 1 oder ICE 4 die aktuell nicht vorhanden sind. Die Einkürzung der Linie 22 reicht gerade so um den Mehrbedarf der Linie 11 zu decken.

Naja, für alle 2h ein ICE gibt es immer irgendwo Platz, wenn man will. Mir kann niemand erzählen, dass dann da plötzlich Güterzüge im 3min-Takt rollen werden. Wo sollen die her kommen? Aus dem Rheintal sicher nicht, denn so viel Platz ist über Mühlacker nächstes Jahr auch nicht mehr.
Der RE bis Würzburg und dann Anschluss an den ICE nach Hamburg ist nur was für starke Nerven. Bei meinen Versuchen diese Verbindung in Anspruch zu nehmen hat nicht mal die Hälfte der Anschlüsse geklappt, weil ja die DB es grundsätzlich nicht für nötig erachtet, Anschlüsse abzuwarten. Da fährt dann der RE auch mal vor der Nase weg. Alles schon erlebt. Mit GoAhead als Betreiber wird das auch nicht besser. Mit Linie 22 über Heilbronn nach Hamburg gäbe es keinen Mehrbedarf an Fahrzeugen. Alternativ könnte man auch die ICE zwischen Stuttgart und München durch IC ersetzen. Das würde auch einige Fahrzeuge freisetzen. Zudem genehmigt sich die DB ja den Umbau der ICE1 zu einem Zeitpunkt, wo die Fahrzeuge offenbar dringend benötigt werden. Aber da trägt man den Mangel lieber auf dem Rücken der Fahrgäste aus, anstatt sinnvoll und weitsichtig zu planen.

Betriebskonzept Stuttgart-Mannheim Sommer 2020 - Details

Eingleisigkeit @, Samstag, 08. Juni 2019, 23:07 (vor 12 Tagen) @ Murrtalbahner

Hallo Murrtalbahner,

Mit Linie 22 über Heilbronn nach Hamburg gäbe es keinen Mehrbedarf an Fahrzeugen.

Damit hängt man aber Frankfurt Flughafen und Frankfurt von dieser Linie ab. Eine stündliche Direktverbindung von dort nach Hannover und Hamburg ist etwas wichtiger als die Direktverbindung von Stuttgart nach Norddeutschland. Da kann ich die Entscheidung nachvollziehen.

Alternativ könnte man auch die ICE zwischen Stuttgart und München durch IC ersetzen. Das würde auch einige Fahrzeuge freisetzen.

Das wäre tatsächlich eine Idee. Hätte nur den Nachteil, dass die Fahrgäste nach Ulm (inkl. Bodensee/Allgäu) dann nach dem 60-minütigen Umweg auch noch in Stuttgart das Fahrzeug wechseln müssten. Naja, ansonsten aber eine denkbare Variante.

Zudem genehmigt sich die DB ja den Umbau der ICE1 zu einem Zeitpunkt, wo die Fahrzeuge offenbar dringend benötigt werden. Aber da trägt man den Mangel lieber auf dem Rücken der Fahrgäste aus, anstatt sinnvoll und weitsichtig zu planen.

Zu welchem Zeitpunkt seit 2000 wäre ein Flottenumbau denn mit großem Fahrzeugpuffer und ohne betriebliche Auswirkungen möglich gewesen?

Liebe Grüße
Eingleisigkeit

Betriebskonzept Stuttgart-Mannheim Sommer 2020 - Details

Murrtalbahner, Samstag, 08. Juni 2019, 23:35 (vor 12 Tagen) @ Eingleisigkeit

Hallo Murrtalbahner,

Mit Linie 22 über Heilbronn nach Hamburg gäbe es keinen Mehrbedarf an Fahrzeugen.

Damit hängt man aber Frankfurt Flughafen und Frankfurt von dieser Linie ab. Eine stündliche Direktverbindung von dort nach Hannover und Hamburg ist etwas wichtiger als die Direktverbindung von Stuttgart nach Norddeutschland. Da kann ich die Entscheidung nachvollziehen.

Das sehe ich anders. Zumindest wenn ich mit der Linie 22 gefahren bin, und das war eine Zeit lang regelmäßig, waren ein Großteil der Reservierung von Stuttgart bis weit hinter Frankfurt. Flughafen war da der kleinste Teil. Gegenrichtung genauso.

Alternativ könnte man auch die ICE zwischen Stuttgart und München durch IC ersetzen. Das würde auch einige Fahrzeuge freisetzen.

Das wäre tatsächlich eine Idee. Hätte nur den Nachteil, dass die Fahrgäste nach Ulm (inkl. Bodensee/Allgäu) dann nach dem 60-minütigen Umweg auch noch in Stuttgart das Fahrzeug wechseln müssten. Naja, ansonsten aber eine denkbare Variante.

Es würde ja reichen einige wenige umzustellen. Es gibt genug ICE, die zwischen Stuttgart und München recht schwach besetzt sind. So müssen die vielen Fahrgäste der L22 nicht nur eine längern Fahrzeit in Kauf nehmen, sondern auch noch umsteigen.

Zudem genehmigt sich die DB ja den Umbau der ICE1 zu einem Zeitpunkt, wo die Fahrzeuge offenbar dringend benötigt werden. Aber da trägt man den Mangel lieber auf dem Rücken der Fahrgäste aus, anstatt sinnvoll und weitsichtig zu planen.

Zu welchem Zeitpunkt seit 2000 wäre ein Flottenumbau denn mit großem Fahrzeugpuffer und ohne betriebliche Auswirkungen möglich gewesen?

In ca. 2 Jahren, wenn genug ICE4 zur Verfügung stehen.

Betriebskonzept Stuttgart-Mannheim Sommer 2020 - Details

E 1793, Sonntag, 09. Juni 2019, 13:38 (vor 11 Tagen) @ Murrtalbahner

Zudem genehmigt sich die DB ja den Umbau der ICE1 zu einem Zeitpunkt, wo die Fahrzeuge offenbar dringend benötigt werden. Aber da trägt man den Mangel lieber auf dem Rücken der Fahrgäste aus, anstatt sinnvoll und weitsichtig zu planen.

Zu welchem Zeitpunkt seit 2000 wäre ein Flottenumbau denn mit großem Fahrzeugpuffer und ohne betriebliche Auswirkungen möglich gewesen?


In ca. 2 Jahren, wenn genug ICE4 zur Verfügung stehen.

Nur, schafft der ICE1 bis dahin durchzuhalten?

Die Tz müssen dringend auf Vordermann gebracht werden, vereinzelt sind die "Schrottreif".

Aber einigen ist es ja nie genehm, weil eh alles falsch ist, was die DB macht.

--
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Nochmal zum Thema Linie 30

Eingleisigkeit @, Samstag, 08. Juni 2019, 23:23 (vor 12 Tagen) @ ffz

Hallo ffz,

ich komme nochmal auf die nicht-vorhandenen Umleiter der Linie 30 zurück.
Vorab aber eine Frage zum Verständnis: Findest du das geplante Konzept für die LInie 30 tatsächlich sinnvoll oder erklärst du nur neutral die Gründe?

Da ab Dezember 2019 Go-Ahead den RE Würzburg - Stuttgart übernimmt und der dann täglich im Stundentakt verkehrt und Abellio die RE Mannheim - Heilbronn und die RB Heilbronn - Stuttgart übernimmt und die RE stündlich als RB nach Stuttgart durch gebunden werden und dazu die RB täglich alle 30 Min zwischen Stuttgart und Heilbronn verkehrt ist dort kein sinnvoller Platz mehr für einen ICE alle 2 Stunden.

Verstehe ich es also richtig, dass es wegen dem verbesserten NV-Angebot keinen einzigen Umleiter Mannheim-Stuttgart über Heilbronn geben soll? Das mag rechnerisch stimmen, ist doch aber argumentativ schwierig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Land Ba-Wü mit einem 2-Stunden-Takt Heidelberg-Stuttgart im Fernverkehr zufrieden ist. Rheinland-Pfalz dürfte sich auch beschweren, wenn in eine Richtung ohne Notwendigkeit abgeschnitten wird.

Kurios ist ja auch die Tatsache, dass man zur Entlastung in Baden-Württemberg alle 2 Stunden zusätzliche Leer(?)züge über den Abschnitt Rüsselsheim-Raunheim schickt. Dort ist ja wohl noch etwas mehr los. Sollen die L30-Umleiter denn in Fraflug halten oder fahren die Non-stop durch den Schwanheimer Wald in die Abstellung?

Zuletzt noch: Es mag stimmen, dass die Linie 30 auf dem Abschnitt Mainz-Mannheim am schwächsten ausgelastet ist. Hier fahren aber auch 11-Wagen-Züge. Da ist selbst eine schwache Auslastung noch mehr als bei manch anderer Linie. Außerdem fehlen die Fahrgäste ab Heidelberg und Mannheim dann später ja auch auf dem Weg durchs Rheintal. Vermutlich wird sich auf einer Linie 30 mit Beginn in Mainz nächstes Jahr noch bis Bonn die Auslastung deutlich reduzieren. Dieses Problem kann man in Kauf nehmen, es ist dann aber hausgemacht.

Beste Grüße
Eingleisigkeit

Vielen Dank - Linie 32?

Junior @, Samstag, 08. Juni 2019, 22:08 (vor 12 Tagen) @ ffz
bearbeitet von Junior, Samstag, 08. Juni 2019, 22:11

Vielen Dank für die Infos!

Was ist bei Linie 32 geplant? Z.B. die Züge 2012/2013, 118/119, 114/115 würden mich noch interessieren.

Vermutlich Laufwegbrechung oder Ausfall auf dem Nordast

Power132 @, Samstag, 08. Juni 2019, 22:21 (vor 12 Tagen) @ Junior
bearbeitet von Power132, Samstag, 08. Juni 2019, 22:22

- kein Text -

Vielen Dank - Linie 32?

ffz, Samstag, 08. Juni 2019, 22:34 (vor 12 Tagen) @ Junior

Die Einzelzüge der Linie 32 sollen auf jeden Fall fahren, beim EC 114/115 und beim IC 118/119 ist es eine Option die Züge über Würzburg - Aschaffenburg großräumig um zu leiten.

Vielen Dank - Linie 32?

Junior @, Samstag, 08. Juni 2019, 22:38 (vor 12 Tagen) @ ffz

Die Einzelzüge der Linie 32 sollen auf jeden Fall fahren, beim EC 114/115 und beim IC 118/119 ist es eine Option die Züge über Würzburg - Aschaffenburg großräumig um zu leiten.

2012/2013 also Umleitung mit längerer Fahrtzeit?

114/115 via Würzburg macht Sinn, aber 118/119? Wie kommt der dann nach Lindau?

Betriebskonzept Stuttgart-Mannheim Sommer 2020 - Details

ICE-TD, Samstag, 08. Juni 2019, 23:26 (vor 12 Tagen) @ ffz

Ich frage mich ja immer warum man die Linie 47 nicht komplett einstampft, die fällt mittlerweile eh bei der kleinsten Baustelle komplett aus, wird ja anscheinend nicht benötigt, also weg damit.

Betriebskonzept Stuttgart-Mannheim Sommer 2020 - Details

Murrtalbahner, Samstag, 08. Juni 2019, 23:37 (vor 12 Tagen) @ ICE-TD

Ich frage mich ja immer warum man die Linie 47 nicht komplett einstampft, die fällt mittlerweile eh bei der kleinsten Baustelle komplett aus, wird ja anscheinend nicht benötigt, also weg damit.

Im Gegenteil, die wird dringend benötigt, weil die L42 hoffnungslos voll ist. SOlange man die nicht stündlich hinbekommt, brauchts die Verstärker per L47.

Betriebskonzept Stuttgart-Mannheim Sommer 2020 - Details

ICE-TD, Sonntag, 09. Juni 2019, 01:34 (vor 12 Tagen) @ Murrtalbahner

Ich frage mich ja immer warum man die Linie 47 nicht komplett einstampft, die fällt mittlerweile eh bei der kleinsten Baustelle komplett aus, wird ja anscheinend nicht benötigt, also weg damit.


Im Gegenteil, die wird dringend benötigt, weil die L42 hoffnungslos voll ist. SOlange man die nicht stündlich hinbekommt, brauchts die Verstärker per L47.

Wenn man die Linie 47 offensichtlich ein halbes Jahr nicht braucht, dann braucht man sie überhaupt nicht.

Betriebskonzept Stuttgart-Mannheim Sommer 2020 - Details

Giovanni @, Sonntag, 09. Juni 2019, 07:55 (vor 11 Tagen) @ ICE-TD

Ich frage mich ja immer warum man die Linie 47 nicht komplett einstampft, die fällt mittlerweile eh bei der kleinsten Baustelle komplett aus, wird ja anscheinend nicht benötigt, also weg damit.


Im Gegenteil, die wird dringend benötigt, weil die L42 hoffnungslos voll ist. SOlange man die nicht stündlich hinbekommt, brauchts die Verstärker per L47.


Wenn man die Linie 47 offensichtlich ein halbes Jahr nicht braucht, dann braucht man sie überhaupt nicht.

Fahrzeitverlängerungen führen in der Regel zu einen Nachfragerückgang - der aber nur temporär sein sollte.

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Betriebskonzept Stuttgart-Mannheim Sommer 2020 - Details?

ITF, Sonntag, 09. Juni 2019, 12:57 (vor 11 Tagen) @ Junior

Warum sperrt man die Strecke nicht abschnittsweise und dafür jeweils kürzer?

Mannheim - Ubstadt
Ubstadt - Vaihingen
Vaihingen - Stuttgart

Alles jeweils 3-4 Monate hätte die Umleitungen deutlich verkürzt und damit auch die Fahrzeitverlängerungen bei max. 30 Minuten belassen.

Sperrungen

Power132 @, Sonntag, 09. Juni 2019, 13:02 (vor 11 Tagen) @ ITF

Hängt vielleicht mit den Ausschreibungen der Bauarbeiten zusammen. Eine komplette ist doch sinnvoller als Stückelung.(?)

Sperrungen

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 09. Juni 2019, 15:52 (vor 11 Tagen) @ Power132

Wieso Stückelung in der Ausschreibung? Das wäre dann eben eine Wanderbaustelle.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

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