[CZ] SŽDC Fahrplanentwurf 2020 (Allgemeines Forum)

Provodnik, Freitag, 07. Juni 2019, 17:52 (vor 9 Tagen)

Ui, ein Railjet Berlin - Graz ^^

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 07. Juni 2019, 18:10 (vor 9 Tagen) @ Provodnik

- kein Text -

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EC Graz <-> Przemyśl, LEO Prag - Olomouc - Bratislava?!

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 07. Juni 2019, 18:16 (vor 9 Tagen) @ J-C

Das ist ja wie Weihnachten hier!

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Endllich ist er offiziell :)

MvG, Freitag, 07. Juni 2019, 18:34 (vor 9 Tagen) @ J-C

Auch Elsterwerda und Doberlug kriegen was davon ab.

Gibt es schon Fahrzeiten für Deutschland?

Power132 @, Freitag, 07. Juni 2019, 18:54 (vor 9 Tagen) @ MvG

- kein Text -

Na klar.

MvG, Freitag, 07. Juni 2019, 23:37 (vor 9 Tagen) @ Power132

Leider macht DB FV bis zum Buchungsstart immer ein Staatsgeheimnis aus ihren Planungen, dabei entstehen der CD oder unseren Aufgabenträgern keine bekannten Schäden durch die Veröffentlichung von Fahrplanentwürfen.

Von Berlin los geht es kurz nach 6, Dresden wird gegen 8 passiert, Unterwegshalte in Doberlug und Elsterwerda, nicht am Flughafen.

Rückfahrt erreicht Berlin kurz vor 10.

Irgendwo muß man mit all den Garnituren ja hin ...

Blaschke, Osnabrück, Freitag, 07. Juni 2019, 19:10 (vor 9 Tagen) @ J-C

- kein Text -

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Wer die Dummköpfe gegen sich hat, verdient Vertrauen! (Jean Paul Sartre)

Und LEO fährt auch von Prag nach Berlin

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 07. Juni 2019, 19:15 (vor 9 Tagen) @ Provodnik
bearbeitet von J-C, Freitag, 07. Juni 2019, 19:15

Prag: ab: 8:32, an: 14:07

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Un der LEO Berlin-Prag angeblich ohne Halt in Dresden

Power132 @, Freitag, 07. Juni 2019, 20:09 (vor 9 Tagen) @ J-C

- kein Text -

Aber wie und warum?

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 07. Juni 2019, 20:13 (vor 9 Tagen) @ Power132

- kein Text -

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Wie? Indem man nicht bremst. Bzw. nicht anhält.

Blaschke, Osnabrück, Freitag, 07. Juni 2019, 20:47 (vor 9 Tagen) @ J-C

Huhu.

Wie bei den Flüchtlingszügen aus der Prager Botschaft damals.


Schöne Grüße von jörg

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Das "warum" erklärt sich doch auch von selbst ...

Blaschke, Osnabrück, Freitag, 07. Juni 2019, 22:06 (vor 9 Tagen) @ J-C

Tach.

Warum soll man in einer Stadt halten, in der Fremde eher unerwünscht sind?

Schöne Grüße von jörg

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-1

E 1793, Freitag, 07. Juni 2019, 22:15 (vor 9 Tagen) @ Blaschke

Schämst du dich nicht manchmal für deine "Beiträge"?

Und Satire ist sowas auch nicht!

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[image]

-1

JeDi ⌂ @, überall und nirgendwo, Freitag, 07. Juni 2019, 22:19 (vor 9 Tagen) @ E 1793

Und Satire ist sowas auch nicht!

Leider!

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Weg mit dem 4744!

+1 + Touché @Jedi

Benjamin.Keller @, Freitag, 07. Juni 2019, 23:02 (vor 9 Tagen) @ JeDi

- kein Text -

Yüp.

Blaschke, Osnabrück, Samstag, 08. Juni 2019, 02:24 (vor 8 Tagen) @ E 1793

Tachchen.

Schämst du dich nicht manchmal für deine "Beiträge"?

Nein, nie!

Und Satire ist sowas auch nicht!

Habe ich auch nicht behauptet.


Schöne Grüße von jörg

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Ich stelle dir dann mal eine Frage

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 07. Juni 2019, 23:45 (vor 9 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von J-C, Freitag, 07. Juni 2019, 23:46

Willst du zu denen gehören, die Dresden oder ähnliche Städte den Rassisten überlassen wollen oder willst du etwas dagegen tun?

Wenn letzteres der Fall ist, dann sollte mit allen Kräften um Dresden geworben werden, die Rassisten sollen vor lauter Touristen aus aller Welt platzen!

Denn wo viele Ausländer sind, gibt es weniger Angst vor denen, die Angst vor Ausländern gibt's vor allem dort, wo sie am geringsten vertreten sind.

Ich werde, sobald ich es endlich kann, Dresden jedenfalls definitiv besuchen. Egal ob du's willst oder nicht :P

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Ich stelle dir dann mal eine Frage

MvG, Samstag, 08. Juni 2019, 00:04 (vor 9 Tagen) @ J-C

Also mir fallen mehr Beispiele ein, wo Touristenmassen die Ablehnung von Fremden eher gesteigert haben. Weltoffenheit entsteht dort, wo Eingeborene und Zugezogene dauerhaft firedlich miteinander leben, je verschiedener, desto ausgeprägter.
Man müsste also eher dort hinziehen, als als Tourist zu kommen, um die Ablehnung von Fremden abzubauen.
Und je mehr man die Dresdener kennt, desto weniger möchte man unter ihnen leben.

Ich stelle dir dann mal eine Frage

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Samstag, 08. Juni 2019, 00:08 (vor 9 Tagen) @ MvG

Wo hat der Tourismus in Deutschland die Ablehnung gefördert?

2. Hast du den eine bessere Lösung? Ohne offensive Werbung für Dresden wird es nicht besser.

Und ich habe meine Zweifel, dass es den Bürgern Dresdens gerecht wird, sie über einen Kamm zu scheren. Ich denke, dass Dresden weltoffener ist, als manch einer es sich vorstellt.

Außerdem, wer nachhaltig was ändern will, sollte sich von kurzfristigen Effekten nicht abschrecken lassen. Die DnA einer Kultur hat sich seit je her durch Veränderung ausgezeichnet. Sowas ist kein starres Konstrukt, das sich nicht ändern lässt.

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Lost places ...

Blaschke, Osnabrück, Samstag, 08. Juni 2019, 05:21 (vor 8 Tagen) @ J-C

Huhu.

2. Hast du den eine bessere Lösung?

Lost places. DDR = der doofe Rest.

Wer weltoffen ist, ist schon oder geht bald weg. Den Rest muss man aufgeben. Wer sich nicht helfen lassen will, der muss dann allein klarkommen.

So kann die Gegend nach und nach aussterben. Da kann dann die Natur Einzug halten und sich vom Menschen ungestört entwickeln. Im Sinne der aktuellen Klimadiskussionen eine sinnvolle nachhaltige Lösung.


Schöne Grüße von jörg

--
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Typisch Deutsch

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Samstag, 08. Juni 2019, 06:55 (vor 8 Tagen) @ Blaschke

Findet zich Probleme und die Lösung heißt nur "aufgeben"....

Das erfüllt genau das Klischee über die deutsche Mentalität.

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Lost places ...

Paladin @, Hansestadt Rostock / Berlin, Samstag, 08. Juni 2019, 12:47 (vor 8 Tagen) @ Blaschke

Huhu.

2. Hast du den eine bessere Lösung?


Lost places. DDR = der doofe Rest.

BRD = Besser. Reicher. Dümmer.

So ein Bullshit...

Wer weltoffen ist, ist schon oder geht bald weg.

Erzähl das mal Berlin, Leipzig, Dresden oder Rostock. Deine Pauschalisierungen sind daneben.

Den Rest muss man aufgeben.

Wer aufgibt, hat schon verloren.

Wer sich nicht helfen lassen will, der muss dann allein klarkommen.

Wo ist denn die Hilfe? Die Unternehmen in der DDR wurden abgewickelt, (hundert-?)tausendfach wurden Menschen vor eine Zukunftsfrage gestellt und im Regen stehen gelassen. Das wirkt bis heute nach.

So kann die Gegend nach und nach aussterben. Da kann dann die Natur Einzug halten und sich vom Menschen ungestört entwickeln. Im Sinne der aktuellen Klimadiskussionen eine sinnvolle nachhaltige Lösung.

Wenn es danach geht, müsste man ganz andere Gebiete auch "renaturieren". Aber sicher keine ostdeutschen Großstädte!

+1 und Ergänzung

Christian_S, Samstag, 08. Juni 2019, 09:22 (vor 8 Tagen) @ J-C


Und ich habe meine Zweifel, dass es den Bürgern Dresdens gerecht wird, sie über einen Kamm zu scheren. Ich denke, dass Dresden weltoffener ist, als manch einer es sich vorstellt.

Vollkommen richtig. Wie Mario-ICE schon schrieb, sitzen in den Zügen nach Dresden nicht wenige internationale Touristen. Und die steigen nicht alle nur von/zur Linie 27 nach Prag um ;-)

Es gibt leider Leute - und Blaschi ist ein Beispiel dafür - die sich für bessere Menschen halten und glauben, andere in eine bestimmte Ecke drängen zu müssen. Das Prinzip ist in Deutschland nicht neu, dass war schon in den 30er/40er Jahren so. Entweder man war dafür oder man war ein Staatsfeind (oder Jude) ... eine andere Unterscheidung gab es kaum ...

+1 und Ergänzung

JeDi ⌂ @, überall und nirgendwo, Samstag, 08. Juni 2019, 09:36 (vor 8 Tagen) @ Christian_S
bearbeitet von JeDi, Samstag, 08. Juni 2019, 09:36

Um mal zu den Fakten zu kommen: in Dresden haben bei der vergangenen Europawahl 19,8% die sogenannte AfD gewählt, weitere 18,7% die CDU, die sich in Sachsen ebenfalls durch fremdenfeindliche Parolen auffällt. Dazu kommt noch ein knappes Prozent Stimmen für rechtseadikale Kleinparteien. Offensichtlich wählen also >20% der Wähler in dieser Stadt rechtsradikale Parteien, weiteren 18.7 % ist Fremdenhass zumindest egal. Im Hinterland sieht das teils deutlich schlimmer aus.

In Osnabrück haben übrigens grade mal 4,8% die sogenannte AfD gewählt; 23,7% die CDU, die dort allerdings ein eher konservatives „Bauernpartei“-Profil hat.

Rechtsextremismus in Sachsen ist ein Problem, welches angesprochen und bekämpft werden muss! Und nein, das hat eben nichts mit der Hetze gegen „die Juden“ in den 30ern zu tun! Eher tun die Rechtsradikalen heute das gleiche, wie die Nazis in den 20ern (als man noch seine Meinung sagen konnte - aber die Stimmung bereits kippte) im Vorfeld der Machtergreifung! Wehret den Anfängen!

--
Weg mit dem 4744!

+1, aber

Altmann @, Amstetten, Samstag, 08. Juni 2019, 09:44 (vor 8 Tagen) @ JeDi

Rechtsextremismus in Sachsen ist ein Problem, welches angesprochen und bekämpft werden muss!

+1

aber:

- Wenn jemand "Rassenhass" gegen die Bewohner Ostdeutschlands äußert, ist das auch zu verurteilen, und
- wenn jemand hier Erich H. vergöttert, kotzt mich das (fast) genauso an, wie wenn jemand Adolf H. vergöttern würde (weil beide Diktatoren waren, und beide für den Tod vieler Unschuldiger verantwortlich waren).

Ähh ...

Garfield_1905, Samstag, 08. Juni 2019, 13:32 (vor 8 Tagen) @ Altmann

- wenn jemand hier Erich H. vergöttert, kotzt mich das (fast) genauso an, wie wenn jemand Adolf H. vergöttern würde (weil beide Diktatoren waren, und beide für den Tod vieler Unschuldiger verantwortlich waren).

... zeige mir bitte auch nur einen Beitrag, indem Erich H. 'vergöttert' oder auch nur positiv dargestellt wurde.

+1 und Ergänzung

Christian_S, Samstag, 08. Juni 2019, 10:36 (vor 8 Tagen) @ JeDi


In Osnabrück haben übrigens grade mal 4,8% die sogenannte AfD gewählt;

Richtig, aber auch das sind 3780 Stimmen. Also müssten Ausländer in einer übersichtlichen Stadt wie Osnabrück durchaus Angst haben, dass ihnen an jeder Straßenecke einer dieser fast 4000 AfD-Wähler begegnen könnte.

Zumal es auch im ach so toleranten "Westen" Deutschlands nicht wenige Wahlkreise mit um die 10% Stimmanteil für die AfD gibt. Das übersieht Blaschi gern, weil es einfacher ist, über den bösen Osten zu hetzen.


Rechtsextremismus in Sachsen ist ein Problem, welches angesprochen und bekämpft werden muss! Und nein, das hat eben nichts mit der Hetze gegen „die Juden“ in den 30ern zu tun! Eher tun die Rechtsradikalen heute das gleiche, wie die Nazis in den 20ern (als man noch seine Meinung sagen konnte - aber die Stimmung bereits kippte) im Vorfeld der Machtergreifung! Wehret den Anfängen!

Das Rechtsextremismus ein Problem ist und mehr dagegen getan werden muss, da gebe ich Dir recht. Das gilt aber insgesamt, nicht nur für Sachsen. Und bitte, wieviele AfD-Wähler sind rechtsEXTREM? Rechts sind sicher viele davon, aber rechtsextrem?

Und beim Vergleich mit der Hetze gegen Juden der 30er Jahre widerspreche ich entschieden! Das Prinzip ist nach wie vor dasselbe, nur das die "Feinde" heute andere sind.
Damals hieß es Seitens der Nazis: die Juden sind Deutschlands Unglück. Da wurde nicht zwischen sozialen oder wirtschaftlichen Punkten unterschieden, sondern die Juden insgesamt verurteilt. Genau dasselbe Prinzip wie manche "Bessermenschen" heute gegen Ostdeutsche insgesamt hetzen ...

+101

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Samstag, 08. Juni 2019, 10:39 (vor 8 Tagen) @ Christian_S

- kein Text -

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Absolute Zustimmung

E 1793, Samstag, 08. Juni 2019, 10:52 (vor 8 Tagen) @ Christian_S

Es gibt leider Leute - und Blaschi ist ein Beispiel dafür - die sich für bessere Menschen halten und glauben, andere in eine bestimmte Ecke drängen zu müssen. Das Prinzip ist in Deutschland nicht neu, dass war schon in den 30er/40er Jahren so. Entweder man war dafür oder man war ein Staatsfeind (oder Jude) ... eine andere Unterscheidung gab es kaum ...

Das ist hier das große Problem!

--
[image]

+1 und Ergänzung

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 08. Juni 2019, 12:03 (vor 8 Tagen) @ Christian_S

"Es gibt leider Leute, die sich für bessere Menschen halten und glauben, andere in eine bestimmte Ecke drängen zu müssen. Das war schon in den 30er/40er Jahren so. Entweder man war dafür oder man war ein Staatsfeind ... eine andere Unterscheidung gab es kaum." (Zitat leserlicher eingekürzt)

Das setzte sich nach den 30er/40er in der DDR nahtlos fort. Sollte mal jemand versucht haben unter Ulbricht/Honecker öffentlich eine andere Meinung zu haben statt rote Fähnchen zu schwenken, dann wurde er von der Staatssicherheit direkt 'fürsorglich betreut'. Und noch grausamer: Wer sich z.B. erdreistete einen Ausreiseantrag zu stellen, der konnte mit einer lebenslangen Zwangstrennung von Eltern und Kindern rechnen.

https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/familie/adoptivkinder/pwieentrissenzwangsadop...

Furchtbar sowas!

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Anprangern von Unrecht

Power132 @, Samstag, 08. Juni 2019, 12:19 (vor 8 Tagen) @ Alibizugpaar
bearbeitet von Power132, Samstag, 08. Juni 2019, 12:22

Das Anprangern von Unrecht ist ja durchaus legitm. Aber wo ist der Aufschrei, dass auch in der BRD Menschenrechte und Verfassungsgrundsätze mit Füssen getreten wurden?

Besipiel: Der unsägliche §175. In der DDR faktisch seit 1952 straffrei, in der BRD 1952/1954 durch das BVG bestätigt und 1973 refoermiert.
Anderes Beispiel: Arbeitserlaubnis für Frauen durch den Ehemann, in der BRD erst 1977 aufgehoebn in der DDR bereits 1966.

Da regt sich nur sehr schleppend Wiederstand und die Urteile nach §175 sind erst in den letzten Monaten quasi aufgehoben worden, was eher eine Randnotiz darstellt.

+1

Christian_S, Samstag, 08. Juni 2019, 12:39 (vor 8 Tagen) @ Power132

Sowas darf man doch nicht sagen. Im Westen war schliesslich alles viiieel besser, toleranter, fortschrittlicher ... ;-)

Anprangern von Unrecht

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 08. Juni 2019, 12:55 (vor 8 Tagen) @ Power132

Die BRD war bis Anfang der 80er unerträglich piefig und stockkonservativ. Kein Zweifel, keine Frage.

Setze aber bitte 'Arbeitserlaubnis für Frauen' nicht auf eine Ebene mit Inhaftierungen und Zwangsadoptionen aus politischen Gründen. Das spielt -wie auch die Grenztoten- in einer ganz anderen Liga. Hat miteinander nichts zu tun, als daß man da eine vergleichende Diskussion führen könnte.

--
Gruß, Olaf

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Goethe an Schiller 1797

Ich setzte nichts gleich

Power132 @, Samstag, 08. Juni 2019, 13:04 (vor 8 Tagen) @ Alibizugpaar

sondern habe zwei Beispiele genannt, die menschenrechtlich und verfassungsrechtlich genauso bedenklich waren, wie das Unrecht und in der DDR, an denen sich heute rückblickend gesellschaftlich gesehen kaum einer stößt.

Ich setzte nichts gleich

Henrik @, Mittwoch, 12. Juni 2019, 02:34 (vor 4 Tagen) @ Power132

sondern habe zwei Beispiele genannt, die menschenrechtlich und verfassungsrechtlich genauso bedenklich waren

verfassungsrechtlich ja grade eben nicht, wie Du selbst ja drauf hingewiesen hast..
moralisch / rechtlich aus unserer heutigen Sicht ja, aus der damaligen Sicht aber eben nicht.
Gesellschaft ist im Wandel - diesbezüglich gabs eben nicht den Unterschied zwischen Ost und West.

wie das Unrecht und in der DDR

Nein, hier setzt Du gleich.
Die "DDR" war ein menschenverachtender sozialistischer Unrechtsstaat, grausam wie es die Welt kaum schlimmer gesehen hat. Die Homosexuellen wurden verfolgt von der Stasi.

an denen sich heute rückblickend gesellschaftlich gesehen kaum einer stößt.

Schwachsinn. Die News waren heute nur voll von dem.. diesem einen Thema, voller Vorwürfe.

Anprangern von DDR-Unrecht

Henrik @, Mittwoch, 12. Juni 2019, 01:36 (vor 4 Tagen) @ Power132

Das Anprangern von Unrecht ist ja durchaus legitm. Aber wo ist der Aufschrei, dass auch in der BRD Menschenrechte und Verfassungsgrundsätze mit Füssen getreten wurden?

so einiges wohl nicht bekommen..

Beispiel: Der unsägliche §175. In der DDR faktisch seit 1952 straffrei, in der BRD 1952/1954 durch das BVG bestätigt und 1973 reformiert.

in der DDR wenn denn 1968, zu Teilen aber auch verschärft, abgeschafft 1988
vom BVerfG gabs 1957 ein Urteil - nicht 1952/1954. Und das ist sehr plausibel, würde heute entsprechend genauso aussehen. Gesetze decken die Moral der Gesellschaft ab. Diese sah nunmal so aus.
in der DDR wurden die Rechte der Homosexuellen bis zum Ende des Staates mit Füßen getreten, Homosexualität fand in der Öffentlichkeit nicht statt. in dem Thema sah es in der DDR wahrlich nicht besser aus.

Da regt sich nur sehr schleppend Widerstand

dem ist nicht so, s.o.

und die Urteile nach §175 sind erst in den letzten Monaten quasi aufgehoben worden, was eher eine Randnotiz darstellt.

vor genau zwei Jahren.
Hier geht es nicht um DDR vs. Bundesrepublik Deutschland.
Es geht um die Rehabilitierung für in beiden Staaten Verurteilten.

+1 und Ergänzung

ICE-TD, Samstag, 08. Juni 2019, 12:44 (vor 8 Tagen) @ Alibizugpaar

Das setzte sich nach den 30er/40er in der DDR nahtlos fort. Sollte mal jemand versucht haben unter Ulbricht/Honecker öffentlich eine andere Meinung zu haben statt rote Fähnchen zu schwenken, dann wurde er von der Staatssicherheit direkt 'fürsorglich betreut'. Und noch grausamer: Wer sich z.B. erdreistete einen Ausreiseantrag zu stellen, der konnte mit einer lebenslangen Zwangstrennung von Eltern und Kindern rechnen.

https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/familie/adoptivkinder/pwieentrissenzwangsadop...

Furchtbar sowas!

Aber auch das sind Verallgemeinerungen und trafen nicht immer zu, es gibt auch genug Gegenbeispiele. Ein Arbeitskoll. ist z.B. mit Kindern ausgereist damals.
Es wird auch immer behauptet das Pfarrerkinder nicht studieren durften, sicher gab solche Fälle, aber es gibt auch Gegenbeispiele, das beste ist Angela Merkel. Die hat in der DDR eine Top-Karriere hingelegt und bekam eine Stelle an einem der wichtigsten wissenschaftlichen Institute der DDR.

+1 und Ergänzung

Henrik @, Samstag, 08. Juni 2019, 15:19 (vor 8 Tagen) @ ICE-TD

Das setzte sich nach den 30er/40er in der DDR nahtlos fort. Sollte mal jemand versucht haben unter Ulbricht/Honecker öffentlich eine andere Meinung zu haben statt rote Fähnchen zu schwenken, dann wurde er von der Staatssicherheit direkt 'fürsorglich betreut'. Und noch grausamer: Wer sich z.B. erdreistete einen Ausreiseantrag zu stellen, der konnte mit einer lebenslangen Zwangstrennung von Eltern und Kindern rechnen.

https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/familie/adoptivkinder/pwieentrissenzwangsadop...

Furchtbar sowas!

Aber auch das sind Verallgemeinerungen und trafen nicht immer zu

sie traf grundsätzlich zu.

es gibt auch genug Gegenbeispiele. Ein Arbeitskoll. ist z.B. mit Kindern ausgereist damals.

Dann frag ihn mal, wie leicht das war mit dem Ausreiseantrag.
Das war eine der größten und grausamsten Verstöße gegen die Menschenrechte und die KSZE-Schlussakte von Helsinki, von der DDR mit unterschrieben.

Es wird auch immer behauptet das Pfarrerkinder nicht studieren durften, sicher gab solche Fälle, aber es gibt auch Gegenbeispiele

sag mal gehts noch?

Pfarrerskindern war es über Jahrzehnte grundsätzlich total untersagt, auf die EOS zu gehen, das Abitur abzulegen und zu studieren.
Das lockerte sich später ein wenig,
Pfarrerskinder wurden nur in Ausnahmefällen zum Abitur zugelassen.

das beste ist Angela Merkel. Die hat in der DDR eine Top-Karriere hingelegt und bekam eine Stelle an einem der wichtigsten wissenschaftlichen Institute der DDR.

ja wieso wohl?

Merkels Vater schloss sich dem Weißenseer Arbeitskreis an - angepasste Systemtreue Christen, mit starker Nähe zur SED-Führung.
Kasner wurde „der rote Pastor“ oder auch „der rote Kasner“ genannt.
Angela Merkel ging zu den Jungen Pionieren. Später wurde sie stellvertretende FDJ-Sekretärin an ihrer Schule. Sie war also nicht nur einfaches Mitglied der SED-Jugendorganisation. In der 10.Klasse wurde sie für diesen Einsatz mit der Lessing-Medaille in Silber ausgezeichnet.
Dabei rettete ihre und die Nähe des Vaters zum System ihr das Abitur.
Auch an der Uni war sie FDJ-Sekretärin - und glänzte stets mit besten Noten.

Joachim Gaucks Kindern blieben Abitur und Studium verwehrt

https://www.welt.de/politik/deutschland/article116086112/Die-fruehen-Jahre-der-Angela-M...

https://www.boensel-ess-darmstadt.de/files//Rel_12/Kirche in der DDR.pdf

https://www.deutschlandfunkkultur.de/pfarrers-kinder.1278.de.html?dram:article_id=192082

http://www.buergerbuero-berlin.de/index.php/projekte/pfarrerskinder-in-der-ddr

+1 und Ergänzung

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Samstag, 08. Juni 2019, 16:11 (vor 8 Tagen) @ Henrik

umso faszinierender, dass sie in die CDU fand... oder doch nicht so faszinierend? Ich weiß es nicht, fasziniert war sie jedenfalls sicher gewesen, als dieses Bild entstand:

[image]

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+1 und Ergänzung

ICE-TD, Samstag, 08. Juni 2019, 23:39 (vor 8 Tagen) @ Henrik

Das setzte sich nach den 30er/40er in der DDR nahtlos fort. Sollte mal jemand versucht haben unter Ulbricht/Honecker öffentlich eine andere Meinung zu haben statt rote Fähnchen zu schwenken, dann wurde er von der Staatssicherheit direkt 'fürsorglich betreut'. Und noch grausamer: Wer sich z.B. erdreistete einen Ausreiseantrag zu stellen, der konnte mit einer lebenslangen Zwangstrennung von Eltern und Kindern rechnen.

https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/familie/adoptivkinder/pwieentrissenzwangsadop...

Furchtbar sowas!

Aber auch das sind Verallgemeinerungen und trafen nicht immer zu


sie traf grundsätzlich zu.

es gibt auch genug Gegenbeispiele. Ein Arbeitskoll. ist z.B. mit Kindern ausgereist damals.


Dann frag ihn mal, wie leicht das war mit dem Ausreiseantrag.
Das war eine der größten und grausamsten Verstöße gegen die Menschenrechte und die KSZE-Schlussakte von Helsinki, von der DDR mit unterschrieben.

Es wird auch immer behauptet das Pfarrerkinder nicht studieren durften, sicher gab solche Fälle, aber es gibt auch Gegenbeispiele


sag mal gehts noch?

Pfarrerskindern war es über Jahrzehnte grundsätzlich total untersagt, auf die EOS zu gehen, das Abitur abzulegen und zu studieren.
Das lockerte sich später ein wenig,
Pfarrerskinder wurden nur in Ausnahmefällen zum Abitur zugelassen.

das beste ist Angela Merkel. Die hat in der DDR eine Top-Karriere hingelegt und bekam eine Stelle an einem der wichtigsten wissenschaftlichen Institute der DDR.


ja wieso wohl?

Merkels Vater schloss sich dem Weißenseer Arbeitskreis an - angepasste Systemtreue Christen, mit starker Nähe zur SED-Führung.
Kasner wurde „der rote Pastor“ oder auch „der rote Kasner“ genannt.
Angela Merkel ging zu den Jungen Pionieren. Später wurde sie stellvertretende FDJ-Sekretärin an ihrer Schule. Sie war also nicht nur einfaches Mitglied der SED-Jugendorganisation. In der 10.Klasse wurde sie für diesen Einsatz mit der Lessing-Medaille in Silber ausgezeichnet.
Dabei rettete ihre und die Nähe des Vaters zum System ihr das Abitur.
Auch an der Uni war sie FDJ-Sekretärin - und glänzte stets mit besten Noten.

Joachim Gaucks Kindern blieben Abitur und Studium verwehrt

https://www.welt.de/politik/deutschland/article116086112/Die-fruehen-Jahre-der-Angela-M...

https://www.boensel-ess-darmstadt.de/files//Rel_12/Kirche in der DDR.pdf

https://www.deutschlandfunkkultur.de/pfarrers-kinder.1278.de.html?dram:article_id=192082

http://www.buergerbuero-berlin.de/index.php/projekte/pfarrerskinder-in-der-ddr

Du musst mir nichts erzählen über die DDR, ich habe dort die ersten 20 Jahre meines Lebens verbracht, bin dort zur Schule gegangen, habe dort meine Lehre gemacht und gearbeitet.
Und ich habe eben beides dort erlebt, Menschen die diese Repressalien erleiden mussten, die ihren Wohnsitz verlassen mussten weil der Vater in der Kneipe ein paar falsche Worte hat fallen lassen, Pfarrersöhne die unter Druck gesetzt und gemobbt wurden in der Lehre, von anderen Lehrern aber auch geachtet wurden, sogar von systemtreuen Lehrern. Und deshalb mag ich diese Verallgemeinerungen nicht.

So sieht's aus ...

Blaschke, Osnabrück, Samstag, 08. Juni 2019, 05:15 (vor 8 Tagen) @ MvG
bearbeitet von Blaschke, Samstag, 08. Juni 2019, 05:16

Huhu.

Und je mehr man die Dresdner kennt, desto weniger möchte man unter ihnen leben.

So isses.

Ein Kabarettist, ich weiß nur nicht mehr wer, hat das mal schön zusammengefasst; ich sehe das genau so. Da haben es etliche aus den hintersten Winkeln des Erzgebirges seit 30 Jahren nicht geschafft, die paar Kilometer nach Bayern zu kommen; zu den Fleischtöpfen, wo es Geld, Arbeit, Einkommen gibt. Stattdessen endet der Horizont seit jeher an der Dorfkneipe und die am besten beherrschte Rechnung ist Hartz IV geteilt durch Bierpreis. Dass die dann natürlich neidisch sind auf Menschen, die wochen- und monatelang auf mühseligen und gefährlichen Wegen tausende Kilometer zurücklegen, um zu Wohlstand zu gelangen, ist dann zwar zumindest nachvollziehbar. Nur muss ich dann nicht etwa Verständnis aufbringen oder gar Sympathie mit ihnen haben. Die gebratenen Tauben landen nirgends direkt in den Mund. Die DDR meinte das zwar und subventionierte das fleißig, vergaß aber, dass es schlussendlich wer zahlen muß. Als sich dafür niemand mehr fand, ging sie folgerichtig zugrunde. Deswegen ist die Rechnung 40 Jahre Kommunismus toll, 30 Jahre Kapitalismus Scheiße eben Unsinn. Und erst recht kein Grund, Nazis zu wählen oder stillschweigend (und ich behaupte, es ist die Mehrheit dort!) mit ihnen zu sympathisieren. Aber wenn man das eigene Leben nicht auf die Kette bekommt, ist es natürlich sehr bequem, über diese komischen Fremden zu hetzen, die das haben, was einem selbst fehlt: Mut, Mumm, Willen, Eigeninitiative, Können (allein insofern, als dass sie es bis zu uns schaffen!). Und schon zu DDR-Zeiten war das da das "Tal der Ahnungslosen". Daran hat sich nichts geändert.

Dass es Ausnahmen gibt, ist klar. Auf eine Mehrheit der Einwohner dort treffen die Beschreibungen aber zu.

Und an all dem ändert sich nichts, wenn ich da als Tourist hinfahre. Wie hier ja zutreffend erklärt wurde.


Schöne Grüße von jörg

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So sieht's nicht aus ...

Altmann @, Amstetten, Samstag, 08. Juni 2019, 09:15 (vor 8 Tagen) @ Blaschke

Zu Deiner Info: Dresden ist keineswegs total extrem bettelarm, wie man in Osnabrück meint.

Die beiden "ärmsten" Städte Deutschlands liegen übrigens in NRW (Link) ...

Keine Ahnung von nix....

Power132 @, Samstag, 08. Juni 2019, 09:30 (vor 8 Tagen) @ Blaschke

Deswegen ist die Rechnung 40 Jahre Kommunismus toll

Nur so nebenbei: Die DDR war ein sozialistischer Staat, kein kommunistischer. Zwischen Sozialismus und Kommunismus gibt es einen Unterschied.

Ansonsten ist dieses Geschwafel einfach in die Ablage Rund zu befördern. Dämliches und undifferenziertes Geschwafel eines glühenden CDU Konservativen, der nicht verkraften kann, wie die aktuellen Umfragen aussehen.

Im Grunde werden hier Thesen aufgestellt, die den polulsitischen Thesen in nichts nachstehen. Pauschalurteile en masse ohne sich mit der Materie beschäftigt zu haben. Etwa zwanzig Prozent der Sachsen pendelt nach Bayern. Also nix mit dem Ende des Lebensbereiches an der Dorfgrenze.
Möglicherweise gibt es ein paar Sturköpfe, die die Schuld ihres Daseins anderen geben. Die gibt es aber in jeder Gesellschaft.

Also bevor das Stigmatisieren von ostdeutschen Lebensleistungen hier im Forum noch salonfähig wird, empfehle ich den Shitstorm einfach einzustellen und seine Beiträge entsprechend zu boykottieren.

Keine Ahnung von nix....

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Samstag, 08. Juni 2019, 10:35 (vor 8 Tagen) @ Power132
bearbeitet von J-C, Samstag, 08. Juni 2019, 10:36

Deswegen ist die Rechnung 40 Jahre Kommunismus toll


Nur so nebenbei: Die DDR war ein sozialistischer Staat, kein kommunistischer. Zwischen Sozialismus und Kommunismus gibt es einen Unterschied.

Kommunismus kann schließlich mit einem Menschen mit all seinem Macken auch nicht wirklich funktionieren. Das hat schon Karl Marx erkannt.

Ansonsten ist dieses Geschwafel einfach in die Ablage Rund zu befördern. Dämliches und undifferenziertes Geschwafel eines glühenden CDU Konservativen, der nicht verkraften kann, wie die aktuellen Umfragen aussehen.

Ich möchte klarstellen, dass der konservative Gedanke wesentlich vielschichtiger ist als das, was die CDU da zu präsentieren versucht.

Klimaschutz, also die Welt zu bewahren ist etwa sehr konservativ. Aber wer will das schon wahr haben von den Autoliebhabern?

Im Grunde werden hier Thesen aufgestellt, die den polulsitischen Thesen in nichts nachstehen. Pauschalurteile en masse ohne sich mit der Materie beschäftigt zu haben. Etwa zwanzig Prozent der Sachsen pendelt nach Bayern. Also nix mit dem Ende des Lebensbereiches an der Dorfgrenze.

Ich muss definitiv mehr Recherche betreiben. Genau das sind die Fakten, die es braucht, um unreflektierte Vorurteile zu entkräften. Danke vielmals!

Möglicherweise gibt es ein paar Sturköpfe, die die Schuld ihres Daseins anderen geben. Die gibt es aber in jeder Gesellschaft.

Eben, das kennen wir hier im Forum dich zu genüge.

Also bevor das Stigmatisieren von ostdeutschen Lebensleistungen hier im Forum noch salonfähig wird, empfehle ich den Shitstorm einfach einzustellen und seine Beiträge entsprechend zu boykottieren.

Mit Fakten kann man durchaus auch was bewirken.

Das weiß ich aus eigener Erfahrung bei mir selbst.

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musicus, Samstag, 08. Juni 2019, 10:48 (vor 8 Tagen) @ Power132

Die DDR war ein sozialistischer Staat

Naja. Schon eher eine Diktatur.

Stalinismus

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 08. Juni 2019, 12:12 (vor 8 Tagen) @ Power132

Die junge DDR hat Stalin ganz intensiv gehuldigt. Eisenhüttenstadt hieß erst auch Stalinstadt. Und Stalin hat mit seinen willkürlichen Zwangsverschleppungen, Gulags und Massenhinrichtungen dem Hitler-Regime und seinen KZ in nichts nachgestanden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Entstalinisierung#DDR

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

+1

Henrik @, Samstag, 08. Juni 2019, 14:41 (vor 8 Tagen) @ Alibizugpaar

- kein Text -

Veraltete Dichotomie

Benjamin.Keller @, Samstag, 08. Juni 2019, 23:31 (vor 8 Tagen) @ Power132
bearbeitet von Benjamin.Keller, Samstag, 08. Juni 2019, 23:31

Etwa zwanzig Prozent der Sachsen pendelt nach Bayern.


Oh Gott, vom Regen in die Traufe o.O ;)

Was viele "Ostdeutsche" nicht verstehen, dass sich alle Deutschen gegenseitig bashen: Norddeutsche gegen Süddeutsche, Rheinländer gegen Westfalen, zwei Elendsregionen (Bayern und der Pott, im konträr-linearen Entwicklungpfad) untereinander. Und diese hilflosen Versuche von Artikulation, die die da in der Ecke von Mannheim betreiben - dagegen ist selbst Thüringisch fast schon so etwas wie ein Kommunikationsmittel.

Auch wenn dieser ganze Streit natürlich nicht nötig wäre und jeder einfach mal unvoreingenommen zugeben würde, dass wir Norddeutschen einfach die überlegene Art sind. Meinetwegen mitsamt der Meeeeklenburger und Vorpommorianer, wenn das meinem Argument dient...

Und jedes Mal wenn man einfach mal das offensichtliche anspricht (dass es zumindest in Sachsen Rassismus in der Mitte der Gesellschaft und nun auch in den Parlamenten gibt wie kaum irgendwo in NRW zum Beispiel) dann wird immer diese alte Mauergeschichte ausgepackt, die niemanden interessiert der unter 40 ist... Statt auf dieser veralteten Dichotomie und der ganzen ach so schlimmen Missachtung des Ostdeutschen an sich herumzureiten geht doch einfach mal die Herausforderungen an. *Ihr* habt euch 1989 für die Marktwirtschaft entschieden, da werdet ihr euch doch 2019 auch für das Recht auf Asyl und für eine Staatsbürgerschaft jenseits von Ius sanguinis einsetzen können. Dafür, dass Menschen wie meine Freundin nicht von Amtsleitern beim Essen in einem guten Restaurant als "Mischling" bezeichnet werden, ohne dass irgendein Sachse widerspricht. Und danach erklärt ihr es den Bayern :)

So sieht's aus ...

Paladin @, Hansestadt Rostock / Berlin, Samstag, 08. Juni 2019, 12:48 (vor 8 Tagen) @ Blaschke

Dass es Ausnahmen gibt, ist klar. Auf eine Mehrheit der Einwohner dort treffen die Beschreibungen aber zu.

Und das nimmst du woher? Wie kannst du dir anmaßen, die "Mehrheit der Einwohner" zu verurteilen? Die AfD stellt _mitnichten_ eine Mehrheit!

Und an all dem ändert sich nichts, wenn ich da als Tourist hinfahre. Wie hier ja zutreffend erklärt wurde.

Mit Sicherheit! Man kann mit Menschen reden. Tourismus kurbelt auch die Wirtschaft an und schafft so Perspektive.

So sieht's aus ...

Bluenight1983 @, Samstag, 08. Juni 2019, 17:24 (vor 8 Tagen) @ Paladin

Genau, wer die AFD waehlt ist natuerlich Langzeitarbeitslos und ungebildet. Und wer intelligent ist waehlt natuerlich die Gruenen ...

Anders kann es gar nicht sein!!!1!

Es soll auch Menschen geben die offen sind und trotzdem keine weitere Verrottung der Grossstaedte wollen. Die nichts gegen andere Kulturen haben aber trotzdem keine agressive und gewalttaetige Parallelgesellschaft wollen.

So sieht's aus ...

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Samstag, 08. Juni 2019, 19:22 (vor 8 Tagen) @ Bluenight1983
bearbeitet von J-C, Samstag, 08. Juni 2019, 19:23

Wer will schon Parallelgesellschaften in unserem Land? Ich glaube, da wird keiner das wirklich ernsthaft hier wollen.

Bloß die Ansätze zu diesem durchaus existierenden Problem muss man sich eben genau anschauen. Da ist "Ausländer raus" zwar eine griffige, einfach zu plakatierende und sehr einprägsame Lösung.

Aber sicher keine gute Lösung.

Und das ist einfach das Problem. Die Politik hat ein Problem produziert, zu dem sie nicht direkt eine zufriedenstellende Lösung hat - oder schlimmer noch, wenn sie kein Signal gibt, sich überhaupt damit befassen zu wollen. Deswegen ist die Flüchtlingsthematik ja so ein Fangthema der Rechtspopulisten. Die Politik hat das Feld zuerst ganz eben solchen überlassen und später erst verstanden, dass man sich damit mehr befassen sollte.

Die Politik hatte Zeit genug, eine Lösung zu entwerfen, die tragfähig ist und den optimalen Benefit rausholt.

Hat sie nicht genutzt. Und das verfolgt sie etwa bis heute.

Allerdings ist das streng genommen nur ein Ventil für den Frust, den die Politik durch ihre verfehlten Maßnahmen gesetzt hat. Präkere Arbeitsverhältnisse in der Unterschicht, ein eher schwach umgesetzter Mindestlohn, der zudem zu niedrig ist...

Es gab eine Zeit, da war die SPD mit den Grünen an der Macht. Was wurde zum Beispiel unter Rot-Grün beschlossen? Hartz IV! Es gibt Leute, die nutzen Google oder haben das sogar selbst damals mitbekommen. Das vergessen nicht alle.

Ganz ehrlich, wenn jemand als Arbeiter im Osten, wo ohnehin schon viele Arbeitsplätze abgebaut wurden, wo durchaus auch funktionierende Betriebe kaputt gemacht wurden, wo die Regierung eben es nicht geschafft hat, den Leuten dort wirklich gute Perspektiven zu bieten, oder zumindest handwerkliche Fehler dabei machte, wenn man nun als solcher mit diesem Background, der noch nicht einmal komplett ausformuliert ist, am Ende das anschaut, sieht, wie die etablierten Parteien im Allgemeinen die eigene Situation nicht verbessern, dann wird man schon frustriert. Dann wird man nach einer Bewegung und einer Partei suchen, die Abhilfe zumindest verspricht.

Da hat die Politik einfach versagt. Was aber jetzt nötig ist, ist, dass die Politiker hier nicht vol oben herabschauen, sondern eben die Leute, die bisher im Stich gelassen wurden, abholen. Dann geht es nicht um Flüchtlinge, auch nicht um Migration. Wenn man es schafft, die Lebensverhältnisse des "kleinen Mannes" zu verbessern, wird er sich auch nicht darüber beschweren, wenn es andere, die nach einem besseren Leben suchen, auch gut haben. Das ist keine Einbahnstraße. Bessere Lebensbedingungen erhöhen die Kaufkraft, minimieren auch die Unzufriedenheit, haben das Potenzial, Radikalisierungen einzudämmen.

Ich habe schon viele Ideen gegeben, wie man damit umgehen kann und die Sache ist, das Thema ist einfach sehr vielschichtig, man könnte ein ganzes Buch damit füllen. Blaschke ist ein Freund einfacher Lösungen, die kann er so schön schreiben. Ja, er provoziert auch gerne, nutzt durchaus gewisse Stilmittel, um seine Gedanken rüberzubringen.

Fakt ist aber, dass einfache Lösungen hier gar nichts bringen. Es ist ein wesentlich weiträumigeres Thema als manche wahrhaben wollen. Da sollte man auch zur Wurzel hingehen. AfD wählen jedenfalls nur die wenigTen aus Spaß, mitunter ist das auch eine gewisse Verzweiflungstat, die dahintersteckt.

Zum Thema Dresden zurückkommend, was ich gerne noch anfügen will:

Wer etwa bei einem Städtetrip sich auf politische Präferenzen beschränkt, der tut sich nicht nur keinen Gefallen, der verkennt überhaupt das Wesen einer Stadt und seiner Bewohner. Das haben wir ja schon vorher beleuchtet gehabt. Es ist einfach nur eine traurige Beschränkung sich selbst gegenüber. Man tut sich da einfach keinen Gefallen.

Ich glaub, das hab ich schonmal in gewisser Weise erwähnt, aber um es etwas anders auszudrücken, ist doch der sehr töricht, der sich dem Genuss der köstlichsten heißen Schokolade verwehrt, nur weil sich an der Oberfläche eine Haut gebildet hat.

Und so ist es töricht, eine Stadt zu meiden, bloß weil's paar nicht so angenehme Zeitgenossen dort gibt.

Und um genau darüber nicht zu lange nachzudenken, dichtet man sich hinzu, dass die Bewohner generell keine angenehme Zeitgenossen sind. Dann kann man das Thema für sich besser abschließen, muss sich nicht weiter damit befassen. Man fühlt sich dann tatsächlich besser, wenn man dann genau das Marketing betreibt, das die, gegen die man ist, am liebsten haben. Sollen die Schneeflocken doch wegbleiben, haben wir unsere Ruhe.

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So sieht's aus ...

Paladin @, Hansestadt Rostock / Berlin, Sonntag, 09. Juni 2019, 21:27 (vor 7 Tagen) @ Bluenight1983

Genau, wer die AFD waehlt ist natuerlich Langzeitarbeitslos und ungebildet. Und wer intelligent ist waehlt natuerlich die Gruenen ...

Statistisch gesehen, dürfte die Aussage sogar mehr oder weniger so zutreffen.

Anders kann es gar nicht sein!!!1!

111eins11elf

Es soll auch Menschen geben die offen sind und trotzdem keine weitere Verrottung der Grossstaedte wollen.

Ich bezweifle, dass es in Sachsen eine "Verrottete Großstadt" gibt. Offene Menschen gibt es dort hingegen schon. Der Witz ist ja: Gerade dort, wo Ausländer/Immigranten/Geflüchtete leben, ist der Hass am geringsten.

Die nichts gegen andere Kulturen haben aber trotzdem keine agressive und gewalttaetige Parallelgesellschaft wollen.

So lange die andere Kultur woanders ist, jo.

Fremdenhass kann man nicht mit der Angst vor Parallelgesellschaften etc. begründen. Parallelgesellschaften müssen durch aktive Integration verhindert werden. Clan-Kriminalität, und ich nehme an das meinst du mit der "Verrottung von Großstädten" muss durch einen starken Rechtsstaat unterbunden werden.

Ich stelle dir dann mal eine Frage

Paladin @, Hansestadt Rostock / Berlin, Samstag, 08. Juni 2019, 12:51 (vor 8 Tagen) @ MvG

Also mir fallen mehr Beispiele ein, wo Touristenmassen die Ablehnung von Fremden eher gesteigert haben.

Naja, man sollte nicht beides Pauschalisieren. Fakt ist wohl, dass Tourismus überhaupt erst einmal positive Auswirkungen hat. Massentourismus, wie es z.B. in Mallorca, Lissabon oder Barcelona die Überhand nimmt und letztendlich einheimische Bevölkerung aus der Stadt verdrängt zugunsten von Immobilien, die vermietet werden können (Airbnb lässt grüßen). Davon dürfte Dresden aber weit weg sein. Vielleicht spielen Berlin und München in der Liga mit, aber selbst wenn eher am unteren Rand vermute ich.

Weltoffenheit entsteht dort, wo Eingeborene und Zugezogene dauerhaft firedlich miteinander leben, je verschiedener, desto ausgeprägter.

Weltoffenheit entsteht in einem Austausch von Kulturen. Das kann durchaus auch im Urlaub der Fall sein.

Und je mehr man die Dresdener kennt, desto weniger möchte man unter ihnen leben.

Hab ich anders kennengelernt.

Das "warum" erklärt sich doch auch von selbst ...

Mario-ICE, Samstag, 08. Juni 2019, 08:36 (vor 8 Tagen) @ Blaschke

Tach.

Warum soll man in einer Stadt halten, in der Fremde eher unerwünscht sind?

Schöne Grüße von jörg

Soso, ich frage mich nur ernsthaft warum jedes Wochenende die Züge Richtung Dresden so voll sind und das sind keine Einheimischen.

Schade, dass er sich nicht mal schämt ...

Christian_S, Samstag, 08. Juni 2019, 08:56 (vor 8 Tagen) @ Blaschke

Tach.

Warum soll man in einer Stadt halten, in der Fremde eher unerwünscht sind?

Schöne Grüße von jörg

Schämst Du Dich nicht mal für Deine Pauschalverurteilung von Menschen? Haste das auch schon 1989/90 so gemacht, also abfällig auf die "zurückgebliebenen Ossis" geschaut?
Oder, wenn Du da schon gelebt hättest, seinerzeit auch so pauschal über alle Juden gedacht?
Das Prinzip ist leider immer wieder dasselbe ...

Und nun guck mal auf die Prozente der AfD in Deiner Heimatstadt und münze das auf die Einwohnerzahl um ...

Schade, dass er sich nicht mal schämt ...

ICE-TD, Samstag, 08. Juni 2019, 09:25 (vor 8 Tagen) @ Christian_S

Mittlerweile schämen sich aber auch Koll. die dort aufgewachsen sind. Ich hatte am Tag nach der Europawahl einen Zub der aus Sachsen stammt, heute in den alten Bundesländern lebt und arbeitet, der sagte offen er schämt sich für das Wahlergebnis seiner Heimat.

Schade, dass er sich nicht mal schämt ...

Christian_S, Samstag, 08. Juni 2019, 10:42 (vor 8 Tagen) @ ICE-TD

Mittlerweile schämen sich aber auch Koll. die dort aufgewachsen sind. Ich hatte am Tag nach der Europawahl einen Zub der aus Sachsen stammt, heute in den alten Bundesländern lebt und arbeitet, der sagte offen er schämt sich für das Wahlergebnis seiner Heimat.

Das verstehe ich sogar gut. Ich schäme mich auch für solche Wahlergebnisse, weil ich von den Menschen eigentlich etwas mehr Weitsicht erwarten würde.

Ich mache aber nicht den Fehler, deshalb alle Ostdeutschen über einen Kamm zu scheren. Selbst alle AfD-Wähler nicht.
Ich kenne selbst zwei Kollegen, die die AfD wählen. Für mich sind das keine Rechten oder Nazis. Eher versuchte ich, durch Gespräche ein bissl auf sie einzuwirken.

Den Fehler vieler - auch Politiker - die AfD zu ignorieren und ihre Mitglieder einfach abzustempeln, sollte man kein zweites Mal machen. Denn das gabs 1932/33 schonmal ...

Schade, dass er sich nicht mal schämt ...

Bluenight1983 @, Samstag, 08. Juni 2019, 17:12 (vor 8 Tagen) @ Christian_S

Der naechste Faschismus scheint ja eher von Links zu kommen.

Wie man zu Leben hat soll vorgeschrieben werden, Menschen die nicht die richtige Partei haben verlieren ihren Job und vor kurzem hat doch sogar einer von den Gruenen gesagt das man auch ganz Europa vorschreiben will was man zu denken und zu tun hat. Von der Agressivitaet der Linksextremisten ganz zu schweigen ...

Das erinnert mich uebrigens mehr an die erste haelfte der 30er Jahre.

Vo mir aus duerfen die Gruenen gerne mitregieren damit die Leute wieder merken das fast alles von denen nur leere Worthuelsen sind die in der realen Welt nicht bestehen koennen.

Belege für diese unhaltbaren Aussagen?

Power132 @, Samstag, 08. Juni 2019, 17:17 (vor 8 Tagen) @ Bluenight1983

Wie man zu Leben hat soll vorgeschrieben werden, Menschen die nicht die richtige Partei haben verlieren ihren Job und vor kurzem hat doch sogar einer von den Gruenen gesagt das man auch ganz Europa vorschreiben will was man zu denken und zu tun hat. (...)

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Samstag, 08. Juni 2019, 17:22 (vor 8 Tagen) @ Power132
bearbeitet von J-C, Samstag, 08. Juni 2019, 17:23

- kein Text -

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Wozu schämen?

ktmb @, iOS, Samstag, 08. Juni 2019, 18:52 (vor 8 Tagen) @ Power132

Es ist ein demokratischer Wettbewerb. Wenn es die etablierten Parteien im Osten nicht hinkriegen, gibt es eben auch Stimmen für die AfD. In Dänemark sind die Sozialdemokraten nur erfolgreich gewesen, weil sie eine harte Linie im Feld der Migration fahren. Sie sind deshalb keine Nazis.

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[image]

Weils die Gesellschaft verlangt?

ICE1223-Limburg ⌂ @, Samstag, 08. Juni 2019, 20:03 (vor 8 Tagen) @ ktmb

In Dänemark sind die Sozialdemokraten nur erfolgreich gewesen, weil sie eine harte Linie im Feld der Migration fahren. Sie sind deshalb keine Nazis.

Denk mal scharf nach warum.

Ich geb dir nen Tipp, es sind Dänen, also keine Nazis, ganz einfach.

In Deutschland wären es sofort welche, so ist das halt.

--
All the Stations auf Youtube

"I wanna catch a f*cking Train sometimes"

stärkere aktive Beteiligung an der Demokratie im Osten

Henrik @, Samstag, 08. Juni 2019, 21:19 (vor 8 Tagen) @ ktmb

Es ist ein demokratischer Wettbewerb. Wenn es die etablierten Parteien im Osten nicht hinkriegen, gibt es eben auch Stimmen für die AfD.

..is nur die Frage, ob man dann grade einer Partei seine Stimme geben sollte, die eben diese schwer erkämpfte Demokratie wieder abschaffen will bzw. die FDGO infrage stellt.
Demokratie lernt man aber eben auch nicht so schnell von heute auf morgen.. nach 60 Jahren Diktatur.
Insofern zeigten diesen Wahlen nun im Osten etwas erfreuliches auf:

An nicht wenigen Orten haben so viele Menschen für eine plurale Politik in Deutschland und Europa gekämpft wie seit vielen Jahren nicht mehr. Lauter, entschlossener, selbstbewusster denn je. Zu den Kommunalwahlen sind so viele Menschen auf Listenplätzen der Parteien – ja, auch der etablierten! – angetreten wie noch nie nach 1990. Die ostdeutsche Gesellschaft hat seit dem Jahr 2015 viel gelernt, auch über sich selbst.

https://www.zeit.de/2019/23/europawahl-ostdeutschland-afd-rechtspopulismus-demokratie

Für diese stärkere Beteiligung bei den etablierten sollte man sich nicht schämen, sondern gar stolz sein.

In Dänemark sind die Sozialdemokraten nur erfolgreich gewesen, weil sie eine harte Linie im Feld der Migration fahren. Sie sind deshalb keine Nazis.

Natürlich sind sie keine Nazis!!!!1111 nazis gibts doch nur in Deutschland. Im ach so tollen Dänemark können das doch keine Nazis sein.

Nicht jeder Rassist ist gleichzeitig auch ein Nazi - die wenigsten sind es.
Hier geht es speziell um Xenophobie / Fremdenfeindlichkeit bzw. Islamfeindlichkeit - das ist überall zu finden. Gewiss, am ehesten an den Rändern, bei den Links- und Rechts-populisten / -extremisten, aber natürlich ja auch in der Mitte.

Nun ist dann die Frage, was besser ist.
Gleich ein richtiger aufrichtiger Nazi zu sein bzw. Rechtspopulist oder ihnen nachzueifern.
Der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel empfiehlt doch tatsächlich, den Dänen zu folgen und hier der AfD nachzueifern.
Ich lach mich schlapp.
Grumpy Stegner oder Enteigner Kevin im Spätherbst als neuer SPD-Vorsitzender
verspricht weniger Zuwanderung aus „nicht-westlichen Ländern“, setzt statt Integration auf mehr Abschiebungen
kündigt ein Gesetz an, das kriminelle Asylbewerber auf eine Insel verbannt, auf der einst verseuchte Tiere getötet wurden.
Dann sollte man sich weniger um Stegner & Kevin Sogen machen, denn mehr um die Menschen, die dann noch immer mit der SPD sympathisieren. Ebenso natürlich in Dänemark - dort ist das Problem aber ja schon länger bekannt.
bauen sie Zäune gegen polnische Wildschweine an der Grenze zu Schleswig-Holstein auf, die es dort noch nie gegeben hat.
Auf solche Gedanken muss man erstmal kommen können, selbst als Satiriker.

Übrignes

Power132 @, Samstag, 08. Juni 2019, 17:34 (vor 8 Tagen) @ Bluenight1983
bearbeitet von Power132, Samstag, 08. Juni 2019, 17:34

Jetzt wird in Europa deutsch gesprochen!

Na von welchem Fraktionschef stammt dieser Spruch? Mit historisch bedenklichem Sprech tun sich meist Konservative und Rechtspopulisten hervor.

Allein ein Vorschlag eines fleischfreien Tages in Katinen wurde ja von der CDU erfolgreich als Verbot aufgetan. Nun springt ein Vorsitzender eine Splitterprartei mit auf den Zug auf. Wir werden sehen, wohin das alles führt.

Schade, dass er sich nicht mal schämt ...

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 08. Juni 2019, 12:49 (vor 8 Tagen) @ ICE-TD

Dahinter steckt aber auch viel Protest von Menschen ohne braune Denke in den Köpfen. Weil sie nach der Wende und der dann einsetzenden Deindustrialisierung schon lange Zeit wahrnehmen, daß sich ohne einen politischen Großruck nichts mehr ändern wird, weite Regionen durch Wegzug aussterben. Und das wird dann bleiben, denn wie immer und überall -auch in der Natur- gilt: Schnell kaputt machen kann man alles. Neu aufbauen dauert sehr viel länger. Wie ein Baum hundert Jahre für das Wachstum braucht, der sich dann aber in fünf Minuten fällen lässt.

Das sehe ich in meiner alten Geburtsheimat Ostholstein: Da ist nach 30 Jahren immer noch alles so ländlich trübe und altbacken wie am Tag, als mein Vater für einen neuen Job nach Südniedersachsen umziehen musste. Wenn nicht irgendwo was ist, dann kommt auch kaum was Neues hinzu. Und das spüren und sehen die Menschen in den ostdeutschen Provinzen. Dagegen wehren sie sich zu recht.

Die Nachwendezeit war definitiv nicht von einem Miteinander, von Zusammenarbeit und Solidarität getrieben. Der Osten wurde von Westkonzernen nur als neuer williger Absatzmarkt gesehen. Die Gelder des Soli für den Bau neuer Straßen und Gleise, von neuen Versorgungsleitungen und der Renovierung der Wohnungen und Häuser wurde ganz überwiegend von Westfirmen übernommen. Klar war der Osten abgewirtschaftet. Aber der Unwille des Westens gab dann den Rest. Das sage ich als Göttinger, der die DDR fast vor der Nase hatte.

Westfirmen haben in der überwiegenden Mehrheit überhaupt nicht darüber nachgedacht, wie man im Osten neue solide Wirtschaftsstrukturen aufbauen kann statt allein für eine noch bessere Auslastung der eigenen Werke zu sorgen.

Warum also diese Protesthaltung an den Wahlurnen? Weil sie das DDR-Regime mit Massenprotesten und Kerzen zu Fall gebracht haben, die Politik der Nachwendezeit aber durch Demos, Debatten und Appellen, selbst mit verzweifelten Hungerstreiks etc nicht zu beeindrucken war. Was kann härter durchschlagen als jede Ideologie? Vagabundierendes Großkapital in Tateinheit mit Egoismus! Die einst großen etablierten Parteien merken den Knall nicht anders als durch Protestwahl. Zuvor hatte sich durch zunehmenden Wahlboykott ja auch nichts geändert. Die haben immer weiter gemacht. Aber jetzt, wo es an ihre eigene Substanz geht scheinen sie endlich aufzuwachen, was sich durch zielloses Herumirren bemerkbar macht.

Zur Bahn: Warum fährt immer noch kein IC von Hof über Zwickau und Chemnitz nach Berlin? Mindestens 4x am Tag. Die Oberleitung hängt doch, die Umsteigeverbindungen über Leipzig sind teilweise echt gruselig und die NBS über Erfurt ist weit weg. Das ist doch einer der Bausteine, die zur Erkenntnis beitragen, daß weite Regionen des Ostens schlicht vergessen werden. Hotspots wie Berlin, Leipzig, Erfurt, Jena, Dresden und die herrliche Vorpommersche Urlauberküste werden zurecht kommen, aber der Rest?

Kleiner schwacher Trost: Es sieht in weiten Landstrichen Schleswig-Holsteins, in Rheinland-Pfalz oder Franken, aber auch in NRW auch nicht viel besser aus.

--
Gruß, Olaf

"Die Reise gleicht einem Spiel; es ist immer Gewinn und Verlust dabei und meist von der unerwarteten Seite."
Goethe an Schiller 1797

Danke an Power132 und Christian_S

Paladin @, Hansestadt Rostock / Berlin, Samstag, 08. Juni 2019, 12:43 (vor 8 Tagen) @ Provodnik

Dafür, dass ihr die neuen Bundesländer hier nicht im Regen stehen lasst und diesem sinnfreien Hass aus dem Westen einen Riegel vorschiebt!

+1

E 1793, Samstag, 08. Juni 2019, 13:39 (vor 8 Tagen) @ Paladin

Dafür, dass ihr die neuen Bundesländer hier nicht im Regen stehen lasst und diesem sinnfreien Hass aus dem Westen einen Riegel vorschiebt!

Ich finde das auch widerlich, ich bin zwar ein "Wessi", habe aber Verwandtschaft in der nähe von Dresden und bin allein schon deshalb sauer auf die Äußerungen von Blaschke!

--
[image]

+2

Christian_S, Samstag, 08. Juni 2019, 14:12 (vor 8 Tagen) @ Paladin

Dafür, dass ihr die neuen Bundesländer hier nicht im Regen stehen lasst und diesem sinnfreien Hass aus dem Westen einen Riegel vorschiebt!

Ich finde es einfach ärgerlich, dass die Menschen sich gegenseitig so verachten. Da sieht man, was 28 Jahre strikte Teilung in den Köpfen von Menschen ausrichten kann.

Als jemand, der sowohl in der ehem. DDR als auch viele Jahre auf dem Gebiet der früheren BRD gelebt hat (in unterschiedlichen Gegenden) kann ich mir ganz gut ein Bild von den Menschen machen. Und das ist individuell sehr unterschiedlich - egal auf welcher Seite. Deshalb hasse ich diese pauschalen Verurteilungen wie die von Blaschke ...

+3

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Samstag, 08. Juni 2019, 14:34 (vor 8 Tagen) @ Paladin

Ich bin absolut gegen diese sinnlosen Vorurteile und dieses "Die sind alle doof"-Mantra, das einige anscheinend haben.

Ich glaube auch, dass es jetzt Zeit wäre, eben die Fehler von früher wieder gut zu machen, für mehr kulturellen Austausch sich stark zu machen, vielleicht auch die Politik dazu anhalten, mehr Perspektiven zu geben. Solche Dinge.

Aber das schlimmste ist es, die Leute über einen Kamm zu scheren und denen, die die Leute mit einfachen Lehren fangen wollen, das Feld zu überlassen. So kann das keine Zukunft haben.

--
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