NRW Unbekannte hängen Gullideckel an Bahnbrücke (Aktueller Betrieb)

Power132 @, Samstag, 13. April 2019, 17:08 (vor 131 Tagen)
bearbeitet von Power132, Samstag, 13. April 2019, 17:08

und beschädigen einen Zug der Rothaarbahn. Lokführer leicht verletzt. Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Mordes.

Gullideckel stammen aus Hilchenbach

Unbekannte Täter haben in der Nacht zum Samstag einen Anschlag auf die Eisenbahnstrecke der Rothaarbahn RB93 bei Raumland verübt. Dabei wurde nach ersten Erkenntnissen der Fahrer eines Triebwagens der Hessischen Landesbahn (HLB) verletzt. Die Mordkommission Hagen hat die Ermittlungen aufgenommen.
Der oder die Täter haben nach ersten Ermittlungen mehrere gusseiserne Gullydeckel von der Straßenüberführung am Steinchen/Vorderstöppel bei Raumland auf die eingleisige Trasse der Regionalbahn heruntergelassen. Die schweren Gullydeckel hingen an Seilen bzw. Ketten. Aufgrund des Tathergangs ist ein planvolles Vorgehen mehrerer Täter wahrscheinlich. Diese erste Einschätzung wird am Nachmittag durch eine gemeinsame Sonder-Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Siegen, der Mordkommission des Polizeipräsidiums Hagen und der Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein bestätigt.
Der erste Triebwagen, der am frühen Samstagmorgen auf der Linie der RB93 von Erndtebrück nach Bad Berleburg als Leerfahrt unterwegs war, traf um 6.04 Uhr an der Brücke am Vorderstöppel in Raumland auf das Hindernis. „Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich dabei um mehrere Gully-Deckel, die an Seilen befestigt auf Höhe der Fahrerkabine von dem Brückenbauwerk herabhingen. Nur dem instinktiv richtigen Handeln des 49-jährigen Zugführers ist es zu verdanken, dass dieser nur leicht verletzt wurde. Die Gullydeckel trafen genau auf die Frontschreibe des Triebkopfes und zerstörten sie“, heißt es in der Pressemitteilung.

NRW Unbekannte hängen Gullideckel an Bahnbrücke

moonglum @, Hagen, Samstag, 13. April 2019, 19:56 (vor 131 Tagen) @ Power132

Die Hagener MK. ist ziemlich gut.
Das Gericht auch.

Hoffentlich bekommen die Täter, was sie verdienen!!!!

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen & keine Mikrowelle gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

[image]

NRW Unbekannte hängen Gullideckel an Bahnbrücke

Gleiswechsel, Samstag, 13. April 2019, 22:03 (vor 131 Tagen) @ Power132

Erinnert mich an das gespannte Stahlseil oder die Keile auf den Gleisen. Ähnliche “primitive” Störversuche.

NRW Unbekannte hängen Gullideckel an Bahnbrücke

Bluenight1983 @, Sonntag, 14. April 2019, 09:44 (vor 131 Tagen) @ Gleiswechsel

Da es anders als beim Stahlseil nicht im Osten der Republik war, wird man dieses mal wohl nicht einfach behaupten können das es Rechtsgesinnte waren. Wie nennt man eigentlich Rassismus bei politischen Einstellungen?

Wie dem auch sei ... Es gibt so viele Idioten auf der Welt. Aber das sieht schon heftiger aus als das es ein Dummerjungenstreich sein könnte. Und man wollte wirklich Menschen verletzen. Nicht "nur" ein bisschen Blechschaden verursachen.

NRW Unbekannte hängen Gullideckel an Bahnbrücke

mdln @, Sonntag, 14. April 2019, 09:59 (vor 131 Tagen) @ Bluenight1983

Da es anders als beim Stahlseil nicht im Osten der Republik war, wird man dieses mal wohl nicht einfach behaupten können das es Rechtsgesinnte waren. Wie nennt man eigentlich Rassismus bei politischen Einstellungen?

Das Stahlseil war im Süden, hat trotzdem nichts geändert und es wurden sofort die 'Rechten' verdächtigt.

Aber auch diesmal werden wieder die üblichen ankommen und die 'Linksextremen' verteidigen und ne Runde 'Nazikeule' auspacken.

Wie dem auch sei ... Es gibt so viele Idioten auf der Welt. Aber das sieht schon heftiger aus als das es ein Dummerjungenstreich sein könnte. Und man wollte wirklich Menschen verletzen. Nicht "nur" ein bisschen Blechschaden verursachen.

Stimmt, man kann es 'Anschlag' nennen.

Vergleich mit Steinwurf auf Autobahnen

Bahngenießer, Sonntag, 14. April 2019, 10:47 (vor 131 Tagen) @ Power132
bearbeitet von Bahngenießer, Sonntag, 14. April 2019, 10:49

Der Vorfall ist nochmal ein bis zwei Stufen schlimmer als ein Steinwurf von einer Brücke auf die Autobahn. Und selbst diesen betrachte ich schon als drastische Straftat. In Bad Berleburg wurde deutlich mehr kriminelle Energie eingesetzt, indem z. B. Gullideckel von weit her herbeigeschafft wurden.

Früher gab es einmal an jeder Bahnstrecke in kurzen Abständen Bahnwärterhäuschen mit Bahnwärtern, die die Strecken überwachten. Derartige Jobs könnte man an Bahnstrecken und Autobahnen zum Beispiel als gemeinnützige Tätigkeit für Hartz-IV-Empfänger wieder neu einführen, aber das ist politisch wohl kaum durchsetzbar und da gäbe es sicher auch noch andere wichtige Jobs.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Täter von Bad Berleburg von niemandem gesehen wurden. Hoffentlich ermittelt man mit vollem und personalintensivem polizeilichen Einsatz. Ich frage mich, was die eigentliche Absicht der Täter war.

Vergleich mit Steinwurf auf Autobahnen

gnampf @, Sonntag, 14. April 2019, 11:29 (vor 131 Tagen) @ Bahngenießer

Der Vorfall ist nochmal ein bis zwei Stufen schlimmer als ein Steinwurf von einer Brücke auf die Autobahn. Und selbst diesen betrachte ich schon als drastische Straftat. In Bad Berleburg wurde deutlich mehr kriminelle Energie eingesetzt, indem z. B. Gullideckel von weit her herbeigeschafft wurden.

Schlimmer nicht, denn beides hat mit hoher Wahrscheinlichkeit neben Sach- auch einen Personenschaden bis hin zum Tod zur Folge. Die Aktion ist nur geplanter abgelaufen und somit leichter als Vorsatz einzustufen.

Früher gab es einmal an jeder Bahnstrecke in kurzen Abständen Bahnwärterhäuschen mit Bahnwärtern, die die Strecken überwachten. Derartige Jobs könnte man an Bahnstrecken und Autobahnen zum Beispiel als gemeinnützige Tätigkeit für Hartz-IV-Empfänger wieder neu einführen, aber das ist politisch wohl kaum durchsetzbar und da gäbe es sicher auch noch andere wichtige Jobs.

Zwangsarbeit? Cool, da finden sich bestimmt eine Menge Unterstützer für ;-) Realistisch betrachtet würde es aber vor allem wenig bringen, wer nicht arbeitet weil er keine Lust auf Arbeit hat, der wird diese Arbeit sicherlich nicht gewissenhaft erledigen. Somit kannst du dann gleich noch bezahlte Aufpasser einstellen die das ganze verfolgen. Am Ende hast du mehr Geld verbraten als wenn du direkt die Leute dafür bezahlt hättest. Und verhindert hättest du sowas trotzdem nicht zu 100%, denn auch die Streckenwärter konnten nicht die ganze Strecke einsehen.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Täter von Bad Berleburg von niemandem gesehen wurden. Hoffentlich ermittelt man mit vollem und personalintensivem polizeilichen Einsatz. Ich frage mich, was die eigentliche Absicht der Täter war.

Wieso das nicht? Auf den Bildern sieht es mir aus als ob das ganze am Rande von einem kleinen Kaff passiert ist. Da werden sich mitten in der Nacht nicht mehr all zu viele auf den Straßen "rumtreiben". Und das ganze vor Ort anzubringen wird wohl nur wenige Minuten dauern.

Bleibt hauptsächlich mal die Frage wer ein Motiv hatte, denn eine spontane Kurzschlußhandlung oder Suffidee kann man wohl eher ausschließen. Das ganze richtete sich wohl gezielt entweder gegen die Bahnstrecke oder wenn es ein Insider war gegen den Lokführer.

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum