Neigetechnik Rems- und Gäubahn (Allgemeines Forum)

Re 8/12 @, Winterthur, Donnerstag, 14. März 2019, 15:09 (vor 71 Tagen)

Über zukünftige Fahrpläne der Gäubahn und die damit zusammenhängende Frage der Neigetechnik wurde in diesem Forum schon ausgiebig diskutiert, zuletzt etwa hier, hier oder hier. Meines Wissens etwas zu kurz gekommen ist dabei die Möglichkeit, Züge aus der Schweiz bis Nürnberg durchzubinden und dafür auch die Murr- oder (wahrscheinlischer) die Remsbahn für NT zu ertüchtigen.

Was haltet ihr von dieser Idee? Welches Reisezeitziel wäre zwischen Stuttgart und Nürnberg anzustreben? Wäre die ganze Achse Zürich-Nürnberg dann eher in Nürnberg oder in Stuttgart in die bisher angedachten Strukturen des Deutschlandtakts einzubinden? Würden die bisherigen Randbedingungen für den Gäubahn-Farhplan ev. völlig auf den Kopf gestellt?

Hier nachzulesen: "Außerdem verweist er darauf, dass die Politik nun die Ausbaupläne mit dem Wort Neigetechnik verknüpfe. Das sei, so Pavel, ein hinlänglich bekannter Wunsch der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), nämlich die Relation Zürich-Stuttgart-Nürnberg durchgehend mit ihren eigenen Neigetechnik-IC-Zügen fahren zu können."

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Neigetechnik Rems- und Gäubahn

Re 8/12 @, Winterthur, Donnerstag, 14. März 2019, 15:17 (vor 71 Tagen) @ Re 8/12

(Vgl. auch hier oder hier.)

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Murrbahn bekommt NT

SPFVG @, Donnerstag, 14. März 2019, 15:32 (vor 71 Tagen) @ Re 8/12
bearbeitet von SPFVG, Donnerstag, 14. März 2019, 15:32

Über zukünftige Fahrpläne der Gäubahn und die damit zusammenhängende Frage der Neigetechnik wurde in diesem Forum schon ausgiebig diskutiert, zuletzt etwa hier, hier oder hier. Meines Wissens etwas zu kurz gekommen ist dabei die Möglichkeit, Züge aus der Schweiz bis Nürnberg durchzubinden und dafür auch die Murr- oder (wahrscheinlischer) die Remsbahn für NT zu ertüchtigen.

Nein, das ist nicht zu kurz gekommen, die Murrbahn wird für NT ertüchtigt, siehe:

http://www.bvwp-projekte.de/schiene_2018/2-033-V02/2-033-V02.html

Zur Beschleunigung der Fernverkehrsrelation Stuttgart - Nürnberg ist zwischen Backnang und Ansbach eine Ausrüstung für Neigetechnik vorgesehen. Durch die verbesserte Verknüpfung der Achsen Zürich - Stuttgart und München - Berlin verbessert sich die Verbindungsqualität von Stuttgart in Richtung Berlin, da die Führung über Nürnberg dann die schnellste Route darstellt. Erreichbarkeitsdefizite zwischen Württemberg und Franken können abgebaut werden.

Deine verlinkten Zeitungsartikel sind aus Aalen, die sind die Verlierer dieser Idee, sieht man schön hier auf dem Bild:
http://www.bvwp-projekte.de/schiene_2018/img/intraplan/Differenz_SPV_033a.png

Murrbahn bekommt NT

Re 8/12 @, Winterthur, Donnerstag, 14. März 2019, 21:46 (vor 71 Tagen) @ SPFVG

(...) die Murrbahn wird für NT ertüchtigt, siehe:

http://www.bvwp-projekte.de/schiene_2018/2-033-V02/2-033-V02.html

Ist das denn bereits beschlossene Sache? So wie ich den Text verstehe, wird hier lediglich ein Planfall beschrieben, der in der Folge mit dem Bezugsfall verglichen wird. Bezugsfall wäre demnach, dass der Fernverkehr über Aalen geleitet wird. Das wird auch in den neuesten mir bekannten Unterlagen zum Deutschlandtakt nach wie vor so dargestellt:
- Erster Gutachterentwurf Gesamtdeutschland (2018):
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(Quelle)

- Detailansicht Baden-Württemberg:
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(Quelle)

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Murrbahn bekommt NT

SPFVG @, Freitag, 15. März 2019, 21:47 (vor 70 Tagen) @ Re 8/12
bearbeitet von SPFVG, Freitag, 15. März 2019, 21:50

(...) die Murrbahn wird für NT ertüchtigt, siehe:

http://www.bvwp-projekte.de/schiene_2018/2-033-V02/2-033-V02.html


Ist das denn bereits beschlossene Sache? So wie ich den Text verstehe, wird hier lediglich ein Planfall beschrieben, der in der Folge mit dem Bezugsfall verglichen wird. Bezugsfall wäre demnach, dass der Fernverkehr über Aalen geleitet wird. Das wird auch in den neuesten mir bekannten Unterlagen zum Deutschlandtakt nach wie vor so dargestellt.

Ja Bezugsfall ist der Fall, für den der Plan nicht durchgeführt wird. Also quasi der Status quo. Planfall ist dann der nach dem geplanten Ausbau.

Die BVWP-Seite wurde gerade erst frisch aktualisiert, das müsste mit an Sicherheit grezender Wahrscheinlichkeit der aktuelle Arbeitsstand sein. Der D-Takt dürfte damit obsolet sein.

Ändern kann sich aber natürlich immer etwas. Man beachte auch den ergänzenden Hinweis am Schluss:

1.10 Ergänzende Betrachtungen

Im Variantenvergleich erwies sich die Streckenführung über Backnang als gesamtwirtschaftlich vorteilhafter. Das Projekt umfasst den Ausbau der Strecke für den Betrieb mit Neigetechnikzügen bei einer Streckengeschwindigkeit von 160 km/h. Der zusätzliche Ausbau der Strecke über Aalen ist im Gutachtervorschlag Deutschland-Takt enthalten.

Aalen ist also ein Extra. Die Murrbahn ist dagegen in jedem Fall gesetzt.
Im Bestfall läuft das darauf raus, dass die Aalener Strecke vom Land per GVFG ausgebaut wird und NV-Züge bestellt werden.

Murrbahn bekommt NT

Re 8/12 @, Winterthur, Sonntag, 24. März 2019, 23:47 (vor 61 Tagen) @ SPFVG

Danke.

Also was wäre denn die angestrebte Zielfahrzeit? Aktuell beträgt die Reisezeit via Aalen (mit 5 Halten) 2:11 Stunden und via Backnang (mit 18 Halten) 2:31. Rechnet man pro Halt mit einem Zeitbedarf von 2 Minuten, so würde ein IC via Murrbahn mit ebenfalls nur 5 Halten 2:05 Stunden. Für die Neitech-Ertüchtigung der Murrbahn wurde obenstehend zitiert ein Gewinn von 18 Minuten angenommen. Von welchem Ausgangswert müssen diese 18 Minuten nun abgezogen werden bzw. welches wäre das Endergebnis?

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Murrbahn bekommt NT

GibmirZucker @, Göding, Montag, 25. März 2019, 00:05 (vor 61 Tagen) @ Re 8/12

Statt von minus 18 von irgendwas zu fabulieren, wäre eine konkrete Zielfahrzeit sinnvoller zu kommunizieren. An sich sind es über Aalen ja 2:10 etwa, mit sehr guten Reserven. ohne den sehr entspannten Fahrplan wären es 2:05, nonstop runde zwei Stunden minus Zeitgewinn durch NT 1:45. Wenn es über die Murrbahn kürzer ist, wäre man bei 1:35, 1:30 wäre schon zu knapp kalkuliert. Nur ist zu befürchten, dass dannzumal Sonderwünsche erfüllt werden und Backnang seinen ECE Halt bekommt.

Murrbahn bekommt NT

SPFVG @, Freitag, 29. März 2019, 06:21 (vor 56 Tagen) @ Re 8/12

Danke.

Also was wäre denn die angestrebte Zielfahrzeit? Aktuell beträgt die Reisezeit via Aalen (mit 5 Halten) 2:11 Stunden und via Backnang (mit 18 Halten) 2:31. Rechnet man pro Halt mit einem Zeitbedarf von 2 Minuten, so würde ein IC via Murrbahn mit ebenfalls nur 5 Halten 2:05 Stunden. Für die Neitech-Ertüchtigung der Murrbahn wurde obenstehend zitiert ein Gewinn von 18 Minuten angenommen. Von welchem Ausgangswert müssen diese 18 Minuten nun abgezogen werden bzw. welches wäre das Endergebnis?

Laut der BVWP-Seite die oben verlinkt war, bezieht sich der Gewinn auf "Stuttgart-Nürnberg". Vermutlich dürfte damit dann die 2:11h der Aalener Verbindung gemeint sein. Ziel wäre demnach eine Fahrzeit unter 2 Stunden, ca. 1:55h.

Ein Blick in die Vergangenheit hilft beim Vergleichen, auf grahnert.de ist ein IC2663 für 2003 hinterlegt, der brauchte damals schon nur 2:03 Stunden über Backnang mit nur 4 Zwischenhalten:

Stuttgart Hbf 16:28
Backnang 16:51 16:53
Schwäbisch Hall-Hessental 17:20 17:21
Crailsheim 17:38 17:39
Ansbach 18:04 18:06
Nürnberg Hbf 18:31

Noch früher Ende der 90er war das ein IR mit BR103 statt 101 als Zugfahrzeug, die war nochmals 1-2 Minuten schneller. Also mit 2:01h kratzte da man schon haarscharf an der Grenze.

Aber: Heutzutage ist mehr (Nah-)verkehr unterwegs, es fahren mehr private Güter-EVUs. Auch sind mittlerweile allerlei Fehlerchen üblich (Lok-,Signal-,Weichen-,Stellwerksstörung), weshalb man zusammengenommen dann mit mehr Fahrzeitreserven planen muss. ~1:55 ist damit schon ok, ohne Reserve und grüner Welle könnte man vielleicht ca. 1:50 erreichen.

Hinderlich ist auf der Trasse über Backnang halt auch der eingleisige Abschnitt, der schlägt tief ins Kontor.

schöne Grüße

S.

welche bogenschnellen Fahrzeuge sollten da fahren?

Oscar (NL) @, Eindhoven (NL), Freitag, 29. März 2019, 08:32 (vor 56 Tagen) @ Re 8/12
bearbeitet von Oscar (NL), Freitag, 29. März 2019, 08:33

Über zukünftige Fahrpläne der Gäubahn und die damit zusammenhängende Frage der Neigetechnik wurde in diesem Forum schon ausgiebig diskutiert, zuletzt etwa hier, hier oder hier. Meines Wissens etwas zu kurz gekommen ist dabei die Möglichkeit, Züge aus der Schweiz bis Nürnberg durchzubinden und dafür auch die Murr- oder (wahrscheinlischer) die Remsbahn für NT zu ertüchtigen.
Was haltet ihr von dieser Idee?

Ich betone: "Züge aus der Schweiz".
Also nicht: "Züge aus der Schweiz".

Die Frage ist nun, welche Züge da fahren sollten. Die Schweiz hat ja ICN und Twindexx, braucht die Züge aber auch selber.
Also muss der einzusetzen Zug ein deutscher Zug sein.

Wäre hier eine Sonderserie der Talgo230 mit aktiver Neigetechnik am Platz?
Dann könnte man sogar Berlin-Nürnberg-Stuttgart-Zürich-Mailand anbieten.
Durfte sogar schneller sein als via Frankfurt und Basel.

Welches Reisezeitziel wäre zwischen Stuttgart und Nürnberg anzustreben?

Stuttgart-Nürnberg sind 160 km Luftlinie und 210 km über die Autobahn.
Der ICE-Fan in mir sagt: 60 Minuten.
Der pragmatische Niederländer in mir sagt: 120 Minuten.

Wäre die ganze Achse Zürich-Nürnberg dann eher in Nürnberg oder in Stuttgart in die bisher angedachten Strukturen des Deutschlandtakts einzubinden?

Mit 120 Minuten wären sowohl Stuttgart als Nürnberg Taktknoten.
Vielleicht Crailsheim und Ansbach auch?
S-(60)-CR-(30)-AN-(30)-N?

Würden die bisherigen Randbedingungen für den Gäubahn-Farhplan ev. völlig auf den Kopf gestellt?

Das weiss ich nicht.

Hier nachzulesen...

Nachteil von Neigetechnik ist, dass nur bogenschnelle Züge von den Streckenverbesserungen profitieren können.
Von Entschärfungen von Kurven und Steigungen profitieren alle Züge.


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Verkehrsstaus müssen etwas Tolles sein, sonst würden nicht alle mitmachen.

Schienenstrangen enden nicht bei einer Staatsgrenze, sondern bei einem Prellbock.

welche bogenschnellen Fahrzeuge sollten da fahren?

ICE1223-Limburg ⌂ @, Freitag, 29. März 2019, 08:39 (vor 56 Tagen) @ Oscar (NL)

Ich betone: "Züge aus der Schweiz".
Also nicht: "Züge aus der Schweiz".

Die Frage ist nun, welche Züge da fahren sollten. Die Schweiz hat ja ICN und Twindexx, braucht die Züge aber auch selber.

ICN darf leider nicht nach Deutschland...

Die Twindexx Züge haben ja nur diese Wankkompensation und keine richtige NT. Die SBB braucht diese aber selber, wenn sie mal laufen^^

Also muss der einzusetzen Zug ein deutscher Zug sein.

Nein, die SBB hat auf absehbare Zeit aber andere NT-Züge frei, nämlich den Astoro(RABe 503).

Die Verbindung Schweiz - Milano soll ja von Astoro auf Giruno umgestellt werden.

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