Direktvergabe Neigetechnik-Netz Thüringen an DB Regio (Allgemeines Forum)

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Montag, 11. März 2019, 20:05 (vor 15 Tagen)
bearbeitet von ICETreffErfurt, Montag, 11. März 2019, 20:05

-> https://www.lok-report.de/news/deutschland/aus-den-laendern/item/9975-thueringen-vorinf...

Es geht um die Erbringung von Verkehrsdienstleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) auf den Strecken

• Göttingen – Erfurt – Jena – Gera – Glauchau/Chemnitz,
• Erfurt – Jena – Gera – Altenburg/Greiz und
• Erfurt/Bad Kissingen – Würzburg.

Diese Strecken sind für den Einsatz von Neigetechnikfahrzeugen ertüchtigt. Zur Gewährleistung von Fahrzeiten und Anschlüssen sollen deshalb auf diesen Strecken die Verkehrsdienstleistungen mit neigetechnikfähigen Fahrzeugen erbracht werden.

Dabei sollen von der DB Regio AG innerhalb einer Direktvergabe in Form eines Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb grundsätzlich zweistündliche SPNV-Leistungen ab 10.12.2021 für 84 Monate auf folgenden Relationen erbracht werden:

• Göttingen – Leinefelde – Erfurt – Gera – Glauchau/optional: Chemnitz/Zwickau,
• Erfurt – Jena – Gera – Altenburg,
• Flügel Gera – Greiz (bis Dezember 2024),
• Erfurt – Grimmenthal – Würzburg mit Flügel Ebenhausen – Bad Kissingen.

Quelle EU-Amtsblatt

Direktvergabe Neigetechnik-Netz Thüringen an DB Regio

nscharrn, IC 2152, Montag, 11. März 2019, 21:08 (vor 15 Tagen) @ ICETreffErfurt

Was bedeutet optional Chemnitz/Zwickau

Direktvergabe Neigetechnik-Netz Thüringen an DB Regio

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Montag, 11. März 2019, 21:17 (vor 15 Tagen) @ nscharrn

Was bedeutet optional Chemnitz/Zwickau

Das Land Thüringen will gerne die RE1 wieder nach Chemnitz und Zwickau durch binden und daher soll die NVS darüber verhandeln.

Das Problem ist, dass die Zweckverbände in Sachsen, denen die Nahverkehrsaufgaben unterstehen, kein Geld dafür geben wollen und das Land Thüringen die km in Sachsen mit bezahlen soll. Verständlicherweise sträubt man sich in Erfurt dagegen.

Direktvergabe Neigetechnik-Netz Thüringen an DB Regio

ffz, Montag, 11. März 2019, 21:28 (vor 15 Tagen) @ ICETreffErfurt

NVS Thüringen finanziert den RE 1 bereits über die Aufgabenträgerschaft hinaus bis Glauch(Sachs), bei einer durchaus Sinnvollen Verlängerung des RE1 nach Zwickau und Chemnitz müsste der Aufgabenträger ZVMS Gelder aus seinem Budget für DB Regio abzweigen, die man viel lieber in das Chemnitzer Modell und in das Zwickauer Modell investiert. Dazu kommt noch dass DB Regio die NeiTec Züge fährt, DB Regio ist beim ZVMS aber nicht erwünscht als EVU.

Direktvergabe Neigetechnik-Netz Thüringen an DB Regio

Breisgau-S-Bahn @, Freiburg/Gera, Montag, 11. März 2019, 22:00 (vor 15 Tagen) @ ICETreffErfurt

Eine schnelle Durchbindung des RE1 (TH) nach Chemnitz könnte noch mehr Möglichkeiten bieten:
Eventuell schafft man es, in Chemnitz einen schlanken Anschluss vom RE1 (TH) auf den RE3 (SN) herzustellen. Das würde im Gegensatz zum bisherigen Anschluss an die RB30 (SN) mehr als 45 Minuten Fahrzeitgewinn bei Fahrten nach Dresden bringen. Der RE3 (SN) bietet für noch weiter Reisende Fahrgäste auch schlanke Anschlüsse an den Fernverkehr nach Tschechien.

Dazu müssten jedoch beim RE1 (TH) noch etwa 10 Minuten gewonnen werden. Ein Teil lässt sich sicher in Gößnitz einsparen. Dazu noch ein bisschen durch schnellere Einfahrt auf Gleis 1 in Glauchau statt Gleis 3. Dann noch in Hohenstein-Ernstthal durchfahren - wer dort hin will hat ja die RB30 (SN).

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Für eine DB Lounge in Erfurt!

Direktvergabe Neigetechnik-Netz Thüringen an DB Regio

Turbonegro, Montag, 11. März 2019, 22:35 (vor 15 Tagen) @ ICETreffErfurt

Wo wird danach wohl die Neigetechnik in Deutschland sein? Nach 40 Jahren auf dem Abstellgleis oder wird es eine Renaissance geben?
1992 fuhr der erste Pendolino zwischen Bayreuth und Nürnberg.
Bis 2030 gibt es jetzt noch Verträge mit Neigetechnikzügen der Baureihe 612, die dann allerdings ihr Lebensende erreicht haben dürfte.

Dies sind vier Netze in drei Bundesländern:

  • Das Netz 5 Donau-Alb in Baden-Württemberg (bis 2026)
  • Das Neigetechnik-Netz in Thüringen (bis 2028)
  • Das Dieselnetz Allgäu (bis 2029)
  • Den Expressnetzverkehr Nordostbayern (bis 2030)

Ich bin gespannt, ob man danach nochmals einen neuen Neigetechnikzug gibt, oder man von der Neigetechnik abstand nimmt.

In Baden-Württemberg sind bis dahin wohl ein Großteil der Einsatzgebiete den Elektrifizierungen zum Opfer gefallen, Südbahn und Höllentalbahn läuft, Hochrheinbahn in Planung, nach Stuttgart 21 dürfen die Züge nicht mehr fahren, da bleiben noch die Linien Tübingen-Aulendorf, Ulm-Donaueschingen, Ulm-Aalen und Friedrichshafen-Singen übrig, wobei auch zwischen Tübingen und Albstadt-Ebingen die Elektrifizierung in Vorplanung ist und zwischen Ulm und Donaueschingen keine Neigetechnikstrecke ist.
Damit dürfte sich spätestens nach Ende des Vertragens, ggf. noch 1-2 Jahre mehr, ein solches Fahrzeug nicht mehr wirtschaftlich sein.

In Thüringen arbeitet man an der Elektrifizierung Weimar-Gera-Altenburg/Gößnitz, sodass sich der RE1 dann wohl in einen konventionellen Dieselzug Erfurt-Göttingen, evtl im Netz Nord und einen elektrischen Zug Erfurt-Altenburg/Gößnitz aufteilen dürfte.
Bleibt hier noch die Verbindung Erfurt-Würzburg.

In Südbayern werden die Linien Augsburg-Oberstdorf/Lindau und München-Oberstdorf/Lindau von den Neitechs im Dezember 2020 betrieben, ebenso die Direktverbindung Augsburg-Memmingen/Bad Wörishofen, wobei man auf letzter auch normal Fahrzeug nehmen könnte.

In Nordbayern wird es bis dahin wohl noch keinen kompletten Verzicht auf Neitechfahrzeuge geben.
Die Linie Nürnberg-Bayreuth/Hof wird bis dahin ebenso wenig ausgebaut sein, wie die Linie Nürnberg-Weiden/Schwandorf.
Die Linie Bamberg-Bayreuth/Hof kann man auch mit VT641 fahren, also sind konventionelle Fahrzeug möglich. Die Abschnitte Marktredwitz-Schwandorf und Schwandorf-Regensburg dürften bis dahin im Rahmen der Elektrifizierung der Strecke Hof-Regensburg wegfallen.

Direktvergabe Neigetechnik-Netz Thüringen an DB Regio

GibmirZucker @, Göding, Montag, 11. März 2019, 23:23 (vor 15 Tagen) @ Turbonegro

Man müsste rechtzeitig einen elektrischen Neige RE entwickeln, damit könnte man die Vorteile hoher Beschleunigung mit GNT kombinieren. Nur müsste ein solcher Zug rechtzeitig entwickelt werden. notwendig wäre eine langfristige Zusage der Besteller auf geeigneten Strecken Leistungen mit GNT zu bestellen. Würde durch die Neigetechnik dank kürzerer Fahrzeiten jeweils ein Umlauf gespart werden, wären die Mehrkostlen für Neigezüge wieder reinzuholen. Zumal nicht nur die früheren Dieselstrecken in Frage kommen würden, sondern auch Leistungen wie Nürnberg Jena Leipzig. Und ob evtl am Ende in einer verlängerten Version daraus ein IC3 entwickelt werden könnte, wäre nicht auszuschließen. 30 Jahre nach dem ICN sollte es doch möglich sein, einen elektrischen Neigezug mit guter Raumausnutzung zu konstruieren.

Direktvergabe Neigetechnik-Netz Thüringen an DB Regio

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Montag, 11. März 2019, 23:48 (vor 15 Tagen) @ Turbonegro
bearbeitet von ICETreffErfurt, Montag, 11. März 2019, 23:50

Der RE1 Göttingen–Erfurt–Glauchau wird wohl komplett auf Elektrotraktion umgestellt, immerhin soll ja auch Leinefelde–Gotha elektrifiziert werden.

Ich denke das man zwischen Gotha und Göttingen durch Linienanpassungen durchaus ein paar Minuten Fahrzeit gewinnen kann, sodass die ICE-Knoten Göttingen UNS Erfurt vom RE1 erreicht werden können. Immerhin kann man auf einigen kurzen Abschnitten der Strecke schon heute konventionell 160 km/h fahren.

Zwischen Erfurt und Würzburg soll sich langfristig das Konzept ändern. Die RE7 sollen nur noch bis Schweinfurt verkehren und dort Anschluss an den Main–Franken-Express haben. Damit kann man auf die 20 Minuten Fahrzeitersparnis durch die Neigetechnik verzichten. Eventuell kommt dafür noch eine Expressverbindung Erfurt–Grimmenthal–Sonneberg.

Express Erfut-Suhl-Sonneberg eher unwahrscheinlich

Power132 @, Dienstag, 12. März 2019, 13:10 (vor 14 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von Power132, Dienstag, 12. März 2019, 13:12

Da bastelt man eher einen RE300 über Coburg und die VDE 8.1 als einen zusätzlichen Langläufer über Grimmenthal

Express Erfut-Suhl-Sonneberg eher unwahrscheinlich

ICETreffErfurt ⌂ @, Eisenach, Dienstag, 12. März 2019, 13:31 (vor 14 Tagen) @ Power132
bearbeitet von ICETreffErfurt, Dienstag, 12. März 2019, 13:31

Da bastelt man eher einen RE300 über Coburg und die VDE 8.1 als einen zusätzlichen Langläufer über Grimmenthal

Rein vom Geld her wäre die Lösung via Grimmenthal günstiger.

Man könnte nämlich dann Flügeln, also ein Zugteil über Rentwertshausen nach Schweinfurt und ein Zugteil über Hildburghausen nach Sonneberg, wobei ich nicht weiß, ob man vom östlichen Bahnhofsteil von Grimmenthal Richtung Vachdorf ausfahren kann. Ich meine, dass es da keine Weichenverbindung gibt.

Das war jetzt nur so ein Gedanke von mir, keine offizielle Information.

Einen RE200 sehe ich vorerst nicht, da ist das Zugmaterial in der Anschaffung teuer und in Thüringen wäre aktuell ja einzig und alleine Erfurt als Halt dabei.

Express Erfut-Suhl-Sonneberg eher unwahrscheinlich

Power132 @, Dienstag, 12. März 2019, 16:35 (vor 14 Tagen) @ ICETreffErfurt
bearbeitet von Power132, Dienstag, 12. März 2019, 16:36

Da bastelt man eher einen RE300 über Coburg und die VDE 8.1 als einen zusätzlichen Langläufer über Grimmenthal


Rein vom Geld her wäre die Lösung via Grimmenthal günstiger.
Man könnte nämlich dann Flügeln, also ein Zugteil über Rentwertshausen nach Schweinfurt und ein Zugteil über Hildburghausen nach Sonneberg, wobei ich nicht weiß, ob man vom östlichen Bahnhofsteil von Grimmenthal Richtung Vachdorf ausfahren kann. Ich meine, dass es da keine Weichenverbindung gibt.

Und der tatsächliche Bedarf sieht eben nicht unbedingt danach aus. Wenn das noch aktuell ist gäbe es eine EInfahrt Richtun g Themar aus Erfurt her.


Einen RE200 sehe ich vorerst nicht, da ist das Zugmaterial in der Anschaffung teuer und in Thüringen wäre aktuell ja einzig und alleine Erfurt als Halt dabei.

Für ein Pendel würden 2 bis 4 ICE-T5 reichen, oder Fahrten, dass man zu Bürozeiten in Erfurt und zum Feierabend 17:30/18:30 in Sonneberg wäre.
Die paar Meter von Coburg nach Sonnberg schafft ein ICE-T5 sicher auch noch. Ist schon ein Unterschied ob ich für nen Behördengang bzw Arbeitspendelweg 45min im Zug sitze oder 150min

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