(CZ) DB Tochter Arriva erhält bisher größten Auftrag (Allgemeines Forum)

Power132 @, Donnerstag, 07. Februar 2019, 18:58 (vor 70 Tagen)
bearbeitet von Power132, Donnerstag, 07. Februar 2019, 18:59

DB Arriva gewinnt bisher größten Schienenverkehrsvertrag in Tschechien

DB Arriva, die DB-Tochter für den Personenverkehr im europäischen Ausland, hat ihren bisher größten Schienenverkehrsvertrag in der Tschechischen Republik gewonnen. Das Unternehmen betreibt nach Direktvergabe ab Dezember die vier Regionallinien R21 Prag-Turnov (Turnau)-Tanvald (Tannwald), R22 Kolin-Nový Bor (Haida), R 24 Prag-Rakovnik (Rakonitz) und R26 Prag-Pisek-Ceske Budejovice (Budweis).
Der Drei-Jahres-Vertrag im Wert von 45 Millionen Euro bietet eine Option auf Verlängerung um bis zu zwei Jahre. Eingesetzt werden 27 Dieseltriebwagen der Baureihe 628.2, die von DB Regio übernommen und für den Einsatz in Tschechien modernisiert worden sind. Mit den vier Regionallinien wird DB Arriva ihre Flotte auf 35 Züge erweitern und ihr Zugpersonal verdoppeln. Erst im Dezember 2018 hatte DB Arriva erstmals einen Vertrag im Schienenregionalverkehr gewonnen und ist für die nächsten zehn Jahre mit der Linie S49 in Prag unterwegs.

Aber hey, verkauft Arriva!

Paladin @, Hansestadt Rostock / Berlin, Donnerstag, 07. Februar 2019, 20:34 (vor 70 Tagen) @ Power132

Im Gegensatz zu DB Regio GEWINNEN sie Ausschreibungen. *hust* NRW *hust*

Bevor wieder irgendjemand ankommt: Ja, ich weiß, dass auch DB Regio Ausschreibungen gewonnen hat.

Ausschreibungen...

mdln @, Donnerstag, 07. Februar 2019, 20:46 (vor 70 Tagen) @ Paladin

Im Gegensatz zu DB Regio GEWINNEN sie Ausschreibungen. *hust* NRW *hust*

Du kennst das "System Ausschreibung" wohl nicht, denn man kann JEDE Ausschreibung so gestalten, dass das Wunschunternehmen gewintt.

Klappt z.B. auch bei Stellenausschreibungen.

Bevor wieder irgendjemand ankommt: Ja, ich weiß, dass auch DB Regio Ausschreibungen gewonnen hat.

ist mir bekannt, aber

Paladin @, Hansestadt Rostock / Berlin, Donnerstag, 07. Februar 2019, 20:53 (vor 70 Tagen) @ mdln

das hat jetzt was womit zu tun?

Damit

mdln @, Donnerstag, 07. Februar 2019, 20:59 (vor 70 Tagen) @ Paladin

Im Gegensatz zu DB Regio GEWINNEN sie Ausschreibungen. *hust* NRW *hust*

Damit

Tabernaer @, Donnerstag, 07. Februar 2019, 21:06 (vor 70 Tagen) @ mdln

Den Zusammenhang verstehe ich jetzt nicht. Kannste mal bitte die Unwissenden aufklären darüber, was Du meinst?

Damit

mdln @, Donnerstag, 07. Februar 2019, 21:13 (vor 70 Tagen) @ Tabernaer

Den Zusammenhang verstehe ich jetzt nicht. Kannste mal bitte die Unwissenden aufklären darüber, was Du meinst?

Ganz einfach, User "Paladin" behauptet, die DB ist nicht im stande in NRW eine Ausschreibung zu gewinnen, aber wenn der Besteller das auch gar nicht möchte, können die Kriterien in den Unterlagen auch so gestalltet sein, das sie auch gar nicht gewinnen können.

Kommt einem zumindest bei den Ausschreibungen zum RRX genau so vor, oder auch die vielen Verluste in BaWü und zuletzt die Übernahmen der HLB von DB Regio in Hessen.

Spricht vieles für gewollte Betreiberwechsel.

Womit ?

Garfield_1905, Donnerstag, 07. Februar 2019, 21:26 (vor 70 Tagen) @ mdln

Den Zusammenhang verstehe ich jetzt nicht. Kannste mal bitte die Unwissenden aufklären darüber, was Du meinst?


Ganz einfach, User "Paladin" behauptet, die DB ist nicht im stande in NRW eine Ausschreibung zu gewinnen, aber wenn der Besteller das auch gar nicht möchte, können die Kriterien in den Unterlagen auch so gestalltet sein, das sie auch gar nicht gewinnen können.

Kommt einem zumindest bei den Ausschreibungen zum RRX genau so vor, oder auch die vielen Verluste in BaWü und zuletzt die Übernahmen der HLB von DB Regio in Hessen.

Spricht vieles für gewollte Betreiberwechsel.

Ich frage mich nur (das meine ich ehrlich !), warum sollte man das wollen ?

Nach meiner Erfahrung wollen die Landesnahverkehrsgesellschaften die Leistungen möglichst günstig (!), aber auch innovativ, abgedeckt wissen.

Womit ?

Murrtalbahner, Donnerstag, 07. Februar 2019, 21:34 (vor 70 Tagen) @ Garfield_1905

Ich frage mich nur (das meine ich ehrlich !), warum sollte man das wollen ?

Nach meiner Erfahrung wollen die Landesnahverkehrsgesellschaften die Leistungen möglichst günstig (!), aber auch innovativ, abgedeckt wissen.

Wenn man sich die Leistung von DB Region in NRW und Württemberg anschaut, liegt das recht nahe.

Die Frage ist eher: Welche Stellschrauben gibt es, die DB zu verhindern? Bei den Stuttgarter Netzen war bewusst die Aufteilung der Lose, damit auch kleinere Unternehmen sich bewerben. Ziel wurde erreicht. Bei den zwei gewonnenen Losen hat die DB sich selbst rausgekickt. Trotzdem hat die DB Netz 3b gewonnen. Auch die Neigetechnik-Linien ab Ulm sind an die DB gegangen, obwohl insbesondere auf der Bodenseegürtelbahn seit Jahren katastrophale Zustände herrschen und vielfach versprochene Verbesserungen nie eingelöst wurden. Hätte man die DB kicken wollen, hätte man das hinbekommen. Wollte man offenbar nicht. Man schrieb den Vertrag für Gebrauchtfahrzeuge mit Neigetechnik aus.

S-Bahn NRW / VRR

tom66, Freitag, 08. Februar 2019, 06:11 (vor 70 Tagen) @ Murrtalbahner

War doch in NRW genau so.
Die S-Bahnen in NRW wurden in 2 Losen ausgeschrieben mit der Auflage das der Gewinner eh nur 1 Los bekommt. Somit war die DB eh schon vor der Ausschreibung mit 50% der Linien raus.
Da in den anderen Bundesländern die S-Bahn komplett ausgeschrieben wurde denke ich mal wenn man es gewollt hätte wäre das auch in NRW möglich gewesen.
Aber der alte VRR-Chef war halt seit 2010 kein DB Freund mehr gewesen. Ich denke sonst wären die Linien im VRR nicht so zerschlagen worden.

S-Bahn NRW / VRR

agw @, NRW, Freitag, 08. Februar 2019, 07:39 (vor 70 Tagen) @ tom66

Richtig, bei der S-Bahn VRR war es genauso.
Da wurden die S-Bahn-Züge exakt so ausgeschrieben, dass NUR die DB Regio NRW diese anbieten könnte, NIEMAND anders.
Und oh Wunder: die DB Regio NRW hat auch die S-Bahn-Aussschreibung beim VRR gewonnen.

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S-Bahn "komplett ausgeschrieben"?

sibiminus @, Freitag, 08. Februar 2019, 08:41 (vor 70 Tagen) @ tom66
bearbeitet von sibiminus, Freitag, 08. Februar 2019, 08:42

Da in den anderen Bundesländern die S-Bahn komplett ausgeschrieben wurde denke ich mal wenn man es gewollt hätte wäre das auch in NRW möglich gewesen.

Die S-Bahn Rhein-Main wurde in drei Losen ausgeschrieben. Bei der S-Bahn Berlin werden Teilnetze einzeln ausgeschrieben. Die "S-Bahn" Mitteldeutschland hat im Teilnetz MDSB1 zwei Lose. In Rhein-Neckar habe ich auch was mit Losen in Erinnerung.

Meinst du mit "komplett ausgeschrieben" die Loslimitierung? Eine Aufteilung in Lose heißt noch nicht dass nicht ein Bieter alle Lose gewinnen kann, siehe Rhein-Main und Mitteldeutschland. Da gab es keine Limitierung.

Wird mit dem Wettbewerb alles besser?

Bambalouni ⌂ @, Bielefeld / Jena, Freitag, 08. Februar 2019, 22:34 (vor 69 Tagen) @ Murrtalbahner

Ich stehe dem Wettbewerb sehr kritisch gegenüber.

1. Wo wird gespart?
Die größte Stellschraube ist doch das Personal. Wer seine Leute schlecht bezahlt, hat weniger Kosten und gewinnt die Ausschreibung. Zwar recht sich das so langsam in Zeiten von Personalknappheit, aber insgesamt ist das doch bedenklich. Bestes Beispiel: Die Erfurter Bahn.

2. Wurde es besser?
Zum Teil ja. Neue und moderne Züge sind unterwegs mit einigen Innovationen. Aber: Es gibt genauso viele Probleme. Schauen wir uns die Eurobahn an, die fast alle ihre Züge kürzlich warten lassen musste und mehrere Züge ausfallen ließ. Wäre auf solche größeren Zugausfälle ein großer Betreiber wie die DB nicht besser aufgestellt gewesen, da DB Regio viel mehr Züge und Personal hat.

3. Wohin fließen die Gewinne?
Die DB Regio gehört dem DB Konzern also dem Staat. Das Geld fließt also indirekt zum Bund. Und wie ist es bei den anderen? Abellio ist eine Tochter der niederländischen Eisenbahn, also quasi deren Arriva. Das Geld fließt also in die Niederlande. Bei der Eurobahn geht das Geld nach Frankreich. In meinen Augen also schlechter als zu DB Regio!
Es gibt aber Ausnahmen. Bis zur Übernahme war die Westfalenbahn beispielsweise eine Tochter mehrerer Nahverkehrsunternehmen in OWL. Auch die Erfurter Bahn ist hier als positives Beispiel zu nennen. Eigentümer ist die Stadt Erfurt.

Fraglich.

J-C @, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Freitag, 08. Februar 2019, 23:52 (vor 69 Tagen) @ Bambalouni
bearbeitet von J-C, Freitag, 08. Februar 2019, 23:53

Ich stehe dem Wettbewerb sehr kritisch gegenüber.

1. Wo wird gespart?
Die größte Stellschraube ist doch das Personal. Wer seine Leute schlecht bezahlt, hat weniger Kosten und gewinnt die Ausschreibung. Zwar recht sich das so langsam in Zeiten von Personalknappheit, aber insgesamt ist das doch bedenklich. Bestes Beispiel: Die Erfurter Bahn.

Wenn wir uns die Situation heute anschauen, ist offensichtlich eines der Stellschrauben der Fahrzeugaufwand. Ich meine, woran erklärt man sich sonst die ganzen Ausfälle etwa bei NX oder anderen? Richtig, weil man knapp kalkuliert hat!

Beim Personalaufwand stelle ich zumindest fest, dass gerade bei den Privatbahnen man mehr auf Zugpersonal setzt - zumindest bei den Begleitern.

2. Wurde es besser?
Zum Teil ja. Neue und moderne Züge sind unterwegs mit einigen Innovationen. Aber: Es gibt genauso viele Probleme. Schauen wir uns die Eurobahn an, die fast alle ihre Züge kürzlich warten lassen musste und mehrere Züge ausfallen ließ. Wäre auf solche größeren Zugausfälle ein großer Betreiber wie die DB nicht besser aufgestellt gewesen, da DB Regio viel mehr Züge und Personal hat.

Aber sicher. Kann man in Österreich doch sehen, dort gab es nie eine Ausschreibung für Verkehrsleistungen im Bahnverkehr und trotzdem hat man größtenteils modernes Zugmaterial. Was ausgeschrieben wird, das sind die Züge selbst, aber ich denke, das ist durchaus best practice.

Wenn man sich die Verkehrsdiensteverträge anschaut, stellt man durchaus auch fest, dass man etwa auch auf ein Bonus-Malus-System setzt. Also kann es auch dort Strafen geben, wenn die Bahn eine schlechte Performance hat.

Mag sein, dass es etwas länger dauerte, bis man flächendeckend auf Neubauzüge setzt und in Bundesländern wie Kärnten lässt die Modernisierung noch auf sich warten. Aber Hand auf's Herz, das ist immer noch besser als ein wiederkehrender Betreiberwechsel mit all seinen Macken und den wiederkehrenden Kinderkrankheiten der Neubautriebwägen.

Bei einem kontinuierlichen Betrieb kann man neues Material fließend einsetzen, ohne dass man alles auf einen Schwung mit seinen doch erheblichen Risiken umstellt.

Wir haben seit einiger Zeit klimatisierte Züge mit WLAN und auch verstellbaren Sitzen (dafür aber auch keine erste Klasse) im Regionalverkehr. Mal ehrlich, was hätte eine Privatbahn jetzt besser gemacht?

3. Wohin fließen die Gewinne?
Die DB Regio gehört dem DB Konzern also dem Staat. Das Geld fließt also indirekt zum Bund. Und wie ist es bei den anderen? Abellio ist eine Tochter der niederländischen Eisenbahn, also quasi deren Arriva. Das Geld fließt also in die Niederlande. Bei der Eurobahn geht das Geld nach Frankreich. In meinen Augen also schlechter als zu DB Regio!
Es gibt aber Ausnahmen. Bis zur Übernahme war die Westfalenbahn beispielsweise eine Tochter mehrerer Nahverkehrsunternehmen in OWL. Auch die Erfurter Bahn ist hier als positives Beispiel zu nennen. Eigentümer ist die Stadt Erfurt.

Naja und dann fließt bei der DB dann doch Geld ins Ausland - Stichwort Arriva und DB Schenker.

Das ist halt das Ding in Deutschland. Wie bei so ziemlich allen größeren Konzernen in Deutschland hat die DB auf Expansion gesetzt. Das kann im Güterverkehr ganz gut klappen und sinnvoll sein, im Personenverkehr - Stichwort Arriva - haut das vielleicht nicht ganz so hin.

Und ich glaube, das ist das Problem was wir so haben.

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"Gelenkte" Ausschreibungen ...

Blaschke, Osnabrück, Donnerstag, 07. Februar 2019, 21:50 (vor 70 Tagen) @ Garfield_1905

Huhu.

Spricht vieles für gewollte Betreiberwechsel.

Ich frage mich nur (das meine ich ehrlich !), warum sollte man das wollen ?

In Niedersachsen z.B., um mehrere relativ gleichwertige Bewerber zu haben.

Ich erinnere mich an die Emsland-/Mittellandnetz-Ausschreibung. Ursprünglich EINE Ausschreibung. Die dann geteilt wurde. Die DB hatte am Emsland kein Interesse wegen fehlender Anbindung an die eigene Werkstatt - wäre nur bei der fremden DB Regio in Münster leerfahrtenlos möglich gewesen. Das war also klar, dass das an Dritte geht. Dafür sollte die DB Rheine/Bielefeld Braunschweig gewinnen. Aber man war zu arrogant im Zeichen des Sieges und wollte nicht so günstig fahren wie die LNVG es wollte. Bis denen der Kragen platzte und die Westfalenbahn zu dem Netz kam wie die Jungfrau zum Kind.

Nein, BEWEISEN kann ich das nicht. Deswegen kennzeichne ich das hier als meine Vermutung. Allerdings fanden ähnliche Gedanken ihren Weg in seriöse Eisenbahnmagazine.

Nach meiner Erfahrung wollen die Landesnahverkehrsgesellschaften die Leistungen möglichst günstig (!), aber auch innovativ, abgedeckt wissen.


Du darfst sie persönlichen Animositäten und Gefälligkeiten nicht vergessen. Alle Beteiligten kennen sich doch persönlich von Branchentreffen und vom Golfen. Da spielen dann auch weiche Faktoren eine Rolle. Auch wenn sich das auch nie beweisen läßt. Aber das sagt einem allein schon die Lebenserfahrung. Oder sollten Ausschreibungen der einzige Ort sein, wo nicht gekungelt wird; mal mehr, mal weniger. Eher unwahrscheinlich.

Wobei es dir natürlich unbenommen ist, an das Gute im Menschen zu glauben und dass Ausschreibungen ganz streng nur nach Recht und Gesetz ablaufen ohne vorherige Kommunikation in Form von Absprachen. Wieviele Kartelle aber wurden schon in anderen Branchen aufgedeckt ...

Schöne Grüße von jörg


Schöne Grüße von jörg

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Wenn DB Regio zu doof ist korrekte Unterlagen

Höllentalbahn @, Freiburg, Donnerstag, 07. Februar 2019, 21:49 (vor 70 Tagen) @ mdln

abzugeben dann sollte man nicht über angeblich böse Besteller heulen.
Das war zu 100% deren eigene Schuld...

In BaWü war es so...

mdln @, Donnerstag, 07. Februar 2019, 22:08 (vor 70 Tagen) @ Höllentalbahn

Wenn DB Regio zu doof ist korrekte Unterlagen abzugeben dann sollte man nicht über angeblich böse Besteller heulen.
Das war zu 100% deren eigene Schuld...

...aber in Hessen(und NRW bestimmt auch) eher nicht.

Gerade in Hessen ist die HLB als eigene Bahn beim Verkehrsministerium beliebt. DB Regio hat hier auf den Linien 20, 22, 30, 50 und 51 einfach nur dank der Doppelstockwendezügen gewonnen, denn hier hat der RMV eingesehen, das die Massen nicht in kleinen Triebwägelchen zu bewältigen sind.

In BaWü war es so...

agw @, NRW, Freitag, 08. Februar 2019, 07:43 (vor 70 Tagen) @ mdln

Wenn DB Regio zu doof ist korrekte Unterlagen abzugeben dann sollte man nicht über angeblich böse Besteller heulen.
Das war zu 100% deren eigene Schuld...

...aber in Hessen(und NRW bestimmt auch) eher nicht.

Die DB Regio hat hier doch die Ausschreibung der zuletzt in Betrieb gegangenen VRR-S-Bahn gewonnen? Da hat es doch gepasst.
Genauso hat sie die Ausschreibung für ein Los der S-Bahn-Züge im VRR gewonnen (auch weil sie vom VRR genau auf die DB Regio zugeschnitten war).

Ich sehe hier kein Muster.

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Aber hey, verkauft Arriva!

agw @, NRW, Donnerstag, 07. Februar 2019, 21:05 (vor 70 Tagen) @ Paladin

Im Gegensatz zu DB Regio GEWINNEN sie Ausschreibungen. *hust* NRW *hust*

Bevor wieder irgendjemand ankommt: Ja, ich weiß, dass auch DB Regio Ausschreibungen gewonnen hat.

Die DB könnte auch versuchen, alle Verkehrsunternehmen in Europa, die mal eine Ausschreibung gewonnen haben, zu kaufen. Jeder hat seinen Preis.
Im Prinzip bräuchte man sich auch nicht auf Verkehrsunternehmen beschränken. Einfach alles aufkaufen. Der Bund bürgt im Zweifel.

Am Ende wüssten wir gar nicht mehr wohin mit den ganzen Gewinnen.

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Aber hey, verkauft Arriva!

Murrtalbahner, Donnerstag, 07. Februar 2019, 21:34 (vor 70 Tagen) @ agw

Im Gegensatz zu DB Regio GEWINNEN sie Ausschreibungen. *hust* NRW *hust*

Bevor wieder irgendjemand ankommt: Ja, ich weiß, dass auch DB Regio Ausschreibungen gewonnen hat.


Die DB könnte auch versuchen, alle Verkehrsunternehmen in Europa, die mal eine Ausschreibung gewonnen haben, zu kaufen. Jeder hat seinen Preis.
Im Prinzip bräuchte man sich auch nicht auf Verkehrsunternehmen beschränken. Einfach alles aufkaufen. Der Bund bürgt im Zweifel.

Am Ende wüssten wir gar nicht mehr wohin mit den ganzen Gewinnen.

Das EU-Wettbewerbsrecht kennst du? Frag mal bei Siemens oder Alstom nach...

Aber hey, verkauft Arriva!

agw @, NRW, Donnerstag, 07. Februar 2019, 21:56 (vor 70 Tagen) @ Murrtalbahner

Im Gegensatz zu DB Regio GEWINNEN sie Ausschreibungen. *hust* NRW *hust*

Bevor wieder irgendjemand ankommt: Ja, ich weiß, dass auch DB Regio Ausschreibungen gewonnen hat.


Die DB könnte auch versuchen, alle Verkehrsunternehmen in Europa, die mal eine Ausschreibung gewonnen haben, zu kaufen. Jeder hat seinen Preis.
Im Prinzip bräuchte man sich auch nicht auf Verkehrsunternehmen beschränken. Einfach alles aufkaufen. Der Bund bürgt im Zweifel.

Am Ende wüssten wir gar nicht mehr wohin mit den ganzen Gewinnen.


Das EU-Wettbewerbsrecht kennst du? Frag mal bei Siemens oder Alstom nach...

Das war ironisch gemeint. Manche meinen ja, je mehr die DB nichts mehr mit deutschen Bahnen zu tun hat, desto besser.

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Aber hey, verkauft Arriva!

Paladin @, Hansestadt Rostock / Berlin, Donnerstag, 07. Februar 2019, 22:19 (vor 70 Tagen) @ agw

Am Ende wüssten wir gar nicht mehr wohin mit den ganzen Gewinnen.


Das EU-Wettbewerbsrecht kennst du? Frag mal bei Siemens oder Alstom nach...


Das war ironisch gemeint. Manche meinen ja, je mehr die DB nichts mehr mit deutschen Bahnen zu tun hat, desto besser.

Du unterstellst mir ja jetzt fast solche Sachen wie SveFC

Nur weil ich nicht dafür bin, sämtliche Auslandsaktivitäten zu verramschen, kommst du zu so einer Aussage?

Aber hey, verkauft Arriva!

agw @, NRW, Freitag, 08. Februar 2019, 07:37 (vor 70 Tagen) @ Paladin

Am Ende wüssten wir gar nicht mehr wohin mit den ganzen Gewinnen.


Das EU-Wettbewerbsrecht kennst du? Frag mal bei Siemens oder Alstom nach...


Das war ironisch gemeint. Manche meinen ja, je mehr die DB nichts mehr mit deutschen Bahnen zu tun hat, desto besser.


Du unterstellst mir ja jetzt fast solche Sachen wie SveFC

Nur weil ich nicht dafür bin, sämtliche Auslandsaktivitäten zu verramschen, kommst du zu so einer Aussage?

Ich habe keinen direkt angesprochen. Wenn du dich angesprochen fühlst, liegt das an dir.

Es gibt auch niemanden im Bund, der irgendwas "verramschen" will. Daher braucht man darüber auch gar nicht reden.
Fakt ist aber, dass das, worum es hier im Forum geht, nur einen ganz kleines Teil des Umsatzes und daher auch der Aufmerksamskeit der DB AG hat. Obwohl es eigentlich der wichtigste Teil des Geschäfts sein sollte. Wenn man dem zustimmt, kann man nicht gleichzeitig für das Halten von sämtlichen (oft bahnfremden) Auslandsaktivitäten sein.

Das Hinweisen auf aktuelle, kurzzeitige Gewinne im Ausland zeigt auch ganz gut, wo der Fokus für diese Leute liegt.

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Aber hey, verkauft Arriva!

Zauberpilz @, Donnerstag, 07. Februar 2019, 21:09 (vor 70 Tagen) @ Paladin

Im Gegensatz zu DB Regio GEWINNEN sie Ausschreibungen. *hust* NRW *hust*

Bevor wieder irgendjemand ankommt: Ja, ich weiß, dass auch DB Regio Ausschreibungen gewonnen hat.

Ausschreibungen gewinnen ist leichter, als Ausschreibungen gewinnen mit denen man auch Geld verdient...

Die eigentliche Frage: Wie viel muss investiert werden?

Bambalouni ⌂ @, Bielefeld / Jena, Freitag, 08. Februar 2019, 22:24 (vor 69 Tagen) @ Paladin
bearbeitet von Bambalouni, Freitag, 08. Februar 2019, 22:25

Mir stellt sich bei solchen Meldungen eine ganz andere Frage: Wie viel muss Arriva in CZ investieren, bis da überhaupt Züge rollen und ist das dann nicht Geld, dass als Gewinnausschüttung dem DB Konzern fehlt, um es in Deutschland zu investieren.

Die Gewinne von Arriva sind ganz nett, wenn sie Geld ins deutsche Schienennetz spülen. Allerdings haben wir die ganzen Arriva-Töchter ja alle Mal gekauft, also musste dafür Geld in die Hand genommen werden, welches in Deutschland dringend benötigt wurde und wird. Das Geld ist jetzt nun mal versenkt - also weg - können wir nicht ändern.

Jetzt muss es meinen Augen das Ziel sein, dass diese Auslandstöchter so viel Geld erwirtschaften, dass sie erstens das einbringen, was sie vor Jahren gekostet haben (das versenkte Geld), und eben noch etwas mehr, damit dieses Geld in Deutschland in Schienen und Züge investiert werden kann.

Wenn sie wirklich mehr Geld ins Geldsäckel spülen als die bei ihrem Kauf vor Jahren gekostet haben, dann dann mag das langfristig vielleicht ein kluger Schachzug gewesen sein. Ein Verkauf wäre dann aus heutiger Sicht unnötig, solange diese weiter Geld einbringen.


Dass Arriva aber weiter wächst und damit neues Kapital benötigt, sehe ich sehr kritisch, da dieses Geld (auch wenn es Arriva selbst erwirtschaftet hat oder irgendwann erwirtschaften wird) in Deutschland viel dringender benötigt wird.

Vermutlich werden schlaue BWLer aber berechnet haben, dass die Gewinnaussichten im Ausland höher sind und es viel schlauer ist, dass Geld in Arriva als in die DB in Deutschland zu investieren. Aus unternehmerischer Sicht mag das stimmen, aber sollten wir in Sachen Eisenbahn nicht viel mehr an den Wohlfahrtsstaat in Deutschland denken als an die Gewinne. Zumindest jetzt, wenn wir vor vielen Jahren schon diesen Fehler gemacht haben.

Ein was positives hat diese Meldung: Arriva kauft die Züge bei DB Regio, was zumindest deren Geldsäckel etwas füllt und hoffentlich zu Investitionen in Deutschland führt.

DB Holding erhielt keinen einzigen Cent von DB Arriva

Henrik @, Freitag, 08. Februar 2019, 23:29 (vor 69 Tagen) @ Bambalouni

Mir stellt sich bei solchen Meldungen eine ganz andere Frage: Wie viel muss Arriva in CZ investieren, bis da überhaupt Züge rollen und ist das dann nicht Geld, das als Gewinnausschüttung dem DB Konzern fehlt, um es in Deutschland zu investieren.

Es rollen da doch bereits Züge von Arriva, steht detailliert im zweiten Absatz.

DB Konzern hat keinen einzigen Cent Dividendenzahlungen von DB Arriva in den letzten 5 Jahren (2013-2017) erhalten (vgl. auch FAZ von heute bzw. entsprechend zitierte BT-Drucksache)

Die Gewinne von Arriva sind ganz nett, wenn sie Geld ins deutsche Schienennetz spülen.

wie sollte das gehen?
das geht doch rein technisch schon überhaupt nicht von den Wegen der Finanzströme.
Arriva ist nur im Ausland tätig, nicht in Deutschland.

Allerdings haben wir die ganzen Arriva-Töchter ja alle Mal gekauft, also musste dafür Geld in die Hand genommen werden, welches in Deutschland dringend benötigt wurde und wird. Das Geld ist jetzt nun mal versenkt - also weg - können wir nicht ändern.

Nicht wir haben Arriva gekauft, sondern die DB. Dafür mussten auch nicht bares Geld in die Hand genommen werden - das bietet der Kapitalmarkt.
DB Arriva ist nicht pleite - das investierte Geld ist nicht weg.

Jetzt muss es meinen Augen das Ziel sein, dass diese Auslandstöchter so viel Geld erwirtschaften, dass sie erstens das einbringen, was sie vor Jahren gekostet haben (das versenkte Geld), und eben noch etwas mehr, damit dieses Geld in Deutschland in Schienen und Züge investiert werden kann.

Vergiss es. Das ist in letzten Jahren nie eingetreten und es ist auch nicht abzusehen, dass dem so sein wird. Die Kapitalkosten deckt Arriva nicht.

Wenn sie wirklich mehr Geld ins Geldsäckel spülen als die bei ihrem Kauf vor Jahren gekostet haben, dann mag das langfristig vielleicht ein kluger Schachzug gewesen sein. Ein Verkauf wäre dann aus heutiger Sicht unnötig, solange diese weiter Geld einbringen.

DB Arriva bringt kein Geld ein, s.o., es sein denn man veräußert es. Natürlich ist DB Arriva mehr wert als beim Kauf damals, aber es ist ja nun nicht so, dass die DB paar Milliarden auf der hohen Kante liegen hatte und zusah es zu investieren - das Geld stammt vom Kapitalmarkt.

wohlgemerkt,
diese ganzen blöden Schulden der DB, über die jeder Heini redet,
der größte Teil der Schulden der Betriebssparten fallen auf DB Arriva + DB Schenker.

Dass Arriva aber weiter wächst und damit neues Kapital benötigt, sehe ich sehr kritisch, da dieses Geld (auch wenn es Arriva selbst erwirtschaftet hat oder irgendwann erwirtschaften wird) in Deutschland viel dringender benötigt wird.

Wenn Arriva wächst & investiert ist das nur gut für Arriva - andere DB-Tochter tangiert das nicht.

Vermutlich werden schlaue BWLer aber berechnet haben, dass die Gewinnaussichten im Ausland höher sind und es viel schlauer ist, das Geld in Arriva als in die DB in Deutschland zu investieren. Aus unternehmerischer Sicht mag das stimmen,

Das war nicht die Intention und das ist auch nicht die unternehmerischer Sicht.

aber sollten wir in Sachen Eisenbahn nicht viel mehr an den Wohlfahrtsstaat in Deutschland denken als an die Gewinne.

es ging hier um eine Ausschreibung gewonnen - nen Wettbewerb zu gewinnen ist doch für denjenigen eh was feines.

Was die DB AG angeht hat der Eigentümer doch nen radikalen Paradigmenwechsel über die letzten Jahre durchgeführt.
Es geht nunmehr eben nicht mehr primär darum, Gewinne zu erzielen, sondern Fahrgastzunahme, Wohl des Kunden, Service etc steht nun an allererster Stelle.

Ein was positives hat diese Meldung: Arriva kauft die Züge bei DB Regio, was zumindest deren Geldsäckel etwas füllt und hoffentlich zu Investitionen in Deutschland führt.

kauft?
zu Investitionen hat es doch bereits geführt - die Züge wurden für den Einsatz modernisiert.

Sind die auf Bahnfanfuzzyfreaknostalgiepilger eingestellt?

Blaschke, Osnabrück, Donnerstag, 07. Februar 2019, 21:37 (vor 70 Tagen) @ Power132

Huhu.

Eingesetzt werden 27 Dieseltriebwagen der Baureihe 628.2, die von DB Regio übernommen (...)

Ui ui ui, da fallen dann ja bald die ganzen Bundesbahnfans in Tschechien ein ... Au backe ...

Hoffentlich ist man da vorbereitet. Besonders beim erwartbaren Genöle über die Modernisierungsmaßnahmen ...

Und wenn sie mit ihren Autos wie die Wilden den Zügen hinterjagen. Weiß die Bevölkerung, dass Fotopunkte freizuhalten sind? Und dass, wenn sich Störungen nicht vermeiden lassen, nur epochal passendes Fahrwerk drapiert werden darf!


Schöne Grüße von jörg

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Sind die auf Bahnfanfuzzyfreaknostalgiepilger eingestellt?

martarosenberg @, Deutschland -- Mitte-Ost und Nordwest., Samstag, 09. Februar 2019, 22:40 (vor 68 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von martarosenberg, Samstag, 09. Februar 2019, 22:41

Huhu.

Eingesetzt werden 27 Dieseltriebwagen der Baureihe 628.2, die von DB Regio übernommen (...)


Ui ui ui, da fallen dann ja bald die ganzen Bundesbahnfans in Tschechien ein ... Au backe ...

In Sachen Fahrkomfort ist das allerdings ein Rückschritt gegenüber den derzeitig eingesetzten (tlw. auch recht alten!) Großtriebwagen (die sogar richtige Übersetzfenster haben und nicht nur so Klappfenster wie die 628-er).

3 Jahres-Vertrag?

Höllentalbahn @, Freiburg, Donnerstag, 07. Februar 2019, 21:52 (vor 70 Tagen) @ Power132

Zahlt man bei solch kurzen Vertragsdauern nicht mächtig drauf?
Oder läuft das so wie in England wo das Personal bleibt und sich nur das Logo&Management ändert?
Ich meine das ist schon eine kurze Zeit um quasi ein Tochter-EVU aufzubauen und wieder quasi "abzureissen" wenn es doof läuft.

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